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Aus einer Reihe von lösbar miteinander verbundenen, dicht aneinanderliegenden
Zahnplättchen bestehender Kamm. Die Erfindung bezieht sich auf Kämme, die aus einer
Reihe lösbar miteinander verbundener Zahnplättchen bestehen, die dicht aneinanderliegen.
Die Kämme haben eine besonders gute Reinigungswirkung und lassen sich leicht reinigen
und ausbessern. Sie besitzen jedoch den Nachteil, daß die Zähne bzw. Zahnplättchen,
da sie starr nebeneinanderliegen und nicht ausweichen können, leicht brechen oder
aber die Haare derart festklemmen, daß das Kämmen Schmerzen verursacht oder gar
die Haare ausgerissen werden.
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Das Neue der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die Zahnplättchen
so ausgebildet und derart miteinander verbunden und nachgiebig gegeneinandergehalten
werden, daß sich die Plättchen beim Gebrauch des Kammes unter dem Druck der Haare
etwas auseinanderspreizen, aber immer wieder in die normale Lage zurückkehren. Durch
diese Ausbildung werden die Nachteile der Kämme vorliegender Art beseitigt, ohne
ihre Vorteile preiszugeben. Schließlich ist gemäß der Erfindung noch auf der einen
Seite des Kammes eine Diagonal- oder sonstige Linie eingezeichnet, welche das Zusammensetzen
der Plättchen erleichtert.
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Der Kamm kann auch in den Haaren getragen werden, wobei ein Verlieren
des Kammes durch den federnden Eingriff zwischen den Plättchen und den Haaren vermieden
wird.
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In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Vorderansicht des Kammes, einige Teile weggebrochen,
Abb.2 einen Querschnitt durch denselben nach Linie 2-2 der Abb. i, Abb. 3 eine vergrößerte
Ansicht eines Einzelteiles.
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Der Kamm besteht aus einer Reihe von Plättchen io, die mit einer Reihe
von ähnlichen kürzeren Plättchen ii abwechseln. Die vorderen Enden der Plättchen
bilden die Kammzähne 12. Die Schrägflächen 13-,der Zähne bilden eine Fortsetzung
der Berührungsflächen i4. der Plättchen. - An .jedem Ende des Kammes ist ein festes
Endstück 15 vorgesehen, welches zweckmäßig etwas kürzer als die Plättchen io ist
und mit seinem vorderen Ende in einer Linie mit den inneren Enden der zwischen den
Zähnen i2 liegenden Räume liegen, so daß die Endstücke das Einsetzen des Kammes
in das Haar nicht behindern.
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Wie aus Abb. 2 ersichtlich, sind die Zähne 12 nach einer Seite auswärts
gebogen. Dies ist dadurch erreicht, daß die Kanten der vorderen Enden der Plättchen
bei 16 bzw 17 konkav bzw. konvex verlaufen.
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Zum Zwecke, die Plättchen und Zähne in der richtigen Lage zu halten
und federnd gegeneinanderzudrücken, werden beispielsweise drei biegsame Stangen
2o, 21, 22 verwendet, die durch entsprechende Löcher der Plättchen sich erstrecken.
Die hintere Stange 2o liegt nahe dem Kammrücken hinter den hinteren Enden der kürzeren
Plättchen ii, so daß sie durch diese nicht hindurchgehen. Die Stangen 21, 22 gehen
durch alle Plättchen io, ii hindurch.
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Die mittlere Stange 21 ist an beiden Enden mit Gewinde versehen und
geht durch die Endstücke 15 hindurch. Auf die Enden der Stange 21 sind Muttern 23
aufgeschraubt, welche in Aussparungen 25 der Endstücke 15 lagern.
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Die Enden der hinteren Stangen 2o greifen in tote Bohrungen der Endstücke
15 ein. Die Löcher der Plättchen io, durch welche diese Stange geht, sind größer
als die Stange selbst, so daß ein genügender Raum gebildet wird für eine Druckfeder
2q., welche die Stange 2o umgibt und gegen die Endstücke 15 an deren hinteren Enden
drückt. Somit sind die Endstücke 15 gewissermaßen drehbar auf den Muttern
23,
und die Feder 24 bewirkt, daß die vorderen Enden der Stücke 15 aufeinander zu gedrückt
werden, so daß die vorderen Teile der Berührungsflächen der Plättchen io, ii federnd
gegeneinandergehalten werden. Durch Drehen der Muttern 23 kann der Druck zwischen
den Plättchen geregelt werden.
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Die vordere Stange 22 liegt mit einem Ende verschiebbar in einem der
Endstücke 15, so daß sie das Drehen der Endstücke 15 um die Muttern 23 nicht behindert.
Das andere Ende der Stange 22 ist lösbar in dem anderen Endstück 15 befestigt. In
der gezeigten Ausführungsform ist dieses Ende der Stange zu einem Griff 26 umgebogen,
welcher in einer Aussparung 3o des betreffenden Endstückes 15 gelagert ist. Eine
um einen Niet 28 drehbare Platte 27 hält die Stange 22 in ihrer Lage.
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Infolge der Biegsamkeit der Stangen 2o, 21, 22 und des zwischen den
hinteren Teilen der Plättchen io gebildeten Raumes können sich die Zähne 12 und
die sich daran anschließenden Teile der Plättchen io, ii auseinanderspreizen. Die
wirksame Kraft der Feder 24 ist jedoch derart, daß jene Kammteile für gewöhnlich
gegeneinandergepreßt werden.
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Beim Gebrauch des Kammes zum Reinigen des Haares wird er in üblicher
Weise wie beim gewöhnlichen Kämmen durch das Haar gezogen, wobei jedoch die einwärts
gebogenen Kanten 16 der Plättchen nach vorn liegen müssen. Dadurch werden die Haarsträhne
zwischen die gegeneinanderfedernden Berührungsflächen 14 gezogen und auf diese Weise
alle Fremdkörper beseitigt.
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Wenn der Kamm im Haar getragen werden soll, wird er so in dasselbe
eingesetzt, daß einige Haarsträhne sich zwischen den Flächen 14 festklemmen. Durch
die Klemmwirkung dieser Flächen auf das Haar wird der Kamm in der ihm gegebenen
Lage sichergehalten.
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Der Kamm kann ebenfalls sehr leicht gereinigt werden. Zu diesem Zwecke
braucht nur die Platte 27 in die in Abb. 3 strichpunktiert dargestellte Lage gedreht
und die vordere Stange aß herausgezogen zu werden. Eine Vertiefung 3i im
Endstück 15, an dem die Platte 27 vorgesehen ist, ermöglicht ein bequemes Erfassen
des Griffes 26. Ist die Stange 22 herausgezogen, dann können die Plättchen ii, wie
strichpunktiert in Abb. 2 gezeigt ist, aus der Kammebene ausgeschwenkt werden, so
daß alle Teile der Plättchen zugänglich sind und der Kamm E,chnell gereinigt werden
kann.
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Bricht einer der Zähne, so kann dieser aus dem Kamm entfernt werden,
nachdem man eine der Muttern 23 abgeschraubt und die drei Stangen aus den Plättchen
herausgezogen hat. Die Platte mit dem gebrochenen Zahn kann dann durch eine neue
ersetzt werden oder, wenn eine solche nicht vorhanden ist, die gebrochene Platte
einfach weggelassen werden, da die dadurch verursachte geringe Verkürzung des Kammes
dessen Gebrauchsfähigkeit nicht beeinträchtigt. Eine über die Endstücke 15 und die
Plättchen io, ir gehende Diagonallinie 18 dient dazu, die Reihenfolge, in welcher
die Plättchen zusammenzusetzen sind, anzugeben.