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DE385222C - Verfahren zur Darstellung von Alkalisalzen der Naphthasulfosaeure - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Alkalisalzen der Naphthasulfosaeure

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Publication number
DE385222C
DE385222C DEO9479D DEO0009479D DE385222C DE 385222 C DE385222 C DE 385222C DE O9479 D DEO9479 D DE O9479D DE O0009479 D DEO0009479 D DE O0009479D DE 385222 C DE385222 C DE 385222C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
naphthasulfonic
sulfuric acid
preparation
percent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEO9479D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OELWERKE STERN SONNEBORN AG
Original Assignee
OELWERKE STERN SONNEBORN AG
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Publication date
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Priority to DEO9479D priority Critical patent/DE385222C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE385222C publication Critical patent/DE385222C/de
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Alkalisalzen der Naphthasulfosäure. Beim Raffinieren der Mineralöle mit Schwefelsäure wird nach Abziehen des Säureharzes ein saures Öl erhalten, aus welchem die sauren Bestandteile durch Behandlung mit Lauge und Alkohol in geeigneten Mengenverhältnissen ausgezogen werden. Die erhaltene Unterlauge wird mit Kochsalz ausgesalzen und auf diese Weise eine konzentrierte Abfallauge erhalten, die im Mittel 30 Prozent naphthasulfosaures Natrium, 30 Prozent Mineralöl, wechselnde Mengen von Salz und freiem Alkali enthält.
  • Zur Reindarstellung des naphthasulfosauren Natriums war bisher noch kein technischer Weg angegeben; da das naphthasulfosaure Natrium jedoch einen besonderen Wert für gewerbliche Zwecke hat, so erschien die Beindarstellung von besonderer Wichtigkeit. Zur Beindarstellung ist es in erster Linie erforderlich, das Mineralöl und die Salze zu beseitigen. Nach Patent 31070 ist es möglich, durch Spritzugabe das Mineralöl abzuziehen. Weiterhin ist es nach Patent 350299 möglich, durch wiederholtes Waschen mit verdünnter, etwa goprozentiger Sohwefelsäurc die Salze zu beseitigen. Auf diese Weise wird eine mineralölfreie, salzfreie Naphthasulfosäure erhalten, die etwa g Prozent Schwefelsäure enthält. Zur Fettspaltung ist diese Sulfosäure geeignet, da zum Fettspalten eine Schwefelsäuremenge zugesetzt wird, welche bedeutend größer ist als die Schwefelsäuremenge, die durch das oben angeführte Raffinieren in die Sulfosäure gelangt. Neutralisiert man jedoch das Gemisch von Sulfosäure und etwas Schwefelsäure mit Alkali, so erhält man naturgemäß kein reines naphthasulfosaures Natrium, sondern ein Gemisch von naphthasulfosaurem und schwefelsaurem Natrium; andererseits tritt starkes Verschmieren ein. Dieser normale Weg ist also nicht gangbar, folgender MIeg erwies sich aber als zweckmäßig Die schwefelsäurehaltige Sulfosäure wird in Alkohol gelöst und mit wasserfreiem Natriümcarbonat digeriert, bis neutrale Reaktion eintritt. Es zeigt sich in überraschender Weise, daß die Neutralisation vollständig gelingt, ohne daß das kohlensaure Alkali in Lösung angewendet wird. Das schwefelsaure Natrium scheidet sich hierbei unlöslich aus. Das Ergebnis muß um so mehr auffallen, als wasserfreies Natriumcarbonat gänzlich in Alkohol unlöslich ist und eine völlige Neutralisation in dieser Weise von vornherein aussichtslos erscheinen mußte.
  • Nach der Neutralisation mit kohlensaurem Alkali läßt man absetzen, filtriert notfalls und destilliert den. Sprit ab. Auf diese Weise werden die naphthasulfosauren Alkalisalze in reiner Form und neutraler Reaktion erhalten. Diese sind in Wässer leicht löslich und können mit Vorteil für die Zwecke der Textil- und Lederindustrie benutzt werden.
  • Es erscheint zweckmäßig, in diesem Falle das Entölen nach der Darstellung der freien Sulfosäure vorzunehmen im Gegensatz zum Verfahren des Patentes 310701, nach welchem das Entölen vor der Darstellung der freien Sulfosäure vorgenommen wird. Es ist weiterhin zweckmäßig, die ausgeschiedene Sulfosäure bereits vorher mehrmals mit verdünnter Schwefelsäure zu waschen, um die Salze zu beseitigen, damit durch einen Alkoholzusatz keine kristallinischen Ausscheidungen hervorgerufen werden, welche eine Schichtenbildung erschweren würden. Das Verfahren gestaltet sich infolgedessen kurz wie folgt: ioo kg der alkoholisch-alkalischen Unterlauge, wie sie betriebsmäßig erhalten wird, und die etwa 6 bis 7 Prozent Alkohol enthält, wird mit 25 kg So prozentige r Schwefelsäure unter Erwärmen auf 5o bis 6o ° C gut durchgeschüttelt. Man läßt gut absetzen, zieht die sich unten absetzende Waschsäure ab und behandelt die Sulfosäure noch zwei- bis dreimal in gleicher Weise mit 50 prozentiger Schwefelsäure. Der in der Unterlauge befindliche Alkohol wird auf diese Weise mit ausgewaschen. Sollte die Gewinnung des Alkohols lohnend erscheinen, so kann man vor der Behandlung mit Schwefelsäure den Alkohol durch Destillation gewinnen. Nach dem Waschen mit Schwefelsäure versetzt man mit der zum Entölen erforderlichen Menge Sprit von 95 Prozent (es sind im allgemeinen ioo bis 150 Prozent Sprit erforderlich). Je nach der Menge der Sulfosäure und dem jeweiligen Gewicht des Mineralöles sowie der angewandten Menge Sprit setzt sich das Mineralöl oben oder unten ab. Nach Abziehen des Mineralöles wird die alkoholische Lösung der Sulfosäure mit wasserfreiem Natriumcarbonat beispielsweise gut durchgeschüttelt, bis Kongopapier nicht mehr gehlaut wird. Die überschüssige Soda sowie das gebildete schwefelsaure Natron läßt man absitzen, dekantiert, filtriert nötigenfalls und dampft ein, wobei das sulfosaure Natron als in der Wärme flüssige, in der Kälte erstarrende Masse erhalten wird.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von Alkalisalzen der Naphthasulfosäure aus den bei der Mineralölraffination erhältlichen Abfallaugen, dadurch gekennzeichnet, daß die alkoholisch-alkalischen Unterlaugen entölt, durch verdünnte (So prozentige) Schwefelsäure zersetzt, die Säure durch mehrmaliges Waschen mit 5o prozentiger Schwefelsäure entsalzen, das Produkt in Alkohol gelöst, mit wasserfreiem Natriumcarbonat behandelt und die Lösung der sulfosauren Salze, gegebenenfalls nach Filtration, eingedampft wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Entölung, z. B. durch Alkoholzusatz, erst nach Abscheidung der freien Sulfosäure vorgenommen oder an dieser Stelle des Verfahrens nochmals wiederholt wird.
DEO9479D 1915-08-07 1915-08-07 Verfahren zur Darstellung von Alkalisalzen der Naphthasulfosaeure Expired DE385222C (de)

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