DE3842380A1 - Zylinderfoermiger behaelter aus stahl zur zwischen- und endlagerung von gefaehrlichen stoffen - Google Patents
Zylinderfoermiger behaelter aus stahl zur zwischen- und endlagerung von gefaehrlichen stoffenInfo
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- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21F—PROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
- G21F9/00—Treating radioactively contaminated material; Decontamination arrangements therefor
- G21F9/28—Treating solids
- G21F9/34—Disposal of solid waste
- G21F9/36—Disposal of solid waste by packaging; by baling
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B09—DISPOSAL OF SOLID WASTE; RECLAMATION OF CONTAMINATED SOIL
- B09B—DISPOSAL OF SOLID WASTE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B09B3/00—Destroying solid waste or transforming solid waste into something useful or harmless
- B09B3/30—Destroying solid waste or transforming solid waste into something useful or harmless involving mechanical treatment
- B09B3/32—Compressing or compacting
-
- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21F—PROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
- G21F5/00—Transportable or portable shielded containers
- G21F5/005—Containers for solid radioactive wastes, e.g. for ultimate disposal
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Processing Of Solid Wastes (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen zylinderförmigen Behälter aus
Stahl zur Zwischen- und/oder Endlagerung von gefährlichen,
insbesondere radioaktiven Stoffen, die zuvor mit Bindemittel
zu Tabletten gepreßt wurden, oder von zerkleinerten Hülsen und
Strukturteilen von abgebrannten Brennelementen aus Kernkraft
werken, in dem die Tabletten oder Hülsen und Strukturteile in
einer diese kontinuierlich umgebenden, im Endzustand festen
inaktiven Matrix eingebettet werden.
Aus der DE-PS 32 14 242 ist ein Verfahren zur Verfestigung ra
dioaktiver Abfälle für eine Langzeitlagerung bekannt, das kom
pakte Blöcke in Transport- bzw. Endlagerbehältern liefert, wo
bei die kompakten Blöcke aus vorgefertigten, radioaktive
Stoffe enthaltenden keramischen Tabletten und einer diese kon
tinuierlich umgebenden, inaktiven, im Endzustand festen Matrix
hergestellt werden.
Hierbei werden die keramischen Tabletten und das Matrixmate
rial Glaspulver gemeinsam in einem Behälter unter gleichzeiti
gem Verdichten durch Vibrieren eingefüllt bzw. eingerüttelt,
das so erhaltene, verdichtete Gemisch auf eine Temperatur im
Bereich von 1423 K bis 1523 K erhitzt, bei dieser Temperatur
eine bis drei Stunden gehalten und schließlich langsam auf
Raumtemperatur abgekühlt.
Hierdurch werden die keramischen Tabletten in eine praktisch
inaktive Glasmatrix eingebettet.
Als Behälter wird ein Kokillenbehälter vorgeschlagen.
Weiterhin ist bekannt, stückiges radioaktives Material wie
z.B. mit Bindemittel verfestigte Preß- oder Sinterlinge aus
radioaktivem Material oder Hülsenabschnitte und Strukturteile
von abgebrannten Brennelementen mit geeigneten Matrixmateria
lien in flüssiger Form in einem Behälter zu übergießen und auf
diese Weise zu einem monolithischen Block zu verfestigen.
Übliche Matrixmaterialien sind Glas, Zement und Blei.
Der Nachteil bei diesem Vorgehen besteht darin, daß beim Ab
sturz eines auf diese Weise hergestellten Gebindes, bei dem
der Behälter irreparabel beschädigt wird, die Matrix mit den
enthaltenen radioaktiven Materialien entfernt und in einem
neuen Behälter eingeschlossen werden muß. Hierbei können durch
Brüche in der Matrix an den Bruchflächen radioaktive Substan
zen freigelegt werden.
Ferner bietet die Matrix in einem solchen Gebinde im Endlager
nach Korrosion des Behälters nur einen begrenzten Schutz, da
hierdurch an der Wandfläche des Behälters anliegende radioak
tive Teile freigelegt werden.
Aufgabe der Erfindung ist, die genannten Nachteile zu vermei
den. Es soll ein Behälter angegeben werden, der den einge
schlossenen monolithischen Block aus radioaktivem Material und
Matrixmaterial im Fall eines Absturzes des Gebindes besser
schützt.
Bei Beschädigung des Behälters soll der Inhalt leicht in einen
neuen Behälter umgesetzt werden können. Das gesamte Gebinde
soll dem korrosiven Angriff salzhaltiger wäßriger Lösungen
einen höheren Widerstand entgegensetzen. Die Hantierbarkeit
des Behälters soll den kerntechnischen Bedingungen angepaßt
sein.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Behälter mit den
im Kennzeichen des Hauptanspruchs aufgeführten Merkmalen ge
löst.
Die Unteransprüche geben eine vorteilhafte Ausgestaltung der
Erfindung an.
Der erfindungsgemäße Behälter besteht aus einem äußeren Behäl
ter 1, in den ein innerer Behälter 2 eingesetzt ist. Durch Ab
standshalter 4 wird ein gleichmäßiger Spalt von etwa 0,5 bis
2 cm zwischen äußerem und innerem Behälter erreicht.
Der radioaktive Abfall wird im inneren Behälter 2 vorgelegt.
Anschließend wird der innere Behälter mit dem Matrixmaterial
in flüssiger Form gefüllt, wobei durch die Öffnungen 3 am Bo
den des inneren Behälters das Matrixmaterial den Spalt zwi
schen innerem und äußerem Behälter füllt. Für Preß- oder Sin
terlinge, die aus radioaktivem Material mit Hilfe eines kera
mischen Bindemittels geformt wurden, kann als Matrixmaterial
Glas mit einem geeigneten Schmelzbereich verwendet werden.
Für Hülsen und Strukturmaterialien kann Zementmilch, die zu
einem resistenten Zementblock erstarrt, oder Blei geeignet
sein.
Falls das radioaktive Material eine geringere Dichte aufweist
als die flüssige Matrix, muß das radioaktive Material durch
einen Niederhalter z.B. aus einem Stahldrahtgitter am Auf
schwimmen gehindert werden.
Wenn der Niederhalter etwa 0,5 bis 2 cm unterhalb der Füllhöhe
für das Matrixmaterial fixiert wird, ist der radioaktive Ab
fall allseitig von einer mindestens 0,5 cm dicken, praktisch
inaktiven Schicht des Matrixmaterials umgeben.
Ein auf diese Weise befüllter, erfindungsgemäßer Behälter wird
bei einem Absturz wesentlich weniger leicht beschädigt, denn
die Matrixzwischenschicht und der Innenbehälter können zusätz
liche kinetische Energie umsetzen und damit deren Wirkung auf
die innere abfallhaltige Matrix vermindern.
Ferner ist es bei einer Beschädigung des Außenbehälters leicht
möglich, den Innenbehälter in einen neuen Außenbehälter umzu
setzen, weil keine radioaktiv kontaminierten Flächen freige
legt werden.
Da die üblichen Matrixmaterialien dem korrosiven Angriff einer
salzhaltigen wäßrigen Lauge im Endlager einen höheren Wider
stand entgegensetzen als ein Stahlbehälter, wird der radioak
tive Abfall durch die Matrixzwischenschicht wirkungsvoll gegen
Auslaugung geschützt.
Claims (3)
1. Zylinderförmiger Behälter aus Stahl zur Zwischen- und/oder
Endlagerung von gefährlichen, insbesondere radioaktiven
Stoffen, die zuvor mit Bindemittel zu Tabletten gepreßt
wurden, oder von zerkleinerten Hülsen und Strukturteilen
von abgebrannten Brennelementen aus Kernreaktoren, in dem
die Tabletten oder Hülsen und Strukturteile in eine diese
kontinuierlich umgebenden, im Endzustand festen inaktiven
Matrix eingebettet werden, dadurch gekennzeichnet, daß der
Behälter aus einem äußeren Behälter (1) besteht, in den ein
innerer Behälter (2) eingesetzt ist, der in seinem unteren
Bereich mindestens eine Öffnung (3) aufweist.
2. Zylinderförmiger Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß an der Außenfläche des inneren Behälters (2)
oder an der Innenfläche des äußeren Behälters (1) mehrere
Abstandshalter (4) angebracht sind, durch die der innere
Behälter allseitig in einem Abstand von etwa 0,5 bis 2 cm
vom äußeren Behälter gehalten wird.
3. Zylinderförmiger Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß in den inneren Behälter ein Niederhalter (5),
vorzugsweise ein Stahldrahtnetz, eingesetzt ist, das im
oberen Bereich des inneren Behälters fixiert ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3842380A DE3842380A1 (de) | 1988-12-16 | 1988-12-16 | Zylinderfoermiger behaelter aus stahl zur zwischen- und endlagerung von gefaehrlichen stoffen |
| DE8816775U DE8816775U1 (de) | 1988-12-16 | 1988-12-16 | Zylinderförmiger Behälter zur Zwischen- und Endlagerung von gefährlichen Stoffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3842380A DE3842380A1 (de) | 1988-12-16 | 1988-12-16 | Zylinderfoermiger behaelter aus stahl zur zwischen- und endlagerung von gefaehrlichen stoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3842380A1 true DE3842380A1 (de) | 1990-06-21 |
Family
ID=6369322
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3842380A Ceased DE3842380A1 (de) | 1988-12-16 | 1988-12-16 | Zylinderfoermiger behaelter aus stahl zur zwischen- und endlagerung von gefaehrlichen stoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3842380A1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9005277U1 (de) * | 1990-05-09 | 1991-02-14 | Edelhoff Polytechnik Gmbh & Co, 58640 Iserlohn | Aufnahmeeinrichtung für vorzugsweise gefährdende Substanzen |
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Citations (2)
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-
1988
- 1988-12-16 DE DE3842380A patent/DE3842380A1/de not_active Ceased
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| DE102012219076B4 (de) * | 2012-10-19 | 2014-05-15 | Areva Gmbh | Niederhaltevorrichtung für Residuen aus einer kerntechnischen Anlage und Verfahren zur Endlagerung von nuklearen Residuen |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8131 | Rejection |