DE3841329C2 - Flügelzellenvakuumpumpe - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Flügelzellenvakuumpumpe nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 Diese Pumpe ist durch die DE-A
35 19 741 bekannt.
Bei dieser bekannten Pumpe dient die Innenbohrung des Rotors
der Ölzufuhr, wobei die Ölzufuhr gedrosselt bzw. intermittie
rend derart erfolgt, daß in dem Teil der Rotorinnenbohrung,
der sich über den axialen Arbeitsbereich des Rotors er
streckt, ein niedriger, steuerbarer Druck herstellbar ist.
Bei dieser Pumpe kann sich in den Stirnspalten zwischen den
Rotorstirnwänden und den benachbarten Pumpendeckeln das
Vakuum des Pumpengehäuses in gleicher Weise auswirken. Daher
wirken auf die beiden Stirnflächen des Rotors im wesentlichen
dieselben Druckkräfte, so daß die bekannte Pumpe den Vorteil
hat, daß auf beiden Stirnflächen dasselbe Spiel während des
Laufes besteht. Dieses Spiel kann durch entsprechende Verma
ßung und Fertigung sehr gering gehalten werden, so daß nur
geringe Verluste über diese Stirnspalte eintreten. Ferner
läßt sich bei der bekannten Pumpe eine nur geringe Druck
differenz zwischen dem Pumpengehäuse und der Rotorinnenboh
rung herstellen, so daß die Verluste nicht nur durch entspre
chend eng tolerierte Dichtspalte, sondern auch durch die
niedrige Druckdifferenz gering gehalten werden.
Beim Stillsetzen des Kraftfahrzeugmotors herrscht auf der
Saugseite und in der Rotorinnenbohrung der Flügelzellen
vakuumpumpe noch Unterdruck. Je nach Auslegung des Schmieröl
systems des Kraftfahrzeugmotors kann es sein, daß infolge
dieses Unterdrucks noch Schmieröl aus dem Schmierölsystem in
die Vakuumpumpe gesaugt wird. Dieses Schmieröl wird sich an
der untersten Stelle des Gehäuses sammeln. Diese Ölmenge muß
beim Anfahren ausgetrieben werden, was zu unzulässigen Druck
erhöhungen führen kann.
Eine weitere Flügelzellenvakuumpumpe ist bekannt aus der DE-OS
28 57 494. Bei dieser Flügelzellenvakuumpumpe wird grundsätzlich
Ölüberschuß zugelassen. Das überschüssige Schmieröl kann bei
Stillstand der Maschine über eine Bohrung am unteren Ende der
Hohlwelle in den Ölsumpf zurücklaufen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die bekannte
Flügelzellenvakuumpumpe mit fliegender Lagerung so weiterzubil
den, daß einerseits ein begrenzter Unterdruck in der Innenboh
rung aufgebaut werden kann und daß andererseits beim Stillsetzen
der Flügelzellenvakuumpumpe dieser Unterdruck schnell wieder
abgebaut werden kann.
Die Lösung ergibt sich aus dem Kennzeichen des Anspruchs 1.
Durch diese Maßnahme kann zusätzlich der Unterdruck in der
Rotorinnenbohrung vorgegeben werden durch entsprechende
Vermaßung der Drosselbohrung.
Die Art der Ölzufuhr zu der Innenbohrung hängt im wesent
lichen von den baulichen Gegebenheiten des Kraftfahrzeug
motors ab, von dem aus die Flügelzellen-Vakuumpumpe mit
Schmieröl versorgt wird.
Erfindungswesentlich ist ein begrenztes Ölangebot. Das Öl
angebot hängt zum einen ab von der Förderkapazität der Ölpum
pe und zum anderen vom Verbrauch der anderen Schmierstellen.
Bei großer Förderkapazität der Ölpumpe und geringem sonstigen
Verbrauch wird das Ölangebot an die Flügelzellen-Vakuumpumpe
dadurch begrenzt, daß in die Schmierölzufuhrleitung zu der
Innenbohrung eine starke Drossel oder Blende oder ein Strom
regel- oder Strombegrenzungsventil eingebaut wird.
Eine Öleinspeisung von der Motorseite her wird ermöglicht
durch die Maßnahme nach Anspruch 2. Dabei kann die Schmieröl
zufuhrleitung zentrisch über eine dichtende Drehkupplung mit
der im übrigen verschlossenen Rotorinnenbohrung verbunden
sein.
Durch die Maßnahme nach Anspruch 3 wird erreicht, daß das
Gleitlager der Rotorwelle der Flügelzellenpumpe geschmiert
und gleichzeitig gedichtet wird, so daß eine Leckage über die
lagerseitige Rotorstirnwand und das Gleitlager ausgeschlossen
ist. Dabei ist das Gleitlager im axialen Bereich des Flan
sches, mit dem die Flügelzellen-Vakuumpumpe an den Motor
angeflanscht wird, vorgesehen.
Die rotierende Flüssigkeitskupplung wird dadurch gebildet,
daß in der Lagerbuchse und/oder an der Welle ein Ringkanal
gebildet wird, in den von der Lagerbuchse her die Schmier
mittelzufuhrleitung mündet und der durch Radialkanäle mit der
Rotorinnenbohrung verbunden ist.
Wenn die Ölversorgung von der dem Motor abgewandten Seite her
erfolgen soll, wird die Maßnahme-Kombination nach Anspruch 4
vorgeschlagen.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung
beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 und 3 je einen Axialschnitt eines Ausführungsbeispiels;
Fig. 2 einen Normalschnitt der Pumpe.
Die Flügelzellenpumpe 1 ist an das Kurbelgehäuse 2 eines
Kraftfahrzeugs durch Flansch 13 angeflanscht. In dem Pumpen
gehäuse 4 ist der kreiszylindrische Rotor 5 drehbar gela
gert. Hierzu bildet der Flansch 13 des Pumpengehäuses, dessen
Querschnittsform später erläutert wird, die exzentrische
Lagerbohrung 37. Die Lagerbohrung 37 weist in das Kurbelge
häuse und ist dazu zentriert. Es sei erwähnt, daß die Lager
bohrung 37 eine Gleitlagerung für das Lagerende des Rotors 5
bildet. Der Rotor ist so gelagert, daß er an einer Stelle,
dem sogenannten unteren Totpunkt, in Umfangskontakt mit dem
Gehäuse steht.
Der Rotor ist fliegend an einer Welle 20 gelagert, die auf
einer Seite als Lagerende konzentrisch an dem Rotor angeformt
ist und einen geringeren Durchmesser als der Rotor besitzt.
Eine Innenbohrung 21 erstreckt sich über die gesamte Länge
des Rotors. Im Bereich des Gehäuses besitzt der Rotor einen
einzigen Führungsschlitz 6, der in einer Axialebene liegt,
der die Innenbohrung durchdringt und dessen axiale Länge
genau der axialen Länge des Pumpengehäuses 4 entspricht. In
dem Führungsschlitz 6 ist ein einziger Flügel 7 gleitend
geführt.
Die Breite des Flügels entspricht der axialen Länge des
Pumpengehäuses. Der Flügel 4 kann aus einem Stück gefertigt
sein. Er kann aber auch an seinen Enden Dichtleisten aufwei
sen, die in Nuten 9 des Flügels 7 - in radialer Richtung -
gleitend, jedoch dichtend geführt sind. Entlüftungsbohrungen
10, die den Grund der Nuten 9 mit der - in Drehrichtung
gesehen - Vorderseite des Flügels verbinden, gewährleisten,
daß in den Nuten 9 stets der höchste in der Pumpe herrschende
Druck vorhanden ist, so daß die Dichtleisten 8 nach außen
gedrückt werden. In jedem Fall ist der Flügel ggf. ein
schließlich der Dichtleiste so lang, daß er - dank der später
noch zu beschreibenden Querschnittsform des Gehäuses - in
jeder Drehstellung dichtend am Umfang des Gehäuses 4
anliegt. Ferner sind die Flügelenden in jedem Falle mit einem
Radius r abgerundet. Dieser Radius wird möglichst groß
gewählt.
Die Umfangswand des Pumpengehäuses 4 ist so bestimmt, daß sie
im Querschnitt eine Äquidistante zu einer Pascalschen Spirale
(Konchoide) mit dem Krümmungsradius der Flügelenden r als
Abstand darstellt.
Zur Konstruktion des Querschnitts der Flügelzellenpumpe wird
also zunächst die Flügellänge sowie der Außendurchmesser des
Rotors 5 festgelegt. Die Differenz zwischen der Flügellänge
und dem Außendurchmesser bestimmt sehr wesentlich das Förder
volumen der Pumpe. Die Differenz ist begrenzt durch Festig
keits- und sonstige Überlegungen. Da der Rotor im Gehäuse so
gelagert ist, daß er an einer Stelle, dem sog. unteren Tot
punkt, in Umfangskontakt mit dem Gehäuse steht, taucht der
Flügel 7 in dem unteren Totpunkt - wie in Fig. 2 darge
stellt - vollständig in den Führungsschlitz 6 des Rotors 5
ein. Es wird nunmehr für die Krümmungsmittelpunkte K der
Flügelenden die Pascalsche Spirale um den Mittelpunkt M des
Rotors 5 konstruiert. Die Umfangswand des Pumpengehäuses 4
ergibt sich sodann als die Äquidistante mit dem Abstand r.
Die Krümmungsmittelpunkte K der Flügelenden bewegen sich also
auf einer Pascalschen Spirale um den Mittelpunkt des Rotors.
Dadurch ist gewährleistet, daß der Flügel stets mit seinen
Flügelenden dichtend am Umfang des Pumpengehäuses 4 anliegt.
Wie Fig. 2 schematisch darstellt, besitzt das Pumpengehäuse 4
den Saugeinlaß 11 mit einem darin angeordneten Rückschlag
ventil 31 sowie einen Auslaß 12 mit einem darin angeordneten
Rückschlagventil 24. Der Einlaß 11 ist etwa um 90° gegenüber
der Totpunktlage versetzt und der Einlaß 12 liegt im Bereich
vor dem unteren Totpunkt - in Drehrichtung 35 gesehen.
Wie Fig. 1 zeigt, ist das Einlaßventil 31 als Pilzventil
ausgebildet. Es handelt sich um einen pilzförmigen Gummi
körper, der mit seinem Stiel in eine gelochte Ventilplatte
eingesetzt ist und der mit den Rändern seines Kopfes dichtend
auf der Ventilplatte aufliegt und dabei die Löcher der
Ventilplatte umschließt. Bei eintretender Luft stülpt sich
der Kopf derart in Saugrichtung um, daß die Saugöffnung frei
gegeben wird. In der Gegenrichtung sperrt der Kopf.
Der Einlaß 11 mit dem Einlaßventil 31 ist in Fig. 1 in
Umfangsrichtung versetzt gezeichnet. Seine geometrische Lage
ergibt sich aus Fig. 2. Der Auslaß, der in Fig. 1 und Fig. 2
lediglich schematisch angedeutet ist, mündet über ein Rück
schlagventil 24 in das Kurbelgehäuse des Kraftfahrzeug
motors. Das Rückschlagventil 24 ist als Federblattventil aus
gebildet, das einseitig eingespannt ist.
Der Rotor weist an seinem Lageransatz Kupplungslappen 16
auf. Mit diesen Kupplungslappen wird der Rotor durch
Antriebswelle 3 des Kraftfahrzeugmotors angetrieben. Bei der
Antriebswelle 3 kann es sich z. B. um die Antriebswelle für
die Einspritzpumpe handeln. An der Antriebswelle 3 ist eine
Kupplungsscheibe 15 befestigt, die auf dem Umfang verteilte
Einschnitte 17 aufweist. Die Kupplungslappen 16 des Lager
ansatzes des Rotors greifen in die Einschnitte 17 der Kupp
lungsscheibe ein, ohne die axiale Beweglichkeit des Rotors zu
hindern.
Der Rotor 5 wird durch Antriebswelle 3 mit Drehrichtung 35
angetrieben. Dabei führt der Flügel 7 in dem Führungsschlitz
eine Relativbewegung aus und liegt mit seinen beiden Enden
dichtend und gleitend am Gehäuseumfang des Pumpengehäuses 4
an.
Die Innenbohrung 21 des Rotors 5 wird auf der einen Seite
durch den Gehäusedeckel 25 verschlossen. Auf der anderen
Seite ist die Innenbohrung 21 durch Wand 18 verschlossen. Die
Wand 18 liegt - in axialer Richtung gesehen - am Rotorende
oder außerhalb des Rotors, so daß die Wand 18 den Flügel
durchlaß nicht behindert. Die Wand 18 besitzt eine Düse 23,
durch die die Innenbohrung 21 mit dem Inneren des Kurbelge
häuses und darüber mit der Atmosphäre verbunden ist.
Die Schmierölzufuhr zu der Flügelzellen-Vakuumpumpe erfolgt
von der Schmierölpumpe (nicht dargestellt) des Kraftfahrzeug
motors aus über Ölzufuhrleitung 19. Die Ölzufuhrleitung setzt
sich als Bohrung 27 in dem Flansch 13 fort und mündet radial
in der Lagerbohrung 37 des Pumpenflansches 13. Dabei kämmt
die Mündung der Bohrung 27 mit einem Ringkanal 26, der auf
dem Umfang des Lageransatzes des Rotors gebildet wird. Der
Ringkanal liegt vorzugsweise in der axialen Mitte des Lager
ansatzes. Der Ringkanal steht durch einen Radialkanal 28 mit
der Rotorinnenbohrung 21 in Verbindung.
Die Schmierölpumpe liefert an die dargestellte Flügelzellen-
Vakuumpumpe nur eine begrenzte Ölmenge. Hierzu können in der
Ölzufuhrleitung Volumenstrom-Begrenzungsventile oder Volumen
strom-Regelventile oder Blenden bzw. Drosseln vorgesehen
sein, die hier nicht dargestellt sind. Im dargestellten Falle
ist der Radialkanal 28 durch Bemessung seines Querschnittes
und seiner Länge als Drosselkanal ausgeführt.
Zur Funktion der Ölschmierung:
Das Schmieröl wird über Leitung 19 in dosierter, begrenzter Menge zugeführt, wenn der Kraftfahrzeugmotor und damit auch die Flügelzellen-Vakuumpumpe in Betrieb sind. Die Radialboh rung 27 und der Ringkanal 26 bilden einerseits eine dichtende Flüssigkeitskupplung für das Schmieröl. Durch diese Kupplung wird das Schmieröl auf und in den rotierenden Rotor 5 über tragen. Zum anderen dient der Ringkanal 26 der Verteilung des Schmieröls auf das Gleitlager der Lagerbohrung 37. Durch die gleichmäßige Verteilung des Öls erfolgt gleichzeitig auch eine Abdichtung des Gleitlagers. Das Öl gelangt durch den Radialkanal 28 in die Innenbohrung 21. Beim Betrieb der Flügelzellen-Vakuumpumpe entsteht ein Unterdruck auf der Saugseite der Pumpe. Unterdruck entsteht aber auch im übrigen Pumpenraum, da der Auslaß 12 der Pumpe durch Rückschlagventil 24 gegenüber der Atmosphäre verschlossen ist. Über die Dicht spalte zwischen dem Flügelschlitz 6 und dem Flügel 7 sowie dem Pumpendeckel 25 und dem Rotor 5 entsteht dieser Unter druck im Laufe des Betriebes auch in der Innenbohrung 21 des Rotors. Die Höhe dieses Unterdrucks hängt ab von der Förder kapazität der Schmierölpumpe und dem sonstigen Verbrauch bzw. von der in die Flügelzellen-Vakuumpumpe gelieferten Ölmenge bzw. von der Drosselung des der Flügelzellen-Vakuum pumpe zur Verfügung gestellten Ölstroms. Bei sehr starker Begrenzung der Schmierölmenge, d. h. z. B. sehr starker Drosse lung des Schmierölflusses in dem Radialkanal 28 entsteht in der Innenbohrung 21 ein sehr hohes Vakuum.
Das Schmieröl wird über Leitung 19 in dosierter, begrenzter Menge zugeführt, wenn der Kraftfahrzeugmotor und damit auch die Flügelzellen-Vakuumpumpe in Betrieb sind. Die Radialboh rung 27 und der Ringkanal 26 bilden einerseits eine dichtende Flüssigkeitskupplung für das Schmieröl. Durch diese Kupplung wird das Schmieröl auf und in den rotierenden Rotor 5 über tragen. Zum anderen dient der Ringkanal 26 der Verteilung des Schmieröls auf das Gleitlager der Lagerbohrung 37. Durch die gleichmäßige Verteilung des Öls erfolgt gleichzeitig auch eine Abdichtung des Gleitlagers. Das Öl gelangt durch den Radialkanal 28 in die Innenbohrung 21. Beim Betrieb der Flügelzellen-Vakuumpumpe entsteht ein Unterdruck auf der Saugseite der Pumpe. Unterdruck entsteht aber auch im übrigen Pumpenraum, da der Auslaß 12 der Pumpe durch Rückschlagventil 24 gegenüber der Atmosphäre verschlossen ist. Über die Dicht spalte zwischen dem Flügelschlitz 6 und dem Flügel 7 sowie dem Pumpendeckel 25 und dem Rotor 5 entsteht dieser Unter druck im Laufe des Betriebes auch in der Innenbohrung 21 des Rotors. Die Höhe dieses Unterdrucks hängt ab von der Förder kapazität der Schmierölpumpe und dem sonstigen Verbrauch bzw. von der in die Flügelzellen-Vakuumpumpe gelieferten Ölmenge bzw. von der Drosselung des der Flügelzellen-Vakuum pumpe zur Verfügung gestellten Ölstroms. Bei sehr starker Begrenzung der Schmierölmenge, d. h. z. B. sehr starker Drosse lung des Schmierölflusses in dem Radialkanal 28 entsteht in der Innenbohrung 21 ein sehr hohes Vakuum.
Die Druckdifferenz zwischen der Innenbohrung 21 und dem
übrigen Pumpengehäuse wird daher bei Betrieb auf nahezu Null
reduziert. Daher wird das Öl, das in die Innenbohrung 21
gefördert worden ist, nicht durch die Druckdifferenz in die
Dichtspalte getrieben, sondern lediglich durch Zentrifugal
kraft. Dadurch wird gewährleistet, daß das Öl nur einer
geringen Förderung unterworfen wird, so daß in dem Dichtspalt
ein gleichmäßiger Ölfilm mit nur geringer Bewegung entsteht.
Durch diese Maßnahme wird der Ölverbrauch stark herabgesetzt,
andererseits die Schmier- und Dichtwirkung des Öls aber auch
vergleichmäßigt.
Infolge der geringen Druckdifferenz zwischen dem durch Rück
schlagventil 24 verschlossenen Pumpenraum und der Innenboh
rung 21 wird andererseits auch die Leckage über den Dicht
spalt zwischen Rotor und Pumpendeckel 4 sowie die Dichtspalte
zwischen Flügel 7 und dem Führungsschlitz 6 auf ein Minimum
herabgesetzt, was dem Pumpenwirkungsgrad zugutekommt.
Wenn die Schmierölzufuhr beim Stillsetzen des Kraftfahrzeug
motors nicht durch ein Ventil verschlossen wird, besteht die
Gefahr, daß bei Stillstand des Kraftfahrzeugmotors infolge
des Unterdrucks im Pumpengehäuse und in der Innenbohrung 21
weiterhin Öl angesaugt wird, bis der Unterdruck abgebaut
ist. Das angesaugte Öl sammelt sich am tiefsten Punkt des
Pumpengehäuses. Beim Anlauf muß das Öl aus dem Pumpengehäuse
ausgetrieben werden. Dabei können Druckstöße auftreten, die
zum Bruch führen. Das gilt insbesondere, wenn der Kraftfahr
zeugmotor mit falscher Drehrichtung startet, wie es bei
Dieselmotoren vorkommen kann. Aus diesem Grunde ist die
Innenbohrung 21 mit einer Düse 23 versehen. Die Düse 23 ist
so ausgelegt, daß sie nur geringe Luftmengen durchläßt. Sie
behindert daher den Aufbau des Unterdrucks in der Innenboh
rung 21 nicht. Andererseits gewährleistet sie, daß bei Still
stand des Kraftfahrzeugmotors der Unterdruck in der Innenboh
rung 21 schnell abgebaut wird. Dadurch wird das Ansaugen und
das Ansammeln größerer Ölmengen im Stillstand der Flügelzel
len-Vakuumpumpe unterbunden.
Die Düse 23 kann aber auch mit größerem Querschnitt ausgelegt
werden, so daß auch während des Betriebes über die Düse 23
stets eine geringe Luftmenge derart angesaugt wird, daß das
in der Innenbohrung entstehende Vakuum nicht in voller Höhe
ausgebildet wird. Durch diese Maßnahme läßt sich gezielt die
Druckdifferenz zwischen der Innenbohrung und dem übrigen
Pumpenraum vergrößern, wenn eine größere Ölförderung zwischen
Innenbohrung und Pumpenraum erwünscht ist und daher die Öl
förderung nicht nur auf Zentrifugalkraft, sondern auch auf
Druckdifferenz beruhen soll.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 entspricht demjenigen
nach Fig. 1, 2. Auf die vorangegangene Beschreibung wird
verwiesen mit folgenden Ausnahmen:
Die Schmierölzufuhr zu der Flügelzellen-Vakuumpumpe erfolgt
von der Schmierölpumpe (nicht dargestellt) des Kraftfahrzeug
motors aus über Ölzufuhrleitung durch den Gehäusedeckel 25.
Die Ölzufuhrleitung mündet in einer scheibenförmigen Ausneh
mung 22. Der Durchmesser der scheibenförmigen Ausnehmung 22
ist nicht größer als der Durchmesser der Innenbohrung 21. Von
der Innenbohrung 21 geht ein Radialkanal 28 aus. Der Radial
kanal 28 mündet in eine Ringnut 26. Die Ringnut 26 liegt auf
dem Umfang der Lagerwelle 20 des Rotors, und zwar etwa in
dessen mittlerem axialen Bereich. Der Ringkanal hat keine
weitere Verbindung nach außen, außer durch die unvermeid
lichen Spalte der Lagerbohrung. Es kann jedoch auch eine
axiale Schmiernut in der Lagerbohrung angebracht sein, um
eine gleichmäßige Verteilung des Schmieröls in dem Gleitlager
zu gewährleisten.
Bei dieser Ausführung erfolgt die Schmierölzufuhr durch Ölzu
fuhrkanal 19, und zwar durch den Pumpendeckel 4. Hierzu
besitzt der Pumpendeckel 4 auf der dem Rotor zugewandten
Seite eine kreisscheibenförmige Ausnehmung 32. Der Außen
durchmesser dieser kreisscheibenförmigen Ausnehmung ent
spricht im wesentlichen dem Durchmesser der Innenbohrung 21.
Die Ölzufuhrleitung 19 mündet in dieser kreisscheibenförmigen
Ausnehmung 32. Durch die zuvor geschilderten Maßnahmen Strom
begrenzungsventil, Stromregelventil, Drossel, Blende oder
Schmierölpumpe mit begrenzter Förderkapazität oder gleichwir
kenden Maßnahmen wird die Schmierölzufuhr wieder sehr stark
begrenzt, so daß in der Innenbohrung 21 ein Vakuum entsteht.
Zur Beschreibung der Funktion der Ölschmierung wird auf die
vorangegangenen Ausführungen verwiesen.
Auch bei dieser Ausführung ist eine Drossel 23 wie in dem
anderen Ausführungsbeispiel vorhanden. Sie würde auch hier
zweckmäßigerweise in der Wand 18 liegen, damit Öl, das etwa
und wider Erwarten aus der Drossel 23 austritt, in das
Kurbelgehäuse des Kraftfahrzeugmotors gelangt und nicht zu
Verschmutzungen führt. Auch zur Funktion der Drossel 23 kann
auf die Ausführungen zum vorigen Ausführungsbeispiel verwie
sen werden.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 zeichnet sich also
dadurch aus, daß zur Ölzufuhr in die Innenbohrung 21 keine
rotierende Flüssigkeitskupplung erforderlich ist.
Gleichwohl wird in dem axialen Bereich des Gleitlagers ein
ölgefüllter Ringkanal vorgesehen, der einerseits der Schmie
rung des Gleitlagers und andererseits der Dichtung des Gleit
lagers sowie des Dichtspaltes zwischen dem Rotor und dem
lagerseitigen Pumpendeckel dient.
Claims (4)
1. Flügelzellenvakuumpumpe
zum Betrieb von Servoantrieben in Kraftfahrzeugen,
insbesondere zur Bremskraftverstärkung,
mit einem
fliegend gelagerten Rotor der einen
radialen Führungsschlitz mit einem daran gleitend geführten Flügel
sowie eine Innenbohrung aufweist, welche sich
zumindest über die Rotorbreite erstreckt und an
ihren Enden durch Stirnwände verschlossen ist
und deren vom Lager abgewandte Stirnwand dadurch
gebildet wird, daß der Rotor mit einem freien Ende auf einem benachbarten
Pumpendeckel des Pumpengehäuses aufliegt und welche
mit einer Schmierölzufuhrleitung
mit nur begrenztem Ölangebot derart verbunden ist, daß
sich in der Innenbohrung ein geringer Druck des
Schmieröls aufbaut,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Rotorinnenbohrung (21) eine Drosselbohrung (23) zur Atmosphäre
aufweist.
2. Flügelzellenvakuumpumpe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schmierölzufuhrleitung (19, 27, 28), über eine rotierende Flüssigkeitskupplung
in die Rotorinnenbohrung (21) geführt ist.
3. Flügelzellenvakuumpumpe nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Rotor (5) in einem Gleitlager gelagert ist,
und daß die rotierende Flüssigkeitskupplung für die
Schmierölzufuhr im Bereich des Gleitlagers liegt, vorzugsweise im axial
mittleren Bereich.
4. Flügelzellenvakuumpumpe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schmierölzufuhrleitung in dem am freien Ende des Rotors (5)
liegenden Pumpendeckel angeordnet ist und in die Stirn
fläche der Innenbohrung (21) mündet.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE3841329A DE3841329C2 (de) | 1987-12-12 | 1988-12-08 | Flügelzellenvakuumpumpe |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3742277 | 1987-12-12 | ||
| DE3841329A DE3841329C2 (de) | 1987-12-12 | 1988-12-08 | Flügelzellenvakuumpumpe |
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