DE3739619A1 - Tuetenwirbelgeneratoren und waermeuebertragungsflaechen fuer waermeaustauscher - Google Patents
Tuetenwirbelgeneratoren und waermeuebertragungsflaechen fuer waermeaustauscherInfo
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Description
Soll Wärme durch Konvektion an ein Fluid (flüssiges oder
gasförmiges Medium) über eine Wand übertragen werden, die
entweder durch Strahlung und/oder Konvektion von einem
zweiten Fluid geheizt wird, so ist es das Ziel, für einen
zu übertragenden Wärmestrom die benötigte Wärmeübertra
gungsfläche klein und bei erzwungener Konvektion auch den
Druckverlust gering zu halten. Liegt der Wärmeübertragungs
widerstand vor allem auf einer Seite der wärmeübertragen
den Wand, werden zur Verbesserung des Wärmeübergangs auf
dieser Seite plattenförmige Sekundärflächen (Rippen, Lamel
len) angebracht, was zu den bekannten Rippenrohr- und La
mellen-Wärmeaustauschern geführt hat. Ist der Wärmeübergang
auf beiden Seiten der Wand schlecht, können auf beiden
Seiten Sekundärflächen angebracht werden, was bei Platten
wärmeaustauschern angewandt wird. Zur weiteren Verbesserung
des Wärmeübergangs an Wärmeübertragungsflächen wurden be
sondere Sekundärflächen entwickelt. Insbesondere wurden
Sekundärflächen als Turbulatoren (Turbulenzerzeuger) und
Wirbelerzeuger ausgebildet. Auf Turbulatoren wird nicht
weiter eingegangen, da sie mit der Erfindung nichts zu tun
haben.
Zur Verbesserung des Wärmeübergangs bei erzwungener und/-
oder freier Konvektion wurde vorgeschlagen, strukturierte
Längswirbel an der Wärmeübertragungsfläche durch Anbringen,
Ausprägen oder Ausstanzen von Wirbelgeneratoren zu erzeu
gen, die die Form von Rechteck- und Dreieck-Rippen und
entsprechender Flügel haben und einen Anstellwinkel mit der
Durchströmungsrichtung bilden (1), (2), (3), (4), (5), (6),
(7). Allen diesen Vorschlägen liegt zugrunde, durch die
Längswirbel gezielt wandferne und wandnahe Fluidschichten
auszutauschen und dadurch die für den Wärmeübergang maßge
benden Wand-Temperaturgradienten zu erhöhen. Dabei sind
entgegengesetzt rotierende Wirbel effizienter als gleich
sinnig rotierende Wirbel und es wurde außerdem darauf hin
gewiesen, daß Längswirbelerzeuger gegenüber Turbulatoren
geringere zusätzliche Druck- oder Strömungsverluste hervor
rufen (4), (7). Für freie Konvektion wurden bisher nur
kurze, angestellte Rechteckrippen vorgeschlagen (2), die
als Pfeilrippen bezeichnet werden. Für zentrale Strahlungs
empfänger (CRS - Central Receiver Systems) für Hochtempera
tur-Solarprozesse, die als 'volumetric' oder 'tubular'
Receivers ausgeführt werden, sind solche Wirbelgeneratoren
noch nicht vorgeschlagen worden.
Bekannt ist also die Verwendung von Dreieck-Flügeln oder
Halbflügeln (bei Flügeln ist deren Hinterkante fest mit
der Hauptwärmeübertragungsfläche verbunden, bei Halbflü
geln ist die Flügellängsachse fest mit dieser verbunden),
als Erzeuger strukturierter Längswirbel zur Wärmeüber
gangserhöhung, die durch Ausstanzen und Ausprägen aus oder
Aufbringen an der Wärmeübertragungsfläche entstehen.
Bekannt sind weiterhin aus der Aerodynamik, daß der ange
stellte Tragflügel kleiner Streckung, dessen Vorderkanten
überwiegend schräg (also nicht senkrecht) zur Strömungs
richtung stehen, entlang der Vorderkanten einen oder auch
mehrere starke tütenförmige Wirbel erzeugt, die einen be
sonders hohen Auftrieb bewirken, Abb. 1. Solch ein Flügel
wird kurz als Tütenwirbelgenerator oder -erzeuger bezeich
net. Außerdem ist bekannt, daß die Tütenwirbel bei An
stellwinkeln von ∼25° aufplatzen und damit ihre Wirkung
verlieren und daß diese Tütenwirbelgeneratoren minimalen
induzierten Widerstand erzeugen.
Neu an der vorliegenden Erfindung ist, daß bei erzwungener
und/oder freier Konvektion für Tütenwirbelerzeuger in der
Form von Flügeln oder Halbflügeln der Bereich ihrer Strec
kung (Flügelbreite zum Quadrat zur Flügelfläche), des An
stellwinkels, Schiebewinkels und bei Halbflügeln des Sei
tenwinkels angegeben wird. Der Bereich wird so angegeben,
daß nicht nur die an sich bekannte Erhöhung des Wärmeüber
gangs resultiert, sondern eine so große Wärmeübergangser
höhung, die zu einem so guten Verhältnis von Wärmeüber
gang zu Strömungsverlust führt, daß der Einsatz von Tüten
wirbelgeneratoren in Wärmetauschern besonders günstig
ist, Anspruch 1. Günstig heißt dabei, mit einem kleinen
Tütenwirbelerzeuger auf einer im Verhältnis zu diesem
großen Wärmeübertragungsfläche wesentliche Wärmeüber
gangserhöhungen bei z. B. gegebenem Druckverlust zu erzie
len.
Zum Beispiel wurde mit einem Deltaflügel der Streckung
1,25 bei einem Anstellwinkel von 50° auf einer Wärmeüber
tragungsfläche, die 173mal größer als die Deltaflügelflä
che ist, bei einer Reynoldszhal von 2000 der Wärme
übergang um 47% gegenüber dem Wert ohne Deltaflügel
gesteigert. In umfassenden Versuchen konnte gezeigt wer
den, daß der Turbulenzgrad der Strömung, sofern er unter
25% liegt, unerheblich ist, daß Schiebewinkel unter 25°
nur einen untergeordneten Einfluß haben, während Streckun
gen zwischen 1,2 und 2,5 und Anstellwinkel zwischen 30°
und 65° je nach Reynoldszahl zur Beeinflussung der Wär
meübertragungsfläche und der zulässigen zusätzlichen Strö
mungsverluste besonders günstig sind. In Abb. 2 sind die
maßgebenden Geometrie-Parameter für einen Deltaflügel und
Deltahalbflügel dargestellt. Weiterhin zeigt sich, daß die
Flügel und Halbflügel umso stärkere Tütenwirbel erzeugen,
je geringer ihr Dickenverhältnis ist und für Dickenver
hältnisse oberhalb 0,2 drastisch an Wirksamkeit verlieren.
Da die Tütenwirbelgeneratoren an einer Wärmeübertragungs
fläche angebracht oder aus einer solchen herausgearbeitet
werden, beginnen sie an einer Wand, an der sowohl bei
erzwungener als auch bei freier Konvektion die Geschwin
digkeit verschwindet. In unmittelbarer Wandnähe ist der
Tütenwirbelgenerator daher wirkungslos. Da die Tütenwir
belstärke, die entscheidend für die Wärmeübergangserhöhung
ist, proportional zum Quadrat der Anströmgeschwindigkeit
und der Flügelfläche ist, ist es wichtig, eine möglichst
große Flügelfläche in den Bereich großer Geschwindigkeiten
zu legen. Daher sind z. B. durch Abkantung oder Abrundung
vorn abgestumpfte Tütenwirbelerzeuger (Abb. 3) besonders
günstig. Weiterhin ist bekannt, daß an den Ecken von
Doppeldeltaflügeln und Abwinkelungen neue Tütenwirbel
erzeugt werden, und daß so besonders starke und stabile
Wirbelkonfigurationen entstehen. Neu an der vorliegenden
Erfindung ist daher der Einsatz abgestumpfter Tütenwir
belerzeuger, bei denen der wirksame Teil des Wirbelerzeu
gers in den günstigsten Strömungsbereich gelegt wird,
sowie der Einsatz von Doppeldeltaflügeln und abgewinkelten
Flügeln zur Erzeugung besonders starker und stabiler Wir
bel, Abb. 3, Anspruch 2.
Ein einzelner deltaartiger Flügel erzeugt ein entgegenge
setzt rotierendes Tütenwirbelpaar. Da dies die effektivste
Strömungsumwälzung hervorruft, sind Halbflügel möglichst
so anzuordnen, daß die ebenfalls solch ein Tütenwirbelpaar
erzeugen. Da Tütenwirbel quer zur Strömungsrichtung über
eine halbe Flügelbreite schon stark abklingen, während sie
in Strömungsrichtung über viele Flügellängen erhalten
bleiben, sind Tütenwirbelgeneratoren seitlich relativ eng
zu staffeln, während es in Längsrichtung sinnvoll sein
kann, sie auch erheblich weiter auseinanderzuziehen. Der
beanspruchte Bereich hat sich als besonders günstig erwie
sen, wobei die Staffelung als Funktion der Wärmeübertra
gungsfläche, der wärmetechnischen Zielsetzung und der Lage
des Wirbelerzeugers auf der Wärmeübertragungsfläche zu
bestimmten ist, Ansprüche 9, 10, Abb. 4, 5. So sollten
z. B. bei erzwungener Konvektion die Tütenwirbelerzeuger an
Lamellen im Anlaufgebiet seitlich und längs der Hauptströ
mung weiter auseinanderliegen als bei entwickelter Strö
mung, um an denjenigen Orten keinen unnötigen Beitrag zum
Strömungsverlust zu leisten, an denen der Wärmeübergang
anlaufbedingt sowieso hoch ist und dort die volle Wirkung
zu entfalten, wo der Wärmeübergang stark verbesserungsfä
hig ist. Die plattenförmigen Wärmeübertragungsflächen,
wie sie bei Rippenrohr-, Lamellen- und Plattenwärmeaustau
schern, aber auch Konvektoren eingesetzt werden, haben
einen bestimmten Abstand H zueinander und es sind nun
unterschiedliche Wirbelerzeuger-Anordnungen günstig, je
nachdem, ob die Tütenwirbelgeneratoren nur an einer oder
an beiden Seiten der Platte angebracht werden. Dabei kön
nen einige Wirbelgeneratoren gleichzeitig als die kon
struktiv notwendigen Abstandshalter für die Platten wir
ken. Ziel der Anordnungen ist es immer, eine weitgehend
vollständige Fluidumwälzung an beiden Seiten der platten
förmigen Wärmeübertragungsflächen zu bekommen. Dazu ist
es notwendig, viele starke Tütenwirbel zu erzeugen, die
in Strömungsrichtung - wenn zweckmäßig - durch nachfolgen
de Tütenwirbelerzeuger wieder verstärkt werden. Daher ist
das Herausragen aus der Plattenoberfläche abwechselnd
nach beiden Seiten günstig und die optimale Höhe des
einzelnen Tütenwirbelerzeugers h im Vergleich zum Platten
abstand H abhängig von Anordnung und Lage des Tütenwirbel
generators, Ansprüche 11 bis 13. Aus der Ausbreitungsrich
tung der entgegengesetzt rotierenden Wirbel und der Lage
der Wirbelachsen relativ zum Flügel läßt sich auf die
günstige Staffelung der Tütenwirbelerzeuger untereinan
der schließen. Dabei soll ein nachfolgender Tütenwirbelge
nerator immer als Verstärker der schon vorhandenen Wirbel
wirken.
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich weiterhin
aus den folgenden Zeichnungen mit exemplarischen Darstel
lungen.
Abb. 1: Tütenwirbel, die an Vorderkanten angestellter
- (a) Deltaflügel,
- (b) Deltahalbflügel erzeugt werden.
- (c) Aufrollen des Vorderkantenwirbels zu einem Tü tenwirbel an einem angestellten Dreieckflügel, sichtbar gemacht durch Rauch.
- (d) Wirbelschnitt mittels Laserlichtschnittverfah ren durch entgegengesetzt rotierendes Tütenwir belpaar hinter einem Deltaflügel an einer La melle.
Abb. 2: Flügel- und Halbflügel-Tütenwirbelerzeuger mit An
gabe von Länge l, Breite b, Anstellwinkel β, Schie
bewinkel γ, Seitenwinkel σ und Streckung Λ = b 2/A,
mit A der Tütenwirbelerzeuger beim Deltaflü
gel (a) und der doppelten Tütenwirbelerzeugerfläche
beim Deltahalbflügel (b).
Abb. 3: Exemplarische Formen von Tütenwirbelerzeugern:
- (a) Flügel: vorn abgestumpfter Deltaflügel durch Abkantung (a 1) und Abrundung (a 2); Doppeldelta flügel mit abnehmender (a 3) und zunehmender (a 4) Streckung; abgewinkelter Doppeldeltaflügel (a 5)
- (b) Halbflügel: vorn abgestumpfter Delta-Halbflügel durch Abkantung (b 1) und Abrundung (b 2); Doppel deltahalbflügel mit abnehmender (b 3) und zuneh mender (b 4) Streckung; abgewinkelter Doppeldel ta-Halbflügel (b 5).
Abb. 4: Reihenanordnung von Tütenwirbelerzeugern quer zur
Hauptströmungsrichtung, gezeigt am Beispiel von (a)
Doppeldeltaflügel und (b) Paaren von Doppeldelta-
Halbflügeln.
Abb. 5: Versetzte Anordnung von Tütenwirbelerzeugern in
Hauptströmungsrichtung hintereinander, gezeigt an
Doppeldeltaflügeln.
Abb. 6: Zwei Lamellen im Abstand H mit Tütenwirbelerzeu
gern der Höhe h exemplarisch dargestellt an einem
Flügel- und einem Halbflügel-Tütenwirbelerzeuger;
h/H ≃ 0.4.
Abb. 7: Spiegelbildliche Anordnung von Halbflügel-Tütenwir
belerzeugern an der Ober- und Unterseite zweier
Wärmeübertragungsflächen, die einen Kanal der Höhe
H bilden; h/H ≦ 0.5.
Abb. 8: Alternierende Anordnung von Halbflügel-Tütenwirbel
erzeugern an der Ober- und Unterseite von Wärmeüber
tragungsflächen eines Lamellenpakets; h/H ≦ 0.5.
Abb. 9: Ausschnitt (schematisch) aus einem Lamellen-Wärme
austauscherstapel, aufgebaut aus erfindungsgemäßen
Wärmeübertragungsflächen, mit verschiedenen Tüten
wirbelgeneratoren. Gezeigt wird ein Ausschnitt
aus einem Lamellenstapel eines Lamellenwärmeaustau
schers, bei dem aus den Lamellen eine Anordnung
erfindungsgemäßer Tütenwirbelgeneratoren ausge
stanzt ist. Gezeigt ist eine Anordnung bestehend
aus zwei Rohren (11, 12), durch die das zu erwärmen
de oder zu kühlende Fluid geführt wird, und mehre
ren als Wärmeübertragungsflächen ausgelegten Lamel
len (2).
Als Abstandshalter der Lamellen an der Eintritts
seite dienen angestellte Halbflügel mit drucksei
tigem Druchbruch (31), deren Flügelende zur Er
höhung der Auflagefläche für die Gegenlamelle abge
flacht ist. Die Abstandshalter an der Austrittsseite
der Übertragungsfläche (32) weisen einen saugsei
tigen Durchbruch auf. Der Anstellwinkel ist hier so
gewählt, daß dem anströmenden Wirbel ein entgegengesetzt
rotierender überlagert wird. Anstellwinkel und saugseiti
ger Durchbruch gewährleisten einen weitgehenden Abbau der
Wirbelströmung an dieser Stelle und wandeln den sonst
nutzlos austretenden Impulsstrom in Druck zurück.
Die halbflügelförmigen Tütenwirbelgeneratoren im Ein
trittsbereich der Spaltströmung (41, 42) weisen von beiden
Wärmeübertragungsflächen aus so in den Kanal, daß sich die
Wirbelgeneratoren gegenüberstehen, wobei das Verhältnis
von Flügelhöhe zu Plattenabstand etwa bei 0.3 liegt.
Aufgrund der geringen Grenzschichtdicke an dieser Stelle
kann die Höhe und Fläche der Wirbelgeneratoren klein sein.
Die Wirbelerzeuger (42) im Staupunktbereich des durch die
Lamellenöffnung geführten Rohres (11) weisen bei gleicher
Geometrie (41) einen größeren Anstellwinkel auf, um
stärkere Wirbel zur Beeinflussung der Rohrumströmung zu
induzieren. Die Wirbelerzeuger (51) im Bereich des Rohres
haben Anstellwinkel von etwa 35°. Ihre Ausstanzöffnungen
liegen auf der Druckseite. Sie ragen nur von einer Wärme
übertragungsfläche in den Kanal, um eine unnötige
Durchbrechung der Fläche in diesem Bereich hoher Wärme
stromdichten in der Lamelle zu vermeiden. Die bei der
Wirbelbildung wirksame Kante der Halbflügel liegt im Be
reich hoher Geschwindigkeiten. Die Vorderkante ist stumpf
und das Verhältnis von Flügelhöhe zu Lamellenabstand be
trägt etwa 0.8.
Zwischen den beiden Rohren der Anordnung ist eine weitere
Reihe von Halbflügel-Wirbelgeneratoren plaziert (61), (62).
Aufgrund der angewachsenen Grenzschichtdicke und um ver
stärkt Fluidschichten aus der Kanalmitte an die Lamelle zu
bringen, beträgt die Höhe hier 50% des Lamellenabstands,
die Flügel ragen bis zur Kanalmitte. Die stumpfe Vorder
kante bedeutet wiederum eine Verringerung der Ausstanzflä
che bei gleichzeitiger Verlagerung der wirksamen Flügel
kanten in Bereichen hoher Geschwindigkeit. Die Wirbelbil
dung in Wandnähe wäre aufgrund der dort vorherrschenden
geringen Geschwindigkeiten schwach. Der vorversetzte Tü
tenwirbelerzeuger (61) bewirkt eine Erhöhung des relativ
geringen Wärmeübergangs im Nachlauf des Rohres.
Entlang der seitlichen Symmetrielinie der Anordnung (Pa
rallelschaltung mehrerer gleichartiger Anordnungen zu
einem gesamten Wärmeübertrager) sind Deltaflügel-Wirbelge
neratoren (71), (72) ausgestanzt. Auch hier ragen die Wir
belerzeuger von beiden Wärmeübertragungsflächen aus in den
Kanal. Wie bei den Halbflügeln (41) endet die Flügelspitze
bei etwa einem Drittel der Kanalhöhe, da zunächst die
wandnahen Schichten umgewälzt werden sollen. Die Wirbeler
zeuger (71) weisen Doppeldeltaform auf, die größere Flü
gelstreckung in Wandnähe verstärkt die Wirbelbildung.
Bei Deltaflügel-Wirbelgeneratoren wird der abströmende
Wirbel zur Lamelle hin abgelenkt und dabei elliptisch
verformt. Die Höhe h der Deltaflügel (72) im hinteren
Bereich des Spalts beträgt deshalb mehr als 50% des Plat
tenabstandes, damit jeder Wirbel sich auf etwa die halbe
Kanalhöhe erstreckt, die Wirbel sich gegenseitig verstär
ken und Fluidschichten aus der Mitte des Kanals an die
Lamelle bringen
Die Wirbelgeneratoren im Austrittsbereich der Strömung
sind so angeordnet, daß ein weitestmöglicher Abbau der in
der Strömung noch vorhandenen Wirbel stattfindet. Dies
geschieht durch Überlagerung vorhandener Wirbelstrukturen
durch entgegengesetzt rotierende. Zu diesem Zweck werden
die Deltaflügel (81) von hinten angeströmt. Der Durchbruch
liegt wie bei den Abstandhaltern (32) auf der Saugseite,
was die Durchströmung der Lamelle verstärkt und die Wirbel
stärke verringert.
Der Abstand der Lamellen (2) kann im Vergleich zu einer
Anordnung ohne Wirbelgeneratoren aufgrund des erhöhten
Wärmeübergangs vergrößert werden.
- 1) Vergl. z. B. J.P. Milliat, Experimental study of finned cans of the "herring-bone-type". Paper 8 des Symposium on the use of secondary surfaces for heat transfer with clean gases. November 1960. Published by the Institute of Mechanical Engineers. 1 Brideage Walk Westminster London.
- 2) Vergl. Offenlegungsschrift 22 51 690 vom 25.4.1974, G. Linke, Aachen.
- 3) Vergl. Brevet d'invention No. 1.448.341, 8.7.1965, M. Donald Hartley, "Perfectionnements apportes aux exchan gers de chaleur".
- 4) Vergl. Offenlegungsschrift DE 33 47 828 A1, 18.7.1983; Dieter Wurz.
- 5) Vergl. z. B. F.J. Edwards, C.J.R. Alker, The Improvement of Forced Convection Surface Heat Transfer Using Sur face Protrusions in the Form of (A) Ceebes and (B) Vortex Generators, Proceedings 5th IHTC Tokyo Vol. 2, pp. 244-248, 1974.
- 6) Vergl. z. B. C.M. Russel, T.V. Jones, G.H. Lee, Heat Transfer Enhancement Using Vortex Generators. Proc. 7th IHTC, München, Vol. 3, pp. 283-288, 1982.
- 7) Vergl. z. B. M. Fiebig, P. Kallweit, N.K. Mitra, Wing Type Vortex Generators for Heat Transfer Enhancement, Proc. 8th THCT, San Francisco, Vol. 5, pp. 2909-2913, 1986.
Claims (18)
1. Tütenwirbelerzeuger als Flügel (Flügelhinterkante mit
Wärmeübertragungsfläche verbunden) oder Halbflügel (Längs
achse mit Wärmeübertragungsfläche verbunden) an Wärmeüber
tragungsflächen für natürliche und/oder erzwungene Konvek
tion, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel oder Halbflü
gel Streckungen (Flügelbreite zum Quadrat zur Flügel
fläche) Λ zwischen 1,2 und 2,5 und Anstellwinkel β zur
Wärmeübertragungsfläche zwischen 30° und 65° aufweisen,
der Schiebewinkel γ gegenüber der Anströmungsrichtung
kleiner 25° ist und bei Halbflügeln der Seitenwinkel σ
zwischen Wärmeübertragungsfläche und Halbflügelfläche vom
rechten Winkel maximal um 45° abweicht (Abb. 2).
2. Tütenwirbelerzeuger als Flügel oder Halbflügel an Wär
meübertragungsflächen für natürliche und/oder erzwungene
Konvektion, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel oder
Halbflügel vorn abgestumpft sind, Doppeldeltaform haben
und/oder abgewinkelt sind (Abb. 3).
3. Tütenwirbelerzeuger nach Anspruch 1 oder 2 mit einem
Dickenverhältnis (Dicke/Wandstärke zu Länge des Tütenwir
belerzeugers) von kleiner als 0,2.
4. Wärmeübertragungsflächen mit Tütenwirbelerzeugern nach
Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Tütenwirbelerzeuger an der Wärmeübertragungsfläche ange
bracht werden, ohne daß Durchbrüche in der Wärmeübertra
gungsfläche entstehen.
5. Wärmeübertragungsflächen mit Tütenwirbelerzeugern nach
Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Tütenwirbelerzeuger durch Ausstanzen aus der Wärmeübertra
gungsfläche hergestellt werden, in der dadurch Durchbrüche
entstehen.
6. Wärmeübertragungsflächen nach Anspruch 5 mit Tütenwir
belerzeugern, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausstanzungen
der Überdruckseite der Tütenwirbelerzeuger zugewandt lie
gen.
7. Wärmeübertragungsflächen nach Anspruch 4 und/oder 5 als
Rippen-, Lamellen- oder Plattenstapel mit Tütenwirbelerzeu
gern, dadurch gekennzeichnet, daß die Tütenwirbelerzeuger
auch als Abstandshalter der Rippen, Lamellen oder Platten
wirken.
8. Wärmeübertragungsflächen nach Anspruch 4 bis 7 mit
Halbflügel-Tütenwirbelerzeugern nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Halbflügel so angeordnet
sind, daß entgegengesetzt rotierende Wirbelpaare entstehen
(Abb. 4).
9. Wärmeübertragungsflächen nach Anspruch 4 bis 8 mit
Tütenwirbelerzeugern nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Tütenwirbelerzeuger in einer Reihe senk
recht zur Druchströmungsrichtung angeordnet sind, derart,
daß bei Flügeln der Abstand B zwischen den Symmetrieebenen
zweier Flügel zur Flügelbreite b zwischen 1,2 und 3
variiert, während bei Halbflügeln der halbe Symmetrieebe
nen-Abstand B/2 zu der seitlichen Auslenkung s eines Halb
flügels zwischen 1,1 und 3,5 variiert. Dabei errechnet
sich die Auslenkung s als Summe aus halbem Spitzenabstand
a/2 des Halbflügelpaares und dem Sinus des Anstellwinkels
β mal der Halbflügellänge l ( Abb. 4).
10. Wärmeübertragungsflächen nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß mindestens zwei Reihen von Tütenwirbel
erzeugern hintereinander angebracht sind mit einem
Abstand L zur Tütenwirbelerzeugerlänge l zwischen 1,4 und
6 (Abb. 5).
11. Zwei oder mehr plattenförmige Wärmeübertragungsflächen
im Abstand H nach Anspruch 4 und 5 mit Tütenwirbelerzeu
gern nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Tütenwirbelerzeugerhöhe h (für Flügel ist h gleich der
Flügellänge l mal dem Sinus des Anstellwinkels β und für
Halbflügel ist h gleich der halben Breite b/2 mal dem
Sinus des Seitenwinkels σ), mehr als 40% des Abstandes H
ausmacht (Abb. 6).
12. Mehrere plattenförmige Wärmeübertragungsflächen im
Abstand H nach Anspruch 4 und 5 mit Tütenwirbelerzeugern
nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Tütenwirbelerzeuger zweier benachbarter Wärmeübertragungs
flächen spiegelbildlich angeordnet sind und so paarweise
von oben und unten in die von den Wärmeübertragungsflächen
gebildeten Kanäle ragen, wobei die Höhe der Tütenwirbeler
zeuger kleiner als 50% der Wärmeübertragungsflächen ist
(Abb. 7).
13. Plattenförmige Wärmeübertragungsflächen nach Anspruch
12, dadurch gekennzeichnet, daß die Tütenwirbelerzeuger in
Strömungsrichtung abwechselnd an der Ober- und Unterseite
angebracht sind (Abb. 8).
14. Wärmeübertragungsflächen nach Anspruch 4 bis 8 und 11
bis 13 mit Tütenwirbelerzeugern nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tütenwirbelerzeuger in
Strömungsrichtung gestaffelt angeordnet sind, wobei der
Abstand L in Hauptströmungsrichtung zweier hintereinander
angeordneter Tütenwirbelerzeuger zu ihrer Länge l zwischen
1,6 und 7 und ihre seitliche Versetzung B quer zur Haupt
strömungsrichtung bei Flügeln zwischen dem 0,6- und 1,6
fachen der Flügelbreite b und bei Halbflügeln zwischen
dem 0,5- und 2fachen der seitlichen Auslenkung s ist
(s = l sinβ + a/2; Abb. 4b).
15. Wärmeübertragungsflächen nach Anspruch 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Halbflügel paarweise so angeordnet
sind, daß ein Paar jeweils zwei entgegengesetzt rotierende
Tütenwirbel erzeugt.
16. Plattenförmige Wärmeübertragungsfläche nach Anspruch 4
bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeübertragungs
fläche eine Öffnung für ein Rohr hat, durch das das zu
erwärmende oder zu kühlende Fluid geführt wird.
17. Rippenrohr- bzw. Lamellenwärmeaustauscher mit einer
Anzahl von Rippen bzw. Lamellen, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens einige die Form der Wärmeübertragungs
flächen nach den Ansprüchen 4 bis 16 haben.
18. Wärmeaustauscher, die zumindest einige Wärmeübertra
gungsflächen nach den Ansprüchen 4 bis 16 enthalten.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19873739619 DE3739619A1 (de) | 1987-11-23 | 1987-11-23 | Tuetenwirbelgeneratoren und waermeuebertragungsflaechen fuer waermeaustauscher |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873739619 DE3739619A1 (de) | 1987-11-23 | 1987-11-23 | Tuetenwirbelgeneratoren und waermeuebertragungsflaechen fuer waermeaustauscher |
Publications (1)
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ID=6341041
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873739619 Withdrawn DE3739619A1 (de) | 1987-11-23 | 1987-11-23 | Tuetenwirbelgeneratoren und waermeuebertragungsflaechen fuer waermeaustauscher |
Country Status (1)
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