DE3738802A1 - Teilschnittmaschine zum vortreiben von strecken oder tunnels - Google Patents
Teilschnittmaschine zum vortreiben von strecken oder tunnelsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Teilschnittmaschine mit einem Tragarm,
der aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Abschnitten besteht,
von denen der gelenkig am Maschinengestell gelagerte untere
Abschnitt von zwei mit dem Maschinengestell verbundenen,
doppelseitig beaufschlagbaren Stellzylindern gehalten ist und der
obere Abschnitt eine zylindrische Schneidwalze mit auf die Ortsbrust
gerichteter Rotationsachse und im Walzeninneren angeordnetem
Antriebsmotor trägt.
Durch die deutsche Patentschrift 12 34 170 ist eine
Streckenvortriebsmaschine bekanntgeworden, deren zylindrische
Schneidwalze um eine auf die Ortsbrust gerichtete Achse umläuft und
die von einem in ihren Walzenkörper hineinragenden Motor angetrieben
wird. Schneidwalze und Motor sind auf einem gemeinsamen Halter
angeordnet, der querverschiebbar an einer Führungsschiene angebracht
ist. Letztere verläuft über die ganze Streckenbreite und wird von
Armen gehalten, die um Drehzapfen des Maschinengestells in
senkrechter Ebene schwenkbar sind und die Führungsschiene zusammen
mit Antriebsmotor und Schneidwalze über die Höhe der Strecke
verstellbar halten.
Weiterhin zeigt die DE-OS 20 37 317 bereits ein Schrämwerkzeug für
eine Vortriebs- oder Gewinnungsmaschine, das mit einem ganz oder
teilweise innerhalb des Werkzeugkörpers angeordneten Hydromotor
ausgerüstet ist. Das Schrämwerkzeug ist als zylindrische
Schneidwalze ausgebildet und an einem zweiteiligen Tragarm um eine
zur Ortsbrust parallele Achse drehbar gelagert. Der der Schneidwalze
zugeordnete äußere Tragarmteil ist gegenüber dem am Maschinengestell
angebrachten Tragarmteil teleskopierbar, wobei letzterer auf dem
Maschinengestell um eine senkrechte und um eine horizontale Achse
schwenkbar ist.
Bekannt sind auch Gesteinsabbauvorrichtungen für eine
Tunnelvortriebsmaschine, deren Werkzeugträger aus einem Stativkopf
besteht (DE-AS 26 15 597). Gehalten wird der Stativkopf von den
Enden mehrerer Schubkolbengetriebe, mit denen er gelenkig verbunden
ist und die ihn in die gewünschte Position innerhalb des
Tunnelquerschnittes bringen. Eine gemeinsame Steuervorrichtung dient
zur Beaufschlagung der dem Stativkopf zugeordneten
Schubkolbengetriebe, aber auch der Basisschubkolbengetriebe, die
Stativkopf und das zugehörige Schubkolbengetriebe in
Tunnellängsrichtung verschieben.
Schließlich ist durch die US-Patentschrift 28 0 092 eine
Einrichtung bekannt geworden, die mit einem zentrisch zu ihrer
Längsachse angeordneten, teleskopartig ausfahrbaren Bohrwerkzeug
ausgerüstet ist, das im Zentrum der aufzufahrenden Strecke einen
tiefen Einbruch verhältnismäßig kleinen Durchmessers herstellt.
Dieses Werkzeug ist konisch ausgebildet und zum Ende hin
zugeschärft. Es trägt auf seinem Umfang einen über seine ganze Länge
spiralförmig verlaufenden Gang, der das Eindringen des Werkzeuges in
das Mineral unterstützen soll. Zu beiden Werkzeugseiten an allseitig
schwenkbaren Tragarmen gelagerte und entsprechend ausgebildete
Werkzeuge dienen dazu, den Randbereich der aufzufahrenden Strecke zu
hinterschneiden, also hier einen tiefen Schlitz bzw. Einbruch
herzustellen, um dem im Streckenzentrum arbeitenden konischen
Werkzeug das Ausbrechen der hinterschnittenen Ortsbrustteile zu
erleichtern. Die beiden vorgenannten Tragarme sind in Kugelgelenken
am Maschinengestell gelagert und werden von je zwei Stellzylindern
gehalten, von denen der obere um eine vertikale Achse schwenkbar mit
seiner Kolbenstange an einem Tragarmansatz angreift, wobei er sich
am rückwärtigen Ende mittels Kreuzgelenk an einem Flansch des
Kugelgelenkes abstützt. Der unter ihm befindliche zweite
Stellzylinder greift um eine horizontale Achse schwenkbar an einem
Ansatz des Tragarmes an und stützt sich, um eine horizontale Achse
schwenkbar, gleichfalls am Flansch des Kugelgelenkes ab.
Nur die in der erstgenannten Druckschrift beschriebene
Streckenvortriebsmaschine ist in der Lage, mit ihrer Schneidwalze
den aufzufahrenden Streckenquerschnitt profilgenau auszuschneiden.
Alle in den nachgenannten Veröffentlichungen beschriebenen Maschinen
lösen dagegen mit ihren Abbauwerkzeugen den Streckenquerschnitt nur
annähernd, d. h. sie lassen entweder an der Streckensohle oder an
der Streckenfirste, aber auch an den seitlichen Streckenstößen
Mineralrippen stehen, die eine Schneidwalze wegen der Schräglage des
Tragarmes nicht erfassen kann, ohne mit ihrem äußersten Walzenende
über die Profilgrenze hinaus in die Firste oder die Streckensohle
bzw. in die Seitenstöße der Strecke mehr oder weniger tief
einzudringen. Die dadurch bedingten Hinterfüllarbeiten beim Setzen
des Ausbaus verteuern den Streckenvortrieb erheblich und
beeinträchtigen auch die Standfestigkeit des Gebirges im Bereich der
Strecke. Die Maschine nach der erstgenannten Veröffentlichung
ermöglicht zwar einen profilgenauen Schnitt, sie benötigt dazu aber
eine sich über die ganze Streckenbreite hinziehende Führungschiene,
an der die Schneidwalze querverschiebbar angeordnet ist. Eine solche
Bauweise beeinträchtigt den Zugang zur Ortsbrust, und es sind
Teilschnittvortriebsmaschinen dieser Bauart nur beim Auffahren
rechteckiger bzw. quadratischer Streckenquerschnitte einsetzbar.
Die Erfindung hat eine Teilschnittmaschine zum Ziel, die es
gestattet, eine zylindrische Schneidwalze, die um eine auf die
Ortsbrust gerichtete Achse umläuft, mit Hilfe eines gelenkig am
Maschinengestell gelagerten Tragarmes über den ganzen Querschnitt
eines Streckenprofils beliebiger Form zu führen und diesen
Streckenquerschnitt profilgenau auszuschneiden.
Zur Lösung dieses Problems geht die Erfindung von der einleitend
beschriebenen Teilschnittmaschine aus und löst diese Aufgabe, indem
sie beide Tragarmabschnitte durch ein Kreuz- oder Kugelgelenk
miteinander verbindet und zwei zu beiden Seiten dieses Gelenkes
angeordnete Stellzylinder vorsieht, die sich am unteren
Tragarmabschnitt über je ein Kreuz- oder Kugelgelenk abstützen. Am
oberen Tragarmabschnitt greifen die Kolbenstangen dieser beiden
Stellzylinder außerhalb einer durch die Rotationsachse der
Schneidwalze verlaufenden, vorzugsweise zur Streckensohle parallelen
Ebene über je ein Kreuz- oder Kugelgelenk an. Dabei liegen die Kreuz-
oder Kugelgelenke beider Stellzylinder und die ihrer Kolbenstangen
sowie die Lagerstellen der beiden sich am Maschinengestell
abstützenden unteren Stellzylinder und die Angriffspunkte ihrer am
unteren Tragarmabschnitt angreifenden Kolbenstangen in zueinander
parallelen Ebenen. Verbindet man die beiden Tragarmabschnitte in der
vorgeschlagenen Weise und ordnet die den oberen Tragarmabschnitt
haltenden beiden Stellzylinder wie vorgeschlagen an, so sind die
Stellzylinder in der Lage, alle durch die unteren Stellzylinder
eingeleiteten Schwenkbewegungen des Tragarmes um eine senkrechte
Achse und/oder um eine zur Streckensohle parallele Achse durch eine
entgegengesetzte Schwenkbewegung des oberen Tragarmabschnittes
auszugleichen. Infolgedessen läßt sich der obere Tragarmabschnitt
immer parallel zur Streckensohle und parallel zur Längsachse der
aufzufahrenden Strecke einstellen, so daß auch die Mantelfläche der
zylindrischen Schneidwalze parallel zur Streckenwandung verläuft. In
dieser Lage kann die Schneidwalze exakt an der Grenze eines jeden
Streckenprofils entlanggeführt werden, ohne mit ihrem innerhalb der
Ortsbrust liegenden Walzenende über die Profilgrenze
hinauszulaufen.
Zweckmäßigerweise stützen sich auch der untere Tragarmabschnitt und
die ihn haltenden beiden Stellzylinder sowie deren Kolbenstangen
über je ein Kreuz- oder Kugelgelenk am Maschinengestell ab oder
greifen am unteren Tragarmabschnitt an.
Von Vorteil ist es, wenn man eine Steuerung vorsieht, die die
Beaufschlagung der den oberen Tragarmabschnitt haltenden beiden
Stellzylinder bestimmt und diese Stellzylinder in Abhängigkeit von
der vertikalen und der horizontalen Neigung des unteren
Tragarmabschnittes derart beaufschlagt oder blockiert, daß die
Schneidwalzenstirnfläche stets rechtwinkelig zur Längsachse der
aufzufahrenden Strecke oder des Tunnels liegt. In diesem Fall löst
jede Beaufschlagung der beiden unteren Stellzylinder, die den
unteren Tragarmabschnitt in seiner horizontalen und/oder vertikalen
Neigung verstellen, auch eine Beaufschlagung der beiden oberen
Stellzylinder aus, welche die Schwenkbewegung des unteren
Tragarmabschnittes kompensiert und dafür sorgt, daß der obere
Tragarmabschnitt seine zur Strecken- bzw. Tunnelachse parallele Lage
beibehält.
Bei einer derartigen Steuerung muß jede gleichsinnige Beaufschlagung
der beiden unteren Stellzylinder bei den beiden oberen
Stellzylindern eine gleichsinnige und gleichgerichtete
Beaufschlagung auslösen, wenn beide Stellzylinder oberhalb des Kugel-
bzw. Kreuzgelenkes am oberen Tragarmabschnitt angreifen. Greifen
sie jedoch unterhalb des Kugel- bzw. Kreuzgelenkes am oberen
Tragarmabschnitt an, so muß die Beaufschlagung für beide
Stellzylinder gleich, aber der Beaufschlagungsrichtung der beiden
unteren Stellzylinder entgegengerichtet sein.
Andererseits hat nach einem weiteren Erfindungsmerkmal jede
ungleichsinnige Beaufschlagung der beiden unteren Stellzylinder eine
gleichsinnige Beaufschlagung des dem jeweils unteren Stellzylinder
diagonal gegenüberliegenden oberen Stellzylinders zur Folge. Baut
man die Steuerung der Teilschnittmaschine so auf, daß die
Beaufschlagung der Stellzylinder in dieser Weise erfolgt, so wird
unabhängig vom Maschinenfahrer ständig eine zur Tunnelachse
parallele Lage der Rotationsachse der Schneidwalze sichergestellt,
wenn die Teilschnittvortriebsmaschine parallel zur Streckenachse auf
der Streckensohle steht.
Zur Erzielung einer derartigen Nachlaufbewegung muß das Verhältnis
der den oberen und der den unteren Zylinderpaaren zugeführten
Flüssigkeitsmengen dem Verhältnis der Hubvolumen dieser
Zylinderpaare entsprechen. Auch sollten nach einem weiteren
Erfindungsmerkmal die dem oberen und dem unteren Zylinderpaar
zugeführten Flüssigkeitsmengen in einem festen Verhältnis zum
Auslenkwinkel des Tragarmabschnittes aus seiner Mittellage stehen.
Es besteht aber auch eine andere Möglichkeit zur Steuerung der
beiden oberen Stellzylinder, indem man den Kreuz- bzw. Kugelgelenken
beider Tragarmabschnitte je zwei Winkelgeber zuordnet, von denen
einer alle horizontalen und der andere alle vertikalen Schwenkwinkel
des zugehörigen Tragarmabschnittes erfaßt und ihnen proportionale
Signale bildet. Alle Winkelgeber führen diese Signale einer die
Beaufschlagung der beiden oberen Stellzylinder steuernden
Vorrichtung zu, welche die entsprechenden Signale der Geber des
unteren Kreuz- bzw. Kugelgelenkes als Sollwerte benutzt, denen sich
die entsprechenden Signale der Geber des oberen Kreuz- bzw.
Kugelgelenkes durch entsprechende Beaufschlagung der beiden oberen
Stellzylinder angleichen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden Teil der
Beschreibung anhand der Figuren näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 Die Draufsicht einer schematisch dargestellten
Teilschnittmaschine;
Fig. 2 die Seitenansicht dieser Maschine in
schematischer Darstellung.
Das Maschinengestell der Teilschnittvortriebsmaschine (1) ist mit
(21) bezeichnet. Es trägt an seiner der Ortsbrust (2) zugewandten
Stirnseite einen Tragarm (3), der von dem oberen Tragarmabschnitt
(3 a) und den unteren Tragarmabschnitt (3 b) gebildet wird. Beide sind
durch ein Kreuz- oder Kugelgelenk (4) allseitig beweglich
miteinander verbunden, und es sind zu beiden Seiten dieses Kreuz-
bzw. Kugelgelenkes (4) Stellzylinder (5 und 6) vorgesehen, die
gleichfalls eine Verbindung zwischen dem oberen Tragarmabschnitt
(3 a) und dem unteren Tragarmabschnitt (3 b) herstellen. Auch diese
beiden Stellzylinder (5, 6) stützen sich über je ein Kreuz- oder
Kugelgelenk (7, 8) einerseits an dem unteren Tragarmabschnitt (3 b)
allseitig beweglich ab und greifen andererseits über ein Kreuz- oder
Kugelgelenk (9, 10) mit ihrer Kolbenstange (11, 12) allseitig
beweglich an dem oberen Tragarmabschnitt (3 a) an.
Die Schneidwalze (13), die dem oberen Tragarmabschnitt (3 a)
zugeordnet ist, läuft um eine zur Längsachse dieses
Tragarmabschnittes (3 a) gleichachsige Rotationsachse um. Sie ist
zylindrisch ausgebildet und nimmt im Innern ihres Walzenkörpers den
elektrischen oder hydraulischen Antriebsmotor (14) mit dem
zugehörigen Untersetzungsgetriebe (15) auf, die Teile des oberen
Tragarmabschnittes (3 a) sind. Über nicht dargestellte Leitungen, die
innerhalb des unteren Tragarmabschnittes (3 b) verlegt sind, bezieht
der Antriebsmotor (14) seine Antriebsenergie. Weiterhin sind
innerhalb des unteren Tragarmabschnittes (3 b) Leitungen zur
Beaufschlagung der oberen beiden Stellzylinder (5, 6) untergebracht.
Der untere Tragarmabschnitt (3 b) wird von zwei auf sich
gegenüberliegenden Tragarmseiten angeordneten eigenen Stellzylindern
(16, 17) gehalten. Er stützt sich, wie jeder seiner beiden
Stellzylinder (16, 17), über ein Kreuz- bzw. Kugelgelenk (18, 19, 20)
allseitig verschwenkbar an dem Maschinengestell (21) ab, und es
greifen die Kolbenstangen (22, 23) der beiden unteren Stellzylinder
(16, 17) über je ein Kreuz- oder Kugelgelenk (24, 25) allseitig
verschwenkbar am unteren Tragarmabschnitt (3 b) an.
Infolgedessen führt hier die gleichsinnige Beaufschlagung der beiden
unteren Stellzylinder (16, 17), wenn diesen gleiche
Flüssigkeitsvolumen zugehen, zu einer vertikalen Hub- oder
Senkbewegung des unteren Tragarmabschnittes (3 b), während jede
entsprechende, ungleichsinnige Beaufschlagung dieser beiden
Stellzylinder (16, 17) eine Horizontalbewegung des unteren
Tragarmabschnittes (3 b) um das Kreuz- bzw. Kugelgelenk (18)
auslöst.
Beaufschlagt man die beiden oberen Stellzylinder (5, 6) bei
Vertikalbewegungen des unteren Tragarmabschnittes (3 b)
entgegengesetzt zur Beaufschlagungsrichtung der beiden unteren
Stellzylinder (16, 17), so führt der obere Tragarmabschnitt (3 a), der
sich in dem dargestellten Ausführungsbeispiel innerhalb der
Schneidwalze (13) befindet, eine vertikale Schwenkbewegung aus, die
der Schwenkbewegung des unteren Tragarmabschnittes (3 b)
entgegengerichtet ist und die Schneidwalze (13) wieder in ihre zur
Strecken- bzw. Tunnelachse (26) parallele Lage zurückführt.
Voraussetzung ist hierbei allerdings, daß den beiden oberen
Stellzylindern (5, 6) dabei Flüssigkeitsvolumen zufließen, die eine
solche Einstellung der Schneidwalze (13) gewährleisten.
Entsprechendes gilt bei Horizontalbewegungen des unteren
Tragarmabschnittes (3 b). In diesem Fall werden die beiden unteren
Stellzylinder (16, 17) ungleichsinnig, also in einander
entgegengesetzten Richtungen beaufschlagt, während die beiden oberen
Stellzylinder (5, 6) zwar auch ungleichsinnig beaufschlagt werden,
jedoch so, daß jeweils die sich diagonal gegenüberliegenden unteren
und oberen Stellzylinder (16, 6) bzw. (17, 5) gleichsinnig
beaufschlagt sind.
Eine nicht dargestellte Steuerung beaufschlagt mit den beiden
unteren Stellzylindern (16, 17) auch die beiden oberen Stellzylinder
(5, 6) im gleichen Rhythmus und im gleichen Sinn und führt den beiden
oberen Stellzylindern (5, 6) exakt die Flüssigkeitsmenge zu, die eine
der Schwenkbewegung des unteren Tragarmabschnittes (3 b)
entgegengerichtete Schwenkbewegung des oberen Tragarmabschnittes
(3 a) auslöst und die Schneidwalzenachse (27) parallel zur Achse (26)
des aufzufahrenden Tunnels bzw. der Strecke hält. Werden die beiden
unteren Zylinder (16, 17) gleichsinnig beaufschlagt, so erfolgt
demnach auch eine gleichsinnige Beaufschlagung der beiden oberen
Stellzylinder (5, 6), während bei ungleichsinniger Beaufschlagung der
beiden unteren Stellzylinder (16, 17), wie sie bei einer horizontalen
Schwenkbewegung des unteren Tragarmabschnittes (3 b) erforderlich
ist, auch eine ungleichsinnige Beaufschlagung der beiden oberen
Stellzylinder (5, 6) erfolgt, jedoch derart, daß mit dem jeweiligen
unteren Stellzylinder (16, 17) der diagonal gegenüberliegende obere
Stellzylinder (5, 6) im gleichen Sinn beaufschlagt ist.
Es ist aber auch möglich, die Beaufschlagung der beiden oberen
Stellzylinder (5, 6) mittels Winkelgeber zu steuern, von denen je
zwei dem oberen und zwei dem unteren Kreuz- bzw. Kugelgelenk (4, 18)
des oberen und des unteren Tragarmabschnittes (3 a, 3 b) zugeordnet
sind. Sie erfassen die horizontalen und vertikalen Schwenkwinkel der
beiden Tragarmabschnitte (3 a, 3 b) und bilden diesen Schwenkwinkeln
proportionale Signale. Eine die Beaufschlagung der beiden oberen
Stellzylinder (5, 6) steuernde Vorrichtung verarbeitet diese Signale
und benutzt zum Signalvergleich die Ausgangssignale der Geber des
unteren Kreuz- bzw. Kugelgelenkes (18) als Sollwerte, denen sich die
Signale der Geber des oberen Kreuz- bzw. Kugelgelenkes (4) durch
entsprechende Beaufschlagung der beiden oberen Stellzylinder (5, 6)
angleichen.
Claims (8)
1. Teilschnittmaschine mit einem Tragarm, der aus zwei gelenkig
miteinander verbundenen Abschnitten besteht, von denen der
gelenkig am Maschinengestell gelagerte untere Abschnitt von zwei
mit dem Maschinengestell verbundenen, doppelseitig
beaufschlagbaren Stellzylindern gehalten ist und der obere
Abschnitt eine zylindrische Schneidwalze mit auf die Ortsbrust
gerichteter Rotationsachse und im Walzeninnern angeordnetem
Antriebsmotor trägt, gekennzeichnet durch ein beide
Tragarmabschnitte (3 a, 3 b) miteinander verbindendes Kreuz- oder
Kugelgelenk (4) und zwei zu beiden Seiten dieses Gelenkes (4)
angeordnete Stellzylinder (5, 6), die sich am unteren
Tragarmabschnitt (3 b) über je ein Kreuz- oder Kugelgelenk (7, 8)
abstützen und am oberen Tragarmabschnitt (3 a) mit ihren
Kolbenstangen (11, 12) außerhalb einer durch die Rotationsachse
(27) der Schneidwalze (13) verlaufenden, vorzugsweise zur
Streckensohle parallelen Ebene über je ein Kreuz- oder
Kugelgelenk (9, 10) angreifen, wobei die Kreuz- oder Kugelgelenke
(7, 9, 8, 10) beider Stellzylinder (5, 6) und die ihrer Kolbenstangen
(11, 12) sowie die Lagerstellen (19, 20) der beiden sich am
Maschinengestell (21) abstützenden unteren Stellzylinder (16, 17)
und die Angriffspunkte (24, 25) ihrer am unteren Tragarmabschnitt
(3 b) angreifenden Kolbenstangen (22, 23) in zueinander parallelen
Ebenen liegen.
2. Teilschnittmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
auch der untere Tragarmabschnitt (3 b) und die ihn haltenden
beiden Stellzylinder (16, 17) sowie deren Kolbenstangen (22, 23)
sich über je ein Kreuz- oder Kugelgelenk (18, 19, 20) am
Maschinengestell (21) abstützen bzw. am unteren Tragarmabschnitt
(3 b) angreifen.
3. Teilschnittmaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet
durch eine Steuerung, die die Beaufschlagung der den oberen
Tragarmabschnitt (3 a) haltenden beiden Stellzylinder (5, 6)
bestimmt und diese in Abhängigkeit von der vertikalen und der
horizontalen Neigung des unteren Tragarmabschnittes (3 b) derart
beaufschlagt oder blockiert, daß die Schneidwalzenstirnfläche
stets rechtwinklig zur Längsachse (26) der aufzufahrenden Strecke
oder des Tunnels liegt.
4. Teilschnittmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß jede gleichsinnige Beaufschlagung der beiden
unteren Stellzylinder (16, 17) bei beiden oberhalb des Kugel- bzw.
Kreuzgelenkes (4) am oberen Tragarmabschnitt (3 a) angreifenden
oberen Stellzylindern (5, 6) eine gleichsinnige und
gleichgerichtete, bei unterhalb des Kugel- bzw. Kreuzgelenkes (4)
am oberen Tragarmabschnitt (3 a) angreifenden Stellzylindern (5, 6)
jedoch eine gleichsinnige, aber der Beaufschlagungsrichtung der
beiden unteren Stellzylinder (16, 17) entgegengerichtete
Beaufschlagung auslöst.
5. Teilschnittmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß jede ungleichsinnige Beaufschlagung der
beiden unteren Stellzylinder (16, 17) eine gleichsinnige
Beaufschlagung des dem jeweils unteren Stellzylinder (16, 17)
diagonal gegenüberliegenden oberen Stellzylinders (6, 5) auslöst.
6. Teilschnittmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verhältnis der den oberen und der den
unteren Zylinderpaaren (5, 6, 16, 17) zugeführten Flüssigkeitsmengen
dem Verhältnis der Hubvolumen dieser Zylinderpaare (5, 6, 16, 17)
entspricht.
7. Teilschnittmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die dem oberen und dem unteren Zylinderpaar (5, 6, 16, 17)
zugeführten Flüssigkeitsmengen in einem festen Verhältnis zum
Auslenkwinkel des Tragarmabschnittes (3 b) aus seiner Mittellage
stehen.
8. Teilschnittmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß den Kreuz- bzw. Kugelgelenken (4, 18) beider
Tragarmabschnitte (3 a, 3 b) je zwei Winkelgeber zugeordnet sind,
von denen je einer alle horizontalen und der andere alle
vertikalen Schwenkwinkel des zugehörigen Tragarmabschnittes (3 a, 3 b)
erfaßt und ihnen proportionale Signale bildet, diese einer die
Beaufschlagung der beiden oberen Stellzylinder (5, 6) steuernden
Vorrichtung zuführt, welche die entsprechenden Signale der Geber
des unteren Kreuz- bzw. Kugelgelenkes (18) als Sollwerte benutzt,
denen sich die Signale der Geber des oberen Kreuz- bzw.
Kugelgelenkes (4) durch entsprechende Beaufschlagung der oberen
beiden Stellzylinder (5, 6) angleichen.
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- 1988-11-14 GB GB8826575A patent/GB2212535B/en not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: AC-EICKHOFF GMBH, 4630 BOCHUM, DE |
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| 8141 | Disposal/no request for examination |