DE3738647A1 - Unterbrecher fuer schutzvorrichtung - Google Patents
Unterbrecher fuer schutzvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektrische Schutzvorrichtung
zur automatischen Unterbrechungs von Fehlerströmen von verschiedenem
Niveau, bei der ein innerer Stromkreis zwischen
einem mit dem Netz verbundenen Eingangsanschluß und einem
zu einer Last führenden Ausgangsverschluß folgende Organe
besitzt:
- 1. einen mechanischen Unterbrecher, der geöffnet wird, wenn der Stromkreis von einem Strom durchflossen wird, der ein erstes Niveau erreicht:
- 2. einen Strombegrenzer, der schneller als der vorhergehende Unterbrecher reagiert, wenn sich die Anstiegsgeschwindigkeit des Stroms aus dem Auftreten eines Kurzschlusses ergibt, wobei er ein zweites höheres Niveau erreicht, und der sehr schnell an seinen Anschlüssen eine Potentialdifferenz erzeugt, wobei in diesem Begrenzer eine erste Energiefreisetzung stattfindet;
- 3. statische Spannungsstabilisierungseinrichtungen, die parallel zu dem Begrenzer angeordnet sind und auf ein Teil der Ströme übertragen wird, wenn diese Potentialdifferenz einen Wert erreicht, der gleich der Stabilisierungsspannung dieser statischen Einrichungen ist.
Derartige Unterbrechervorrichtungen sind beispielsweise aus
dem US-Patent 32 49 810 bekannt, bei dem zu einem ersten
mechanischen Strombegrenzungsunterbrecher ein Widerstand
mit hohem Temperaturkoeffizient und ein nichtlinearer Spannungsbegrenzungswiderstand
parallelgeschaltet sind. Bei dieser Vorrichtung findet bei der Öffnung dieses ersten Unterbrechers einerseits eine Übertragung des Stroms, der den
Unterbrecher durchflossen hätte, auf den ersten Widerstand
statt und andererseits wird durch den Spannungsbegrenzungswiderstand
ein Schutz dieses ersten Widerstands hergestellt.
Ein zweiter Unterbrecher, dessen Öffnung bezüglich der Öffnung
des ersten Unterbrechers leicht verzögert ist, gestattet
anschließend eine vollständige Abtrennung des Stromkreises.
Wie aus dem Text dieser Patentschrift klar hervorgeht, ist
die Schwellenspannung des Spannungsbegrenzungswiderstands
auf das Auftreten von Spannungen eingestellt, die das Zwei-
bis Dreifache der normalen Spitzenspannung des Netzes erreichen
können, und seine Funktion, die im Prinzip auf die
einer Einrichtung zum Schutz des Widerstands mit positivem
Temperaturkoeffizient reduziert ist, impliziert somit notwendigerweise,
daß diese Schwellenspannung relativ hoch ist.
Die Wirkung der bekannten Schaltung, die in einer Verringerung
der Belastungen besteht, denen ein solcher Unterbrecher
bei dieser Anordnung ausgesetzt wäre, scheint infolgedessen
nur dann erreicht zu werden, wenn diese Belastung bereits
hohe Werte erreichen.
Da ferner eine der Aufgaben dieses Stabilisierungswiderstandes
auf eine Begrenzung der im ersten Widerstand freigesetzten
thermischen Energie gerichtet ist, kann man sicher sein, daß
die ihn durchfließenden Stromstärken sich zu keinem Zeitpunkt
von dem Arbeitsbereich entfernen, der eine stabile Spannungsschwelle
hat, über welcher ein Betriebsbereich vom bekannten
resistiven Typ auftritt.
Ziel der Erfindung ist es, bei einer Unterbrechervorrichtung,
die so ausgebildet ist, daß zum Zeitpunkt der Öffnung der Kontakte
wie bei der bekannten Vorrichtung ein Teil der Ströme
umgeleitet wird, Maßnahmen zu ergreifen, die ein schnelleres
Auftreten der Stromübertragungserscheinung bewirken, um die
Abmessungen der Lichtbogengehäuse und die darin auftretenden
Erscheinungen zu verringern, wobei gleichzeitig berücksichtigt
wird, daß gewisse bekannte Werkstoffe mit spannungsbegrenzenden
Eigenschaften ohne Schaden ein kurzes Ausschlagen ihres
Arbeitspunktes in einen Kurvenast mit resistivem Charakter,
den zu durchlaufen man bisher vermieden hat, aushalten
können.
Diese Maßnahmen sind besonders vorteilhaft bei Vorrichtungen,
bei denen die auftretenden Energien im Bereich von
einigen KJ und bei denen die begrenzten Ströme im Bereich
von einigen KA liegen.
Erfindungsgemäß wird dieses Ziel dadurch erreicht, daß die
Spannungsstabilisierungseinrichtungen ein Zinkoxid-Element
aufweisen, das die folgenden Eigenschaften hat:
- a) Die Schwellenspannung ist kleiner oder gleich der Spannung, die an den Anschlüssen der Begrenzungsvorrichtung auftritt, wenn zwischen den Eingangs- und Ausgangsanschlüssen ein Strom fließt, der dem Auftreten einer Energiefreisetzung in der Vorrichtung mit einem vorbestimmten reduzierten Wert entspricht;
- b) ein erster stabilisierender Kennlinienast dieses Bauelements besitzt eine solche Ausdehnung, daß die übertragenen Anfangsströme, die unter und in Nähe von einem Strom liegen, der in dieser Kennlinie einen Knick bildet, von dem aus ein zweiter resistiver Kennlinienast ansteigt, der eine solche Steilheit besitzt, daß der Durchfluß von späteren, übertragenen Strömen, die größer als die ersten umgeleiteten Ströme sind, an den Anschlüssen dieses Bauelements eine Spannung erzeugt, die schnell die momentane Spannung des Netzes erreicht.
Spannungsstabilisierungswiderstände insbesondere auf Basis
von Zinkoxid können gegenwärtig ohne Nachteil Überlasten
aushalten, deren Energie in einem kurzen Zeitraum eine
Größenordnung von 500 J/cm³ erreichen kann, so daß ihr Einbau
in ein gegossenes Gehäuse eines Schutzunterbrechers
keine Erhöhung der Abmessungen mit sich bringt, was die
Vorteile der Verringerung des Volumens der Lichtbogenkammern
herabgesetzt hätte.
Ferner können Widerstände mit hohem positivem Temperaturkoeffizient
auf der Basis von Polymeren, die geeignete
leitende Elemente enthalten, gegenwärtig für eine kurze
Zeit Spitzen von einigen KW aushalten.
Ganz allgemein ist zu sagen, daß jede Energie, gleichgültig
in welcher Form sie abgeführt wird, sei es, daß sie
augenblicklich zum Zeitpunkt des Auftretens eines Kurzschlußstroms
abgeführt wird, oder daß sie gespeichert und
anschließend nach Durchgang des Kurzschlusses wieder abgegeben
wird, zur Begrenzung dieses Stroms beiträgt.
Man kann also in einer zusammenhängenden Weise das Verhalten
der Unterbrecher- bzw. Strombegrenzungseinrichtungen im
Rahmen einer allgemeinen Energiebilanz angehen, in der die
entwickelte Energie berücksichtigt wird, ob diese nun augenblicklich
in eine starke Erscheinung mechanischer oder thermischer
Natur umgewandelt wird oder im Gegenteil gewissermaßen
in Form von Wärme gespeichert und anschließend abgeschwächter
wieder abgegeben wird. Wie im Nachstehenden erläutert
wird, müssen alle diese Erscheinungen zum einen
Zeitpunkt oder zum anderen von einer schnellen Entwicklung
einer Spannung begleitet werden, die sich der Spannung
des Netzes widersetzen kann.
Im folgenden wird die Erfindung sowie einige abgewandelte
Ausführungsformen anhand der beiliegenden Fig. beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Prinzipschaltbild einer ersten Ausführungsform
der Erfindung, bei der der erste Strombegrenzer aus
einem besonderen Widerstand besteht,
Fig. 2 ein Diagramm des Verlaufs des Widerstands eines leitenden
Bauelements auf organischer Basis bestehend
aus einem leitenden Polymer,
Fig. 3a und 3b Diagramme des Verlaufs der Spannung, die an
den Anschlüssen von Zinkoxid-Spannungsbegrenzungswiderständen
auftritt, wenn diese von ansteigenden
Strömen durchflossen werden,
Fig. 4 ein Diagramm des Verlaufs der Ströme, die die Schaltung
von Fig. 1 bei Auftreten von Kurzschlüssen durchfließen.
Fig. 5 ein Prinzipschaltbild einer zweiten Ausführungsform,
bei der der Strombegrenzer aus einem ersten mechanischen
Unterbrecher besteht,
Fig. 6 eine Verbesserung, die auf die Vorrichtungen gemäß
Fig. 1, 8 oder 9 anwendbar ist,
Fig. 7a und 7b zwei Diagramme der Entwicklung der Ströme
und Spannungen, die in einer Vorrichtung gemäß Fig. 5
bei Auftreten von Kurzschlüssen auftreten,
Fig. 8 eine Ausführungsform einer Schutzvorrichtung, bei der
die Begrenzung der Ströme mittels einer Kontaktbrücke
vorgenommen wird, die außerdem durch einen Fernsteuerelektromagnet
betätigt werden kann,
Fig. 9 eine Ausführungsform einer Schutzvorrichtung, bei der
ein besonders ausgebildeter Begrenzungskontakt mit einem
Fernsteuermagnet gekoppelt ist,
Fig. 10 eine Vorrichtung mit zwei gekoppelten Unterbrechern,
die eine weitere Möglichkeit der Abtrennung des
Stromkreises bieten,
Fig. 11, 12 und 13 zweite, dritte und vierte Ausführungsformen
der in Fig. 5 benutzten Unterbrechereinrichtungen,
Fig. 14 einen Teil einer Schaltung zur Unterbrechung von
Fehlerströmen, in der Überwachungseinrichtungen,
die mit thermisch beaufschlagten Bauelementen verbunden
sind, einen Schutz gegen eine zu schnelle
Wiederinbetriebnahme bewirken,
Fig. 15 ein Schaltbild der Schaltungen zum Schutz gegen
Fehlerströme mit einem Begrenzungsunterbrecher
besonderer Art,
Fig. 16 eine abgewandelte Ausführungsform der ferngesteuerten
Öffnungseinrichtungen, die in diesem Fall auf
einen Abtrennunterbrecher angewendet werden,
Fig. 17 eine besondere Schaltung mit zwei Stabilisierungselementen
mit verschiedenen Eigenschaften,
Fig. 20 eine zweite besondere Schaltung von zwei Stabilisierungselementen
mit verschiedenen Eigenschaften,
Fig. 18 und 19 zwei Kurven, die die Arbeitsweise von Parallelschaltungen
von Stabilisierungselementen darstellen,
und
Fig. 21 ein Diagramm, das den Verlauf des schnellen Abfalls
des Stroms nach einer automatischen Unterbrechung
nach Auftreten eines Kurzschlusses zeigt.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Schutz gegen Stromfehler,
die in einer Leitung und gegebenenfalls an einer in Reihe geschalteten
Last auftreten können. Diese Vorrichtung besitzt
ein isolierendes Gehäuse 2, das zwischen zwei Anschlüssen 3, 4
einer Phase mindestens eine innere Schaltung 5 enthält, die
mit einer äußeren Last 6 in Reihe geschaltet ist und durch
ein Netz R, S gespeist wird.
Die Schaltung 5 besitzt in Reihe geschaltet einen statischen
Strombegrenzer 7, einen mechanischen Abschalt-Unterbrecher 8,
einen Magnetdetektor 9 zum Abtasten momentaner Stromüberlasten
und einen thermischen Detektor 10 zum Abtasten mäßiger,
jedoch anhaltender Überlasten; der Detektor 9 reagiert auf ein
erstes Stromniveau bzw. eine erste Stromschwelle I p .
Diese beiden Detektoren, die die Auslösung eines zuvor durch
ein manuell betätigtes Organ 11 a oder eine Fernsteuereinrichtung,
beispielsweise einen Motor 12, gespannten Mechanismus 11
bewirken, dienen im wesentlichen zum Schutz der Last 6, während
der statische Strombegrenzer 7 so dimensioniert ist, daß er
bei Auftreten von Kurzschlußströmen reagiert, deren Anstieg
insbesondere zum Schutz der Speiseleitungen begrenzt werden
muß.
Parallel zu dem Strombegrenzer 7, der in diesem Fall aus einem
Widerstand mit einem sehr hohen positiven Temperaturkoeffizient
beispielsweise aus leitenden Polymeren besteht, ist ein statischer
Spannungsbegrenzer 13 auf Zinkoxidbasis geschaltet. Die
Beschaffenheit dieser Organe 7 und 13 sowie ihre Bemessungen
wurden einerseits so gewählt, daß der Anstieg der Kurzschlußströme
sehr schnell in dem ersten eine Temperaturerhöhung bewirkt,
die seinen Widerstand R₇ sehr schnell ansteigen läßt,
wenn ein steigender Strom i g fließt; die in Fig. 2 gezeigte
Kurve veranschaulicht diesen Verlauf.
Andererseits ist der statische Spannungsbegrenzer 13 so
gewählt, daß seine Stabilisierungsschwelle U s (Fig. 3a)
einen so niedrigen Wert hat, daß ihn steigende Übertragungsströme
i d durchfließen, bevor in dem Strombegrenzungswiderstand
7 durch Joule-Effekt eine zu starke oder
seine Eigenschaften beeinträchtigende Wärmeenergieentwicklung
stattfindet, wenn dieser von einem Anfangskurzschlußstrom
i g , der einen gewissen Wert erreicht, durchflossen
wird; mit anderen Worten, hohe Zweigströme i d
beginnen das Spannungsstabilisierungselement 13 zu durchfließen,
sobald an den Anschlüssen des Widerstands 7 eine
Potentialdifferenz auftritt, die über dieser Spannungsschwelle
liegt.
Die Stromübertragung, die auf diese Weise in diesem Spannungsbegrenzer
stattfindet, wenn der Strom i d sich im Bereich
des horizontalen Abschnitts A (Fig. 3a) bewegt, kann
erfindungsgemäß Größenverhältnisse von etwa zwei erreichen,
bevor ein ansteigender Abschnitt B mit einem resistiven
Charakter mit einer sehr ausgeprägten Steilheit α auftritt,
der auf einen Knick C der Kennlinie folgt, welcher
bei einem Strom i j eintritt. Die Wahl der Werte U s , i j und α
hängt davon ab, wie die Energie zwischen dem Widerstand 7
und dem Bauteil 13 aufgeteilt werden soll, damit diese ihre
Eigenschaften ohne Gefahr einer Beschädigung beibehalten.
Diese Organe müssen sich so verhalten, daß im Abschnitt B
tatsächlich starke, jedoch nicht zerstörende Ströme fließen,
und zwar in einem kurzen Zeitraum, in dem gewissermaßen eine
Parallelschaltung von zwei Widerständen stattfindet. Diese
Arbeitsweise wird in den entsprechenden Fig. 1 und 3a damit
veranschaulicht, daß das Spannungsstabilisierungsorgan
13 mit einer Serienschaltung von zwei miteinander verbundenen
Elementen 13 a, 13 b dargestellt ist, die jeweils den Merkmalen
des Abschnitts A bzw. des Abschnitts B entsprechen. Der
Verlauf der Ströme in diesen beiden Abschnitten ist in Fig. 4
gezeigt.
Nach Ablauf der kurzen Zeit, die für den gekoppelten Ablauf
der beiden Erscheinungen erforderlich war, reagiert der magnetische
Stromdetektor 9 seinerseits und gibt die in dem
Organ 11 gespeicherte mechanische Energie frei. Diese wird
ihrerseits zur Öffnung des Unterbrechers 8 verwendet, der
nur die Aufgabe hat, einen beträchtlich verringerten Strom i e
zu unterbrechen und die Schaltung vollständig abzutrennen
(vgl. Fig. 4 und 7a). Wenn die Fehlerströme nicht die Höhe
von Kurzschlußströmen erreichen, nimmt nur der Unterbrecher
8 eine Abschaltung vor.
Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform 21 der Schaltung,
die in Fig. 5 gezeigt ist, in der Bauteile mit gleichen
Funktionen dieselben Bezugszahlen wie in Fig. 1 haben, erfüllt
ein zweiter mechanischer Unterbrecher 17 die Funktion
eines Kurzschlußstrombegrenzers. Bei einem derartigen Unterbrecher
können die elektrodynamischen Abstoßungskräfte ausgenutzt
werden, die bei sehr hohen Strömen wirksam werden.
Zum Zeitpunkt der Öffnung eines derartigen Unterbrechers
steuert der Verlauf der Lichtbogenspannung U a , die an seinen
Anschlüssen gegen die Spannung des Netzes auftritt,
den Anstieg des Stroms i f in der Schaltung 15. Bekanntlich
wird der Verlauf dieser Lichtbogenspannung, die so schnell
wie möglich ansteigen muß, insbesondere durch die Dehnungsgeschwindigkeit
des Lichtbogens (der gegebenenfalls auf
Rippen geteilt wird) und/oder durch die Geschwindigkeit
seiner Querschnittsverringerung (die gegebenenfalls durch
eine Drosselung verstärkt wird) sowie durch die Abkühlungsgeschwindigkeit
bestimmt. Jedes dieser Hilfsmittel oder
Kombinationen von ihnen sowie die Verwendung einer Kontaktbrücke
mit doppelter Unterbrechung können gewählt werden,
um gegebenenfalls mit Hilfe geeigneter Einrichtungen wie
z. B. eines Isolierschirms 20, der schnell zwischen die
Kontakte tritt, einen schnellen Anstieg der Lichtbogenspannung
zu erzeugen.
Wie bei der vorhergehenden Ausführungsform von Fig. 1 ist
parallel zu dem mechanischen Unterbrecher 17 ein statischer
Spannungsbegrenzer 23 geschaltet, der mit einer Reihenschaltung
eines reinen Begrenzers 23 a mit einer Spannungsschwelle
U s , die sich bis zu einem Knick C bei einem Strom i j erstreckt,
und eines resistiven Organs 23 b mit der Steilheit
α in seinem Kennlinienteil B vergleichbar ist
(vgl. Fig. 3b).
Bei Auftreten eines Kurzschlusses in dem Stromkreis 15 beginnt
sich zum Zeitpunkt t₀ ein Strom zu entwickeln, der von
der Nennstromstärke I n ausgeht und mit der Richtung I cc ansteigt. Zum Zeitpunkt t₁ erreicht dieser Strom einen Wert I p ,
bei dem die Stromdetektoren 8 reagieren würden, wenn dieser
Anstieg weniger schnell wäre. Dieser Wert I p liegt beispielsweise
in der Größenordnung vom 12- bis 15fachen des Nennstroms
I n , wenn z. B. ein die Last bildender Motor geschützt
werden soll.
Die tatsächliche Öffnung des Begrenzungsunterbrechers 17 findet
statt, wenn der ihn durchquerende Strom zum Zeitpunkt t₂
einen Wert i c erreicht, der etwa das 50- bis 100fache des
Nennstroms beträgt.
Bei den gebräuchlichen, unter Niederspannung benutzten Begrenzungsunterbrechern,
bei denen man die Lichtbogenspannung
eines mechanischen Unterbrechers schnell ansteigen läßt, geht
diese von einem Ausgangswert von etwa 15 bis 20 V aus und erreicht
Höchstwerte von beispielsweise 800 V, so daß schnell
ein Spitzenwert i m des begrenzten Stroms auftritt. Diese Erscheinung,
die durch die Gleichung
bestimmt wird, in der L und R die Induktanz und der Widerstand
des Stromkreises sind und U r und U a die Netzspannung
bzw. die Lichtbogenspannung bedeuten, zeigt, daß die Spitze
i M des begrenzten Stroms praktisch erreicht ist, sobald U a =
U r .
In dem Stromkreis 15 von Fig. 5 wurde beispielsweise ein
Begrenzungswiderstand 23 mit einer Spannungsschwelle U s von
etwa 20 V gewählt, die sich über einen Kennlinienabschnitt
A erstreckt, bei dem der Strom i j des Knicks C nahe bei dem
Wert des Stroms i c liegt.
Sobald also nun U a 20 V erreicht, findet eine sehr schnelle
Übertragung des Stroms, der den Unterbrecher 17 durchfloß,
auf das Stabilisierungselement 23 statt, das sich praktisch
wie ein Shunt mit sehr geringem Widerstand, der von einem
Zweigstrom i d durchflossen wird, verhält. Mangels ausreichender
Spannung U c an seinen Anschlüssen erlischt der
Lichtbogen nun in Nähe des Zeitpunkts t₂ bei t′₂.
Will man jedoch auf statischem Weg eine Begrenzung vornehmen,
die mit der Begrenzung unter Lichtbogen vergleichbar ist, so
muß anstelle einer steigenden Lichtbogenspannung eine andere
steigende Spannung benutzt werden, wie sie in der Schaltung 5
von Fig. 1 erzeugt wird.
Diese steigende Spannung U z erreicht man hierbei dadurch, daß
ein Bereich B₁ der Kennlinie des Bauelements 13 nach dem Knick
C₁ einen ansteigenden Abschnitt mit resistivem Verhalten mit
der Steilheit α₁ besitzt, der zu einem Strom i z führt, der
von dem Auftreten einer steigenden Spannung U z mit der Steilheit
β₁ an seinen Anschlüssen begleitet wird (vgl. Fig. 3b).
Je größer diese Steilheit ist, umso schneller wird ein Zeitpunkt
t₃ erreicht, zu dem U r = U z und zu dem der Strom i z einen
Spitzenwert von i m erreicht (vgl. Fig. 7a und 7b).
Aus den Fig. geht hervor, daß der größte Teil der durch
diese Unterbrechung freigewordenen Energie in dem ZnO-Element
23 verbraucht und gespeichert wurde, während in dem
Unterbrecher 17 nur eine äußerst begrenzte Energie in Form
eines Lichtbogens von sehr kurzer Dauer entwickelt wurde.
Äußere thermische, mechanische und akustische Erscheinungen
sowie die Erosion der Kontakte des Unterbrechers werden dadurch
erheblich herabgesetzt.
Es ist deshalb vorteilhaft, ein ZnO-Element zu benutzen, das
gleichzeitig in A₁ eine Spannungsschwelle U s 1 von geringem
Wert, in B₁ eine Steilheit α₁ mit resistiver Charakteristik,
die einen hohen Wert hat oder schnell ansteigt, und einen
Stabilisierungsbereich besitzt, der eine Ausdehnung hat, die
einerseits mit dem Maximumstrom, der übertragen werden soll,
um den Lichtbogen zu dem Zeitpunkt zu löschen, zu dem dieser
eine vorbestimmte und geringe Energie entwickelt hat, und
andererseits mit der Maximumenergie zu vereinbaren ist, die
das ZnO-Element ohne Beschädigung absorbieren kann, damit
die Reversibilität seines Betriebs für eine zuvor festgelegte
Anzahl von Arbeitszyklen gewährleistet ist.
Eine Möglichkeit zu erreichen, daß ein ZnO-Spannungsbegrenzer
einen bestimmten oder zuvor entwickelten Wärmeschock
besser aushalten kann, besteht darin, ihn mit einer Parallelschaltung
von zwei Elementen zu bilden, die ähnliche
Eigenschaften besitzen.
Wenn auf diese Weise die Ausdehnung des Stabilisierungsbereichs
verringert werden kann, so daß jedes dieser Elemente von einem
weniger hohen Strom - beispielsweise i d/2 -
durchflossen wird, so müssen doch solche Elemente gewählt
werden, die stärkere Neigungen α besitzen, damit der Anstieg
der Spannung U z an ihren Anschlüssen im wesentlichen
denselben Verlauf behält.
Eine zweite Möglichkeit, die entwickelte Energie auf mehrere
miteinander gekoppelte ZnO-Spannungsbegrenzer aufzuteilen,
besteht darin, zwei Spannungsbegrenzer 23 c, 23 d mit unterschiedlichen
Stabilisierungsschwellen U′ s , U′′ s parallelzuschalten.
Wenn hierbei ein Strom i z 1 erreicht wird, der an
den Anschlüssen des ersten Elements 23 c einen Spannung U z 1
erzeugt, die gleich der höheren Schwellenspannung U′′ s des
zweiten Elements ist, findet eine zweite Stromübertragung
statt, so daß das erste Element nicht mehr einer so starken
Energieentwicklung unterliegt (vgl. Fig. 17 und 18).
Diese zweite Stromübertragung kann jedoch nur stattfinden,
wenn der Knickstrom i′′ j des Elements 23 d größer als der
Knickstrom i′ j des Elements 23 c ist.
Der Wert der Anstiegssteilheit der Spannung, der sich aus
der Parallelschaltung von zwei B-Abschnitten mit unterschiedlicher
resistiver Charakteristik ergibt, läßt eine
Verringerung der Anstiegssteilheit β der Spannung vorhersagen,
die nach dieser zweiten Übertragung einen entsprechenden
Gesamtverlauf mit geringerer Steilheit nimmt. Dieser
Nachteil kann vermieden werden, wenn man ein Bauelement
wählt, dessen Knickstrom i′′ j hoch ist.
Man kann auch eine Stromübertragungsvorrichtung mit parallelen
Bauelementen mit unterschiedlichen Spannungsschwellen
U s 3, U s 4 schaffen, so daß die Arbeitscharakteristik eine
Hystereseeigenschaft besitzt und die Verringerung des Stroms
nach Erreichen seines Spitzenwerts am Rückweg über eine
Spannungsschwelle U s 4 stattfindet, die wesentlich höher als
die betreffende Spannungsschwelle U s 3 am Hinweg ist (vgl.
Fig. 19).
Eine derartige Vorrichtung, mit der man eine starke Abfallsteilheit
γ des Stroms erzielt oder beibehält, trägt zur
Verringerung der Gesamtunterbrechungszeit t₆ bei.
Bei einer ersten, in Fig. 20 gezeigten Schaltung 90, in der
zwei ZnO-Elemente 91, 92 mit sehr unterschiedlichen Spannungsschwellen
(beispielsweise 20 V und 600 V) zu einem
Begrenzungsunterbrecher 93 parallelgeschaltet sind, wird
in dem ersten Zweig 95, der das erste Element 91 mit der
niedrigeren Spannungsschwelle enthält, ein gesteuerter
Halbleiter 94 benutzt.
In der besonderen Schaltung 96 von Fig. 17 sind zu dem
mechanischen Begrenzungsunterbrecher 97 folgende Elemente
parallelgeschaltet:
- 1. Ein erster ZnO-Spannungsbegrenzer 98 mit einer Spannungsschwelle U s 3 von nahe 20 V, der mit einem Widerstand 99 mit sehr hohem Temperaturkoeffizient auf der Basis von leitenden Polymeren in Reihe geschaltet ist;
- 2. Ein zweiter ZnO-Spannungsbegrenzer 100, der eine Spannungsschwelle U s 4 von sehr hohem Wert, beispielsweise von etwa 600 V besitzt, wenn die Netzspannung etwa 380 V bis 440 V beträgt.
Wenn sich der Begrenzungsunterbrecher 97 öffnet und wenn die
Stromübertragung i d 1 in den ersten Zweig 101 stattfindet, erlischt
wie im vorhergehenden Fall der Lichtbogen und im Widerstand 99
findet eine sehr starke Energieentwicklung statt.
Diese Erscheinung kann auf verschiedene Weisen ablaufen, und
zwar je nachdem, ob der schnelle Widerstandsanstieg im wesentlichen
zu dem Zeitpunkt stattfindet, zu dem der Strom den
Wert I j des Knicks C erreicht (vgl. durchgehend gezeichnete
Kurve) oder später bei einem Strom i j 1 (vgl. unterbrochen
gezeichnete Kurve).
In beiden Fällen wurde die resistive Anstiegssteilheit im
Vergleich zu der Steilheit, die ein einziges Schwellenelement
besitzen würde, modifiziert.
Sobald die Spannung an den Anschlüssen des ersten Zweigs
101 einen Wert erreicht, der gleich der Spannungsschwelle
U₄ des zweiten Elements 100 ist, wird ein Strom i d 2 in den
zweiten Zweig 102 übertragen.
Das Vorhandensein des Widerstandes mit positivem Temperaturkoeffizient,
der sich noch auf einer hohen Temperatur befindet
und infolgedessen einen sehr hohen Widerstand besitzt,
bewirkt, daß der Strom nicht den Zweig 101 durchfließen und
sich der Kennlinie des Elements 98 entsprechend entwickeln
kann. Die Spannung an den Anschlüssen wird nun
allein durch das zweite Element 100 bestimmt, d. h. der
Abfall des Stroms findet unter den Bedingungen des Kurvenasts
D statt, auf dem sich der Arbeitspunkt bewegt (vgl.
Fig. 21).
Die Gleichung
besitzt somit zu diesem Zeitpunkt ein zweites Glied U r -U s 4′
das weit unter Null bleibt, so daß eine vergleichbare
Entwicklung nimmt; daraus ergibt sich ein sehr schneller Abfall
des Stroms, der zu einer Verringerung der Gesamtunterbrechungszeit
T₆ und infolgedessen zu einer Verringerung der
zwischen den Zeitpunkten t₀ und t₆ entwickelten Energie beiträgt.
Eine zusätzliche Verbesserung der Verringerung der durch den
Lichtbogen in einer Schaltung gemäß Fig. 5 freigewordenen
Energie kann dadurch erreicht werden, daß man zu dem Begrenzungsunterbrecher
17 einen Widerstand 19 (in unterbrochenen
Linien gezeichnet) mit hohem Temperaturkoeffizient parallelschaltet,
der mit dem Widerstand 7 von Fig. 1 vergleichbar
ist.
Dieser Widerstand, der hierbei nicht dieselbe Rolle spielt
wie bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel von Fig. 1,
bewirkt einerseits das unmittelbare Auftreten eines zusätzlichen
Zweigstroms i g′ , bevor die Spannungsschwelle U s des
Stabilisierungswiderstands 23 erreicht wird, und bewirkt
andererseits einen hohen Energieverbrauch, bevor der ansteigende
Ast des resistiven Kennlinienabschnitts des Spannungsbegrenzungswiderstands
erreicht wird, der seinerseits
von dem Strom i z durchflossen wird.
Der Verlauf der doppelten Stromübertragungserscheinung zeigt,
daß, wenn der begrenzte Strom auch nur eine geringe Verringerung
seines Spitzenwertes erfährt, die momentan durch
den Lichtbogen entwickelte Energie (beispielsweise mit ∫i² dt
ausgedrückt) in einem beträchtlichen Maß verringert wird.
Wie bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel gestattet
eine nachfolgende Öffnung des mechanischen Unterbrechers
18, die nur mehr auf einen sehr begrenzten Strom stattfinden
muß, die vollständige Abtrennung des Stromkreises.
Bei Verwendung eines einzigen ZnO-Elements mit einer Schwelle
von 20 V jedoch muß der Zeitpunkt t₄, zu dem diese Öffnung
stattfindet, vor dem Zeitpunkt t s liegen, zu dem an den
Anschlüssen der Vorrichtung eine wiederhergestellte Spannung
U m auftritt, die über der Schwellenspannung liegt.
Die Energie, die in Form von Wärme in dem Widerstand 19 und
dem Element 23 gespeichert wurde, wird anschließend in den
oder die Bereiche 24, 25 des Gehäuses 22 abgegeben, die so
ausgebildet sind, daß sie eine schnelle Wärmeabfuhr gewährleisten.
(Fig. 6).
Diesen Bereichen können in einer verbesserten Vorrichtung 31
Temperaturfühler, beispielsweise Bimetallelemente 26, 29,
zugeordnet werden, die auf mechanischem Weg (28, 28 b) oder
auf elektrischem Weg (28, 28 a) eine manuelle oder ferngesteuerte
Rückstellung des Mechanismus 11 unmöglich machen,
solange der Widerstand und/oder das Stabilisierungselement
nicht in ein bestimmtes thermisches Gleichgewicht zurückgekehrt
sind. Wenn es die Ausbildung der Unterbrecher 17 bzw.
27 gestattet, können diese Temperaturfühler und nach einer
automatischen Öffnung deren absichtliche Wiederschließung
verhindern und anschließend zulassen, indem sie beispielsweise
auf den Speisekreis 35 eines Fernsteuer-Elektromagnets
30 mit Hilfe des Reihenunterbrechers 35 a einwirken (vgl.
Fig. 14). Ein Unterbrecher 44, der einen beweglichen Begrenzungskontakt
44 a und einen pseudo-feststehenden Kontakt
44 b, der durch den Elektromagnet 30 betätigt wird, besitzt,
kann sich für diese Ausführungsform eignen.
Im Fall einer solchen Fernsteuerung, die bei Fehlen von
Fehlern stattfindet, muß eine zusätzliche Ausschaltung
der Widerstände 19, 23 vorgesehen werden, damit eine totale
Abtrennung der Leitung erreicht wird, wenn dieser
Vorgang bei einem geschlossenen Unterbrecher 8 durchgeführt
wird.
Wenn der Begrenzungsunterbrecher 37 einer Vorrichtung 41
eine Kontaktbrücke 38 besitzt, so kann diese beispielsweise
mit Hilfe einer leitenden Litze 37 a mit Anschlüssen
32, 32′ der Widerstände 33 bzw. 39 verbunden werden,
deren andere Anschlüsse 34, 34′ direkt entweder mit dem
Speiseanschluß 3 des Stromkreises 35 oder mit dem Unterbrecher
8 verbunden sind (Fig. 8). Bei einer derartigen
Schaltung kann man gegebenenfalls diesen Unterbrecher 8
weglassen, indem man den Mechanismus 11 parallel zur Einwirkung
des Fernsteuer-Elektromagnets 30 auf den Unterbrecher
37 einwirken läßt.
Bei der in Fig. 9 gezeigten Ausführungsform 31 a besitzt der
Begrenzungsunterbrecher 27′, dessen Öffnung durch den Elektromagnet
30 ferngesteuert werden kann, einen beweglichen Kontakt
27 a, der in geschlossener Stellung an zwei voneinander
isolierten, feststehenden Kontakten 27 b, 27 c anliegt, dessen
einer mit dem Unterbrecher 8 und dessen anderer mit zwei
Widerständen 23, 19 verbunden ist, so daß die Öffnung dieses
beweglichen Kontakts eine vollständige Abtrennung des
Stromkreises 35 a bewirkt.
Wenn der Begrenzungsunterbrecher 47 einer Vorrichtung 41 a
ein Unterbrecher mit einfacher Unterbrechung mittels beweglichem
Kontakt ist, muß ein zusätzlicher Unterbrecher 42
vorgesehen werden, dessen Bewegung mit der des Begrenzungsunterbrechers
gekoppelt ist oder nicht (Fig. 10), um die
beiden Widerstände aus dem Stromkreis 45 auszuschalten und
eine vollständige Abtrennung zu erreichen.
Ferner kann eine ferngesteuerte Öffnung einer zu einer Vorrichtung
81 (Fig. 16) gehörenden Schaltung 85 vorgenommen
werden, indem man einen Fernsteuer-Elektromagnet 30 auf den
beweglichen Kontakt 8 a oder den feststehenden Kontakt 8 b eines
Unterbrechers 8 c einwirken läßt, der mit dem Mechanismus 11
auf geeignete Weise gekoppelt ist, um entweder Abschaltfunktionen
oder Abtrennfunktionen durchzuführen.
Eine erste abgewandelte Ausführungsform 51 (Fig. 11), bei
der eine Kombination der Maßnahmen der Fig. 1 und 5 vorgenommen
wird, ist ein Stabilisierungswiderstand 53 zu der
Reihenschaltung eines mechanischen Begrenzungsunterbrechers
57 und eines Widerstandes 59 mit hohem positivem Temperaturkoeffizient
parallelgeschaltet. Auch hier kann die vollständige
Abtrennung des Stromkreises 55 nur durch die
nachfolgende Öffnung des Unterbrechers 8 bewerkstelligt
werden.
Gemäß einer zweiten abgewandelten Ausführungsform 51 a (Fig. 12),
bei der eine ähnliche Kombination wie in Fig. 11 vorgenommen
wird, ist der Stabilisierungswiderstand 53 a zu einem Begrenzungsunterbrecher
57 a parallelgeschaltet, und diese Parallelschaltung
ist ihrerseits mit dem Widerstand 59 a mit hohem
positivem Temperaturkoeffizient im Stromkreis 55 a in Reihe
geschaltet.
Bei einer in Fig. 13 gezeigten Ausführungsform 61 ist ein
Begrenzungsunterbrecher 67 mit einem Widerstand 69 mit hohem
positivem Temperaturkoeffizient in Reihe geschaltet, wobei
diese Reihenschaltung ihrerseits im Stromkreis 65 zu einer
Reihenschaltung parallelgeschaltet ist, die aus einem Abtrennungsunterbrecher
68 und einem Spannungsbegrenzungswiderstand
63 besteht.
In einer ersten Arbeitsphase im Kurzschlußstrombetrieb arbeitet
diese Schutzvorrichtung wie die Vorrichtung von Fig. 11
infolge der vorhergehenden Öffnung des Begrenzungsunterbrechers
67, der zunächst einen Strom i g unterbrechen muß. Der Zweigstrom
i d , der gleichzeitig eine starke Erhöhung des Widerstands
des Elements 63 bewirkt hat, wird anschließend durch
die Öffnung des Abtrennunterbrechers 68 unterbrochen, wenn
eine Magnetwicklung 9 die Auslösung des Mechanismus 11 bewirkt.
Diese Art von Stromkreis erfordert allerdings eine gewisse
mechanische Kopplung 62, 64 der Einwirkung des Mechanismus
11 auf die beiden Unterbrecher 68, 57, um eine vollständige
Abtrennung zu bewirken, wenn die Stromfehler nur durch die
Wicklung 9 oder das Bimetallelement 10 abgetastet werden.
Von den Möglichkeiten, die sich zur Ausbildung der Vorrichtungen
mit Begrenzungsunterbrechern 17, 27, 37, 47, 57 und
67, deren Nennabmessung geringer ist, bieten, ist die in
Fig. 15 gezeigte Ausführung 70 zu erwähnen, bei der der
bewegliche Kontakt 77 mit einfacher oder doppelter Unterbrechung
bei Auftreten von Kurzschlußströmen beispielsweise
durch die momentane Bewegung eines Tauchkerns 71
angestoßen wird, der einer zweiten Schnellmagnetwicklung
72 zugeordnet ist, die mit einer ersten Wicklung 73 in
Reihe geschaltet ist, deren langsamere Arbeitsweise mit
der der Wicklung 9 von Fig. 1 verleichbar ist.
Schließlich ist es möglich, den beweglichen Kontakten der
Abtrennunterbrecher magnetisierbare U-förmige Elemente zuzuordnen,
die bekannt sind und auf diese Kontakte elektrodynamische
Kräfte übertragen können, die einerseits den
Kontaktdruck in Richtung Schließung verstärken, wenn die
auf Kurzschlüsse zurückzuführenden hohen Ströme fließen,
und andererseits diesen Kontaktdruck zu dem Zeitpunkt verringern,
zu dem die Stärke dieser Kurzschlußströme sich beträchtlich
verringert hat und die Bewegung des beweglichen
Kontakts in Richtung Öffnung stattfinden soll.
Claims (15)
1. Elektrische Schutzvorrichtung zur automatischen Unterbrechung
von Fehlerströmen von verschiedenem Niveau,
bei der eine innere Schaltung (5), die zwischen einem
mit dem Netz verbundenen Eingangsanschluß (3) und
einem zu einer Last (6) führenden Ausgangsanschluß (4)
angeordnet ist, folgende Bauteile aufweist:
- 1. eine mechanische Unterbrechungsvorrichtung (8), deren Öffnung stattfindet, wenn durch die Schaltung ein Strom fließt, der ein erstes Niveau erreicht;
- 2. eine Strombegrenzungsvorrichtung (7, 17), die schneller als die vorhergehende Vorrichtung reagiert, wenn die Anstieggeschwindigkeit des Stroms sich aus dem Auftreten eines Kurzschlusses ergibt und dabei ein zweites höheres Niveau (I c ) erreicht, und die sehr schnell an ihren Anschlüssen eine Potentialdifferenz (U a ) entwickelt, wobei in ihr eine erste Energiefreisetzung stattfindet;
- 3. statische Spannungsstabilisierungseinrichtungen (13, 23), die parallel zu der Begrenzungsvorrichtung angeordnet sind, so daß durch diese statischen Einrichtungen ein Teil (I g ) der Ströme umgeleitet wird, wenn diese Potentialdifferenz einen Wert erreicht, der gleich der Stabilisierungsspannung (U s ) der statischen Einrichtungen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsstabilisierungseinrichtungen
ein Zinkoxid-Element (13) mit den folgenden
Eigenschaften besitzen:
- a) die Schwellenspannung (U s ) ist kleiner oder gleich der Spannung (U c ), die an den Anschlüssen (j, k) der Strombegrenzungsvorrichtung (7) auftritt, wenn zwischen den Eingangs- und Ausgangsanschlüssen ein Strom (I c ) fließt, der dem Auftreten einer Energiefreisetzung (E) von einem geringen, vorbestimmten Wert in der Begrenzungsvorrichtung entspricht,
- b) ein erster stabilisierender Kennlinienast (A) besitzt eine solche Ausdehnung, daß die anfangs übertragenen Ströme (I d ) nahe bei und kleiner als ein Strom (I j ) sind, der in dieser Kennlinie einen Knick (C) bildet, von dem aus ein zweiter resistiver Kennlinienast (B) aufsteigt, der eine solche Steilheit ( α ) besitzt, daß der Durchfluß von anschließend übertragenen Strömen (I z , A z ), die höher als die ersten umgeleiteten Ströme (I d ) sind, an den Anschlüssen (j, k) dieses Bauelements (13) eine Spannung (U z ) entwickelt, die schnell die momentane Spannung (U r ) des Netzes erreicht.
2. Unterbrechervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Strombegrenzungseinrichtung ein
Widerstand (7) mit leitendem Polymer mit einem hohen positiven
Temperaturkoeffizient ist, wobei die Spannungsschwelle
des Spannungsbegrenzungselements (13) so gewählt
ist, daß die auf das Auftreten eines Kurzschlußstromes
folgende Energiefreisetzung (E) einen reversiblen
Betrieb dieses Widerstands (7) gestattet.
3. Unterbrechervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Strombegrenzungseinrichtung ein
Unterbrecher (17, 27, ...) mit mechanischen Kontakten
ist, wobei die Spannungsschwelle des Spannungsbegrenzungselements
(23) mit etwa 20 V bis 30 V gewählt ist.
4. Unterbrechervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß parallel zu dem Spannungsbegrenzungselement
(23) ein Widerstand (19) aus leitendem Polymer mit
einem hohen positiven Temperaturkoeffizient geschaltet
ist.
5. Unterbrechervorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß dem mechanischen Begrenzungsunterbrecher
(27) Einrichtungen (20 bzw. 71, 72) zugeordnet
sind, um die anfänglichen Lichtbogenspannung schnell ansteigen
zu lassen.
6. Unterbrechervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Spannungsbegrenzungselement (53) parallel
zu einer Reihenschaltung geschaltet ist, die aus einem
Begrenzungsunterbrecher (57) und einem Widerstand
(59) mit hohem Temperaturkoeffizient besteht.
7. Unterbrechervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Widerstand (59 a) mit hohem Temperaturkoeffizient
mit einer Parallelschaltung in Reihe geschaltet ist,
die aus einem Begrenzungsunterbrecher (57 a) und
dem Spannungsbegrenzungselement (53 a) besteht.
8. Unterbrechervorrichtung nach Anspruch 3 und/oder Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Spannungsbegrenzungsunterbrecher
(67) mit einem Widerstand (69) mit hohem
Temperaturkoeffizient in Reihe geschaltet ist, wobei
diese erste Reihenschaltung ihrerseits zu einer zweiten
Reihenschaltung parallelgeschaltet ist, die aus
dem Spannungsbegrenzungselement (63) und dem Abtrennunterbrecher
(68) besteht.
9. Unterbrechervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß thermische Überwachungseinrichtungen
(26, 29), die dem Widerstand (19) mit einem
hohen Temperaturkoeffizient bzw. dem Spannungsbegrenzungselement
(23) zugeordnet sind, auf mechanischem (28, 28 b)
bzw. elektrischem Weg (28, 28 a) eine Blockierung der
Schließung des Abtrennunterbrechers (8) bewirken, solang
noch keine thermische Stabilität erreicht ist.
10. Unterbrechervorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß elektromagnetische Einrichtungen
(30) die Fernbetätigung des Begrenzungsunterbrechers
(37, 27 a, 47) gestatten, wobei dieser mit elektrischen
Verbindungseinrichtungen (37 a bzw. 27 b, 27 c bzw.
42) gekoppelt ist, die den Widerstand mit hohem Temperaturkoeffizient
und das Spannungsbegrenzungselement aus dem
Stromkreis (35 bzw. 35 a bzw. 45) ausschalten.
11. Unterbrechervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß elektromagnetische Einrichtungen
(30 a) die Fernbetätigung des Abtrennunterbrechers
(8 a, 8 b, 8 c) unabhängig von einem mit ihm verbundenen
Auslösemechanismus (11) gestatten.
12. Unterbrechervorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei statische
Spannungsbegrenzungselemente (98, 100) mit Spannungsschwellen
(U′ s bzw. U′′ s ), von denen die eine niedrig
und die andere hoch ist, in einer Parallelschaltung
angeordnet sind, so daß zwei umgeleitete Ströme sie
nacheinander beim Anstieg der an den Anschlüssen der
Strombegrenzungseinrichtungen (97) auftretenden Spannung
durchfließen.
13. Unterbrechervorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Zweig (101 bzw. 95) der Parallelschaltung,
der das Bauelement (98 bzw. 91) enthält, dessen
Stabilisierungsschwelle (U s 3) die niedrigere ist,
Einrichtungen (99 bzw. 94) besitzt, die eine Blockierung
dieses Zweigs bewirken, wenn die Spannung an den Anschlüssen
dieser Schaltung abnimmt, nachdem sie einen Wert
passiert hat, der gleich dem der höheren Stabilisierungsschwelle
(U s 4) ist.
14. Unterbrechervorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die mit dem Bauelement (98, 91) in Reihe
geschalteten Blockierungseinrichtungen aus einem Widerstand
(99) mit hohem Temperaturkoeffizient bzw. aus einem
gesteuerten statischen Unterbrecher (94) bestehen.
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