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DE3736840A1 - Haertbare spachtelmassen auf basis ungesaettigter polyesterharze mit verbesserter haftung auf zink und deren verwendung - Google Patents

Haertbare spachtelmassen auf basis ungesaettigter polyesterharze mit verbesserter haftung auf zink und deren verwendung

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Publication number
DE3736840A1
DE3736840A1 DE19873736840 DE3736840A DE3736840A1 DE 3736840 A1 DE3736840 A1 DE 3736840A1 DE 19873736840 DE19873736840 DE 19873736840 DE 3736840 A DE3736840 A DE 3736840A DE 3736840 A1 DE3736840 A1 DE 3736840A1
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DE
Germany
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galvanized
unsaturated polyester
curable
zinc
glycol component
Prior art date
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Withdrawn
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DE19873736840
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English (en)
Inventor
Helmut Dipl Ing Mueller
Jens-Peter Dr Schik
Burkhard Dr Behrens
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L67/00Compositions of polyesters obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L67/06Unsaturated polyesters
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
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    • C08G63/66Polyesters containing oxygen in the form of ether groups
    • C08G63/668Polyesters containing oxygen in the form of ether groups derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/676Polyesters containing oxygen in the form of ether groups derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds in which at least one of the two components contains aliphatic unsaturation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description

Härtebare Spachtelmassen auf Basis ungesättigter Polyesterharze mit verbesserter Haftung auf Zink und deren Verwendung.
Gegenstand der Erfindung sind härtbare Form-, Überzugs- und Spachtelmassen auf der Grundlage ungesättigter Polyesterharze, die eine verbesserte Haftung auf Zinkblech und/oder verzinkten Flächen, wie z. B. verzinktem Stahlblech oder verzinkten Eisenteilen, aufweisen, in denen die Glykolkomponente der härtbaren ungesättigten Polyesterharze Anteile spezieller Bisphenolbishydroxyalkylether enthält.
Spachtelmassen auf der Grundlage von ungesättigten Polyesterharzen (= UP-Harzen) sind bereits bekannt (vgl. z. B. DE-AS 17 69 701, DE-OS 24 33 987, DE-OS 26 49 268) und werden in großen Mengen hergestellt und verarbeitet. Ein wesentliches Anwendungsgebiet ist der Einsatz dieser härtbaren Massen auf dem Fahrzeugkarosserie-Reparatur-Sektor. Wichtige Voraussetzungen zur Eignung für diese Anwendung sind gute Lagerungstabilität der Spachtelmassen, gute Härtung bei Raumtemperatur nach Zusatz von Peroxiden, gute Schleifbarkeit und gute Beständigkeit beim Überlackieren bzw. Einbrennen der Decklackierung. Eine wesentliche Voraussetzung für die Eignung ist insbesondere die gute Haftung auf dem Untergrund. Erhebliche Probleme treten hier bekanntermaßen bei Zinkuntergründen auf. Dieses Problem tritt durch die zunehmende Einführung von verzinkten Automobilkarosserien immer mehr in den Vordergrund. Die üblicherweise verwendeten Spachtelmassen genügen den diesbezüglichen Anforderungen nicht. Bekanntermaßen läßt sich die Haftung auf Zinkuntergründen durch Verwendung von hochelastischen UP-Harzen verbessern. Dabei müssen jedoch erheblich verlängerte Zeiten bis zur Schleifbarkeit der Masse nach deren Verarbeitung in Kauf genommen werden, außerdem entspricht die erzielbare mechanische Belastbarkeit nicht den technischen Anforderungen, die an eine Karosserie-Reparaturmasse gestellt werden.
In der DE-AS 17 69 701 sind UP-Harze beschrieben, die sich zur Herstellung von Spachtelmassen gut eignen. Harze, die z. B. aus Malein- oder Fumarsäure und aliphatischen Glykolen, wie 1,2-Propylenglykol, sowie Anteilen einer nicht copolymerisationsfähigen Dicarbonsäure, wie Tetrahydrophthalsäure, aufgebaut sind, versagen jedoch in Spachtelmassen in der Praxis auf verzinkten Blechen, insbesondere wegen unzureichender Haftung.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß sich die genannten Nachteile, insbesondere die unzureichende Zinkhaftung, bei Verwendung von Spachtelmassen auf Basis härtbarer, ungesättigter Polyesterharze überwinden lassen, wenn in dem härtbaren ungesättigten Polyesterharz die Glykolkomponente spezielle Bisphenolbishydroxyalkylether enthält.
Härtbare UP-Harze auf Basis von Bisphenolbishydroxyalkylethern, deren Herstellung und deren Verwendung zum Ausbessern von Autokarrosserien sind bereits aus der DE-AS 14 95 021 bekannt und die in den dort beschriebenen ungesättigten Polyesterharzen als Glykolkomponente enthaltenen Bisphenolbishydroxyalkylether besitzen in ihren beiden Hydroxyalkyletherresten zusammen 10 bis 20 Alkylethereinheiten. Mit Spachtelmassen auf Basis der in der DE-AS 14 95 021 beschriebenen härtbaren UP-Harze lassen sich jedoch auf verzinkten Blechen keine brauchbaren Resultate erzielen.
Gegenstand der Erfindung sind daher härtbare Form-, Überzugs- und Spachtelmassen mit verbesserter Haftung auf Zinkblech und/oder verzinkten Flächen, enthaltend
  • a) mindestens einen ungesättigten Polyester,
  • b) mindestens eine mit a) mischpolymerisationsfähige Vinylverbindung,
  • c) tertiäre aromatische Amine als Beschleuniger, die gegebenenfalls in einen gesättigten oder ungesättigten Polyester eingebaut sind,
  • d) übliche Stabilisatoren und Inhibitoren,
  • e) übliche Hilfs-, Zusatz- und Füllstoffe,
dadurch gekennzeichnet, daß der ungesättigte Polyester a) als Glykolkomponente Bishydroxyalkylether von Bisphenolen der Formel I,
worin
A einen Methylen- oder 2-Alkylidenrest mit 2 bis 4 C-Atomen,
R einen Alkylenrest mit 2 bis 4 C-Atomen,
x und y jeweils mindestens die Zahl 1 und die Summe von x + y eine Zahl von 2 bis 6 bedeuten, enthält.
Erfindungsgemäße härtbare Form-, Überzugs- und insbesondere Spachtelmassen zeigen überraschenderweise eine hervorragende Haftung auf Zinkuntergrund. Diese Eigenschaft konnte weder aus dem Stand der Technik hergeleitet werden noch war sie für den Fachmann in irgendeiner Weise vorhersehbar. Für den Fachmann bedurfte es daher zum Auffinden des Anmeldungsgegenstandes eines erheblichen erfinderischen Zutuns, so daß dieser Anmeldungsgegenstand eine echte Erfindung im Sinne einer Auswahlerfindung darstellt.
Auf der erfindungsgemäßen härtbaren UP-Harzbasis lassen sich, zusätzlich zur besseren Haftfähigkeit, auch härtbare Spachtelmassen mit erheblich verbesserter Härte und Schleifbarkeit der gehärteten Massen herstellen. Zur Anpassung an die jeweiligen Anforderungen können die erfindungsgemäßen härtbaren UP-Harze, die ungesättigte Polyester mit Glykolkomponenten der Formel I enthalten, in gewissen Verhältnissen auch mit geeigneten elastischen UP-Harzen, wie z. B. härtbaren UP-Harzen auf der Basis von aliphatischen Etherglykolen, abgemischt werden, ohne daß dadurch ein wesentlicher Haftungsverlust zum Zinkuntergrund auftritt.
Eine Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß bei Vorliegen mehrerer verschiedener Glykolkomponenten in dem ungesättigten Polyester a) der Anteil an Bisphenolbishydroxyalkylethern der Formel I mindestens 5 Mol.-%, vorzugsweise mindestens 25 Mol.-%, insbesondere mindestens 50 Mol.-%, beträgt.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß der ungesättigte Polyester a) als Glykolkomponente Bishydroxyalkylether von Bisphenol A (= Bis(4-hydroxyphenyl)-2,2-propan) und/oder von Bisphenol F (= Bis(4-hydroxyphenyl)-methan) enthält.
Eine weitere bevorzgute Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß der ungesättigte Polyester a) als ungesättigte und copolymerisationsfähige Dicarbonsäurekomponente Maleinsäure- und/oder Fumarsäure-Einheiten enthält.
Es können bis zu 75 Mol.-% der α,β-ungesättigten, copolymerisationsfähigen Dicarbonsäureeinheiten durch gesättigte Dicarbonsäureeinheiten, wie z. B. Tetrahydrophthalsäure-, Tetrahydroendomethylenphthalsäure- oder Hexahydrophthalsäure-Einheiten, ersetzt sein.
Eine andere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß der härtbare ungesättigte Polyester a) eine Mischung darstellt, die ungesättigte Polyester mit Bisphenolbishydroxyalkylethern der Formel I in der Glykolkomponente und ungesättigte Polyester mit aliphatischen Etherglykolen in der Glykolkomponente enthält, wobei die letztgenannten aliphatischen Etherglykole je Etherglykolrest vorzugsweise 1 bis 14 Einheiten aus Ethylenglykol, Propylenglykol, Butylenglykol oder deren Kombinationen enthalten können. Bevorzugt beträgt in solchermaßen modifizierten Mischungen des härtbaren ungesättigten Polyesters a) der Anteil an ungesättigtem Polyester mit Einheiten aus Bisphenolbishydroxyalkylethern der Formel I erfindungsgemäß mindestens 5 Mol.-%, insbesondere mindestens 30 Mol.-%, besonders bevorzugt mindestens 70 Mol.-%, bezogen auf die härtbare ungesättigte Polyester a)-Mischung.
Gegenstand der Erfindung sind ferner härtbare Form-, Überzugs- und Spachtelmassen mit verbesserter Haftung auf Zinkblech und/oder verzinkten Flächen, wie sie nach einer oder mehreren der erfindungsgemäßen Varianten erhältlich sind.
Weiterer Gegenstand der Erfindung sind auch gehärtete Form-, Überzugs- und Spachtelmassen mit verbesserter Haftung auf Zinkblech und/oder verzinkten Flächen sowie mit diesen Massen behandelte bzw. beschichtete Materialien aus Zink und/oder verzinkten Materialien, vorzugsweise aus verzinkten Metallen bzw. Metallegierungen, verzinktem Stahl bzw. verzinktem Eisen, verzinkten keramischen Materialien oder verzinkten Thermo- und/oder Duroplasten, erhalten aus nicht gehärteten erfindungsgemäßen Massen und deren Härtung bei der Anwendung auf die verzinkten Materialien unter Zusatz von peroxidischen Härtungsinitiatoren. Die Härtung kann hierbei, insbesondere als sogenannte Kalthärtung, durch Vermischen der härtbaren Massen bei Normaltemperatur mit bekannten Radialketten startenden Peroxiden in üblicher Weise bewerkstelligt werden.
Zur Durchhärtung der härtbaren Massen werden als radikalbildende Polymerisationsinitiatoren z. B. Diacylperoxide oder Percarbonate, wie Diacetylperoxid, Dibenzoylperoxid, Dilauroylperoxid, Phthaloylperoxid, Succinylperoxid, Isopropylpercarbonat, Cyclohexylpercarbonat, Bis-(4-tert.-butylcyclohexyl)-percarbonat, ferner Methylethylketonperoxid, Cyclohexanonperoxid, Acetylacetonperoxid, Cumolhydroperoxid, Dicumylperoxid oder Mischungen solcher Verbindungen in Mengen bis zu 5 Gew.-%, bezogen auf die Summe der Komponenten a) (= ungesättigter Polyester) + b) (= copolymerisierbare Vinylverbindung) in der härtbaren Masse, verwendet. Als copolymerisationsfähige Komponente b) in der härtbaren Masse sind z. B. übliche copolymerisationsfähige Vinylmonomere, insbesondere z. B. Styrol, α-Methylstyrol, p-Methylstyrol, Vinyltoluol, Acryl- und Methacrylsäureester, geeignet. Besonders bevorzugt sind Styrol sowie Acryl- und/oder Methacrylsäureester.
Als Beschleuniger werden die hierfür bekannten tertiären aromatischen Amine, wie z. B. Dimethylanilin, Dimethyltoluidin, Diisopropylanilin, Bis-(hydroxyethyl)-p-toluidin, Bis-(hydroxyethyl)-anilin oder andere geeignete Alkyl- bzw. Hydroxyalkylanilinderivate eingesetzt.
Die aminhaltigen Polyester werden unter Zugabe der bekannten Inhibitoren in polymerisationsfähigen Vinylmonomeren gelöst. Als Inhibitoren zur Verbesserung der Haltbarkeit kommen in Frage: z. B. Hydrochinon, 2,5-Dichlorhydrochinon, 2,5-Di- tert.-butylhydrochinon, Toluhydrochinon, Benzochinon, Di-tert.-butylbenzochinon, Chloranil, 2,5-Di-phenyl-benzochinon und Kupfernaphthenat.
Weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung erfindungsgemäßer härtbarer Form-, Überzugs- und Spachtelmassen als Beschichtungs-, Reparatur- und/oder Ausgleichsmassen für verzinkte Fahrzeugkarosserien, Gegenstände aus Zink und/oder verzinkten Materialien, verzinkte Metalle bzw. Metallegierungen, verzinkten Stahl bzw. verzinktes Eisen, verzinkte keramische Materialien oder verzinkte thermoplastische und/oder duroplastische Kunststoffe. Bevorzugt ist die Verwendung als Spachtelmasse für die Reparatur und/oder Grundierung von verzinkten Fahrzeugkarosserien bzw. -karosseriebestandteilen sowie von verzinkten Stahlbauelementen, insbesondere auf dem Hochbausektor.
Zur Herstellung von Spachtelmassen werden den Polyesterharzen 50-350 Gew.-Teile, bezogen auf 100 Gew.-Teile Polyesterharz, Füllstoffe, wie Kreide, Talkum, Baryt, Aerosil, Dolomit zugesetzt. Farbstoffe oder Pigmente können ebenfalls zugesetzt werden. Das Mischen der verschiedenen Komponenten der erfindungsgemäßen Formmassen erfolgt zweckmäßig in Knetern, Dissolvern oder auf Walzenstühlen.
Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert.
Vergleichsbeispiel 1
Herstellung eines ungesättigten Polyestergießharzes mit sprödem Harztyp (= UP-Harz-VB1).
Ein aus 1 Mol Fumarsäure, 1 Mol Phthalsäureanhydrid und 2,05 Mol 1,2-Propylenglykol durch Schmelzkondensation hergestellter Polyester wird unter Zusatz von 0,036 Gew.-% Hydrochinon und 25 ppm Kupfernaphthenat, jeweils bezogen auf die Gießharzlösung in Styrol, mit Styrol zu einer Gießharzlösung mit 65 Gew.-% Polyester-Feststoffgehalt gelöst. Diese 65 gew.-%ige Polyestergießharzlösung zeigt eine Säurezahl von 25 und ihre Viskosität bei 20°C beträgt 1000 mPa · s.
Vergleichsbeispiel 2
Herstellung eines ungesättigen Polyestergießharzes mit mittelhartem Harztyp (= UP-Harz-VB2).
Analog dem Vergleichsbeispiel 1 wird ein aus 1 Mol Maleinsäureanhydrid, 1 Mol Tetrahydrophthalsäureanhydrid und 2,05 Mol Diethylenglykol durch Schmelzkondensation hergestellter Polyester in Styrol unter Zusatz von Hydrochinon und Cu-naphthenat zu einer 65 Gew.-% Polyester-Feststoffgehalt aufweisenden Gießharzlösung gelöst. Diese 65 gew.-%ige Polyestergießharzlösung zeigt eine Säurezahl von 18 und besitzt bei 20°C eine Viskosität von 600 mPa · s.
Vergleichsbeispiel 3
Herstellung eines ungesättigten Polyestergießharzes mit elastischem Harztyp (= UP-Harz-VB3).
Analog dem Vergleichsbeispiel 1 wird ein aus 1 Mol Maleinsäureanhydrid, 3 Mol Tetrahydrophthalsäureanhydrid und 4 Mol Triethylenglykol durch Schmelzkondensation hergestellter Polyester in Styrol unter Zusatz von Hydrochinon und Cu-naphthenat zu einer 65 Gew.-% Polyester- Feststoffgehalt aufweisenden Gießharzlösung gelöst. Diese 65 gew.-%ige Polyestergießharzlösung zeigt eine Säurezahl von 18 und besitzt bei 20°C eine Viskosität von 800 mPa · s.
Beispiel 1
Herstellung eines erfindungsgemäßen Polyestergießharzes mit sprödem Harztyp (= UP-Harz-B1).
Analog dem Vergleichsbeispiel 1 wird ein aus 5,1 Mol Fumarsäure, 1,8 Mol Dianol 33 (= Bishydroxyalkylether der Formel I mit x = 1 und y = 1 aus Bisphenol A und Propylenoxid) und 3,6 Mol Diethylenglykol durch Schmelzkondensation hergestellter Polyester in Styrol unter Zusatz von Hydrochinon und Cu-naphthenat zu einer 65 Gew.-% Polyester-Feststoffgehalt aufweisenden Gießharzlösung gelöst. Die 65 gew.-%ige Polyestergießharzlösung zeigt eine Säurezahl von 22 und besitzt bei 20°C eine Viskosität von 800 mPa ·s.
Beispiel 2
Herstellung eines erfindungsgemäßen Polyestergießharzes mit mittelhartem Harztyp (= UP-Harz-B2).
Durch Vermischen von UP-Harz-VB3 aus Vergleichsbeispiel 3 und UP-Harz-B1 aus Beispiel 1 im Gewichtsverhältnis 1 : 1 wird eine erfindungsgemäße 65 Gew.-% Polyester-Feststoffgemisch aufweisende Gießharzlösung in Styrol erhalten. Diese 65 gew.-%ige Polyestergießharzlösung zeigt eine Säurezahl von 20 und besitzt bei 20°C eine Viskosität von 800 mPa · s.
Beispiel 3
Analog dem Beispiel 1 wird ein aus 1,7 Mol Fumarsäure, 3,4 Mol Tetrahydrophthalsäureanhydrid, 3,6 Mol Diethylenglykol und 1,8 Mol Dianol 33 durch Schmelzkondensation hergestellter Polyester in Styrol unter Zusatz von Hydrochinon und Cu-naphthenat zu einer 65 Gew.-% Polyester- Feststoffgehalt aufweisenden Gießharzlösung gelöst. Die 65 gew.-%ige Polyestergießharzlösung zeigt eine Säurezahl von 21 und besitzt bei 20°C eine Viskosität von 600 mPa · s.
Spachtelmassenrezeptur
Die ungesättigten Polyestergießharze der Vergleichsbeispiele 1 bis 3 (= UP-Harze-VB1 bis VB3) gemäß dem Stand der Technik sowie der erfindungsgemäßen Beispiele 1 bis 3 (= UP-Harze-B1 bis B3) wurden zunächst durch Zusatz von 0,4 Gew.-% Dimethylanilin und 0,25 Gew.-% Dimethyl-p-toluidin vorbeschleunigt und aus diesen durch intensives Vermischen mit den nachstehend angegebenen weiteren Bestandteilen nach folgender Rezeptur Spachtelmassen für Vergleichsversuche zubereitet:
39,0 Gew.-Teile UP-Harz (65 gew.-%ig in Styrol)
 1,0 Gew.-Teile Hochdisperse Kieselsäure (Typ HDK-N 20 der Fa. Wacker)
 1,5 Gew.-Teile Titandioxid (Typ Kronos RN 59)
15,0 Gew.-Teile Magnesium-Calcium-Carbonat (Microdol)
43,5 Gew.-Teile Talkum
Für die Vergleichsversuche wurden die Spachtelmassen jeweils mit 2 Gew.-% des Härtungskatalysators Dibenzoylperoxid (eingesetzt als übliche 50 gew.-%ige weichmacherhaltige Paste) bei Raumtemperatur sorgfältig vermischt und die Gemische in 4 mm starker Schicht mit einer Rakel auf verzinkte Eisenbleche aufgezogen. Als Vorbehandlung der Oberfläche wurden die galvanisch verzinkten Eisenbleche mit 120er Schmirgelpapier fein angeschliffen, mit Waschbenzin gewaschen und getrocknet.
An den aufgezogenen Spachtelmassen wurde geprüft, nach welcher Mindesthärtungszeit die gehärteten Massen schleifbar sind (= Schleifbarkeit mit 80er Schmirgelpapier nach x Minuten Härtungszeit bei 20°C).
Die Einstufung der Haftung erfolgte durch visuelle Beurteilung der Metalloberfläche nach gewaltsamer Ablösung der gehärteten Spachtelmassen bei 20°C nach 24stündiger Lagerungszeit bei 20°C bzw. nach einer Lagerungszeit von 24 Stunden bei 20°C + 30 Minuten bei 80°C. Die Haftung wurde als schlecht bezeichnet, wenn sich die gehärtete Masse beim Biegen des Prüfbleches von der Oberfläche völlig ablösen ließ bzw. abplatzte (sog. Adhäsionsbruch). Die Haftung wurde als gut bezeichnet, wenn nach gewaltsamer Entfernung der Spachtelmasse ein zusammenhängender und gleichmäßig haftender Film auf der Zinkoberfläche zurückblieb.
Die Härte (Shore D-Härte) der gehärteten Massen wurde nach einer Lagerungszeit von 24 Stunden bei 20°C in üblicher Weise bei 20°C ermittelt.
Das Ergebnis der Versuche ist in der Tabelle 1 zusammengefaßt wiedergegeben. Es zeigt insbesondere das gute Haftungsverhalten gehärteter erfindungsgemäßer ungesättigter Polyestergießharze auf verzinktem Eisenblech. Diese Eigenschaft war vergleichsweise nicht dem Stand der Technik zu entnehmen und war für den Fachmann außerordentlich überraschend. Bei dem Versuch Nr. 3 wird mit VB3 zwar eine gute Haftung erreicht, es ergeben sich jedoch erhebliche Nachteile mit der Schleifbarkeit und durch die geringe Härte der Spachtelmasse.
Tabelle 1
Vergleichsversuche mit gehärteten Spachtelmassen auf verzinktem Eisenblech

Claims (10)

1. Härtbare Form-, Überzugs- und Spachtelmasse mit verbesserter Haftung auf Zinkblech und/oder verzinkten Flächen, enthaltend
  • a) mindestens einen ungesättigten Polyester,
  • b) mindestens eine mit a) mischpolymerisationsfähige Vinylverbindung,
  • c) tertiäre aromatische Amine als Beschleuniger,
  • d) übliche Stabilisatoren und Inhibitoren,
  • e) übliche Hilfs-, Zusatz- und Füllstoffe,
dadurch gekennzeichnet, daß der ungesättigte Polyester a) als Glykolkomponente Bishydroxyalkylether von Bisphenolen der Formel I, worin A einen Methylen- oder 2-Alkylidenrest mit 2 bis 4 C-Atomen, R einen Alkylenrest mit 2 bis 4 C-Atomen, x und y jeweils mindestens die Zahl 1 und die Summe von x + y eine Zahl von 2 bis 6 bedeuten, enthält.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an Bisphenolbishydroxyalkylethern der Formel I in der Glykolkomponente des ungesättigten Polyesters a) mindestens 5 Mol.-% beträgt.
3. Ausführungsform nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der ungesättigte Polyester a) als Glykolkomponente Bishydroxyalkylether von Bisphenol A und/oder von Bisphenol F enthält.
4. Ausführungsform nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der ungesättigte Polyester a) als ungesättigte und copolymerisationsfähige Dicarbonsäurekomponente Maleinsäure- und/oder Fumarsäure-Einheiten enthält, wobei gegebenenfalls bis zu 75 Mol.-% der ungesättigten Dicarbonsäurekomponente durch gesättigte Dicarbonsäureeinheiten ersetzt sind.
5. Ausführungsform nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der härtbare ungesättigte Polyester a) eine Mischung darstellt, die ungesättigte Polyester mit Bisphenolbishydroxyalkylethern der Formel I in der Glykolkomponente und ungesättigte Polyester mit aliphatischen Etherglykolen in der Glylkolkomponente enthält.
6. Ausführungsform nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der härtbaren ungesättigten Polyester a)-Mischung der Anteil an ungesättigtem Polyester mit Einheiten aus Bisphenolbishydroxyalkylethern der Formel I mindestens 5 Mol.-%, bezogen auf die härtbare ungesättigte Polyester a)-Mischung, beträgt.
7. Härtbare Form-, Überzugs- und Spachtelmassen mit verbesserter Haftung auf Zinkblech und/oder verzinkten Flächen, erhalten nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6.
8. Gehärtete Form-, Überzugs- und Spachtelmassen mit verbesserter Haftung auf Zinkblech und/oder verzinkten Flächen sowie mit diesen Massen behandelte bzw. beschichtete Materialien aus Zink und/oder aus verzinkten Materialien, erhalten aus nicht gehärteten Massen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6 und deren Härtung bei der Anwendung auf die verzinkten Materialien unter Zusatz von peroxidischen Härtungsinitiatoren.
9. Verwendung der Form-, Überzugs- und Spachtelmassen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7 als Beschichtungs-, Reparatur- und/oder Ausgleichsmassen für verzinkte Fahrzeugkarosserien, Gegenstände aus Zink oder verzinkten Materialien, verzinkte Metalle bzw. Metallegierungen, verzinkten Stahl bzw. verzinktes Eisen, verzinkte keramische Materialien oder verzinkte Kunststoffe.
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