DE3736110A1 - Startanordnung fuer einen hubschrauber - Google Patents
Startanordnung fuer einen hubschrauberInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C27/00—Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
- B64C27/04—Helicopters
- B64C27/12—Rotor drives
- B64C27/14—Direct drive between power plant and rotor hub
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- Control Of Vehicle Engines Or Engines For Specific Uses (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Startanordnung für Hubschrauber nach der Gattung
des Hauptanspruchs.
Kleinhubschrauber werden häufig durch Hubkolben-Brennkraftmaschinen angetrieben;
als Antriebsverbindung zwischen Brennkraftmaschine und Rotorantrieb
dient ein spannbarer Riemen. Zum Starten des Hubschraubers wird zunächst bei
ungespanntem Riemen die Brennkraftmaschine gestartet und bei laufender
Brennkraftmaschine der Rotorantrieb durch langsames, zunehmendes Spannen des
Riemens so lange beschleunigt, bis der Riemen schlupffrei läuft.
Eine direkte Antriebsverbindung zwischen der Brennkraftmaschine und Rotor scheidet
beim Start des Hubschraubers in der Regel deshalb aus, weil Hubkolben-
Brennkraftmaschinen bei Drehzahlen unterhalb der Leerlaufdrehzahl im allgemeinen
einen ungenügenden Rundlauf, d. h., zu starke Drehmomentschwankungen,
aufweisen und deshalb möglicherweise der träge, aber empfindliche Rotorantrieb
zu unerlaubt hohen Drehschwingungen angeregt bzw. beschädigt werden
kann.
Das Spannen des Riemens beim Start erfordert jedoch einen nicht unerheblichen
Kraftaufwand und ein gewisses Feingefühl bei der Bedienung, da sich sonst
leicht unerwünschte Schwingungen aufbauen können. Ferner unterliegt der
Riemenantrieb einem starken Verschleiß.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Startanordnung für einen mit einer
Hubkolben-Brennkraftmaschine ausgestatteten Hubschrauber zu schaffen, welche
den Vorgang des Startens eines Hubschraubers verkürzt und einfach und sicher
gestaltet.
Die Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Weitere, die Erfindung in sinnvoller Weise ausgestaltende Merkmale sind in
den Unteransprüchen enthalten.
Die Vorteile der Erfindung sind in erster Linie in dem beschleunigten,
einfacheren und sicherer gestalteten Startvorgang eines Hubschraubers zu
sehen. Die hierzu notwendige Anordnung zeichnet sich durch die Einfachheit
verwendeter Bauteile sowie durch Robustheit und weitgehende Verschleißfreiheit
aus.
Die Erfindung wird anhand von in den Zeichnungen dargestellten Beispielen
nachstehend näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine Startanordnung für einen Hubschrauber mit einer ersten und
einer zweiten Andrehvorrichtung,
Fig. 2 ein elektrisches Schaltbild einer Startanordnung,
Fig. 3 ein elektrisches Schaltbild nach Fig. 2, jedoch mit einem
Steuergerät,
Fig. 4 ein Schaltbild eines Steuergeräts nach Fig. 3,
Fig. 5 ein Schaltbild nach Fig. 4, jedoch in einer anderen Ausgestaltung,
Fig. 6 ein Flußdiagramm für ein Steuergerät, welches mit einem
Mikrorechner ausgestattet ist,
Fig. 7 ein Flußdiagramm nach Fig. 6, jedoch mit einer laufenden
Überwachung eines Tastschalters.
In Fig. 1 ist mit 1 eine Startanordnung für einen Hubschrauber gezeigt, der
von einer mehrzylindrigen Hubkolben-Brennkraftmaschine 2 angetrieben wird.
Die Brennkraftmaschine 2 treibt über eine Antriebswelle 3, in die eine
elastische Kupplung 4 eingesetzt sein kann, und ein Riemengetriebe 5 einen
Rotorantrieb 6 an. Zwischen Brennkraftmaschine 2 und Antriebswelle 3 kann
auch noch ein Stirnrad-Drehzahlreduziergetriebe geschaltet sein, das hier
jedoch nicht gezeigt ist.
Das Riemengetriebe 5 besteht aus einer drehfest mit der Antriebswelle 3
verbundenen ersten Riemenscheibe 7, einem Riemen 8 und einer über eine
Überholkupplung 9 auf eine Rotorantriebswelle 10 des Rotorantriebs 6 wirkende
zweite Riemenscheibe 11. Die Überholkupplung trennt hierbei die Antriebskoppelung
zwischen der zweiten Riemenscheibe 11 und der Rotorantriebswelle 10
auf, sobald letztere schneller dreht als die zweite Riemenscheibe 11. Hierdurch
ist gewährleistet, daß sich der Rotorantrieb bei ausfallender bzw.
ausgefallener oder blockierter Brennkraftmaschine 2 weiterdrehen kann ("Autorotation"),
um so den Hubschrauber wenigstens für eine gewisse Zeit bedingt
flugtauglich zu halten.
Mittels der Rotorantriebswelle 10 wird ein (nicht gezeigter) Hauptrotor über
ein erstes Winkelgetriebe 12 und ein (ebenfalls nicht gezeigter) Heck- oder
Hilfsmotor über ein zweites Winkelgetriebe 13 angetrieben. In der Darstellung
sind ferner verschiedene, nicht bezeichnete Lagerstellen für die Brennkraftmaschine
2, die beiden Wellen 3 und 10 und die Getriebe 12 und 13 angedeutet,
die in nicht notwendiger Weise an den gezeigten Stellen angeordnet sein
müssen.
Mit der Rotorantriebswelle 10 ist nun ein erstes Zahnrad 14, in das ein
Ritzel einer ersten Andrehvorrichtung 15 gespurt werden kann, drehfest
verbunden. Desgleichen ist auf der Antriebswelle 3 ein zweites Zahnrad 16
(oder ein mit einem Zahnkranz versehenes Schwungrad) drehfest angeordnet, in
das ein Ritzel einer zweiten Andrehvorrichtung 17 einspuren kann.
Die erste und zweite Andrehvorrichtung weisen schließlich noch Arbeitsstromeingänge
18, 19 auf, welche an einen ersten Pol (Pluspol+, Bordspannung Ub)
einer Starterbatterie 20 angeschlossen sind sowie je ein Masseanschluß 21,
22, welcher mit (Flugzeug-)Masse M und dem zweiten Pol (Minuspol-) der
Starterbatterie verbunden ist. Über Steuereingänge A, B sind die Andrehvorrichtungen
15, 17 ansteuerbar, so daß ihre Ritzel in die Zahnräder 14, 16
einspuren und diese angetrieben werden können.
Die Andrehvorrichtung 15 und 17 sind vorzugsweise als herkömmliche
elektromotorische Schub-Schraubtrieb-Starter ausgeführt, wie sie auch aus dem
Kraftfahrzeugbau bekannt und beispielsweise in "Bosch Kraftfahrtechnisches
Taschenbuch", 19. Auflage 84, auf den Seiten 438 bis 440 beschrieben sind.
Die Startanordnung umfaßt ferner eine erste, der Rotorantriebswelle 10 und
eine zweite, der Antriebswelle 3 zugeordnete Drehzahlerfassungseinrichtung
23, 24. Diese sind beispielsweise als Tachogeneratoren oder Hallgeber
ausgeführt, wobei letztere die vorbeilaufenden Zähne des ersten und zweiten
Zahnrads 14, 16 zählen und an ihren Ausgängen C, D, ein der
Rotorantriebswellen-Drehzahl nrot bzw. der Antriebswellen- oder
Brennkraftmaschinendrehzahl nmot proportionales Signal abgeben. Alternativ
hierzu können mit diesen Einrichtungen 23, 24 auch die Eingangs- und
Ausgangsdrehzahlen an der Überholkupplung 9 erfaßt werden, wozu
selbstverständlich ein mit der zweiten Riemenscheibe 11 umlaufender Zahnkranz
an dieser angeordnet sein muß.
Ein Startvorgang des Hubschraubers läuft nun wie folgt ab:
- - In einer ersten Phase wird zunächst die erste Andrehvorrichtung 15 angesteuert, so daß deren Ritzel in das erste Zahnrad 14 einspurt und den Rotorantrieb 6 hochdreht. Dies ist ohne Beeinflussung der Brennkraftmaschine 2 möglich, da ja die Überholkupplung 9 ein freies Drehen der Rotorantriebswelle 10 bei stehender Antriebswelle 3 ermöglicht. Wenn die Rotorantriebswelle eine Drehzahl erreicht hat, die einer Drehzahl (Synchrondrehzahl syn) der zweiten Riemenscheibe 11 bei Leerlauf der Brennkraftmaschine 2 (Leerlaufdrehzahl nl) entspricht, so wird die Ansteuerung der ersten Andrehvorrichtung 15 aufgehoben und
- - in einer zweiten Phase die Brennkraftmaschine 2 mittels der zweiten Andrehvorrichtung 17 gestartet. Nach erfolgreichem Starten der Brennkraftmaschine 2 läuft diese bis zur Leerlaufdrehzahl nl hoch, so daß die Überholkupplung 9 den Kraftschluß zwischen der zweiten Riemenscheibe 11 und der Rotorantriebswelle 10 herstellt und somit die Brennkraftmaschine 2 den Antrieb der Rotoren übernimmt.
Die Ansteuerung des Startvorgangs kann nun auf verschiedene Weise vorgenommen
werden, wie dies anhand der nachfolgenden Fig. beschrieben wird.
Fig. 2 zeigt eine einfache Startanordnung mit zwei Tastschaltern 25, 26,
wobei der erste Tastschalter 25 den Steuereingang A der ersten Andrehvorrichtung
15 und der zweite Tastschalter 26 den Steuereingang B der zweiten
Andrehvorrichtung 17 mit der Bordspannung Ub verbindet. Eine Drehzahlanzeige
27 dient der Kontrolle der Rotorantriebsdrehzahl nrot und ist hierzu an den
Ausgang C der ersten Drehzahlerfassungseinrichtung 23 angeschlossen.
Der Startvorgang wird nun durch einen Piloten des Hubschraubers durchgeführt,
indem er zunächst den ersten Tastschalter 25 betätigt und die Rotorantriebsdrehzahl
nrot auf der Drehzahlanzeige 27 überwacht. Hat der Rotorantrieb 6
die Synchrondrehzahl syn erreicht (nrot = syn), so läßt er den ersten
Tastschalter 25 los und betätigt den zweiten Tastschalter 26 zum Starten der
Brennkraftmaschine 2, bis diese angelaufen ist. Springt die
Brennkraftmaschine 2 nicht bzw. nicht sofort an, so kann er den zweiten
Tastschalter 26 erneut betätigen, solange die Rotorantriebsdrehzahl nrot die
Synchrondrehzahl syn noch nicht (oder noch nicht wesentlich) unterschritten
hat. Ist letzteres der Fall, so muß er den gesamten Startvorgang erneut
durchführen.
Diese einfache Startvorrichtung erfordert jedoch vom Piloten die strikte
Befolgung des Ablaufs des Startvorgangs und das Vermeiden von Fehlbetätigungen,
welche u. U. zur Beschädigung von Teilen des Hubschraubers führen
können.
Fig. 3 zeigt deshalb ein Steuergerät 28, das entweder (einfachere Version)
die Betätigung des ersten und zweiten Tastschalters 25, 26 einer Verriegelung
unterwirft (Fig. 4) oder (aufwendigere Version) den gesamten Startvorgang in
seinen zwei Phasen auf Tastendruck lediglich eines Tastschalters 25 vornimmt
(Fig. 5).
Das Steuergerät 28 nach Fig. 3 weist hierzu Eingänge 29, 30 für wenigstens
einen der beiden Tastschalter 25, 26 auf sowie Eingänge 31 und 32 für die
Rotorantriebswellendrehzahl nrot und die Antriebswellendrehzahl nmot.
Zusätzlich kann noch ein weiterer Eingang 33 für ein Strommeßsignal ib einer
nicht gezeigten Strommeßvorrichtung für eine Stromaufnahme der zweiten
Andrehvorrichtung 17 vorgesehen sein. In Abhängigkeit von Signalen an diesen
Eingängen 29 bis 33 steuert das Steuergerät 28 Ausgänge 34 (Steuereingang A
der ersten Andrehvorrichtung 15) und 35 (Steuereingang B der zweiten Andrehvorrichtung
17) an.
Über Eingänge 36 und 37 wird das Steuergerät 28 mit Bordspannung Ub und mit
Masse M versorgt. Ein Ausgang 38 dient schließlich der Ansteuerung wenigstens
einer Anzeige 39 für die Drehzahl nrot bzw. nmot.
Eine interne Verschaltung des Steuergeräts 28 nach der einfacheren Version
zeigt Fig. 4. Sie umfaßt zwei Schwellwertstufen 40, 41 für die Drehzahlen
nrot und nmot sowie zwei Verriegelungseinrichtungen (UND-Glieder) 42, 43.
Die Schwellwertstufen 40, 41 können in nicht notwendiger Weise in der gezeigten
Form aufgebaut sein: Ein Eingangsverstärker 44 (45) bereitet das
impulsförmige Drehzahlsignal nrot (nmot) auf und führt es einem D-Flip-Flop
46 (47) zu, dessen Ausgang auf ein R-C-Glied R 1, C 1 (R 2, C 2) geschaltet ist.
Ein invertierender Schmitt-Trigger 48 (49) vergleicht eine am Kondensator C 1
(C 2) anstehende Spannung mit einem Konstantwert K 1 (K 2). Das am Ausgang E (F)
des Schmitt-Triggers 48 (49) und damit der Schwellwertstufe 40 (41) anstehende
Signal ändert seinen Signalpegel von "HIGH" nach "LOW", sobald die
Rotordrehzahl nrot die Synchrondrehzahl syn (bzw. die Motordrehzahl nmot die
Leerlaufdrehzahl nl) überschreitet.
Die Verriegelungsschaltung 42 gibt somit nur dann ein Ansteuersignal für die
erste Andrehvorrichtung 15 ab, sofern der erste Tastschalter 15 gedrückt und
gleichzeitig die Drehzahl nmot die Leerlaufdrehzahl nl noch nicht erreicht
hat. Desgleichen gibt die Verriegelungsschaltung 43 nur dann ein Ansteuersignal
für die zweite Andrehvorrichtung 16 ab, sofern der zweite Tastschalter
26 gedrückt und gleichzeitig die Drehzahl nrot die Synchrondrehzahl noch
nicht unterschritten hat.
Auf ähnliche Weise ist die aufwendigere Version nach Fig. 5 aufgebaut. Sie
enthält dieselben Schwellwertstufen 40, 41, wird jedoch von nur einem
Tastschalter 25 angesteuert, der während des ganzen Startvorgangs gedrückt
bleiben muß. Über die Verriegelungsschaltungen (UND-Glieder) 50 und 51 werden
die erste und die zweite Andrehvorrichtung 15 und 17 angesteuert,wobei die
erste nur dann betätigt wird, solange die Rotorantriebsdrehzahl nrot die
Synchrondrehzahl syn und die Motordrehzahl nmot die Leerlaufdrehzahl nl noch
nicht erreicht und die zweite nur dann angesteuert wird, solange die Rotorantriebsdrehzahl
nrot die Synchrondrehzahl syn noch nicht unterschritten und
die Motordrehzahl nmot die Leerlaufdrehzahl nl noch nicht überschritten hat.
Den Ausgängen 34 und 35 können schließlich noch Leistungstreiberbausteine
(beispielsweise Relais oder elektronische Endstufen) vorgeschaltet sein, die
den Ausgangspegel der Schaltungen 42, 43, 50, 51 auf das zur Ansteuerung der
Andrehvorrichtungen 15, 17 notwendige Niveau anheben (nicht gezeigt).
Selbstverständlich kann das Steuergerät auch auf der Basis eines Mikrorechnersystems
aufgebaut sein, welches in bekannter Weise einen Mikroprozessor
und alle zu seinem Betrieb erforderlichen Peripheriebausteine umfaßt.
Das Mikrorechnersystem umfaßt hierzu ein Programm, das entsprechend dem
Flußdiagramm in Fig. 6 abläuft: Nach dem Start des Programms 52 wird nach
Passieren einer Marke X zu einer Erfassung der Stellung des Tastschalters 25,
53, fortgefahren. Es wird abgefragt, 54, ob der Tastschalter 25 geschlossen
ist, wenn nein, wird zur Marke X verzweigt, wenn ja, die Rotordrehzahl nrot
erfaßt, 55. In einer Abfrage 56 wird geklärt, ob die Rotordrehzahl nrot
größer als die Synchrondrehzahl syn ist; wenn ja, wird zur Marke X zurückverzweigt,
wenn nein, nach Passieren einer Marke Y der Ausgang 34 angesteuert,
57. Die Rotordrehzahl nrot wird erneut erfaßt, 58 und abgefragt, 59, ob
die Rotordrehzahl nrot kleiner als die Synchrondrehzahl syn ist; wenn ja,
wird zur Marke Y zurückgekehrt, wenn nein, die Ansteuerung des Ausgangs 34
zurückgenommen, 60 und nach Passieren einer Warteschleife 61 und einer Marke
Z die Andrehvorrichtung 17 angesteuert, 62. Nach Erfassen der Stromaufnahme
ib, 63, wird abgefragt, ob diese unterhalb eines Schwellwerts i min liegt, 64
(alternativ hierzu kann auch die Änderung der Stromaufnahme dib/dt erfaßt
werden und diese mit einem Minimalwert dib/dt | min verglichen werden; wenn
nein (Motor läuft noch nicht), wird zur Marke Z zurückverzweigt, wenn ja, die
Ansteuerung des Ausgangs 35 weggenommen, 65.
Es wird die Motordrehzahl nmot erfaßt, 66 und abgefragt, ob diese größer als
die Leerlaufdrehzahl nl ist, 67; wenn ja (Brennkraftmaschine läuft), wird das
Programm beendet; wenn nein, die Rotordrehzahl nrot erneut erfaßt, 69 und
abgefragt, 70, ob die Rotordrehzahl nrot kleiner als die Synchrondrehzahl syn
ist. Wenn nein, wird zur Marke Z verzweigt, wenn ja, zur Marke X, so daß der
gesamte Vorgang wiederholt werden kann.
Das Flußdiagramm nach Fig. 6 sieht einen automatischen Start des Hubschraubers
auf einen momentanen Knopfdruck des Tastschalters 25 vor. Aus Sicherheitsgründen
kann es jedoch sinnvoll sein, daß der Startvorgang jederzeit
unterbrochen werden kann. Dies erfordert einerseits vom Piloten ein ständiges
Niederdrücken des Tastschalters 25 während des gesamten Startvorgangs,
während andererseits im realisierenden Programm die Stellung des Tastschalters
25 ständig abgefragt werden muß.
Ein Flußdiagramm für diese Variante zeigt Fig. 7:
Ein Programmstart 71 wird durch das Betätigen des Tastschalters 25 angestoßen (beispielsweise über einen Interrupteingang des Mikrorechners) und umfaßt die üblichen Initialisierungsmaßnahmen. Nach Passieren der Marke U wird die Stellung des Tastschalters 25 erfaßt, 72 und abgefragt, ob der Tastschalter 25 betätigt ist, 73; wenn nein, wird das Programm über eine Marke V und über einen, ein Ausschalten der Andrehvorrichtung 15 und 17 bewirkenden Programmschritt 74 und eine Marke W zum Programmende 75 weitergeschritten, wenn ja, werden Antriebswellen nmot und Rotorantriebswellen nrot abgefragt, 76.
Ein Programmstart 71 wird durch das Betätigen des Tastschalters 25 angestoßen (beispielsweise über einen Interrupteingang des Mikrorechners) und umfaßt die üblichen Initialisierungsmaßnahmen. Nach Passieren der Marke U wird die Stellung des Tastschalters 25 erfaßt, 72 und abgefragt, ob der Tastschalter 25 betätigt ist, 73; wenn nein, wird das Programm über eine Marke V und über einen, ein Ausschalten der Andrehvorrichtung 15 und 17 bewirkenden Programmschritt 74 und eine Marke W zum Programmende 75 weitergeschritten, wenn ja, werden Antriebswellen nmot und Rotorantriebswellen nrot abgefragt, 76.
In einer Abfrage 77 wird geprüft, ob nmot größer als die Leerlaufdrehzahl nl
ist, wenn ja, wird zur Marke V verzweigt, wenn nein, in einer weiteren
Abfrage 78 geklärt, ob nrot größer als die Synchrondrehzahl syn ist. Wenn
nein, wird die Andrehvorrichtung 17 ausgeschaltet, 79 und die Andrehvorrichtung
15 eingeschaltet, 80 und zur Marke U zurückgekehrt, wenn ja, die Andrehvorrichtung
15 ausgeschaltet, und nach Passieren einer Warteschleife 82
die Andrehvorrichtung 17 angesteuert, 83.
Es wird die Stromaufnahme ib der zweiten Andrehvorrichtung 17 erfaßt, 84 und
abgefragt, 85, ob diese kleiner als die Mindeststromaufnahme ib min ist. Wenn
nein, wird zur Marke U zurückgekehrt, wenn ja, die Andrehvorrichtung 17
ausgeschaltet, 86 und erneut abgefragt, 87, ob die Antriebswellendrehzahl
nmot größer als die Leerlaufdrehzahl nl ist; wenn nein, erfolgt ein Rücksprung
zur Marke U, wenn ja, ein Sprung über die Marke W zum Programmende 75.
Selbstverständlich können (ohne Einschränkung der Allgemeinheit) anstatt der
elektromotorischen beispielsweise auch bekannte Druckluft-Andrehvorrichtungen
zum Einsatz gelangen. Die beiden Ausgänge 34, 35 des Steuergeräts 28 steuern
dann Elektromagnetventile an, über die die Andrehvorrichtungen mit einem
Druckluftreservoir verbunden werden können.
Claims (10)
1. Startanordnung für einen mit einer Hubkolben-Brennkraftmaschine angetriebenen
Hubschrauber, bei dem in einer Antriebsverbindung zwischen der
Brennkraftmaschine und dem Rotorantrieb wenigstens eine Überholkupplung
angeordnet ist, welche die Antriebsverbindung auftrennt, sobald die mit der
Rotorantriebsdrehzahl identische Ausgangsdrehzahl der Überholkupplung höher
ist als deren Eingangsdrehzahl, welche mit der Brennkraftmaschinen-Drehzahl
oder der Getriebeausgangsdrehzahl eines der Überholkupplung vorgeschalteten
Getriebes identisch ist, dadurch gekennzeichnet, daß Rotorantrieb (6) und
Brennkraftmaschine (2) mit getrennten, ersten und zweiten elektromotorischen
Andrehvorrichtungen (15, 17) versehen sind und in einer ersten Phase eines
Startvorgangs zunächst der Rotorantrieb (6) mittels der ersten Andrehvorrichtung
(15) auf eine Synchrondrehzahl (syn) beschleunigt wird und bei
Erreichen der Synchrondrehzahl (syn) in einer daran anschließenden zweiten
Phase die Brennkraftmaschine (2) mit der zweiten Andrehvorrichtung (17)
gestartet wird, wobei die Brennkraftmaschine (2) den Antrieb des oder der
Rotoren übernimmt, sobald ihre Drehzahl einen Wert übersteigt, bei der die
Überholkupplung (9) den Kraftschluß zwischen Brennkraftmaschine (2) und dem
Rotorantrieb (6) herstellt.
2. Startanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahlen
(nmot, nrot) der Brennkraftmaschine (2) bzw. der Antriebswelle (3) und
des Rotorantriebs (6) bzw. die Eingangs- und die Ausgangsdrehzahl der Überholkupplung
(9) und/oder die Differenzdrehzahl über der Überholkupplung (9)
mittels einer ersten und/oder zweiten Drehzahl-Erfassungseinrichtung (23, 24)
und/oder einer Drehzahlanzeige (27) überwacht und die beiden Phasen des
Startvorgangs über getrennte erste und zweite elektrische Tastschalter
(25, 26) durch einen Piloten ausgelöst und durchgeführt werden.
3. Startanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahlen
(nmot, nrot) der Brennkraftmaschine (2) und des Rotorantriebs (6) bzw.
die Eingangs- und die Ausgangsdrehzahl der Überholkupplung (9) und/oder die
Differenzdrehzahl über der Überholkupplung (9) mittels wenigstens einer
Drehzahl-Erfassungseinrichtung (23, 24) überwacht und wenigstens ein Tastschalter
(26) zur Auslösung der zweiten Phase des Startvorgangs mit einer
Verriegelungs-Einrichtung (43, 42) versehen ist, welche die Ansteuerung der
zweiten Andrehvorrichtung (17) unterdrückt, solange der Rotorantrieb (6) die
Synchrondrehzahl (syn) noch nicht erreicht hat.
4. Startanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Startvorgang
nach Betätigen eines einzigen Tastschalters (25) durch eine Folgesteuerung
(28, 40, 41, 43, 50, 51) ausgelöst und durchgeführt wird.
5. Startanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Folgesteuerung
(28, 40, 41, 50, 51) die Drehzahlen (nmot, nrot) der
Brennkraftmaschine (2) und des Rotorantriebs (6) bzw. die Eingangs- und die
Ausgangsdrehzahl der Überholkupplung (9) und/oder die Differenzdrehzahl über
der Überholkupplung (9) und den Tastschalter (25) überwacht und in
Abhängigkeit davon den Startvorgang steuert.
6. Startanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folgesteuerung
(28, 40, 41, 50, 51) auf der Basis eines Mikrorechnersystems
aufgebaut ist.
7. Startanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Folgesteuerung
(28, 40, 41, 50, 51) die Stellung des Tastschalters (25) überwacht
und bei gedrücktem Tastschalter (25) prüft, ob die Rotordrehzahl (nrot)
größer als die Synchrondrehzahl (syn) ist, wobei bei niedriger
Rotordrehzahl (nrot) die erste Andrehvorrichtung (15) solange angesteuert
wird, bis die Synchrondrehzahl (syn) erreicht ist (nrot = syn) und wobei die
Folgesteuerung (28, 40, 41, 50, 51) nach einer vorgegebenen Zeitspanne die
zweite Andrehvorrichtung (17) zum Starten der Brennkraftmaschine (2)
ansteuert.
8. Startanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Folgesteuerung
(28) mittels einer Strommeßvorrichtung die Stromaufnahme (ib) der
zweiten Andrehvorrichtung (17) während des Startens der
Brennkraftmaschine (2) überwacht (64) und bei Unterschreiten einer Mindest-
Stromaufnahme (i min) und/oder Mindest-Stromaufnahme-Änderung (di/dt| min ) den
Vorgang des Startens abbricht.
9. Startanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Folgesteuerung
(28, 40, 41, 50, 51) die Drehzahl (nrot) des Rotorantriebs (6) beim
Startvorgang der Brennkraftmaschine (2) überwacht (67) und bei erfolglosem
Start der Brennkraftmaschine (2) entweder bei ausreichender Rotordrehzahl
(nrot größer oder gleich syn) den Vorgang des Startens der
Brennkraftmaschine (2) oder bei zu niedriger Rotordrehzahl (nrot < syn) den
gesamten Startvorgang wiederholt.
10. Startanordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Folgesteuerung (28, 40, 41, 50, 51) die Stellung des
Tastschalters (25) ständig überwacht und durch Loslassen des Tastschalters
(25) der Startvorgang jederzeit abgebrochen werden kann.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873736110 DE3736110A1 (de) | 1987-10-26 | 1987-10-26 | Startanordnung fuer einen hubschrauber |
| US07/247,335 US4875643A (en) | 1987-10-26 | 1988-09-21 | Starter arrangement for a helicopter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873736110 DE3736110A1 (de) | 1987-10-26 | 1987-10-26 | Startanordnung fuer einen hubschrauber |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3736110A1 true DE3736110A1 (de) | 1989-05-11 |
Family
ID=6339043
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873736110 Withdrawn DE3736110A1 (de) | 1987-10-26 | 1987-10-26 | Startanordnung fuer einen hubschrauber |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4875643A (de) |
| DE (1) | DE3736110A1 (de) |
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