DE3736095A1 - Auftragsgeraet - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Auftragsgerät mit einem Gehäuse,
einem langgestreckten Behältnis, das mit einer viskosen Masse,
insbesondere Nagellack, gefüllt ist, einem Auftragsorgan, insbe
sondere einem Pinsel, für die viskose Masse und einem Kanal für
die Zufuhr der viskosen Masse aus dem Behältnis zum Auftrags
organ, wobei zwischen einer Auslaßöffnung des Behältnisses und
einer Einlaßöffnung des Kanals ein Steuerventil vorgesehen ist,
das mittels eines nahe dem Auftragsorgan vorgesehenen und quer
zur Achse des Auftragsorgan bewegbaren Bedienungsorgans betätig
bar ist.
Ein derartiges Auftragsgerät ist beispielsweise aus der GB-PS
5 31 741 bekannt. Bei diesem Auftragsgerät ist das Ventil ein
quer zur Achse des Auftragsorgans mittels des Druckknopfes in
einem Zylinderraum verschiebbarer Kolben, der einen Durchlaß
aufweist, der mit den axial zueinander ausgerichteten Ein- und
Auslaßöffnungen in Deckung bzw. außer Deckung gebracht werden
kann. Die Ein- und Auslaßöffnungen sind hierbei gleichzeitig offen
oder gesperrt. Solange die Öffnungen offen sind, kann der Inhalt
des Behältnisses austreten. Bei diesem Auftragsgerät hängt die
dem Auftragsorgan zugeführte Menge zum einen von dem jeweiligen
Druck in dem Behältnis und zum anderen von der Dauer der Be
tätigung des Druckknopfs ab, mit dem das Steuerventil geöffnet
wird. Die Betätigungsdauer schwankt aber in der Praxis, so daß
dem Auftragsorgan von Betätigung zu Betätigung unterschiedliche
Mengen zugeführt werden. Das Auftragsorgan sollte aber pro Be
tätigung immer die gleiche Menge bekommen - nicht zu wenig, um
die Kapazität des Auftragsorgans voll auszuschöpfen, und nicht
zu viel, um ein Tropfen vom Auftragsorgan zu vermeiden.
Aus der DE-PS 13 02 372 ist eine Dosierpumpeinrichtung (Schub
kolbenpumpe) bekannt, die ein zwischen einer Einlaßöffnung und
einer Auslaßöffnung in axialer Richtung verschiebbares Pump
organ aufweist, das mittels eines axialen Stößels betätigbar ist,
in dem ein Zufuhrkanal verläuft. Derartige Dosierpumpeinrichtungen
sind beispielsweise auf Arzneimittelflaschen zum Zerstäuben der
in ihnen enthaltenen Substanz aufgesetzt. Eine solche Dosier
pumpeinrichtung könnte aber in das Auftragsgerät der eingangs
genannten Art aber nur so eingebaut werden, daß das Pumporgan
in axialer Richtung des Auftragsgerätes bewegbar ist, da die
Ein- und Auslaßöffnung der Dosierpumpeinrichtung in Längs
richtung des Behälters hintereinander angeordnet sein müssen.
Ein in axialer Richtung erfolgende Betätigung eines Bedienungs
organs einer Dosierpumpeinrichtung bei einem Auftragsgerät von
Nagellack, das beim Auftragen wie ein Schreibgerät in der Hand
gehalten werden soll, ist aber sehr unbequem. Die Dosierpump
einrichtung durch Eindrücken des Auftragsorgans zu betätigen,
verbietet sich wegen der damit verbundenen Gefahr einer Beschädi
gung des Auftragsorgans von vornherein.
Aus dem DE-GM 85 15 618 ist ein Auftragsgerät zum Auftragen von
Pasten bekannt, bei dem das Auftragsgerät ein Gehäuse mit einem
Vorratsraum zur Aufnahme der Paste aufweist, wobei eine Druckgas
dose hinter dem Vorratsraum angeordnet ist, um die Paste aus dem
Vorratsraum zu drücken. Die Druckgasdose weist ein axial be
wegbares Steuerventil auf, das über einen quer zur Achse des
Auftragsorgans verschiebbaren Druckknopf betätigt werden kann,
der über Schrägflächen mit dem axial verschieblichen Ventil
zusammenwirkt. Abgesehen davon, daß die Verwendung von Treib
gasen umweltschädlich ist, ist verhältnismäßig viel Kraft er
forderlich, um den Druckknopf zu betätigen, weil sein Verschiebe
weg relativ gering ausfallen muß um nicht zu weit vom Auftrags
organ vorzustehen, und weil die Reibung zwischen den Schräg
flächen relativ groß ist. Der geringe Verschiebeweg des Druck
knopfes hat da zur Folge, daß sich die Abgabe der Paste nicht
fein dosieren läßt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Auftragsgerät
der eingangs genannten Art zu schaffen, das bei einfacher Hand
habung definierte Mengen viskoser Masse in feiner Dosierung
abgeben kann.
Diese Aufgabe wird bei dem Auftragsgerät der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, daß das Steuerventil in an sich bekannter
Weise in einer Dosierpumpeinrichtung mit einer an die Auslaß
öffnung des Behältnisses angeschlossenen Einlaßöffnung und
einer an die Einlaßöffnung des Kanals angeschlossenen Auslaß
öffnung sowie mit einem Pumporgan integriert ist, das zwischen
Ein- und Auslaßöffnung in axialer Richtung des Auftragsgerätes
mittels eines axialen Stößels verschiebbar ist, in dem sich der
Kanal zur Zufuhr der viskosen Masse zum Auftragsorgan befindet,
und daß das Bedienungsorgan als L-förmiger Hebel ausgebildet
und am Gehäuse des Auftragsgerätes derart angelenkt ist, daß
bei Beaufschlagung des langen Schenkels des Bedienungsorgans
quer zur Achse des Auftragsgerätes der Stößel mittels des kurzen
Schenkels zur Betätigung der Dosierpumpeinrichtung axial ver
schoben wird.
Aufgrund der Verwendung der an sich bekannten Dosierpump
einrichtung in einem Auftragsgerät der angesprochenen Art
lassen sich definierte Mengen zum Auftragsgerät abgeben.
Durch einmaliges vollständiges Durchdrücken des Bedienungs
organs wird eine bestimmte Menge an viskoser Masse, bei
spielsweise Nagellack, abgegeben, die gerade so groß ist, daß
sie zum Bestreichen eines Nagels ausreicht. Die Bedienung ist
dabei sehr einfach und bequem, da das Auftragsgerät wie ein
Schreibgerät in der Hand gehalten und mit Hilfe des Daumens
das Bedienungsorgan leicht und genau beaufschlagt werden kann.
Gegenüber einem Druckknopf, der mittels Schrägflächen mit dem
Stößel zusammenwirkt, hat der erfindungsgemäße L-förmige Hebel
den Vorteil, daß aufgrund des großen Hebelweges die Betätigungs
kraft klein ist. Es ergibt sich aufgrund des großen Hebelweges
auch eine gute Dosierbarkeit, da für eine kleine Verschiebung
des Stößels und damit für ein geringfügiges Öffnen des Steuer
ventils ein wesentlich längerer Betätigungsweg des Bedienungs
organs erforderlich ist. Das Bedienungsorgan kann beispiels
weise nur halb gedrückt werden.
Zweckmäßigerweise befindet sich der Drehpunkt des L-förmigen
Bedienungsorgans am freien Ende des kurzen Schenkels. Dadurch
ergibt sich ein längerer Hebelweg, als wenn der Drehpunkt sich
an der Verbindungsstelle zwischen dem kurzen und dem langen
Schenkel des L-förmigen Hebels befinden würde.
Vorzugsweise ist der lange Schenkel des L-förmigen Bedienungs
organs seitlich mit Flügeln versehen, die das Gehäuse des Auf
tragsgerätes umgreifen. Diese Flügel unterstützen einerseits
die Führung des Bedienungsorgans und schützen außerdem vor
einem Eindringen von Schmutz in den Raum zwischen dem langen
Schenkel des Bedienungsorgans und dem Gehäuse des Auftragsge
rätes. Auch verleihen sie dem Auftragsgerät ein besseres op
tisches Aussehen.
Auf der Innenseite der Flügel können ein oder mehrere Nocken
vorgesehen sein, die mit einer entsprechenden Mulde am Gehäuse
des Auftragsgerätes zusammenarbeiten. Eine derartige Ausführung
vermittelt der Benutzerin eines Nagellack-Auftragsgerätes ein
Gefühl für das Ausmaß der Betätigung des Bedienungsorganes
und erleichtert die Dosierung. Vor allen Dingen sollte
in der voll durchgedrückten Stellung des Bedienungsorgans von
einer derartigen Konstruktion Gebrauch gemacht werden, d. h.
ein Nocken auf der Innenseite des Flügels elastisch in eine
Mulde auf dem Gehäuse des Auftragsgerätes greifen, damit die
Benutzerin eindeutig weiß, ob sie bereits die Dosierpumpein
richtung voll betätigt hat oder nicht. Das Einschnappen des Nockens
in die Mulde kann dabei mit einer Geräuschentwicklung zur Erzeu
gung eines "Klick-Effektes" verbunden sein.
Vorzugsweise umgreift der kurze Schenkel des Bedienungsorgans
den Stößel auf beiden Seiten und greift an radial vorstehenden
Anschlägen des Stößels an. Diese Konstruktion sichert ein
Gleichgewicht der Kräfte und gewährleistet damit eine gute
Stabilität und zeichnet sich durch ihre Robustheit aus. Beim
Beaufschlagen des langen Schenkels des Bedienungsorganes werden
über dem gabelförmigen kurzen Schenkel die radialen Anschläge
des Stößels beaufschlagt und damit der Stößel verschoben.
Ferner ist es vorteilhaft, wenn der kurze Schenkel des Bedie
nungsorgans - beispielsweise in ringartiger Ausbildung -
den Stößel untergreift und an seinem untergreifenden Teil ein
Rastglied aufweist, das mit einem Gegenrastglied des Stößels
zusammenwirkt. Dadurch wird der Stößel in axialer Richtung
arretiert, so daß beispielsweise vermieden wird, daß durch
ein versehentliches Zurückschieben des Auftragsorgans die Do
sierpumpeinrichtung über den Stößel betätigt wird, ohne daß
eine Betätigung über das Bedienungsorgan beabsichtigt ist.
Zur Arretierung des Bedienungsorgans in seiner nicht beaufschlag
ten Stellung bei einer auf das Auftragsgerät zum Schutze des Auf
tragsorgans aufgesetzten Verschlußkappe kann ferner in vorteil
hafter Weise an der Verbindungsstelle zwischen dem kurzen und
dem langen Schenkel des L-förmigen Bedienungsorgans der lange
Schenkel einen Fortsatz aufweisen, der in einen Schlitz der Ver
schlußkappe formschlüssig eingreift, um ein unabsichtliches Be
schicken des Auftragsorgans mit viskoser Masse in einem solchen
Falle zu verhindern.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben
sich aus der nachstehenden, anhand der Zeichnung er
folgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels.
In der Zeichnung stellt dar
Fig. 1 ein in Längsrichtung aufgeschnittenes erfindungsgemäßes
Auftragsgerät und
Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht teilweise im Schnitt der Dosier
pumpeinrichtung des Auftragsgerätes nach Fig. 1.
Das Auftragsgerät für Nagellack weist ein rohrförmiges Behältnis
10 auf, in dessen Auslaßöffnung 11 eine Dosierpumpeinrichtung
12 eingesetzt ist. Die Einlaßöffnung der Dosierpumpeinrichtung
ist bei 16. Das in Fig. 1 nicht näher dargestellte und axial
zum Auftragsgerät verschiebliche Pumporgan wird über einen Stö
ßel 17 betätigt, in dem ein zu einem Auftragsorgan 20 (in diesem
Fall ein Pinsel) führender Kanal 18 verläuft, der mit der Aus
laßöffnung 19 der Dosierpumpeinrichtung 12 in Verbindung steht.
Der Stößel 17 ist zur Betätigung des Pumporgans axial verschieb
lich. Er wird mit Hilfe des L-förmigen Bedienungsorganes 21
verschoben, das an dem Gehäuse 22 des Auftragsgerätes angelenkt
ist, in das auch das Behältnis 10 am anderen Ende wie gezeigt
eingeschraubt ist. Wie in Fig. 1 deutlich gezeigt, befindet
sich der Drehpunkt 23 des L-förmigen Hebels am freien Ende des
kurzen Schenkels 21 b, der ringartig ausgebildet ist, so daß ihn
der Stößel 17 durchdringen kann. Der lange Schenkel 21 a des L-
förmigen Bedienungsorgans 21 verläuft in der Ruhestellung des
L-förmigen Bedienungsorgans 21 im Gegensatz zum kurzen Schenkel
21 b, der senkrecht zur Axialrichtung des Auftragsgerätes ver
läuft, nur leicht schräg zur Achse des Auftragsgerätes und weist
an der Verbindungsstelle zum kurzen Schenkel 21 b einen Fort
satz 24 auf, der in der unbetätigten Stellung des Bedienungs
organs 21 bei aufgesetzter Verschlußkappe 25 in einen Schlitz 26
der Verschlußkappe greift, so daß das Bedienungsorgan 21 arre
tiert ist. Eine weitere Arretierung kann an dem den Stößel 17
untergreifenden Teil des kurzen Schenkels 21 b vorgesehen sein,
beispielsweise in Form einer Rastausnehmung in dem Stößel 17,
die mit einer Rastnase auf dem den Stößel 17 untergreifenden
Teil des kurzen Schenkels 21 b wie gezeigt zusammenwirkt. Durch
diese Rastanordnung 27 ist gewährleistet, daß in der unbetätig
ten Stellung der Bedienungsorgans 21 bei abgeschraubter Ver
schlußkappe 25 der Stößel 17 immer noch axial verriegelt ist,
so daß die Dosierpumpeinrichtung 12 nicht durch ein versehent
liches Hineindrücken des Auftragsorganes 20 betätigt werden
kann. Diese Arretierung wird selbsttätig beim Niederdrücken
des Bedienungsorgans 21 gelöst, so daß die Dosierpumpeinrich
tung 12 nunmehr betätigt werden kann.
Der lange Schenkel 21 a des Bedienungsorgans 21 weist auf beiden
Seiten das Gehäuse 22 des Auftragsgerätes umgreifende Flügel 28
auf, die ein Eindringen von Schmutz in den Raum zwischen dem
langen Schenkel 21 a und dem Gehäuse 22 des Auftragsorgans weit
gehend verhindern und das optische Aussehen verbessern. Außer
dem ist auf der Innenseite des einen oder auf der Innenseite
beider Flügel ein oder mehrere Nocken 29 vorgesehen, die mit
einer nicht näher dargestellten Mulde auf der Außenseite des
Gehäuses 22 zusammenwirken und über den Tastsinn anzeigen,
wieweit das Bedienungsorgan schon gedrückt ist. Mindestens sollte
aber ein Nocken vorgesehen sein zur Anzeige der vollen Betätigung
des Bedienungsorgans und damit der Dosierpumpeinrichtung. In
diesem Falle ist es auch zweckmäßig, die Anordnung von Nocken
und Mulde so zu gestalten, daß auch ein hörbarer "Klick-Effekt"
erzielt wird.
Es versteht sich, daß der Kunststoff das bevorzugte Material
für die Ausbildung des Auftragsgerätes ist, da er im Bedarfs
fall genügend elastisch ist. Beispielsweise ist am Drehpunkt 23
lediglich eine Verdickung am kurzen Schenkel 21 b des Bedienungs
organs 21 vorgesehen, die in eine entsprechende Ausnehmung im
Gehäuse des Auftragsgerätes eingerastet ist.
Die in Fig. 2 gezeigte Dosierpumpeinrichtung weist einen vom
Stößel 17 beaufschlagten Kolben 34 auf, der an dem zum Stö
ßel 17 entgegengesetzten Ende über eine Feder 36 abgestützt
ist, die den Kolben 34 gegen den Stößel 17 drückt. An diesem
Ende der Dosierpumpeinrichtung nahe der Einlaßöffnung 16 ist
auch ein als Kugelventil ausgebildetes Rückschlagventil 38 vor
gesehen. Der Kolben 34 wird wie in Fig. 2 gezeigt von einer
elastischen Manschette 40 umgeben, die ebenfalls am Stößel 17
abgestützt ist und an dem dem Stößel 17 abgewandten Ende an
der Innenwandung 42 eines Zylinderraums für den Kolben 34 an
liegt. In der in Fig. 2 gezeigten Ruhestellung liegt außerdem
die Manschette zwischen dem am Stößel 17 abgestützten Ende
und dem die Innenwandung 42 des Zylinderraums berührenden Ende
bei 44 an einen den Kolben umlaufenden Bund 46 an. Durch die
Stelle 44 wird das den Zufluß des Nagellacks vom Behältnis 10
zum Auftragsorgan 20 kontrollierende Steuerventil gebildet.
Der Nagellack fließt über die Einlaßöffnung 16, passiert das
Rückschlagventil 38, fließt zwischen dem Kolben 34 und der In
nenwandung 42 des Zylinderraums, passiert die Stelle 44, wenn
sich die Manschette 40 auf Abstand vom Bund 46 befindet, und
fließt dann zwischen dem Körper des Kolbens 34 und der Manschet
te 40 in den den Kolben 34 glockenförmig umgreifenden Stößel 17
und mündet in den Kanal 18.
Wird nun der Stößel 17 in Fig. 2 nach rechts gedrückt, so wer
den damit auch der Kolben 34 gegen die Kraft der Feder 36 so
wie die Manschette 40 nach rechts gedrückt, wobei die zwischen
dem Rückschlagventil 38 und dem Bund 44 befindliche Flüssig
keit komprimiert wird. Bei diesem Vorgang schließt das Rück
schlagventil 38 automatisch. Ab einer bestimmten Komprimierung
der Flüssigkeit hebt die elastische Manschette 40 vom Bund 44
ab, d. h. daß das Steuerventil selbsttätig öffnet und die kom
primierte Flüssigkeit in den Zufuhrkanal 18 gelangen kann. Da
bei wird eine vorgegebene Menge Flüssigkeit unter vorgegebenem
Druck abgegeben und nach Abgabe dieser vorgegebenen Menge schließt
sich automatisch das Steuerventil wieder, und die Feder 36 treibt
den Kolben 34 zusammen mit der Manschette 40 und dem Stößel 17
zurück in die Ausgangsstellung.
Je mehr nun Flüssigkeit aus dem Behältnis 10 entnommen wird,
umso mehr sinkt der Druck in dem Behältnis 10, so daß schließ
lich der Außendruck im Vergleich zum Innendruck des Behältnis
ses so groß ist, daß keine Flüssigkeit mehr entnommen werden
kann, wenn keine besonderen Maßnahmen für einen Druckausgleich
vorgesehen werden. Diese bestehen im vorliegenden Fall in ei
ner Druckausgleichsöffnung 48, die sich zwischen dem Stößel 17
und dem Gehäuse der Dosierpumpeinrichtung 12 befindet, und
von dem gleichen Steuerventil kontrolliert wird, das auch den
Zulauf der Flüssigkeit zum Auftragsorgan kontrolliert. Wie aus
Fig. 2 hervorgeht, liegt die Manschette 40 in der Ruhestellung
nicht nur am Bund 44 des Kolbens 34 an, sondern auf der ent
gegengesetzten Seite auch am Gehäuse der Dosierpumpeinrichtung.
Damit ist die Druckausgleichsöffnung 48 in der Ruhestellung,
also bei Nichtgebrauch des Auftragsgerätes, verschlossen. Wird
nun in Fig. 2 der Kolben 34 nach rechts gedrückt, um die Flüs
sigkeit zwischen dem Rückschlagventil 38 und dem Bund 44 zu
komprimieren, so öffnet das Steuerventil zunächst vorteilhaf
terweise die Druckausgleichsöffnung 48, bevor die Manschette
40 vom Bund 44 abhebt und damit den Zulauf der Flüssigkeit zum
Auftragsorgan freigibt. Der Druckausgleich findet also vorher
statt. Die Stelle, an der die Durchlaßöffnung 48 geschlossen
und geöffnet wird, ist mit 50 bezeichnet.
Von der Ventilstelle 50 gelangt dann die von außen einströmende
Luft in einen Belüftungskanal 52, der zunächst im Gehäuse der
Dosierpumpeinrichtung ausgebildet ist und dann als Röhrchen 54
fortgesetzt ist, dessen Ende mit einem Rückschlagventil 58
verschlossen ist, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist. Dieses Rück
schlagventil 58 verhindert, daß bei einem Überdruck im Behält
nis, der bspw. durch Erwärmung des Auftragsgerätes in der Sonne
entstehen kann, Auftragsflüssigkeit zur Druckausgleichsöffnung
48 bzw. zur Ventilstelle 50 gelangen und nach einem Eintrocknen
die Belüftung blockieren kann.
Eine Isolier-Pumpeinrichtung, wie sie in der vorliegenden An
meldung Verwendung findet, ist in DE-PS 13 02 372 beschrieben.
Wie es im übrigen aus Fig. 1 noch ersichtlich ist, weist der
Stößel 17 auf den entgegengesetzten Seiten radiale Anschläge 30
auf, die mit den den Stößel 17 umgreifenden Seitenteilen des
kurzen Schenkels 21 b zur Verschiebung des Stößels gegen die Feder
kraft der Dosierpumpeinrichtung zusammenwirken.
Claims (7)
1. Auftragsgerät mit einem Gehäuse (22), einem langgestreckten
Behältnis (10), das mit einer viskosen Masse, insbes. Nagel
lack, gefüllt ist, einem Auftragsorgan (20), insbes. einem
Pinsel, für die viskose Masse, und einem Kanal (18) für die
Zufuhr der viskosen Masse aus dem Behälter (10) zum Auftrags
organ (20), wobei zwischen einer Auslaßöffnung (11) des Be
hältnisses (10) und einer Einlaßöffnung des Kanals (18) ein
Steuerventil vorgesehen ist, das mittels eines nahe dem Auf
tragsorgan vorgesehenen und quer zur Achse des Auftragsorgans
bewegbaren Bedienungsorgans (21) betätigbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuerventil in an sich bekannter Weise in einer
Dosierpumpeinrichtung (12) mit einer an die Auslaßöffnung
(11) des Behältnisses (10) angeschlossenen Einlaßöffnung (16)
und einer an die Einlaßöffnung des Kanals angeschlossenen
Auslaßöffnung sowie mit einem Pumporgan integriert ist, das
zwischen Ein- und Auslaßöffnung in axialer Richtung des
Auftragsgerätes mittels eines axialen Stößels (17) ver
schiebbar ist, in dem sich der Kanal (18) zur Zufuhr der
viskosen Masse zum Auftragsorgan (20) befindet, und daß
das Bedienungsorgan (21) als L-förmiger Hebel ausgebildet
und am Gehäuse (22) des Auftragsgerätes derart angelenkt
ist, daß bei Beaufschlagung des langen Schenkels (21 a)
des Bedienungsorgans (21) quer zur Achse des Auftragsge
rätes der Stößel (17) mittels des kurzen Schenkels (21 b)
zur Betätigung der Dosierpumpeinrichtung axial verschoben
wird.
2. Auftragsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sich der Drehpunkt (23) des L-förmigen Bedienungsorgans (21)
am freien Ende des kurzen Schenkels (21 b) befindet.
3. Auftragsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der lange Schenkel (21 a) des L-förmigen Bedienungsorgans
(21) seitlich mit Flügeln (28) versehen ist, die das Gehäuse
(22) des Auftragsgerätes umgreifen.
4. Auftragsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Innenseite mindestens eines der Flügel (28) ein oder
mehrere Nocken (29) vorgesehen sind, die mit einer entspre
chenden Mulde am Gehäuse (22) des Auftragsgerätes zusammen
arbeiten.
5. Auftragsgerät nach einer der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der kurze Schenkel (21 b) des Be
dienungsorgans (21) den Stößel (17) auf beiden Seiten um
greift und an radial vorstehenden Anschlägen (30) des Stö
ßels (17) angreift.
6. Auftragsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der kurze Schenkel (21 b) des
Bedienungsorgans (21) den Stößel (17) auf der zum langen
Schenkel (21 a) entgegengesetzten Seite untergreift und an
seinem untergreifenden Teil ein Rastglied (27) aufweist,
das mit einem Gegenrastglied (27) des Stößels zusammen
wirkt.
7. Auftragsgeräte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß von der Verbindungsstelle
zwischen dem kurzen und dem langen Schenkel (21 a, 21 b) des
L-förmigen Bedienungsorgans der lange Schenkel (21 a) einen
Fortsatz (24) aufweist, der bei einer auf das Auftragsgerät
zum Schutze des Auftragsorgans aufgesetzten Verschlußkappe
(25) in einen Schlitz (26) der Verschlußkappe formschlüssig
eingreift.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873736095 DE3736095A1 (de) | 1987-10-24 | 1987-10-24 | Auftragsgeraet |
Applications Claiming Priority (1)
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