DE3735001A1 - Vorrichtung fuer die elektrostatische fixierung einer schmelzefahne aus thermoplastischem kunststoff auf einer kuehlwalze - Google Patents
Vorrichtung fuer die elektrostatische fixierung einer schmelzefahne aus thermoplastischem kunststoff auf einer kuehlwalzeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich gattungsgemäß auf eine Vorrichtung für
die elektrostatische Fixierung einer Schmelzefahne aus thermoplasti
schem Kunststoff auf einer Kühlwalze, - mit einer metallischen
Sprühelektrode, die achsparallel zur Kühlwalze angeordnet und beid
seits der Kühlwalze an eine Befestigungseinrichtung angeschlossen
ist, wobei die Kühlwalze als Gegenelektrode geschaltet und mit einer
vorgebbaren Winkelgeschwindigkeit rotierend angetrieben ist. - Es
versteht sich, daß die Sprühelektrode nach den Gesetzen der Elektro
technik so geschaltet ist, daß eine Sprühentladung erfolgt. Die
Sprühelektrode erzeugt auf diese Weise ein Sprühfeld aus Elektronen,
die durch Anlagerung ionisierend wirken.
Bei der (aus der Praxis) bekannten gattungsgemäßen Ausführungs
form ist die Sprühelektrode ein Draht, der fest angeordnet und ge
spannt ist. Man beobachtet beim Arbeiten mit einer solchen Vor
richtung am Produkt, nämlich an der fertigen Kunststoffolie o. dgl.,
eine optisch sichtbare Streifenbildung. Untersuchungen haben ergeben,
daß dieses auf bereichsweise unterschiedlicher Kühlwirkung beruht.
Die Kühlwirkung ist im allgemeinen im Bereich der Mitte der Kühl
walze stärker als in den Randbereichen. Zur Erfindung gehört die
Feststellung, daß dieses störende Phänomen von der Vorrichtung für
die elektrostatische Fixierung der Schmelzefahne auf der Kühlwalze
ausgeht. Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß die elek
trostatische Fixierung der Schmelzefahne auf der Kühlwalze über die
Breite der Kühlwalze nicht überall gleich ist. Folglich ist auch der
Wärmeübergang nicht überall gleich, was die beschriebenen störenden
Phänomene bewirkt. Tatsächlich hängt bei der bekannten Vorrichtung
der als Sprühelektrode eingesetzte, oberhalb der Kühlwalze angeord
nete Draht zur Gegenelektrode, d. h. zur Kühlwalze hin, ein wenig
durch, und zwar unterschiedlich weit, zumal sich beim Betrieb der
Anlage insgesamt die Temperatur des Drahtes ändern kann. Daraus
resultieren bereichsweise unterschiedliche elektrostatische Potentiale,
was bereichsweise unterschiedliche Entladungsvorgänge der Sprüh
elektrode zuläßt. Die Entladung ist wegen des Durchhängens im Be
reich der Mitte der Sprühelektrode intensiver als in den Randbe
reichen. Hinzukommen toleranzbedingte Schwankungen der Entladungs
vorgänge, weil der Draht Dickentoleranzen und unter Umständen auch
unterschiedliche Oberflächenrauhigkeiten aufweist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße
Vorrichtung so weiter auszubilden, daß die Schmelzefahne über die
gesamte Breite der Kühlwalze eine sehr gleichmäßige elektrostatische
Fixierung erfährt.
Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß die Sprühelek
trode als starrer Profilstab ausgeführt ist und daß der Profilstab
um seine Achse rotierend angetrieben ist. Starr bedeutet im Rahmen
der Erfindung, daß der Flächenträgheitsmoment des Profilstabes unter
Berücksichtigung der Länge des Profilstabes so eingerichtet ist, daß
ein meßbares Durchhängen nicht mehr stattfindet, wobei die Rotation
und die dadurch bedingten Zentrifugalkräfte zusätzlich dem Durch
hängen entgegenwirken. Nach bevorzugter Ausführungsform der Er
findung besitzt der Profilstab einen rotationssymmetrischen Quer
schnitt. Der Querschnitt kann beispielsweise kreuzförmig oder stern
förmig mit sechs oder mehr als sechs Armen sein. Man kann aber
auch mit einem Profilstab arbeiten, dessen Querschnitt Y-förmig ge
staltet ist, wobei der Winkel zwischen den Y-Armen 120° beträgt.
Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist der Profilstab
als Zylinder ausgeführt. lnsbes. kann er als Hohlzylinder ausge
führt sein. Die Spannung, die an die Sprühelektrode angelegt wird,
wird jedenfalls so eingerichtet, daß eine ausreichende Sprühent
ladung stattfindet. Es versteht sich, daß man die Entladungsober
flächen der Profilstäbe, mit denen erfindungsgemäß gearbeitet wird,
insbes. also auch den Zylindermantel, durch Schleifen sehr glatt
einrichten wird. Arbeitet man mit einem Zylinder, so sollen auch die
Abweichungen von der Kreisform und die Durchmessertoleranzen über
die Länge dieses Profilstabes sehr klein gehalten werden.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung müssen, wie bei der be
kannten Ausführungsform, toleranzbedingte Ungenauigkeiten und in
bezug auf die elektrostatischen Potentiale und die Sprühentladung
Schwankungen in Kauf genommen werden. Diese werden jedoch durch
die Rotation des Profilstabes über die Länge des Profilstabes und
damit die Breite der Schmelzefahne statistisch verteilt, so daß eine
sehr gleichmäßige elektrostatische Fixierung der Schmelzefahne auf
der Kühlwalze erreicht wird. Es versteht sich, daß der Profilstab
ausreichend schnell rotieren muß. Dazu reicht es aus, daß der Pro
filstab mit einer Winkelgeschwindigkeit rotierend angetrieben ist,
die um ein Vielfaches größer ist als die Winkelgeschwindigkeit der
Kühlwalze. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in
diesem Zusammenhang dadurch gekennzeichnet, daß der Profilstab
mit einer Winkelgeschwindigkeit angetrieben ist, deren Produkt mit
dem Profilstabdurchmesser größer ist, vorzugsweise um ein Mehr
faches größer ist, als das Produkt der Winkelgeschwindigkeit der
Kühlwalze mit deren Durchmesser.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann die als Profilstab aus
geführte Sprühelektrode frei angeordnet sein, selbstverständlich so,
daß unerlaubte Berührungen durch Bedienungspersonen nicht statt
finden können und Umwelteinflüsse sich störend nicht auswirken
können. Man kann jedoch den Profilstab auch mit einer Ionisations
kammer umgeben, die gleichzeitig einen Berührungsschlitz darstellt.
In diesem Zusammenhang ist eine bevorzugte Ausführungsform der Er
findung dadurch gekennzeichnet, daß der Profilstab in einer fest
stehenden Ionisationskammer aus Isolierstoff rotiert, und daß die
lonisationskammer zumindest eine Luftzuführungsöffnung sowie einen
Luftaustrittsschlitz aufweist, der achsparallel zur Achse des Pro
filstabes verläuft. Die Ionisationskammer ist zweckmäßigerweise als
zylindrische Hülse ausgeführt und achsparallel zum Profilstab an
geordnet. Arbeitet man so, so erreicht man, daß aus dem Luftaus
trittsschlitz ein Strahl ionisierter Luft austritt, der die Schmelzefahne
beaufschlagt und auf diese Weise auch zur Kühlung beiträgt. Dieser
sog. Ionisationsstrahl ist insbes. dann besonders ausgeprägt und
verläuft in bezug auf die Achse des Profilstabes in radialer Rich
tung, wenn die zylindrische Hülse auf der dem Luftaustrittsschlitz
abgewandten Seite und symmetrisch in bezug auf einen durch den
Luftaustrittsschlitz geführten Durchmesser eine Mehrzahl von Luft
zuführungsöffnungen aufweist. Um die Sprühentladung bzw. die
elektrostatische Fixierung zu steuern, kann der Abstand des Pro
filstabes und/oder der der Ionisationskammer von der Oberfläche
der Kühlwalze sein. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß der Profilstab und/oder die Ionisa
tionskammer in axialer Richtung hin und her bewegbar sind, und zwar
mit ausreichend hoher Frequenz. Arbeitet man mit einem Profilstab,
der kreuzförmigen oder sternförmigen Querschnitt aufweist, so kann
in der Ionisationskammer durch die Rotation des Profilstabes gleich
zeitig eine Pumpwirkung erreicht werden, die fördernd auf den
ionisierten Luftstrahl wirkt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Aus
führungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert.
Es zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
orthogonal zur Achse der Sprühelektrode,
Fig. 2 einen Schnitt in Richtung A-A durch den Gegenstand nach
Fig. 1.
Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zur elektro
statischen Fixierung einer Schmelzefahne 1 aus thermoplastischem
Kunststoff auf einer Kühlwalze 2. Die Schmelzefahne 1 tritt aus der
links in der Fig. 1 schematisch dargestellten Breitschlitzdüse 3 aus.
Die Kühlwalze 2 rotiert in Richtung des eingezeichneten Pfeiles.
Zum grundsätzlichen Aufbau der Vorrichtung gehört eine metallische
Sprühelektrode 4, die achsparallel zur Kühlwalze 2 angeordnet und
beidseits der Kühlwalze 2 an eine Befestigungseinrichtung 5 ange
schlossen ist. Die Kühlwalze 2 ist als Gegenelektrode geschaltet.
Sie rotiert mit einer vorgebbaren Winkelgeschwindigkeit.
Aus einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1 und 2 entnimmt
man, daß die Sprühelektrode 4 als starrer Profilstab 6 ausgeführt
ist. Der Profilstab ist um seine Achse rotierend angetrieben, wie man
aus dem in Fig. 1 erkennbaren Bogenpfeil entnimmt. Der Antriebs
motor 7 ist in Fig. 2 links angeschlossen. In Fig. 2 rechts erkennt
man die Zuführung 8 für die Spannung. Der Profilstab 6 besitzt
einen rotationssymmetrischen Querschnitt. Er ist im Ausführungsbei
spiel als Zylinder, nämlich als Hohlzylinder, ausgeführt. Die in
Fig. 1 eingezeichneten, sich kreuzenden Durchmesser machen
deutlich, daß der Profilstab 6 auch ein kreuzförmiges oder ein ähn
liches Profil aufweisen könnte. Der Profilstab 6 ist mit einer Winkel
geschwindigkeit rotierend angetrieben, die um ein Vielfaches größer
ist als die Winkelgeschwindigkeit der Kühlwalze 2. Vorzugsweise ist
die Anordnung so getroffen, daß der Profilstab 6 mit einer Winkel
geschwindigkeit angetrieben ist, deren Produkt mit dem Profilstab
durchmesser größer ist, vorzugsweise um ein Mehrfaches größer ist,
als das Produkt der Winkelgeschwindigkeit der Kühlwalze 2 mit deren
Durchmesser.
Im Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter Ausführungsform der
Erfindung ist der Profilstab 6 in einer feststehenden Ionisations
kammer 9 aus Isolierstoff rotierend angeordnet. Die Ionisationskammer
9 besitzt zumindest eine Luftzuführungsöffnung 10 sowie einen Luft
austrittsschlitz 11, der achsparallel zur Achse des Profilstabes 6
verläuft. Im Ausführungsbeispiel ist die Ionisationskammer 9 eine
zylindrische Hülse. Sie ist achsparallel, aber nicht koaxial, zum
Profilstab 6 angeordnet. Man entnimmt aus der Fig. 1, daß die
Hülse auf der dem Luftaustrittsschlitz 11 abgewandten Seite und
symmetrisch in bezug auf einen durch den Luftaustrittsschlitz 11
geführten Durchmesser eine Mehrzahl von Luftzuführungsöffnungen 10
aufweist. Auf diese Weise und durch den Achsabstand zwischen Achse
des Profilstabs 6 und Achse der Ionisationskammer 9 wird erreicht,
daß ein Strahl ionisierter Luft in radialer Richtung aus der Ioni
sationskammer 9 austritt. Der Abstand des Profilstabes 6 und/oder
der Ionisationskammer 9 von der Oberfläche der Kühlwalze 3 kann
einstellbar sein.
Claims (11)
1. Vorrichtung für die elektrostatische Fixierung einer Schmelzefahne
aus thermoplastischem Kunststoff auf einer Kühlwalze, - mit
- einer metallischen Sprühelektrode, die achsparallel zur Kühl walze angeordnet und beidseits der Kühlwalze an eine Be festigungseinrichtung angeschlossen ist,
wobei die Kühlwalze als Gegenelektrode geschaltet und mit einer vor
gebbaren Winkelgeschwindigkeit rotierend angetrieben ist, da
durch gekennzeichnet, daß die Sprühelektrode
(4) als starrer Profilstab (6) ausgeführt ist und daß der Profilstab
(6) um seine Achse rotierend angetrieben ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Profilstab (6) einen rotationssymmetrischen Querschnitt besitzt.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Profilstab (6) als Zylinder ausgeführt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Profilstab (6) als Hohlzylinder ausgeführt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Profilstab (6) mit einer Winkelgeschwindigkeit
rotierend angetrieben ist, die um ein Vielfaches größer ist als die
Winkelgeschwindigkeit der Kühlwalze (2).
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Profilstab (6) mit einer Winkelgeschwindigkeit angetrieben ist, deren
Produkt mit dem Profilstabdurchmesser größer ist als das Produkt
der Winkelgeschwindigkeit der Kühlwalze (2) mit deren Durchmesser.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Profilstab (6) in einer feststehenden Ionisations
kammer (9) aus Isolierstoff rotiert, und daß die Ionisationskammer
(9) zumindest eine Luftzuführungsöffnung (10) sowie einen Luftaus
trittsschlitz (11) aufweist, der achsparallel zur Achse des Profil
stabes (6) verläuft.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ionisationskammer (9) als zylindrische Hülse ausgeführt und achs
parallel zum Profilstab (6) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hülse auf der dem Luftaustrittsschlitz (11) abgewandten Seite und
symmetrisch in bezug auf einen durch den Luftaustrittsschlitz (11)
geführten Durchmesser eine Mehrzahl von Luftzuführungsöffnungen (10)
aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Profilstab (6) und/oder die Ionisationskammer (9)
zusätzlich in axialer Richtung hin und her bewegbar sind.
Priority Applications (4)
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