DE3734459A1 - Vorrichtung zum fortlaufenden herstellen und ablegen von garnschlingen - Google Patents
Vorrichtung zum fortlaufenden herstellen und ablegen von garnschlingenInfo
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- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H54/00—Winding, coiling, or depositing filamentary material
- B65H54/76—Depositing materials in cans or receptacles
- B65H54/80—Apparatus in which the depositing device or the receptacle is rotated
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum fortlaufenden Her
stellen und Ablegen von Garnschlingen, bei der die Garnschlingen
von einem umlaufenden Wickelflügel auf einen Wickelkörper aufge
bracht und von diesem auf einen die Garnschlingen zu einer Behand
lungsstation transportierenden Bandförderer überführt werden, wobei
der Wickelkörper ein um seine Symmetrieachse rotierender, dreh
symmetrischer Körper ist, die Drehachse des Wickelkörpers sowohl
zur Drehachse des Wickelflügels als auch zur Laufrichtung des
Bandförderers quer verläuft, und die Drehrichtung des Wickelkör
pers an seiner dem Bandförderer zugekehrten Seite mit dessen
Laufrichtung übereinstimmt.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der DE-OS 31 14 535 oder der
korrespondierenden US-PS 44 32 501 bekannt. Es hat sich gezeigt,
daß bei bestimmten Garnsorten, insbesondere Feingarnen oder
Maschinenstrickgarnen die auf den Bandförderer abgelegten Schlin
gen ihre Form nicht beibehalten. Sie neigen dazu, sich unregel
mäßig zusammenzuziehen oder von der Ebene des Bandförderers abzu
heben. Hierdurch ist eine gleichmäßige Behandlung der Garne auf
dem Bandförderer in der Behandlungsstation in Frage gestellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße
Vorrichtung so zu verbessern, daß die vom Bandförderer transpor
tierten Garnschlingen ihre Form beibehalten.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen über dem Bandförderer
angeordneten, flächigen Stabilisator gelöst, der mit seinem einen
Ende im Bereich des Wickelkörpers liegt, mit seinem anderen Ende
bis in die Behandlungsstation reicht und die transportierten
Schlingen auf dem Bandförderer stabilisiert.
Die nachstehende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung dient im Zusammenhang mit beiliegender Zeichnung
der weiteren Erläuterung. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung
zum fortlaufenden Herstellen und Ablegen von Garn
schlingen;
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Vorderansicht der Vor
richtung aus Fig. 1 und
Fig. 3 eine schaubildliche Ansicht eines Garnschlingen-Sta
bilisators.
Ein herkömmlicher Wickelflügel 1 ist in Richtung des Pfeiles A
drehbar an einem nicht dargestellten Maschinengestell gelagert.
Der Wickelflügel 1 hat die Gestalt eines mehrfach gekrümmten
Rohres. Ein in Schleifenform abzulegendes Garn 2 wird am rückwär
tigen, in Fig. 1 nicht mehr dargestellten Ende des Wickelflügels
1 eingeführt und läuft kontinuierlich aus dem auf einer Kreisbahn
umlaufenden Vorderende 3 des Wickelflügels aus.
Im Umlaufbereich des vorderen oder Auslaufendes 3 des Wickel
flügels 1 ist ein drehend angetriebener Wickelkörper 4 angeordnet,
dessen Drehrichtung durch den Pfeil B angegeben ist. Bei der
dargestellten Ausführungsform umfaßt der Wickelkörper 4 zwei
zahnscheibenförmige Schlingenträger 5, sowie zwei Kreisscheiben
6. Die Elemente 5, 6 sind auf einer drehend angetriebenen Welle
7 derart verstellbar angeordnet, daß der gegenseitige Abstand
innerhalb des Umlaufbereiches des Wickelflügels 1 einstellbar ist.
Die Zähne der Schlingenträger 5 verhindern ein unbeabsichtigtes
Abrutschen der vom Wickelflügel 1 auf den Wickelflügel 4 aufge
brachten Schlingen 8.
Wie insbesondere aus Fig. 1 hervorgeht, werden bei rotierendem
Wickelflügel 1 und rotierendem Wickelkörper 4 auf letzteren fort
laufend die Garnschlingen 8 nebeneinander aufgelegt. Wenn der
Wickelkörper 4 dabei in Richtung des Pfeiles B umläuft, werden
die gebildeten Schlingen 8 nacheinander und einander teilweise
überlappend auf ein in Richtung des Pfeiles D vorlaufendes För
derband 9 eines motorisch angetriebenen Bandförderers abgelegt.
Dabei werden die Schlingen 8 zwischen dem Aufliegen auf den Wickel
körper 4 und ihrer Überführung auf das Förderband 9 um etwa 90°
gewendet, so daß das Garn 2 an der gegenüberliegenden, in Fig. 1
nicht mehr dargestellten Seite des Förderbandes 9 stets von oben
her wieder abgezogen werden kann, ohne daß es dabei von jeweils
darüber liegenden Schlingen behindert wird. Für eine einwandfreie
Schlingenbildung und Überführung der gebildeten Schlingen vom
Wickelkörper 4 auf das Förderband 9 ist es wichtig, daß die Dreh
achse des Wickelkörpers 4 sowohl zur Drehachse des Wickelflügels
1 als auch zur Laufrichtung D des Förderbandes 9 quer verläuft,
und daß der Wickelkörper 4 in Richtung des Pfeiles B derart
angetrieben ist, daß seine Drehrichtung an seiner dem Förderband
9 zugekehrten Seite mit dessen Laufrichtung D übereinstimmt.
Besonders günstig ist es, wenn die Drehachse des Wickelkörpers 4
senkrecht zur Drehachse des Wickelflügels 1 und zur Laufrichtung
D des Förderbandes 9 steht.
Um eine sichere Überführung der vom Wickelflügel 1 auf dem Wickel
körper 4 gebildeten Garnschleifen oder -schlingen 8 auf das Förder
band 9 zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, im Bereich des Wickel
körpers 4 zwei gebogene Abstreifbügel 11 ortsfest vorzusehen. Das
freie Ende dieser Bügel 11 ragt von unten nach oben gekrümmt in
den Wickelkörper 4 hinein. Auf diese Weise werden die Schlingen
sicher vom Wickelkörper 4 abgestreift und auf das Förderband 9
abgelegt.
Um die auf das Förderband 9 abgelegten Schlingen 8 auf ihrem Wege
vom Wickelkörper 4 zu einer (nicht dargestellten) Behandlungs
station, beispielsweise Bedampfungsstation, zu stabilisieren, wird
oberhalb des Förderbandes 9 ein flächiger Stabilisator 12 angeord
net. Der Stabilisator 12 liegt mit seiner Unterseite in geringem
Abstand über dem Förderband 9, so daß die auf dem Förderband 9
liegenden Schlingen 8 mit Gleitreibung die Unterseite des Stabili
sators 12 berühren und hierdurch in ihrer Form stabilisiert werden.
Das eine Ende 13 des Stabilisators 12 liegt, wie dargestellt, im
Bereich des Wickelkörpers 4 zwischen den Zahnscheiben 5, wobei
dieses Ende etwa skiförmig nach oben in den Bereich des Wickel
körpers hinein gekrümmt ist. Das Ende 13 ist vorteilhafterweise
mittels eines umgebogenen Flansches 14 an die Enden der Abstreif
bügel 11 eingehängt. Auf diese Weise ist der Stabilisator abnehm
bar an der Vorrichtung angeordnet, und kann dann, wenn in sich
stabile Garne zu Schlingen geformt und abgelegt werden, leicht
entfernt werden.
Das andere, in Fig. 1 nicht mehr sichtbare Ende des Stabilisators
12 reicht vorzugsweise bis in die Behandlungsstation, zu welcher
die Schlingen 8 vom Förderband 9 überführt werden.
Das im Bereich des Wickelkörpers 4 liegende, gekrümmte Ende 13
des Stabilisators 12 wirkt gleichzeitig als Abstreifer und löst
die gebildeten Garnschlingen vom Wickelkörper 4 ab, so daß diese
sich auf das Förderband 9 ablegen.
Wie insbesondere aus Fig. 3 hervorgeht, verlaufen die Seitenkanten
15 des Stabilisators 12, ausgehend vom Bereich des Wickelkörpers 4
divergierend und anschließend bis zur Behandlungsstation parallel
zu den Seitenkanten des Förderbandes 9, wobei dann die Breite des
Stabilisators 12 im Bereich seiner parallel laufenden Seitenkanten
mit der Breite des Bandförderers 9 im wesentlichen übereinstimmt.
Auf diese Weise werden die auf dem Förderband 9 liegenden Garn
schleifen 8 über ihre gesamte Ausdehnung hinweg stabilisiert.
Das auf der Zeichnung nicht mehr sichtbare, in die Behandlungs
station hineinverlaufende Ende des Stabilisators 12 kann am Band
förderer oder in anderer Weise abgestützt sein. Dieses Ende des
Stabilisators 12 kann aber auch - ohne Anwesenheit von Garnschlin
gen 8 auf dem Förderband - frei auf dem Förderband 9 aufliegen. Bei
Anwesenheit von Garnschlingen 8 liegt dieses Ende dann auf dem
von diesen Schlingen gebildeten "Schlingenband" auf.
Der Stabilisator 12 verhindert insbesondere ein nach oben gerichtetes
Zusammenklappen der Schlingen 8. Die äußeren Schlingenwülste 10 des
Schlingenbandes werden entlang der Kanten 15 des Stabilisators 12
geführt. Dabei wird das Schlingenband von der gewölbten in eine
ebene Form gezogen und umgebildet. Das Schlingenband wird an
schließend vom Förderband 9 mitgenommen und mit seiner Oberseite
an der Unterseite des Stabilisators 12 reibend bis in die Behand
lungsstation niedergehalten.
Wie weiterhin auf der Zeichnung dargestellt, steht vom Stabilisator
12 nach oben eine Lasche 16 ab, die zwischen die freien Enden der
Abstreifbügel 11 eingreift und dort anliegt. Auf diese Weise ist
die Lage des Stabilisators 12 in seitlicher Richtung stabilisiert.
Der Stabilisator 12 besteht vorzugsweise aus Blech und hat ein
möglichst geringes Gewicht.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum fortlaufenden Herstellen und Ablegen von Garn
schlingen, bei der die Garnschlingen von einem umlaufenden
Wickelflügel auf einen Wickelkörper aufgebracht und von diesem
auf einen die Garnschlingen zu einer Behandlungsstation trans
portierenden Bandförderer überführt werden, wobei der Wickel
körper ein um seine Symmetrieachse rotierender, drehsymmetrischer
Körper ist, die Drehachse des Wickelkörpers sowohl zur Drehachse
des Wickelflügels als auch zur Laufrichtung des Bandförderers
quer verläuft und die Drehrichtung des Wickelkörpers an seiner
dem Bandförderer zugekehrten Seite mit dessen Laufrichtung
übereinstimmt, gekennzeichnet durch einen über dem Bandförderer
(9) angeordneten flächigen Stabilisator (12), der mit seinem
einen Ende (13) im Bereich des Wickelkörpers (4) liegt, mit
seinem anderen Ende bis in die Behandlungsstation reicht und die
transportierten Schlingen (8) auf dem Bandförderer (9) stabili
siert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eine
Ende (13) des Stabilisators (12) aus einer im wesentlichen zum
Bandförderer (9) parallelen Ebene skiförmig nach oben in den
Bereich des Wickelkörpers (4) hineingekrümmt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
gekrümmte Ende (13) des Stabilisators (12) die Schlingen (8) vom
Wickelkörper (4) abstreift.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenkanten (15) des Stabilisators (12), ausgehend
vom Bereich des Wickelkörpers (4), divergieren und anschließend
bis zur Behandlungsstation parallel zu den Seitenkanten des
Bandförderers (9) verlaufen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Breite des Stabilisators (12) im Bereich seiner parallel verlau
fenden Seitenkanten mit der Breite des Bandförderers (9) im
wesentlichen übereinstimmt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stabilisator (12) lösbar befestigt ist.
7. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Unterseite des Stabilisators (12) vom
Bandförderer (9) einen solchen Abstand hat, daß diese Seite die
transportierten Schlingen (8) mit Gleitreibung berührt und hier
durch ein Zusammenziehen und Hochklappen der Schlingen (8) ver
hindert.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE19873734459 DE3734459A1 (de) | 1987-10-12 | 1987-10-12 | Vorrichtung zum fortlaufenden herstellen und ablegen von garnschlingen |
| CH3360/88A CH678942A5 (de) | 1987-10-12 | 1988-09-07 | |
| ES888802867A ES2010607A6 (es) | 1987-10-12 | 1988-09-21 | Dispositivo para producir y depositar continuamente lazos de hilo. |
| IT8822081A IT1227224B (it) | 1987-10-12 | 1988-09-27 | Dispositivo per la formazione e deposizione continua di spire di filato |
| FR888813436A FR2621569B1 (fr) | 1987-10-12 | 1988-10-12 | Dispositif pour confectionner et deposer des boucles de fil en continu |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19873734459 DE3734459A1 (de) | 1987-10-12 | 1987-10-12 | Vorrichtung zum fortlaufenden herstellen und ablegen von garnschlingen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE3734459A1 true DE3734459A1 (de) | 1989-04-20 |
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ID=6338146
Family Applications (1)
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| DE19873734459 Withdrawn DE3734459A1 (de) | 1987-10-12 | 1987-10-12 | Vorrichtung zum fortlaufenden herstellen und ablegen von garnschlingen |
Country Status (5)
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| DE3114535A1 (de) * | 1981-04-10 | 1982-11-18 | Lucke-Apparate-Bau GmbH, 7947 Mengen | Vorrichtung zum fortlaufenden herstellen und ablegen von garnschlingen |
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1988
- 1988-09-07 CH CH3360/88A patent/CH678942A5/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
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| ES2010607A6 (es) | 1989-11-16 |
| FR2621569A1 (fr) | 1989-04-14 |
| FR2621569B1 (fr) | 1990-08-17 |
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| IT1227224B (it) | 1991-03-27 |
| CH678942A5 (de) | 1991-11-29 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: CROON & LUCKE MASCHINENFABRIK GMBH, 88512 MENGEN, |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: B65H 51/20 |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |