DE3734082C2 - Abgestimmter Hochfrequenzkreis - Google Patents
Abgestimmter HochfrequenzkreisInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine spiegelfrequenzunterdrückende
Hochfrequenzschaltung für einen Superhet-Empfänger.
Zur Unterdrückung des Spiegelsignals in einem Superhet-Empfänger
sind verschiedene Methoden bekannt, nämlich die Erhöhung der An
zahl abgestimmter Hochfrequenzfilterstufen, die Nutzung des
Antiresonanzpunktes für die Abstimmspule und das Vorsehen ei
nes gesonderten Saugkreises für das Spiegelsignal. Keine die
ser Methoden ist jedoch voll zufriedenstellend. Eine Erhöhung
der abgestimmten Hochfrequenzfilterstufen erhöht zwangsläufig
die Anzahl von Spulen für die abgestimmten Hochfrequenzfilter,
von veränderlichen Kondensatoren und von veränderlichen Kapazi
tätsdioden, was zu zusätzlichen Kosten und zu einer Komplizie
rung der Schalteinstellungen infolge der erhöhten Zahl an abge
stimmten Hochfrequenzfilterstufen führt. Wenn der abgestimmte
Filter aus einem Parallelresonanzkreis mit Antiresonanz für die
Spule aufgebaut ist, dann ist die Einstellung der Anzapfposition
oder des Kopplungskoeffizienten der Spule sehr schwierig und die
Freiheit im Aufbau des Schaltkreises sehr beschränkt.
Weil das Frequenzpositions-Verhältnis zwischen den Punkten der
Antiresonanz und der Resonanz fest ist, führt eine Verschiebung
der Spiegelbildfrequenz mit sich ändernden Empfangsfrequenz zu
einer beträchtlichen Verschlechterung des Unterdrückungseffektes,
obwohl das einer bestimmten Empfangsfrequenz zugeordnetes Spie
gelsignal unterdrückt werden kann.
Bei Frequenzen über den Antiresonanzpunkt hinaus wird der
Dämpfungsbetrag des Signals schnell abnehmen, als ob ein Rück
schwingungseffekt auftreten würde, was in den meisten Fällen
die Spiegelsignalunterdrückung verschlechtert.
Auch das Vorsehen eines Saugkreises ist nicht voll zufrie
denstellend, weil nur das Spiegelsignal einer bestimmten Fre
quenz unterdrückt werden kann.
In der GB-PS 3 75 410 und in "Funktechnischem Monatshefte",
8/1939, Seiten 235 bis 240, sind spiegelfrequenzunterdrückende
Hochfrequenzschaltungen für einen Superhet-Empfänger beschrie
ben, wobei der Vorschlag gemacht wird, die Spiegelfrequenz
spannungen mit Hilfe einer Gegenkopplung auszulöschen. Das HF-
Eingangssignal wird zwei transformatorisch mit Phasenumkehr in
Serie liegenden und auf die gleiche Frequenz abgestimmten Pa
rallelschwingkreisen zugeführt. Einer der Schwingkreise ist
zusätzlich bedämpft, so daß sich in ihrem Amplitudenverlauf
unterschiedliche Resonanzkurven ergeben. Auf der Ausgangsseite
sind die beiden Schwingkreise über Kondensatoren parallel
geschaltet, und bei der eingestellten Empfangsfrequenz ist der
bedämpfte Schwingkreis das bestimmende Element, wogegen bei
der Spiegelfrequenz beide Schwingkreise betragsmäßig dasselbe
Übertragungsverhalten zeigen und durch die eingangsseitige
Phasenumkehr eine Auslöschung des Spiegelfrequenzsignales er
folgt. Bei dieser bekannten Schaltung bestehen die beiden
Vierpole, denen das HF-Eingangssignal zugeführt wird und von
denen der eine ein flaches und der andere ein Resonanz
übertragungsverhalten hat, aus Resonanzkreisen, die abgestimmt
werden müssen.
Es kann gesagt werden, daß es noch kein zufrieden
stellendes Verfahren, beruhend auf einem einfachen Schalt
kreis, gibt, das eine gleichmäßige Unterdrückung eines Spie
gelsignals, dessen Frequenz sich mit der Empfangsfrequenz än
dert, gewährleistet.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung
eines einfachen abgestimmten Hochfrequenzkreises, der die Unter
drückung des Spiegelsignals in nahezu gleichmäßiger Weise über
in breites Empfangsfrequenzband gewährleistet.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch eine
spiegelfrequenzunterdrückende Hochfrequenzschaltung mit den
Merkmalen von Patentanspruch 1, 5 oder 7.
Die bei der Erfindung eingesetzten Transformatoren, die eine Seite als
Eingang und die andere Seite als Ausgang benutzen, sind so zu
sammengeschaltet, daß die Ausgänge des abgestimmten und nicht-
abgestimmten Transformators sich außer Phase addieren oder aber
um 180° außer Phase zueinander auf derjenigen Seite der Reso
nanzfrequenz des abgestimmten Transformators, wo die Spiegelsig
nalfrequenz der Empfangsfrequenz existiert, und in Phase auf
der Seite, wo die Spiegelsignalfrequenz fehlt.
Die Amplitudenhöhen der Ausgänge der Transformatoren werden vor
ab so eingestellt, daß sie bei Spiegelsignalfrequenz annähernd
gleich sind, entsprechend einer speziellen Empfangsfrequenz.
Die einer bestimmten Empfangsfrequenz entsprechende Fre
quenz des Spiegelsignals wird so gewählt, daß der Frequenzun
terschied zu einem Minimum wird, der zwischen der Spiegelsig
nalfrequenz und der Frequenz besteht, bei welcher die Ampli
tudenhöhen des Ausgangs des abgestimmten Transformators und
des nicht-abgestimmten Transformators über das gesamte Empfangs
band gleichbleibt.
Genauer gesagt, je höher die Empfangsfrequenz innerhalb des
Empfangsbandes ist, um so niedriger wird die Frequenzdifferenz
zwischen der Empfangsfrequenz und der Spiegelsignalfrequenz,
womit die Unterdrückung der Spiegelsignalfrequenz schwieriger
wird.
Es ist deshalb erwünscht, daß eine spezielle Empfangsfrequenz
gewählt wird, nämlich eine vergleichsweise hohe Frequenz im
Empfangsband, um so eine brauchbare Unterdrückung des Spiegel
signals über das gesamte Empfangsband zu gewährleisten.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher er
läutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Schaltschema einer Ausführungsform eines abge
stimmten Hochfrequenzkreises nach der Erfindung,
Fig. 2 Kennlinien der Ausgangsspannung des abgestimmten und
des nicht-abgestimmten Transformators von Fig. 1, wobei
die beiden Transformatoren miteinander nicht verbunden
sind,
Fig. 3 ein Schema zur Erläuterung des Phasenverhältnisses der
Ausgangsspannungen des abgestimmten und des nicht-abge
stimmten Transformators von Fig. 1, wobei die beiden
Transformatoren nicht miteinander verbunden sind,
Fig. 4 die Kennlinie der Ausgangsspannung des abgestimmten
Hochfrequenzkreises von Fig. 1,
Fig. 5 ein Schaltschema einer anderen Ausführungsform des ab
gestimmten Hochfrequenzkreises nach der Erfindung,
Fig. 6, 7 und 8 die Kennlinien der Ausgangsspannung des abgestimmten
Hochfrequenzkreises von Fig. 5,
Fig. 9 ein Verbindungsschema zur Darstellung des Aufbaus ei
nes Schaltkreises eines nicht-abgestimmten Transfor
mators gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfin
dung,
Fig. 10 ein Schaltschema einer weiteren Ausführungsform des abge
stimmten Hochfrequenzkreises nach der Erfindung,
Fig. 11 ein Schaltschema einer weiteren Ausführungsform des ab
gestimmten Hochfrequenzkreises nach der Erfindung,
Fig. 12 ein Verbindungsschema zur Erläuterung des Aufbaus eines
Schaltkreises eines nicht-abgestimmten Transformators
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 13 einen Querschnitt durch die Kernanordnung, wobei die
primären und sekundären Wicklungen des abgestimmten und
des nicht-abgestimmten Transformators gesondert vonein
ander in den beiden Schlitzen des Innenkerns gewickelt
bzw. angeordnet sind.
Die Erfindung wird nachfolgend näher erläutert, und zwar unter
Bezugnahme auf die Fig. 1, die eine grundsätzliche Ausführungs
form des Hochfrequenzkreises nach der Erfindung zeigt, wobei die
Fig. 2 bis 4 zugehörige Kennlinien darstellen.
In Fig. 1 ist mit T1 ein abgestimmter Transformator und mit T2
ein nicht-abgestimmter Transformator bezeichnet.
Der abgestimmte Transformator T1 besteht aus einer Eingangs-
Primärwicklung L11 und einer Ausgangs-Sekundärwicklung L₁₂,
wobei die entgegengesetzten Enden der Primärwicklung L11 und
die entgegengesetzten Enden der Sekundärwicklung L12 mit den
Klemmen 1 und 2 bzw. 3 und 4 verbunden sind. Diejenige Seite
der Primärwicklung L11, die mit der Klemme 1 verbunden ist, und
diejenige Seite der Sekundärwicklung L12, die mit der Klemme 3
verbunden ist, weisen gleiche Polarität auf.
Eine Diode D1 variabler Kapazität liegt zwischen der Klemme 2
und Erde, so daß ein Reihen-Abstimmkreis entsteht, der aus der
Primärwicklung L11 und der Diode D1 besteht. Ein an die Klemme
1, die auch als Eingangsklemme der spannungsführenden Seite des abgestimm
ten Hochfrequenzkreises dient, gelegtes Eingangssignal wird
in diesem Reihen-Abstimmkreis zur Resonanz gebracht.
Der nicht-abgestimmte Transformator T2 besteht aus einer ein
gangsseitigen Primärwicklung T21 und einer ausgangsseitigen
Sekundärwicklung L22. Die entgegengesetzten Enden der Primär
spule T21 und die entgegengesetzten Enden der Sekundärwicklung
T22 sind mit Klemmen 5 und 6 bzw. 7 und 8 verbunden. Diejenige
Seite der Primärwicklung L21, die mit der Klemme 5 verbunden
ist, und diejenige Seite der Sekundärwicklung L22, die mit der
Klemme 8 verbunden ist, weisen gleiche Polarität auf. Die bei
den Klemmen 6 und 8 sind geerdet, wohingegen die Klemmen 5 und 7
mit den Klemmen 1 bzw. 4 des abgestimmten Transformators T1 ver
bunden sind.
Die Primärwicklung T21 des nicht-abgestimmten Transformators T2
ist dabei in Parallelschaltung mit dem Reihen-Abstimmkreis ver
bunden, der aus der Primärwicklung L11 des abgestimmten Transfor
mators T1 und der Diode D1 variabler Kapazität besteht. Die Se
kundärwicklung L22 ist in Reihe mit der Sekundärwicklung L12 des
abgestimmten Transformators T1 verbunden. Die Klemme 3 dient auch
als Ausgangsklemme der spannungsführenden Seite des abgestimmten Hochfrequenz
kreises.
Fig. 2 zeigt die Kennlinien der Ausgangsspannung der beiden
Transformatoren für den Fall, daß die in den Fig. 1 und 2 dar
gestellten Transformatoren T1 und T2 nicht miteinander verbunden
sind, wobei die Abszisse die Frequenz, die Ordinate die Spannungs
höhe darstellt.
|V3-4| bezeichnet die Amplitude der Ausgangsspannung V3-4, die
zwischen den Ausgangsklemmen 3 und 4 des abgestimmten Transfor
mators T1 bei sich ändernder Eingangssignalfrequenz erhältlich
ist. Die Spannungshöhe erreicht ein Maximum bei der Resonanz
frequenz fo.
|V7-8| bezeichnet die Amplitude der Ausgangsspannung V7-8 (in
gestrichelten Linien gezeichnet, die zwischen den Ausgangsklemmen
7 und 8 des nicht-abgestimmten Transformators T2 erhältlich
ist. Dabei ist die Spannungshöhe unabhängig von der Frequenz
und bleibt flach, unabhängig von einer Frequenzänderung des
an die Klemmen 5 und 6 gelegten Eingangssignals.
f1, bei dem die Amplitude |V3-4| der Ausgangsspannung V3-4 und
die Amplitude |V7-8| der Ausgangsspannung V7-8 gleich werden,
liegt höher als die Resonanzfrequenz fo.
Die Frequenz f1 ist gleich der einer bestimmten Empfangsfre
quenz entsprechenden Spiegelsignalfrequenz, wie später noch im
einzelnen erläutert werden wird.
Fig. 3 zeigt die Kennlinie des Phasenwinkels der Ausgangsspan
nungen der beiden Transformatoren bezüglich des Eingangssignals,
und zwar für den Fall, daß die beiden Transformatoren nicht mit
einander verbunden sind.
Φ3-4 bezeichnet den Phasenwinkel der Ausgangsspannung V3-4, die
zwischen den Klemmen 3 und 4 liegt, und zwar bezüglich des Ein
gangssignals. Wie aus der Figur ersichtlich ist, ändert sich der
Phasenwinkel in der Umgebung der Resonanzfrequenz fo schnell.
Auf der Seite der gegenüber der Resonanzfrequenz fo niedrigeren
Frequenz eilt die Ausgangsspannung um fast 180° voraus, wohin
gegen sie auf der Seite bezüglich der Resonanzfrequenz fo höherer
Frequenz in Phase bleibt.
Φ7-8 (gestrichelt dargestellt) bezeichnet den Phasenwinkel der
Ausgangsspannung V7-8, die zwischen den Ausgangsklemmen 7 und
8 auftritt, und zwar bezüglich des an die Klemmen 5 und 6 geleg
ten Eingangssignals.
Mit anderen Worten, die Ausgangsspannung eilt dem Eingangssig
nal stets um 180° vor und bleibt bezüglich der Frequenz unver
ändert.
Dieses Phasenverhältnis der Ausgangsspannung wird dadurch er
halten, daß man die Polaritäten der Primärwicklung und der Se
kundärwicklung der beiden Transformatoren, dargestellt in
Fig. 1, festlegt.
Fig. 4 zeigt die Kennlinie der Ausgangsspannung, die man zwi
schen der Klemme 3, die als Ausgangsklemme für den abgestimmten
Hochfrequenzkreis wirkt, und Erde dann erhält, wenn der abge
stimmte Transformator T1 und der nicht-abgestimmte Transforma
tor T2 miteinander verbunden werden, wobei die beiden Transfor
matoren per se Ausgangsspannungskennlinien haben, wie in den
Fig. 2 und 3 dargestellt ist. Die Verbindung der beiden Transfor
matoren erfolgt so, wie in Fig. 1 dargestellt ist.
Die Amplitude |V3-0| der Ausgangsspannung V3-0 zwischen der
Klemme 3 und Erde ist die Vektorsumme der Ausgangsspannungen
V3-4 und V7-8, wobei letztere sich bezüglich Amplitude und
Phase untereinander unterscheiden.
Die Spannungsamplitude |V3-0| fällt im Bereich zwischen fo bis
f1 steiler ab als die Ausgangsspannung V3-4 und erreicht bei der
Frequenz f1 ein Minimum, von dem aus sie wieder kontinuierlich
ansteigt.
Aus der Beschreibung der Fig. 2 und 3 ist verständlich, daß
der Grund für die Kennlinie nach Fig. 4 darin besteht, daß bei
Frequenzen höher als die Resonanzfrequenz fo die Ausgangsspan
nung V3-4 des abgestimmten Transformators T1 und die Ausgangs
spannung V7-8 des nicht-abgestimmten Transformators T2 gegenein
ander um 180° außer Phase sind, so daß die Amplituden der bei
den Spannungen im wesentlichen voneinander abzuziehen sind.
Der Spannungspegel erreicht, wie gesagt, bei f1 ein Minimum,
wobei die Amplituden der Ausgangsspannungen V3-4 und V7-8 gleich
sind.
Wird die Frequenz f1 überschritten, weil die Amplitude |V7-8|
größer wird als die Amplitude |V3-4|, dann steigt der Span
nungspegel der Amplitude |V3-0| wieder sanft an.
Weil der Abfall der Amplitude |V 3-4| zur Sättigung neigt, wird
die Differenz zwischen |V3-4| und |V7-8| nicht allzu stark an
steigen, so daß keine Möglichkeit eines schnellen Anstiegs vor
handen ist, wie in den Fällen, wo der übliche Antiresonanzpunkt
überschritten wird.
Die Amplituden der Ausgangsspannungen V3-4 und V7-8 werden im
abgestimmten Hochfrequenzkreis, dessen Ausgangsspannungskenn
linie in Fig. 4 gezeigt ist, gleich, jedoch bei ungleicher
Phase.
Bringt man die Frequenz f1, bei welcher der Spannungspegel der
Amplitude |V3-4| der Ausgangsspannung V3-0 am kleinsten wird,
in Übereinstimmung mit der einer bestimmten Empfangsfrequenz
entsprechenden Spiegelsignalfrequenz, dann tritt der Effekt der
Unterdrückung des Spiegelsignals klar hervor. Selbstverständ
lich entspricht die Empfangsfrequenz der Resonanzfrequenz fo.
Wie bekannt, liegt im Fall des oberen Heterodynsystems die
Spiegelsignalfrequenz höher als die Empfangsfrequenz, und zwar
um das doppelte der mittleren Frequenz.
Es ist deshalb einfach, das Verhältnis zwischen der Resonanz
frequenz fo und der Frequenz f1, die mit der Spiegelsignalfre
quenz zusammenfällt, aufzustellen. Weil die Spiegelsignalfre
quenz sich mit Veränderung der Empfangsfrequenz verschiebt,
tritt eine gewisse Abweichung zwischen der Frequenz f1 und der
Spiegelsignalfrequenz auf.
Weil sich aber die Frequenz f1 an der Schnittstelle der Ampli
tuden |V3-4| und |V7-8| mit einer Änderung der Resonanzfre
quenz fo ebenfalls verschiebt, wie aus Fig. 2 verständlich ist,
besteht keine Gefahr bezüglich des Betrags der Abweichung.
Wird somit eine spezielle Empfangsfrequenz gewählt und wird
f1 gleich der Spiegelfrequenz gemacht, um so die Abweichung
über das gesamte Empfangsband auf einem Minimum zu halten, dann
kann das Spiegelsignal über das gesamte Empfangsband unterdrückt
werden, wobei f1 trotz der Änderung der Resonanzfrequenz fo
der Spiegelfrequenz folgt.
Die Polaritäten und die Wicklungsverhältnisse der Primärspule
L21 und der Sekundärspule L22 des nicht-abgestimmten Transfor
mators T2 werden folglich zwecks Erzielung der Frequenz f1
festgelegt. Es genügt jedoch, wenn der Wert der Eingangsinduk
tivität in solcher Größenordnung liegt, daß der Eingangskreis
des gesamten abgestimmten Hochfrequenzkreises nicht überlastet
wird. Die Induktivität kann in der Größenordnung zwischen einigen
10 Mikrohenry bis einigen Millihenry liegen, vorausgesetzt, daß
das Empfangsband das mittlere Wellenband ist.
Die belastungsfreie Güte Q kann in der Größenordnung von 10 bis
20 liegen.
Der nicht-abgestimmte Transformator T2 kann Resonanz bei einer
Frequenz haben, die ausreichend niedriger oder höher ist als
das Frequenzband, in welchem die Empfangsfrequenz und die Spie
gelsignalfrequenz liegen, vorausgesetzt Phase und Amplitude
bleiben innerhalb des Frequenzbandes konstant.
Obwohl die Primärspule L21 und die Sekundärspule L22 gegenein
ander isoliert sind, kann der Sekundärausgang durch Anzapfen
der Eingangs-Primärspule L21 erzielt werden, wie dies in Fig. 9
gezeigt ist. In diesem Fall sollte zur Erzielung des gleichen
Phasenverhältnisses die Polarität der Primärspule L11 oder der
Sekundärspule L12 des abgestimmten Transformators T1 umgedreht
werden.
Im Fall des unteren Heterodynsystems befindet sich die Spiegel
signalfrequenz unter der Empfangsfrequenz, und zwar um das
doppelte der mittleren Frequenz. Die Phasenwinkel Φ3-4 und Φ7-8
sollten untereinander um 180° außer Phase liegen, und zwar auf
der unteren Frequenzseite der Resonanzfrequenz fo für die Fre
quenzen höher als die Resonanzfrequenz fo, jedoch in Phase sein.
Die Polaritäten der Eingangsklemme und der Ausgangsklemme
können bezüglich der Ausführungsform von Fig. 1 umgekehrt wer
den, und zwar derart, daß die Klemme 6 als spannungsführende
und die Klemme 1 als geerdete Seite sowie außerdem die Klemme
8 als spannungsführende Ausgangsseite und die Klemme 3 als ge
erdete Seite dienen. In diesem Fall müssen die Polaritäten des
abgestimmten Transformators G1 und des nicht-abgestimmten Trans
formators T2 so gewählt werden, daß das Ausgangsphasenverhältnis
das gleiche ist wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel.
Fig. 5 zeigt ein Schaltdiagramm einer anderen Ausführungsform
eines abgestimmten Hochfrequenzkreises nach der Erfindung in
Anwendung auf einen für die Anbringung in einem Fahrzeug bestimm
ten Mittelwellenempfänger.
Dieser abgestimmte Hochfrequenzkreis ist ein zweifach abge
stimmter Kreis, der aus zwei abgestimmten Transformatoren T3
und T4 sowie einem nicht-abgestimmten Transformator T5 besteht.
Die entgegengesetzten Enden der Primärwicklung L31 des abge
stimmten Transformators T3 sind mit Klemmen 9 und 10 verbunden,
die entgegengesetzten Enden der Sekundärwicklung L31 des Trans
formators T3 mit Klemmen 11 und 12.
Die Polaritäten der primären und sekundären Wicklung L31 und
L32 können beliebig gewählt werden. Die Klemmen 10 und 12 sind
geerdet und die Klemme 9 dient als Eingangsklemme der spannungs
führenden Seite des abgestimmten Hochfrequenzkreises.
Die Klemme 11 ist über einen Kondensator C1, einen Widerstand
R1, einen Widerstand R2 und einen Kondensator C2 mit der Klemme
13 des abgestimmten Transformators T4 verbunden. Eine Diode D2
veränderbarer Kapazität liegt zwischen der Verbindung des
Kondensators C1 mit dem Widerstand R1 und Erde. In ähnlicher
Weise liegt die Diode D3 zwischen der Verbindungsstelle des
Widerstandes R2 mit dem Kondensator C2 und Erde. Die zum Zu
führen einer Vorspannung dienende Klemme 21 ist mit der Ver
bindungsstelle zwischen Widerstand R1 und R2 verbunden.
Die entgegengesetzten Enden der Primärwicklung L41 des abge
stimmten Transformators T4 sind mit den Klemmen 13 und 14 ver
bunden; die entgegengesetzten Enden der Sekundärwicklung L42
mit den Klemmen 15 und 16.
Die Klemme 14 ist mit dem Abgriff 22 der Sekundärwicklung L32
des abgestimmten Transformators T3 verbunden. Die Klemme 13
dient als Ausgangsklemme der spannungsführenden Seite des abge
stimmten Hochfrequenzkreises. Die mit der Klemme 14 verbundene
Seite der Primärwicklung L41 und die mit der Klemme 15 verbun
dene Seite der Sekundärwicklung L42 weisen die gleiche Polari
tät auf.
Die entgegengesetzten Enden der Primärwicklung L51 des nicht-
abgestimmten Transformators T5 sind mit den Klemmen 17 und 18
verbunden; die entgegengesetzten Enden der Sekundärwicklung L52
mit den Klemmen 19 und 20.
Die mit der Klemme 17 verbundene Seite der Primärwicklung L51
und die mit der Klemme 20 verbundene Seite der Sekundärwick
lung L52 weisen die gleiche Polarität auf. Die Klemmen 17 und 19
sind mit den Klemmen 14 und 16 des abgestimmten Transformators
T4 verbunden, die beiden Klemmen 18 und 20 sind geerdet.
Die Widerstände R1 und R2 dienen als Vorschaltwiderstände und
die Kondensatoren C1 und C2 dienen als Gleichstromsperre.
Bei dem abgestimmten Hochfrequenzkreis von Fig. 5 existiert
somit ein parallel abgestimmter Kreis aus der Sekundärwicklung
L32 des abgestimmten Transformators T3 und der Diode D2 ver
änderbarer Kapazität, sowie ein in Reihe abgestimmter Kreis
aus der Primärwicklung L41 des abgestimmten Transformators T4
und der Diode D3 veränderbarer Kapazität.
Die Primärwicklung L51 des nicht-abgestimmten Transformators
T5 ist in Parallelschaltung mit dem in Reihe abgestimmten
Kreis des abgestimmten Transformators T4 verbunden, wohingegen
die Sekundärwicklung L52 in Reihe mit der Sekundärwicklung L42
des abgestimmten Kondensators T4 verbunden ist. Obwohl ein von
der Klemme 9 zugeführtes Eingangssignal durch den zweifach ab
gestimmten Kreis hindurchgeführt wird, kann das Spiegelsignal
in derselben Weise unterdrückt werden, wie bei der Ausführungs
form von Fig. 1, vorausgesetzt, daß der abgestimmte Transfor
mator T4 und der nicht-abgestimmte Transformator T5 in der be
schriebenen Weise miteinander verbunden sind.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist die Kennlinie der Aus
gangsspannung, die zwischen der als Ausgangsklemme des abge
stimmten Hochfrequenzkreises dienenden Klemme 15 und Erde ab
genommen wird, so ausgebildet, daß die Spiegelsignalfrequenz
von 2300 kHz äußerst wirkungsvoll unterdrückt werden kann, wenn
die mittlere Frequenz 450 kHz beträgt und die Resonanzfrequenz
den vergleichsweise hohen Wert von 1400 kHz hat.
Betrachtet man die Kennlinie der Ausgangsspannung des abge
stimmten Transformators T4 und des nicht-abgestimmten Transfor
mators T5, dann ergibt sich, daß die Höhen der Ausgangsspan
nungsamplitude bei der Spiegelsignalfrequenz von 2300 kHz
gleich sind, was einer der Empfangsfrequenzen von 1400 kHz
entspricht. Bezüglich Fig. 1 entspricht die 2300 kHz Frequenz
der Frequenz f1.
Die optimalen Windungsverhältnisse der Primärspule L41 zur
Sekundärspule L42 des abgestimmten Transformators T4 und der
Primärwicklung L51 zur Sekundärwicklung L52 des nicht-abge
stimmten Transformators T5 liegen in der Größenordnung von
6 : 1 bzw. 5 : 1.
Die Fig. 6, 7 und 8 zeigen die Kennlinien der Ausgangsspannung
des abgestimmten Hochfrequenzkreises von Fig. 5. Die Ordinate
gibt die Höhe der Amplitude V15-0 der Ausgangsspannung V15-0
zwischen der Ausgangsklemme 15 und Erde an, und zwar ausgedrückt
in Einheiten des Dämpfungsbetrags. Als Resonanzfrequenz sind
1400 kHz, 600 kHz bzw. 1600 kHz angenommen. Jede der gestrichel
ten Kurven stellt die Amplitude der Ausgangsspannung dar, wenn
der nicht-abgestimmte Transformator T5 gemäß dem Stand der Tech
nik nicht vorhanden ist. In der Abwesenheit des nicht-abge
stimmten Transformators T5 muß die Klemme 16 geerdet werden.
In Fig. 5 ist für die der Frequenz f1 der Ausführungsform von
Fig. 1 entsprechende Frequenz der Wert von 2300 kHz angenommen.
Das bedeutet, daß die Frequenz mit dem größten Dämpfungsbetrag
mit der Spiegelsignalfrequenz zusammenfällt, was zu einer voll
ständigen Unterdrückung des Spiegelsignals führt.
In Fig. 7 ist die Spiegelsignalfrequenz von 1500 kHz gegenüber
der Frequenz 1100 kHz, in deren Umgebung die Dämpfung am größ
ten ist, in Richtung einer höheren Frequenz verschoben. Trotz
dem aber ist der Dämpfungsbetrag um 20 dB besser als im Fall
der gestrichelten Kurve.
In Fig. 8 ist die Spiegelsignalfrequenz von 2500 kHz gegenüber
der Frequenz maximaler Dämpfung in Richtung niedrigerer Frequen
zen verschoben. Trotzdem ist die Dämpfung noch um 30 dB besser
als bei der gestrichelten Linie.
Bei der Anwendung des Ausführungsbeispiels auf den Mittelwellen
bereich ist es wünschenswert, daß die Kennlinien der Ausgangs
spannung des abgestimmten Hochfrequenzkreises des Heterodyn
systems des oberen Seitenbandes derart gestaltet ist, daß auf
der Seite des Empfangsbereichs mit vergleichsweise höheren
Frequenzen die Spiegelsignalfrequenz auf der Seite niedrigerer
Frequenzen bezüglich derjenigen Frequenz liegt, bei welcher die
Dämpfung ein Maximum hat, bzw. auf der Seite vergleichsweise
niedriger Frequenzen des Empfangsbandes auf der Seite höherer
Frequenzen gegenüber derjenigen Frequenz, bei welcher die
Dämpfung ein Maximum besitzt.
Um diesen Forderungen nachzukommen, wird die einer bestimmten
Empfangsfrequenz entsprechende Spiegelsignalfrequenz so ausge
wählt, daß sie 2300 kHz beträgt. Damit kann die Dämpfung des
Spiegelsignals, das sich mit der sich ändernden Empfangsfrequenz
im Mittelwellenbereich ändert, beträchtlich verbessert werden,
und zwar, im Vergleich mit der bekannten Praxis, von 20 dB auf
40 dB.
Abhängig von der Beziehung zu benachbarten Schaltkreisen kann
meist ein gleichmäßiges, wünschenswertes Resultat dadurch er
zielt werden, daß ein Spiegelsignalfrequenzpunkt innerhalb des
Frequenzbereiches zwischen der Spiegelsignalfrequenz von
1900 kHz für die Empfangsfrequenz von 1000 kHz und der Größen
ordnung der Spiegelsignalfrequenz entsprechend der Erfindung
gewählt wird.
Fig. 10 ist ein Schaltdiagramm einer weiteren Ausführungsform
des abgestimmten Hochfrequenzkreises nach der Erfindung. Er
sichtlichermaßen kann dieser Schaltkreis im wesentlichen dadurch
erhalten werden, daß Eingangsseite und Ausgangsseite des Schalt
kreises von Fig. 1 vertauscht werden.
In Fig. 10 ist mit T6 ein abgestimmter Transformator und mit T7
ein nicht-abgestimmter Transformator bezeichnet. Die entgegenge
setzten Enden der Primärwicklung L61 und die entgegengesetzten
Enden der Sekundärwicklung L62 sind mit den Klemmen 41 und 42
bzw. den Klemmen 43 und 44 verbunden. Diejenige Seite der Primär
wicklung L61, die mit der Klemme 41 verbunden ist, und diejenige
Seite der Sekundärwicklung L62, die mit der Klemme 43 verbunden
ist, weisen die gleiche Polarität auf.
Eine Diode D4 veränderbarer Kapazität liegt zwischen der Klemme
44 und Erde, womit ein in Reihe abgestimmter Kreis geschaffen
wird, der aus der Sekundärwicklung L62 und der Diode D4 verän
derbarer Kapazität besteht.
Ein auf die Klemme 41, die auch die Eingangsklemme der span
nungsführenden Seite des abgestimmten Hochfrequenzkreises dar
stellt, gegebenes Eingangssignal wird in diesem in Reihe abge
stimmten Kreis abgestimmt.
Der nicht abgestimmte Transformator T7 besteht aus einer ein
gangsseitigen Primärwicklung L71 und einer ausgangsseitigen
Sekundärwicklung L72. Die entgegengesetzten Enden der Primär
wicklung L71 sind mit den Klemmen 45 und 46, die entgegenge
setzten Enden der Sekundärwicklung L72 mit den Klemmen 47 und
48 verbunden.
Diejenige Seite der Primärwicklung L71, die mit der Klemme 45
verbunden ist, und diejenige Seite der Sekundärwicklung L72,
die mit der Klemme 48 verbunden ist, weisen die gleiche Polari
tät auf. Die beiden Klemmen 46 und 48 sind geerdet und die Klem
men 45 und 47 sind mit den Klemmen 42 und 43 des abgestimmten
Transformators T6 verbunden.
Dabei ist die Primärwicklung L71 des nicht-abgestimmten Trans
formators T7 in Hintereinanderschaltung mit der Primärwicklung
L61 des abgestimmten Transformators T6 verbunden, die Sekundär
wicklung L72 dagegen in Parallelschaltung mit dem in Reihe ab
gestimmten Kreis, der aus der Sekundärwicklung L62 des abge
stimmten Transformators T6 und der Diode D4 veränderbarer Kapa
zität besteht.
Die Klemmen 43 und 47 sind mit einer Last 40 verbunden, die so
mit ihrerseits sowohl mit dem abgestimmten Transformator T6 als
auch dem nicht-abgestimmten Transformator T7 verbunden ist, wo
bei von der Last 40 eine Ausgangsspannung abgegeben wird. Die
Last 40 entspricht dem Schaltungsteil eines Hochfrequenzver
stärkers oder eines Frequenzmischers. I2 und I3 bezeichnen Aus
gangsströme, die der Last 40 vom abgestimmten Transformator T6
und dem nicht-abgestimmten Transformator T7 zugeführt werden.
Obwohl die Primärwicklung L71 und die Sekundärwicklung L72 ge
mäß Schaltschema von Fig. 10 voneinander isoliert sind, kann
die eingangsseitige Primärwicklung durch Anzapfen der Sekundär
wicklung L72 gebildet werden, wie dies in Fig. 12 dargestellt
ist. In diesem Fall ist es erforderlich, das gleiche Phasen
verhältnis wie beim Ausführungsbeispiel zu erhalten, was durch
Umkehr der Polarität entweder der Primärwicklung L61 oder der
Sekundärwicklung L62 des abgestimmten Transformators T6 ge
schieht.
Bei dieser Schaltungsanordnung von Fig. 10 entspricht die Ampli
tude |I2| des Ausgangsstromes I2 des abgestimmten Transformators
T6 und die Amplitude |I3| des Ausgangsstromes I3 des nicht-abge
stimmten Transformators T7 der Amplitude V3-4 der Ausgangs
spannung V3-4 des abgestimmten Transformators T1 bzw. der Ampli
tude |V7-8| der Ausgangsspannung V7-8 des nicht-abgestimmten
Transformators T2 der Ausführungsform von Fig. 1. Der Phasen
winkel Φ2 des Ausgangsstromes I2 relativ zum Eingangsstrom I1
und der Phasenwinkel Φ3 des Ausgangsstromes I3 bezüglich des Ein
gangsstromes I1 entsprechen dem Phasenwinkel Φ3-4 der Ausgangs
spannung V3-4 bzw. dem Phasenwinkel Φ7-8 der Ausgangsspannung
V7-8.
Die Amplitude |I2 | erreicht bei einer Änderung der Eingangssig
nalfrequenz ihr Maximum bei der Resonanzfrequenz fo. Die Ampli
tude |I3| ist unabhängig von der Frequenz. Die Frequenz, bei
welcher die Amplituden |I2| und |I3| gleich werden, entspricht
der Frequenz f1 der Ausführungsform von Fig. 1.
Die Amplitude |I2 + I3| des Ausgangsstromes (I2 + I3), welcher der
Last 40 zugeführt wird, entspricht der Amplitude |V3-0| der
Ausgangsspannung V3-0. Der Spiegelunterdrückungseffekt kann so
mit wie beim Ausführungsbeispiel von Fig. 1 durchgeführt wer
den, und zwar bei der Frequenz f1, die mit einer bestimmten
Spiegelsignalfrequenz zusammenfällt.
Fig. 11 ist ein Schaltschema einer weiteren Ausführungsform
des abgestimmten Hochfrequenzkreises nach der Erfindung. Es
ist ersichtlich, daß dieser Schaltkreis einem Schaltkreis ent
spricht, bei dem die Eingangsseite und die Ausgangsseite der
Ausführungsform von Fig. 5 umgedreht ist.
Dieser abgestimmte Hochfrequenzkreis besitzt eine doppelte Ab
stimmung, wobei er aus zwei abgestimmten Transformatoren T8 und
T10 sowie einem nicht-abgestimmten Transformator T9 besteht.
Die entgegengesetzten Enden der Primärwicklung L81 des abge
stimmten Transformators T8 sind mit den Klemmen 49 und 50 ver
bunden, die entgegengesetzten Enden der Sekundärwicklung L82
mit den Klemmen 51 und 52.
Die Klemme 52 ist mit einer Anzapfung 62 der Primärwicklung
L101 des abgestimmten Transformators T10 verbunden, wohin
gegen die Klemme 49 die Funktion einer Eingangsklemme der
spannungsführenden Seite des abgestimmten Hochfrequenzkreises
übernimmt. Diejenige Seite der Primärwicklung L81, die mit
der Klemme 49 verbunden ist, und diejenige Seite der Sekundär
wicklung L82, die mit der Klemme 52 verbunden ist, weisen die
gleiche Polarität auf.
Die entgegengesetzten Enden der Primärwicklung L91 des nicht-
abgestimmten Transformators T9 sind mit Klemmen 53 und 54 ver
bunden, die entgegengesetzten Enden der Sekundärwicklung L92
mit den Klemmen 55 und 56. Diejenige Seite der Primärwicklung
L91, die mit der Klemme 54 verbunden ist, und diejenigen Seite
der Primärwicklung L92, die mit der Klemme 55 verbunden ist,
weisen die gleiche Polarität auf. Die Klemmen 53 und 55 sind
mit den Klemmen 50 und 52 des abgestimmten Transformators T8
verbunden, wohingegen die beiden Klemmen 54 und 56 geerdet sind.
Die entgegengesetzten Enden der Primärwicklung L101 des abge
stimmten Transformators T10 sind mit den Klemmen 57 und 58 ver
bunden, die entgegengesetzten Enden der Sekundärwicklung L102
mit den Klemmen 59 und 60. Die Polaritäten der Primärwicklung
L101 und der Sekundärwicklung L102 können beliebig gewählt wer
den. Die beiden Klemmen 58 und 60 sind geerdet. Die Klemme 59
dient als Ausgangsklemme der spannungsführenden Seite des abge
stimmten Hochfrequenzkreises.
Die Klemme 57 ist über den Kondensator C4, den Widerstand R4,
den Widerstand R3 und den Kondensator C3 mit der Klemme 51
des abgestimmten Transformators T8 verbunden.
Eine Diode D5 veränderbarer Kapazität liegt zwischen dem Ver
bindungspunkt des Kondensators C3 mit dem Widerstand R3 und
Erde. In ähnlicher Weise liegt eine Diode D6 veränderbarer
Kapazität zwischen dem Verbindungspunkt des Widerstandes R4
und des Kondensators C4 und Erde. Die Verbindung der Wider
stände R3 und R4 ist mit der Klemme 61 zur Zuführung einer Vor
spannung verbunden. Widerstände R3 und R4 sind Vorschaltwider
stände, während die Kondensatoren C3 und C4 als Gleichstrom
sperre dienen.
Ersichtlichenfalls wird beim abgestimmten Hochfrequenzkreis
von Fig. 11 ein parallel abgestimmter Kreis gebildet, und zwar
durch die Primärwicklung L101 des abgestimmten Transformators
T10, entsprechend der Last 40 von Fig. 10, und aus der Diode
D6 veränderbarer Kapazität; außerdem wird ein in Reihe abge
stimmter Kreis gebildet, der aus der Sekundärwicklung L82 des
abgestimmten Transformators T8 und der Diode D5 veränderbarer
Kapazität besteht.
Die Sekundärwicklung L92 des nicht-abgestimmten Transformators
T9 ist parallel mit dem in Reihe abgestimmten Kreis des abge
stimmten Transformators T8 verbunden, wohingegen die Primär
wicklung L91 in Reihe mit der Primärwicklung L81 des abge
stimmten Transformators T8 liegt.
Wenn ein auf die Klemme 49 aufgeprägtes Eingangssignal durch
den doppelt abgestimmten Kreis geleitet wird, dann kann das
Spiegelsignal gleichmäßig unterdrückt werden, wie vorher in
Verbindung mit der Ausführungsform von Fig. 10 beschrieben wor
den ist, und zwar durch Verbinden des abgestimmten Transforma
tors T8 mit dem nicht-abgestimmten Transformator T9.
Im wesentlichen kann die gleiche Kennlinie der Ausgangsspannung
wie beim Ausführungsbeispiel von Fig. 5 zwischen der Klemme 59
und Erde erhalten werden, und zwar dadurch, daß als Zwischen
frequenz 450 kHz gewählt und die Schaltungsanordnung entspre
chend ausgelegt wird, womit dann die Spiegelsignalfrequenz von
2300 kHz für die Resonanzfrequenz von 1400 kHz vollständig un
terdrückt werden kann.
Der abgestimmte Hochfrequenzkreis nach der Erfindung ermöglicht
im wesentlichen die gleiche Ausgangscharakteristik, und zwar
auch dann, wenn die Eingangsseite und die Ausgangsseite umge
kehrt werden.
Fig. 13 ist ein Querschnitt durch einen Kern, wobei die Wick
lungen der gegenseitig miteinander verbundenen Transformato
ren, nämlich der abgestimmte und der nicht-abgestimmte Trans
formator, in den beiden Schlitzen des Innenkerns angeordnet
sind. Eine Beschreibung erfolgt nachfolgend unter Zugrundele
gung des Ausführungsbeispiels von Fig. 5.
In einem trommelförmigen, mit drei Kragen versehenen Innenkern
30 sind zwei Wicklungsschlitze 31 und 32 vorgesehen. Im Schlitz
31 sind die Primärwicklung L41 und die Sekundärwicklung L42
des abgestimmten Transformators T4 untergebracht, wohingegen
im Wicklungsschlitz 32 die Primärwicklung L51 und die Sekundär
wicklung L52 des nicht-abgestimmten Transformators angeordnet
sind. Die Wicklungen des abgestimmten Transformators T4 und
die Wicklungen des nicht-abgestimmten T5 befinden sich somit
in zwei getrennten Ringschlitzen.
Mit 33 ist ein äußerer, topfförmiger Kern bezeichnet, der den
Innenkern 33 überdeckt. Durch Bewegen des Außenkerns nach oben
und nach unten kann die Charakteristik des abgestimmten Trans
formators T4 festgelegt werden. Wenn die gegenseitig miteinan
der verbundenen Transformatoren, also der abgestimmte Transfor
mator und der nicht-abgestimmte Transformator, auf denselben
Kern aufgewickelt sind, dann ändert der hinzugefügte, nicht-ab
gestimmte Transformator den Aufbau kaum, führt insbesondere
nicht zu einer Vergrößerung des abgestimmten Hochfrequenzkrei
ses. Auch ist dabei kein zusätzlicher Kern erforderlich, der
die Kosten erhöhen würde. Weiterhin kann der abgestimmte Hoch
frequenzkreis leicht hergestellt werden. Selbstverständlich
kann diese Methode der Aufbringung der Wicklungen des abge
stimmten und des nicht-abgestimmten Transformators bei allen
vorausgehenden Ausführungsbeispielen der Erfindung Anwendung
finden.
Wenn die vorhergehenden Beispiele auch auf denselben Innenkern
aufgewickelte Wicklungen des abgestimmten und des nicht-abge
stimmten Transformators zeigen, so ist es selbstverständlich
trotzdem möglich, die Wicklungen durch Leiterpfade zu ersetzen,
die auf einem gedruckten Schaltkreis Verwendung finden.
Der abgestimmte Hochfrequenzkreis nach der Erfindung weist
also zumindest einen abgestimmten Transformator und einen
nicht-abgestimmten Transformator auf, die so miteinander ver
bunden sind, daß die Ausgänge der entsprechenden Transforma
toren sich außer Phase auf derjenigen Seite der Resonanzfre
quenz des abgestimmten Transformators addieren, wo die Spie
gelsignalfrequenz auftritt, dagegen in Phase auf der Seite,
wo die Spiegelsignalfrequenz fehlt.
Weil sich die Resonanzfrequenz in Abhängigkeit von der Empfangs
frequenz ändert, werden die Höhen der Ausgangsamplituden der
beiden Transformatoren bei der Spiegelsignalfrequenz gleichge
macht, welche einer bestimmten Empfangsfrequenz entspricht.
Ungeachtet der Verschiebung der Spiegelsignalfrequenz mit der
Empfangsfrequenz tritt somit keine große Abweichung zwischen
der Spiegelsignalfrequenz und der Frequenz f1 (Ausführungsbei
spiel von Fig. 1), bei welcher der Betrag der Dämpfung der Aus
gangsspannung am größten ist.
Kurz gesagt, das Spiegelsignal in der Umgebung der Frequenz
der größten Dämpfung der Ausgangsspannung kann über ein brei
tes Frequenzband unterdrückt werden.
Claims (9)
1. Spiegelfrequenzunterdrückende Hochfrequenzschaltung für
einen Superhet-Empfänger mit
- a) einem abstimmbaren Serienkreis, der durch Reihenschaltung eines Elementes veränderbarer Kapazität (D1; D4) mit der Primärwicklung (L11; L62) eines ersten, in seiner Charakteristik einstellbaren Transformators (T1; T6) gebildet ist,
- b) einem zweiten Transformator (T2; T7), dessen Primär wicklung (L21; L72) dem abstimmbaren Serienkreis paral lelgeschaltet ist und dessen Sekundärwicklung (L22; L71) in Serie liegt mit der Sekundärwicklung (L12; L61) des ersten Transformators (T1; T6),
- c) einer derartigen Festlegung der Übertragungscharak teristik des ersten Transformators (T1; T6) nach Betrag und Phase, daß bei der Spiegelfrequenz die Aus gangsspannung unterdrückt wird, und
- d) mit wahlweiser Verwendung der durch Merkmal b) de finierten Parallel- oder Serienschaltungsseite als Ein gang der spiegelfrequenzunterdrückenden Hochfrequenz schaltung.
2. Spiegelfrequenzunterdrückende Hochfrequenzschaltung
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekun
därwicklung des zweiten Transformators durch eine An
zapfung der Primärwicklung gebildet wird.
3. Spiegelfrequenzunterdrückende Hochfrequenzschaltung
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pri
märwicklung des zweiten Transformators durch Anzapfen
der Sekundärwicklung gebildet wird.
4. Spiegelfrequenzunterdrückende Hochfrequenzschaltung
nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Wicklungen der miteinander verbundenen
ersten und zweiten Transformatoren voneinander getrennt
in zwei Wicklungsschlitzen untergebracht sind, die in
einem Kern mit drei Kragen vorgesehen sind.
5. Spiegelfrequenzunterdrückende Hochfrequenzschaltung für
einen Superhet-Empfänger, mit
- a) einem ersten abgestimmten Transformator (T4), dessen eingangsseitige Primärwicklung (L41) mit einem ersten Element variabler Kapazität (D3) verbunden ist und einen Serienresonanzkreis bildet, und von dessen Sekun därwicklung (L42) ein Hochfrequenzausgangssignal ab leitbar ist,
- b) einem ersten nicht-abgestimmten Transformator (T5), dessen Primärwicklung (L51) zu dem Serienresonanzkreis des ersten abgestimmten Transformators (T4) parallel geschaltet ist und dessen Sekundärwicklung (L52) mit der Sekundärwicklung (L42) des ersten abgestimmten Transformators (T4) in Reihe geschaltet ist,
- c) einem zweiten abgestimmten Transformator (T3), des sen Sekundärwicklung (L32) mit der Primärwicklung (L41) des ersten abgestimmten Transformators (T4) und mit einem zweiten Element veränderbarer Kapazität (D2) ver bunden ist und einen Parallelresonanzkreis bildet,
- d) einer Verbindungsvorrichtung zum Verbinden des ersten abgestimmten Transformators (T4) und des ersten nicht-abgestimmten Transformators (T5), so daß die Aus gangsspannungen des ersten abgestimmten Transformators (T4) und des ersten nicht-abgestimmten Transformators (T5) auf der Resonanzfrequenzseite zueinander entgegen gesetzte Phase haben, wenn die Spiegelsignalfrequenz für die Empfangsfrequenz auftritt, und gleiche Phase haben, wenn die Spiegelsignalfrequenz für die Empfangs frequenz fehlt, und
- e) einer Voreinstellungsvorrichtung, um die Aus gangsspannungs-Amplitudenpegel der jeweiligen Transfor matoren der Spiegelsignalfrequenz, die einer bestimmten Empfangsfrequenz entspricht, ungefähr gleich zu machen, während die Resonanzfrequenz abhängig von der Empfangs frequenz variiert wird.
6. Spiegelfrequenzunterdrückende Hochfrequenzschaltung
nach Anspruch 5, bei der die Sekundärwicklung des er
sten nicht-abgestimmten Transformators durch Anzapfen
der Primärwicklung gebildet wird.
7. Spiegelfrequenzunterdrückende Hochfrequenzschaltung für
einen Superhet-Empfänger, mit
- a) einem dritten abgestimmten Transformator (T8), des sen Primärwicklung (L81) auf der Eingangsseite an geordnet ist, und dessen Sekundärwicklung (L82) mit einem dritten Element variabler Kapazität (D5) verbun den ist und einen Serienresonanzkreis bildet, wobei von der Sekundärwicklung (L82) ein Hochfrequenzausgangssig nal ableitbar ist,
- b) einem zweiten nicht-abgestimmten Transformator (T9), dessen Primärwicklung (L91) mit der Primärwicklung (L81) des dritten abgestimmten Transformators (T9) in Reihe geschaltet ist und dessen Sekundärwicklung (L92) zu dem Serienresonanzkreis parallel geschaltet ist,
- c) einem vierten abgestimmten Transformator (T10), des sen Primärwicklung (L101) mit der Sekundärwicklung (L82) des dritten abgestimmten Transformators (T8) und mit einem vierten Element veränderbarer Kapazität (D6) verbunden ist und einen Parallelresonanzkreis bildet,
- d) einer Verbindungsvorrichtung zum Verbinden des drit ten abgestimmten Transformators (T8) und des zweiten nicht-abgestimmten Transformators (T9), so daß die Aus gangsströme des dritten abgestimmten Transformators (T8) und des zweiten nicht-abgestimmten Transformators (T9) auf der Resonanzfrequenzseite zueinander entgegen gesetzte Phase haben, wenn die Spiegelsignalfrequenz für die Empfangsfrequenz auftritt, und gleiche Phase haben, wenn die Spiegelsignalfrequenz für die Empfangs frequenz fehlt, und
- e) einer Voreinstellungsvorrichtung, um die Aus gangsstrom-Amplitudenpegel der jeweiligen Transformato ren der Spiegelsignalfrequenz, die einer bestimmten Empfangsfrequenz entspricht, ungefähr gleich zu machen, während die Resonanzfrequenz abhängig von der Empfangs frequenz variiert wird.
8. Spiegelfrequenzunterdrückende Hochfrequenzschaltung
nach Anspruch 7, bei der die Primärwicklung des zweiten
nicht-abgestimmten Transformators durch Anzapfen der
Sekundärwicklung gebildet wird.
9. Spiegelfrequenzunterdrückende Hochfrequenzschaltung
nach einem der vorangehenden Ansprüche 5 bis 8, bei der
die Wicklungen des abgestimmten und des nicht-abge
stimmten Transformators, deren Ausgangssignale mitein
ander addiert werden, voneinander getrennt in zwei
Wicklungsschlitzen untergebracht sind, welche in einem
Kern mit drei Kragen vorgesehen sind.
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