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DE3732544A1 - Einrichtung fuer den quertransport von elektrisch leitendem, stangenfoermigem transportgut - Google Patents

Einrichtung fuer den quertransport von elektrisch leitendem, stangenfoermigem transportgut

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DE3732544A1
DE3732544A1 DE19873732544 DE3732544A DE3732544A1 DE 3732544 A1 DE3732544 A1 DE 3732544A1 DE 19873732544 DE19873732544 DE 19873732544 DE 3732544 A DE3732544 A DE 3732544A DE 3732544 A1 DE3732544 A1 DE 3732544A1
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DE
Germany
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transport
goods
transported
digital
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DE19873732544
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English (en)
Inventor
Werner Prof Dr Ing Koeller
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Original Assignee
Individual
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Publication of DE3732544A1 publication Critical patent/DE3732544A1/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G54/00Non-mechanical conveyors not otherwise provided for
    • B65G54/02Non-mechanical conveyors not otherwise provided for electrostatic, electric, or magnetic

Landscapes

  • Non-Mechanical Conveyors (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung für den Quertrans­ port von elektrisch leitendem, stangenförmigem Transportgut, mit parallel zur Transportrichtung verlaufenden Schienen zur Auflagerung und Führung des Transportgutes, mit einem im Transportgut von einem äußeren Feld induzierten, eine Kraft auf das Transportgut ausübenden Feld sowie mit einer Steu­ erung der Bewegung des Transportgutes nach einem vorgegebe­ nen, gespeicherten Muster.
Einrichtungen zum Quertransport von stangenförmigen Materia­ lien werden u.a. in der Eisen- und Stahlindustrie zum Zwecke des innerbetrieblichen Transports benötigt. Die Arbeitsgänge derartiger Einrichtungen sind das Vereinzeln, Transportieren und Sammeln des Transportgutes. Ausgeführt werden diese Aufgaben ausschließlich durch mechanische und elektromecha­ nische Vorrichtungen.
Bekannte Einrichtungen dieser Art erfordern eine große Zahl mehr oder minder anfälliger und daher wartungsintensiver elektromechanischer Antriebe und besitzen eine schlechte Positioniergenauigkeit des Transportgutes aufgrund der me­ chanischen Kraftübertragung und durch das Zurückfedern des Transportgutes beim Anfahren gegen Anschläge, verbunden mit der dadurch entstehenden Lärmbelästigung, und können dünne Stäbe deformieren. Beim Vereinzelungsvorgang führt das Lösen des Bundes des bis dahin gebündelten Transportgutes zu einem unkontrollierten Auseinanderfallen, verbunden mit einer mög­ lichen Material- und Einrichtungsbeschädigung sowie einer intensiven Lärmbelästigung. Dasselbe gilt beim freien Fall oder unkontrollierten Abgleiten oder -rollen des Materials in eine Sammelmulde. Als Beispiel für Anwendungsfälle, bei denen eine hohe Positioniergenauigkeit und eine Verschleiß­ freiheit von Transportgut und Einrichtung sowie eine Redu­ zierung des Lärmpegels gewünscht wird, können die Zurichte­ reien und Adjustagen der Walzwerke genannt werden.
Aus der Veröffentlichung in der Zeitschrift "Stahl und Eisen" Jahrgang 98, Nr. 4, Seiten 163 bis 166, Düsseldorf, 1978, unter dem Titel "Lärmminderung in Walzwerkszurichter­ eien" von H. Fritz, D. Krane und H. Munker ist es bekannt, beim Vereinzelungsvorgang unterhalb des das Transportgut tragenden Rostes Elektromagnete anzuordnen sowie beim Sam­ meln des Transportgutes die Mulde mit Bremsmagneten auszurü­ sten. Konkrete Ausführungsformen zur Vereinzelungs-und Sam­ meleinrichtung werden nicht angegeben und Vorschläge eines elektrischen Direktantriebes für das Transportieren werden nicht gemacht.
Aus der DE-OS 28 42 043 ist eine Vorrichtung zum Transport zylindrischer Gegenstände aus Stahl bekannt, bei der auf geeigneten Schienen die Rohre infolge der Schwerkraft hinun­ terrollen. Um die Rollgeschwindigkeit der Rohre verringern zu können, ist eine magnetische Bremseinrichtung vorgesehen, die aus quer zu den Schienen sich erstreckenden magnetischen Spulen besteht, die bei Stromversorgung ein Magnetfeld er­ zeugen. Dieses Magnetfeld induziert im vorbeirollenden Rohr ebenfalls ein Magnetfeld bzw. einen Magnetfluß, wobei zu diesem Zweck das Rohr magnetisierbar sein muß. Infolge der Wechselwirkung des durch die Spule erzeugten Magnetfeldes und des in dem Rohr induzierten Magnetfeldes resultiert eine Anziehungskraft zwischen beiden Teilen, die die Rollbewegung hemmt. Zusätzlich erhöht sich durch die magnetische Anzie­ hung die Reibung zwischen dem Rohr und den Schienen, was ebenfalls zu einer Verlangsamung der Geschwindigkeit führt. Schließlich erzeugen die durch den Magnetfluß in den rollen­ den Rohren entstehenden Wirbelströme Kräfte, die der Bewe­ gung des Rohres entgegengerichtet sind. Die magnetische Bremseinrichtung wirkt als "Stotter-Bremse", indem die mag­ netischen Spulen für eine gewisse Zeitdauer erregt werden, in der der Abbremsvorgang stattfinden soll. In einer darauf­ folgenden Gegenerregung, in der der Restmagnetismus gelöscht oder aufgehoben wird, wird das die Schienen herabrollende Stahlrohr wieder freigegeben und somit beschleunigt. Zur zeitlichen Steuerung der Erregung und Gegenerregung der magnetischen Spulen ist ein Steuergenerator vorgesehen, mit dem die Zeitintervalle eingestellt werden können.
Mit dieser bekannten Vorrichtung ist eine gezielte Steuerung der Bewegung des Transportgutes in beschränktem Maße mög­ lich. Der Antrieb für das Transportgut, nämlich Rohre, er­ folgt ausschließlich über die Schwerkraft aufgrund der ge­ neigten Schienen. Eine Steuerung der Bewegung, und zwar eine Verlangsamung der Geschwindigkeit, ist nur in beschränktem Maße über räumlich konstante Magnetfelder möglich. Eine periodische Änderung der Polarität des Gleichstroms wird ebenfalls vorgeschlagen. Eine definierte Beschleunigung und Bremsung zu Beginn und am Ende des Transportvorganges und eine hohe Transportgeschwindigkeit zwischen diesen beiden Endphasen ist nicht möglich. Bei der bekannten Vorrichtung hängt die Transportgeschwindigkeit von eingehenden Parame­ tern ab, wie Materialkonstanten (Magnetisierbarkeit), Mate­ rialart (Voll- und Hohlmaterial), Materialabmessung, Mate­ rialgewicht und Materialbeschaffenheit. Insbesondere die Materialbeschaffenheit des zu transportierenden Gutes er­ weist sich oft bei der bekannten Vorrichtung als Nachteil. Bei Verwendung von krummen, ungerichteten Materialien, wie sie zunächst den Walzwerken entstammen, liegen die Stäbe oder Rohre nicht auf den Schienen auf, so daß sich ein Luft­ spalt bildet, wobei der magnetische Kreis nicht geschlossen ist. Die magnetische Bremseinrichtung versagt in diesem Fall.
Außerdem kann eine mögliche Krümmung des Transportgutes ein Abrollen auf der schiefen Ebene verhindern. Durch die zwin­ gende mechanische und magnetische Verbindung von Transport­ gut und Schienen ist außerdem mit einem Lärmpegel zu rech­ nen, der eigentlich durch die Anordnung vermieden werden soll. Im übrigen hat die bekannte Steuerung den Nachteil, daß eine Rückantwort des zu steuernden Systems nicht verar­ beitet wird, d.h. die Steuerung kann nicht korrigierend in das Betriebgeschehen eingreifen.
Aus der DE-OS 26 22 936 ist eine Fördervorrichtung für zy­ lindrisches Gut bekannt, die sich nur geringfügig von der Vorrichtung zum Transport zylindrischer Gegenstände aus Stahl aus der DE-OS 28 42 043 unterscheidet. Auch hier die­ nen als Transportvorrichtung geneigte Schienen, die mit einer magnetischen Bremseinrichtung ausgestattet sind. Der Unterschied besteht darin, daß der Steuergenerator als Mu­ ster-Generator ausgebildet ist, in dem entsprechend der Größe der zu transportierenden Stahlrohre Erregungsmuster für die magnetischen Spulen mit entsprechenden Zeitinterval­ len für die Erregung und Gegenerregung gespeichert sind. Die Ansteuerung des Muster-Generators erfolgt durch ein Tasten­ feld, in dem verschiedene Größen von Stahlrohren vorgegeben und abrufbar sind.
Ausgehend von einer Quertransporteinrichtung der eingangs genannten Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung für den Quertransport zum Zwecke des Verein­ zelns, Transportierens und Sammelns von elektrisch leiten­ dem, stangenförmigem Transportgut mit einem Antrieb zu schaffen, mit dem eine gezielte Steuerung der Bewegungen möglich ist.
Als technische Lösung wird mit der Erfindung folgende Merk­ malskombination vorgeschlagen:
  • a) Es sind ein oder mehrere lineare Direktantriebe vorgese­ hen, die aus einer einseitig wirkenden, mehrphasigen, linearen Induktionsmaschine bestehen, deren die Primär­ teile bildenden Wanderfeldinduktoren mit der Fortpflan­ zungsrichtung ihrer Wanderfelder parallel zur Transport­ richtung und senkrecht zur Längsausdehnung des als Sekun­ därteil dienenden Transportgutes angeordnet sind, und
  • b) es ist eine digitale Abtast- und Regeleinrichtung für die Steuerung der Bewegung des Transportgutes vorgesehen, die die Istwerte von Position und Geschwindigkeit des Trans­ portgutes mit vorgegebenen, gespeicherten Sollwerten von Position und Geschwindigkeit vergleicht und nach einem Algorithmus die Wanderfeldinduktoren entsprechend an­ steuert.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteran­ sprüchen.
Eine nach dieser technischen Lehre ausgebildete Einrichtung für den Quertransport von elektrisch leitendem, stangenför­ migem Transportgut ermöglicht einen in jeder Phase kontrol­ lierbaren Transportvorgang. Der Transport des Transportgutes erfolgt mittels einem oder mehrerer linearer Direktantriebe, die als Induktionsmaschinen mit Wanderfeldinduktoren ausge­ bildet sind. Diese Wanderfeldinduktoren erzeugen über ihre Wicklung ein parallel zur Transportrichtung des Transportgu­ tes verlaufendes elektromagnetisches Wanderfeld in Form einer sinusförmigen, fortschreitenden Welle, die gewisser­ maßen das Transportgut trägt. An den Wicklungen der Wander­ feldinduktoren liegt dabei eine Induktorspannung an, die entweder stetig oder sprunghaft geändert werden kann. Die digitale Abtast- und Regeleinrichtung ermöglicht eine Rück­ antwort auf die Wirkungsweise der Induktionsmaschine, wobei sie korrigierend in das Betriebsgeschehen eingreifen kann, so daß ein in jeder Phase kontrollierbarer Transportvorgang möglich ist. Ein durch welchen Umstand auch immer liegenge­ bliebenes Transportgut kann erfaßt und durch Änderung des Erregerstromes der Induktionsmaschinen transportiert werden. Vorgaben in Form von Geschwindigkeitsprofilen sind möglich, wie schnelles Anfahren und sanftes Bremsen, um eine gute Positioniergenauigkeit zu erreichen und den Lärmpegel zu senken. In die Transportgeschwindigkeit eingehende Parame­ ter, wie Materialkonstanten (elektrische Leitfähigkeit und Magnetisierbarkeit), Materialart (Voll- oder Hohlmaterial), Materialabmessungen, Materialgewicht, Materialbeschaffenheit (rund oder unrund, platt oder verzundert, gerichtet oder ungerichtet), brauchen nicht berücksichtigt werden, sondern werden durch die sich ergebende Transportgeschwindigkeit und durch das Transportprinzip an sich erfaßt. Auch ist eine Drehung des Transportgutes in der Ebene möglich. Aufgrund der Induktionsmaschinen ist der Transport nicht nur in einer horizontalen Ebene, sondern auf einer schiefen Ebene mit Anstieg oder Gefälle möglich. Eine Möglichkeit zur Verein­ zelung von Bündeln ist gegeben. Die Schienen des ebenen oder geneigten Transportrostes können mit einem lärmdämpfenden und reibungsmindernden Kunststoffbelag ausgerüstet werden. Ungerichtetes oder unrundes Transportmaterial wird dann bei Erregung der Wanderfeldinduktoren nicht in eine Rollbewegung versetzt, sondern es rutscht über die Transportschienen. Materialtransport und Lärmminderung sind somit gegeben. Die Quertransporteinrichtung besitzt keine dem Verschleiß unter­ liegenden mechanisch beweglichen Teile. Außer der elektri­ schen Leitfähigkeit des Transportgutes kann dieses auch magnetisierbar sein. Das Transportgut kann auch in geschich­ teter Form teilweise auch aus Materialien mit nicht elektri­ schen und/oder magnetischen Eigenschaften bestehen. Schließ­ lich erfährt das Transportgut keinen Restmagnetisimus durch das elektromagnetische Wanderfeld.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Gegenstandes der Er­ findung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsfor­ men einer erfindungsgemäß ausgebildeten Einrichtung für den Quertransport von elektrisch leitendem, stangenförmigem Transportgut schematisch dargestellt worden sind. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen Abschnitt eines Transportrostes mit einer Einrichtung für den Quertransport in perspektivischer Darstellung;
Fig. 2 einen Transportrost entlang der Linie II-II in Fig. 1 geschnitten in vergrößer­ ter Darstellung;
Fig. 3 einen Wanderfeldinduktor in Draufsicht;
Fig. 4 die Magnetflußlinien eines Wanderfeldin­ duktors gemäß Fig. 3 im Schnitt;
Fig. 5 einen Blockschaltplan;
Fig. 6 einen Signalflußplan;
Fig. 7 einen Abschnitt eines Transportrostes mit einer Einrichtung zur Winkeländerung des Quertransportes in perspektivischer Dar­ stellung;
Fig. 8 bis 10 das Ablaufschema eines Vereinzelungsvor­ ganges in Seitenansicht;
Fig. 11 das Ablaufschema eines Sammelvorganges in Seitenansicht.
Die Lagerung des Transportgutes 1 übernimmt ein Transport­ rost 2, bestehend aus ein in Transportrichtung verlaufenden, in parallelen Abständen angeordneten Profilträgern 3, die durch senkrecht zur Transportrichtung verlaufende Profilträ­ ger 4 gestützt werden. Die Berührungflächen der Profilträger 3 mit dem Transportgut 1 werden zweckmäßigerweise zur Redu­ zierung der Reibung sowie der Lärmentwicklung mit einem Kunststoffbelag 5 versehen. In der Bucht zwischen den Pro­ filträgern 3 wird ein linearer Direktantrieb, bestehend aus einem oder mehreren Wanderfeldinduktoren 6, derart angeord­ net und durch die Profilträger 4 gehalten, daß die nutseiti­ gen Oberflächen der Wanderfeldinduktoren 6 mit dem Trans­ portgut 1 einen Luftspalt 7 bilden und die Fortpflanzungs­ richtung ihrer Wanderfelder parallel zur Transportrichtung jedoch senkrecht zur Längsausdehnung des Transportgutes 1 verlaufen.
Jeder dieser Wanderfeldinduktoren 6 weist ein ebenes, lang­ gestrecktes und genutetes Blechpaket 8 auf, in dem eine mehrphasige Wicklung 9 eingelegt ist. Die Wicklung 9 ist dabei so aufgebaut, daß sie bei Anlegen einer mehrphasigen, sinusförmigen elektrischen Spannung einen Strom führt, der ein elektromagnetisches Wanderfeld in Form einer sinusförmi­ gen, in Längsrichtung des Wanderfeldinduktors fortschreiten­ den Welle erzeugt. Die Fortpflanzungsrichtung verläuft dabei parallel zur Transportrichtung. Das elektromagnetische Wan­ derfeld durchsetzt den Luftspalt 7 zwischen dem Wanderfeld­ induktor 6 und dem Transportgut 1 sowie das elektrisch lei­ tende Transportgut 1 und induziert in diesem eine Stromver­ teilung, die in Wechselwirkung mit dem erregenden Wanderfeld Kräfte ausbildet, die das Transportgut 1 in Fortpflanzungs­ richtung des Wanderfeldes beschleunigt. Ist das Transportgut elektrisch isotrop ausgebildet, kann in diesem eine freie Wirbelströmung stattfinden. Die jeweils entwickelte Kraft ist abhängig von der geometrischen und elektrischen Dimen­ sionierung der Wanderfeldinduktoren 6, den technischen Daten wie Abmessungen und Materialkonstanten des Transportgutes sowie der Anzahl der gleichzeitig auf das Transportgut 1 wirkenden Wanderfeldinduktoren 6. Die entwickelte Kraft hat Komponenten, aufgrund des Wanderfeldes und der induzierten Wirbelströmung im Transportgut, in Transportrichtung als Vortriebskraft und senkrecht zur Transportrichtung als Ab­ stoßungskraft, sowie bei ferromagnetischem Transportgut, ebenfalls senkrecht zur Transportrichtung, als Anzugskraft.
Eine Abtasteinrichtung 10, bestehend aus einer Anzahl von parallel zur Transportrichtung angeordneten Schaltern 11, dient der digitalen Erfassung der Position und der Ermitt­ lung der Geschwindigkeit des Transportgutes 1.
Ein Schnitt durch die augenblickliche Verteilung des magne­ tischen Flusses des in Fig. 3 dargestellten 4-poligen Wan­ derfeldinduktors ohne den Einfluß des Transportgutes 1, also mit offenem, magnetischen Kreis, in Transportrichtung ist aus der Fig. 4 ersichtlich.
Die elektrischen Signale der Abtasteinrichtung 10 werden einer Regeleinrichtung 12 zugeleitet und nach einem vorgege­ benen Algorithmus verarbeitet. Die Regeleinrichtung 12 er­ zeugt ein analoges Signal für einen die mehrphasigen Wick­ lungen 9 der Wanderfeldinduktoren 6 speisenden mehrphasigen Steller 13. Die Regeleinrichtung 12 besteht aus dem Anpaß­ verstärker 14, einem Codewandler 15, einer digitalen Ausga­ beeinheit 16, einem digitalen Regler 17 und einer analogen Ausgabeeinheit 18. Der Anpaßverstärker 14 dient der Aufbe­ reitung der Signale der Abtasteinrichtung 10. Der Codewand­ ler 15 reduziert die Anzahl der Signale der Abtasteinrich­ tung zwecks Verkürzung der Verarbeitungszeiten des nachge­ schalteten digitalen Reglers 17. Die digitale Ausgabeeinheit 16 sowie die analoge Ausgabeeinheit 18 dienen der Signalauf­ bereitung und der Potentialtrennung. Der mehrphasige Steller 13 steuert nach Vorgabe der Regeleinrichtung 12 die Induk­ torspannung nach Betrag und Richtung für die mehrphasigen Wicklungen 9 der Wanderfeldinduktoren 6. Die Regelalgorith­ men des digitalen Reglers 17 sind durch ein Programm reali­ siert und abgespeichert.
Im Folgenden wird die Betriebsweise der Einrichtung näher erläutert. Der digitale Regler 17 empfängt die kodierten, digitalen Signale der Abtasteinrichtung 10 und damit den Istwert der Position des mit seiner Längsausdehnung senk­ recht zur Transportrichtung auf dem Transportrost 2 befind­ lichen Transportgutes. Ein mitlaufender Zähler ermittelt aus der Positionsänderung und somit dem zurückgelegten Weg die Istgeschwindigkeit des Transportgutes. Das Ergebnis des anschließend durchgeführten Vergleiches zwischen den Istwer­ ten von Position und Geschwindigkeit des Transportgutes mit den abgespeicherten Sollwerten innerhalb des Regelalgorith­ mus bestimmt die Amplitude und das Vorzeichen des analogen, an den mehrphasigen Steller 13 abgegebenen Signals. Außerdem werden über die Regeleinrichtung 12 die die Position und die Geschwindigkeit des Transportgutes beeinflussenden Wander­ feldinduktoren 6 ausgewählt. Das Bremsen des Transportgutes 1 erfolgt durch eine Gegenstrombremsung; dabei ist die Fort­ pflanzungsrichtung der Wanderfelder und deren Wirkung entge­ gen der Transportrichtung gerichtet.
Soll das Transportgut 1 nach Erreichen einer vorgegebenen Position eine Änderung seiner Transportrichtung erfahren, z.B. um einseitiges Anfahren desselben gegen Anschläge zu ermöglichen, wird nach Erreichen der Position die Wander­ feldrichtung verschiedener, an der Längsausdehnung des Transportgutes 1 gleichzeitig wirkender Wanderfeldinduktoren 6 in Betrag und Vorzeichen unterschiedlich geschaltet, wie es in Fig. 7 schematisch dargestellt ist. Darüber hinaus kann die Winkeländerung der Transportrichtung des Transportgutes über weitere anzubringende Schalter 11 der Abtasteinrichtung 10 erfaßt und korrigiert werden.
Der Ablauf des Vereinzelungsvorganges innerhalb der Einrich­ tung mit linearem Direktantrieb und digitaler Abtastung und Regelung ergibt sich aus den Fig. 8 bis 10.
Fig. 8 zeigt die Einleitung des Vereinzelungsvorganges. Mit der Ablage des gebündelten Transportgutes 1 werden die Wan­ derfeldrichtungen in Transportrichtung benachbarter, an der Längsausdehnung des Transportgutes 1 gleichzeitig wirkender Wanderfeldinduktoren 6 in Vorzeichen und/oder Betrag unter­ schiedlich geschaltet. Die Wirkung des magnetischen Feldes verhindert ein unkontrolliertes Auseinanderfallen des Mate­ rialbundes.
Fig. 9 zeigt den Vereinzelungsvorgang. Kurzzeitiges Umschal­ ten der Wanderfeldrichtung der der Transportrichtung am nächsten liegenden, an der Längsausdehnung des Transportgu­ tes 1 gleichzeitig wirkenden Wanderfeldinduktoren 6 führt zum Herauslösen eines Einzelstückes des gebündelten Trans­ portgutes 1.
Fig. 10 zeigt die Übernahme und den Transport des aus dem Bund herausgelösten Transportgutes 1 durch die an der Längs­ ausdehnung desselben wirkenden, bis zu diesem Zeitpunkt ausgeschalteten Wanderfeldinduktoren 6, während das verblei­ bende Materialbund, wie in Fig. 8 gezeigt, gehalten wird.
Der Sammelvorgang des Transportgutes erfolgt in einer mit linearem Direktantrieb und digitaler Abtastung und Regelung ausgerüsteten Sammelmulde 19. Das unkontrollierte Abgleiten oder -rollen des Transportgutes 1 auf einer schiefen Ebene wird durch das Schalten der Wanderfeldrichtung entgegen der Transportrichtung gleichzeitig an der Längsausdehnung des Transportgutes 1 wirkender Wanderfeldinduktoren 6 verhin­ dert. Der Einfluß des geregelten magnetischen Feldes der Wanderfeldinduktoren 6 ermöglicht ein geräuscharmes Sammeln des Transportgutes 1 zu einem Bund innerhalb der Sammelmulde 19.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, gemäß den Ausfüh­ rungsbeispielen, elektrisch leitendes, beliebig profilier­ tes, stangenförmiges Transportgut mit Hilfe einer Quertrans­ porteinrichtung , bestehend aus einem linearen Direktantrieb und einer digitalen Abtastung und Regelung, zu vereinzeln, zu transportieren und zu sammeln. Damit ist das Ziel ver­ folgt worden, den linearen Direktantrieb, ausgeführt als einseitig wirkende, mehrphasige, lineare Induktionsmaschine, in einem Anwendungsgebiet einzusetzen, das bislang mecha­ nisch oder elektromechanisch arbeitenden Antrieben vorbehal­ ten war. Die große Zahl der bei derartigen Problemen einge­ setzter Antriebe kann aufgrund der vorliegenden Erfindung durch die ohne bewegliche Teile arbeitende und damit war­ tungsfreie, lineare Induktionsmaschine in bisher nicht ange­ wendeter Anordnung ersetzt werden. Da der lineare Direktan­ trieb in Verbindung mit der Abtast- und Regeleinrichtung sowohl als Beschleunigungs- als auch als Bremselement einge­ setzt werden kann, eröffnet sich die Möglichkeit eines in jeder Phase kontrollierbaren Materialtransportes.
Liste der Bezugszeichen:
 1 Transportgut
 2 Transportrost
 3 Profilträger
 4 Profilträger
 5 Kunststoffbelag
 6 Wanderfeldinduktor
 7 Luftspalt
 8 Blechpaket
 9 Wicklung
10 Abtasteinrichtung
11 Schalter
12 Regeleinrichtung
13 Steller
14 Anpaßverstärker
15 Codewandler
16 Ausgabeeinheit (digital)
17 Regler
18 Ausgabeeinheit (analog)
19 Sammelmulde
U Anschlußbezeichnung
V Anschlußbezeichnung
W Anschlußbezeichnung
Transportrichtung
Wanderfeldrichtung

Claims (5)

1. Einrichtung für den Quertransport von elektrisch leiten­ dem, stangenförmigem Transportgut (1), mit parallel zur Transportrichtung verlaufenden Schienen zur Auflagerung und Führung des Transportgutes (1), mit einem im Trans­ portgut (1) von einem äußeren Feld induzierten, eine Kraft auf das Transportgut (1) ausübenden Feld sowie mit einer Steuerung der Bewegung des Transportgutes (1) nach einem vorgegebenen, gespeicherten Muster, gekennzeichnet durch einen oder mehrere lineare Direktantriebe, bestehend aus einer einseitig wirkenden, mehrphasigen, linearen Induk­ tionsmaschine, deren die Primärteile bildenden Wander­ feldinduktoren (6) mit der Fortpflanzungsrichtung ihrer Wanderfelder parallel zur Transportrichtung und senkrecht zur Längsausdehnung des als Sekundärteil dienenden Trans­ portgutes (1) angeordnet sind und eine digitale Abtast- und Regeleinrichtung (10, 12) für die Steuerung der Bewe­ gung des Transportgutes (1), die die Istwerte von Posi­ tion und Geschwindigkeit des Transportgutes (1) mit vor­ gegebenen, gespeicherten Sollwerten von Position und Geschwindigkeit vergleicht und nach einem Algorithmus die Wanderfeldinduktoren (6) entsprechend ansteuert.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die digitale Abtasteinrichtung (10) zur digitalen Erfassung der Position und der Ermittlung der Geschwin­ digkeit des Transportgutes (1) aus parallel zur Trans­ portrichtung angeordneten und durch das Transportgut (1) betätigbaren Schaltern (11) besteht.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeleinrichtungen (12) aus einem Anpaßverstärker (14) zur Aufbereitung der Signale der Abtasteinrichtung (10), einem Codewandler (15) zur Reduzierung der Anzahl der Signale der Abtasteinrichtung (10) zur Verkürzung der Verarbeitungszeiten, einer digitalen Ausgabeeinheit (16), einen digitalen Regler (17) und einer analogen Ausgabe­ einheit (18) besteht, wobei die digitale Ausgabeeinheit (16) und die analoge Ausgabeeinheit (18) der Signaleauf­ bereitung und der Potentialtrennung dienen.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wanderfeldinduktoren (6) in zwei zueinander pa­ rallelen Reihen längs der Transportrichtung symmetrisch zueinander angeordnet sind, wobei die Wanderfeldindukto­ ren (6) in der einen Reihe unabhängig von den Wanderfeld­ induktoren (6) in der anderen Reihe schaltbar sind.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten und/oder Umpo­ len der Wicklungen (9) der Wanderfeldinduktoren (6) sowie zur Änderung der Induktorspannung.
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3145263C2 (de) * 1981-11-14 1986-10-30 Axel Dipl.-Ing. 5900 Siegen Hidde Einrichtung für den Quertransport von elektrisch leitendem, stangenförmigem Transportgut

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3145263C2 (de) * 1981-11-14 1986-10-30 Axel Dipl.-Ing. 5900 Siegen Hidde Einrichtung für den Quertransport von elektrisch leitendem, stangenförmigem Transportgut

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