DE3732099A1 - Verfahren und vorrichtung zum wuchten von kreuzgelenken und kreuzgelenkwellen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum wuchten von kreuzgelenken und kreuzgelenkwellenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Wuchten von Kreuzgelenken und aus diesen und einem
Zwischenteil bestehenden Gelenkwellen, deren jeweils paar
weise gleichachsig und senkrecht aufeinanderstehend ange
ordneten Kreuzzapfen, welche ggfls. unter Zwischen
schaltung von Lagerbüchsen paarweise in einem Träger auf
genommen sind und die Träger in Aufnahmen der Wuchtein
richtung drehend antreibbar fixiert sind.
Rotierende Gelenkwellen, die ein Drehmoment übertragen und
dabei zum Teil mit hohen Drehzahlen laufen, müssen ge
wuchtet werden. Das Wuchten erfolgt auf einer Wuchtbank,
mit deren Hilfe die Unwucht gemessen wird. Zum Ausgleich
der Unwucht werden kleine Gewichte in Form von Blechen
beispielsweise auf dem Zwischenteil durch Schweißen be
festigt. Ferner erfolgt eine Beseitigung der Unwucht auch
durch das Anbringen von Bohrungen beispielsweise im
Flansch des Mitnehmers.
Von Nachteil bei dieser Vorgehensweise ist, daß das Rohr,
an dem die Wuchtbleche angeschweißt werden, eine bestimmte
Mindeststärke aufweisen muß. Es müssen bestimmte Mindest
materialqualitäten für die Teile gewählt werden, damit
Dauerbrüche im Bereich des Punktschweißens vermieden wer
den. Schließlich erfordert auch das Bohren einen er
heblichen Aufwand. Darüberhinaus führt das Bohren eben
falls zur Schwächung des Teiles, in dem die Bohrung anzu
bringen ist. Es muß entsprechend stärker ausgelegt sein.
Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Durchführung des Verfahrens vorzuschlagen, bei dem das
Wuchten der Kreuzgelenke und der Gelenkwellen durchgeführt
werden kann, ohne daß das Anbringen von Wuchtblechen oder
das Anbringen von Bohrungen erforderlich wäre.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Ver
fahren vorgeschlagen, nachdem das/die Zapfenkreuze in den
zu gehörigen Trägern zunächst nur ungefähr achszentriert
gehalten werden und nach Feststellung der Unwucht gegen
über ihren Trägern längs der Zapfenachse bis zum Unwucht
ausgleich im gewünschten Maße relativ zu den Trägern ver
stellt und dann in dieser Lage gegenüber den Trägern
fixiert werden.
Anders als bei den bisherigen Verfahren wird also die
Gelenkwelle bzw. werden die Zapfenkreuze zusammen mit
ihrer Lagerung im zugehörigen Träger, welcher z.B. als
Gelenkgabel ausgebildet ist, nicht endgültig fixiert und
die Unwucht anschließend durch Aufbringen der Wuchtbleche
bzw. dem Entfernen von Gewicht ausgeglichen, sondern die
Montage und Fixierung erfolgt erst während des Wuchtvor
ganges. Die Verstellbarkeit des Zapfenkreuzes gegenüber
den zugehörigen Trägern wird also genutzt, um eine ge
zielte Verlagerung des Gewichtes und damit einen gezielten
Ausgleich der gemessenen Unwucht erreichen zu können. In
vorteilhafter Weise wird also die Montage mit dem eigent
lichen Wuchtvorgang kombiniert. Darüberhinaus entfallen
Wuchtbleche oder das Erfordernis, Bohrungen anzubringen.
Hierdurch wird ferner erreicht, daß die Bauteile, an denen
normalerweise die Wuchtbleche anzuschweißen sind entweder
aus einem billigeren Werkstoff hergestellt werden können
oder aber entsprechend in ihren Abmessungen reduziert
werden können. Die Gefahr des Auftretens von Dauerbrüchen
im Bereich des Punktschweißens entfällt. Insgesamt wird
also auch noch eine Gewichtsoptimierung aller Bauteile
hierdurch erreicht. Schließlich entfallen die zusätzlichen
Arbeitsgänge des Punktschweißens sowie des Bohrens um
Material zum Unwuchtausgleich zu entfernen bzw. anzu
bringen.
In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist vorgesehen, daß die Verschiebung des Zapfenkreuzes
gegenüber den Trägern nach Größe und Richtung aus der
gemessenen Unwucht unter Berücksichtigung des Gewichtes
des Zapfenkreuzes und ggfls. dessen Lagerung sowie des
Zwischenteiles ermittelt wird.
Ferner ist zum Wuchten von Kreuzgelenken oder Kreuzge
lenkwellen, welche Gelenkgabeln als Träger aufweisen,
vorgesehen, die Gabeln vor dem Fixieren des Zapfenkreuzes
bzw. der Lagerbüchsen in den Bohrungen der Gabelarme von
einer Kraft in radialer Richtung zur Spreizung zu beauf
schlagen. Es ist bekannt, daß Gelenkgabeln bei der Rota
tion aufgrund der auftretenden Fliehkräfte sich radial
nach außen bewegen; d.h. ihr gegenseitiger Abstand ver
größert sich. Durch das Aufbringen einer Spreizkraft bei
der Montage, welche im wesentlichen den bei der
vorgesehenen Drehzahl auftretenden Fliehkräften und
Verformungen entspricht, wird erreicht, daß auch bei hoher
Drehzahl ein enges Spiel gegeben ist und eine Verlagerung
des Zapfenkreuzes nicht auftreten kann. Hierdurch wird ein
Rundlauf und damit das Auftreten von Unwuchten über den
gesamten Drehzahlbereich vermieden.
Zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist eine
Vorrichtung vorgesehen, welche eine kraftbetätigte Ver
schiebereinrichtung aufweist, die aus einem auf das Ende
eines Zapfens oder den Boden einer zugehörigen Lagerbüchse
ein-und ausfahrbaren Bolzen und aus einem auf den/die
Träger für die Verschiebung des Zapfenkreuzes und ggfls.
der zugehörigen Lagerbüchse dem Bolzen entgegengerichtet
bewegbaren Gegenhalter besteht.
Über die relativ zueinander bewegbaren Bauteile, nämlich
den Bolzen und den Gegenhalter, wird eine Relativver
stellung von Zapfenkreuz bzw. Zapfenkreuz mit Lagerbüchse
und Träger bewirkt. Dabei kann der erforderliche Ver
stellweg vorgegeben werden, der von den beiden Teilen,
nämlich dem Bolzen und dem Gegenhalter zurückzulegen ist,
um die Unwucht auszugleichen. Da das Zapfenkreuz bzw. die
Lagerbüchse noch nicht in einer endgültigen Lage gegenüber
den Trägern fixiert sind, ist vorgesehen, daß dem Zapfen
kreuz eine zeitweise anbringbare Haltevorrichtung zuge
ordnet ist, die Öffnungen im Bereich der Zapfenenden zum
Durchtritt des Bolzens der Verschiebeeinrichtung aufweist.
Dabei ist vorgesehen, daß die Haltevorrichtung einen zwei
geteilten Ring aufweist, dessen beiden Segmente über ein
Scharnier und einen Verschluß miteinander verbunden sind.
An dem Ring sind radial nach innen gerichtet verlaufende
Rohransätze umfangsverteilt angebracht. Ferner weist der
Ring im Bereich der Bohrungen der Rohransätze jeweils
einen Durchbruch auf. Der Durchbruch dient dem Durchtritt
des Bolzens. Die Rohransätze legen sich mit ihren End
flächen an den Boden der Lagerbüchsen, welche den Zapfen
zugeordnet sind, an.
In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Ver
schiebereinrichtung um die Drehachse der Aufnahmen
schwenkbar angeordnet ist. Hierdurch soll eine genaue
Zuordnung und Ausrichtung der Verschiebeeinrichtung gegen
über dem zu verschiebenden Zapfen bzw. Träger ermöglich
werden.
Ferner ist vorgesehen, daß die Wuchtvorrichtung eine Meß
einrichtung zur Messung der Unwucht aufweist, welche in
Wirkverbindung mit einem Rechner steht, der die Ver
schieberichtung und deren Größe entsprechend der ge
messenen Unwucht und dem eingegebenen Gewicht des Zapfen
kreuzes und des Zwischenteiles einer Gelenkwelle errechnet
und die Verschiebung entsprechend steuert.
Schließlich ist vorgesehen, daß für ein Kreuzgelenk, bei
dem das Zapfenkreuz bzw. die Lagerbüchse gegenüber dem
bzw. den Trägern über ein Sicherungsring fixiert wird,
eine Montagestation vorzusehen die eine Montagehülse und
einen Einpreßdorn fur die Anbringung des Fixierringes
umfaßt.
Durch die Verschiebung des Zapfenkreuzes gegenüber dem
zugehörigen Träger verändert sich auch das Distanzmaß
zwischen dem Büchsenboden und der zugehörigen Nutenflanke,
an der sich der Fixierring abstützt. Es müssen also
Fixierringe unterschiedlicher Stärke gewählt werden, um
das Verschiebemaß auszugleichen und damit das Zapfenkreuz
in der gewuchteten Position gegenüber dem Träger festzu
halten. Es ist daher vorgesehen der Wuchteinrichtung eine
Meßeinrichtung zuzuordnen, die der selbsttätigen Fest
legung der erforderlichen Ringstärke für einen in der
Bohrung des Trägers einzusetzenden Fixierring dient.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in
der Zeichnung dargestellt.
Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Wuchteinrichtung,
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Kreuzgelenkes
mit Haltevorrichtung,
Fig. 3 ein Kreuzgelenk in Zusammenwirken mit der
Verschiebeeinrichtung,
Fig. 4 eine alternative Ausbildung der Verschiebeein
richtung,
Fig. 5 eine alternative Ausführungsform der Gegenhalter,
Fig. 6 eine schematische Darstellung der Montagestation,
Fig. 7 die Zuordnung der Montagestation in der Montage
stellung für den Sicherungsring eines Kreuzge
lenkes.
Die in Fig. 1 dargestellte Wuchteinrichtung besitzt zwei
Aufnahmen 8, 9, an denen die Flansche 30 einer Gelenkwelle 1
befestigt sind. Die Gelenkwelle besteht aus den beiden
Kreuzgelenken 2 und einem Zwischenteil 3. Zumindest eine
der Aufnahmen 8 oder 9 ist im Drehsinne eintreibbar.
Ferner ist eine der Aufnahmen, im vorliegenden Beispiel
die Aufnahme 9, zusätzlich noch axial verschiebbar
angeordnet. Der Wuchteinrichtung 31 sind zwei
Verschiebeeinrichtungen 17 mit Gegenhaltern 16 und zwei
Montagestationen 27 zugeordnet. Die Gelenkwelle 1 wird um
die Drehachse x-x drehend angetrieben.
Ferner besitzt die Wuchteinrichtung 31 eine Einrichtung
zur Ermittlung der Unwucht und einen Rechner 26 zur
Ermittlung des erforderlichen Verschiebemaßes.
Wenn eine Gelenkwelle 1 gewuchtet werden soll, dann
erfolgt dies so, daß die Zapfenkreuze 4 in den jeweiligen
Außenbohrungen 12, 13 der beiden zugehörigen Gelenkgabeln
6, 7 eines jeden Kreuzgelenkes 2 noch nicht festgelegt
sind. Aus Fig. 2 und 3 ist z.B. ersichtlich, daß die
Gelenkgabel 6 und die Gelenkgabel 7 jeweils zwei Gabelarme
umfassen, die mit Bohrungen 12, 13 versehen sind. Das
Zapfenkreuz 4 weist jeweils zwei Paare von Zapfen auf, die
jeweils in einer Ebene liegen, d.h. eine gemeinsame Achse
aufweisen.
Auf dem Zapfen sind Lagerbüchsen 5 angebracht. Diese
Lagerbüchsen 5 sind in den Bohrungen 12, 13 der Gabeln 6
aufgenommen. Je zwei Zapfen des Zapfenkreuzes 4 sind in
einer Gelenkgabel 6 bzw. 7 aufgenommen. Normalerweise sind
die Lagerbüchsen 5 und damit das Zapfenkreuz 4 in den
Bohrungen 12, 13 der Gabelarme 6 bzw. 7 über in Nuten
eingesetzte Sicherungsringe gehalten. Für den Wuchtvorgang
und Montagevorgang nach der vorliegenden Erfindung erfolgt
zunächst keine Sicherung der Lagerbüchsen 5 bzw. der Lage
des Zapfenkreuzes 4 gegenüber den Gelenkgabeln 6, 7.
Zunächst wird das Zapfenkreuz 4 und damit die Lagerbüchsen
5 in ihrer Lage gegenüber den Gelenkgabeln 6, 7 in eine
Ungefährposition durch eine Haltevorrichtung 18, so wie
sie z.B. aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, fixiert.
Die Haltevorrichtung 18 ist als Ring 20 ausgebildet, der
zwei Ringsegmente 21, 22 aufweist, welche über ein
Scharnier 23 miteinander gelenkig verbunden sind. Die
beiden Ringsegmente 21, 22 besitzen jeweils zwei
Rohransätze 25, die im rechten Winkel zueinander
angeordnet sind. Dem Scharnier 23 diametral
gegenüberliegend ist ein Verschluß 24 angebracht. Dieser
dient zum Verspannen der Haltevorrichtung 18 bzw. deren
beiden Ringsegmente 21, 22 einandergegenüber. Im Bereich
der Rohransätze 25 weisen die Ringsegmente 21, 22 Öffnungen
19 auf. Die Rohransätze 25 stützen sich mit ihren
Endflächen für die ungefähre Fixierung des Zapfenkreuzes 4
auf dem Boden 15 der Lagerbüchsen 5 ab. Versehen mit einer
solchen Haltevorrichtung 18 erfolgt die Rotation der
Gelenkwelle 1 und damit die Feststellung der Unwucht. Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren und der hierzu
vorgesehenen Vorrichtung erfolgt der Unwuchtausgleich
durch eine Verschiebung des Zentrums des Zapfenkreuzes 4,
d.h. einer Verschiebung des gesamtem Zapfenkreuzes und
damit der Lagerbüchsen 5 in den Bohrungen 12, 13 längs der
Bohrungsachse.
Das Maß der Verschiebung wird durch den Rechner 26 aus der
ermittelten Unwucht errechnet. Die Verschiebung selbst
nach Größe und Richtung, so wie sie durch den Rechner
aufgrund der Unwucht ermittelt wurde, wird durch die
Verschiebeinrichtung 17 bewerkstelligt. Die
Verschiebeeinrichtung 17 weist einen Verschiebebolzen 14
und Gegenhalter 16, 16 a, 16 b auf. Die Gegenhalter 16, 16 a
und 16 b dienen dazu, der Verschiebekraft des
Verschiebebolzens 14 entgegenzuwirken, d.h. sie sollen
dafür sorgen, daß keine Verformung der Gabelarme der
Gelenkgabeln 6 und 7 stattfinden kann bzw. keine
elastische Veränderung deren Lage gegenüber dem Zentrum.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist der Gegenhalter 16 a
hakenförmig ausgebildet. Er weist zueinander relativ
verschiebbare Teile auf, von denen je nach dem, in welcher
Richtung der Verschiebebolzen 14 wirksam wird, einer der
beiden Gegenhalterteile 16 a wirksam wird. Im Falle des
Beispiels gemäß Fig. 3 wird auf dem in der Zeichenebene
oben befindlichen Verschiebebolzen 14 eine Verschiebekraft
wirksam bzw. von diesem auf die Lagerbüchse 5 ausgeübt.
Der eine hakenförmige Gegenhalter 16 a wirkt dieser
Verschiebekraft entgegen und zwar auf die Innenfläche des
Gabelarmes ein, während der gegenüberliegende Gegenhalter
16 a auf die Außenseite des Gabelarmes einwirkt. Der
hierzugehörige Verschiebebolzen 14 ist nicht in Kontakt
mit der Lagerbüchse 5.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 besteht zu der gemäß
Fig. 3 ein Unterschied in der Ausbildung der beiden
Gegenhalter. Radial nach außen wirkend ist ebenfalls ein
Gegenhalter 16 a in Hakenform vorgesehen, während auf den
gegenüberliegenden Gabelarm ein rohrförmiger Gegenhalter
16 b einwirkt.
Schließlich ist in Fig. 5 ein Gegenhalter 16 vorgesehen,
der aus Backen gebildet ist, welche gegen die Gabelaugen
der Gabeln 67 verspannbar und zusätzlich radial bezogen
auf das Zentrum des Zapfenkreuzes bewegbar sind und zwar
im verspannten Zustand.
Fig. 6 zeigt schematisch die Zuordnung der einzelnen
Stationen bezogen auf das Zapfenkreuz 4. Die
Montagestation 27 sowie die Verschiebeeinrichtung 17
können schwenkbar angeordnet sein, so daß je nach
Erfordernis entweder die Verschiebeeinrichtung oder die
Montagestation 27 dem jeweils der entsprechenden
Behandlung zu unterwerfenden Gabelarm bzw. Zapfen des
Zapfenkreuzes zugeordnet werden. Wie aus Fig. 6
ersichtlich ist, besteht die Montagestation 27 aus einer
Montagehülse 28, die eine konische Bohrung besitzt. Ferner
weist die Montagestation 27 einen Preßdorn 29 auf. Aus
Fig. 7 ist schließlich die Zuordnung der Montagestation
27 zum Gabelarm einer Gabel 6 eines Kreuzgelenkes 2 zu
sehen. Die Montagehülse 28 befindet sich dabei im Bereich
einer Bohrung 12, 13 eines Gabelauges. Das Ende des
Einpreßdornes 29 drückt gegen eine Planfläche eines
Sicherungsringes 32 und schiebt ihn in Richtung auf den
Boden 15 der Lagerbüchse 5. Durch den konischen Verlauf
der Bohrung der Montagehülse 28 wird der Sicherungsring
32, der geschlitzt ausgeführt ist, radial
zusammengedrückt, bis sein Außendurchmesser dem
Durchmesser der Bohrung 12, 13 entspricht. Die Stärke des
Sicherungsringes 32 ist vorher durch eine Meßvorrichtung
34 ermittelt worden, da ja die Lage des Büchsenbodens
gegenüber den Endflächen der Nuten 33 infolge der
individuellen Stellung aus dem Unwuchtausgleich
unterschiedlich. Das Einpressen erfolgt bis in den Bereich
der Nut 33. Der Sicherungsring 32 schnappt bei Erreichen
der entsprechenden Stellung in die Nut 33 ein.
Während des Einpreßvorganges wird der Gegenhalter 16 a
ebenfalls benutzt, um ein Ausweichen der Gabelarme und
damit ein Verstellen zu verhindern.
Bezugszeichenliste
1 Gelenkwelle
2 Kreuzgelenk
3 Zwischenteil
4 Lagerkreuz
5 Lagerbüchse
6 Gelenkgabel (Träger)
7 Gelenkgabel (Träger)
8, 9 Aufnahme
10, 11 Zapfenachse
12, 13 Bohrungen im Gabelarm
14 Bolzen
15 Boden Lagerbüchse
16 Gegenhalter
17 Verschiebeeinrichtung
18 Haltevorrichtung
19 Öffnung
20 Ring
21, 22 Ringsegmente
23 Scharnier
24 Verschluß
25 Rohransatz
26 Rechner
27 Montagestation
28 Montagehülse
29 Einpreßdorn
30 Flansch
31 Wuchteinrichtung
32 Sicherungsring
33 Nut
34 Meßeinrichtung
2 Kreuzgelenk
3 Zwischenteil
4 Lagerkreuz
5 Lagerbüchse
6 Gelenkgabel (Träger)
7 Gelenkgabel (Träger)
8, 9 Aufnahme
10, 11 Zapfenachse
12, 13 Bohrungen im Gabelarm
14 Bolzen
15 Boden Lagerbüchse
16 Gegenhalter
17 Verschiebeeinrichtung
18 Haltevorrichtung
19 Öffnung
20 Ring
21, 22 Ringsegmente
23 Scharnier
24 Verschluß
25 Rohransatz
26 Rechner
27 Montagestation
28 Montagehülse
29 Einpreßdorn
30 Flansch
31 Wuchteinrichtung
32 Sicherungsring
33 Nut
34 Meßeinrichtung
Claims (12)
1. Verfahren zum Wuchten von Kreuzgelenken und aus diesen
und einem Zwischenteil bestehenden Gelenkwellen, deren
jeweils paarweise gleichachsigen und senkrecht aufein
ander stehend angeordneten Kreuzzapfen ggfls. unter
Zwischenschaltung einer Lagerbüchse paarweise in einem
Träger aufgenommen sind und die Träger in Aufnahmen
der Wuchteinrichtung drehend antreibbar fixiert sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß das/die Zapfenkreuze (4) in den zugehörigen
Trägern (6, 7) zunächst nur ungefähr achszentriert
gehalten werden und nach Feststellen der Unwucht
gegenüber ihren Trägern (6, 7) längs ihrer Zapfenachse
(10, 11) bis zum Unwuchtausgleich im gewünschten Maße
relativ zu den Trägern (6, 7) verstellt und dann in
dieser Lage gegenüber den Trägern fixiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschiebung des Zapfenkreuzes (4) gegenüber
den Trägern (6, 7) nach Größe und Richtung aus der
gemessenen Unwucht unter Berücksichtigung des
Gewichtes des Zapfenkreuzes (4) und ggfls. dessen
Lagerung sowie des Zwischenteiles (3) ermittelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Wuchten von Kreuzgelenken (2) oder
Kreuzgelenkwellen (1), welche Gelenkgabeln (6, 7) als
Träger aufweisen, die Gabeln (6, 7) vor dem Fixieren
des Zapfenkreuzes (4) bzw. der Lagerbüchsen (5) in den
Bohrungen (12, 13) der Gabelarme von einer Kraft zur
Spreizung in radialer Richtung beaufschlagt werden.
4. Vorrichtung zum Wuchten von Kreuzgelenken und aus
diesen und einem Zwischenteil bestehenden Gelenk
wellen, mit drehbar antreibbaren Aufnahmen für die
Träger der Kreuzgelenke,
gekennzeichnet durch
eine kraftbetätigte Verschiebereinrichtung (17), die
aus einem auf das Ende eines Zapfens oder den Boden
(15) einer zugehörigen Lagerbuchse (5) ein und
ausfahrbaren Bolzen und einem auf den/die Träger (6, 7)
für die Verschiebung des Zapfenkreuzes und ggfls. der
zugehörigen Lagerbüchse, dem Bolzen (14)
entgegengerichtet bewegbaren Gegenhalter (16) besteht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Zapfenkreuz (4) eine zeitweise anbringbare
Haltevorrichtung (18) zugeordnet ist, die Öffnungen
(19) im Bereich der Zapfenenden zum Durchtritt des
Bolzens (14) der Verschiebeeinrichtung (17) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltevorrichtung (18) einen zweigeteilten Ring
(20) aufweist, dessen beide Segmente (21, 22) über ein
Scharnier (23) und einen Verschluß (24) miteinander
verbunden sind und daran angebrachte radial nach innen
vorstehende umfangsverteilte Rohransätze (25) umfaßt,
und daß der Ring (20) im Bohrungsbereich der
Rohransätze (25) jeweils die Öffnung (19) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschiebeeinrichtung (17) um die Drehachse
(x-x) der Aufnahmen (8, 9) schwenkbar angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4,
gekennzeichnet durch
eine Meßeinrichtung zur Messung der Unwucht, einen mit
dieser in Wirkverbindung stehenden Rechner (26), der
die Verschieberichtung und die Größe der Verschiebung
entsprechend der gemessenen Unwucht und dem
eingegebenen Gewicht des Zapfenkreuzes (4) und des
Zwischenteiles (3) steuert.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4,
gekennzeichnet durch
eine aus einer Montagehülse (28) und einen Einpreßdorn
(29) bestehende Montagestation (27) für einen
Fixierring.
10. Vorrichtung nach Anspruch 4,
gekennzeichnet durch
die Zuordnung einer Meßeinrichtung 34 zur selbstätigen
Messung der Ringstärke für einen in die Bohrung eines
Trägers zur Aufnahme der Lagerbüchse in eine Nut ein
setzbaren Fixierring.
11. Vorrichtung nach Anspruch 4, für Kreuzgelenke mit
einer Sicherung der Zapfenkreuze durch Gewinderinge,
dadurch gekennzeichnet
daß der Bolzen (14) im Drehsinne antreibbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 4,
gekennzeichnet durch
die Zuordnung einer Präge- oder Spritzeinrichtung zur
Fixierung der Lagerbuchsen (5).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873732099 DE3732099A1 (de) | 1987-09-24 | 1987-09-24 | Verfahren und vorrichtung zum wuchten von kreuzgelenken und kreuzgelenkwellen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873732099 DE3732099A1 (de) | 1987-09-24 | 1987-09-24 | Verfahren und vorrichtung zum wuchten von kreuzgelenken und kreuzgelenkwellen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3732099A1 true DE3732099A1 (de) | 1989-04-13 |
| DE3732099C2 DE3732099C2 (de) | 1991-10-24 |
Family
ID=6336724
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873732099 Granted DE3732099A1 (de) | 1987-09-24 | 1987-09-24 | Verfahren und vorrichtung zum wuchten von kreuzgelenken und kreuzgelenkwellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3732099A1 (de) |
Cited By (2)
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| EP0600781A1 (de) * | 1992-12-03 | 1994-06-08 | Gkn Glaenzer Spicer | Verfahren zur Nachstellung und dynamischen Ausgleichens einer Übersetzungsvorrichtung |
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-
1987
- 1987-09-24 DE DE19873732099 patent/DE3732099A1/de active Granted
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