DE3731787C2 - Anordnung von mehreren IC's auf einem Bandstreifen aus Isoliermaterial - Google Patents
Anordnung von mehreren IC's auf einem Bandstreifen aus IsoliermaterialInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung
von mehreren IC's mit zugehörigen Bus- und Ausgangs
leitungen in Form von Leiterbändchen auf einem Band
streifen aus Isoliermaterial, der von den Leiterbändern
überspannte Kontaktierungsfenster sowie seitlich eine
Perforation aufweist.
Es ist bereits bekannt, zur rationellen Bestückung z. B. von
Leiterplatten mit IC's (integrierten Schalt
kreisen) das sogenannte TAB-Verfahren (tape automated
bonding) anzuwenden. Es ist auch bekannt, bei Flüssigkri
stall-Anzeigezellen die erforderlichen Ansteuerschaltkreise
direkt auf einer der beiden Deckplatten anzuordnen. Die
Deckplatten bestehen bevorzugt aus Glas und tragen Leiter
bahnen, die mit den Anschlüssen der Ansteuer-IC's verbunden
werden. Zum Aufbringen der IC's eignet sich das TAB-Ver
fahren.
Bei Flüssigkristallanzeigen treten insbesondere eine für komplexe Anzeigen
hohe Zahl von Ausgangsleitungen des Schaltkreises zur Ansteuerung der An
zeigesegmente und eine im Regelfall geringere Zahl von Busleitungen zur Ver
sorgung und Steuerung des Schaltkreises auf.
Bei dem TAB-Verfahren sind die integrierten Schaltkreise auf einem perforier
ten Band befestigt, wobei jedem Schaltkreis ein definierter Bandabschnitt zu
geordnet ist. Jeder Bandabschnitt weist Durchbrüche des Kontaktierungsfen
sters auf, die von Anschlußleitungen des Schaltkreises in Form von Leitungs
bändchen überspannt sind. Die Anordnung von Leiterbahnen auf dem Substrat
und Leiterbändchen in den Kontaktierungsfenstern sind so aufeinander abge
stimmt, daß die Leiterbändchen deckungsgleich mit den Substratleiterbahnen
justiert und unmittelbar auf diese gebondet werden können.
Ein solcher Bandstreifen sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung ist z. B.
aus der DE 35 08 385 A1 entnehmbar. Der bekannte Bandstreifen aus isolie
rendem Material trägt in regelmäßigen Abständen Halbleiterbauelemente, wel
che einer zusätzlichen Einkapselung unterzogen werden. Leitende Bänder,
welche als Versorgungs-, Steuer oder Bus-Leitungen des Halbleiterbauele
ments dienen können, führen an allen Kanten des rechteckigen Tragbereichs
des Trägerfilms vom Halbleiterbauelement weg und überspannen dabei in
Gruppen mit gleichen gegenseitigen Abständen benachbarter Leiterbänder, pro Kante
je ein Fenster im Trägerfilm.
Die von den Bondverbindungen, Zuleitungen und dem integrierten Schaltkreis
beanspruchten Flächen des Substrats sind nicht für andere Funktionen des
Substrats nutzbar, bei Flüssigkristallanzeigen insbesondere nicht als Anzeige
flächen verfügbar. Einer beliebigen Verkleinerung der Anschlußgeometrie ste
hen dabei zunehmende Schwierigkeiten der ausreichend präzisen Justierung
entgegen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung von
integrierten Schaltkreisen mit Anschlußleitungen auf einem Bandstreifen für
automatisches Bestücken anzugeben, die eine flächensparende Verbindung
des Schaltkreises mit dem Substrat, insbesondere auf Glassubstraten von
Flüssigkristall-Anzeigevorrichtungen ermöglicht.
Die Erfindung ist im Patentanspruch 1 beschrieben, die Unteransprüche ent
halten vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.
Die Erfindung ermöglicht durch die dichtere Anordnung in einem der Kontaktie
rungsfenster eine Beschränkung auf nur drei Kontaktierungsfenster, so daß der
Platzbedarf gegenüber einer üblichen vierseitigen Anordnung von Kontaktie
rungsfenstern wesentlich verringert wird. Gleichzeitig kann auch die Packungs
dichte der Schaltkreise auf dem Bandstreifen erhöht werden. Die erhöhte Ju
stiergenauigkeit ist nur in einer Dimension erforderlich und deshalb leicht zu
erreichen. Bei einer sehr geringen Anzahl von Busleitungen kann sich gegen
über einer gleichmäßigen Anschlußverteilung um den gesamten Umfang des
Schaltkreises sogar eine Erleichterung der Justierung ergeben. Für Flüssigkri
stallanzeigen ist das geringe Rastermaß für die Ausgangsleitungen des Schalt
kreises insofern besonders günstig, als die Leitungsführung für die Zuleitungen
zu den Anzeigesegmenten vereinfacht wird. Darüber hinaus kann der den
Schaltkreis und die Busleitungen tragende Substratteil unter Abwinklung der
Ausgangsleitungen gegen die Anzeigeebene des Substrats gekippt und somit
die Frontfläche des Substrats weitgehend Anzeigezwecken vorbehalten wer
den.
Anhand des in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung
nachfolgend näher erläutert.
Die Figur zeigt einen Abschnitt eines für das TAB-Verfahren
geeigneten Bandstreifens mit gemäß der Erfindung angeordne
ten IC's und zugehörigen Leiterbändchen.
Der Bandstreifen 1 besteht aus einem flexiblen Band aus
Isoliermaterial, z. B. aus einem Kaptonfolienband. Der
Bandstreifen 1 besitzt am Rande, ähnlich wie ein Kinofilm,
eine Perforation 2, das sind Lochreihen mit konstanten
Abständen. Auf diesem Bandstreifen 1 sind eine Vielzahl von
IC's 5 angebracht, deren Anschlüsse als dünne Leiterbahnen
bändchen 6 und 7 ebenfalls auf dem Bandstreifen 1 angebracht
sind. Um ein Aufbringen und Kontaktieren dieser IC's auf
einer Leiterplatte bzw. einem Glassubstrat zu ermöglichen,
weist dieser Bandstreifen Durchbrüche 3 und 4 als sogenannte
Kontaktierungsfenster 3 und 4 auf, die von den Leiterbahnen
6 und 7 freitragend überspannt werden. An diesen freiliegen
den Strecken der Leiterbahnen erfolgt die Kontaktierung mit
den Leiterbahnen auf dem Substrat, z. B. einer gläsernen
Deckplatte einer Flüssigkristall-Anzeigezeile. Im Bereich
der Kontaktierungsfenster bilden die Leiterbahnen 6, 7
freitragende Leiterbändchen.
Um nun auf den insbesondere als Deckplatten für Flüssigkri
stall-Anzeigevorrichtungen ausgebildeten Leiterplatten eine
das Betrachtersichtfeld nicht störende und die Deckplatten
möglichst wenig vergrößernde Anordnung der Ansteuer-IC's zu
ermöglichen, sind die Kontaktierungsfenster 4 für die Bus
leitungen 6 zu beiden Seiten des IC 5 jeweils zwischen dem
IC 5 und den Löcherreihen der Perforation 2 des Bandstrei
fens 1 angeordnet.
Die Ausgangsleitungen 7 des IC 5 befinden sich auf einer
Seite des IC 5. Das Kontaktierungsfenster 3 für die Aus
gangsleitungen 7 ist in Längsrichtung des Bandstreifens 1
zum IC 5 versetzt angeordnet. Die Längsausdehnung des Kon
taktierungsfensters 3 ist senkrecht zur Längsrichtung des
Bandstreifens 1. Die Ausgangsleitungen 7 verlaufen im we
sentlichen parallel zueinander, zumindest in dem Bereich, in
dem sie das Kontaktierungsfenster 7 freitragend überspannen.
Die Leiterbahnen 7 verlaufen also im Bereich des Kontaktie
rungsfensters 3 im wesentlichen parallel zur Längsrichtung
des Bandstreifens 1.
Die Busleitungen 6 verlaufen in dem Bereich, in dem sie die
Kontaktierungsfenster 4 zu beiden Seiten des IC 5 überspan
nen, im wesentlichen senkrecht zu den Längskanten des Band
streifens 1.
Gemäß der Erfindung ist das Rastermaß für die Abstände
der Busleitungen 6 größer als das für die Abstände der Ausgangsleitungen 7,
insbesondere etwa zwei mal so groß. Bei einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel besaßen die Leiterbahnen der Ausgangs
leitungen 7 eine Breite von etwa 100 µm bei einem Abstand von
etwa 100 µm, also ein Rastermaß von etwa 0,2 mm.
Die Leiterbahnen der Busleitungen 6 besaßen bei einer Breite
von etwa 150 µm einen Abstand von etwa 200 µm, also ein
Rastermaß von etwa 0,35 mm. Die Rastermaßangaben beziehe
sich bevorzugt auf die Bereiche, in denen die Leiterbahnen
als freitragende Bändchen die Kontaktierungsfenster 3 bzw. 4
überspannen.
Die Kontaktierungsfenster 3 bzw. 4 sind bevorzugt schlitz
förmig ausgebildete Durchbrüche in dem Bandstreifen 1 aus
Isolierfolie. Die beschriebene Anordnung der IC's auf den
Bandstreifen ermöglicht eine so dichte Packung der IC's, daß
jeweils nur zwei Perforationsöffnungen 2 einer IC-Anordnung
mit den zugehörigen drei Kontaktierungsfenstern 3, 4 nebst
zugehörigen Bus- und Ausgangsleitungen 6, 7 zugeordnet sind.
Claims (5)
1. Anordnung von mehreren IC's mit zugehörigen Bus- und Ausgangsleitungen
in Form von Leiterbändchen auf einem Bandstreifen aus Isoliermaterial, der
von den Leiterbändern überspannte Kontaktierungsfenster sowie seitlich ei
ne Perforation aufweist, wobei die Perforationsöffnungen bezüglich ihrer La
ge der Lage der IC's, der Leiterbändchen und der Kontaktierungsfenster je
weils fest zugeordnet sind (TAB), wobei für jeden IC zwei seitlich des IC an
geordnete Kontaktierungsfenster für die Busleitungen vorgesehen sind und
die sie überspannenden Busleitungen im wesentlichen quer zur Längsrich
tung des Bandstreifens nebeneinanderliegend angeordnet sind und für jeden
IC ein in Längsrichtung des Bandstreifens zum IC versetztes Kontaktie
rungsfenster für die Ausgangsleitungen vorgesehen ist, dessen sie über
spannende Ausgangsleitungen im wesentlichen in Längsrichtung des Band
streifens nebeneinanderliegend angeordnet sind, wobei das Rastermaß für
die Abstände der Ausgangsleitungen kleiner gewählt ist als das Rastermaß
für die Abstände der Busleitungen.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Rastermaß für die Abstände der Ausgangsleitungen
nur etwa halb so groß gewählt ist wie das Rastermaß für
die Abstände der Busleitungen.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Kontaktierungsfenster für die Aus
gangsleitungen schlitzförmig ausgebildet und mit den Längs
kanten quer zur Längsrichtung des Bandstreifens angeordnet
ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kontaktierungsfenster für die Bus
leitungen schlitzförmig ausgebildet und mit den Längskanten
im wesentlichen parallel zur Längsrichtung des Bandstreifens
angeordnet sind.
5. Verwendung der Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 in Flüssig
keitskristall-Anzeigevorrichtungen, wobei die IC's als Ansteuerschaltkreise di
rekt auf eine gläserne Deckplatte der Flüssigkristall-Anzeigevorrichtung auf
gebracht werden und die Leiterbändchen mit Leiterbahnen auf der Deck
platte elektrisch leitend verbunden werden, wobei die Ausgangsleitungen mit
den Leiterbahnen zu den Anzeigesegmenten der Flüssigkristall-
Anzeigevorrichtung und die Busleitungen mit den die Daten- und Steuerlei
tungen bildenden Leiterbahnen verbunden werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3731787A DE3731787C2 (de) | 1987-09-22 | 1987-09-22 | Anordnung von mehreren IC's auf einem Bandstreifen aus Isoliermaterial |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3731787A DE3731787C2 (de) | 1987-09-22 | 1987-09-22 | Anordnung von mehreren IC's auf einem Bandstreifen aus Isoliermaterial |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3731787A1 DE3731787A1 (de) | 1989-03-30 |
| DE3731787C2 true DE3731787C2 (de) | 2000-11-16 |
Family
ID=6336540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3731787A Expired - Lifetime DE3731787C2 (de) | 1987-09-22 | 1987-09-22 | Anordnung von mehreren IC's auf einem Bandstreifen aus Isoliermaterial |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3731787C2 (de) |
Families Citing this family (6)
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|---|---|---|---|---|
| KR900015279A (ko) * | 1989-03-17 | 1990-10-26 | 도모마쓰 겡고 | 칩 캐리어 |
| KR930010072B1 (ko) * | 1990-10-13 | 1993-10-14 | 금성일렉트론 주식회사 | Ccd패키지 및 그 제조방법 |
| JP2857492B2 (ja) * | 1990-11-28 | 1999-02-17 | シャープ株式会社 | Tabパッケージ |
| TW232065B (de) * | 1992-04-16 | 1994-10-11 | Sharp Kk | |
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1987
- 1987-09-22 DE DE3731787A patent/DE3731787C2/de not_active Expired - Lifetime
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3731787A1 (de) | 1989-03-30 |
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Legal Events
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