DE3730808A1 - Verriegelungsvorrichtung fuer hydraulische oder pneumatische arbeitszylinder - Google Patents
Verriegelungsvorrichtung fuer hydraulische oder pneumatische arbeitszylinderInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung für
hydraulische oder pneumatische Arbeitszylinder mit einem
Arbeitskolben, der mit um seinen Umfang angeordnete und mit
diesem verbundene Lamellen versehen ist, die sich längs des
Kolbens erstrecken und an ihrem freien Ende ein zylinder
wandseitiges verdicktes Hakenteil aufweisen, das in eine
Ausnehmung in der Zylinderwand einrückbar ist, und mit einem
Sperrkolben, der relativ zum Arbeitskolben bewegbar ist und
der über die eingerückten Hakenteile schiebbar ist und diese
radial unverrückbar sperrt, wobei die Stirnfläche des Sperr
kolbens mit einer Stirnfläche der Hakenteile aneinanderstoß
bar ist, so daß der über die Ausnehmung gelegene Sperrkolben
mittels der Hakenteile so lange verschiebbar ist, bis diese
in die Ausnehmung einrücken und der Sperrkolben danach wie
der in seiner Sperrstellung zurückkehrt.
Bei einer derartigen, aus der DE-AS 11 63 680 bekannten Ver
riegelungsvorrichtung sind um den Kolben in Umfangsrichtung
angeordnete Klinken vorgesehen, die ein verdicktes Hakenteil
aufweisen. Die Klinken sind dabei um die Kolbenlängsachse
verschwenkbar an der Kolbenaußenfläche gelagert. Zur Verrie
gelung verschieben die Klinken einen Verriegelungsbolzen,
dessen abgeschrägter Rand ein Verschwenken der Klinken ver
ursacht. Diese Verschwenkung baut in einem mit der Klinke
verbundenen Federelement, beispielsweise einem nachgiebigen
Lagerkissen, eine Rückholkraft auf. Ein weiteres Verschieben
des Verriegelungsbolzens gibt eine zylinderwandseitige Aus
buchtung frei, in die dann die Hakenteile aufgrund der auf
gebauten Spannkraft einrasten. Der Verriegelungsbolzen
schiebt sich dann über die Klinken und sperrt diese in ra
dialer Richtung. Diese Konstruktion ist durch die Lagerung
der einzelnen Klinken äußerst aufwendig und die zusätzli
chen, die Rückholkraft erzeugenden Federelemente, sind sehr
verschleiß- und störanfällig. So ist beispielsweise die
Lagerung mit nachgiebigen Kissen aufgrund Materialermüdung
besonders störanfällig, so daß nicht ausgeschlossen werden
kann, daß die einzelnen Klinken mit dem Verriegelungsbolzen
sperren und dadurch beschädigt werden. Zum Beispiel kann
durch eine Materialermüdung in nur einem der Klinkenlager
bereits die Gefahr gegeben sein, daß die Verriegelungsvor
richtung unwirksam wird. Die Hakenteile liegen lediglich
längs einer auf Zug belastbaren Schulter in der Zylinderwand
an. Bei Druckbelastungen kann insbesondere wegen der nach
giebigen Lagerung der Klinken eine Verschiebung des Kolbens
möglich sein.
Bei einer weiteren, aus der DE-AS 12 52 066 bekannten mecha
nischen Verriegelungsvorrichtung ist der Arbeitszylinder mit
einem Federkorb verbunden, von dessen ringförmigem Fußteil
mehrere gleichmäßig um den Umfang verteilte Lamellen vor
stehen. Die Lamellen enden dabei an ihrem dem Federkorb
gegenüberliegenden freien Ende in ein verdicktes Hakenteil,
wobei die von der Lamellenfläche vorstehende Verdickung in
Richtung Zylinderinnenwand gerichtet ist. Die Lamellen sind
in radialer Richtung vorgespannt, so daß die äußeren Umfangs
punkte der Hakenteile im Abstand zur Zylinderinnenseite ver
laufen. In der zu verriegelnden Endlageposition weist das
Zylindergehäuse einen Bereich mit größerem Innendurchmesser
auf, wobei die Schulter am Übergangsbereich vom Arbeitsraum
mit geringerem Durchmesser zum Endbereich mit größerem
Durchmesser als Anlagekante für das Hakenteil dient. Im End
bereich mit größerem Durchmesser ist ein ringförmiger Sperr
kolben vorgesehen, der einen ersten Bereich aufweist, wel
cher dicht zwischen Arbeitskolbenbereich und Zylindergehäuse
längsverschiebbar aufgenommen ist. Auf der dem Hakenteil der
Lamelle zugewandten Seite ist der Sperrkolben mit einem Ring
flansch versehen, der auf der Außenseite des Arbeitskolben
bereichs anliegt und eine abnehmende Stärke aufweist. Hat
der Arbeitskolben und der damit verbundene Federkorb eine zu
verriegelnde Endlage erreicht, liegt die Anlagekante des
Hakenteils gegenüber der Anlageschulter der Zylinderwand,
weist aber von dieser, da ja die Lamelle radial nach innen
gerichtet vorgespannt ist, einen Abstand auf. Um das Haken
teil radial nach außen zu bewegen und gegen die Anlageschul
ter des Zylindergehäuses zu drücken, wird der Sperrkolben
auf seiner dem Ringwulst abgekehrten Seite mit einem Druck
medium beaufschlagt und dadurch in Richtung Hakenteil der
Lamelle verschoben. Dabei schiebt sich der Ringwulst zwi
schen Kolben und Lamelle und drückt deren Hakenteil aufgrund
seiner zunehmenden Stärke radial nach außen auf die Anlage
schulter in der Zylinderwand. Damit der Arbeitskolben in
seiner Endstellung zum Halten kommt, sind radiale Steuer
stifte im Arbeitskolbenbereich vorgesehen, die an einem
endseitigen Anschlag des Zylindergehäuses in der zu verrie
gelnden Endlageposition anliegen. Um eine sichere Verriege
lung zu gewährleisten, muß der Sperrkolben andauernd durch
das Druckmedium beaufschlagt werden, da eine geringe Ver
schiebung des Sperrkolbens bereits eine der radial nach
innen vorgespannten Lamellen nach sich zieht, womit wiederum
eine Bewegung der Kolbenstange verbunden ist. Da die Anlage
schulter im Zylinderwandgehäuse abgeschrägt ist, um den Aus
rückvorgang des Hakenteils zu erleichtern, führen schon ge
ringste Verschiebungen des Sperrkolbens zu einer Verschie
bung des Arbeitskolbens. Um eine dauernde Druckbeaufschla
gung des Sperrkolbens zu gewährleisten, ist eine Ventil
steuerkonstruktion mit zahlreichen bewegbaren Teilen von
nöten, die konstruktiv sehr aufwendig und störanfällig ist.
Beim Verriegelungsvorgang ist nicht ausgeschlossen, daß,
beispielsweise durch eine zu starke radiale Vorspannung in
Richtung Mitte, die Stirnseite des Ringflansches des Sperr
kolbens sich nicht mehr zwischen Hakenteil der Lamelle und
Kolbenseite schieben kann, sondern die Stirnseiten aufein
ander stoßen und das Hakenteil nicht mehr an die Sperrkante
angelegt werden kann, somit die Endlagenverriegelung ver
sagt. Außerdem kann in einer solchen verklemmten Stellung
ein Verbiegen des langgestreckten schlanken Lamellenkörpers
erfolgen, wodurch die gesamte Verriegelungsvorrichtung funk
tionsuntüchtig wird. Durch Vorsehen nur einer Anlagekante
bzw. Fläche zwischen Hakenteil und Schulter des Zylinderge
häuses ist eine mechanische Verzahnung dieser beiden Bau
teile gegeben, die lediglich axialen Zugbelastungen in Rich
tung Federkorbboden widersteht. Axiale Druckbelastungen in
die entgegengesetzte Richtung müssen durch die Sperrstifte
bzw. den Sperrkolben aufgenommen werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine robuste, kon
struktiv einfache und auf Dauer einsetzbare Verriegelungs
vorrichtung zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Haken
teile formschlüssig in die Ausnehmung aufnehmbar sind, daß,
in Richtung der sich auf die Ausnehmung zu bewegenden Lamel
len gesehen, unmittelbar vor der Ausnehmung eine rampenar
tige Verdickung der Zylinderwand vorgesehen ist, wodurch die
Lamellen radial zusammendrückbar und spannbar sind. Durch
die formschlüssige Aufnahme der Hakenteile in der Ausnehmung
der Zylinderwand ist eine mechanische Verzahnung zwischen
diesen beiden Teilen geschaffen, die in axialer Richtung so
wohl Zug- als auch Druckbelastungen widersteht. Die Lamellen
sind nicht vorgespannt und verlaufen über nahezu den gesam
ten Hubbereich ohne Wechselwirkung mit der Zylinderwand
innenseite. Durch die unmittelbar vor der Ausnehmung ange
ordnete rampenartige Verdickung werden die Lamellen radial
nach innen vorgespannt und schieben mit ihrer Stirnseite den
Sperrkolben soweit in axialer Richtung, bis die Hakenteile
in die Ausnehmung einrücken können. Diese radiale Einrück
bewegung wird durch die zuvor aufgebaute Spannung unter
stützt, so daß die Hakenteile rasch und sicher ihren form
schlüssigen Sitz in der Ausnehmung erreichen. Danach schiebt
sich der Sperrkolben in an sich bekannter Weise über die
Lamellen im Hakenteil und sperrt diese in radialer Richtung.
Die Anordnung der rampenartigen Verdickung führt außerdem zu
dem vorteilhaften Effekt einer Bremswirkung des Arbeitskol
bens, kurz bevor dieser seine Endlage erreicht hat. Dies
wird durch die Reibungskraft zwischen den Lamellen und der
rampenartigen Verdickung erreicht, verursacht durch die zu
nehmende Rückstellkraft der ausgelenkten Lamellen. Zur Ent
riegelung ist es lediglich notwendig, den Sperrkolben soweit
zu verschieben, daß die Hakenteile aus der Ausnehmung wieder
austreten können. Nach Überstreichen der rampenartigen Ver
dickung bei der Ausrückbewegung, wobei hier ein Anlaufbrems
effekt erzeugt wird, sind die Lamellen wieder vollkommen
entspannt und treten nicht in Wechselwirkung mit den arbei
tenden Teilen des Zylinders. Die erfindungsgemäße Verriege
lungsvorrichtung kommt somit im wesentlichen mit drei ange
paßten Bauteilen aus, nämlich einem Bereich der Zylinder
wand, in dem die rampenartige Verdickung bzw. die Ausnehmung
vorgesehen ist, einer entsprechenden Ausbildung des Profils
des Hakenteils der Lamellen, so daß diese einerseits form
schlüssig in die Ausnehmung passen und andererseits stirn
seitig auf den Sperrkolben treffen. Der Sperrkolben selbst
ist mit einem Druckmittel zu versehen, das dem Sperrkolben
die Tendenz verleiht, sich immer über die Ausnehmung zu
schieben. Zur Entriegelung muß lediglich vorgesehen sein,
den Sperrkolben aus dieser Stellung so zu verschieben, daß
die Hakenelemente wieder aus der Ausnehmung ausrasten kön
nen. Diese konstruktiv äußerst einfache und robuste Verrie
gelungsvorrichtung gewährleistet ein auf Dauer störungs
freies Arbeiten.
Konstruktiv besonders einfach ist dies dadurch verwirklicht,
daß die Ausnehmung durch eine Ringnut gebildet wird.
Zweckmäßigerweise weist die Ringnut ein im Schnitt V-förmi
ges Profil auf.
Eine besonders robuste und einfach herstellbare Verriege
lungsvorrichtung ist dadurch geschaffen, daß eine einstücki
ge Verriegelungsbüchse vorgesehen ist, die mit dem Arbeits
kolben verbindbar ist. Die einstückige Ausbildung ermöglicht
beispielsweise die Herstellung aus einem einzigen Rohrab
schnitt, wobei die Lamellen ausgefräst bzw. ausgeschnitten
werden. Die Lamellen stehen dabei von einem bodenseitigen
Ring hoch, der durch einfache Kopplungsmittel, beispiels
weise durch ein Gewinde, mit dem Arbeitskolben verbindbar
ist.
Konstruktiv besonders einfach ist ein mit dem Arbeitszylin
der verbindbares Zwischenstück vorgesehen, an dessen Innen
seite die Ausnehmung vorgesehen ist und in der der Sperrkol
ben angeordnet ist. Diese einfach zu bearbeitenden Bauteile
können auch nachträglich an einen Arbeitszylinder endseitig
angesetzt werden, so daß auch bereits vorhandene Arbeits
zylinder umrüstbar sind bzw. in eine Produktionsreihe ein
fach aufnehmbar sind, ohne bereits vorhandene Arbeitszylinder/
Arbeitskolben aufwendig verändern zu müssen. Die erfindungs
gemäße Verriegelungsvorrichtung kommt ja, wie bereits er
wähnt, mit den drei wesentlichen Bauteilen Verriegelungs
büchse, entsprechend ausgestaltete Zylinderwand und Sperr
kolben, aus.
Konstruktiv besonders einfach wird dies dadurch verwirk
licht, daß der Sperrkolben gegen die Kraft einer vorgespann
ten Feder verschiebbar ist. Diese konstruktiv besonders ein
fache Ausgestaltung sieht auf der den Lamellen abgewandten
Seite des Sperrkolbens eine zwischen dieser Seite und einem
Widerlager eingespannte und vorgespannte Feder vor, die den
Sperrkolben jeweils bis über die Ausnehmung schiebt.
Zweckmäßigerweise kann der Sperrkolben auch gegen ein Druck
medium verstellbar sein.
Vorteilhafterweise ist die Stirnfläche des Hakenteils abge
schrägt. Wird der Sperrkolben durch die abgeschrägte Stirn
seite so weit verschoben, daß die Hakenteile in die Ausneh
mung einrücken können, ist ein sanftes Entlanggleiten der
beiden Stirnseiten bei der Einrückbewegung möglich.
Besonders vorteilhaft wird dies dadurch erreicht, daß die
Stirnfläche des Sperrkolbens entsprechend der Stirnfläche
des Hakenteils abgeschrägt ist, so daß diese in etwa paral
lel verlaufen.
Besonders günstig und unter Ausschluß von Verklemmungsmög
lichkeiten ist die Gleitbewegung einerseits zwischen Haken
teil und Zylinderwandinnenseite und andererseits zwischen
Hakenteil und Sperrkolben dadurch, daß jede Lamelle ein im
Schnitt dachförmiges Hakenteil aufweist, dessen Stirnseite
derart abgeschrägt ist, daß die Schräge einen etwas ver
schiedenen Neigungswinkel α gegenüber dem Winkel β , den die
sich erhebenden Dachfläche, in Längsrichtung vom Lamellen
boden aus gesehen, aufweist.
Ein besonders gleichwährendes Gleiten der Hakenteile ohne
plötzliches oder ruckartiges Zusammentreffen mit der Zylin
derwand ist dadurch gegeben, daß der Lamellenkörper derart
im Abstand zur Zylinderinnenseite und zur Kolbenaußenseite
verläuft, daß der äußerste Umfang der Hakenteile längs der
Zylinderwand gleitet.
Eine besonders materialschonende und damit die Lebensdauer
der Verriegelungsvorrichtung erhöhende Anordnung ist dadurch
gegeben, daß die Höhe der rampenartigen Verdickung in radia
ler Richtung der Einschnittiefe der Ausnehmung entspricht,
so daß der Boden der Ausnehmung in einer Fluchtlinie mit der
Zylinderwand vor der rampenartigen Verdickung liegt. Die
Lamellen sind somit nach Einrücken in die Ausnehmung wieder
vollkommen entspannt, so daß im Material im Haltezustand
keinerlei Spannkräfte mit inneren Rückstellkräften vorhanden
sind.
Zweckmäßigerweise ist dabei für jede Endlage des Arbeits
zylinders eine Verriegelungsvorrichtung vorgesehen.
Die Erfindung wird anhand der belliegenden Zeichnungen näher
erläutert und beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt eines Arbeitszylinders
mit zwei erfindungsgemäßen Verriegelungs
vorrichtungen,
Fig. 2a bis 2d
einen detaillierten Ausschnitt einer erfin
dungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung in
verschiedenen Positionen während eines Ver
riegelungsvorgangs, und
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Teils
einer erfindungsgemäßen Verriegelungsvor
richtung mit einem Teil der umfänglichen
Lamellen.
Ein in Fig. 1 gezeigter Arbeitszylinder 10 weist ein mehr
teiliges Zylindergehäuse 11 auf, das einen geschlossenen
Zylinderboden 12, ein erstes Zwischenstück 13, ein Zylinder
rohr 14, ein zweites Zwischenstück 15 und einen Zylinderkopf
16 aufweist. Die zuvor genannten Teile des Zylindergehäuses
11 sind in der genannten Reihenfolge untereinander über
Schraubverbindungen verbunden. Das Zylinderrohr 14 ist dabei
nicht in seiner gesamten Länge dargestellt, da diese Länge
je nach Hub des Arbeitszylinders variieren kann, ohne daß
dabei die weiteren Bauteile verändert werden müssen. Im
Zylinderboden 12, der mit dem ersten Zwischenstück 13 dicht
verschraubt ist, ist ein in axialer Richtung bewegbarer
erster Sperrkolben 17 angeordnet, dessen dem Zylinderboden
12 zugewandte Seite eine bewegliche Abschlußwand eines zylin
derbodenseitigen ersten Kolbenraums 18 darstellt. Auf der
gegenüberliegenden Seite bildet der erste Sperrkolben 17
eine bewegbare Abschlußwand eines zweiten Kolbenraums 19.
Im ersten Kolbenraum 18 sind mehrere Druckfedern 20 angeord
net, die den ersten Sperrkolben 17 in Richtung des zweiten
Kolbenraums 19 drücken. Der zweite Kolbenraum 19 wird durch
eine Dichtung 21 vom ersten Kolbenraum 18 getrennt.
Im Zylinderrohr 14 ist ein Arbeitskolben 22 aufgenommen, der
an seinem dem ersten Sperrkolben 17 zugewandten Ende mit
einer ersten Verriegelungsbüchse 23 versehen ist.
Die erste Verriegelungsbüchse 23 weist dabei ein ringförmi
ges Bodenteil 24 auf, das mit einem mittigen Zapfen 28 der
Kolbenstange 27, der durch den Arbeitskolben 22 reicht, ver
schraubt ist. Vom ringförmigen Bodenteil 24 stehen acht
Lamellen 25 ab, die in einem verdickten Hakenteil 26 enden.
Der Arbeitskolben 22 ist gegenüberliegend der ersten Verrie
gelungsbüchse 23 mit einer Kolbenstange 27 verbunden, die
stirnseitig den Zylinderkopf 16 durchdringt.
Die Kolbenstange 27 ist über einen Zapfen 28 mit dem Arbeits
kolben 22 verbunden. Zwischen Kolbenstange 27 und Arbeits
kolben 22 ist ein ringförmiges Bodenteil 29 einer zweiten
Verriegelungsbüchse 30 angeordnet, das auf den Zapfen 28
aufgeschoben ist und zwischen Kolbenstange 27 und Arbeits
kolben 22 geklemmt ist. Der Zapfen 28, der durch den Arbeits
kolben 22 hindurchragt, ist über die zuvor erwähnte Schraub
verbindung der ersten Verriegelungsbüchse 23 verbunden, so
daß diese Schraubverbindung den Zusammenbau aus Arbeitskol
ben,erster und zweiter Verriegelungsbüchse 23, 30 und Kol
benstange 27 hält.
Auf der Kolbenstange 27 ist ein zweiter Sperrkolben 31 auf
geschoben, der als Ringkolben ausgebildet ist und längs der
Kolbenstange 27 bewegbar ist. Der zweite Sperrkolben 31
dichtet dabei über eine Dichtung 32 einen dritten Kolbenraum
33 ab, in dem die in Richtung zweitem Sperrkolben 31 vom
ringförmigen Bodenteil 29 abstehenden Lamellen 35 der zwei
ten Verriegelungsbüchse 30 aufgenommen sind. Der dritte Kol
benraum 33 ist arbeitskolbenseitig über Dichtungen 36 abge
dichtet.
Der zweite Sperrkolben 31 stellt auf der der Stirnseite 37
des Zylinderkopfes 16 zugewandten Seite einen bewegbaren Ab
schluß eines vierten Kolbenraumes 38 dar. Im vierten Kolben
raum 38 sind mehrere Druckfedern 34 angeordnet, die den
zweiten Sperrkolben 31 in Richtung des dritten Kolbenraums
33 drücken. Die Bewegung des zweiten Sperrkolbens 31 in Rich
tung dritter Kolbenraum 33 ist durch einen Anschlag 39 im
zweiten Zwischenstück 15 begrenzt.
In der in Fig. 1 gezeigten Stellung liegt der zweite Sperr
kolben 31 über eine ringförmige Stirnfläche am Anschlag 39
an. Der zweite Sperrkolben 31 ist mit einem ringförmigen
Verlängerungsstück 40 versehen, das in Richtung dritter
Kolbenraum 33 über den Anschlag 39 hinausreicht und zwischen
Kolbenstange 27 und Innenseite des zweiten Zwischenstücks 15
aufgenommen ist. Das ringförmige Verlängerungsstück 40 über
deckt dabei eine Ausnehmung 41 in der Wand des zweiten Zwi
schenstücks 15. Die Ausnehmung 41 ist dabei als Ringnut 45
mit etwa V-förmigem Profil ausgebildet.
Der erste Sperrkolben 17 am zylinderbodenseitigen Ende des
Arbeitszylinders 10 ist als Massivkolben ausgebildet und mit
einem entsprechenden zapfenförmigen Verlängerungsstück 43
versehen, das eine Ausnehmung 44 in der Innenwand des ersten
Zwischenstücks 13 überdeckt, wobei die Ausnehmung 44 eben
falls als V-förmige Ringnut 42 ausgebildet ist. Der erste
Sperrkolben 17 wird dabei über Druckfedern 20 in Richtung
zweiter Kolbenraum 19 gedrückt und liegt in der in Fig. 1
gezeigten Darstellung an einem Anschlag 46 in der Innenwand
des ersten Zwischenstücks 13 an.
Der zweite Kolbenraum 19 ist über einen Anschluß 47 mit
einem Druckmedium beaufschlagbar. Der dritte Kolbenraum 33
ist über einen Anschluß 48 ebenfalls mit einem Druckmedium
beaufschlagbar.
In der in Fig. 1 gezeigten Stellung ist der Arbeitszylinder
10 über die zweite Verriegelungsbüchse 30 und den zweiten
Sperrkolben 31 in einer Endlage verriegelt. Dabei sind Haken
teile 49 der Lamellen 35 in der Ringnut 45 des zweiten Zwi
schenstücks 15 formschlüssig aufgenommen. Das ringförmige
Verlängerungsstück 40 des zweiten Sperrkolbens 31 ist über
die Hakenteile 49 geschoben und sperrt diese vor radialen
Ausrückbewegungen.
Der Arbeitskolben 22 liegt dabei an einem Anschlag 50 im
Zylinderrohr 11 an, der dessen Bewegung in Richtung Zylinder
kopf 16 begrenzt. Ein entsprechender Anschlag 50′ begrenzt
die Bewegung des Arbeitskolbens 22 in die entgegengesetzte
Richtung.
In den Fig. 2a bis 2d ist schrittweise der Ablauf des
Verriegelungsvorgangs der zweiten Verriegelungsbüchse 30
gezeigt, wobei Fig. 2d der in Fig. 1 gezeigten verriegelten
Stellung entspricht.
Die Innenseite des zweiten Zwischenstücks 15 ist, wie zuvor
erwähnt, mit einer Ringnut 45 versehen, die ein V-förmiges
Profil aufweist.
Der ringförmige dritte Kolbenraum 33 wird auf der linken
Seite von dem Arbeitskolben 22 auf der rechten Seite durch
den zweiten Sperrkolben 31 begrenzt und in radialer Richtung
durch die Innenseite des Zwischenstücks 15 bzw. die Außen
seite der Kolbenstange 27. Auf den Zapfen 28 der Kolbenstange
27 ist das ringförmige Bodenteil 29 der zweiten Verriegelungs
büchse 30 geschoben und, wie zuvor beschrieben, geklemmt.
Vom Bodenteil 29 stehen Lamellen 35 ab, deren Lamellenkörper
51 im Abstand und parallel zur Innenseite des ersten Zwischen
stücks 15 bzw. zur Außenseite der Kolbenstange 27 verlaufen.
Die Hakenteile 49 der Lamellen 35 weisen eine im Schnitt ge
sehen, dachförmige Verdickung 52 auf, die sich von der der
Innenseite des zweiten Zwischenstücks 15 zugewandten Lamellen
körperfläche erhebt. Die dachförmige Verdickung 52 ist dabei
so ausgebildet, daß sie exakt formschlüssig in die Ringnut
45 paßt.
Von Richtung Lamellenbodenteil 29 auf die Ringnut 45 gesehen,
ist unmittelbar vor der Ringnut 45 eine rampenförmige Ver
dickung 53 der Innenseite des zweiten Zwischenstücks 15 vor
gesehen.
Die rampenförmige Verdickung 53 weist eine geradlinig ver
laufende Rampe 54 auf, die in einen geraden, parallel zur
Kolbenstangenoberfläche verlaufenden Bereich 55 übergeht, an
den sich die geneigten Flächen der Ringnut 45 anschließen.
Die Einschnittiefe der Ringnut 45 ist dabei derart, daß
deren Boden in Fluchtlinie 56 mit der Innenseite des zweiten
Zwischenstücks 15 liegt.
Der zweite Sperrkolben 31 liegt am Anschlag 39 an der Innen
seite des zweiten Zwischenstücks 15 an und sein ringförmiges
Verlängerungsstück 40 reicht über die Ringnut 45 und den ge
raden Bereich 45 der rampenförmigen Verdickung 53.
Das ringförmige Verlängerungsstück 40 ist an seiner den
Lamellen 35 zugewandten Stirnseite mit einer Schräge 57 ver
sehen, deren Neigungswinkel α in etwa gleich dem einer
Schräge 58 an der dem zweiten Sperrkolben 31 zugewandten
Stirnseite des Hakenteils 49 ist. Die Schräge 58 des Haken
teils 49 ist auf der der Kolbenstange 27 zugewandten Seite
vorgesehen und hebt sich von der dieser Seite zugewandten
Lamellenkörperoberfläche ab. Der Neigungswinkel β einer
sich vom Lamellenkörper 51 aus erhebenden ersten Dachfläche
59 des Hakenteils 49 ist verschieden vom Neigungswinkel α
und in der in Fig. 2a-d gezeigten Ausführung geringfügig
größer als der Winkel α , so daß sich die gedachten Ver
längerungslinien der Schräge 58 bzw. der Dachfläche 59 in
einem in Richtung der Mittellängsachse der Kolbenstange 27
gelegenenen Punkt 60 schneiden.
In der in Fig. 2a gezeigten Stellung verläuft der Lamellen
körper 51 parallel und die Lamelle 35 liegt an ihrem äußer
sten Umfangspunkt des verdickten Hakenteils 49 mit dachför
migem Profil an der Innenseite des zweiten Zwischenstücks 15
an. Bei Bewegung der Kolbenstange 27 in Richtung des zweiten
Sperrkolbens 31 gleitet somit das Hakenteil 49 längs dieser
Oberfläche.
Bei weiterem Verschieben der Kolbenstange 27 nach rechts
trifft das Hakenteil 49 auf die Rampe 54 und die Lamelle 35
wird in Richtung Kolbenstange 27 gebogen (vgl. Fig. 2b) und
dadurch vorgespannt.
Bei weiterem Vorschub trifft die Schräge 58 des Hakenteils
49 auf die Schräge 57 des zweiten Sperrkolbens 31 und ver
schiebt diesen bei weiterem Vorschub nach rechts, so daß
dieser vom Anschlag 39 wegrückt (vgl. Fig. 2b). Bei weiterem
Vorschieben rückt das Hakenteil 49 in die Ringnut 45 ein und
der zweite Sperrkolben 31 schiebt sich aufgrund der Federn
34 (siehe Fig. 1) über das in die Nut 45 eingedrückte Haken
teil 49 (vgl. Fig. 2d).
Dadurch, daß die Dachfläche 59 des Hakenteils 49 einen ande
ren Neigungswinkel β als die Schräge 58 (α) aufweist, wird
eine Eigenhemmung des zwischen der Innenseite des zweiten
Zwischenstücks 15 und dem ringförmigen Verlängerungsstück 40
des zweiten Sperrkolbens 31 befindlichen Hakenteils 49 ver
mieden. Es ist somit ausgeschlossen, daß eine Funktionsstö
rung der Verriegelungsvorrichtung durch Verklemmen der sich
bewegenden Teile beim Verriegelungsvorgang auftritt.
Zum Entriegeln der in Fig. 2d bzw. Fig. 1 gezeigten Verrie
gelung über die zweite Verriegelungsbüchse 30 bzw. den zwei
ten Sperrkolben 31 wird der dritte Kolbenraum 33 über den
Anschluß 48 mit Druckmedium beaufschlagt. Das einströmende
Medium übt gleichzeitig eine Druckkraft auf den dritten Kol
benraum 33 in Richtung des zweiten Kolbenraums 19 und auf
den zweiten Sperrkolben 31 in Richtung vierter Kolben
raum 38 aus. Wird diese Druckkraft auf den zweiten Sperr
kolben 31 größer als die von den Hakenteilen 49 wirkende
Reibungskraft und die Kraft der Federn 34, so bewegt sich
der zweite Sperrkolben 31 nach rechts und gibt die Haken
teile 49 zum Ausrücken aus der Ringnut 45 frei. Die Kolben
stange 27 mit den dabei befestigten Bauteilen bewegt sich
nach links, bis sie ihre andere Endlage erreicht hat. Dabei
gleiten dann, wie zuvor in Zusammenhang mit Fig. 2a bis 2d
beschrieben, die Hakenteile 26 der Lamellen 25 der ersten
Verriegelungsbuchse 23 längs der Innenfläche des ersten Zwi
schenstücks 13, bis sie auf die rampenförmige Verdickung 53
treffen. Die Stirnseiten der Hakenteile 26, die gleicher
maßen, wie in Zusammenhang mit Fig. 2a bis 2d beschrieben,
abgeschrägt sind, schieben den ersten Sperrkolben 17 nach
links, bis sie in die Ringnut 45 einrücken und sich an
schließend der erste Sperrkolben 17 darüberschiebt.
In dieser Stellung ist der Arbeitszylinder 10 in seiner
zweiten Endlageposition verriegelt.
Zum Entriegeln aus dieser Stellung wird der zweite Kolben
raum 19 über den Anschluß 47 mit Druckmedium beaufschlagt,
wodurch dann der erste Sperrkolben 17 wieder nach links ver
schoben wird, die Hakenteile 26 der Lamellen 25 aus der
Ringnut 45 wieder ausrasten und eine Bewegung der Kolben
stange 27 nach rechts in Richtung der anderen Endlageposi
tion wieder ermöglicht ist.
Zur Steuerung des Ent- bzw. Verriegelungsvorgangs sind somit
keine zusätzlichen Anschlüsse oder Ventile notwendig, son
dern werden über die Anschlüsse 47, 48, die den Arbeitskol
ben 22 wechselseitig mit Druckmedium beaufschlagen, ge
steuert.
Der Werkstoff der Zwischenstücke 13 bzw. 15 ist hochfester
Stahl, dessen Oberfläche zusätzlich verschleißarm gemacht
wurde. Dadurch ist eine exakte Führung der Hakenteile der
Lamellen beim Ver- bzw. Entriegelungsvorgang gewährleistet,
die einen dauerhaften Einsatz erlauben.
Wie bereits zuvor erwähnt, führt die Auslenkung der Lamellen
nach Auftreffen auf die Rampe 54 zu einem kraftverzehrenden
Verbiegen der Lamellen, so daß dem Druckmedium eine erhöhte
Widerstandskraft entgegengesetzt wird. Dies führt gleichzei
tig dazu, daß unmittelbar vor Erreichen der Endlage eine
Dämpfung erfolgt.
In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist zusätz
lich eine einstellbare Drosselschraube 65 vorgesehen, die
die Bohrung 66 bzw. 67 verschließt und derart regulierbar
ist, daß die Geschwindigkeit der Kolbenstange 27 kurz vor
Erreichen der Endlage je nach eingestelltem Mediumdurchfluß
variiert werden kann.
In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei
Verriegelungsvorrichtungen für jede Endlage der Kolbenstange
27 vorgesehen.
Es ist selbstverständlich auch möglich, nur eine Verriege
lungsvorrichtung vorzusehen und nur in einer Endlage zu ver
riegeln.
Im in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel wurde der erste
17 und zweite Sperrkolben 31 über Druckfedern 20 bzw. 34
beaufschlagt. In weiteren, hier nicht gezeigten Ausführungs
beispielen erfolgt diese Druckbeaufschlagung über ein Druck
medium.
Die Verriegelungsbüchsen 23 bzw. 30 (vgl. Fig. 3) sind ein
stückig gefertigt. Der Werkstoff ist dabei ein hoch bean
spruchbarer Stahl, der neben einer sehr hohen Festigkeit
auch eine gute Elastizität aufweist. In der in Fig. 3 dar
gestellten zweiten Verriegelungsbüchse 30 sind nur drei der
acht um den Umfang verteilten Lamellen 35 gezeigt. Der ring
förmige Bodenteil 29 dient dabei zur Befestigung mit der
Kolbenstange 27. Die Lamellenkörper 51 weisen dabei zylin
derwandabschnittartige Form auf und verlaufen geradlinig und
parallel zueinander. Die Lamellenkörper 51 sind ausreichend
stabil, um Druckkräfte beim Auftreffen der Schräge 58 der
Hakenteile 49 auf die Schräge 57 der Verriegelungskolben
aufzunehmen. Gleichzeitig sind sie auch in der Lage, Druck
und Zugkräfte aufzunehmen, wie sie bei in die Ringnut 45
eingerasteten Hakenteilen 49 auftreten. Durch eine entspre
chend starke Ausbildung der Dicke der Lamellenkörper 51 wird
bei Auftreffen der Hakenteile 49 auf die Rampe 54 ein ver
stärkter Bremseffekt erreicht, so daß beispielsweise ohne
die zuvor erwähnte Drosselschraube 65 ausgekommen werden
kann. Das Verbiegen der Lamellen 35 führt zu einer radial
nach außen gerichteten Vorspannung der Lamellen, die aus
reichend ist, die Hakenteile 49 in die Nut 45 einzudrücken.
In der eingerückten Verriegelungslage sind dann die Lamellen
wieder vollkommen entspannt, so daß in diesem Zustand keine
Biegemomente in radialer Richtung auf die Lamellen wirken.
Claims (13)
1. Verriegelungsvorrichtung für hydraulische oder pneuma
tische Arbeitszylinder mit einem Arbeitskolben, der mit
um seinen Umfang angeordnete und mit diesem verbundene
Lamellen versehen ist, die sich längs des Kolbens er
strecken und an ihrem freien Ende ein zylinderwandsei
tig verdicktes Hakenteil aufweisen, das in eine Ausneh
mung in der Zylinderwand einrückbar ist, und mit einem
Sperrkolben, der relativ zum Arbeitskolben bewegbar ist
und der über die eingerückten Hakenteile schiebbar ist
und diese radial unverrückbar sperrt, wobei die Stirn
fläche des Sperrkolbens mit einer Stirnfläche der Haken
teile aneinander stoßbar ist, so daß der über der Aus
nehmung gelegene Sperrkolben mittels der Hakenteile so
lange verschiebbar ist, bis diese in die Ausnehmung
einrücken, und der Sperrkolben danach wieder in seine
Sperrstellung zurückkehrt, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Hakenteile (26, 49) form
schlüssig in die Ausnehmung (41, 44) aufnehmbar sind,
daß in Richtung der sich auf die Ausnehmung (41, 44) zu
bewegenden Lamellen (25, 35) gesehen, unmittelbar vor
der Ausnehmung (41, 44) eine rampenartige Verdickung
(53) der Zylinderwand vorgesehen ist, wodurch die Lamel
len (25, 35) radial zusammendrückbar und spannbar sind.
2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (41,
44) durch eine Ringnut (42, 45) gebildet wird.
3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Ausnehmung (41, 44) ein V-förmiges Profil aufweist.
4. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß eine einstückige Verriegelungsbüchse (23, 30) vor
gesehen ist, die mit dem Arbeitskolben (22) verbindbar
ist und mit den Lamellen (25, 35) versehen ist.
5. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß ein mit einem Arbeitszylinderrohr (14) verbindbares
Zwischenstück (13, 15) vorgesehen ist, an dessen Innen
seite die Ausnehmung (41, 44) vorgesehen ist, und in
der der Sperrkolben (17, 31) angeordnet ist.
6. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperrkolben (17, 31) gegen die Kraft einer vor
gespannten Feder bzw. Federn (20, 34) verschiebbar ist.
7. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sperrkolben (17, 31) gegen die Kraft eines
Druckmediums verstellbar ist.
8. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stirnfläche des Hakenteils (26, 49) abgeschrägt
(58) ist.
9. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stirnfläche des Sperrkolbens (17, 31) entspre
chend den Stirnflächen der Hakenteile (46, 49) abge
schrägt (57) ist, so daß diese in etwa parallel ver
laufen.
10. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Lamelle ein im Schnitt etwa dachförmiges Haken
teil (26, 49) aufweist, dessen Stirnseite derart abge
schrägt (58) ist, daß die Schräge (58) einen etwas ver
schiedenen Neigungswinkel α gegenüber dem Winkel β,
den die sich erhebende Dachfläche (59), in Längsrich
tung vom Lamellenboden aus gesehen, aufweist.
11. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lamellenkörper (51) im Abstand zur Zylinderwand
innenseite und zur Kolbenstangenaußenseite verläuft und
daß der äußerste Umfangspunkt der Hakenteile (26, 29)
längs der Zylinderinnenwandseite gleitet.
12. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Höhe der rampenartigen Verdickung (53) in radia
ler Richtung der Einschnittiefe der Ausnehmung (41, 44)
entspricht, so daß der Boden der Ausnehmung (41, 44) in
einer Fluchtlinie (56) mit der Zylinderwandfläche vor
der rampenartigen Verdickung (53) liegt.
13. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der
folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß für jede Endlage des Arbeitszylinders (10) eine Ver
riegelungsvorrichtung vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873730808 DE3730808A1 (de) | 1987-09-14 | 1987-09-14 | Verriegelungsvorrichtung fuer hydraulische oder pneumatische arbeitszylinder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873730808 DE3730808A1 (de) | 1987-09-14 | 1987-09-14 | Verriegelungsvorrichtung fuer hydraulische oder pneumatische arbeitszylinder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3730808A1 true DE3730808A1 (de) | 1989-03-23 |
Family
ID=6335959
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873730808 Ceased DE3730808A1 (de) | 1987-09-14 | 1987-09-14 | Verriegelungsvorrichtung fuer hydraulische oder pneumatische arbeitszylinder |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3730808A1 (de) |
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