DE3728681A1 - Turbo-verbundkraftmaschine - Google Patents
Turbo-verbundkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Turbo-Verbundkraftmaschine nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Eine solche Kraft
maschine kann eine stark aufgeladene Maschine sein, die ent
weder mit einem Turbolader oder einem Überlader (im folgen
den auch als Turbolader bezeichnet) und mit einer Leistungs
turbine ausgerüstet ist. Insbesondere betrifft die Erfin
dung eine Turbo-Verbundkraftmaschine, die eine Bremskraft
abgibt, welche mindestens gleich derjenigen einer nicht
überladenen Maschine gleicher Leistungsabgabe ist.
Allgemein zeichnen sich überladene Kraftmaschinen gegenüber
den nicht überladenen Kraftmaschinen größeren Hubraums durch
einen günstigeren Kraftstoffverbrauch, eine mindestens glei
che Ausgangsleistung und leichteres Gewicht sowie kompakte
ren Aufbau aus. Diese Vorteile der überladenen Kraftmaschi
nen werden mit den stark überladenen Kraftmaschinen und mit
den Turbo-Verbundkraftmaschinen noch vergrößert, und die Er
findung befaßt sich insbesondere mit den letzteren Maschinen.
Bei der Turbo-Verbundkraftmaschine, wie sie schematisch in
Fig. 11 gezeigt ist, wird die Energie der Abgase aus der Ma
schine b in dem Turbolader c als Ladearbeit umgesetzt, wo
nach die restliche Energie der Abgase mit der Leistungstur
bine d umgesetzt wird. Obwohl diese Konstruktion eine all
gemeine Verbesserung der Leistungsabgabe, des Kraftstoff
verbrauchs und des Wirkungsgrades der Kraftmaschine b mit
sich bringt, müssen die Expansionsverhältnisse des Turbola
ders c und der Leistungsturbine d erhöht werden, wenn eine
weitere Verbesserung der Gesamtleistung der Verbundkraft
maschine gewünscht wird. Ein Ansteigen des Überladedrucks
bewirkt nämlich ein weiteres Ansteigen des Wirkungsgra
des einer Turbo-Verbundkraftmaschine.
Ein Beispiel einer solchen Kraftmaschine ist durch die ja
panische Gebrauchsmuster-Offenlegungsschrift 157 941/85
bekannt geworden.
Bei dieser Kraftmaschine ist, wie Fig. 12 zeigt, an den Ab
gaskanal e, der den Turbolader c 1 mit der Leistungsturbi
ne d 1 verbindet, ein Bypass f angeschlossen, der die Lei
stungsturbine d 1 überbrückt, und an der Verbindungsstelle g
des Abgaskanals e mit dem Bypass f befindet sich ein Schalt
ventil h, das den Abgaskanal e entsprechend der Druckwirkung
auf ein Beschleunigungspedal der Maschine (nicht dargestellt)
verschließt.
Bei dieser Konstruktion soll eine Abnahme der Ausgangslei
stung bei geringer Energie der Abgase verhindert werden, in
dem der Gegendruck an der Turbine des Turboladers c 1 durch
Führung der Abgase über den Bypass f erhöht wird. Hier wird
die Strömungsgeschwindigkeit der Abgase und damit deren
Energie über den Betrag der Druckeinwirkung auf das Be
schleunigungspedal ausgewertet.
Beim Einsatz einer solchen Brennkraftmaschine in einem Fahr
zeug entsteht jedoch das Problem, daß es schwierig ist, eine
Motorbremskraft (Abgasbremskraft) entsprechend zunehmender
Leistungsabgabe beizubehalten. Dies erkennt man aus dem Zu
sammenhang zwischen der Maschinendrehzahl Ne, der Ausgangs
leistung Pme (durchgezogene Linien) und der Motorbremskraft
Pmf (gestrichelte Linien), der in Fig. 13 für eine stark
überladene Maschine im Vergleich mit einer nicht überlade
men Maschine gezeigt ist. Bezüglich der relativen Bremskraft
(d.h. Maschinendrehzahl/Ausgangsleistung) ist nämlich bei
der Drehzahl N 100% bzw. 100% Nenndrehzahl B N /S N <B T /S T ,
wobei B die Bremskraft der Maschine und S die Ausgangslei
stung ist, und zwar mit dem Index N jeweils für eine nicht
überladene Maschine und mit dem Index T für eine überlade
ne Maschine. Dies bedeutet, daß die relative Bremskraft ab
fällt, wenn die Überladung verstärkt wird.
Das Beibehalten einer ausreichend großen Maschinenbrems
kraft ist nicht nur für die Manövrierfähigkeit und die Si
cherheit des Fahrzeugs wichtig, sondern auch zur besseren
Ausnutzung der Vorteile einer Turbo-Verbundkraftmaschine.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Turbo-Verbundkraftma
schine anzugeben, bei der stets eine ausreichend hohe Brems
kraft gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Bei einer Turbo-Verbundkraftmaschine nach der Erfindung ist
eine Leistungsturbine so in dem Abgaskanal der Kraftmaschi
ne angeordnet, daß sie die Energie der Abgase umsetzt. Die
Leistungsturbine ist mit der Kurbelwelle der Kraftmaschine
über ein Antriebsgetriebe verbunden. An denjenigen Teil des
Abgaskanals, der zwischen der Leistungsturbine und der Kraft
maschine liegt, ist ein Strömungskanal angeschlossen, und
eine Schaltvorrichtung schließt bei Betätigen der Abgasbrem
se den Abgaskanal stromaufwärts des Strömungskanals, wäh
rend dieser gleichzeitig geöffnet wird.
Bei normalem Betrieb einer solchen Kraftmaschine setzt die
Leistungsturbine die Energie der Abgase um, und diese umge
setzte Energie wird über ein Antriebsgetriebe als Teil der
zu liefernden Leistung auf die Kraftmaschine übertragen.
Wird die Abgasbremse betätigt, so wird jedoch die strom
aufwärtige Seite des Strömungskanals mit einer Schaltvor
richtung geschlossen und gleichzeitig der Abgaskanal unmit
telbar stromaufwärts der Leistungsturbine mit dem Strömungs
kanal verbunden. Dies führt dazu, daß die Leistungsturbine,
die eigentlich als Energieumsetzer arbeitet, nun als Kom
pressor arbeitet und die Luft aus dem Strömungskanal auf
nimmt, so daß sie nun eine negative Arbeit leistet, nämlich
diejenige einer Pumpe. Deshalb wird bei Betätigung der Ab
gasbremse eine große Motorbremskraft erzeugt, denn die Eigen
reibung der Maschine, die Pumparbeit bzw. negative Arbeit
und die Kraft der Abgasbremse addieren sich.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Figuren weiter
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines ersten Aus
führungsbeispiels einer Turbo-Verbundkraftma
schine nach der Erfindung,
Fig. 2 eine vergrößerte Teildarstellung der Anordnung
eines Schaltventils an der Verbindungsstelle
des Abgaskanals und des Strömungskanals,
Fig. 3 eine vergrößerte Teildarstellung der Richtun
gen der Luftströmung bei Verbindung des Strö
mungskanals mit dem Abgaskanal durch das Schalt
ventil und gleichzeitiger vollständiger Schlie
ßung des stromaufwärtigen Teils des Abgaskanals,
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines zweiten
Ausführungsbeispiels einer Turbo-Verbundkraft
maschine nach der Erfindung,
Fig. 5 eine vergrößerte Teildarstellung der Schalt
stellungen eines Drehventils, das an der Ver
bindungsstelle des Strömungskanals mit dem Ab
gaskanal der in Fig. 4 gezeigten Maschine an
geordnet ist,
Fig. 6 eine vergrößerte Teildarstellung der Schalt
stellung des Drehventils nach Fig. 5 bei Be
tätigung der Abgasbremse,
Fig. 7 eine Schnittdarstellung zur Verdeutlichung
der Richtung der Luftströmung oder der Abgas
strömung bei normal oder umgekehrt arbeiten
der Leistungsturbine für die Maschine nach
Fig. 4,
Fig. 8 ein Bremskraftdiagramm, das den Effekt der Än
derung eines Drosselöffnungsdurchmessers zeigt,
Fig. 9 eine schematische Darstellung einer Turbo-Ver
bundkraftmaschine mit Turbolader und Leistungs
turbine,
Fig. 10 ein Bremskraftdiagramm, das die Auswirkung der
Maschinendrehzahl für eine Turbo-Verbundkraft
maschine, eine Normalmaschine und die beiden
Turbo-Verbundkraftmaschinen gemäß dem ersten
und zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung
zeigt,
Fig. 11 eine schematische Darstellung einer üblichen
Turbo-Verbundkraftmaschine mit Turbolader und
Leistungsturbine,
Fig. 12 eine schematische Darstellung eines Bypass
kanals, der über ein Schaltventil zwischen der
Turboladerturbine und der Leistungsturbine
einer üblichen turbogeladenen Kraftmaschine
angeordnet ist, und
Fig. 13 Leistungskurven des Zusammenhangs zwischen Ma
schinenleistung und Drehzahl sowie zwischen
Bremskraft und Drehzahl für eine nicht turbo
geladene und eine stark überladene Kraftma
schine.
Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Turbo-Verbundkraft
maschine umfaßt eine Brennkraftmaschine 1 mit einem Ansaug
system 2 und einem Abgassystem 3. An das Abgassystem 3 ist
ein Abgaskanal 4 angeschlossen, der Abgaskanalabschnitte 4 a,
4 b, 4 c und 4 d hat. An das Ansaugsystem 2 ist ein Ansaugka
nal 5 angeschlossen.
In dem Abgaskanal 4 ist eine Turbine 6 a eines Turbola
ders 6 etwa auf halber Länge des Abgaskanalabschnitts 4 a
angeordnet, während der Kompressor 6 b des Turboladers 6
etwa auf halber Länge des Ansaugkanals 5 angeordnet ist.
In dem Abgaskanalabschnitt 4 c ist stromabwärts des Turbo
laders 6 eine Leistungsturbine 7 angeordnet. Ferner ist
die Austrittswelle 8 der Leistungsturbine 7 mit der Kur
belwelle 10 der Brennkraftmaschine 1 über ein mehrstufi
ges Getriebe 9 verbunden, zu dem auch eine Flüssigkeits
kupplung 11 gehört.
Die Flüssigkeitskupplung 11 ist so konstruiert, daß sie
ein freies Zirkulieren der Hydraulikflüssigkeit zwischen
der Eintrittsseite (Leistungsturbinenseite) eines Pumpra
des 11 a und der Austrittsseite (Kurbelwellenseite) eines
Pumprades 11 b gestattet und die Hydraulikflüssigkeit fer
ner an eines der Pumpräder 11 a und 11 b liefert, wenn das
andere arbeitet, so daß die Drehleistung wirksam übertra
gen wird.
Zweck der Turbo-Verbundkraftmaschine nach der Erfindung
ist es, eine Maschinenbremskraft entsprechend der Ausgangs
leistung der Brennkraftmaschine 1 beizubehalten. Zu diesem
Zweck benötigt man einen Widerstand, der der auf die Kur
belwelle 10 direkt oder indirekt übertragenen Drehung ent
gegenwirkt, so daß die Kurbelwelle 10 eine große negative
Arbeit leistet. Dies wird bei der Turbo-Verbundkraftmaschi
ne nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die Leistungs
turbine 7, die mit der Kurbelwelle 10 über das Getriebe 9
verbunden ist, eine große negative Arbeit leistet. Die Tur
bo-Verbundkraftmaschine ist also so aufgebaut, daß eine Zu
nahme der negativen Arbeit beim Abgasbremsen durch derar
tiges Betreiben der Leistungsturbine 10 erreicht wird, daß
sich für diese die Wirkung eines Kompressors mit geringem
Wirkungsgrad ergibt.
Gemäß Fig. 2 ist an die Verbindungsstelle 271 des stromab
wärtigen Endes des Abgaskanalabschnitts 4 b mit dem Abgas
kanalabschnitt 4 c ein Ende eines Strömungskanals 12 ange
schlossen, und in der Verbindungsstelle 271 ist eine Schalt
vorrichtung 30 angeordnet, deren Zweck darin besteht, die
Strömungswege an der Verbindungsstelle 271 umzuschalten.
Diese Schaltvorrichtung 30 hat ein Schaltventil 14 mit zu
gehörigem Antrieb 15. Das Schaltventil 14 verbindet in
seiner einen Stellung den Abgaskanalabschnitt 4 c, der un
mittelbar stromaufwärts der Leistungsturbine 7 angeordnet
ist, mit dem Strömungskanal 12, während gleichzeitig der
Abgaskanal 4 b, der stromaufwärts des Endes des Strömungs
kanals 12 liegt, verschlossen wird.
Der Antrieb 15 des Schaltventils 14 ist folgendermaßen auf
gebaut. Gemäß Fig. 2 ist an die Drehlagerung 16 des Schalt
ventils 14 integral ein Hebel 17 angeschlossen, dessen
freies Ende mit dem Schieber 19 eines Betätigungszylin
ders 18 derart verbunden ist, daß bei Herausbewegen des
Schiebers 19 aus dem Betätigungszylinder 18 das Schaltven
til 14 den Abgaskanalabschnitt 4 b verschließt.
Die Kammer 20 des Betätigungszylinders 18 ist über einen
Flüssigkeitskanal mit einem Vorratsbehälter 22 verbunden,
und in dem Flüssigkeitskanal 21 ist ein Elektromagnetven
til 23 angeordnet, das den Flüssigkeitskanal 21 zur Kam
mer 20 hin öffnet, wenn es eingeschaltet wird. Ferner ist
das Elektromagnetventil 23 so konstruiert, daß es nur dann
eingeschaltet wird, wenn ein Leerlaufschalter 24, der den
Leerlauf der Brennkraftmaschine 1 feststellt, ein Kupp
lungsbetriebsschalter 25 und ein Abgasbremsschalter 26 ge
schlossen sind. Dann wird es in den Stromkreis einer Gleich
stromquelle 27, beispielsweise einer Batterie, eingeschal
tet.
Im folgenden wird die Arbeitsweise der Turbo-Verbundkraft
maschine erläutert. Wenn der Abgasbremsschalter 26 (Fig. 1)
geöffnet ist, so werden die Abgase der Brennkraftmaschine 1
über das Abgassystem 3 dem Abgaskanal 4 zugeführt. Die Tur
bine 6 a des Turboladers 6 setzt die in den Abgasen enthal
tene Energie um und treibt den koaxial mit ihr angeordne
ten Kompressor 6 b, wodurch Ladeluft den Zylindern der Brenn
kraftmaschine 1 zugeführt wird. Gleichzeitig übertragen die
aus der Turbine 6 a austretenden Abgase eine Drehkraft auf
die Leistungsturbine 7, so daß die Energie der Abgase wie
derum umgesetzt wird und auf die Kurbelwelle 10 als zusätz
liche Drehenergie über das Getriebe 9 und die Flüssigkeits
kupplung 11 übertragen wird.
Wenn die Abgasbremse arbeitet, so sind der Leerlaufschal
ter 24, der Kupplungsschalter 25 und der Abgasbremsschal
ter 26 geschlossen, so daß das Elektromagnetventil 23 ein
geschaltet wird und der Kammer 20 des Betätigungszylin
ders 18 aus dem Vorratsbehälter 22 Arbeitsflüssigkeit zu
führt. Dadurch wirkt der Schieber 19 über den Hebel 17 auf
das Schaltventil 14, so daß dieses den Abgaskanalabschnitt 4 b
schließt und den Abgaskanalabschnitt 4 c, der stromabwärts
des Schaltventils 14 liegt, mit dem Strömungskanal 12 ver
bindet.
Da die Leistungsturbine in diesem Betriebszustand keine zu
sätzliche Energie aus den Abgasen erhält, wird die Drehkraft
der Kurbelwelle 10 über das Getriebe 9 und die Flüssigkeits
kupplung 11 auf die Leistungsturbine 7 übertragen. Dadurch
arbeitet die Leistungsturbine 7 im Gegensatz zu ihrem Nor
malbetrieb als ein Kompressor mit schlechtem Wirkungsgrad
und bläst Luft aus dem Strömungskanal 12 durch die Abgas
kanalabschnitte 4 c und 4 d, wie es Fig. 3 zeigt. Dieses Um
wälzen von Luft durch die Leistungsturbine 7 ist mit einer
großen negativen Arbeit an der Kurbelwelle 10 verbunden, wo
durch eine entsprechend große Bremskraft zusätzlich zu der
Eigenreibung der Brennkraftmaschine 1 erzeugt wird.
Die Abgasbremse wird hier durch das Abgassystem 3 und ein
(nicht dargestelltes) Abgasbremsventil gebildet, das strom
abwärts angeordnet ist. Wenn dieses Abgasbremsventil voll
ständig geschlossen ist, so wird der Abgaswiderstand, näm
lich die Pumparbeit, erhöht und damit die Bremskraft er
zeugt.
Im folgenden wird ein weiteres Ausführungsbeispiel der Er
findung erläutert. Diese in Fig. 4 dargestellte Turbo-Ver
bundkraftmaschine umfaßt eine Brennkraftmaschine 101, ein
Ansaugsystem 102 und ein Abgassystem 103, an das ein Abgas
kanal 104 angeschlossen ist, der Abgaskanalabschnitte 104 a,
104 b, 104 c und 104 d hat. An das Ansaugsystem 102 ist ein
Ansaugkanal 105 angeschlossen.
In dem Abgaskanal 104 ist auf etwa halber Länge des Abgas
kanalabschnitts 104 a die Turbine 106 a des Turboladers 106
angeordnet, dessen Kompressor 106 b auf etwa halber Länge
des Ansaugkanals 105 angeordnet ist. In dem Abgaskanalab
schnitt 104 b stromabwärts des Turboladers 106 ist eine Lei
stungsturbine 107 zur Umsetzung von Abgasenergie vorgesehen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird eine ausreichende Ma
schinenbremskraft entsprechend der abgegebenen Leistung
sichergestellt, indem die Leistungsturbine 107 bei Betäti
gung der Abgasbremse in umgekehrter Richtung angetrieben
wird, so daß sie eine große negative Arbeit leistet.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Maschine ist die Abtriebswel
le 108 der Leistungsturbine 107 mit der Kurbelwelle 110
der Brennkraftmaschine 101 über ein mehrstufiges Getriebe
109 für normale Drehrichtung verbunden. Auf der der Lei
stungsturbine 107 zugeordneten Seite dieses Getriebes 109
ist eine Flüssigkeitskupplung 111 vorgesehen, während zwi
schen der die Flüssigkeitskupplung 111 enthaltenden Ge
triebestufe und der Kurbelwellenseite des Getriebes eine
Elektromagnetkupplung 128 für normale Drehrichtung derart
angeordnet ist, daß bei ihrer Einschaltung eine Drehkraft
von der Leistungsturbine 107 auf die Kurbelwelle 110 über
tragen wird.
Gleichzeitig ist die Abtriebswelle 108 der Leistungstur
bine 107 mit der Kurbelwelle 110 auch über ein Umkehrge
triebe 129 verbunden, das parallel zu dem Getriebe 109 für
normale Drehrichtung angeordnet ist. Dieses Umkehrgetrie
be 129 ist mit einem Leerlaufzahnrad 130 für Gegendrehrich
tung ausgerüstet. Zwischen diesem Leerlaufzahnrad 130 und
der Kurbelwellenseite des Getriebes ist eine Elektromagnet
kupplung 131 für Gegendrehrichtung derart angeordnet, daß
bei ihrer Einschaltung eine Drehkraft von der Kurbelwel
le 110 auf die Leistungsturbine 107 übertragen wird. Das
System ist so aufgebaut, daß die Elektromagnetkupplung 131
für Gegendrehrichtung immer dann ausgeschaltet wird, wenn
die andere Elektromagnetkupplung 128 für Normaldrehung ein
geschaltet wird und umgekehrt. Somit ist bei Einschaltung
des einen Getriebes das andere Getriebe abgeschaltet.
Auf der Turbinenseite der beiden Getriebe 109 und 129 ist
jeweils eine Flüssigkeitskupplung 111 vorgesehen, die so
arbeitet, daß die Hydraulikflüssigkeit frei zwischen dem
Eintrittspumprad 111 a (Leistungsturbinenseite) und dem Aus
trittspumprad 111 b (Kurbelwellenseite) zirkulieren kann
und ferner einem der Pumpräder 111 a und 111 b zugeführt wird,
wenn jeweils das andere arbeitet, wodurch die Drehkraft über
tragen wird.
Die Aufgabe des Laufrades der Leistungsturbine 107, das mit
hohem Wirkungsgrad arbeitet, besteht darin, bei Gegendrehung
einen großen Widerstand für die Kurbelwelle 110 zu erzeugen.
Zu diesem Zweck dient die im folgenden zu beschreibende Kon
struktion.
Wie Fig. 4 zeigt, ist an denjenigen Teil des Abgaskanalab
schnitts 104 b, der zwischen der Leistungsturbine 107 und
dem Turbolader 106 liegt, das eine Ende eines Strömungs
kanals 112 angeschlossen, dessen anderes Ende mit dem Ab
gaskanalabschnitt 104 d stromabwärts der Leistungsturbine
107 verbunden ist. An der Verbindungsstelle des Strömungs
kanals 112 und des Abgaskanalabschnitts 104 b ist eine
Schaltvorrichtung 115 angeordnet.
Die Schaltvorrichtung 115 enthält, wie Fig. 4 und 5 zei
gen, ein Drehventil 134, das in der Verbindungsstelle ange
ordnet ist und mit einem Antrieb 135 bewegt wird. Das Dreh
ventil 134 hat einen Rotor 134 b, der in einem Gehäuse 134 a
frei drehbar angeordnet ist. Ein erster Kanal X und ein
zweiter Kanal Y sind in dem Rotor 134 b vorgesehen. Der
Durchmesser d₁ des ersten Kanals X sollte gleich dem Durch
messer d₀ des Abgaskanalabschnitts 104 b sein, während der
Durchmesser d₂ des zweiten Kanals Y kleiner als der Durch
messer d 3 des Strömungskanals 112 sein sollte. Das Gehäu
se 134 a hat eine Öffnung 134 c für jeden Abgaskanalabschnitt
104 b und 104 c und den Strömungskanal 112, so daß bei Dre
hung des ersten Kanals X in die Stellung, in der die Abgas
kanalabschnitte 104 b und 104 c verbunden sind, der zweite
Kanal Y so angeordnet ist, daß der Abgaskanalabschnitt 104 b
von dem Strömungskanal 112 getrennt ist (Fig. 5) und umge
kehrt (Fig. 6).
Der Antrieb 135 für das Drehventil 134 ist folgendermaßen
aufgebaut. Wie Fig. 4 und 5 zeigen, ist der Rotor 134 b mit
einem Hebel 117 verbunden, dessen freies Ende außerhalb des
Abgaskanalabschnitts 104 b mit dem Schieber 119 eines Betä
tigungszylinders 118 verbunden ist.
Gemäß Fig. 4 ist die Kammer 120 des Betätigungszylinders 118
über einen Flüssigkeitskanal 121 mit einem Vorratsbehäl
ter 122 verbunden, und in dem Flüssigkeitskanal 121 ist
ein Elektromagnetventil 123 so angeordnet, daß es die Kam
mer 120 mit dem Vorratsbehälter 122 verbindet, wenn es von
einer Stromquelle 127, beispielsweise einer Batterie, ge
speist wird. Das Elektromagnetventil 123 wird nur dann ein
geschaltet, wenn ein Leerlaufschalter 124, ein Kupplungs
schalter 125 und ein Abgasbremsschalter 126 geschlossen
sind.
Die Elektromagnetkupplung 128 für Normaldrehung wird mit
einem Schalter 133 eingeschaltet, der im Normalbetrieb ge
schlossen ist. Die Elektromagnetkupplung 131 für Gegendre
hung wird mit einem Schalter 132 eingeschaltet, der bei Nor
malbetrieb geöffnet ist. Die Schalter 132 und 133 sind Re
laisschalter, die gleichfalls durch die Schalter 124, 125
und 126 betätigt werden.
Im folgenden wird die Arbeitsweise der in Fig. 4 gezeigten
Turbo-Verbundkraftmaschine beschrieben. Wenn das Elektro
magnetventil 123 abgeschaltet und der Abgasbremsschal
ter 126 geöffnet ist, so sind der Abgaskanalabschnitt 104 c
unmittelbar stromaufwärts der Leistungsturbine 107 und der
Abgaskanalabschnitt 104 b stromaufwärts des Drehventils 134
miteinander über den ersten Kanal X (Fig. 5) verbunden. In
diesem Betriebszustand werden die Abgase von der Brennkraft
maschine 101 über das Abgassystem 103 dem Abgaskanalab
schnitt 104 b zugeführt, so daß die Turbine 106 a des Turbo
laders 106 die Energie der Abgase umsetzt und den mit ihr
koaxial angeordneten Kompressor 106 b antreibt, welcher La
deluft in die Zylinder der Brennkraftmaschine 101 liefert.
Gleichzeitig bewirken die aus der Turbine 106 a austreten
den Abgase eine Drehung der Leistungsturbine 107, so daß in
dieser Abgasenergie umgesetzt wird.
Da der Schalter 133 der Elektromagnetkupplung 128 für Nor
maldrehung geschlossen und der Schalter 132 der Elektro
magnetkupplung 131 für Gegendrehung geöffnet ist, wird die
in der Leistungsturbine 107 umgesetzte Abgasenergie auf
die Kurbelwelle 110 über das Getriebe 109 für Normaldrehung
übertragen und bildet somit einen Teil der von der Brenn
kraftmaschine 101 abgegebenen Drehenergie.
Wenn die Abgasbremse betätigt wird, so sind der Leerlauf
schalter 124, der Kupplungsschalter 125 und der Abgasbrems
schalter 126 geschlossen, so daß der Schalter 132 der Elek
tromagnetkupplung 131 geschlossen ist, während der Schal
ter 133 der Elektromagnetkupplung 128 für Normaldrehung ge
öffnet ist, wodurch der Vorratsbehälter 122 Arbeitsflüssig
keit in die Kammer 120 des Betätigungszylinders 118 liefert,
so daß dieser den Schieber 119 betätigt und das Drehven
til 134 über den Hebel 117 so verstellt, daß der Abgaska
nalabschnitt 104 b geschlossen ist, während der Abgaskanal
abschnitt 104 c stromabwärts des Drehventils 134 mit dem
Strömungskanal 112 über den zweiten Kanal Y verbunden wird.
In diesem Betriebszustand erhält die Leistungsturbine 107
keine Antriebsenergie aus den Abgasen, und die Drehkraft
der Kurbelwelle 110 wird über das Getriebe 129 für Gegen
drehung auf die Leistungsturbine 107 übertragen. Diese ar
beitet nun, wie Fig. 7 zeigt, in Gegendrehrichtung als Kom
pressor mit schlechtem Wirkungsgrad und bläst Luft aus dem
Abgaskanalabschnitt 104 d in den Strömungskanal 112. Da das
zum Strömungskanal 112 über den zweiten Kanal Y strömende
Gas durch die Drosselwirkung des zweiten Kanals Y beschleu
nigt wird, ergibt sich eine große negative Arbeit für die
Luftumwälzung und Luftkompression in der Leistungsturbi
ne 107, die der Arbeit der Kurbelwelle 110 entgegenwirkt.
Bei Betätigung der Abgasbremse wird also eine große Maschi
nenbremskraft durch diese negative Arbeit zusammen mit der
negativen Arbeit der Abgasbremse und der Eigenreibung der
Brennkraftmaschine erzeugt. Die Abgasbremse hat ein (nicht
dargestelltes) Abgasbremsventil, das in dem Abgaskanalab
schnitt 104 a angeordnet ist und bei vollständiger Schlie
ßung eine Zunahme des Abgaswiderstandes erzeugt, der mit
einer Zunahme der Pumparbeit verbunden ist, wodurch sich
die Maschinenbremskraft ergibt.
Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Durchmesser d₂
des zweiten Kanals Y und der Maschinenbremskraft Pmf bzw.
dem Betrag der negativen Arbeit, wie er in Fig. 8 darge
stellt ist. Der Durchmesser d₂ wird auch wesentlich durch
die Abmessungen der Leistungsturbine 107 bestimmt. Wie
Fig. 8 zeigt, gibt es einen optimalen Bereich für diesen
Durchmesser d 2, in dem die Leistungsturbine 107 eine maxi
male Maschinenbremskraft erzeugt (siehe auch Fig. 10).
Bei einer Turbo-Verbundkraftmaschine nach der Erfindung
kann mit der Leistungsturbine 7 bzw. 107 eine große Abgas
bremskraft durch negative Arbeit erzeugt werden. Bei dem
erstbeschriebenen Ausführungsbeispiel läuft dabei die Lei
stungsturbine 107 in Normaldrehrichtung, während die Lei
stungsturbine 107 bei dem zweiten Ausführungsbeispiel in
Gegendrehrichtung läuft. Die mit einer derartigen Erzeugung
der Maschinenbremskraft verbundenen Vorteile gegenüber
einer Normalmaschine sind aus Fig. 10 zu entnehmen, die
ein Bremskraftdiagramm zeigt.
In Fig. 10 gilt die Kurve A für die Bremskraft bzw. Eigen
reibung der Grundmaschine, die Kurve B für diejenige einer
Turbo-Verbundkraftmaschine, die Kurve C für die Bremskraft
der Turbo-Verbundkraftmaschine nach Fig. 9, wenn entweder
der Abgaskanalabschnitt 4 b zwischen dem Turbclader 6 und
der Leistungsturbine 7 oder der Abgaskanalabschnitt 4 d
stromabwärts der Leistungsturbine 7 geschlossen ist. Die
Kurve D zeigt die Bremskraft der Grundmaschine mit betätig
ter Abgasbremse, die Kurve E die Bremskraft der Turbo-Ver
bundkraftmaschine mit betätigter Abgasbremse.
Es ist zu erkennen, daß die Kurve E die beste Bremsleistung
wiedergibt, jedoch ist die dabei erzielte Bremskraft für
eine Turbo-Verbundkraftmaschine mit ausgezeichneter Lei
stungsabgabe nicht hoch genug. Demgegenüber zeigt die Kur
ve F eine Verbesserung. Diese gilt für den Fall, daß der
Abgaskanalabschnitt 4 b zwischen dem Turbolader 6 und der
Leistungsturbine 7 geschlossen ist und gleichzeitig die
Leistungsturbine 7 eine Luftumwälzung in Gegendrehrichtung
durchführt.
Dies bedeutet, daß die Kurve G, die dem erstbeschriebenen
Ausführungsbeispiel der Erfindung entspricht, bei dem die
Leistungsturbine 7 in Normaldrehrichtung eine Kompressions
arbeit durchführt, eine noch bessere Maschinenbremsleistung
verdeutlicht. Die Kurve H, die dem zweiten Ausführungsbei
spiel der Erfindung entspricht, bei dem die Leistungstur
bine 107 in Gegendrehrichtung die negative Arbeit erzeugt,
zeigt nicht nur eine noch bessere Maschinenbremsleistung,
sondern auch ein schnelleres Ansprechverhalten, was durch
den steileren Anstieg im Anfangsbereich deutlich wird. Dies
ist mit einer gegenüber dem Fall G besseren Zuverlässigkeit
der Maschinenbremse verbunden.
Bei beiden Ausführungsbeispielen der Erfindung können die
Strömungskanäle 12 und 112 entsprechend der Leistungsabga
be der Brennkraftmaschine 1 bzw. 101 auf einen vorbestimm
ten Querschnitt gedrosselt werden, wobei die Abgaskanalab
schnitte stromaufwärts des Strömungskanals 12 bzw. 112 je
nach Erfordernis geöffnet oder geschlossen sind.
Claims (9)
1. Turbo-Verbundkraftmaschine mit einer Brennkraftmaschi
ne (1) und einer in dem Abgaskanal (4) der Brennkraft
maschine (1) angeordneten Leistungsturbine (7) zur Um
setzung von Abgasenergie sowie einer die Leistungstur
bine (7) mit der Kurbelwelle (10) der Brennkraftmaschi
ne (1) verbindenden Leistungsübertragungseinrichtung (9),
dadurch gekennzeichnet, daß der Abgaskanal
(4) zwischen der Leistungsturbine (7) und der Brennkraft
maschine (1) an einen Strömungskanal (12) angeschlossen
ist, und daß eine Schaltvorrichtung (30) vorgesehen ist,
die bei Betätigung der Abgasbremse der Brennkraftma
schine (1) den Abgaskanal (4) stromaufwärts des Strö
mungskanals (12) schließt und den Strömungskanal (12)
öffnet.
2. Turbo-Verbundkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leistungsübertragungs
einrichtung (9) ein die Kurbelwelle (10) mit der Lei
stungsturbine (7) verbindendes Getriebe umfaßt.
3. Turbo-Verbundkraftmaschine nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Getriebe (9) eine
Flüssigkeitskupplung (11) enthält.
4. Turbo-Verbundkraftmaschine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Strömungskanal (12) mit dem Abgaskanal (4 b) stromauf
wärts der Leistungsturbine (7) einerseits und mit dem
Abgaskanal (4 d) stromabwärts der Leistungsturbine (7)
andererseits verbunden ist.
5. Turbo-Verbundkraftmaschine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaltvorrichtung (115) die stromaufwärtige Seite des Ab
gaskanals (104 b) gegenüber dem Strömungskanal (112)
schließt und den Strömungskanal (112) bis zu einem vor
bestimmten Querschnitt öffnet.
6. Turbo-Verbundkraftmaschine nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leistungsübertragungs
einrichtung ein Getriebe (129) für Gegendrehung zur Über
tragung von Antriebsleistung von der Kurbelwelle (110)
zur Leistungsturbine (107) bei Betätigung der Abgas
bremse und ein Getriebe (109) für Normaldrehung zur über
tragung von Antriebsleistung von der Leistungsturbine
(107) zur Kurbelwelle (110) bei Normalbetrieb umfaßt.
7. Turbo-Verbundkraftmaschine nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Getriebe (109) für
Normaldrehung und das Getriebe (129) für Gegendrehung
jeweils eine Flüssigkeitskupplung (111) und eine Elek
tromagnetkupplung (128, 131) enthalten.
8. Turbo-Verbundkraftmaschine nach einem der Ansprüche 5
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaltvorrichtung (115) ein Schaltventil (134) enthält,
das den Abgaskanal (104 b) stromaufwärts des Strömungs
kanals (112) verschließt und den Strömungskanal (112)
auf einen vorbestimmten Querschnitt öffnet, wenn die Ab
gasbremse betätigt ist und die Antriebsleistung von der
Kurbelwelle (110) zur Leistungsturbine (107) übertragen
wird, und einen Betätigungsmechanismus (135) aufweist.
9. Turbo-Verbundkraftmaschine nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schaltvorrichtung (115)
ein Schaltventil (134) umfaßt, das einen ersten Kanal (X)
mit einem Durchmesser (d 1) gleich demjenigen des Abgas
kanals (104 b) und einen zweiten Kanal (Y) mit einem
Durchmesser (d 2) kleiner als derjenige des Strömungs
kanals (112) aufweist und mit der Betätigungsvorrich
tung (135) zur Verbindung des zweiten Kanals (Y) mit
dem Strömungskanal (112) und damit verbundenen Sperrung
des ersten Kanals (X) gegenüber dem Abgaskanal (104 b) be
tätigt wird, wenn die Abgasbremse arbeitet und die An
triebsleistung von der Kurbelwelle (110) zur Leistungs
turbine (107) übertragen wird.
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