DE3728513A1 - Niederhaltevorrichtung fuer durch jacquardmaschinen gesteuerte webmaschinen - Google Patents
Niederhaltevorrichtung fuer durch jacquardmaschinen gesteuerte webmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Niederhaltevorrichtung für durch
Jacquardmaschinen gesteuerte Webmaschinen gemäß dem Oberbe
griff des Anspruchs 1.
Bei derartigen Anordnungen werden mittels Chorschnüren die
einzelnen Kettfäden zwischen einer unteren und einer oberen
Stellung zwecks Fachbildung bewegt. Mittels einer eine Fe
derkraft ausübenden Tiefzugeinrichtung wird der Kettfaden bzw.
das Unterende der Chorschnur gegen den Maschinenrahmen in die
untere Fachstellung vorgespannt. Das Anheben des Kettfadens
und der Chorschnur in die obere Fachstellung wird durch mu
stergerechte Steuerung der Platinen einer Jacquardmaschine
erzielt, wobei das Unterende der Platinen der Jacquardmaschine
über eine Platinenschnur mit dem Oberende der Chorschnur di
rekt und in aller Regel lösbar verbunden ist. In der unteren
Fachstellung stützt sich die jeweilige Platine der Jacquard
maschine an einem Platinenboden ab, in der oberen Fachstellung
wird die Platine bei Ansteuerung mittels einer geeigneten
Arretiereinrichtung gehalten. Zur mustergerechten Steuerung
der Platinen einer Jacquardmaschine sind zahlreiche Systeme
bekannt und handelsüblich, beispielsweise mechanische und
elektromechanische Systeme.
Im allgemeinen haben die Unterenden aller Platinen einer
Jacquardmaschine eine andere geometrische räumliche Anord
nung als die Angriffspunkte der Chorschnüre an den Kett
fäden, so daß Führungen für die Chorschnüre erforderlich sind,
wodurch sich unterschiedliche Reibungswerte ergeben. Ferner
ist es üblich, mittels einer Platine mehrere Kettfäden zu
heben bzw. zu senken, d.h. mehrere Platinenschnüre und Chor
schnüre vorzusehen. Bei diesem Weben im Rapport können bis zu
10 Chorschnüre mittels einer Platine steuerbar sein, so daß
auf die Platine durch die mehreren Tiefzugeinrichtungen eine
entsprechend höhere Kraft ausgeübt wird. Die Anzahl der im
Rapport angeordneten Chorschnüre kann sich von Webstück zu
Webstück ändern. Somit ergeben sich unterschiedliche Belastun
gen je nach Anwendungsfall. Ist jedoch die durch die Tiefzug
einrichtung ausgeübte Kraft zu groß, ist der Verschleiß hoch.
Die erwünschte Harnischstandzeit, die Arbeitszeit der Webma
schine mit einer Jaquardmaschine, wird dadurch herabgesetzt.
Ist dagegen die durch die Tiefzugeinrichtung ausgeübte Kraft
zu niedrig, kann es zu Funktionsstörungen kommen. Diese Nach
teile werden mit höherer Arbeitsgeschwindigkeit größer, da mit
höherer Drehzahl des Antriebes für die Jacquardmaschine die
Platinen mit größerer Geschwindigkeit bewegt werden und auch
durch die ausgeübte Federkraft rückgestellt werden müssen.
Die Schwierigkeit besteht also darin, webtechnische Bedingun
gen und maschinentechnische Bedingungen unter einen Hut zu
bringen, um die Harnischstandzeit möglichst hoch zu halten.
Wenn die auf die Platine ausgeübte Kraft zu niedrig war, ist
mitunter von Handwerkern zusätzlich eine Feder zwischen Pla
tine und Maschinenrahmen gespannt worden. Aus konstruktiven
Gründen und wegen der Unzugänglichkeit der zahlreichen Plati
nen in einer Jacquardmaschine, ist dies nur gelegentlich
durchgeführt worden und war darüber hinaus nur bei randseiti
gen Platinen möglich.
Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der Erfindung, eine Nieder
halteeinrichtung der vorgenannten Art so auszubilden, daß
webtechnische und maschinentechnische Bedingungen so erfüllt
werden können, daß hohe Harnischstandzeit erreichbar ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung wird durch die Merkmale der Unteransprüche
weitergebildet.
Die grundsätzliche Idee liegt darin, in den Verlauf der Chor
schnüre ein zusätzliches Federkraftelement derart anzuordnen,
daß durch die herkömmliche Tiefzugeinrichtung lediglich die
webtechnischen Bedingungen zu erfüllen sind, während das zu
sätzliche Federkraftelement die maschinentechnischen Bedingun
gen erfüllt. Die angegebenen konstruktiven Merkmale ermögli
chen darüber hinaus eine Ausbildung mittels der einfacher
Aubau möglich ist, wobei darüber hinaus auch bestehende Anord
nungen nachgerüstet werden können.
Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch den Aufbau einer Niederhaltevorrichtung
gemäß der Erfindung,
Fig. 2 im Teilschnitt die Anordnung der Federkraftelemente
gemäß der Erfindung in einer Baueinheit,
Fig. 3 einen Teil einer ersten Ausführungsform,
Fig. 4 eine zweite Ausführungsform,
Fig. 5 die zweite Ausführungsform in ihrer Anordnung im Ma
schinenrahmen, wobei eine zusätzliche Vorspannung auf
bringbar ist.
Fig. 1 zeigt den schematischen Aufbau und die Zuordnung einer
Jacquardmaschine J zu einer Webmaschine W. In der Webmaschine
W verlaufende Kettfäden 1 können durch eine jeweilige Chor
schnur 2 zwischen einer in Vollinien dargestellten unteren
Lage (Tieffach) und einer durch Strichpunktlinien dargestell
ten oberen Lagen (Hochfach) bewegt werden, derart, daß die
Fachbildung durchgeführt ist. Zur Sicherstellung der unteren
Lage der Kettfäden 1 wird auf die Chorschnur 2 in dem Bereich,
in dem diese den Kettfaden 1 hebt oder senkt, mittels einer
schematisch durch eine Feder dargestellten Tiefzugeinrichtung
3 eine Federkraft F 1 gegen den schematisch dargestellten Ma
schinenrahmen ausgeübt. Ist die Chorschnur 2 in die in Strich
punktlinien dargestellte obere Lage bewegt, übt die Tiefzug
einrichtung eine Rückstellkraft in die untere in Vollinien
dargestellt Lage aus.
Die Jacquardmaschine J erreicht die Bewegung der Kettfäden 1.
In der Jacquardmaschine J werden Platinen 4 in üblicher Weise
mustergerecht zwischen Hochfach- und Tieffachstellungen hin-
und herbewegt und je nach Ansteuerung in einer der Stellungen
gehalten. Jede Platine 4 ist über eine Platinenschnur 5 mit
mindestens einer Chorschnur 2 der Webmaschine W fest, jedoch
lösbar, verbunden, beispielsweise über den Eingriff zwischen
einem Karabiner und einer Schlaufe, die am jeweiligen Ende der
Platinenschnur 5 bzw. der Chorschnur 2 befestigt bzw. aus
gebildet sind. Die Steuerung, ob eine Platine 4 in der Hoch
fachstellung zu arretieren oder in Tieffachstellung belassen
werden soll, kann in an sich bekannter Weise erfolgen, bei
spielsweise über ein mechanisches Nadelwerk oder ein elek
tromagnetisch gesteuertes Haltewerk oder dgl. Systeme dieser
Art sind in größerer Anzahl bekannt und handelsüblich.
In der unteren Fachstellung kommt dabei üblicherweise das Un
terende der Platine 4 in Anlage gegen einen Platinenboden 6
der Jacquardmaschine J, der im Maschinenrahmen befestigt ist.
In Fig. 1 ist lediglich angedeutet, daß mit einer Platine 4
mehrere Chorschnüre 2, einen Rapport bildend, verbunden sein
können. Derartige Anordnungen sind üblich und bekannt.
Schematisch dargestellt ist ferner, daß die Chorschnur 2 in
ihrem Verlauf Führungen durchläuft, die ebenfalls mit dem Ma
schinenrahmen fest verbunden sind. Diese Führungen müssen
keinesfalls vertikal zueinander angedeutet sein, vielmehr ist
dies die Ausnahme.
Die Rückstellkraft, die auf die Platine und auf den Kettfaden
ausgeübt wird, muß sowohl webtechnischen als auch maschinen
technischen Bedingungen genügen. Ist diese Federkraft zu hoch,
ist der Verschleiß zu groß, ist die Federkraft zu niedrig, so
kann es zu Funktionsstörungen kommen. Dies ist umso gravieren
der, je häufiger die Anzahl der im Rapport angeordneten
Chorschnüre geändert wird.
Dieses Problem wird durch das Vorsehen einer Federkraftele
ment-Baueinheit F überwunden. Gemäß Fig. 1 weist diese Bau
einheit F eine Litze 8 auf, die fest, jedoch lösbar, mit
einerseits der Platinenschnur 5 sowie andererseits der Chor
schnur 2 verbindbar ist. Diese Litze 8 trägt fest ein Hinder
nis 9. Zwischen dem Hindernis 9 und einer mit dem Maschinen
rahmen verbundenen Lochplatte 10 ist ein Federelement 11 vor
gesehen, das eine Federkraft F 2 ausübt. Die durch das Feder
kraftelement 11 ausgeübte Federkraft F 2 ist so bestimmt, daß
sie zum Niederholen der Platine 4 genügt. Die Federkraft F 1
der Tiefzugeinrichtung 3 ist dagegen so bemessen, daß sie
ausreicht, um einen Kettfaden 1 in die untere Fachstellung
niederzuholen, wenn die zugehörige Platine 4 in ihrer Tief
fachstellung ist.
Damit wird die für die Tiefzugeinrichtung 3 erforderliche
Kraft F 1 ausschließlich durch den Webvorgang bestimmt und wird
die durch das Federkraftelement 11 auszuübende Federkraft F 2
ausschließlich durch die Maschine bestimmt, und zwar unabhän
gig davon, wieviel Chorschnüre 2 im Rapport in der Webmaschine
W vorgesehen sind, also mittels einer Platine 4 gehoben bzw.
gesenkt werden sollen.
Da für eine Jacquardmaschine J und eine Webmaschine W zahlrei
che derartige Federkraftelemente 11 in einer Matrix ähnlich
der der Anordnung der Platinen 4 angeordnet werden müssen, ist
es zweckmäßig, wie in Fig. 2 schematisch dargestellt, in
gleicher Matrixanordnung Führungsrohre 12 vorzusehen, wobei
ein Führungsrohr 12 für ein Federkraftelement 11, eine Litze 8
und ein Hindernis 9 vorgesehen ist. Dieses Führungsrohr 12 ist
dabei zwischen einer oberen Platte, bei der es sich um die
Lochplatte 10 handelt, und einer weiteren Platte, die eben
falls eine Lochplatte 13 ist, fest vorgesehen. Das Führungs
rohr 12 kann vergleichsweise dünnwandig sein, wenn die beiden
Platten 10, 13 im Maschinenrahmen auf einen vorgegebenen Ab
stand abgestützt sind. Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform, bei
der die für den Durchgang der Litze 8 erforderlichen Löcher 14
in der Platte 10 (und entsprechende Löcher in der anderen
Platte 13) in einem im wesentlichen quadratischen Raster an
geordnet sind. Je nach Anordnung der Platinen 4 in der
Jacquardmaschine J können die Löcher 14 benachbarter Reihen
auch zueinander versetzt angeordnet sein. Die Anordnung kann
so weit gehen, daß benachbarte Führungsrohre 12 einander be
rühren. Die in Fig. 2 dargestellte Litze 8 zeigt am Oberende
einen Karabiner 15 und am Unterende eine Schlaufe 16, jedoch
kann die Anordnung auch umgekehrt sein, jenachdem, wie die
Platinenschnur 5 und die Chorschnur 2 ausgerüstet sind.
Fig. 3 zeigt eine Anordnung, mittels der das als Spiral
feder 17 ausgebildete Federkraftelement sich im Bereich der
Lochplatte 10 abstützt. Das Loch 14 für den Durchtritt der
Litze 8 hat im wesentlichen nur etwas größeren Durchmesser als
die Litze 8. Auf Seiten des Führungsrohrs 12 ist jedoch eine
Vertiefung 18 vorgesehen, deren Durchmesser dem Außen
durchmesser des Führungsrohrs 12 entspricht. Zwischen dem Ende
des Führungsrohrs 12 und dem Boden 19 der Vertiefung 18 ist
die letzte Windung der Spiralfeder 17 festgeklemmt, derart,
daß bei der Bewegung der Feder ein Herausdrücken oder Heraus
ziehen unmöglich ist.
Fig. 4 zeigt nun zunächst die Anordnung des Federkraftele
ments in dem Führungsrohr 12 und darüber hinaus auch eine
andere Ausführungsform hinsichtlich der Abstützung des
Federkraftelements gegen die Lochplatte 10. Die Locher 14 in
der Lochplatte 10 sind zunächst so bemessen, daß auch die
Schlaufe 16 (bzw. der Karabiner 15 bei umgekehrter Anordnung)
eintreten kann. Ferner ist ebenfalls auf der anderen Seite
eine Vertiefung 18 vorgesehen, die zur Aufnahme des entspre
chenden Endes des Führungsrohrs 12 dient. Jedoch ist zwischen
Führungsrohr 12 und Boden 19 der Vertiefung 18 eine Loch
scheibe 20 eingesetzt deren Loch lediglich für den Durchtritt
der Litze 8 geeignet ist. Die Lochscheibe dient daher als Ab
stützelement für das ebenfalls als Spiralfeder 17 ausgebildete
Federkraftelement.
Fig. 4 zeigt ferner, daß auf der Litze 8 innerhalb des Füh
rungsrohrs 12 ein Hindernis in Form einer Scheibe 21 aufge
klemmt ist, wobei die Scheibe 21 im Außendurchmesser dem In
nendurchmesser des Führungsrohrs 12 im wesentlichen angepaßt
ist und im übrigen Luftdurchtritte aufweisen kann. Die Scheibe
21 kann daher auch sternförmig oder dergleichen ausgebildet
sein. Wesentlich ist lediglich, daß die Scheibe 21 innerhalb
des Führungsrohrs 12 geführt werden kann und zur Abstützung
der Spiralfeder 17 dienen kann.
Am anderen Ende ist das Führungsrohr 12 in ähnlicher Weise in
der anderen Lochplatte 13 festgelegt. Jedoch ist eine Abstüt
zung des Federkraftelementes nicht mehr erforderlich, so daß
es ausreicht, eine dem Loch 14 äquivalentes Loch 22 sowie eine
der Vertiefung 18 äquivalente Vertiefung 23 vorzusehen.
Um ein Ausknicken der Federkraftelementanordnung aus Füh
rungsrohr 12, Spiralfeder 17 und Scheibe 21, insbesondere dann
zu vermeiden, wenn bei dünnwandigem Führungsrohr 12 die Spi
ralfeder 17 zusammengedrückt ist, ist es zweckmäßig, eine
Stütz-Lochplatte 24 vorzusehen, die entsprechende dem Außen
durchmesser des Führungsrohrs 12 angepaßte Durchgangslöcher 25
besitzt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist diese
Stütz-Lochplatte 24 etwa dort angeordnet, wo sich die Mitte
der zusammengedrückten Feder 17 befindet, also etwa im oberen
Drittel des Raumes zwischen den beiden Lochplatten 10 und 13.
Wie in Fig. 5 dargestellt, ist zweckmäßigerweise diese Stutz
lochplatte 24 über eine im einzelnen nicht dargestellte Bol
zenverbindung 26 mit der unteren Lochplatte 13 verbunden.
Wie weiter oben bereits ausgeführt, wird die Platine 4 (Fig.
1) zwischen einer unteren und einer oberen Stellung bewegt,
wobei in der unteren Stellung das Unterende der Platine 4 auf
dem Platinenboden 6 zur Auflage kommt und damit auch die un
tere Lage der Litze 8 bestimmt. Gemäß Fig. 4 ist die Anordnung
so, daß in dieser unteren Lage u die Schlaufe 16 praktisch
spannungsfrei auf der Scheibe 20 aufliegt (bzw. auf der Loch
platte 10 bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3). In der
oberen Stellung o der Litze 8, die der oberen Hubstellung der
Platine 4 entspricht, wird die maximale Federkraft F 2 ausge
übt. Dieser Hub h zwischen unterer Stellung u und oberer
Stellung o ist eine maschinengegebene Größe.
Fig. 5 zeigt nun im wesentlichen die gleiche Anordnung wie
Fig. 4 bei Anordnung der Baueinheit F bestehend aus den
beiden Lochplatten 10 und 13 sowie den zwischen diesen ange
ordneten Federkraftelementen im Maschinenrahmen. Fig. 5 zeigt
schematisch ein oberes Rahmenteil 27, das der Jacquardmaschine
J gemäß Fig. 1 zugeordnet ist sowie ein unteres Rahmenteil,
das der Webmaschine W zugeordnet ist. Zwischen diesen ist die
Baueinheit F mittels einer angedeuteten Bolzenverbindung 29
befestigt. Dies zeigt, daß die erfindungsgemäße Anordnung auch
nachträglich in bestehende Jacquardmaschinen/Webmaschinen-
Anordnungen eingebaut werden kann.
Fig. 5 zeigt ferner gegenüber Fig. 4 eine andere räumliche
Lage, nämlich, daß die Baueinheit F gegenüber der Lage gemäß
Fig. 4 um einen Abstand t tiefer gesetzt ist, und zwar da
durch, daß ein Distanzstück 30 mit der Dicke t zwischen dem
oberen Rahmenteil 27 und der Lochplatte 10 angeordnet ist.
Durch geeignete Wahl der Dicke dieses Distanzstücks 30 kann
eine Vorspannung in der unteren Stellung u und der oberen
Stellung o zusätzlich erzielt werden, d.h. die Federkraft F 2
kann auf diese Weise bei gleicher Spiralfeder 17 unterschied
lich bestimmt werden. Es ist zu bemerken, daß die Darstellung
gemäß Fig. 5 so ist, als ob die Schlaufen 16 der Litzen 8
bereits über die Platinenschnüre 5 mit der jeweils zugeord
neten Platine 4 verbunden seien.
Es ist auch eine Anordnung denkbar, mittels der die Lage der
Federkraftelement-Baueinheit F zwischen den beiden
Rahmenteilen 27, 28 verstellbar angeordnet ist.
Die Erfindung wurde anhand einer Ausführungsform erläutert,
bei der die Spiralfeder 17 in der oberen Stellung zusammen
gedrückt ist und eine Druckkraft F 2 auf die Litze 8 über die
Scheibe 20 ausübt, die nach unten wirkt. Die Anordnung kann
jedoch auch so getroffen werden, daß in der oberen Stellung o
das Federkraftelement auseinandergezogen wird und daher die
Federkraft F 2 als Zugkraft nach unten wirkt. Ferner können
auch andere Federn statt Spiralfedern verwendet werden.
Es zeigt sich, daß jede Platine 4 auf diese Weise eine ihr
zugeordnete Kraft F 2 aufweist, mittels der sie (maschinen
bedingt) in die untere Lage u zurückgeholt wird, während die
webtechnisch bedingte Kraft F 1 ausschließlich auf den Kett
faden 1 einwirkt, um diesen in die untere Fachstellung zu
bewegen. Auf diese Weise ist einerseits die Funktion der Ge
samtanordnung sichergestellt, während andererseits der Ver
schleiß selbst bei hohen Geschwindigkeiten (hohen Drehzahlen,
der die Jacquardmaschine J betreibenden Maschine) herabgesetzt
ist. Dies ist sogar unabhängig davon, ob im Rapport gearbei
tet wird. Daraus folgt, daß die Harnischstandzeit insgesamt
erhöht ist, wobei ferner einfache Konstruktion erzielt ist.
Insbesondere ist nachträglicher Einbau möglich.
Claims (14)
1. Niederhaltevorrichtung für durch Jacquardmaschinen gesteu
erte Webmaschine,
bei denen jeder Kettfaden mittels einer Chorschnur und
einer mit dem Maschinenrahmen und dieser Chorschnur ver
bundenen eine Federkraft ausübende Tiefzugeinrichtung
sowie mittels einer am anderen Ende der Chorschnur lösbar
anbringbaren mit je einer Platine der Jacquardmaschine
verbundenen Schnur zwischen zwei Fachstellungen aufgrund
der mustergerechten Steuerung der Jacquardmaschinen-
Platinen bewegbar ist und gegen die Hubbewegung der Pla
tine nach unten gezogen wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federkraft (F 1) der Tiefzugeinrichtung (3) nur
nach webtechnischen Bedürfnissen festgelegt ist und
daß zwischen Platinenschnur (5) und Chorschnur (2) ein
Federkraftelement (11) jeweils lösbar angeordnet ist,
dessen Federkraft (F 2) der maschinenbedingten Federkraft
zum Niederholen der Platine (4) entspricht.
2. Niederhaltevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federkraftelement (11) durch eine ein Hindernis
(9) tragende Litze (8) gebildet ist, wobei sich ein Feder
element (11) zwischen dem Hindernis (9) und einem ortsfe
sten Rahmenteil (10) abstützt.
3. Niederhaltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federelement eine Druckfeder, insbesondere eine
Schraubenfeder (17) ist.
4. Niederhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Federkraftelement (11) von einem Führungrohr (12)
umgeben ist.
5. Niederhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Federkraftelemente matrixartig angeordnet sind.
6. Niederhaltevorrichtung nach Anspruch 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden der Führungsrohre (12) jeweils in einer ge
meinsamen Lochplatte (10, 13) abgestützt sind.
7. Niederhaltevorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lochplatten (10, 13) untereinander verbunden (29)
sind und mit den Federkraftelementen eine selbständig
handhabbare und in den Maschinrahmen (27, 28) einbaubare
Baueinheit bilden.
8. Niederhaltevorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsrohre (12) dünnwandig sind und zwischen
den Lochplatten (10, 13) eine mit deren einer verbundene
Stützlochplatte (24) vorgesehen ist.
9. Niederhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Führungsrohr (12) an einem Ende eine Abschluß-
Lochscheibe (20) aufweist, deren Loch den Durchtritt der
Litze (8) ermöglicht, wobei das Federelement (17) zwischen
Hindernis (21) und Abschluß-Lochscheibe (20) wirkt.
10. Niederhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Führungsrohr (12) zumindest an einem Ende in einem
ortsfesten Rahmenteil (Lochplatte 10) abgestützt ist und
daß das Federelement (17) an einem Ende zwischen dem Rah
menteil (10) und dem Führungsrohr (12) festgelegt ist.
11. Niederhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hindernis durch eine fest mit der Litze (8) ver
bundene Scheibe (21) gebildet ist.
12. Niederhaltevorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheibe (21) Luftdurchtrittsöffnungen aufweist.
13. Niederhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Litze (8) endseitig einen Karabiner (15) bzw. eine
Schlaufe (16) aufweist, mittels denen sie mit der zugehö
rigen Platinenschnur (5) bzw. Chorschnur (2) lösbar ver
bindbar ist.
14. Niederhaltevorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Baueinheit mittels Distanzstücken (30) mit vorgeb
barer Vorspannung der Federkraftelemente in den Maschinen
rahmen (27, 28) einbaubar ist.
Priority Applications (3)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19873728513 DE3728513A1 (de) | 1987-08-26 | 1987-08-26 | Niederhaltevorrichtung fuer durch jacquardmaschinen gesteuerte webmaschinen |
Publications (1)
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|---|---|
| DE3728513A1 true DE3728513A1 (de) | 1989-03-09 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19873728513 Withdrawn DE3728513A1 (de) | 1987-08-26 | 1987-08-26 | Niederhaltevorrichtung fuer durch jacquardmaschinen gesteuerte webmaschinen |
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| Country | Link |
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| US (1) | US5010927A (de) |
| EP (1) | EP0374279A1 (de) |
| DE (1) | DE3728513A1 (de) |
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