DE3726018A1 - Verfahren zum einstellen eines reglers - Google Patents
Verfahren zum einstellen eines reglersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einstellen eines Reglers
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
In der Zeitschrift "Siemens Energie & Automation", 8. Jahrgang
(1986), Heft 5, Seiten 339 bis 341 ist ein Verfahren zur Pro
zeßidentifikation beschrieben, bei dem als Regelstreckenmodell
ein Verzögerungsglied n-ter Ordnung mit gleichen Zeitkonstanten
zugrunde gelegt ist. Mit diesem Verfahren können zwar die Parameter
eines Verzögerungsgliedes einfach gewonnen werden, jedoch
genügt für viele Fälle der einfache Modellansatz nicht, vor
allem dann, wenn Zustandsregler entworfen werden sollen, die
eine das dynamische Verhalten der Regelstrecke sehr genau wie
dergebende mathematische Beschreibung erfordern.
Aus der DE-PS 23 35 788 ist ein selbsteinstellender Regler bekannt,
der an beliebige, also auch an nichtlineare und zeit
variante Regelstrecken anpaßbar sein soll, deren Parameter zu
nächst nicht bekannt sind. Die Ermittlung dieser Parameter
(Identifikation der Regelstrecke) ist bei dem bekannten Regler
jedoch sehr aufwendig und kompliziert sowie für den Praktiker
schwer durchschaubar, was seine Anwendbarkeit beeinträchtigt.
In der deutschen Patentanmeldung P 37 17 559.6 ist ein weiteres
Verfahren beschrieben, mit dem die Regelstrecke identifiziert
wird, indem die Parameter eines der Regelstrecke zugrunde
gelegten Modells ermittelt werden.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben,
mit dem die optimalen Parameter eines Reglers ermittelt
werden können.
Erfindungsgemäß wird dieses Ziel mit den im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 angegebenen Maßnahmen erreicht.
Das neue Verfahren eignet sich zum Bestimmen der Parameter
eines PI(D)-Reglers, vor allem dann, wenn ein festes Verhältnis,
vorzugsweise von 4 : 1 von Nachstell- zu Vorhaltzeit
angenommen werden kann.
Bei den bekannten Verfahren zum Bestimmen der optimalen Parameter
von Reglern wird zunächst die Regelstrecke identifiziert,
indem für diese ein Modell angenommen wird und die Parameter
des Modells bestimmt werden. Danach werden aus der mathematischen
Beschreibung des Streckenmodells die Reglerparameter er
mittelt. Nach dem neuen Verfahren kann die Regelstrecke ohne
Annahme eines Modells identifiziert werden, indem auf deren Eingang
ein Testsignal gegeben wird. Während einer Meßzeit, an
deren Ende das Ausgangssignal der Regelstrecke einen stationären
Zustand erreicht hat, werden zu Meßzeitpunkten t iM Eingangs
signalwerte u i und Ausgangssignalwerte x i erfaßt. Aus den Ein-
und Ausgangssignalwerten werden Gewichtsfunktionswerte g i be
rechnet, mit denen die Übertragungsfunktion G s durch numerische
Laplace-Transformation ermittelt wird:
Mit einem solchen Verfahren erhält man zwar keine mathematische
Beziehung, die die Regelstrecke beschreibt, es liefert aber aus
den gemessenen Ein- und Ausgangssignalen der Regelstrecke
unmittelbar Werte zur optimalen Reglereinstellung.
Anhand der Zeichnungen werden im folgenden die Erfindung sowie
Weiterbildungen und Ergänzungen näher beschrieben und erläutert.
Fig. 1 zeigt das Prinzipschaltbild einer Anordnung zur
Durchführung des neuen Verfahrens.
Fig. 2 veranschaulicht in einem Diagramm das neue Verfahren.
In Fig. 1 ist mit RS eine Regelstrecke eines Prozesses bezeichnet,
deren Eigenschaften nicht bekannt sind. Über einen Schalter
SC kann sie zusammen mit einem Regler R einen geschlossenen
Regelkreis bilden. Die Führungsgröße ist mit w bezeichnet. Das
Eingangssignal u der Regelstrecke RS und ihr Ausgangssignal x
werden über einen Multiplexer MX von einem Analog-Digital-Um
setzer ADU erfaßt und in den Speicher einer Steuereinheit CP
eingetragen. Ein Bediengerät HD gibt je nach Stellung des
Schalters SC ein Testsignal entweder unmittelbar auf den Eingang
der Regelstrecke RS oder auf den Sollwerteingang des Reglers
R. Darauf werden Ein- und Ausgangssignal zu Zeitpunkten
t k , k = 1, 2 . . . M, vom Analog-Digital-Umsetzer ADU abgetastet;
die Ausgangssignalwerte werden mit x k und die zugehörigen Ein
gangssignalwerte mit u k bezeichnet. Das Übertragungsverhalten
der Regelstrecke RS wird daher mit Wertetripeln u k , x k , t k be
schrieben. Die Meßperiode muß so lange andauern, bis das Aus
gangssignal einen stationären Zustand erreicht hat. Das erste
Wertetripel u₁, x₁, t₁ beschreibt daher den stationären Anfangs
zustand und das letzte Wertetripel u M , x M , t M den stationären
Endzustand. Bei äquidistanten Abtastzeitpunkten t k brauchen
diese nicht gesondert erfaßt zu werden, da sich dann aus der
Anzahl der Abtastung der jeweilige Abtastzeitpunkt ergibt.
Zur Bestimmung der Parameter des Reglers R ist die Kenntnis der
Übertragungsfunktion G(s) der Regelstrecke erforderlich.
Zwischen den Eingangswerten u k der Strecke und den Ausgangs
werten x k besteht der Zusammenhang
Aus dieser Beziehung können die Gewichtsfunktionswerte g₁, g₂,
. . . g N errechnet werden, mit denen dann durch numerische
Laplace-Transformation die Übertragungsfunktion der Regel
strecke ermittelt werden kann nach der Gleichung:
Vor allem zum erstmaligen Einstellen des Reglers bei der Inbe
triebnahme wird die Regelstrecke im offenen Regelkreis identi
fiziert, d. h., der Schalter SC wird in die als durchgezogene
Linie gezeichnete Stellung gebracht, so daß das Testsignal un
mittelbar der Regelstrecke RS zugeführt wird. Als Testsignal
können mehrere aufeinanderfolgende Sprungsignale unterschied
licher Polarität der Regelstrecke zugeführt werden. Bei einem
einfachen Sprungsignal der Höhe u₀ sind die Sprungantwortwerte
Die Gewichtsfunktionswerte ergeben sich daraus mit der Gleichung:
Daraus läßt sich nach der Gleichung
die Übertragungsfunktion G(s) der Regelstrecke berechnen.
Vor allem, wenn der Regler in Betrieb ist, ist es zweckmäßig,
G(s) im geschlossenen Regelkreis zu bestimmen. Es kann dann
überwacht werden, ob der Regler noch gut eingestellt ist, und
es können die günstigsten Regelparameter gefunden werden. Dazu
wird der Schalter SC in die gestrichelt gezeichnete Stellung
gebracht und das Testsignal, z. B. ein oder mehrere Sollwert
sprünge von z. B. mindestens 5% des maximalen Sollwertes, dem
Sollwerteingang des Reglers zugeführt, Ein- und das Ausgangs
signal der Regelstrecke werden gemessen; die Meßwerte sind
wieder mit u k und x k bezeichnet. Der Einfachheit halber sind
die Abtastintervalle t k - t k-1 = T a konstant. Für den
Zusammenhang zwischen Ein- und Ausgangssignal gilt dann die
Faltungssumme
Zur Bestimmung von N Werten g i der Gewichtsfunktion sind min
destens N Meßwertepaare erforderlich. Zur Vermeidung von Stör
einflüssen ist es jedoch zweckmäßig, die Anzahl M der Meßwerte
größer als die Anzahl N der Gewichtsfunktionswerte zu wählen
und diese nach der Methode der kleinsten Fehlerquadrate zu be
stimmen. Es läßt sich ein Gleichungssystem aufstellen, das in
Matrizenschreibweise lautet:
x = u g , mit
Die Auflösung dieses Gleichungssystems nach g i erfolgt mit der
Gleichung
g = ( u T u ) -1 u T x
Darin sind u T die transportierte Matrix u und ( u T u ) -1 die inverse
Matrix des Matrixproduktes u T u .
Nachdem die Übertragungsfunktion G(s) ermittelt ist, werden die
Reglerparameter bestimmt, wozu die gewünschte Dämpfung des Re
gelkreises vorgegeben werden kann. Damit kann das gewünschte
Zeitverhalten gewählt werden. Die komplexe Größe s hat dann die
Form
s = -d + j D d
Dem neuen Verfahren zum Bestimmen der Reglerparameter liegt der
Gedanke zugrunde, ein dominantes, konjugiert komplexes Polpaar
s₀ = -d₀ ± j D d₀
zu finden, dessen Realteil möglichst klein ist, und damit die
Reglerparameter zu bestimmen. Hierzu wird wie folgt vorgegangen:
Mit mehreren Werten s j werden Werte G(s j ) der Übertragungs
funktion berechnet. Zunächst wird mit gegebenen Parametern P i,1
der Wert s 0,1 gesucht, für den gilt:
G(s 0,1) R(s 01, P i,1) = -1
Danach wird dieses Verfahren mit veränderten Parametern P i,2,
P i,3 usw. so lange wiederholt, bis ein s 0,q gefunden ist,
dessen Realteil am kleinsten ist, beziehungsweise es wird der
Wert s 0,q ausgesucht, der den kleinsten Realteil hat. Damit
sind auch die optimalen Parameter P i,q gefunden.
Vorwiegend ist das neue Verfahren zum automatischen Bestimmen
der Parameter eines PID-Reglers geeignet. Am Beispiel eines
PID-Reglers wird daher die Erfindung im folgenden näher erläutert.
Das Nyquist-Kriterium macht eine Aussage darüber, ob für
s-Werte, deren Realteile größer oder gleich Null sind, Pole des
geschlossenen Regelkreises vorhanden sind. Dies läßt sich auch
auf andere Gebiete der komplexen Zahlenebene der s-Werte aus
dehnen, wie in Fig. 2 veranschaulicht ist. Dort verläuft die
Integrationskurve C auch im dritten und vierten Quadranten der
komplexen Zahlenebene, begrenzt durch die beiden Geraden
s = -d ± j D d
Die Bedingung dafür, daß der geschlossene Regelkreis keine Pole
im schraffierten Gebiet von Fig. 2 hat, ist, daß der Fahrstrahl
der Ortskurve G(d) R(d) vom Punkt -1 zum laufenden Punkt die
Winkeländerung π - ζ erfahren muß, wenn d von Null bis Unendlich
läuft. Es werden also Pole nicht nur in der rechten Halbebene,
sondern auch außerhalb des Sektors mit dem Winkel ζ
zur negativen reellen Achse ausgeschlossen. Da die Dämpfung
D = tan ζ ist, dürfen die Pole nicht schwach gedämpft sein, was
in der Praxis regelmäßig der Fall ist.
Wenn die Ortskurve durch den Punkt -1 geht, hat der geschlossene
Regelkreis ein konjugiert komplexes Polpaar genau auf der
Integrationskurve C, d. h., im Punkt
s₀ = -d₀ ± j D d₀
Dies läßt sich durch geeignete Wahl der Reglerverstärkung er
zielen. Das Zeitverhalten des geschlossenen Regelkreises wird
dann im wesentlichen von diesem Polpaar s₀ bestimmt. Es muß nur
noch geprüft werden, ob keine weiteren Pole innerhalb des Sektors
2ζ existieren, die rechts von s₀ liegen und damit ein
langsameres Einschwingen als s₀ bewirken würden. Mit Hilfe der
Wurzelortskurve erhält man eine zusätzliche Nebenbedingung zur
Lösung dieses Problems. Ein Punkt s p der komplexen Zahlenebene
ist ein Pol des geschlossenen Regelkreises, wenn der Imaginärteil
der Ortskurve an diesem Punkt 0 und der Realteil -1 ist.
Das konjugiert komplexe Polpaar s₀ ergibt sich als Schnitt
punkte der Geraden
s = -d₀ ± j D d₀
mit dem ersten Astpaar der Wurzelortskurve. Die einzige
Möglichkeit, daß ein Pol in einem durch die beiden Geraden und
der Verbindungslinie des Polpaares gebildeten kritischen Dreieck
liegt, ist auf der negativen reellen Achse. Der durch einen
PID-Regler bei s = 0 eingeführte Pol wandert nämlich mit wachsender
Verstärkung auf der reellen Achse nach links bis zur
ersten Regler-Nullstelle. Im Ursprung hat die Ortsfunktion den
Wert - ∞, in der Regler-Nullstelle 0. Dazwischen, und zwar an
genau einer Stelle, hat die Ortsfunktion den Wert -1, dort
liegt dann der Pol. Um nun festzustellen, ob dieser Pol bei
einer bestimmten Reglerverstärkung im kritischen Dreieck liegt
oder nicht, muß nur der Wert der Ortsfunktion für den Realteil
-d₀ des komplexen Wertes s₀ berechnet werden. Ist dieser Realteil
kleiner als -1, so liegt der Pol außerhalb des kritischen
Dreiecks. Ist der Wert der Ortsfunktion größer als -1 (aber
kleiner als 0), so liegt der Pol im kritischen Dreieck und kann
das gewünschte Zeitverhalten des geschlossenen Regelkreises
verschlechtern. Ist der Wert der Ortsfunktion für -d₀ = -1,
liegt der Pol genau zwischen den beiden konjugiert komplexen
Polen s₀. Die zusätzliche Nebenbedingung dafür, daß der Pol
nicht im kritischen Dreieck liegt, lautet also:
G(-d₀) R(-d₀) = -1
Zur Verdeutlichung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird im
folgenden die Bestimmung der Parameter eines vereinfachten
PID-Reglers beschrieben. Für diesen Regler wird angenommen, daß
die Nachstellzeit T N gleich der vierfachen Vorhaltzeit T V ist.
Die Übertragungsfunktion eines solchen Reglers lautet:
Ein solcher Regler hat nur noch zwei Parameter, nämlich die
Verstärkung K R und eine Zeitkonstante T, die eine doppelte
Nullstelle bei s = -1/T bewirkt. Zunächst wird T klein ge
wählt, damit die Regler-Nullstelle sehr weit links in der
linken Halbebene liegt. Als Verstärkung wird der Wert K R = 1
angenommen. Die Übertragungsfunktion G(s) der Regelstrecke ist
aus den gemessenen Ein- und Ausgangssignalwerten ermittelt, wie
oben beschrieben. Es wird dann der Schnittpunkt der Ortskurve
G(s) R(s) mit der negativen reellen Achse gesucht, d. h., es
wird die Gleichung gelöst:
Im {G(s 0,1) R(s 0,1)} = 0
Mit dem ermittelten Wert s 0,1 wird die Reglerverstärkung er
rechnet mit der Gleichung
Der Wert s 0,1 ist somit ein Pol des geschlossenen Regelkreises,
wenn der vereinfachte PID-Regler die Verstärkung K R,1 und
die Zeitkonstante T₁ hat. Es muß dann noch die Nebenbedingung
G(-d₀) R(-d₀) -1
geprüft werden. Wenn diese erfüllt ist, wird für den Regler
eine neue Zeitkonstante T₂ angenommen, die größer als die im
ersten Schritt angenommene Zeitkonstante T₁ ist, so daß die
Nullstelle auf der negativen reellen Achse nach rechts rückt.
Die Verstärkung wird wieder mit 1 angenommen und der Schnitt
punkt s 0,2 der Ortskurve mit der negativen reellen Achse be
stimmt. Daraus ergibt sich eine neue Reglerverstärkung
S 0,2 ist ein Pol des geschlossenen Regelkreises bei den Regler
parametern K R,2 und T₂. Außer der Nebenbedingung
G(-d 0,2) R(-d 0,2) 1
wird jetzt noch geprüft, ob d 0,2 größer als d 0,1 aber kleiner
als 1/T₂ ist. Sind beide Bedingungen erfüllt, wird das Verfahren
mit einer neuen Zeitkonstante T₃, die größer als T₂ ist,
wiederholt, und zwar mit jeweils vergrößerter Zeitkonstante T,
bis eine der beiden Bedingungen nicht mehr erfüllt ist. Die
Verstärkung K R,i und die Zeitkonstante T i , mit denen zum
letzten Mal die Bedingungen erfüllt waren, sind die optimalen
Reglerparameter.
Das beschriebene Verfahren setzt für die Ermittlung der optimalen
Parameter eine genügend feine Stufung der Zeitkonstanten
T₁, T₂, T₃ . . . voraus. Man kann selbstverständlich auch so vor
gehen, daß die Zeitkonstante zunächst in großen Sprüngen geändert
wird, bis eine der beiden Bedingungen nicht mehr erfüllt
ist, um dann in immer feineren Schritten die optimalen
Parameter zu suchen.
Claims (8)
1. Verfahren zum Einstellen eines Reglers mit der Übertragungs
funktion R(s) an eine gegebene beliebige Übertragungsstrecke
mit der Übertragungsfunktion G(s) und mit einer minimalen Dämpfung
D des geschlossenen Regelkreises mit der Übertragungsfunktion
R(s) G(s), gekennzeichnet durch
- a) für mehrere Sätze von Reglerparametern werden die Schnitt punkte s 0,1, s 0,2 der Übertragungsfunktion des geschlossenen Regelkreises mit der negativen reellen Achse bestimmt;
- b) mit jedem gefundenen Schnittpunkt s 0,1, s 0,2 . . . wird die Verstärkung des Reglers mit der Gleichung bestimmt:
- c) der Regler wird mit dem Parametersatz eingestellt, bei dem die Bedingung G(-d₀) R(-d₀) = -1mit dem kleinsten Betrag von d₀ erfüllt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch
- a) mit einem ersten Parametersatz, der so gewählt ist, daß die erste Nullstelle der Reglerübertragungsfunktion einen großen negativen Wert hat, wird der Schnittpunkt s 0,1 = d 0,1 + j D d₀ der Ortskurve des geschlossenen Regelkreises mit der negativen reellen Achse bestimmt;
- b) mit dem Wert s 0,1 wird ein reeller Korrekturfaktor K R,1 der Reglerübertragungsfunktion mit der Gleichung bestimmt:
- c) falls die Bedingung G(-d 0,2) R(-d 0,2) = 1erfüllt ist, wird ein neuer Parametersatz für den Regler gewählt, derart, daß der Betrag des Realteils der ersten Null stelle kleiner wird als beim ersten Parametersatz, und es wird der Schnittpunkt s 0,2 der Übertragungsfunktion des ge schlossenen Regelkreises mit der negativen reellen Achse bestimmt;
- d) mit dem Wert s 0,2 wird ein reeller Korrekturfaktor K R,2 der Reglerübertragungsfunktion mit der Gleichung bestimmt:
- e) falls G(-d 0,2) K r,2 R(d 0,2) = -1und d 0,2 d 0,1 ist, Wiederholung der Schritte c) und d), bis eine der beiden Bedingungen nicht mehr erfüllt ist;
- f) Einstellen des Reglers mit den Parametern, für die zum letzten Mal beide Bedingungen erfüllt waren.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Regler ein PID-Regler ist,
für den als Parametersatz Vorhaltzeit T V , Nachstellzeit T N und
Verstärkung K R gewählt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Nachstellzeit in einem festen Ver
hältnis zur Vorhaltezeit gewählt ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Nachstellzeit gleich der vierfachen
Vorhaltezeit gewählt ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Eingangssignal u der
Regelstrecke R(s) mit einem Testsignal von einem ersten sta
tionären Zustand, in dem auch das Ausgangssignal x stationär
ist, auf einen zweiten stationären Zustand geändert wird, und
während einer Meßzeit, an deren Ende das Ausgangssignal der
Regelstrecke stationär ist, zu Meßzeitpunkten t i M Eingangssi
gnalwerte u K und Ausgangssignalwerte x K erfaßt werden, daß aus
den Ein- und Ausgangssignalwerten Gewichtsfunktionswerte g i
berechnet werden, mit denen die Übertragungsfunktion G(s)
durch numerische Laplace-Transformation ermittelt wird:
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß dem Eingang der Regelstrecke R(s) ein
Sprungsignal der Höhe u₀ aufgeschaltet wird und aus den Aus
gangssignalwerten Sprungantwortwerte
k = 1, 2 . . . N und aus diesen die Gewichtsfunktionswerte
gebildet werden.
8. Verfahren nach Anspruch 5, gekennzeichnet
durch
aus M Meßwerten u K , x K werden N Gewichtsfunktionswerte g i er mittelt, wobei M N ist, indem das Gleichungssystem x = u g gebildet wird mit
aus M Meßwerten u K , x K werden N Gewichtsfunktionswerte g i er mittelt, wobei M N ist, indem das Gleichungssystem x = u g gebildet wird mit
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873726018 DE3726018A1 (de) | 1987-08-05 | 1987-08-05 | Verfahren zum einstellen eines reglers |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19873726018 DE3726018A1 (de) | 1987-08-05 | 1987-08-05 | Verfahren zum einstellen eines reglers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3726018A1 true DE3726018A1 (de) | 1989-02-16 |
Family
ID=6333125
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3726018A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0564913A1 (de) * | 1992-04-06 | 1993-10-13 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren und Einrichtung zur Analyse von Regelstrecken in numerischen Regelsystemen |
| WO2008101817A1 (de) * | 2007-02-19 | 2008-08-28 | Siemens Aktiengesellschaft | Bestimmungsverfahren für parameter einer parametrierbaren regelanordnung und darauf beruhende gegenstände |
| CN102981404A (zh) * | 2012-12-10 | 2013-03-20 | 苏州天弘激光股份有限公司 | 运动控制pid参数的快速调节方法 |
-
1987
- 1987-08-05 DE DE19873726018 patent/DE3726018A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0564913A1 (de) * | 1992-04-06 | 1993-10-13 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren und Einrichtung zur Analyse von Regelstrecken in numerischen Regelsystemen |
| WO2008101817A1 (de) * | 2007-02-19 | 2008-08-28 | Siemens Aktiengesellschaft | Bestimmungsverfahren für parameter einer parametrierbaren regelanordnung und darauf beruhende gegenstände |
| CN102981404A (zh) * | 2012-12-10 | 2013-03-20 | 苏州天弘激光股份有限公司 | 运动控制pid参数的快速调节方法 |
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