DE3726061A1 - Verfahren zur reduzierung der waescheunwucht in waschmaschinen - Google Patents
Verfahren zur reduzierung der waescheunwucht in waschmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reduzierung der
Wäscheunwucht in Waschmaschinen nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Nach Beendigung der Wasch- und Spülphase wird vor dem
eigentlichen Schleudern das Waschgut aufgelockert und dann
entsprechend einem Wäscheunwucht-Korrekturverfahren neu
verteilt, das heißt die nassen Wäschestücke müssen so
gleichmäßig wie möglich am Innenumfang der Wäschetrommel
anliegen.
Aus der DE-OS 34 16 639 ist ein "Verfahren zur Steuerung
des Schleuderprogramms einer Waschmaschine" unter
Verwendung einer Microcomputer-Steuerung, einer
Unwuchterkennungseinrichtung sowie einer
Drehzahlregelungseinrichtung für den Antriebsmotor der
Wäschetrommel bekannt. Hierbei wird mit Hilfe der
Microcomputer-Steuerung das Schleuderverfahren in
Abhängigkeit einer eventuell vorliegenden Unwucht
durchgeführt. Unterschiedliche Beladungsmengen als auch
unterschiedliche Versorgungsspannungen werden erfaßt und
bei der Drehzahlsteuerung des Antriebsmotors
berücksichtigt. Die Wäschetrommel der Waschmaschine wird
von einer kleinen Waschgangsdrehzahl auf einen höheren
Anliege- und Drehzahlbereich gebracht. Während dieser
Anliegephase wird das Waschgut gleichmäßig verteilt und
über eine Unwuchterkennungs-Einrichtung das Drehzahl- oder
Stromaufnahmeverhalten des Antriebsmotors ausgewertet und
einem Microcomputer zugeführt. Das Ergebnis der Auswertung
wird mit abgespeicherten Referenzwerten verglichen und
bestimmt dann den weiteren Drehzahlverlauf des
Schleuderverfahrens.
Messungen haben ergeben, daß bei großen Wäschebeladungen
und saugfähigem Waschgut, selbst wenn diese in der
Wäschetrommel gleichmäßig verteilt sind, Fehler bei der
Unwuchtmessung auftreten. Das heißt je größer die
sogenannte symmetrische Grundlast ist (gleichmäßig
verteiltes Gewicht), desto größer ist die Fehlmessung der
Wäscheunwuchtsgröße. Bei dem bekannten Verfahren wird mit
größeren Wäscheunwuchten geschleudert, welche der
Microcomputer nicht erkennt. Bei mittleren Unwuchtwerten,
die der Microcomputer allerdings richtig erkennt, wird nur
mit reduzierter Drehzahl geschleudert und das Waschwasser
nicht genügend aus dem Waschgut ausgeschleudert. Lediglich
bei geringer Unwucht wird auf die Endschleuder-Drehzahl
hochgefahren.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die
Wäscheunwucht auch bei großen Wäschebeladungen und
saugfähigem Waschgut, durch Reduzierung der symmetrischen
Grundlast genauer zu erfassen und nur bei Unterschreitung
einer unteren Minimal-Unwuchtgrenze mit vollem Schleuder-
Solldrehzahlwert hochzuschleudern. Es soll weiterhin die
Unwuchtserkennung durch Messung der Motordrehzahl-
Istwertschwankungen optimiert werden.
Diese Aufgabe, gemäß der Erfindung, wird durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen
insbesondere darin, daß selbst große Wäschebeladungsmengen
und schweres, saugfähiges Waschgut ohne größere
Unwuchtswerte voll ausgeschleudert wird. Als weiterer
Vorteil ergibt sich eine Reduzierung der Bodenkräfte beim
Schleuderbetrieb und hierdurch bedingt, eine Material- und
Kosteneinsparung durch Verringerung der schwingenden Masse.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den
Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 die Prinzip-Skizze einer Waschmaschine mit
digitaler Drehzahlregelung für den Antriebsmotor sowie mit
Feuchtigkeitssensor im Abflußschlauch,
Fig. 2 das Blockschaltbild des digitalen Drehzahlreglers
für den Antriebsmotor,
Fig. 3 ein Antriebsmotordrehzahl-Zeitdiagramm,
Fig. 4 ein Kurvendiagramm mit der Unwucht (G) in
Abhängigkeit von der Antriebsmotordrehzahl-Istwertschwankung
(Δ n) und der symmetrischen Grundlast als Parameter.
Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Waschmaschine besitzt
einen Laugenbehälter (1), eine Wäschetrommel (2) und einen
digitalen Drehzahlregler (3) für einen Antriebsmotor (4).
Die Waschlauge wird mit Hilfe einer Laugenpumpe (5) über
einen Abflußschlauch (6) abgeführt. Der Abflußschlauch (6)
beinhaltet in Nähe seines Krümmers einen
Feuchtigkeitssensor (7) in Form eines nicht näher
dargestellten Wassermengenzählers.
Gemäß Fig. 2 wird ein Tachogenerator (8) vom Antriebsmotor
(4) angetrieben. Der Tachogenerator (8) mißt die Drehzahl-
Istwertschwankungen (9) des Antriebsmotors (4), welche ein
Maß für die Unwucht (G) darstellen und übermittelt sie
einem Microcomputer (μ P).
Im vorliegenden Verfahren wird nach Beendigung der Wasch-
und Spülphase nur dann auf den Schleuder-Solldrehzahlwert
(10) hochgeschleudert wenn eine vorgeschriebene und dem
Microcomputer (μ P) eingegebene minimale Unwuchtsgrenze
(11) während einer Waschgut-Verteilungsphase bzw. einem
bekannten Wäscheunwuchtkorrektursystem nicht überschritten
wird.
Wird hingegen eine maximale Unwuchtsgrenze überschritten
(wie dies bei großen Wäschebeladungen und saugfähigem
Waschgut der Fall sein kann), so wird das Waschgut
entsprechend dem bekannten Wäscheunwuchtkorrektursystem
(der Waschgut-Verteilphase) neu verteilt. Ist die Wäsche
jetzt so verteilt, daß die maximale Unwuchtgrenze
unterschritten wird, so wird für eine bestimmte
Schleuderzeit mit einer bestimmten Schleuderdrehzahl, die
jedoch kleiner als der Schleuder-Solldrehzahlwert (10) ist,
geschleudert. Hierbei wird dem Waschgut Feuchtigkeit
entzogen und somit dessen Gewicht bzw. die symmetrische
Grundlast und damit die Unwucht (G) reduziert. Anschließend
wird das Waschgut durch eine bestimmte Anzahl von
Waschreversierzyklen aufgelockert um dann erneut in einer
Waschgut-Verteilphase, dem Wäscheunwuchtkorrektursystem,
solange neu verteilt zu werden bis die minimale
Unwuchtsgrenze (11) unterschritten wird. Erst dann wird
endgültig entsprechend dem Schleuder-Solldrehzahlwert (10),
welcher dem Microcomputer (μ P) aufgeschaltet ist,
hochgeschleudert.
In den Fig. 3 und 4 sind die vorher beschriebenen
Arbeitsabläufe verdeutlicht:
Messen der Unwucht (G)
Ergebnis: G 1 -maximale Unwuchtsgrenze überschritten, sodann
Waschgutverteilphase und Messen der Unwucht (G).
Ergebnis: G 2 -maximale Unwuchtsgrenze jetzt unterschritten,
jedoch minimale Unwuchtsgrenze noch überschritten,
anschließend:
Erste Feuchtigkeitsentzugsphase und Reduzierung der
symmetrischen Grundlast.
Ergebnis: G 3 -minimale Unwuchtsgrenze immer noch
überschritten, (der Wert G 3 ist jetzt sehr genau bestimmt,
da er bei reduzierter symmetrischer Grundlast ermittelt
wurde. Wie schon eingangs erwähnt sind Unwuchtsbestimmungen
bei hohen symmetrischen Grundlasten mit Fehlern behaftet),
anschließend:
Waschgut auflockern durch eine bestimmte Anzahl von
Waschreversierzyklen und erneute Waschgut-Verteilphase und
Messen der Unwucht (G).
Ergebnis: G 4 (genauer Wert) -minimale Unwuchtsgrenze (11)
unterschritten, alsdann
Hochschleudern auf Schleuder-Solldrehzahlwert (10).
Hochschleudern auf Schleuder-Solldrehzahlwert (10).
Der Entwässerungseffekt des Waschgutes zur ersten
Reduzierung der Restfeuchte (erste
Feuchtigkeitsentzugsphase mit Schleudern unter Schleuder-
Solldrehzahlwert (10) wird durch den Feuchtigkeitssensor
(7) im Abflußschlauch (6) mit Hilfe eines
Wassermengenzählers gemessen und dem Microcomputer (m P)
übermittelt, welcher dadurch die Schleuderzeit und/oder die
Schleuderdrehzahl beeinflußt. Diese Schleuderdrehzahl kann
auch den Schleuder-Solldrehzahlwert (10) erreichen. Die
Anzahl der Waschreversierzyklen während des
Waschgutauflockerns bestimmt ebenfalls der Microcomputer (μ
P) aufgrund der vom Tachogenerator (8) gemessenen Drehzahl-
Istwertschwankungen (9). Die Drehzahl-Istwertschwankungen
(9) stellen in dieser Phase kein Maß für die Unwucht (G)
sondern ein Maß für den Lockerungsgrad des Waschgutes dar.
Claims (7)
1. Verfahren zur Reduzierung der Wäscheunwucht in
Waschmaschinen unter Verwendung eines
microcomputergesteuerten, digitalen Drehzahlreglers für
einen Antriebsmotor mit Tachogenerator, welcher vor dem
eigentlichen Schleudern mit vorgegebenem Schleuder-
Solldrehzahlwert während einer Waschgutverteilphase eine
Wäscheunwuchtmessung über die Drehzahl-Istwertschwankungen
des Antriebsmotors vornimmt, dadurch gekennzeichnet, daß im
Anschluß an die Waschgutverteilphase während einer
bestimmten Schleuderzeit mit einer bestimmten
Schleuderdrehzahl, die unterhalb des Schleuder-
Solldrehzahlwerts (10) liegt oder in etwa dem Schleuder-
Solldrehzahlwert (10) entspricht, das Waschgut in einer
ersten Feuchtigkeitsentzugsphase geschleudert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
für die erste Feuchtigkeitszentzugsphase ein
Entwässerungseffekt des Waschgutes durch einen, in einem
Abflußschlauch (6) angeordneten und als Wassermengenzähler
ausgebildeten, Feuchtigkeitssensor (7) gemessen und dem
Microcomputer (m P) des digitalen Drehzahlreglers (3)
übermittelt wird, welcher dadurch die Schleuderzeit
und/oder die Schleuderdrehzahl beeinflußt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im
Anschluß an die erste Feuchtigkeitsentzugsphase bzw. nach
dem Schleudern unterhalb des Schleuder-Solldrehzahlwertes
(10) das Waschgut durch eine bestimmte Anzahl von
Waschreversierzyklen aufgelockert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anzahl der Waschreversierzyklen zum Auflockern des
Waschgutes dadurch begrenzt werden, daß der Microcomputer (μ
P) des digitalen Drehzahlreglers (3) aufgrund der
gemessenen Drehzahl-Istwertschwankungen (9), die ein Maß
für den Lockerungsgrad des Waschgutes sind, das Auflockern
des Waschgutes abbricht.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im
Anschluß an das Auflockern des Waschgutes das Waschgut in
einer erneuten Waschgut-Verteilphase behandelt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Waschgut so lange verteilt wird, bis eine, dem
Microcomputer (μ P) eingegebene, minimale Unwuchtgrenze (11)
unterschritten wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
erst nach Unterschreitung der minimalen Unwuchtgrenze (11)
mit dem, dem Microcomputer (μ P) vorgegebenen, Schleuder-
Solldrehzahlwert (10) hochgeschleudert wird.
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |