DE3722119A1 - Schaltungsmodul mit einem plattenfoermigen schaltungstraeger aus glas oder keramik - Google Patents
Schaltungsmodul mit einem plattenfoermigen schaltungstraeger aus glas oder keramikInfo
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Description
Schaltungsmodul mit einem plattenförmigen Schaltungsträger
aus Glas oder Keramik
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schaltungsmodul mit einem
plattenförmigen Schaltungsträger aus Glas oder Keramik und
mit einer Metallplatte, die mit einer Seite des Schaltungs
trägers großflächig verbunden ist.
Ein solches Modul ist aus der EP-Bl-00 48 938 bekannt. Die
mit dem Schaltungsträger, also z.B. einem Glas- oder Keramik
substrat großflächig verbundene Metallplatte dient dabei dazu,
um die Wärme, die von Bauelementen erzeugt wird, die auf der
von der Metallplatte abgewandten Seite des Substrates mit
diesem verbunden sind, abzuführen, wodurch örtliche Über
hitzungen der Substratschaltung verhindert werden und die
insgesamt von der Substratschaltung erzeugte Wärme rascher
an die Umwelt abgegeben werden kann.
Dabei tritt jedoch das Problem auf, daß die Metallplatte einen
vom Wärmeausdehnungskoeffizienten des Substratmaterials stark
unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten hat, bei besse
rem Wärmeleitvermögen. Eine unterschiedliche Ausdehnung der
Metallplatte und des Substrates führt aber zu einer Überbean
spruchung der Löt-oder Klebeverbindung zwischen Metallplatte
und Substrat eventuell bis zum Bruch und hat weiterhin zur
Folge, daß das Substrat so stark verbogen wird, daß auf dem
Substrat angeordnete Leiterbahnen abreißen und/oder mit me
tallisierten Oberflächenbereichen des Substrates verlötete
Bauelemente sich vom Substrat lösen.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, ein Schaltungs
modul der eingangs genannten Art so auszubilden, daß Über
beanspruchungen der Verbindung Metallplatte-Schaltungsträger
(Substrat) und unzulässige Verbiegungen des Schaltungsträgers
infolge unterschiedlicher Wärmeausdehnungskoeffizienten von
Metallplatte und Schaltungsträger ausgeschlossen werden können.
Erfindungsgemäß ergibt sich die Lösung dieser Aufgabe dadurch,
daß die Metallplatte als Dreischichtplatte ausgebildet ist,
deren beide äußere Schichten jeweils aus einem gut wärmelei
tenden Metall oder einer gut wärmeleitenden Metallegierung
bestehen und deren mittlere Schicht aus einem gegenüber dem
Wärmeleitvermögen der beiden äußeren, im wesentlichen gleich
dicken Schichten wesentlich weniger gut wärmeleitenden Material
hergestellt ist, und daß die Wärmeausdehnungskoeffizienten der
Schichten so aufeinander abgestimmt sind, daß sich ein mit dem
Wärmeausdehnungskoeffizienten des Schaltungsträgers weitgehend
übereinstimmender Koeffizient der Dreischichtplatte ergibt.
Diese Ausbildung des Schaltungsmoduls ermöglicht es vorteil
haft, die Metallplatte relativ dick auszubilden, also zum Ab
transport relativ großer Wärmemengen geeignet zu machen, ohne
daß es dadurch zwischen Schaltungsträger und Metallplatte zum
Auftreten von Scherungskräften kommt, die ein Abreißen der Kle
be- oder Lötverbindung zwischen Metallplatte und Schaltungsträ
ger bewirken.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, daß die beiden äußeren
Schichten der Dreischichtplatte aus Kupfer und die mittlere
Schicht aus Invar besteht.
Kupfer ist ein besonders guter Wärmeleiter. Der relativ große
Wärmeausdehnungskoeffizient von Kupfer wird durch den sehr ge
ringen Wärmeausdehnungskoeffizienten von Invar kompensiert, so
daß die Dreischichtplatte insgesamt einen weitgehend mit dem
Wärmeausdehnungskoeffizienten des Schaltungsträgers überein
stimmenden Koeffizienten hat.
Ferner kann vorgesehen sein, daß das Dickenverhältnis der
Schichten der Dreischichtplatte etwa 20:60:20 beträgt.
Dieses Dickenverhältnis hat sich bei einer aus Kupfer und In
var bestehenden Dreischichtplatte als besonders vorteilhaft
erwiesen.
Weiter kann vorgesehen sein, daß eine dem Schaltungsträger
unmittelbar anliegende äußere Schicht der Dreischichtplatte
über den Bereich des Schaltungsträgers hinaus verlängert ist
und daß die andere äußere Schicht der Dreischichtplatte mit der
über den Schaltungsträger hinaus verlängerten äußeren Schicht
einstückig verbunden ist.
Durch die Verlängerung, insbesondere der aus Kupfer bestehen
den, unmittelbar dem Schaltungsträger anliegenden äußeren Schicht
der Dreischichtplatte über den Bereich des Schaltungsträgers
hinaus wird eine in besonders innigem Wärmekontakt mit dem Schal
tungsträger stehende Wärmeleitbahn geschaffen, die z.B. mit
einem gesonderten Kühlkörper verbunden sein kann oder zugleich
auch zur mechanischen Festlegung des Schaltungsmodules an ei
ner Gehäuse- oder Gestellwand verwendet werden kann.
Schließlich kann noch vorgesehen sein, daß die Dreischicht
platte quer zum Verlauf des Schaltungsträgers mit Bohrungen
zum Eindrehen von Schrauben versehen ist, daß die Dreischicht
platte Aussparungen der mittleren Schicht aufweist und daß die
beiden äußeren Schichten im Bereich dieser Aussparungen mit
einander einstückig verbunden sind und daß in wenigstens einem
der von der mittleren Schicht ausgesparten Bereiche auf der von
dem Schaltungsträger abgewandten Seite der Dreischichtplatte
ein thermisch hochbelastetes Bauelement oder eine Schmelzsiche
rung angeordnet ist und daß der Bauelementkörper in eine diesem
Körper angepaßte Vertiefung der Dreischichtplatte eingefügt
ist.
Mit Hilfe der Schrauben kann das Schaltungsmodul an einer Ge
stell- oder Gehäusewand befestigt werden, wobei die Schrauben
zusätzliche Wärmeleiter zwischen dem Schaltungsmodul und dem
Gehäuse oder Gestell bilden. Durch die im Bereich von Ausspa
rungen der mittleren Schicht miteinander einstückig verbundenen
beiden äußeren Schichten der Metallplatte kann bei relativ
großflächigen Metallplatten der Wärmeaustausch zwischen der
unmittelbar dem Schaltungsträger anliegenden Schicht und der
anderen äußeren Schicht der Dreischichtplatte, die ebenfalls
gut wärmeleitend ist, wesentlich verbessert werden. Das Ein
fügen des Schmelzsicherungskörpers in eine diesem Körper an
gepaßte Vertiefung in einem Bereich der Dreischichtplatte,
in welchem die beiden äußeren Schichten einstückig miteinander
verbunden sind, ermöglicht es, die Schmelzsicherung an einem
für den wirkungsgerechten Einsatz der Schmelzsicherung beson
ders geeigneten Ort anzuordnen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand
von sechs Figuren noch näher erläutert.
Dabei zeigen, unter Weglassung aller nicht unbedingt zum Ver
ständnis des Erfindungsgegenstandes erforderlichen Einzel
heiten und grob schematisch,
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Schaltungsmodul,
Fig. 2 eine Seitenansicht eines Schaltungsmoduls,
Fig. 3 eine Vorderansicht eines Schaltungsmoduls,
Fig. 4 und Fig. 5 die Anordnung einer Schmelzsicherung im Be
reich einer Aussparung der mittleren Schicht der Dreischicht
platte und
Fig. 6 die Befestigung eines Schaltungsmoduls mittels in die
Dreischichtplatte eingedrehter Schrauben an einer Gestell- oder
Gehäusewand.
Im einzelnen ist den Figuren zu entnehmen, daß ein plattenförmiger
Schaltungsträger 1 aus Keramik auf einer Seite großflächig
mit einer Dreischichtplatte 2 durch Kleben oder Löten verbun
den ist. Die Dreischichtplatte 2 besteht aus einer mittleren
Invar-Schicht 3 und zwei äußeren Kupferschichten 4. Eine der
beiden Kupferschichten 4 liegt unmittelbar dem Schaltungs
träger 1 an, während die andere Kupferschicht 4 sich auf der
vom Schaltungsträger 1 abgewandten Seite der Invarschicht 3
befindet. Bei einem Dickenverhältnis der Kupferschichten und
der Invarschicht von ca. 20:60:20 erhält man einen Wär
meausdehnungskoeffizienten der Dreischichtplatte 2, der mit
dem des Schaltungsträgers 1 weitgehend übereinstimmt. Infol
gedessen kann die Dreischichtplatte 2 relativ dick ausgebildet
werden, ohne daß die Verbindung zwischen der Dreischichtplatte
und dem Schaltungsträger 1 bei Temperaturschwankungen überbe
ansprucht wird. Auch tritt bei einem solchen Schaltungsmodul
keine unzulässig große Verbiegung des Schaltungsträgers 1 auf.
Auf der von der Dreischichtplatte 2 abgewandten Seite des
Schaltungsträgers 1 kann dieser mit Baulementen 5 bestückt
sein. Solche Bauelemente stellen häufig konzentrierte Wär
mequellen dar, deren Wärme abgeführt werden muß, um örtliche
Überhitzungen und damit eine Zerstörung der Bauelemente zu
vermeiden. Die erforderliche Wärmeabfuhr wird durch die
unmittelbar dem Schaltungsträger anliegende Kupferschicht 4
der Dreischichtplatte 2 bewirkt, während die andere Kupfer
schicht 4, die sich auf der vom Schaltungsträger 1 abgewandten
Seite der Invarschicht 3 befindet, hauptsächlich dazu dient,
um ein Bimetallverhalten der dem Schaltungsträger 1 anliegenden
Kupferschicht und der mit dieser Kupferschicht verbundenen
Invarschicht zu verhindern.
Aus Fig. 5 ist zu ersehen, daß durch Aussparungen 6 in der In
varschicht 3 und durch eine einstückige Verbindung der beiden
Kupferschichten 4 im Bereich einer Aussparung 6 auch die
äußere Kupferschicht verstärkt zur Wärmeableitung herangezogen
werden kann.
Eine solche Aussparung 6 mit im Bereich der Aussparung 6 ver
bundenen Kupferschichten ist besonders vorteilhaft dort
vorzusehen, wo auf der Bauteileseite 11 des Schaltungsträgers
ein Bauelement 5 angeordnet ist, das ein Wärmeerzeuger ist.
Aus den Fig. 1 und 3 ist zu ersehen, daß die Dreischichtplat
te 2 eine Randzone 7 des Schaltungsträgers 1 unbedeckt läßt,
in der der Schaltungsträger 1 auf beiden Seiten klammerartig
von Anschlußelementen 8 umfaßt wird.
Fig. 2 zeigt, daß die unmittelbar dem Schaltungsträger 1 an
liegende Kupferschicht 4 vorzugsweise auf einer von der Rand
zone 7 abgewandten Seite der Dreischichtplatte 2 über den
Schaltungsträger 1 hinaus verlängert ist und mit dieser Ver
längerung 9 z. B. mit einem Rippen aufweisenden Kühlkörper 10
in innigem Wärmekontakt steht. Die Verlängerung 9 kann auch zur
mechanischen Befestigung des aus Schaltungsträger 1 und Drei
schichtplatte 2 bestehenden Schaltungsmoduls an einem Gehäuse
oder Gestell verwendet werden. Fig. 2 zeigt auch, daß die an
dere Kupferschicht 4 mit der dem Schaltungsträger 1 anliegenden
Kupferschicht 4 auf der Seite der Verlängerung 9 einstückig
verbunden sein kann, was den Wärmetransport zwischen der Drei
schichtplatte 2 und dem Kühlkörper 10 noch weiter begünstigt.
Aus Fig. 6 ist zu ersehen, daß das aus Schaltungsträger 1 und
Dreischichtplatte 2 bestehende Schaltungsmodul zusammen mit
den ggf. auf einer Bauteileseite 11 des Schaltungsträgers 1
vorgesehenen Bauelementen mit einer Gestell-oder Gehäusewand 12
durch Schrauben 13 verbunden sein kann, die quer zum Schaltungs
träger 1 in die relativ dicke Dreischichtplatte 2 eingedreht
worden sind.
Aus den Fig. 4 und 5 ist schließlich noch zu ersehen, daß im
Bereich einer Aussparung 6 der Invarschicht 3 der Körper 14
einer Schmelzsicherung oder eines thermisch hochbelasteten
Bauelementes in eine diesem Körper angepaßte Vertiefung der
Dreischichtplatte 2 eingefügt sein kann, wodurch der Körper 14
in besonders innigem Wärmekontakt zu beiden Schichten 4 und
dadurch beispielsweise zu einem Bauelement steht, das auf der
Bauteileseite 11 des Schaltungsträgers 1 am Ort der Aussparung
6 angeordnet ist. Ein durch einen Defekt des Bauelementes
verursachter Temperaturanstieg führt daher zu einer raschen
Erwärmung des Schmelzsicherungskörpers und damit zur Auslösung
der Sicherung, bevor der Bauelement-Defekt weitere Schäden zur
Folge hat.
Claims (8)
1. Schaltungsmodul mit einem plattenförmigen Schaltungsträger
aus Glas oder Keramik und mit einer Metallplatte, die mit
einer Seite des Schaltungsträgers großflächig verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Metall
platte als Dreischichtplatte (2) ausgebildet ist, deren beide
äußere Schichten (4) jeweils aus einem gut wärmeleitenden Metall
oder einer gut wärmeleitenden Metallegierung bestehen und
deren mittlere Schicht (3) aus einem gegenüber dem Wärmeleit
vermögen der beiden äußeren, im wesentlichen gleich dicken
Schichten (4) wesentlich weniger gut wärmeleitenden Material
hergestellt ist, und daß die Wärmeausdehnungskoeffizienten der
Schichten (3, 4) so aufeinander abgestimmt sind, daß sich ein
mit dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des Schaltungsträgers (1)
weitgehend übereinstimmender Koeffizient der Dreischichtplatte
(2) ergibt.
2. Schaltungsmodul nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die beiden äußeren Schichten (4)
der Dreischichtplatte (2) aus Kupfer und die mittlere Schicht
(3) aus Invar besteht.
3. Schaltungsmodul nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Dickenverhältnis der Schichten (3, 4)
der Dreischichtplatte (2) etwa 20:60:20 beträgt.
4. Schaltungsmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine dem
Schaltungsträger (1) unmittelbar anliegende äußere Schicht (4)
der Dreischichtplatte (2) über den Bereich des Schaltungs
trägers (1) hinaus verlängert (9) ist.
5. Schaltungsmodul nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die andere äußere Schicht (4) der
Dreischichtplatte (2) mit der über den Schaltungsträger (1)
hinaus verlängerten (9) äußeren Schicht (4) einstückig ver
bunden ist.
6. Schaltungsmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Dreischicht
platte (2) quer zum Verlauf des Schaltungsträgers (1) mit
Bohrungen zum Eindrehen von Schrauben (13) versehen ist.
7. Schaltungsmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Drei
schichtplatte (2) Aussparungen (6) der mittleren Schicht (3)
aufweist und daß die beiden äußeren Schichten (4) im Bereich
dieser Aussparungen (6) miteinander einstückig verbunden sind.
8. Schaltungsmodul nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß in wenigstens einem der von
der mittleren Schicht (3) ausgesparten Bereiche (6) auf der von
dem Schaltungsträger (1) abgewandten Seite der Dreischichtplat
te (2) ein thermisch hochbelastetes Bauelement oder eine Schmelz
sicherung angeordnet ist und daß der Bauelementkörper (14) in
eine diesem Körper angepaßte Vertiefung der Dreischichtplatte
(2) eingefügt ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8120 | Willingness to grant licences paragraph 23 | ||
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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