DE3721670A1 - Tueraufliegend zu befestigendes kastenschloss - Google Patents
Tueraufliegend zu befestigendes kastenschlossInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein türaufliegend zu
befestigendes Kastenschloß mit schließzylinderbetätigbarem
Riegel, dessen vor die Stulpfläche vorschließbarer Riegelkopf
an einem im Schloßkasten geführten Riegelschieberschwanz
vorsteht.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Kastenschloß
in herstellungstechnisch einfacher, montagegünstiger Weise
anschlagsvariabel auszubilden.
Gelöst ist diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene
Erfindung.
Die Unteransprüche sind vorteilhafte Weiterbildungen des
erfindungsgemäßen Kastenschlosses.
Zufolge solcher Ausgestaltung können mit wenigen Handgriffen
unterschiedliche Abstände zum Gegenschließteil überbrückt
werden. Die entsprechende Anpassung kann jederzeit nachträg
lich erfolgen, beispielsweise durch den Fachhändler oder sogar
durch den verständigen Laien. Zur Anpassung an unterschied
liche Anschlaggegebenheiten läßt sich der Riegelkopf mit
wenigen Handgriffen vom Riegelschwanz lösen und derselbe in
gleich einfacher Weise mit einem neuen, passenden bestücken.
Letzteres kann beispielsweise von erheblicher Bedeutung sein
beim Anschlag des Schlosses an Stahlrahmentüren; auf dem
Stahlrahmen kann man mit vernünftigem Aufwand beispielsweise
ein Sperrbügeltraggehäuse nicht befestigen; das ist nur am
Mauerwerk selbst möglich, um hier den genügenden Halt zu
bekommen. Dabei bietet sich die Festlegung des beispielsweise
als Sperrbügeltraggehäuse gestalteten Gegenschließteiles über
auf dem Markt erhältliche Schwerlast-Dübelschrauben an. Durch
Einsetzen des entsprechend langen Riegelkopfes kann dabei die
im Normalfall bei üblichem Türfutter gegebene Abstandslage
einwandfrei überbrückt werden. Trotz der Lösbarkeit des Riegel
kopfes ergibt sich im montierten Zustand ein einwandfreier,
praktisch einer starren Zuordnung gleichkommender Verbund, wenn
weiter in der Weise vorgegangen wird, daß der Riegelkopf an
seiner der Stulpfläche abgekehrten Seite eine Einstecknut für
eine Abflachung des Riegelschieberschwanzes besitzt und die
Zapfensicherung aus einer die Abflachung kreuzenden Schraube
besteht, wobei der Riegelausschluß kleiner ist als der Abstand
der Schraube von der Riegelkopf-Stirnfläche. Der klauenkupp
lungsartige Ineinandergriff ist selbst größten in der Praxis
aufkommenden Belastungen gewachsen. Aufgrund der geschilderten
Beabstandung gelangt die Zapfensicherung auch nicht nach
außen. Es fehlt von soher auch schon jeder optisch-visuelle
Anreiz im Hinblick auf eine unbefugte Manipulation. Eine
vorteilhafte und zugleich einfache Sicherung der Riegelkopf
zuordnung ergibt sich weiter dadurch, daß das rückwärtige Ende
des Riegelkopfes von den Randkanten einer die Abflachung
bildenden Seitenvertiefung des Riegelschieberschwanzes gefaßt
ist. Jede durch die Schraubverbindung an sich etwa mögliche,
wenn auch geringe Gelenkigkeit im Ansatzbereich des Riegel
kopfes wird somit unterbunden. Optimiert ist die entspre
chende Ausgestaltung durch zwei sich breitseitig des Riegel
schieberschwanzes gegenüberliegende Seitenvertiefungen. Es
liegt so eine Art Klauenkupplung vor. Weiter bringt die
Erfindung in Vorschlag, daß der Riegelkopf eine Umfangsnutung
zum Einfangen eines Sperrbügels eines Gegenschließteiles
besitzt. Gerade bei solchen Einrichtungen muß nämlich eine
besondere Belastung des Riegels angenommen werden, beispiels
weise im Hinblick auf ein etwa gewaltsames Weiteröffnen der nur
spaltbreit durch den Sperrbügel offengehaltenen Türe. Weiter
besteht eine günstige Ausgestaltung noch darin, daß der Riegel
kopf in zurückgeschlossener Stellung über die Stulpfläche
vorsteht und in vorgeschlossener Stellung den Zargenrahmen
einer Türe übergreifend bis in das jenseits des Zargenrahmens
angeordnete Gegenschließteil ragt. In diesem Zusammenhang
erweist sich die Austauschbarkeit des Riegelkopfes gegen einen
entsprechend längeren als besonders günstig. Es brauchen
nämlich keine teuren und umständlichen Versteifungen des
Zargenrahmens vorgenommen zu werden. Das Gegenschließteil wird
einfach seitlich desselben direkt mit der Mauer verbunden.
Eine weitere vorteilhafte Ausbildung im Hinblick auf die stabile
Verankerung des Riegelkopfes am Riegelschieberschwanz besteht
in einer Abflachung an dem U-stegseitigen Abschnitt (U-Steg)
eines im Grundriss U-förmig gestalteten Riegelschieber
schwanzes. Neben einer vorteilhaften Materialersparnis
aufgrund der U-Form, kann trotzdem der umrissgrößere Körper
eine auch für den Riegelschwanz selbst vorteilhafte vergrößerte
Gleitführung greifen. Endlich erweist es sich in diesem Zusam
menhang noch als vorteilhaft, daß der Riegelkopf sich mit einem
über die Breitseite des Riegelschieberschwanzes vorstehenden
Abschnitt in einer Vertiefung der Schloßgehäusedecke führt. So
setzt sich die schon als Führung dienende stulpseitige Aus
schlußöffnung noch in Riegelkopf-Verlagerungsrichtung in die
schloßkasteninnenseitige Tiefe fort.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines
zeichnerisch veranschaulichten Ausführungsbeispieles näher
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 das erfindungsgemäß ausgebildete Kastenschloß in
Vorderansicht mit zugehörigem Gegenschließteil mit
Sperrbügel,
Fig. 2 die Draufsicht hierzu,
Fig. 3 die Rückansicht,
Fig. 4 das Kastenschloß von der Stulpseite her gesehen,
Fig. 5 das Gegenschließteil von der Schließblechseite her
gesehen,
Fig. 6 den Schnitt gemäß Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig. 7 das Kastenschloß in Darstellung wie Fig. 4, jedoch
mit davorliegendem Gegenschließteil bei geschlossener
Türe,
Fig. 8 das gleiche bei spaltweit geöffneter Türe in
Sperrbügelfesselung des Riegelkopfes,
Fig. 9 das angeschlagene Kastenschloß in Darstellung wie
Fig. 2, mit strichpunktiert eingezeichneter Variante,
Fig. 10 das Kastenschloß in Rückansicht mit Blick gegen den
Schloßkastenboden,
Fig. 11 die Draufsicht zu Fig. 10,
Fig. 12 die Ansicht in das Schloßkastengehäuse bei entferntem
Schloßkastenboden und zurückgeschlossenem Eingerichte,
Fig. 13 den Schnitt gemäß Linie XIII-XIII in Fig. 12 und
Fig. 14 eine der Fig. 12 entsprechende Ansicht bei
herausgenommenen Schloßeingerichtteilen.
Das im Bereich der Falzaufschlagkante eines Türblattes 1 auf
diesem befestigte Kastenschloß 2 wirkt mit einem türrahmen
seitig befestigten Gegenschließteil 3 zusammen. Dessen
stulpseitig des Kastenschlosses weisende Schließöffnung 4
kreuzt ein schwenkbar an 3 gelagerter Sperrbügel 5. Letzterer
bildet eine definierte Öffnungsbegrenzung für das Türblatt 1.
Es ist auf eine spaltbreite Öffnung abgestellt, die auch
aufgrund der Kontur der Sperrbügelkulisse nicht ausreicht für
ein Aushängen zufolge von außen erfolgender Fremdeinwirkung.
Der horizontale Lagerzapfen des Sperrbügels 5 ist mit 7
bezeichnet. Er erstreckt sich im wesentlichen in der Ebene des
Türblattes 1 (in geschlossenem Zustand der Türe). Das
kastenförmige Gehäuse des Gegenschließteils 3 ist mittels einer
Unterfütterungsplatte 8 auf die Dicke der Aufschlagleiste des
Türblattes 1 abgestimmt. Es können noch Lehren
unterschiedlicher Dicke beigeschlagen werden, um zur
deckungsgleichen Ausrichtung von Schließöffnung 4 und einem
Riegelkopf 9 des Kastenschlosses 2 zu gelangen.
Der in Grundstellung vertikalhängende Sperrbügel 5 sitzt in
einem Schacht 10 des gehäuseartigen Gegenschließteiles 3.
Der horizontale Abstand zur Stulpfläche 11 des Kastenschlosses
2 entspricht etwa der Bügeldicke. Letztere liegt bei ca. 4
mm.
Der Riegelkopf 9 des horizontalausschließbaren Riegels R weist
im Grunde rechteckigen Querschnitt auf. Die längere Seite
liegt in der Vertikalen. Beabstandet vom Stirnende 9′ des
Riegelkopfes 9 liegt als Sperrbügeleintrittsschlitz eine
zylindrische Abdrehung 12, welche vom entsprechend konturierten
Ende der Sperrbügelkulisse 6 übergriffen ist. Die kürzere
Seite 6 des Riegelkopfes 9 entspricht der Schlitzbreite der
Kulisse 6, so daß in Wirkungsstellung des etwa in die
Horizontale geklappten Sperrbügels 5 kein Lösen durch axiales
Abziehen vom Riegelkopf 9 möglich ist. Dies geht nur bei der
aus Fig. 7 ersichtlichen Hanglage des Sperrbügels 5. Auch die
zylindrische Abdrehung 12 entspricht der Schlitzbreite der
Sperrbügelkulisse 6 bzw. liegt etwas darunter.
Auf der dem Innenraum abgewandten Seite des Türblattes 1
befindet sich eine Gegenhalteplatte 13 zur türdurchgreifenden
Verankerung des Kastenschlosses 2 am Türblatt 1. Zu dieser
Befestigung gehen von einem plattenförmigen Schloßkastenboden
14 das Fleisch des Türblattes 1 quer durchsetzende Befesti
gungsschrauben 15 aus. Letztere greifen in ein entsprechendes
Innengewinde eines im Rücken der Gegenhalteplate 13 sitzenden,
daran festen Kragens 16. Letzterer tritt gegenüber dem vier
eckigen Gegenhalteplattengrundriss zurück, ist kreisrunden
Querschnitts und von zylindrischer Mantelwandung. Der Kragen
16 ist in eine formpassende Ausfräsung des Türblattes einge
senkt. Die Köpfe der als Senkkopfschrauben gestalteten
Befestigungsschrauben 15 schließen mit der schloßgehäuse
innenseitigen Fläche des Schloßkastenbodens 14 ebenengleich ab
(vergleiche Fig. 11).
Der rechteckige Grundriß aufweisende Schloßkastenboden 14 ist
von einem deckelartigen Schloßkastengehäuse 17 überfangen, dies
unter allseitiger Abdeckung der Schmalkanten des plattigen
Schloßgehäusebodens 14, mit anderen Worten, der Stirnrand des
Schloßkastengehäuses liegt satt und dichtschließend auf der
Innenseite des Türblattes 1 auf.
Zur Befestigung des Schloßkastengehäuses 17 am Schloßkasten
boden 14 sind von diesem in Richtung des Schloßkastengehäuses
abgewinkelte Lappen 18 herangezogen, die einerseits von
zugleich die Wandung des Schloßkastengehäuses 17 durchsetzenden
Senkkopfschrauben 19 durchgriffen sind. Deren Gegengewinde
befindet sich in den Lappen 18. Zwei Senkkopfschrauben 19
treten von der Stulpfläche 11 her ein und sind bei
geschlossener Türe durch das Gegenschließteil 3 abgedeckt. Das
andererseits, also am gegenüberliegenden Ende des
Schloßkastenbodens 14 eingedrehte Befestigungsmittel könnte
auch eine Senkkopfschraube sein, ist aber hier eine Maden
schraube 19′, die über einen Innensechskantschlüssel unter
Überschreiten der Fuge zwischen Lappen 18 und korrespon
dierender Gehäusewandung in eine Sperröffnung 20 derselben nach
auswärts zurückschraubbar ist.
Der Riegelkopf 9 des Riegels R setzt sich in einen im
Kastenschloß 2 horizontal geführten, flachen Riegelschieber
schwanz Sch fort. Der Riegelschieberschwanz Sch erstreckt sich
über die gesamte lichte Breite des Schloßkastengehäuses 17.
Demgegenüber entfällt auf die Breite des Riegelkopfes 9 etwa
nur ein Drittel. Der Riegelkopf 9 erstreckt sich in der
horizontalten Längsmittelachse des Kastenschlosses 2, welche
Achse dem Schnittlinienverlauf XIII-XIII in Fig. 12
entspricht. Der Riegelschieberschwanz Sch weist U-förmigen
Grundriss auf. Ein U-Schenkel ist mit a und ein U-Schenkel ist
mit b bezeichnet.
Der U-Schenkel a besitzt einen in Verschieberichtung des
Riegels R ausgerichteten Führungsschlitz 21. Letzterer wird
von einem von der Decke 17′ des Schloßkastengehäuses 17
ausgehenden Stehbolzen 22 durchsetzt. Bezüglich des
Stehbolzens handelt es sich beim Ausführungsbeispiel um eine in
die besagte Decke eingedrehte Schraube. Die zugehörige
Gewindebohrung 23 geht aus Fig. 14 deutlich hervor.
Der mit b bezeichnete U-Schenkel nimmt in einem parallel zur
Vorschiebeebene des Riegelschieberschwanzes Sch liegenden
Schlitz 24 einen kreuzend zu zwei Tourenöffnungen 25, 26
verlaufenden Zuhaltungshebel 27 auf. Letzterer schwenkt um
einen ortsfesten Stehzapfen 28 im zum Riegelkopf 9 weisenden
Ende des dortigen U-Schenkels b. Der Zuhaltungshebel 27 steht
unter Federbelastung in Richtung des Ausgangs der Tourenöff
nungen 25, 26. Die entsprechende, andernends ortsfeste
abgestützte Feder ist mit 29 bezeichnet. Den Schwenkbe
grenzungsanschlag bildet ein mehr in Richtung des U-Steges c
des Riegelschieberschwanzes Sch liegender Stift 30, welcher den
erwähnten Schlitz 24 kreuzt. Bei Weglassen des U-Schenkels a
wäre der U-Steg c als Schenkel c zu deklarieren. Der
Riegelschieberschwanz Sch hätte einen rechtwinkligen Grundriß.
Am anderen, freien Ende des Zuhaltungshebels 27 sitzt ein
quergerichteter Tourenstift 31. Letzterer ragt beidseitig über
die Breitseite des Riegelschieberschwanzes Sch vor und ragt mit
dem einen vorstehenden Ende in eine Vertiefung 32 an der
Innenfläche der Decke 17′ des Schloßkastengehäuses 17, welche
Vertiefung 32 der Tourenfolge entsprechend liegende
Sperreingriffsabschnitte 32′ ausbildet. Letztere sind wie
Zahnlücken in Reihe hintereinanderliegend in Verschieberichtung
angeordnet.
Zur Erzielung eines wahlweise für den rechtsanschlagenden oder
linksanschlagenden Anbau verwendbaren Kastenschlosses 2 ist der
Schieberriegelschwanz Sch umwendbar, aus welchem Grunde der
Tourenstift 31 über beide Breitseiten des Riegelschieber
schwanzes Sch vorsteht. Außerdem liegt jenseits der erwähnten
der Schnittlinie entsprechenden Längsmittelachse des Kasten
schlosses eine zweite Vertiefung 32 in spiegelbildlicher
Zuordnung, in die der Tourenstift dann eintaucht. Die
Bezugsziffern sind sinngemäß eingetragen.
Für die freie Schwenkbeweglichkeit des besagten Tourenstifts 31
durchgreift dieser ein in dessen Schwenkbogen liegendes
Langloch 33 des U-Schenkels b entsprechend dem Bewegungs
bedarf.
Die Riegelverlagerung geschieht mittels eines Schließzylinders
34. Es handelt sich um einen Doppelzylinder. Die Touren
öffnungen 25, 26 bzw. der Zuhaltungshebel 27 liegen im
Aktionsbereich eines drehbaren Bartes B dieses Doppel
zylinders. Ein solcher Drehbart B liegt im Bereich der
gegeneinander gerichteten Enden der beiden koaxial ausge
richteten Zylinderkerne 35 des Doppelzylinders. Der eine der
Zylinderkerne 35 ist mittels eines Flachschlüssels 36 vom
Innenraum her zugänglich und der andere von außen. Der
Doppelzylinder ist von solcher Länge, daß er die Dicke des
Türblattes 1 durchsetzt und ebenso die in dieser Richtung
gemessene Dicke des Kastenschlosses 2 und der Gegenhalteplatte
13.
Die Festlegung des Schließzylinders 34 erfolgt am Schloßboden
14 des Kastenschlosses 2. Letzterer weist einen schloßkasten
einwärts abgewinkelten Haltelappen 37 auf, welcher von einer
sogenannten Stulpschraube 39 durchgriffen wird, die in die von
Hause aus vorhandene Gewindebohrung 40 des Zylinderschloß
gehäuses 41 eintritt. Der Schließzylinder 34 ist als
Profilzylinder gestaltet, der sich aus einem zylindrischen
Gehäuseteil und einem symmetrisch angeordneten Steg 42
zusammensetzt, welcher die erwähnte Gewindebohrung in der
Bartebene trägt und gegen dessen flache Stegseite der
Haltelappen 37 satt aufliegend tritt. Der Steg 42 erstreckt
sich in Richtung der Riegelbewegung. Sowohl der Schloßkas
tenboden 14 als auch das Schloßkastengehäuse 17 sowie die
Gegenhalteplatte 13 plus Kragen 16 weisen eine dem Profil
zylinderquerschnitt angepasste Durchbrechung als Schließzy
linder-Durchtrittsöffnung 43 auf. Der Schließzylinder 34
kreuzt den freien U-Raum 44 des Riegelschieberschwanzes Sch, so
daß sein Bart B auf kürzestem Wege die Innenseite des Schenkels
b erreicht. Die Befestigungsschrauben 15 erstrecken sich
gleichbeabstandet beiderseits des Schließzylinders 34.
Zur türblattseitigen Festlegung des Schloßkastenbodens 14
selbst weist dieser mehrere Schraubbefestigungslöcher 45 auf,
ebenfalls zum Einziehen von Senkkopfschrauben, die ihrerseits
dann vom kappenförmigen Schloßkastengehäuse 17 der Sicht
entzogen überfangen sind, welches Schloßkastengehäuse 17
anschließend wie dargelegt aufmontiert wird.
Die Vorderseite des Schloßkastengehäuses 17 ist
pyramidenstumpfartig verdickt, so daß die Decke 17′ aufgrund
der entsprechenden Materialanhäufung besonders stabil
ausfällt. Andererseits ergibt sich eine größere axiale
Abstützung des Schließzylinders 34 an der korrespondierenden
Schließzylinder-Durchtrittsöffnung 43.
Der in zwei Schritten vor die Stulpfläche 11 vorschließbare
Riegelkopf 9 und der anschließende Riegelschieberschwanz Sch
sind als zueinander trennbare, in verbundenem Zustand
zueinander zapfengesicherte Teile ausgebildet. Hierzu weist
der Riegelkopf 9 des Riegels R an seiner der Stulpfläche 11
abgewandten Seite eine Einstecknut 46 für eine formpassende
Abflachung 47 des Riegelschieberschwanzes Sch auf. Die
Einstecknut 46 erstreckt sich in der Mitte, d.h. beiderseits
der Einstecknut 46 verbleiben gleich dicke Gabel-Wandungs
partien. Der zweite Schließschritt blockiert den Sperrbügel 5
und bringt somit die totale Verriegelung.
Die Zapfensicherung besteht aus einer die Abflachung und das
Befestigungsende des Riegelkopfes 9 quer kreuzende Schraube
48. Das Gegengewinde befindet sich in der einen Gabel-Wan
dungspartie. Der Schraubenkopf ist eingesenkt. Die auf die
Ausschlußrichtung bezogene Beabstandung der Schraube 48 ist
derart, daß der Riegelausschluß kleiner ist als der Abstand der
Schraube 48 von der Riegelkopf-Stirnfläche 9′. Die Schraube 48
wird folglich nicht ausgeschlossen; sie bleibt nur über den
Weg der Abnahme des Schloßkastengehäuses 17 zugänglich.
Neben der schon durch die Riegelausschlußöffnung 49 in der
Wandung des Schloßkastengehäuses 17 bewirkten führenden
Abstützung des Riegelkopfes ist eine zusätzliche günstige
Führung dadurch erreicht, daß das rückwärtige Ende des
Riegelkopfes 9 von den Randkanten 50′ einer die Abflachung 47
bildenden Seitenwandvertiefung 50 des Riegelschieberschwanzes
Sch gefasst ist. Jegliche Lenkverkippung um die Schraube 48
ist somit bei entsprechend formpassender Einlagerung bzw.
formpassendem Ineinandergriff ausgeschlossen. Wie Fig. 13
deutlich entnehmbar, ist auf beiden Flachseiten des
Riegelschieberschwanzes Sch je eine Seitenvertiefung 50
berücksichtigt.
In der aus Fig. 1 ersichtlichen Sperrbügel-Schließstellung
steht der Riegelkopf 9 über die Stulpfläche 11 in einem Maße
vor, welches der Zuordnungsart gemäß Fig. 9 entspricht. In
Fällen, in denen das Anschlagen des Gegenschließteils 3 an
einem beispielsweise recht schmalen, dünnwandigen Stahlzargen
rahmen 52 vorgenommen werden soll, würde das Gegenschließteil 3
seitlich dieses Stahlzargenrahmens 52 direkt am Mauerwerk 51
angebracht werden. Hierzu dient eine in eckwinkelhalbierender
Lage eingezogene Schwerlast-Dübelschraube (nicht dargestellt).
Der entsprechende Schrägungsverlauf ergibt sich aus dem Verlauf
der Bohrung 53 in den Fig. 3 und 6. Durch Einsetzen eines
entsprechend länger ausgebildeten Riegelkopfes 9 kann dabei der
nun entstandene größere Abstand von Kastenschloß 2 zu
Gegenschließteil 3 überbrückt werden (vergleiche Fig. 9,
strichpunktierte Darstellung).
Eine weitere Maßnahme zur belastungsstabilen Führung des
Riegelkopfes 9 besteht darin, daß sich dieser mit einem über
die Breitseite des Riegelschieberschwanzes Sch vorstehenden
Abschnitt 9′′ (vergleiche Fig. 13) in einer in Schieberver
lagerungsrichtung liegenden Vertiefung 17′′ der Schloßge
häusedecke 17′ führt. Der gegenüberliegende Abschnitt 9′′ des
Riegelkopfes 9 schließt ebenengleich bzw. etwas darunter mit
einer Schulter 17′′′ des Schloßkastengehäuses 17 ab, deren vom
aufliegenden Stirnrand des kappenförmigen Schloßkastengehäuses
17 gemessene Tiefe der Dicke des dort formpassend eingesetzten
Schloßkastenbodens 14 entspricht. Insoweit liegt auch auf
dieser Seite eine gute Riegelkopf-Führung durch
Breitflächenanlage an 14 vor.
Unter Berücksichtung der Umwendbarkeit des Riegelschieber
schwanzes Sch mit dem Ziel eines rechts- oder
linksanschlagenden Schloßkastens ist auf der anderen Seite der
Linie XIII-XIII ebenfalls eine Gewindebohrung 23 berücksichtigt
für den Stehbolzen 22. Ein solches Wenden ist aber aufgrund
der oben erläuterten Beabstandungsmaße erst nach Abtrennen des
Riegelkopfes 9 möglich.
Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung
dargestellten neuen Merkmale sind erfindungswesentlich, auch
soweit sie in den Ansprüchen nicht ausdrücklich beansprucht
sind.
Claims (8)
1. Türaufliegend zu befestigendes Kastenschloß mit
schließzylinderbetätigbarem Riegel, dessen vor die Stulpfläche
vorschließbarer Riegelkopf an einem im Schloßkasten geführten
Riegelschieberschwanz vorsteht, dadurch gekennzeichnet, daß
Riegelschieberschwanz (Sch) und Riegelkopf (9) als zueinander
trennbare, in verbundenem Zustand zueinander zapfengesicherte
Teile ausgebildet sind.
2. Kastenschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Riegelkopf (9) an seiner der Stulpfläche (11) abgekehrten
Seite eine Einstecknut (46) für eine Abflachung (47) des
Riegelschieberschwanzes (Sch) besitzt und die Zapfensicherung
aus einer die Abflachung (47) kreuzenden Schraube (48) besteht,
wobei der Riegelausschluß kleiner ist als der Abstand der
Schraube (48) von der Riegelkopf-Stirnfläche (9′).
3. Kastenschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das rückwärtige Ende des
Riegelkopfes (9) von den Randkanten (50′) einer die Abflachung
(47) bildenden Seitenvertiefung (50) des Riegelschieber
schwanzes (Sch) gefasst ist.
4. Kastenschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch zwei sich beidseitig des
Riegelschieberschwanzes (Sch) gegenüberliegende Seitenver
tiefungen (50).
5. Kastenschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegelkopf (9) eine
Umfangsnutung (12) zum Einfangen eines Sperrbügels (5) des
Gegenschließteiles (3) besitzt.
6. Kastenschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegelkopf (9) in
zurückgeschlossener Stellung über die Stulpfläche (11) vorsteht
und in vorgeschlossener Stellung den Zargenrahmen (52) der
Türe übergreifend bis in das jenseits des Zargenrahmens (52)
angeordnete Gegenschließteil (3) ragt (Fig. 9, strichpunktierte
Stellung).
7. Kastenschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abflachung (47) an
dem U-stegseitigen Abschnitt (U-Steg c) eines im Grundriss
U-förmig gestalteten Riegelschieberschwanzes (Sch) sitzt.
8. Kastenschloß nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegelkopf (9) sich
mit einem über die Breitseite des Riegelschieberschwanzes (Sch)
vorstehenden Abschnitt (9′′) in einer Vertiefung (17′′) der
Schloßkastengehäusedecke (17′) führt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873721670 DE3721670C2 (de) | 1987-07-01 | 1987-07-01 | Türaufliegend zu befestigendes Kastenschloß |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873721670 DE3721670C2 (de) | 1987-07-01 | 1987-07-01 | Türaufliegend zu befestigendes Kastenschloß |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3721670A1 true DE3721670A1 (de) | 1989-01-19 |
| DE3721670C2 DE3721670C2 (de) | 1994-07-28 |
Family
ID=6330633
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873721670 Expired - Fee Related DE3721670C2 (de) | 1987-07-01 | 1987-07-01 | Türaufliegend zu befestigendes Kastenschloß |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3721670C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9015016U1 (de) * | 1990-10-31 | 1991-01-24 | BKS GmbH, 5620 Velbert | Kastenschloß |
| EP0699814A2 (de) | 1994-08-29 | 1996-03-06 | Karl Fliether GmbH & Co. KG | Schloss mit abgefedertem Riegelkopf |
Citations (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE623063C (de) * | 1934-02-13 | 1935-12-12 | Ijzerhandel I M De Vries Nv | Tuerschloss fuer den Rechts- und Linksgebrauch mit zweiteiliger Falle |
| FR2222875A5 (en) * | 1973-03-23 | 1974-10-18 | Ponsy Jacques | Door lock formed of plastic components - has bolt spring loaded by folded extension band of handle connection collar |
| DE7440155U (de) * | 1974-12-03 | 1976-05-20 | Zeiss Ikon Ag, 7000 Stuttgart | Mit sicherheitssperrvorrichtung versehenes schloss |
| DE2458628A1 (de) * | 1974-12-11 | 1976-06-16 | Sepp Sommer | Tuerschloss |
| DE8132207U1 (de) * | 1981-11-04 | 1982-02-11 | Fa. Franz Karl Melchert, 5628 Heiligenhaus | Drueckerbetaetigbares fallenriegelschloss |
| US4532785A (en) * | 1983-05-19 | 1985-08-06 | La Gard, Inc. | Combination lock |
| DE3437268A1 (de) * | 1984-01-21 | 1986-04-17 | Fa. Franz Karl Melchert, 5628 Heiligenhaus | Tuerschloss mit sperrschwenkbuegel |
| DE3540848A1 (de) * | 1985-08-30 | 1987-03-12 | Eduard Schindler | Einsteckschloss mit variablem dornmass |
-
1987
- 1987-07-01 DE DE19873721670 patent/DE3721670C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE623063C (de) * | 1934-02-13 | 1935-12-12 | Ijzerhandel I M De Vries Nv | Tuerschloss fuer den Rechts- und Linksgebrauch mit zweiteiliger Falle |
| FR2222875A5 (en) * | 1973-03-23 | 1974-10-18 | Ponsy Jacques | Door lock formed of plastic components - has bolt spring loaded by folded extension band of handle connection collar |
| DE7440155U (de) * | 1974-12-03 | 1976-05-20 | Zeiss Ikon Ag, 7000 Stuttgart | Mit sicherheitssperrvorrichtung versehenes schloss |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE9015016U1 (de) * | 1990-10-31 | 1991-01-24 | BKS GmbH, 5620 Velbert | Kastenschloß |
| EP0489236A1 (de) * | 1990-10-31 | 1992-06-10 | BKS GmbH | Kastenschloss |
| EP0699814A2 (de) | 1994-08-29 | 1996-03-06 | Karl Fliether GmbH & Co. KG | Schloss mit abgefedertem Riegelkopf |
| EP0699814A3 (de) * | 1994-08-29 | 1996-06-05 | Fliether Karl Gmbh & Co | Schloss mit abgefedertem Riegelkopf |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3721670C2 (de) | 1994-07-28 |
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