DE3720264C2 - Vorrichtung zum Bedrucken von Bechern oder Büchsen - Google Patents
Vorrichtung zum Bedrucken von Bechern oder BüchsenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bedrucken der Umfangsflächen
hohlzylindrischer Gegenstände, z. B. Metallbecher oder -büchsen mit den
Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruches 1.
In DE-OS 27 10 039 ist eine Vorrichtung zum Bedrucken der Umfangsflächen
rotierender Dosen offenbart. Während des Druckvorganges nimmt ein zylindri
scher Dorn die Dose paßgenau auf. Um zu verhindern, daß ein leerer Dorn
oder ein Dorn mit einer falsch gelagerten Dose in Kontakt mit der Druckstation
kommt, kann der Dorn aus seiner Bewegungsbahn so weit hinausgewegt wer
den, daß weder der Dorn noch eine falsch gelagerte Dose die Druckstation be
rühren. Hierbei wird der Dorn mit Hilfe eines komplizierten und deshalb störan
fälligen Ausklinkmechanismus aus seiner Bewegungsbahn ausgeklinkt.
Aus US 40 18 151 A1 und aus US 44 98 387 A1 sind Vorrichtungen zum Be
drucken der Umfangsflächen von Dosen bekannt, bei denen eine Leitrille zur
Bestimmung der Bewegungsbahn des Dorns einen Abbiege-Leitrillenteil auf
weist. Dieser Abbiege-Leitrillenteil ist zwischen zwei radialen Extrempositionen
einer tätigen Druckposition und einer untätigen Abbiegeposition steuerbar, um
eine Berührung des Dorns mit der Druckstation verhindern zu können. Zu sei
ner Positionssteuerung wirkt der Abbiege-Leitrillenteil mit einem pneumatischen
Zylinder zusammen. Die Druckkraft zum Bedrucken der Dosen muß von dem
pneumatischen Zylinder erzeugt werden. Diese Kraft kann aus Überalterungs-,
Verschleiß- oder anderen Gründen schwanken, was unerwünscht ist. Darüber
hinaus ist der Dorn sowohl in US 40 18 151 A1 als auch in US 44 98 387 A1
von einer komplizierten Hebelkonstruktion getragen, deren schwenkbar gela
gerte Hebel eine Gelenkkette bilden. Dies hat den Nachteil, daß abhängig von
den Druckkräften des Druckzylinders und der Druckstation während des Druck
vorganges Drehmomente über die Gelenkkette übertragen werden. Die Folge
sind mechanische Durchbiegungen und Verformungen der den Dorn tragenden
Bauteile. Dies führt zu einer unerwünschten Verlagerung der Druckposition des
Dornes im Laufe der Betriebszeit, so daß nicht an jeder Druckstelle ein ausrei
chender Druck erzeugt werden kann. Bei diesen vorbekannten Vorrichtungen
sind deshalb zusätzliche Vorkehrungen notwendig, um die Durchbiegung des
Dorns und der den Dorn tragenden Gelenkkette auszugleichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs näher
genannten Art zum Bedrucken von Gegenständen zu schaffen, welche die
Nachteile des Standes der Technik vermeidet und eine gleichbleibend gute
Druckqualität gewährleistet. Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombinati
on des Anspruches 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird jeder Dorn von einem in Radialrichtung gegenüber dem
Trägerrad beweglichen, durch ein erstes Führungsorgan geführten Schlitten
getragen, an dem ebenfalls ein zweites Führungsorgan angebracht worden ist,
das mit einer Leitrille zur Bestimmung der Bahn des vom Schlitten getragenen
Dorns zusammenwirkt; jeder Dorn wird in der Weise getragen, daß die beim
Bedrucken eines Gegenstands darauf ausgeübte Druckkraft vorwiegend mo
mentlos von beiden Führungsorganen aufgenommen werden kann; die Abbie
gemittel sind so gestaltet, daß ein Abbiege-Leitrillenteil an der Stelle der Druck
station zwischen zwei Extrempositionen bewegt werden kann, nämlich einer
täti
gen Druckposition und einer untätigen Abbiegeposition. Vorzugsweise ist die
Druckposition eine im Verhältnis zur ausgeübten Druckkraft stabile Position,
derart, daß diese Position unabhängig von dem Betätigungszustand der Steue
rungsmittel ist.
Damit die zur Steuerung des Abbiege-Leitrillenteils erforderliche Energie mög
lichst gering ist und die Umschaltung zwischen den beiden Positionen
schnellstmöglich erfolgen kann, ist diejenige Ausführung zu bevorzugen, in der
der Abbiege-Leitrillenteil in einem gelenkigen Organ angebracht ist.
In einer Variante, die dadurch gekennzeichnet ist, daß das vordere Ende des
Abbiegeleitrillenteils in beiden Positionen an das betreffende Ende der Leitrille
anschließt, wird erreicht, daß die Einführung eines folgenden zweiten Füh
rungsorgans immer erfolgen kann, ungeachtet der Stellung des Abbiege-Leit
rillenteils und seiner Gesamtlänge gegenüber dem Zwischenraum zwischen
zwei aufeinanderfolgenden, zweiten Führungsorganen.
Eine große Dichte der Dorne, d. h. eine große Anzahl von Dornen am Umfang
des Trägerrads, läßt sich durch eine Ausführung erreichen, die sich durch zwei
in radialer gegenseitiger Entfernung gelegene Leitrillen zur Führung der zweiten
Führungsorgane aufeinanderfolgende Schlitten kennzeichnet.
Damit das Bedrucken möglichst genau erfolgt, ist die Variante zu bevorzugen,
die sich durch stromaufwärts der
Druckstation aufgestellte Rotationsmittel zur Versetzung der von den Dornen
getragenen Gegenstände in die für den Druckvorgang erforderliche Drehge
schwindigkeit kennzeichnet. In dieser Ausführungsform werden die schweren
und dadurch trägen Dorne einige Zeit in eine beschleunigte Drehung versetzt,
so daß während des Druckvorgangs keine Beschleunigung mehr erforderlich
ist. Dies ist der Genauigkeit des Druckvorgangs förderlich.
Insbesondere kann eine Ausführung verwendet werden, in der Rotationsmittel
als ein an den vom Dorn getragenen Gegenstand drückender und sich auf ei
ner Tangentialstrecke an dessen Bahn entlang erstreckender, mit einer der er
wünschten Drehgeschwindigkeit entsprechenden Geschwindigkeit antreibbarer
flexibler Riemen ausgeführt ist.
Damit die Gegenstände nach dem Druckvorgang bequem für einen folgenden
Arbeitsgang bereitgemacht werden können, kann eine Ausführung angewandt
werden, die sich durch stromabwärts der Druckstation angebrachte Bremsmittel
zur Bremsung der Drehung der Dorne kennzeichnet.
Um eine einfache und sehr zuverlässige Positionierung der Gegenstände an
den Dornen zu gewährleisten, kann eine erfindungsgemäße Vorrichtung durch
eine zu einem gewünschten Zeitpunkt zeitweilig mit einer Unterdruckquelle zu
verbindende Öffnung an der freien Endfläche jedes Dorns zum Festsaugen ei
nes Gegenstands gekennzeichnet sein.
Zum einfachen Entfernen eines Gegenstands von einem
Dorn kann die Ausführung angewandt werden, die sich durch eine zu einem
gewünschten Zeitpunkt zeitweilig mit einer Überdruckquelle zu verbindende
Öffnung an der freien Endfläche jedes Dorns zur Entfernung eines Gegenstan
des kennzeichnet.
Beide letztere Varianten können in einer Ausführung kombiniert werden, die mit
einer einzigen, wählbar mit der Überdruck- oder mit der Unterdruckquelle zu
verbindenden Öffnung versehen ist.
Damit die Drehung der Dorne möglichst reibungslos und zuverlässig erfolgt,
kann vorteilhaft eine Variante verwendet werden, in der jeder Schlitten an sei
nem freien Ende eine feste Achse trägt, welche feste Achse über ein an seinem
freien Ende angebrachtes Kugellager und ein an seinem anderen Ende ange
brachtes Nadellager einen Dorn trägt. Das Kugellager dient zur axialen Posi
tionierung des Druckdorns, während das Nadellager als Stützlager funktioniert.
Eine weitere Variante kennzeichnet sich dadurch, daß jedes zweite Führungs
organ zwei Rollen umfaßt, eine zur Zusammenarbeit mit der radial innenliegen
den Leitrillenwand und eine zur Zusammenarbeit mit der radial außenliegenden
Leitrillenwand. Mit dieser Ausführung wird erreicht, daß beide Rollen innerhalb
der Leitrille jeweils immer nur in eine einzige Richtung zu drehen brauchen,
wodurch vermieden wird, daß eine Rolle regelmäßig die Drehrichtung wechseln
muß.
Im Blick auf eine sehr feste und trotzdem sehr einfa
che Konstruktion umfaßt in einer Vorzugsausführungsform jeder Schlitten: ei
nen ersten Teil, der die zweiten Führungsorgane trägt; einen sich von dem ra
dial auswärts gelegenen Ende quer dazu am Umfang des Rads erstreckenden
zweiten Teil; und einen sich vom freien Ende des zweiten Teils parallel zum
ersten Teil erstreckenden, einen Dorn tragenden dritten Teil.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht eine sehr zuverlässige Funktion
und eine ausgezeichnete Verfahrenskontrolle beim Bedrucken der Gegenstän
de. In diesem Zusammenhang umfaßt eine Varzugsausführungsform der Vor
richtung Federmittel zum Drücken des zweiten Führungsorgans an die Innen
wand der Leitrille entgegen der Zentrifugalkraft. Diese Federmittel sorgen dafür,
daß die Verfahrenskräfte während des Druckvorgangs vollständig durch die
gegen die Zentrifugalkraft wirkende Federkraft der Federmittel beherrscht wer
den. Es hat sich herausgestellt, daß dieser Aspekt in erheblichem Ausmaß zur
genannten vollständigen Beherrschung des Verfahrens beiträgt.
Im Zusammenhang mit der zuletzt beschriebenen Vorzugsausführungsfarm
wird darauf hingewiesen, daß auch in dieser Vorzugsausführungsform ein Füh
rungsorgan mit zwei Rollen angewandt werden kann, eine zur Zusammenarbeit
mit der radial innenliegenden Leitrillen
wand und eine zur Zusammenarbeit mit der radial außenliegenden Leitrillen
wand. Zwar ist im Prinzip lediglich die Rolle immer im Gebrauch, die mit der
radial innen liegenden Leitrillenwand zusammenarbeitet, die zweite Rolle aber
ist beim Auffangen kleiner Spiele, Unregelmäßigkeiten und dergleichen mehr
von Bedeutung und ist als solche in einer praktischen Ausführung erwünscht.
Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung erläutert. Darin zei
gen:
Fig. 1 eine schematische Frontansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2 eine teilweise weggebrochene Perspektivansicht eines Trägerrads mit
Dornen;
Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Schlitten;
Fig. 4 eine teilweise weggebrochene Perspektivansicht eines Details;
Fig. 5 eine teilweise weggebrochene Frontansicht eines Details der Vorrich
tung im Druckstand;
Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Ansicht der Vorrichtung des Abbiege
stands;
Fig. 7 einen Querschnitt durch die mechanische Steuerungseinrichtung für
die Abbiegemittel; und
Fig. 8 eine schematische, perspektivische, teilweise weggebrochene Front
ansicht eines Details einer alternativen Ausführungsform.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Bedrucken der Umfangsflächen von Metall
büchsen 2, die an der mit einem Pfeil 3 angegebenen Beschickungsseite einge
führt werden. Die Vorrichtung 1 umfaßt ein mit vorher eingestellter Drehzahl
drehendes, anzutreibendes
Trägerrad 4, eine Reihe am Umfang des Trägerrads 4 angebrachter, um ihre zu
der Drehachse de Trägerrads 4 parallele Längsachse frei drehbarer Dorne 5
zum Tragen der Büchsen 2, welche Dorne 5 eine derartige Form haben, daß
die zu bedruckenden Büchsen 2 genauestens darauf passen, eine in Radial
richtung neben der Bahn der Dorne 5 angebrachte Druckstation 6 zum nach
einander Bedrucken der von den Dornen 5 getragenen Büchsen 2, Sensormit
tel zur Feststellung der etwaigen Abwesenheit einer zu bedruckenden Büchse
auf einem Dorn 5, welche Sensormittel mit in Fig. 1 nicht dargestellten Steue
rungsmitteln gekoppelt sind, und von diesen Steuerungsmitteln nachstehend zu
beschreibende gesteuerte Abbiegemittel zum zeitweiligen derartigen Abbiegen
der Bahn eines solchen Dorns 5, daß dieser nicht mit der Druckstation 6 in Be
rührung kommt.
Jeder Dorn 5 wird von einem in Radialrichtung gegenüber dem Trägerrad be
weglichen, durch ein erstes Führungsorgan 7 (siehe die Fig. 2 und 3 in Form
eines Rollenlagers) geführten Schlitten 8, 9 getragen, an dem ebenfalls ein
zweites Führungsorgan 10 bzw. 11 angebracht worden ist, das mit einer Leitril
le 12 bzw. 13 zur Bestimmung der Bahn des vom jeweiligen Schlitten 8, 9 ge
tragenen Dorns 5 zusammenwirkt. Wie nachstehend noch erläutert wird, wird
jeder Dorn 5 in der Weise getragen, daß die beim Bedrucken der Büchse 2
darauf ausgeübte Druckkraft, die in Fig. 3 mit einem Pfeil 14 angegeben ist,
vorwiegend momentlos von dem ersten Führungsorgan 7
und dem zweiten Führungsorgan 10 bzw. 11 aufgenommen werden kann.
Im Bereich der Druckstation 6 umfassen die Leitrillen 12, 13 Abbiege-
Leitrillenteile 15 bzw. 16, die in gelenkigen Blöcken 22, 23 aufgenommen sind,
die zwischen zwei Extrempositionen bewegbar sind, nämlich einer tätigen
Druckposition und einer untätigen Abbiegeposition, wie nachstehend anhand
der Fig. 5 bzw. 6 erläutert wird, wobei die Druckposition eine im Verhältnis
zur ausgeübten Druckkraft stabile Position ist derart, daß diese Position unab
hängig von dem Betätigungszustand der Steuerungsmittel ist.
Die vorderen Enden 18 bzw. 19 der Abbiege-Leitrillenteile 15 bzw. 16 schließen
in beiden Positionen an die jeweiligen Enden 20 bzw. 21 der Leitrillen 12, 13 an.
Die zweiten Führungsorgane 10 und 11 umfassen jeweils zwei frei drehende
Rollen 24, 25, die zusammenarbeiten mit einem erhöhten Teil 26 der radial au
ßenliegenden Leitrillenwand bzw. mit einem erhöhten Teil 27 der radial innen
liegenden Leitrillenwand. Es wird angemerkt, daß einfachheitshalber für beide
Leitrillen 12, 13 und beide Typen Schlitten 8, 9 die erwähnten erhöhten Wandtei
le und die die beiden Führungsorgane bildenden Rollen mit denselben Bezugs
zeichen bezeichnet worden sind.
Die Drehrichtung des Trägerrads 4 ist mit einem Pfeil 28 angegeben.
Eine Druckeinrichtung 29, die nicht ins Detail gehend
erörtert wird, umfaßt ein drehbares Organ 30, das gemäß Pfeilrichtung 31
dreht.
Die Druckeinrichtung 29 umfaßt eine Reihe von verschiedenen Farbbildern ent
sprechenden Abdruckeinheiten, die alle der Einfachheit halber mit 32 angege
ben worden sind. Das drehbare Organ 30 umfaßt, schematisch in Fig. 2 ange
geben, Gummi-Übertragungsdruck-Tücher 33, die an der Stelle der Druckstati
on 6 ein Farbbild auf eine zugeführte Büchse 2 übertragen sollen. Dazu sind
die Geschwindigkeiten der Außenflächen der Büchsen 2 und die der Gummi-
Übertragungstücher 33 gleich. Dies ist erreicht durch stromaufwärts der Druck
station 6 angebrachte Drehmittel, die als ein an die von den Dornen 5 getrage
nen Büchsen drückende und sich auf einer tangentialen Strecke an deren Bahn
entlang erstreckender, mit einer der erwünschten Drehzahl entsprechenden
Geschwindigkeit antreibbarer Riemen 34 ausgeführt sind.
Stromabwärts der Druckstation 6 sind auf vergleichbare Weise aufgebaute
Bremsmittel zur Bremsung der Drehung der Dorne angebracht, wodurch die
bedruckten Büchsen 2 bequem abgenommen und mittels eines Sperrads 34
befördert werden können. Diese Bremsmittel sind als ein über zwei Rol
len 35, 36 geführter, flexibler Riemen 37 ausgeführt.
In dieser Ausführung haben die Abbiege-Leitrillenteile 15, 16 eine derartige
Form, daß die jeweiligen Dorne 5 in eine Bahn geführt werden, die mit der akti
ven Außenfläche des drehbaren Organs 30 an der Stelle der
Druckstation 6 konzentrisch ist. Die Dimensionierung ist
dabei derart, daß eine Büchse 2, die von einem Dorn 5
getragen wird, mit einer vorgegebenen Kraft an die täti
ge Oberfläche (die jeweiligen Gummi-Bildübertragungstü
cher) an dem drehbaren Organ 30 drückt.
Der übrige Teil der Leitrillen 12, 13 ist kreisbogen
förmig ausgeführt, konzentrisch mit der Drehachse des
Trägerrads 4. Damit werden, wie klar sein wird, Träg
heitskräfte und damit einhergehende Verschleißerschei
nungen vermieden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist so entworfen, daß
mit großer Zuverlässigkeit vermieden wird, daß ein Dorn
5, auf dem sich keine Büchse 2 befindet, an der Stelle
der Druckstation 6 einem Druckverfahren unterzogen wer
den könnte. Ein solcher Druck würde die unerwünschte
Folge haben, daß ein Dorn bedruckt wird, wodurch
Druckfarbe an der Innenseite eines Gegenstands ange
bracht werden könnte, der danach auf den Dorn aufgesetzt
wird. Ein solcher Innendruck ist ganz gewiß im Falle von
Nahrungsmittelbehältern völlig unzulässig.
Sobald die Sensormittel das Fehlen einer Büchse 2 auf
einem Dorn 5 festgestellt haben, wird über eine Vorrich
tung, die eine vorgegebene Verzögerung einleitet, ein
Steuerungssignal an einen pneumatischen Zylinder 38 bzw.
39 (Siehe die Fig. 5 und 6) geleitet, wodurch zugehö
rige Zahnstangen 40 bzw. 41 eine Verstellung erfahren.
In Fig. 5 ist eine Druckposition beider gelenkiger
Blöcke 22, 23 dargestellt; ersichtlich ist, daß Fig. 6 den Block 22 im Abbiege
stand darstellt, der die Folge einer Verstellung der Zahnstange 40 durch die
betreffende Betätigung des pneumatischen Zylinders 38 ist.
Für die genannte Steuerung wirken die Zahnstangen 40, 41 mit Zahnrädern zu
sammen, die der Einfachheit halber beide mit 42 angegeben sind und so mit
einem kreisbogenförmigen Schlitz 49 zusammenarbeiten, daß durch die Ver
stellung dieser Zahnräder 42 eine Gelenkbewegung um die jeweiligen Gelenk
achsen 43 der Blöcke 22, 23 erfolgen kann. Als Folge der Tatsache, daß die
Enden der Schlitze 49 zu beiden Seiten der Radialrichtung, d. h. der Richtung
der Verfahrenskräfte, gelegen sind, sind der Druckstand und der Abbiegestand
beide mechanisch stabil. Während des Druckgangs arbeitet die Druckkraft 14
denn auch daran mit, den stabilen Druckstand der gelenkigen Blöcke 22, 23
aufrechtzuerhalten. Diese Kraft ist denn auch nicht von der von den pneumati
schen Zylindern 38, 39 erzeugten Kraft abhängig. Diese Zylinder 38, 39 brau
chen nur eine sehr geringfügige Gelenkbewegung der Blöcke 22, 23 auszulö
sen, da ausschließlich die Gelenkreibungskräfte und etwaige (geringe) Träg
heitskräfte überwunden werden müssen. Dadurch kann die Umschaltung zwi
schen tätigem und untätigem Stand mit geringem Energieaufwand und schnell
erfolgen.
Nun wird insbesondere auf Fig. 3 hingewiesen. Der dort dargestellte Schlitten 8
umfaßt einen ersten Teil
143, der die zweiten Führungsorgane 10 bzw. 11 trägt, einen sich von dem ra
dial auswärts gelegenen Ende quer dazu am Umfang des Trägerrads 4 erstrec
kenden zweiten Teil 44 und einen sich vom freien Ende des zweiten Teils paral
lel zum ersten Teil erstreckenden, einen Dorn 5 tragenden dritten Teil. Der
Dorn wird von einer festen Achse 45 über ein an seinem freien Ende ange
brachtes Kugellager 46 und bin an seinem anderen Ende angebrachtes Nadel
lager 47 getragen.
Fig. 3 zeigt, wie während des Bedruckens einer Büchse 2 darauf ausgeübte
Druckkraft 14 von den Führungsorganen 7, 10 aufgenommen werden kann.
Schematisch ist eine sich durch die feste Achse 45 bis zu deren Ende erstrek
kende Leitung 48 angegeben, die durch nicht gezeichnete Mittel wählbar mit
einer nicht gezeichneten Überdruckquelle oder einer nicht gezeichneten Unter
druckquelle verbunden werden kann. Während der Anbringung einer Büchse 2
auf einen Dorn 5 durch Verbindung der Leitung 48 mit der Unterdruckquelle
wird die Büchse fest auf den Dorn gesaugt. Zur Entfernung der Büchse kann
die Leitung 48 nach Behebung der Verbindung mit der Unterdruckquelle mit der
Überdruckquelle verbunden werden, so daß die Büchse vom Dorn abgeblasen
wird.
Insbesondere die Fig. 2 und 3 zeigen deutlich, daß die Schlitten 8, 9 jeweils mit
dem Trägerrad 4 über ein Federorgan 55 gekoppelt sind. Dieses Federor
gan 55 ist symbolisch in Fig. 1 mit Strichellinie dargestellt.
Claims (16)
1. Vorrichtung zum Bedrucken der Umfangsflächen rotierender, hohlzylindri
scher Gegenstände mit einer Öffnung an einem Ende mit folgenden Merk
malen:
- - ein mit voreingestellter Drehzahl drehendes und angetriebenes Trägerrad,
- - mehrere am Umfang des Trägerrades angebrachte und um ihre zur Drehachse des Trägerrades parallele Längsachse frei drehbare Dorne zur paßgenauen Aufnahme der hohlzylindrischen Gegenstände,
- - eine in Radialrichtung neben der Bahn der Dorne angebrachte Druckstation zum Bedrucken der von den Dornen getragenen Gegenstände,
- - mit Steuerungsmitteln gekoppelte Sensormittel zur Feststellung der etwai gen Abwesenheit eines zu bedruckenden Gegenstandes auf einem Dorn,
- - jedem Dorn zugeordnet jeweils ein mit einer Leitrille zur Bestimmung der Bahn des Dorns zusammenwirkendes zylindrisches Führungsorgan mit einer zur Längsachse des Dorns parallelen Zylinderachse und
- - einen von den Steuerungsmitteln zwischen zwei radialen Extrempositionen, einer tätigen Druckposition und einer untätigen Abbiegeposition gesteuerten Abbiege-Leitrillenteil zum zeitweiligen Abbiegen der Bahn eines Dorns im Bereich der Druckstation, zur Verhinderung einer Berührung des Dorns mit der Druckstation, dadurch gekennzeichnet,
- - daß jeder Dorn von einem Schlitten getragen ist,
- - daß am Schlitten ein erstes Führungsorgan und das zweite, mit der Leitrille zusammenwirkende Führungsorgan befestigt sind,
- - daß der Schlitten in Radialrichtung gegenüber dem Trägerrad durch das erste Führungsorgan nach Art einer Schubführung bewegungsgeführt ist und
- - daß die Längsachse des Dorns und die Zylinderachse des zweiten Führungsorgans die in Bewegungsrichtung des Schlittens verlaufende Radiallinie des Trägerrades schneiden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Abbiege-Leitrillenteil in einem gelen
kigen Organ angebracht ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das vordere Ende des Abbiegeleitrillen
teils in beiden Positionen an das betreffende Ende der
Leitrille anschließt.
4. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch zwei in radialer gegenseitiger
Entfernung gelegene Leitrillen zur Führung der zweiten
Führungsorgane aufeinanderfolgender Schlitten.
5. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch stromaufwärts der Druckstation aufgestellte Rotati
onsmittel zur Versetzung der von den Dornen getragenen Gegenstände in
die für den Druckvorgang erforderliche Drehgeschwindigkeit.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rotationsmittel als ein an den vom Dorn getragenen Gegenstand
drückender und sich auf einer Tangentialstrecke an dessen Bahn entlang
erstreckender, mit einer der erwünschten Drehgeschwindigkeit entsprechen
den Geschwindigkeit antreibbarer flexibler Riemen ausgeführt sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch
stromabwärts der Druckstation angebrachte Bremsmittel zur Bremsung der
Drehung der Dorne.
8. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch
eine zu einem gewünschten Zeitpunkt zeitweilig mit einer Unterdruckquelle
zu verbindende Öffnung an der freien Endfläche jedes Dorns zum Festsau
gen eines Gegestands.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
gekennzeichnet durch
eine zu einem gewünschten Zeitpunkt zeitweilig durch eine zu einen ge
wünschten Zeitpunkt zeitweilig mit einer Überdruckquelle zu verbindende
Öffnung an der freien Endfläche jedes Dorns zur Entfernung eines Gegen
stands.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 und 9,
gekennzeichnet durch
eine einzige, wählbar mit der Überdruck- oder mit der Unterdruckquelle zu
verbindende Öffnung.
11. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Schlitten an seinem freien Ende eine feste Achse trägt, welche
feste Achse über ein an seinem freien Ende angebrachtes Kugellager und
ein an seinem anderen Ende angebrachtes Nadellager einen Dorn trägt.
12. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes zweite Führungsorgan zwei Rollen umfaßt, eine zur Zusammenar
beit mit der radial innenliegenden Leitrillenwand und eine zur Zusammenar
beit mit der radial außenliegenden Leitrillenwand.
13. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Schlitten umfaßt:
- - einen ersten Teil, der die zweiten Führungsorgane trägt;
- - einen sich von dem radial auswärts gelegenen Ende quer dazu am Umfang des Rads erstreckenden zweiten Teil; und
- - einen sich vom freien Ende des zweiten Teils parallel zum ersten Teil er streckenden, einen Dorn tragenden dritten Teil.
14. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch
Federmittel zum Drücken des zweiten Führungsorgans an die Innenwand der
Leitrille entgegen der Zentrifugalkraft.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abbiege-Leitrillenteil mit einem Gelenkhebel gekoppelt ist,
- - dessen Schwenkebene parallel zur Drehebene des Trägerrades verläuft und
- - dessen durch die Steuerungsmittel ausgelösten Schwenkbewegungen den Abbiege-Leitrillenteil zwischen seinen beiden Extrempositionen steuern.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich der Abbiege-Leitrillenteil in seiner Druckposition entgegen der auf
ihn einwirkenden Druckkraft der Druckstation am Gelenkhebel stabil abstützt,
unabhängig vom Betätigungszustand der Steuerungsmittel.
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