DE3720063A1 - Hubkolben-brennkraftmaschine mit trockensumpfschmierung - Google Patents
Hubkolben-brennkraftmaschine mit trockensumpfschmierungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Hubkolben-Brennkraftmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1. Eine derartige Brennkraftmaschine für den Fall einer
Viertakt-Zweizylinder-Maschine ist aus JSAE Review, Dezember 1985, Seite 38,
bekannt. Der Vorteil dieser Konstruktion ist in der Einsparung einer Ölpumpe
zu sehen, die zum Transport des Öls aus der Ölwanne in den Ölbehälter dient;
zu diesem Öltransport werden die sich durch die Kolbenbewegungen ergebenden
Druckerhöhungen im Kurbelgehäuse ausgenutzt.
Zur Entlüftung des Kurbelgehäuses einer Viertakt-Vierzylinder-Reihenmaschine
ist aus der Deutschen Patentanmeldung 0 398 I a /46 c1 ferner eine Untertei
lung des Kurbelgehäuses durch quer zur Achse der Kurbelwelle verlaufende Wän
de bekannt, wodurch drei Kurbelgehäusebereiche entstehen, die jeweils gleich
phasige Bewegungen ausführenden Kolben zugeordnet sind. Alle Kurbelgehäuse
bereiche sind mit Leitungen versehen, die zum Ansaugsystem der Brennkraftma
schine führen und mit als Entlüftungsventile dienenden Rückschlagventilen
versehen sind, die ein Durchströmen der Leitung nur in Richtung auf das Ansaug
system zulassen. Bei dieser Konstruktion sind die Druckverläufe innerhalb der
Kurbelgehäusebereiche - bis auf den zeitlichen Versatz - praktisch identisch
und liegen auf niedrigem Niveau.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hubkolben-Brennkraftmaschine
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 so auszubilden, daß bei einer
Brennkraftmaschine mit mehreren Gruppen gleichphasige Bewegungen ausführen
der Kolben, insbesondere bei einer Vierzylinder-Maschine, für den Transport
größerer Ölmengen geeignete Druckverhältnisse auftreten, ohne daß die Abdich
tung des Kurbelgehäuses gegen die Atmosphäre erschwert wird.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht in den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs, vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
beschreiben die Unteransprüche.
In Abweichung von der Konstruktion nach der Deutschen Patentanmeldung, bei
der übrigens die den einzelnen Kurbelgehäusebereichen individuell zugeordneten
Leitungen nicht in einen Ölbehälter, sondern direkt in das Saugsystem der
Maschine münden, sieht die Erfindung also nur in einem mittleren Kurbelge
häusebereich eine Verbindung mit dem Ölbehälter vor, während die diesem mitt
leren Bereich benachbarten Kurbelgehäusebereiche über Rückschlagventile mit
dem mittleren Kurbelgehäusebereich druckabhängig verbunden sind. Dadurch ist
sichergestellt, daß sich während der Abwärtsbewegung der Kolben der benach
barten Kurbelgehäusebereiche und der gleichzeitigen Aufwärtsbewegung der Kol
ben des mittleren Kurbelgehäusebereichs in den benachbarten, das heißt stirn
seitig an die Atmosphäre angrenzenden Kurbelgehäusebereichen keine hohen,
die Dichtungen belastenden Drücke aufbauen können. Andererseits bewirkt der
während dieser Betriebsphase erfolgende Öltransport aus den benachbarten Kur
belwellenbereichen in den mittleren Kurbelwellenbereich bereits eine Art Vor
druck in diesem, so daß bei Abwärtsbewegung der Kolben des mittleren Kurbelge
häusebereichs sich ein relativ hoher Druck ausbildet, der den Öltransport
durch die Leitung in den Ölbehälter begünstigt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung
erläutert, die einen senkrechten Längsschnitt durch die hier interessierenden
Bestandteile einer Vierzylinder-Viertakt-Brennkraftmaschine in Reihenbauweise
wiedergibt.
Die Kolben der Maschine sind mit 1, 2, 3 und 4 bezeichnet; sie arbeiten in
üblicher Weise über Pleuel auf die Kurbelwelle 5, die im Bereich ihres in
der Figur rechten Endes außerhalb der Ölwanne 6 das Schwungrad 7 trägt und
an ihrem in der Figur linken Ende über den Riementrieb 8 mit der Ölpumpe 9
in dem Ölbehälter 10 in Verbindung steht. Wie ersichtlich, liegt der Ölbe
hälter 10 höher als der Ölspiegel in der Ölwanne 6, die das Kurbelgehäuse
11 nach unten begrenzt.
Durch Querwände 12 und 13 ist das Kurbelgehäuse 11 in drei Kurbelgehäusebe
reiche 14, 15 und 16 unterteilt, die jeweils unter gleichphasige Bewegungen
ausführenden Kolben bzw. Kolbengruppen liegen. So bewegen sich die mittleren
Kolben 2 und 3, wie auch aus der Figur ersichtlich, gleichzeitig nach oben
bzw. unten; entsprechendes gilt für die beiden äußeren Kolben 1 und 4.
Betrachtet man die Querwände 12 und 13, so sind in ihnen durch Klappen oder
Zungen gebildete Ventile 17 und 18 angeordnet, die nur im Sinne eines Einströ
mens von Öl und Gas aus den benachbarten Kurbelgehäusebereichen 14 und 16
in den mittleren Kurbelgehäusebereich 15 öffnen. Das bedeutet, daß bei Bewe
gungen der Kolben 1 und 4 nach unten und gleichzeitigem Bewegen der Kolben
2 und 3 nach oben ohne Aufbau eines nennenswert höheren Drucks in den äußeren
Kurbelgehäusebereichen 14 und 16 durch Öffnen der Ventile 17 und 18 aus diesen
Bereichen Öl und Gas in den mittleren Kurbelgehäusebereich 15 transportiert
wird. Bei Bewegungsumkehr der Kolben, also Bewegung der mittleren Kolben 2
und 3 nach unten, schließen die Ventile 17 und 18, so daß sich im mittleren
Kurbelgehäusebereich 15 Überdruck ausbildet, der Öl und Gas durch die Steig
leitung 19 in den Ölbehälter 10 transportiert. Die Steigleitung 19 mündet
oberhalb des Ölspiegels im Ölbehälter 10 in diesen ein; der Raum oberhalb
des Ölspiegels im Behälter 10 steht über die Leitung 20 mit dem nicht darge
stellten Ansaugsystem der Brennkraftmaschine in Verbindung.
Wenn auch in manchen Fällen die Masse der bewegten Ölsäule in der Steigleitung
19 und damit ihre Trägheit ein Rückfließen des Öls in den mittleren Kurbel
gehäusebereich 15 verhindern mag, ist es doch in vielen Fällen zweckmäßig,
im Zuge der Leitung 19 ein Rückschlagventil 21 vorzusehen.
Was die Ausbildung der Ölwanne 6 anbelangt, so besitzt sie einen tiefer herab
gezogenen mittleren Bereich 22, und die Leitung 19 tritt aus der in der Figur
linken Stirnwand dieses mittleren Bereichs aus, so daß sie ohne Vergrößerung
der Bauhöhe der Anordnung unmittelbar unter demjenigen Teil der Ölwanne ver
laufen kann, der dem in der Figur linken Kurbelgehäusebereich 14 zugeordnet
ist.
Durch die bodennahe Anordnung der Ventile 17 und 18 kann der Ölstand in den
seitlichen Ölwannenbereichen und damit die Tiefe der Ölwanne niedrig gehalten
werden.
Mit der Erfindung ist also eine Hubkolben-Brennkraftmaschine mit Trockensumpf
schmierung geschaffen, die unter Wahrung des Vorteils der Einsparung einer
Ölpumpe zum Öltransport aus der Ölwanne in einen Ölbehälter die sich im Be
trieb der Maschine ergebenden Druckverhältnisse im Kurbelgehäuse zum Öltrans
port ausnutzt, ohne daß die Wellendichtungen der Ölwanne gegen die Atmosphäre
belastet werden.
Claims (4)
1. Hubkolben-Brennkraftmaschine mit einem Kurbelgehäuse nebst Ölwanne
und einem aus dieser unter Ausnutzung der im Betrieb der Maschine auf
tretenden Druckpulsationen im Kurbelgehäuse mit Öl gespeisten Ölbehälter,
aus dem eine Förderpumpe Öl zu den Schmier- und/oder Kühlstellen fördert,
dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine Gruppen gleichphasige Bewegungen
ausführender Kolben (1, 2, 3, 4) aufweist, die längs der Kurbelwellenachse
aufeinanderfolgen und denen durch Wände (12, 13) gegeneinander abgedich
tete Kurbelgehäusebereiche (14, 15, 16) zugeordnet sind, von denen zumin
dest ein mittlerer (15) mit zumindest einer zum Ölbehälter (10) führenden
Leitung (19) versehen ist, während die den mittleren Kurbelgehäusebereich
(15) begrenzenden Wände (12, 13) bodennah mit Einwegventilen (17, 18) be
stückt sind, die nur bei Abwärtsbewegung der den benachbarten Kurbelge
häusebereichen (14, 16) zugeordneten Kolben (1, 4) öffnen.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ölbe
hälter (10) höher als der Ölspiegel in der Ölwanne (6) liegt und im Zuge
der Leitung (19) ein Rückschlagventil (21) angeordnet ist.
3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ölwanne (6) im mittleren Kurbelgehäusebereich (15) etwas tiefer als
in den benachbarten Kurbelgehäusebereichen (14, 16) verläuft.
4. Brennkraftmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lei
tung (19) aus einer Stirnseite des tiefer verlaufenden Bereichs (22) der
Ölwanne (6) austritt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873720063 DE3720063A1 (de) | 1986-06-28 | 1987-06-16 | Hubkolben-brennkraftmaschine mit trockensumpfschmierung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3621739 | 1986-06-28 | ||
| DE19873720063 DE3720063A1 (de) | 1986-06-28 | 1987-06-16 | Hubkolben-brennkraftmaschine mit trockensumpfschmierung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3720063A1 true DE3720063A1 (de) | 1988-01-07 |
Family
ID=25845060
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873720063 Withdrawn DE3720063A1 (de) | 1986-06-28 | 1987-06-16 | Hubkolben-brennkraftmaschine mit trockensumpfschmierung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3720063A1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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- 1987-06-16 DE DE19873720063 patent/DE3720063A1/de not_active Withdrawn
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