DE3718653A1 - Warmwasserkessel - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Warmwasserkessel
mit einem Brenner, einer Verbrennungskammer,
einem dem Brenner zugeordneten Gebläse, einem
Eintritt für das zu erwärmende Wasser und einem
Austritt für das erwärmte Wasser, wobei der Austritt
und der Eintritt mittels Ventil über eine Leitung
verbindbar und durch das Ventil dabei die zum
Verbraucher führenden Leitungen verschliessbar
sind.
Dieses Ventil ermöglicht somit ein Abtrennen der
zum Verbraucher führenden Leitungen, wobei die
erwähnte Verbindungsleitung gewissermassen einen
Kurzschluss herbeiführt, indem Eintritt und Aus
tritt unmittelbar miteinander verbunden sind.
Darüber hinaus lässt dieses Ventil aber auch
Zwischenstellungen zu, indem ein Teil des Wassers
zum Verbraucher und der andere Teil des Wassers
sofort wieder dem Kessel zugeführt wird.
Die Erfindung geht aus von diesen Kesseln, ferner
aber auch von solchen Kesseln, bei denen das
Einschalten des Brenners in Abhängigkeit von der
Wassertemperatur, vorzugsweise dabei von der
Wasserrücklauftemperatur, evtl. in Abhängigkeit von
der Aussentemperatur erfolgt. Das Einschalten der
eigentlichen Brennertätigkeit erfolgt dabei aber
nicht spontan, sondern erst dann, wenn das erwähnte
Gebläse eine gewisse Laufzeit z.B. von 40 sec hinter
sich gebracht hat. Ferner kann auch dabei zusätzlich
noch das Wirksam werden des Brenners von der Tätigkeit
eines Saugventilators im Abgasteil abhängig gemacht Werden
das Einschalten also erst dann erfolgen, wenn dieser
Ventilator einen bestimmten Unterdruck im Kessel
erzeugt hat.
Die Erfindung will die vorerwähnten Warmwasserkessel
verbessern, insb. jedoch die Schalthäufigkeit des
Brenners vermindern, um so den Brennstoffverbrauch
herabzusetzen und die Lebensdauer des Kessels zu ver
längern.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäss der
Verstelleinrichtung des Ventils ein der Verzögerung
dienendes Zeitglied zugeordnet in der Weise, dass
eine Verstellung des Ventils nur nach vorgegebenem Zeit
ablauf eintreten kann. Darüber hinaus kann sich
das Ventil in Abhängigkeit von der Wassertemperatur
(Rücklauftemperatur) und ggfs. der Aussentemperatur
einstellen.
In üblicher Weise wird der Brenner des Heizkessels
bei einer Wassertemperatur von z.B. 60°C eingeschal
tet und bei Erreichen einer Temperatur von etwa
65°C wieder abgeschaltet. Um zu verhindern, dass
dabei ein zu häufiges Schalten des Brenners eintritt,
sind die vorerwähnten Massnahmen der zeitlichen
Beschränkung vorgesehen.
Vorzugsweise ist dabei das Zeitglied einstellbar.
Vorgesehen ist hierbei für den Sommer eine Sperr
zeit von etwa 10 min und für den Winter eine Zeit
von etwa 5 min. Es versteht sich, dass diese Zeit
spannen jedoch keine absolut feststehenden Werte
darstellen sollen, vielmehr kann je nach Bedarf eine
Anderung dieser Sperrfrist vorgesehen werden.
Während dieser Zeit ist das erwähnte Ventil vorzugs
weise so geschaltet, dass es den Weg zum Verbraucher
absperrt und Eintritt und Austritt des Heizkessels
unmittelbar verbindet, so dass demgemäss nur innerhalb
des Kessels eine Wasserzirkulation stattfinden
kann. Ist die erwähnte Sperrfrist abgelaufen, kann
aufgrund der Temperaturfühler bzw. der Rücklauftem
peratur und der Aussentemperatur eine hiervon abhängige
Einstellung des Ventils erfolgen, indem es durch Stell
motor od. dgl. das Wasser zu dem Verbraucher führt
bzw. von dort abführt (Rücklauf) während dabei aber
auch bestimmte Wassermengen unmittelbar vom Ausgang
zum Eingang des Kessels geführt werden können. Diese
Einstellung des Ventils nimmt dabei auch eine Zeit
spanne von mehreren Minuten, vorzugsweise etwa 2-3 min
in Anspruch.
Die erfindungsgemässe Kesselausbildung hat den grossen
Vorteil, dass bei ausreichend grosser Wirksamkeit
des Kessels dieser nicht in kurzen Abständen fort
während in Tätigkeit tritt bzw. den Brenner in An
spruch nimmt und nach kurzer Zeit schon wieder abschal
tet. Die Einschalthäufigkeit wird also vermindert,
während im Falle der Tätigkeit des Kessels die
Wasserversorgung noch ausreichend gross bleibt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand
der Zeichnung dargestellt, in der ein Warmwasser
kessel vorzugsweise zu Heizzwecken und Aufbereitung
von Warmwasser beispielweise dargestellt ist.
Die Abbildung zeigt den Kessel in schematischer Dar
stellung in der Seitenansicht.
Das isolierte Gehäuse 1 des Warmwasserheizkessels dient
u.a. zur Aufnahme eines Ölbrenners 2; der Verbrennungs
raum bei 3 ist von einem Wärmetauscher 4 umschlossen,
der in mehrere Sektionen unterteilt sein kann. Die
Rauchgase werden unten abgezogen. Der Rauchgasstutzen
ist mit 5 bezeichnet. Ihm kann eine Kondensations
kammer vorgeschaltet sein, um die Wärmeausnutzung zu
erhöhen und Schadstoffe zu sammeln. Ferner ist ein
Sauggebläse vorgesehen, um den erforderlichen Unter
druck im Rauchgasabzug sicherzustellen.
Das zu erwärmende Wasser wird dem Kessel über den
Eintritt 6 zugeführt, das erwärmte, abzuführende
Wasser verlässt den Kessel über den Austritt 7.
In der Nähe des Eintritts 6 und des Austritts 7
befindet sich eine Armatur, die nach Art eines
Vierwegeventils ausgeführt sein kann und am Austritt 7
ein Element 8 und am Eintritt 6 ein Element 9
aufweist. Beide Elemente sind mechanisch miteinander
gekuppelt und gemeinsam synchron über einen zum
Verstellen dienenden Motor verdrehbar. Zwischen
dem Eintritt 6 und dem Element 9 befindet sich
noch eine Umwälzpumpe 10.
Der Motor, der mit 11 bezeichnet ist, ist über ein
verstellbares Zeitglied 12 an eine elektrische Spannung
bzw. im Bedarfsfalle an eine solche Spannung anschliess
bar.
Der Kessel weist zudem Steuer- und Regeleinrichtungen,
Fühler, Thermometer und dgl. auf, die in bekannter
Weise ausgeführt sein können.
Hinzu kommt, dass dem Ölbrenner 2 ein Gebläse
zugeordnet ist, das jedoch nicht dargegstellt ist
und von bekannter Bauart sein kann. Darüber hinaus
sind die beiden Elemente 8 und 9 durch eine Leitung 13
verbunden, und das Ventil ist demgemäss in der Lage,
das Wasser im Sinne der Pfeile 14, 15 ein- und aus
strömen zu lassen, ohne dass ein Teil des Wassers
über die Leitung 13 gelangt. Weiterhin kann das
Ventil die Elemente 8, 9 so verstellen, dass das
Innere des Kessels mit der Leitung 13 einen geschlossenen
Kreislauf bildet; demgemäss gelangt kein Wasser
in die Leitungen zum Verbraucher. Es sind natürlich
Zwischenstellungen möglich, die von der Rücklauftem
peratur des Wassers und der Aussentemperatur in
üblicher Weise abhängig gemacht sind und eine ent
sprechende Stellung der Elemente 8, 9 zur Folge
haben.
Unter normalen Betriebsbedingungen wird beim Unterschrei
ten der Wasserrücklauftemperatur unter z.B. 60°C
und einem ausreichenden Unterdruck innerhalb des
Kessels zunächst das Gebläse des Brenners für etwa
40 sek (Vorlauf) betätigt. Alsdann wird der Brenner
wirksam. Ist z.B. eine Wassertemperatur von z.B. 65°C
erreicht, so wird der Brenner abgeschaltet. Die
Umwälzpumpe 10 erfährt jedoch noch einen Nachlauf
von etwa 10-20 sek., um auch nach Abschalten des
Brenners einen gewissen Wasserumlauf sicherzustellen.
Um ein ständiges,kurzes Tätigwerden des Brenners
zu vermeiden, wird das Zeitglied 12 wirksam, das
bei Sommerbetrieb z.B. auf 10 min und bei Winterbetrieb
auf etwa z.B. 5 min Verzögerung eingestellt ist.
Für diese Zeit verharrt das Ventil mit seinen
beiden Elementen 8, 9 in einer Stellung, bei der
der Eintritt 6 und der Austritt 7 durch die
Leitung 13 in Verbindung stehen. Ein Brennerbetrieb ist
durch eine entsprechende Schaltung nicht möglich;
es ergibt sich gewissermassen ein wärmetechnischer
Kurzschluss, der aber dafür sorgt, dass für die
Sperrfrist keine nennenswerten Wärmeverluste beim
Kessel eintreten können bzw. kaltes Wasser nicht
ohne weiteres zuströmen kann.
Nach Ablauf dieser Sperrfrist bestimmt die Rücklauf
temperatur bzw. die Aussentemperatur die Stellung
des Ventils mit den Elementen 8, 9. Nunmehr kann
wieder das schon erwähnte Arbeitsspiel über den
Vorlauf des Gebläsebrenners bzw. die Feststellung
eines ausreichenden Unterdrucks im Verbrennungs
raum bzw. Abgasraum des Kessels beginnen. Wie
erwähnt benötigt das erwähnte Ventil eine Zeit
spanne von etwa 2-3 min, um die vorgeschriebene,
günstige Stellung des Ventils zu ermitteln.
Die Erfindung sieht also neben einer Temperatur
regelung eine Zeitregelung vor, um die Schalt
häufigkeit zu beeinflussen.
Ggfs. ist die Erfindung auch bei solchen Brennern
anwendbar, bei denen ein Gebläse nicht erforderlich
bzw. nicht vorhanden ist.
Claims (7)
1. Warmwasserkessel mit einem vorzugsweise ein Gebläse aufweisenden
Brenner, einer Verbrennungskammer, einem Eintritt
für das zu erwärmende Wasser und einem Austritt
für das erwärmte Wasser, wobei der Austritt und der
Eintritt über eine Leitung über ein Ventil verbindbar
und durch das Ventil die zum Verbraucher führenden
Leitungen ( Vor- und Rücklauf ) ganz oder teilweise
absperrbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass
der Verstelleinrichtung des Ventils (8, 9) ein
der Verzögerung dienendes Zeitglied (12) zugeordnet
ist in der Weise, dass ein Brennerbetrieb erst nach
Ablauf der durch das Zeitglied bestimmten Frist
möglich ist.
2. Kessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die der Verzögerung dienenden Mittel und die
die Wasser- bzw. Raumtemperatur feststellenden
Mittel so aufeinander abgestimmt sind, dass die
Brennertätigkeit erst einsetzen kann, wenn die
Frist abgelaufen und dann die Temperaturen ermittelt
sind.
3. Kessel nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, dass das Ventil (8, 9) so ausgebildet bzw.
steuerbar ist, dass es für die Zeit der Wirksamkeit
des Zeitgliedes Austritt (7) und Eintritt (8) über
eine Leitung (13) verbindet unter Absperrung der
zum Verbraucher führenden Leitungen.
4. Kessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Zeitglied (12) verstellbar ist.
5. Kessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Verzögerung für den Winterbetrieb auf
etwa 5 min und für den Sommerbetrieb auf etwa 10 min
einstellbar ist.
6. Kessel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Einstellung des Ventils (8, 9) nach Ablauf
der Sperrfrist aufgrund der Temperaturen derart
vollzogen wird, dass sie mehrere Minuten, vorzugs
weise etwa zwei bis drei Minuten in Anspruch
nimmt.
7. Kessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Zeitglied (12) dem Verstellmotor (11)
für das Ventil (8, 9) zugeordnet ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873718653 DE3718653A1 (de) | 1987-06-04 | 1987-06-04 | Warmwasserkessel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873718653 DE3718653A1 (de) | 1987-06-04 | 1987-06-04 | Warmwasserkessel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3718653A1 true DE3718653A1 (de) | 1988-12-15 |
Family
ID=6329000
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873718653 Ceased DE3718653A1 (de) | 1987-06-04 | 1987-06-04 | Warmwasserkessel |
Country Status (1)
| Country | Link |
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