DE3718482A1 - Verfahren zur herstellung eines gesinterten magnesia-formkoerpers mit verbessertem hydratisierungswiderstand und mit verbesserter mechanischer festigkeit - Google Patents
Verfahren zur herstellung eines gesinterten magnesia-formkoerpers mit verbessertem hydratisierungswiderstand und mit verbesserter mechanischer festigkeitInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein
Verfahren zur Herstellung eines gesinterten Magnesia-
Formkörpers mit einem verbesserten
Hydratisierungswiderstand und einer verbesserten mechanischen
Festigkeit. Insbesondere bezieht sich die vorliegende
Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung eines
gesinterten Magnesia-Formkörpers, der im wesentlichen
aus feinen Magnesia-Partikeln besteht, die
gleichförmig mit einer Forsterit-Ummantelungsschicht
ummantelt sind und fest miteinander verbunden sind und
dadurch eine verbesserte Hydratisierungswiderstandsfähigkeit
aufweisen, eine hohe Dichte, welche im
wesentlichen ihrer theoretischen Dichte gleich ist und
eine verbesserte mechanische Festigkeit.
Es ist wohlbekannt, daß Magnesia exzellente physikalische
Eigenschaften aufweist, zum Beispiel einen hohen
Schmelzpunkt von ca. 2800°C, eine hervorragende
elektrische Isolierungseigenschaft und eine hohe
Wärmeübertragungsfähigkeit. Es ist weiterhin bekannt,
daß gesinterte, hochdichte Magnesia-Formkörper eine
hohe Durchlässigkeit für Infrarotstrahlen und sichtbares
Licht aufweisen. Infolge der obengenannten
Eigenschaften wurden Versuche unternommen, die
gesinterten Magnesia-Formteile als Isoliermaterialien
für hohe Temperaturen zu verwenden, als Hochtemperatur-
Beleuchtungsmaterialien oder als Materialien
für IC-Grundplatten.
Dennoch ist die industrielle Anwendung von gesinterten
Magnesia-Formkörpern praktisch sehr stark eingeschränkt,
beispielsweise auf Schmelztiegel und
Schutzröhren für Thermoelemente. Diese Einschränkung
ist dadurch gegeben, daß die gesinterten Magnesia-
Formkörper nur einen schlechten Widerstand gegen eine
Hydratisierung haben. Das heißt Magnesia (Magnesiumoxid)
wird leicht in der umgebenden Luftatmosphäre
hydratisiert und somit zum Magnesiumhydroxid umgesetzt,
welches schlechtere physikalische Eigenschaften
als Magnesia aufweist.
Folgende Verfahren wurden veröffentlicht, um die
Widerstandsfähigkeit des Magnesia gegen die Hydratisierung
zu verbessern:
- (1) Magnesia-Pulver wird mit einem zusätzlichen Pulver, welches zumindest zu einem Teil aus einem der folgenden Stoffe besteht: Kalziummagnesiumphosphat, Magnesiumphosphat und Siliziumdioxid- Pulver, gemischt, wobei diese Mischung bei trockener Umgebung oder in einem reinen Lösungsmittel mechanisch durchgeführt wird, die resultierende Magnesia-Mischung wird in die gewünschte Form gebracht und der resultierende Magnesia- Mischungsformkörper wird bei erhöhter Temperatur gesintert.
- Trotzdem ist dieses Verfahren (1) mit den Nachteilen behaftet, daß der resultierende gesinterte Magnesia-Formkörper eine ungenügende Widerstandsfähigkeit gegen Hydratisierung aufweist, daß eine gleichförmige Mischung des Magnesia-Pulvers mit dem zugesetztem Pulver sehr schwierig ist und die ungleichmäßige Vermischung ein unerwünschtes unregelmäßiges Wachstum der Partikel während der Sinterstufe bewirkt. Daher weist der resultierende gesinterte Formkörper ungenügende thermische und mechanische Eigenschaften auf.
- (2) Die ungeprüfte japanische Patent-Veröffentlichung (Kokai) Nr. 58/217,480 beinhaltet ein anderes Verfahren, in welchem ein Magnesia-Formkörper zunächst bei einer Temperatur von 900°C bis 1100°C gesintert wird, der entsprechende poröse Körper mit einer Lösung von organischen Silikatverbindungen imprägniert wird, die organische Silikatverbindung in dem vorläufig gesinterten porösen Magnesia-Formkörper verbrannt wird, um eine sehr feine Siliziumdioxid-Partikelummantelung auf dem Magnesia-Formkörper zu bilden, und der resultierende Körper bei einer höheren Temperatur von ca. 1400°C gesintert wird, um den sehr feinen Siliziumdioxid-Partikeln die Möglichkeit zur Reaktion mit dem Magnesia zu geben und um somit eine Forsterit-Ummantelungsschicht auf dem Magnesia- Körper zu erzeugen.
Dieses Verfahren (2) weist den Nachteil auf, daß die
Verfahrensschritte in der Verfahrensfolge sehr
kompliziert sind, daß der Anteil der Forsterit-
Ummantelungsschicht, die auf den Magnesia-Partikeln
gebildet wird, nicht leicht auf das gewünschte Maß
eingestellt werden kann und die resultierenden
Forsterit-Ummantelungsschichten ungleichmäßig über die
Magnesia-Partikel verteilt werden. Daher ist es in
diesem Verfahren (2) notwendig, Forsterit-Ummantelungsschichten
in einer wesentlich zu großen Schichtdicke
zu bilden, um die geformten Magnesia-Teile vollständig
zu beschichten. Dieser große Anteil der Forsterit-
Ummantelungsschicht hat eine unerwünscht stark
reduzierte Wärmeleitfähigkeit des resultierenden
gesinterten Magnesia-Formkörpers zur Folge.
- (3) Die ungeprüfte japanische Patent-Veröffentlichung (Kokai) Nr. 60/166,260 beinhaltet ein Verfahren, in welchem ein Magnesia-Pulver mit einer Lösung von organischen Silikatverbindungen gemischt wird, die resultierende Magnesia-Mischung in eine gewünschte Form gebracht wird und das Magnesiamischungs- Formteil unter derartigen Bedingungen gesintert wird, daß die organische Silikatverbindung in Siliziumdioxid umgewandelt wird und daß das Magnesia mit dem Siliziumdioxid reagiert, so daß das resultierende Forsterit auf der Oberfläche der einzelnen Magnesia-Partikeln abgelagert wird.
In diesem Verfahren (3) muß, nachdem das Magnesia-
Pulver mit der Lösung der organischen Silizium-
Verbindung gemischt worden ist, die resultierende
Suspension abfiltriert und getrocknet werden und die
resultierende getrocknete Mischung, welche in Form von
Körnern vorliegt, muß gemahlen oder pulverisiert
werden. Diese Verfahrensschritte verkomplizieren das
Verfahren (3) und die resultierende Pulvermischung ist
mit unvermeidbaren Verunreinigungen verschmutzt.
Gleichzeitig verhindern die organischen Substanzen,
welche zu einem großen Betrag die einzelnen Magnesia-
Partikeloberflächen bedecken, eine enge Verbindung der
Magnesia-Partikel miteinander. Daher ist es schwierig,
einen gesinterten Magnesia-Körper mit einer hohen
Dichte zu erhalten. Darüber hinaus ist es gemäß
Verfahren (3) schwierig, die Dicke der Forsterit-
Ummantelungsschichten auf den Magnesia-Partikeln auf
ein gewünschtes Maß festzulegen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines gesinterten
Magnesia-Formkörpers mit verbesserter Widerstandsfähigkeit
gegen Hydratisierung und verbesserter
mechanischer Festigkeit zur Verfügung zu stellen.
Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
darin, ein Verfahren zur Herstellung eines gesinterten
Magnesia-Formkörpers mit hoher Dichte unter Anwendung
leicht durchzuführender Verfahrensschritte an die Hand
zu geben.
Zur erfindungsgemäßen Lösung dieser Aufgabe wird ein
Verfahren verfügbar gemacht, welches folgende Schritte
aufweist:
Herstellen von ummantelten feinen Magnesia-Partikeln, welche jeweils im wesentlichen aus feinen einzelnen Partikeln bestehen, welche gleichförmig mit einer Siliziumdioxid-Schicht ummantelt sind, welche 0,01% oder weniger einer organischen Substanz bezogen auf den darin enthaltenen Kohlenstoff basierend auf dem molaren Anteil des Siliziums in der Siliziumdioxid- Ummantelungsschicht aufweisen;
Formen der mit Siliziumdioxid beschichteten feinen Magnesia-Partikel in eine gewünschte Form eines vorläufigen Magnesia-Formkörpers und
Sintern des resultierenden vorläufigen Magnesia- Formkörpers bei einer erhöhten Temperatur bis zu einem Grad, daß die Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht in eine entsprechende Forsterit-Ummantelungsschicht umgewandelt ist.
Herstellen von ummantelten feinen Magnesia-Partikeln, welche jeweils im wesentlichen aus feinen einzelnen Partikeln bestehen, welche gleichförmig mit einer Siliziumdioxid-Schicht ummantelt sind, welche 0,01% oder weniger einer organischen Substanz bezogen auf den darin enthaltenen Kohlenstoff basierend auf dem molaren Anteil des Siliziums in der Siliziumdioxid- Ummantelungsschicht aufweisen;
Formen der mit Siliziumdioxid beschichteten feinen Magnesia-Partikel in eine gewünschte Form eines vorläufigen Magnesia-Formkörpers und
Sintern des resultierenden vorläufigen Magnesia- Formkörpers bei einer erhöhten Temperatur bis zu einem Grad, daß die Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht in eine entsprechende Forsterit-Ummantelungsschicht umgewandelt ist.
Gemäß bevorzugter Ausgestaltungen umfaßt das
erfindungsgemäße Verfahren einen ersten Verfahrensschritt,
in welchem die beschichteten feinen Magnesia-Partikel,
welche selbst jeweils im wesentlichen aus einem feinen
Magnesia-Partikel mit einer gleichförmig dünnen
Siliziumdioxid-Schicht hergestellt werden, wobei diese
organische Substanzen in einem verminderten Anteil von
0,01% oder weniger bezogen auf den Kohlenstoff in den
organischen Substanzen basierend auf den molaren
Anteil des Siliziums in der Siliziumdioxid-
Ummantelungsschicht vorhanden sind; einen zweiten Schritt, in
welchem die resultierenden mit Siliziumdioxid
beschichteten feinen Magnesia-Partikel in eine
gewünschte Form gebracht werden, um einen vorläufigen
Magnesia-Formkörper verfügbar zu machen, und einen
dritten Schritt, in welchem der resultierende
vorläufige Magnesia-Formkörper bei einer erhöhten
Temperatur so lange gesintert wird, daß eine dünne
Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht auf dem feinen
Magnesia-Partikel in eine entsprechend dünne
Forsterit-Deckschicht umgewandelt ist.
Vorzugsweise sind die jeweiligen Magnesia-Partikel,
die dem ersten Verfahrensschritt unterworfen werden
sollen, gemäß der vorliegenden Erfindung durch die
Oxidierung eines Dampfes aus metallischem Magnesium
mit einem molekularen Sauerstoff enthaltenden Gas
während einer Gasphasen-Oxydierungsreaktion hergestellt
worden. Das Gasphasen-Oxydierungsreaktionsprodukt
umfaßt Magnesia-Partikel, die im wesentlichen
frei von Agglomeraten sind. Im ersten Verfahrensschritt
wird die Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht
(SiO₂) vorzugsweise zu einem Anteil von 0,1 bis 10
Mol-%, basierend auf dem molaren Anteil der mit
Siliziumdioxid beschichteten feinen Magnesia-Partikel
(MgO+SiO₂), gebildet.
Im ersten Schritt können die mit Siliziumdioxid
ummantelten feinen Magnesia-Partikel dadurch hergestellt
werden, daß die feinen Magnesia-Partikel mit
der Dampfphase einer organischen Silikatverbindung bei
erhöhter Temperatur in Kontakt gebracht werden können,
um gleichförmige Siliziumdioxid-Ummantelungsschichten
auf den Oberflächen der jeweiligen feinen Magnesia-
Partikel zu bilden.
Beispielsweise wird der Kontakt der feinen Magnesia-
Partikel mit der Dampfphase der organischen
Silikatverbindung dadurch bewirkt, daß feine Magnesia-
Partikel in einem Fluidisierungsgasstrom aufgewirbelt
werden, der eine gasförmige organische
Silikatverbindung bei einer Temperatur von 300°C bis 600°C,
vorzugsweise von 350°C bis 450°C in einem Gas-
Festphasen-Reaktionsbehälter enthält.
Vorzugsweise enthält der Fluidisierungsgasstrom,
welcher im Gas-Festphasen-Reaktionskessel erzeugt wird,
1 bis 20 Mol-%, vorzugsweise 4 bis 8 Mol-% der
gasförmigen organischen Silikatverbindung, ebenso enthält
der Fluidisierungsgasstrom vorzugsweise Wasserdampf zu
einem molaren Anteil der 0,1- bis 20mal demjenigen der
organischen Silikatverbindung entspricht, zusätzlich
zu der gasförmigen organischen Silikatverbindung. Der
Fluidisierungsgasstrom kann ein Trägergas enthalten,
welches zumindest aus einem der folgenden Stoffe
besteht: Luft, gasförmiger Stickstoff und gasförmiges
Argon.
Im ersten Schritt wird die organische Silikatverbindung
vorzugsweise aus folgender Gruppe ausgewählt:
Tetraäthoxysilan, Methyltriäthoxysilan, Ethyltriäthoxysilan,
Trimethylmethoxysilan, Trimethyläthoxysilan,
Dimethyldimethoxysilan, Dimethyldiäthoxysilan,
Methyltriäthoxysilan, Methyldimethoxysilan,
Methyldiäthoxysilan und Dimethyläthoxisilan.
Wenn der Dampf der organischen Silikatverbindung mit
der Oberfläche der Magnesia-Partikel bei erhöhter
Temperatur in Kontakt kommt, wird die organische
Silikatverbindung zersetzt oder hydrolisiert und der
resultierender aktive Silikat-Radikal-Komplex wird
chemisch in aktiven Anteilen der Magnesia-Partikeloberfläche
absorbiert oder die organische Silikat-
Komponente reagiert mit Hydroxylradikalen (-OH),
welche auf dem Magnesia-Partikeloberflächenbereich
durch Kondensationsreaktionen verbleiben, so daß ein
Siliziumdioxidpolymer, welches einen bestimmten Betrag
organischer Substanzen enthält, auf der Oberfläche des
Magnesia-Partikels abgelagert wird. Die abgelagerte
Siliziumdioxidpolymer-Schicht wird weiter bei erhöhter
Temperatur zersetzt und in eine dichte, gleichförmige
Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht umgesetzt, welche
organische Substanzen in einem sehr kleinen Bereich
von 0,01% oder weniger bezogen auf den darin
enthaltenen Kohlenstoff basierend auf den molaren Anteil des
Siliziums in der Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht
enthält.
Die Schichtdicke der Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht
kann auf ein gewünschtes Maß festgelegt werden, in dem
die Konzentration der in Dampfphase vorliegenden
organischen Silikatverbindung im Reaktionskessel
festgelegt wird und/oder durch Steuerung der Reaktionszeit
der Magnesia-Partikel mit der Gasphase der
organischen Silikatverbindung.
Im ersten Verfahrensschritt der vorliegenden Erfindung
können die feinen Magnesia-Partikel, welche durch eine
Gasphasenoxidationsreaktion des Magnesiumdampfes
hergestellt worden sind und im wesentlichen frei von
Agglomeraten sind, einzeln gleichförmig mit einer
dünnen Schicht von Siliziumdioxid beschichtet werden.
Wenn die Magnesia-Partikel durch Zersetzung infolge
von Wärmebehandlung aus Magnesiumhydroxid, basischem
Magnesiumkarbonat und/oder Magnesiumkarbonat hergestellt
werden, weisen die resultierenden Magnesia-
Primärpartikel eine starke Agglomerationseigenschaft
auf und lagern sich in Form von großen Sekundärpartikeln,
welche jeweils aus einem Agglomerat aus
einer Vielzahl von Primärmagnesia-Partikeln bestehen,
zusammen. Wenn diese Art von Magnesia-Sekundärpartikeln
einer Silikat-Zersetzungsprozedur unterworfen
werden, wird die resultierende Siliziumdioxid-
Schicht auf den Magnesia-Sekundärpartikeln gebildet.
Dadurch werden die Oberflächen der feinen Magnesia-
Primärpartikel jeweils ungleichmäßig mit Siliziumdioxid-
Schichten ummantelt. Das bedeutet, daß es sehr
schwierig ist, feine Magnesia-Primärpartikel jeweils
gleichmäßig durch die Siliziumdioxid-Schicht zu
ummanteln und eine gleichförmige Sintereigenschaft zu
erhalten.
Folglich werden gemäß dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung vorzugsweise die feinen Primärmagnesia-
Partikel durch die Gasphasenoxidationsreaktion des
Magnesiumdampfes produziert und sind dadurch voneinander
räumlich getrennt, ohne miteinander zu agglomerieren.
Dieser Typ von Magnesia-Partikeln kann
gleichmäßig mit der Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht
beim ersten Verfahrensschritt gemäß der vorliegenden
Erfindung beschichtet werden und ein unerwünschtes
unregelmäßiges Wachstum der Partikeln tritt während
des Sinterschrittes nicht auf.
Im zweiten erfindungsgemäßen Verfahrensschritt werden
die mit Siliziumdioxid beschichteten Magnesia-Partikel
in eine Vorform gebracht. Das Formen der Siliziumdioxid
beschichteten Magnesia-Partikel ist nicht auf
eine bestimmte Formmethode begrenzt, aber vorzugsweise
wird der Formschritt durch eine isotrope Preßformmethode
bei einem Druck von 9,97×10⁷ Pa
(1 ton/cm²) oder mehr durchgeführt, um einen
vorläufigen Magnesia-Formkörper zu erhalten.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahrensschritt wird der
vorläufige Magnesia-Formkörper bei einer erhöhten
Temperatur gesintert, vorzugsweise von 1300°C bis
1700°C, bis daß die Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht
in eine entsprechende Forsterit-Ummantelungsschicht
umgewandelt ist. Der resultierende gesinterte Körper
hat eine Dichte, die nahe seiner rechnerischen Dichte
ist. Beim Sinterschritt reagiert das Siliziumdioxid in
der Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht mit dem
Magnesia auf der Oberfläche der Magnesia-Partikel, um
so Forsterit (Mg₂ SiO₄) zu bilden. Die resultierende
Forsterit-Schicht weist einen exzellenten
Hydratisierungswiderstand auf, während Magnesia selbst nur
einen sehr schlechten Hydratisierungswiderstand
aufweist. Dadurch ist das Magnesia-Partikel durch die
Forsterit-Ummantelungsschicht, die auf diesem gebildet
ist, vor Hydratisierung geschützt. Bei dem üblichen
Verfahren wird eine organische Silikatverbindung mit
einem bestimmten Anteil eines organischen Radikals,
zum Beispiel eines Äthoxyradikal, an den Magnesia-
Partikeln absorbiert, und die resultierenden Partikel
werden geformt und gesintert, während die absorbierte
organische Silikatverbindung sich bei dem Sinterschritt
zersetzt. Diese Zersetzung der organischen
Silikatverbindung erzeugt gasförmige Substanzen und
die gebildeten gasförmigen Substanzen verhindern eine
sichere Bindung der Magnesia-Partikel während des
Sinterschrittes untereinander. Dadurch erhalten die
resultierenden Sinterkörper eine ungenügende Dichte.
Im erfindungsgemäßen Verfahren enthalten die
Siliziumdioxid-Ummantelungsschichten auf den Magnesia-Partikeln
organische Substanzen in einem extrem geringen Anteil
von 0,01% oder weniger bezogen auf den darin enthaltenen
Kohlenstoffanteil basierend auf dem molaren
Anteil von Siliziumdioxid in der Siliziumdioxid-
Ummantelungsschicht. Daher ist der Betrag gasförmiger
Substanzen, die aus den organischen Substanzen der
Siliziumdioxid-Ummantelungsschichten während des
Sinterschrittes erzeugt werden, extrem klein oder im
wesentlichen 0 und die mit Siliziumdioxid beschichteten
Magnesia-Partikel können sicher aneinander
gebunden werden, ohne durch die Zersetzungsprodukte
von organischen Substanzen gestört zu werden. Der
resultierende Sinterkörper gemäß dem Verfahren der
vorliegenden Erfindung weist eine höhere Dichte und
größere mechanische Festigkeit auf als die konventionell
gesinterten Magnesia-Produkte, welche aus
Magnesia-Partikeln ohne Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht
hergestellt wurden. Die Gründe für die
obengenannte hohe Dichte und größere mechanische
Festigkeit des Magnesia-Formkörpers können folgendermaßen
angegeben werden:
Im Anfangszustand des Sinterschrittes bewirken die siliziumdioxidreichen Ummantelungsschichten auf den Magnesia-Formkörperoberflächen ein Zusammenlagern der Partikeln im Formkörper, wobei die Dichte des Formkörpers anwächst. Weiterhin diffundieren während des Mittel- und Endzustandes Siliziumdioxid in die Ummantelungsschichten und Magnesia in die Oberflächenbereiche der Magnesia-Partikel und reagieren miteinander, um Forsterit-Ummantelungsschichten zu bilden. Die obenerwähnte Diffusion und Reaktion begünstigen die feste Bindung der Partikel untereinander in einen Formkörper.
Im Anfangszustand des Sinterschrittes bewirken die siliziumdioxidreichen Ummantelungsschichten auf den Magnesia-Formkörperoberflächen ein Zusammenlagern der Partikeln im Formkörper, wobei die Dichte des Formkörpers anwächst. Weiterhin diffundieren während des Mittel- und Endzustandes Siliziumdioxid in die Ummantelungsschichten und Magnesia in die Oberflächenbereiche der Magnesia-Partikel und reagieren miteinander, um Forsterit-Ummantelungsschichten zu bilden. Die obenerwähnte Diffusion und Reaktion begünstigen die feste Bindung der Partikel untereinander in einen Formkörper.
Die mineralische Zusammensetzung des gesinterten
Magnesia-Formteils, welches gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt wurde und im wesentlichen aus
Magnesia und Forsterit besteht, kann mittels der
Röntgenstrahlenbeugungsmessung (Difraktometrie)
bestimmt werden. Gleichfalls kann die gleichförmige
Ausbildung der Forsterit-Ummantelungsschicht in der
Zwischenschicht der jeweiligen feinen Magnesia-
Partikeln im Sinterkörper durch die Auswertung der
Verteilungsbedingungen des Siliziums und Magnesiums im
Sinterkörper durch einen Röntgenstrahlen-Mikroanalysator
festgestellt werden.
Das Forsterit weist einen niedrigen Wärmeübertragungswert
auf, der ungefähr einem Zehntel desjenigen des
Magnesia entspricht. Dennoch kann, wenn der Betrag der
Siliziumdioxid-Ummantelungsschichten auf den feinen
Magnesia-Partikeln auf 10 Mol-% oder weniger basierend
auf dem gesamten molaren Betrag der Siliziumdioxid-
ummantelten Magnesia-Partikeln beschränkt ist, der
resultierende gesinterte mit Forsterit beschichtete
Magnesia-Formkörper eine ähnliche Wärmeübertragungseigenschaft
aufweisen zu derjenigen eines gesinterten
nur aus Magnesia bestehenden Formkörpers.
Je höher der Gehalt der Siliziumdioxid-Ummantelungsschichten
an den mit Silizium beschichteten Magnesia-
Partikeln ist, desto größer ist der Hydratisierungswiderstand
des resultierenden gesinterten mit Forsterit
beschichteten Magnesia-Formkörpers. Dennoch
weist ein mit Forsterit beschichteter Magnesia-
Formkörper eine genügend verbesserte
Hydratisierungswiderstandsfähigkeit auf, wenn der Gehalt der
Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht 0,1 Mol-% oder mehr,
vorzugsweise 1 Mol-% oder mehr, beträgt.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der
vorliegenden Erfindung werden im folgenden anhand
spezifischer Beispiele erläutert. Diese Beispiele sind
repräsentativ ausgewählt und dienen nicht zur
Einengung des Erfindungsgedankens der vorliegenden
Erfindung. In den Beispielen wurden folgende Tests
ausgeführt.
- (1) Bestimmung der relativen Dichte des gesinterten Formkörpers;
- (2) Bestimmung des Hydratisierungswiderstands des gesinterten Formkörpers.
Ein gesinterter Formkörper wurde für eine Stunde in
einen Autoklaven eingebracht, wobei dieser mit
Wasserdampf bei einer Temperatur von 180°C und bei
einem Druck von ca. 10 atü gefüllt war. Der
Hydratisierungswiderstandsgrad des gesinterten Körpers wurde
aus der Gewichtszunahme gemäß folgender Formel
errechnet.
worin W₀ das ursprüngliche Gewicht des gesinterten
Formkörpers bezeichnet und W das Gewicht des
Formkörpers nach der oben näher bezeichneten
Wasserdampfbehandlung. Die Gewichtszunahme wird durch die
Hydratisierung des Magnesia in Magnesiumhydroxid
erhalten.
- (3) Messung der Biegefestigkeit des gesinterten Körpers.
- (4) Messung der thermischen Leitfähigkeit des gesinterten Körpers.
Magnesia-Partikel wurden durch Gasphasenoxidation von
Magnesiumdampf bei einer erhöhten Temperatur von
1400°C hergestellt. Die resultierenden Magnesia-
Partikel hatten eine mittlere Partikelgröße von 0,055
µm.
100 g der Magnesia-Partikel wurden in einen
Wirbelschichtreaktor eingebracht und dadurch fluidisiert,
daß sie in einer fluidisierenden Luftströmung, welche
7 Mol-% Tetraäthoxysilandampf enthielt, bei einem
volumetrischen Durchsatz von 3,9 l/min und einer
Temperatur von 400°C für 15 Minuten aufgewirbelt
wurden, um die Magnesia-Partikel mit Siliziumdioxid-
Ummantelungsschichten zu beschichten.
Der Betrag der Siliziumdioxid-Ummantelungsschichten
war 5,9 Mol-%, basierend auf dem molaren Betrag der
resultierenden mit Siliziumdioxid beschichteten
Magnesia-Partikel.
Die mit Siliziumdioxid beschichteten Schichten
enthielten 0,01% organischer Substanzen, ausgedrückt
im Kohlenstoffgehalt, basierend auf dem molaren Gehalt
des Siliziums in den Siliziumdioxid-Ummantelungsschichten.
20 g der mit Siliziumdioxid ummantelten
Magnesia-Partikel wurde in eine Scheibe mit einem
Durchmesser von 40 mm und einer Dicke von 3 bis 4 mm
mittels einer isotropen Preßformungsmethode unter
Anwendung von einem Druck von 2,99×10⁸ Pa (3 ton/cm²)
geschmolzen.
Die resultierende Scheibe wurde bei einer Temperatur
von 1400°C für eine Stunde in Umgebungsluftatmosphäre
gesintert, um eine gesinterte mit Forsterit beschichtete
Magnesia-Partikelscheibe herzustellen.
Es wurde mittels eines Röntgenstrahlenbeugungsmessers
bestätigt, daß das Siliziumdioxid der Siliziumdioxid-
Ummantelungsschichten vollständig im Forsterit
umgewandelt worden war.
Die Scheibe wies die in Tabelle 1 gezeigte relative
Dichte, Biegefestigkeit, thermische Leitfähigkeit und
Hydratisierungswiderstandsfähigkeit auf.
Mit Ausnahme des ersten Schrittes der Beschichtung der
feinen Magnesia-Partikel mit Siliziumdioxid wurde die
gleiche Vorgehensweise wie die unter Beispiel 1
beschriebene durchgeführt.
Die Eigenschaften des vergleichsweise gesinterten
Körpers sind in Tabelle 1 gezeigt.
Gleichartige Magnesia-Partikel mit einem mittleren
Korndurchmesser von 0,055 µm, wie sie in Beispiel 1
beschrieben sind, wurden mit 5,9 Mol-% feiner
Siliziumdioxid-Partikel mit einer mittleren Korngröße von
0,03 µm gemischt. Die Mischung wurde in einem Achatmörser
zerrieben. 20 g der zerriebenen Mischung wurden
in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 geformt und
gesintert. Die Eigenschaften der resultierenden
Vergleichs-Sinterkörper sind in Tabelle 1 gezeigt.
Gleiche Magnesia-Partikel mit einer mittleren
Korngröße von 0,055 µm, wie sie in Beispiel 1 beschrieben
sind, wurden zu 20 g in gleicher Weise, wie in Beispiel
1 beschrieben, geformt. Die geformten Körper wurden
bei einer Temperatur von 1100°C für 6 Stunden
vorgesintert. Die vorgesinterten Magnesia-Körper hatten
eine Porosität von 26%.
Die vorgesinterten porösen Magnesia-Körper wurden in
Tetraäthoxysilan eingetaucht, um den porösen Magnesia-
Körper mit 7,5 Mol-% Tetraäthoxysilan (bezogen auf SiO₂)
zu imprägnieren.
Der imprägnierte Magnesia-Körper wurde bei einer
Temperatur von 1400°C für eine Stunde gesintert, um
das Tetraäthoxysilan in dem Magnesia-Körper auszubrennen.
Der resultierende gesinterte Magnesia-Körper wies die
in Tabelle 1 dargestellten Eigenschaften auf.
Gleiche Magnesia-Partikel mit einer Korngröße von
0,055 µm, wie dies in Beispiel 1 beschrieben ist, wurden
zu 100 g in einer Lösung von 40 ml Tetraäthoxysilan in
100 ml Äthylalkohol gelöst, die Mischung wurde für 3
Stunden gerührt, gefiltert und dann bei einer Temperatur
von 105°C während 48 Stunden getrocknet. Die
getrocknete Mischung wurde in einem Achatmörser
zerkleinert und die zerkleinerte Mischung zu 20 g in
der gleichen Weise, wie in Beispiel 1 geschildert,
geformt und gesintert.
Die resultierende Vergleichssintermischung wies die
Eigenschaften gemäß Tabelle 1 auf.
Dieselbe Verfahrensweise, wie im Beispiel 1 beschrieben,
wurde ausgeführt mit der Ausnahme, daß der
Fluidisierungsgasstrom weiterhin Wasserdampf in einem
molaren Anteil von dem zweifachen Wert des molaren
Anteils des Tetraäthoxysilans aufwies.
Der resultierende Sinterkörper wies die Eigenschaften,
wie sie in Tabelle 1 dargestellt sind, auf.
Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung eines gesinterten
Magnesia-Formkörpers mit verbessertem
Hydratisierungswiderstand und mit verbesserter mechanischer
Festigkeit,
dadurch gekennzeichnet,
daß es folgende Schritte umfaßt:
Herstellen von beschichteten feinen Magnesia- Partikeln, die jeweils im wesentlichen aus einem feinen einzelnen Magnesia-Partikel bestehen, welches gleichförmig mit einer Siliziumdioxid- Schicht ummantelt ist, welche organische Substanzen bis zu einem Anteil von 0,01% oder weniger bezogen auf den darin enthaltenen Kohlenstoff basierend auf dem molaren Anteil des Siliziums in der Siliziumdioxid- Ummantelungsschicht enthält;
Formen der mit Siliziumdioxid beschichteten feinen Magnesia-Partikel in eine gewünschte Gestalt eines vorläufigen Magnesia-Formkörpers und
Sintern des resultierenden vorläufigen Magnesia- Formkörpers bei erhöhter Temperatur, bis daß die Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht in eine entsprechende Forsterit-Ummantelungsschicht umgewandelt ist.
Herstellen von beschichteten feinen Magnesia- Partikeln, die jeweils im wesentlichen aus einem feinen einzelnen Magnesia-Partikel bestehen, welches gleichförmig mit einer Siliziumdioxid- Schicht ummantelt ist, welche organische Substanzen bis zu einem Anteil von 0,01% oder weniger bezogen auf den darin enthaltenen Kohlenstoff basierend auf dem molaren Anteil des Siliziums in der Siliziumdioxid- Ummantelungsschicht enthält;
Formen der mit Siliziumdioxid beschichteten feinen Magnesia-Partikel in eine gewünschte Gestalt eines vorläufigen Magnesia-Formkörpers und
Sintern des resultierenden vorläufigen Magnesia- Formkörpers bei erhöhter Temperatur, bis daß die Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht in eine entsprechende Forsterit-Ummantelungsschicht umgewandelt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Magnesia-Partikel, die dem
Verfahrensschritt der Herstellung der mit
Siliziumdioxid beschichteten feinen Magnesia-Partikel
unterzogen werden, durch Oxidierung eines
metallischen Magnesium-Dampfes mit einem molekularen
Sauerstoff enthaltenden Gas mittels einer
Gasphasenoxidationsreaktion hergestellt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Verfahrensschritt der Herstellung der mit
Siliziumdioxid beschichteten feinen Magnesia-
Partikel die Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht bis
zu einem Betrag von 0,1 bis 10 Mol-%, basierend auf
dem molaren Anteil der mit Siliziumdioxid ummantelten
feinen Magnesia-Partikel gebildet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Verfahrensschritt der Herstellung der
beschichteten feinen Magnesia-Partikel die feinen
Magnesia-Partikel mit einer gasförmigen organischen
Siliziumdioxid-Komponente bei einer erhöhten
Temperatur in Kontakt gebracht werden, so daß sich
die Siliziumdioxid-Ummantelungsschicht auf der
Oberfläche jedes einzelnen Magnesia-Partikels
bildet.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kontakt zwischen den feinen Magnesia-
Partikeln mit der Gas-Phase der organischen
Silikatkomponente durch Fluidisierung der feinen
Magnesia-Partikel in einem Fluidisierungsgasstrom
bewirkt wird, der die gasförmige organische
Silikatverbindung bei einer Temperatur von 300°C
bis 600°C enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gasförmige organische Silikatverbindung im
fluidisierenden Gasstrom in einer Konzentration von
1 bis 20 Mol-% enthalten ist.
7. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der fluidisierende Gasstrom zusätzlich
Wasserdampf in einem molekularen Anteil von 0,1 bis 20mal
dem molaren Anteil der organischen Silikatverbindung
enthält.
8. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Formschritt bei einem Formdruck von 9,97×
10⁷ Pa (1 ton/cm²) oder mehr durchgeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verfahrensschritt des Sinterns bei einer
Temperatur von 1300°C bis 1700°C durchgeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP61127373A JPH0776126B2 (ja) | 1986-06-03 | 1986-06-03 | マグネシア焼結体の製造方法 |
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|---|---|
| DE3718482A1 true DE3718482A1 (de) | 1987-12-10 |
| DE3718482C2 DE3718482C2 (de) | 1989-12-21 |
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| JP (1) | JPH0776126B2 (de) |
| DE (1) | DE3718482A1 (de) |
| GB (1) | GB2191771B (de) |
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