DE3718257A1 - Verfahren und vorrichtung zum reinigen von (flusen-)sieben einer einrichtung zum glaetten von kleidungsstuecken - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum reinigen von (flusen-)sieben einer einrichtung zum glaetten von kleidungsstueckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von
Flusen auffangenden Sieben (Flusensieben) in einer Ein
richtung zum Glätten von Kleidungsstücken, wobei die Flu
sen von Zeit zu Zeit durch Absaugen von der Oberseite
des Flusensiebes entfernt werden. Weiterhin betrifft die
Erfindung eine Vorrichtung zum Reinigen von (Flusen-)Sie
ben durch Absaugen der Flusen in einer Einrichtung zur
Behandlung von Kleidungsstücken.
Die Erfindung befaßt sich demnach mit der Ausgestaltung
von Einrichtungen zum Glätten von Kleidungsstücken, ins
besondere zum gleichzeitigen Trocknen und Glätten ge
waschener Kleidungsstücke mit Hilfe strömender Medien,
wie Dampf und Heißluft.
Ein Ausführungsbeispiel einer
derartigen Einrichtung ist in der DE-OS 32 24 948 darge
stellt und beschrieben. Die zu behandelnden Kleidungs
stücke werden auf Kleiderbügeln hängend durch die tunnel
artige Einrichtung hindurchgefördert. Dampf und Heißluft
werden von oben her auf die Kleidungsstücke gerichtet.
Die strömenden Medien werden über ein im unteren Bereich
angeordnetes Flusensieb unter Herausfiltern von Flusen
hindurchgeleitet.
Bei der bekannten Einrichung zur Behandlung von Klei
dungsstücken (sogenannte Finisher) wird das Flusensieb
von Zeit zu Zeit durch einen Saugkasten von den Flusen
befreit, der über das Flusensieb hinwegbewegt wird. Die
Leistungsfähigkeit dieses Saugkastens hat sich als nicht
ausreichend erwiesen, um das Flusensieb ausreichend von
Flusen zu befreien, insbesondere innerhalb kurzer Reini
gungszeiten.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine
Einrichtung zur Behandlung von Kleidungsstücken in bezug
auf die Reinigung von Flusen auffangenden Sieben (Flusen
sieben) dahingehend zu verbessern, daß die Reinigung der
selben mit einem hohen Reinigungseffekt innerhalb
kürzester Zeit durchgeführt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Ver
fahren dadurch gekennzeichnet, daß die Flusen durch
gleichzeitiges, gleichgerichtetes Saugen (an der Ober
seite des Flusensiebes) und Blasen (Druckluft) (von der
Unterseite des Flusensiebes) her von der Oberseite des
Flusensiebes entfernt werden.
Bei der Erfindung wird demnach die Absaugung der Flusen
von der Oberseite des Flusensiebes durch zusätzlich von
unten her im Bereich der Absaugung wirksame Blasluft be
trächtlich verbessert.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Reinigen der Flusen
siebe durch Absaugen besteht darin, daß auf der zu den
Flusen gegenüberliegenden (unteren) Seite des Flusensie
bes Blasdüsen angeordnet sind, die im Bereich der Saug
vorrichtung bzw. im Bereich einer Saugdüse derselben
Blasluft durch das Flusensieb hindurch in die Saugvor
richtung bzw. Saugdüse blasen.
Durch das örtliche und zeitliche Zusammenwirken von Ab
saugung und Blasluft wird erreicht, daß sich die Flusen
zuverlässig vom Flusensieb abheben und über die Saugdüse
mit anschließender Saugleitung aus der Behandlungskammer
abgeleitet werden können.
Die Blasdüsen sind in unterhalb des Flusensiebes sich
quer zu diesem erstreckenden (zwei) Blasrohren angeord
net, die unmittelbar nebeneinander und gegenüber der
Saugdüse der Saugvorrichtung liegen. Das Sieb verläuft
demnach im Bereich der Reinigungsvorrichtung zwischen
Saugdüse und den Blasrohren. Da das verhältnismäßig
dünne, flexible, aus einem Edelstahlgewebe oder einem
anderen Material bestehende Flusensieb auf einer festen
Unterlage aufliegt, wird es während und im Bereich der
Absaugung durch die Blasrohre von der Unterlage abge
hoben.
Saugvorrichtung und Blasrohre bilden erfindungsgemäß
eine gemeinsam verfahrbare Einheit mit seitlich bzw. an
den Enden neben dem Flusensieb angeordneten und geführ
ten Laufrollen als Teil eines Fahrwerks. Dieses wird in
Längsrichtung der Behandlungskammer hin- und herfahrend
angetrieben, vorzugsweise durch einen einseitig am Fahr
werk angreifenden Seilzug.
Die durch die Saugleitung über die Saugdüse abgezogene
Luft mit Flusen wird durch einen Flusenbehälter außer
halb der Behandlungskammer hindurchgeleitet und in die
sem gefiltert. Die gereinigte Luft gelangt schließlich
wieder ganz oder teilweise zurück in die Behandlungs
kammer.
Die Reinigung des Siebes durch Absaugen der Flusen er
folgt in Intervallen. Zu diesem Zweck ist vorzugsweise
eine automatische Steuerung vorgesehen, die das Reini
gungsaggregat in Abhängigkeit von der Anzahl der behan
delten Kleidungsstücke in Tätigkeit setzt, und zwar je
weils für einen hin- und hergehenden Bewegungstakt. Die
für die Reinigung des Siebes maßgebliche Anzahl an Klei
dungsstücken kann individuell eingestellt werden, insbe
sondere nach Art der Textilien. Im Mittelwert ist eine
Reinigung nach der Behandlung von etwa 150 bis 200 Klei
dungsstücken erforderlich.
Das Flusensieb liegt auf einer Siebabstützung auf, näm
lich einem Tragrost. Oberhalb der Reinigungsvorrichtung
bzw. der Saugvorrichtung ist ein luft- und flusendurch
lässiger, begehbarer Boden installiert, insbesondere aus
einem begehbaren Gitterrost.
Weitere Merkmale der Erfindung betreffen die Anordnung
des Flusensiebes, die Ausgestaltung und Arbeitsweise der
Reinigungsvorrichtung sowie deren Antrieb.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Einrichtung zum Glätten von Kleidungs
stücken mit Reinigungsaggregat für das
Flusensieb, in einem schematischen Längs
schnitt;
Fig. 2 den unteren Bereich der Einrichtung gemäß
Fig. 1 in vergrößertem Maßstab;
Fig. 3 den unteren Bereich der Einrichtung mit
Reinigungsaggregat, Flusenbehälter und
Saugaggregat, in perspektivischer Dar
stellung;
Fig. 4 das Reinigungsaggregat im Querschnitt,
bei nochmals vergrößertem Maßstab;
Fig. 5 einen Querschnitt durch den unteren Bereich
der Einrichtung gemäß Schnittlinie A-A in
Fig. 2, in vergrößertem Maßstab.
In Fig. 1 ist die Einrichtung zum Glätten von Kleidungs
stücken 10 nur schematisch wiedergegeben. Das Innere der
Einrichtung ist in drei Bereiche aufgeteilt, nämlich in
eine längliche, tunnelartige Behandlungskammer 11 und
dieser in Transportrichtung der Kleidungsstücke 10 vor
bzw. nachgeordnete Einförderkammer 12 und Ausförder
kammer 13. Die Kleidungsstücke 10 werden durch eine
Transportvorrichtung 14, z. B. eine Förderschnecke, auf
Kleiderbügeln hängend durch die Kammern 12, 11 und 13
hindurchgefördert.
In der Behandlungskammer 11 werden Dampf und Heißluft,
vorzugsweise als dampfhaltige Heißluft, von oben her auf
die Kleidungsstücke 10 geblasen. Zu diesem Zweck sind
oberhalb der Bewegungsbahn der Kleidungsstücke 10 querge
richtete Dampfrohre 15 mit nach unten weisenden Aus
trittsdüsen angeordnet. Innerhalb der Behandlungskammer
11 wird demnach eine von oben nach unten gerichtete
Strömung eines Mediums erzeugt. Im unteren Teil der Ein
richtung, insbesondere im unteren Bereich der Behand
lungskammer 11, ist eine Sammelkammer 16 angeordnet, in
die der dampfhaltige Heißluftstrom nach dem Vorbeiströ
men an den Kleidungsstücken 10 eintritt. Dampf und Heiß
luft werden innerhalb der Einrichtung in einem ge
schlossenen Kreislauf umgewälzt, und zwar erforderlichen
falls unter Ableitung von Abluft sowie unter Hinzu
führung von Frischluft.
Das durch die Behandlungskammer 11 strömende Medium wird
zur Reinigung, insbesondere zur Aussonderung von Flusen
durch ein Flusensieb 17 hindurchgeleitet. Dieses befin
det sich im unteren Teil der Behandlungskammer 11 sowie
angrenzender Bereiche der Einförderkammer 12 und Ausför
derkammer 13. Das Flusensieb erstreckt sich nahezu über
die gesamte Breite der Einrichtung bzw. der Behandlungs
kammer 11.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das vorzugs
weise aus einem Edelstahlgewebe bestehende Flusensieb 17
als langgestreckte, rechteckige Matte ausgebildet, die
mit einer gewissen Vorspannung über eine ortsfeste, luft
durchlässige Unterlage gespannt ist. Diese besteht im
vorliegenden Falle aus einem Tragrost 18, der sich ober
halb der Sammelkammer 16 erstreckt. Das Medium (dampf
haltige Heißluft) strömt demnach durch das Flusensieb 17
und danach durch den Tragrost 18 hindurch in die Sammel
kammer 16. In dem strömendem Medium enthaltene Flusen
und andere Feststoffpartikel werden auf der Oberseite
des Flusensiebs 17 zurückgehalten und bilden dort nach
und nach einen Flusenteppich 19.
Das Flusensieb 17 wird in zeitlichen Abständen gerei
nigt, und zwar durch Absaugen des Flusenteppichs 19. Zu
diesem Zweck wird ein Reinigungsaggregat 20 in Längsrich
tung über das Flusensieb 17 hinwegbewegt unter Aufnahme
und Absaugung der Flusen. Ein Reinigungstakt besteht aus
einer hin- und hergehenden Bewegung des Reinigungsaggre
gats 20, und zwar aus einer in Fig. 3 links gebildeten
Ausgangs- und Endstellung.
Wesentlicher Teil des Reinigungsaggregats 20 ist eine
sich quer über das Flusensieb 17 erstreckende Saugdüse
21. Diese ist im wesentlichen als langgestreckter,
quaderförmiger Hohlkasten ausgebildet mit einer offenen
unteren Seite für den Eintritt der Flusen und einem
mittigen, seitlichen Anschlußstutzen 22 für eine
schlauchförmige Saugleitung 23. Die offene, untere Seite
der Saugdüse ist zugleich die sich quer über die volle
Breite des Flusensiebs 17 erstreckende, schlitzförmige
Düsenöffnung 24. Diese wird mit einem vorgegebenen Ab
stand oberhalb des Flusensiebes bewegt, so daß die Flu
sen in optimaler Weise in die Saugdüse 21 eintreten
können.
Die Absaugwirkung der Saugdüse 21 wird durch Blasluft
unterstützt, die von unten her durch das Flusensieb 17
im Bereich der Saugdüse 21 hindurchgeblasen wird. Die
Blasluft wird vorzugsweise auf einen Druck (während des
Blasens) von 2,5 bar bis 3 bar eingestellt. Die Blasluft
strömung wird unmittelbar in Richtung auf die Düsenöff
nung 24 der Saugdüse 21 gerichtet.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die Blas
luft über (zwei) Blasrohre 25, 26 unmittelbar unterhalb
des Flusensiebs 17 zugeführt. Die als flachgedrückte
runde Hohlkörper ausgebildeten Blasrohre 25, 26 er
strecken sich unmittelbar nebeneinanderliegend quer zum
Flusensieb 17, und zwar etwa mittig zur Saugdüse 21. Die
Blasrohre 25, 26 sind in einem einander zugekehrten Rand
bereich - etwa mittig zur Düsenöffnung 24 - jeweils mit
einer Reihe von quer zum Flusensieb 17 nebeneinander
liegenden Blasdüsen 27 versehen. Diese sind eng neben
einander angeordnet, so daß über die volle Länge der
Blasrohre 25, 26 nach oben gerichtete und durch das
Flusensieb 17 hindurchtretende Blasluft erzeugt wird.
Die kombinierte Wirkung von Blasluft und Absaugung be
wirkt, daß sich die Flusen zuverlässig von der Oberseite
des Flusensiebs 17 abheben und in die Saugdüse 21 ein
treten sowie über den Anschlußstutzen 22 und die Sauglei
tung 23 abgeführt werden können.
Die Blasrohre 25, 26 sind zu einer Blaseinheit von ver
hältnismäßig geringer Bauhöhe zusammengefaßt und von
einem U-förmigen, nach unten offenen Abdeckprofil 28
überdeckt. Mit diesem sind die Blasrohre 25, 26 im Be
reich einer horizontalen Stegwandung 29 verbunden. Diese
ist im Bereich der Blasdüsen 27 mit - im Durchmesser
größeren - Durchtrittsbohrungen 30 für die Blasluft ver
sehen.
Die vorstehend beschriebene Blaseinheit liegt unterhalb
des Flusensiebs 17. Bei der Durchführung einer Reini
gungsbewegung wird demnach die Blaseinheit unterhalb des
geringfügig vom Tragrost 18 abgehobenen Flusensiebs 17
verfahren. Die Stegwandung 29 des Abdeckprofils 28 glei
tet dabei an der Unterseite des Flusensiebes 17 entlang.
Die Strömungswege und -öffnungen im Bereich der Saugdüse
21 sind auf einen optimalen Saugeffekt ausgerichtet und
einstellbar. Die Düsenöffnung 24 ist zu diesem Zweck auf
der einen Längsseite (quer zum Flusensieb 17 gesehen)
mit einem verstellbaren Auslaufschieber 31 versehen. Die
ser hat in erster Linie die Aufgabe, den Raum unterhalb
der Düsenöffnung 24 seitlich abzudichten. Dies wird
durch ein elastisches Dichtungsorgan des Auslaufschie
bers 31 erreicht, nämlich durch einen Dichtungsstreifen
32 aus elastischem Werkstoff, insbesondere Silikon. Der
Dichtungsstreifen 32 liegt mit leichtem Druck auf dem
Flusensieb 17 auf, und zwar während der ersten Bewegungs
phase eines Reinigungstaktes auf der rückwärtigen Seite
der Saugdüse 21 auf diesem.
Auf der gegenüberliegenden, vorderen Seite der Saugdüse
21 ist eine spaltförmige Einlauföffnung 33 gebildet, die
in der Höhe eine größere Abmessung hat als der Flusen
teppich 19, so daß dieser in den Bereich unterhalb der
Düsenöffnung 24 bei der Bewegung des Reinigungsaggregats
20 eintritt. Die schlitzförmige Einlauföffnung 33 ist
oben begrenzt durch einen ebenfalls verstellbaren
Einlaufschieber 34, der aus einem abgewinkelten bzw. ab
gebogenen Blech besteht mit einem aufwärtsgerichteten,
trichterförmig gestalteten Einlaufschenkel 35. Der Ein
laufschieber 34 ist zweckmäßigerweise mit einer Teflon
folie beklebt. Die Normalstellung ist derart, daß die
Einlauföffnung 33 eine Höhe von 4 mm hat (Abstand der
unteren Kante des Einlaufschenkels 35 vom Flusensieb
17). Die Menge der über die Blasrohre 25, 26 zugeführten
Blasluft ist geringer als die Menge der durch die Saug
düse 21 abgesaugten Luft. Dadurch wird Luft auch über
die Einlauföffnung 33 gezogen.
Saugdüse 21 und Blaseinheit (Blasrohre 25, 26) sind zu
dem gemeinsam bewegbaren, U-förmigen Reinigungsaggregat
20 miteinander verbunden, nämlich durch das (in Fig. 5
rechts) liegende Laufwerk 37 mit den Laufrollen 38, 39.
Das Laufwerk 37 ist abgestützt bzw. läuft auf der Rollen
bahn 41. Auf der gegenüberliegenden Seite des Reinigungs
aggregates ist ein weiteres Laufwerk 36 mit der Laufrolle
67 angeordnet, jedoch ohne mechanische Verbindung zur
Blaseinheit. Das Laufwerk 36 ist abgestützt bzw. läuft
auf der dort durch Blaseinheit (Blasrohre 25, 26) und
Flusensieb 17 gebildeten Rollenbahn 40. Dadurch wird er
reicht, daß die Düsenöffnung 24, die Einlauföffnung 33
und der Dichtungsstreifen 32 des Auslaufschiebers 31 der
Saugdüse 21 sich stets im gleichen, eingestellten Ab
stand zum Flusensieb 17 befinden.
Der hin- und hergehende Antrieb des Reinigungsaggregats
20 erfolgt bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
durch einen Seiltrieb mit einem endlosen Zugseil 42. Die
ses wird außerhalb der Einrichtung bzw. am Rand dersel
ben über Umlenkrollen 43, 44, 67 geführt. Die bei der
Darstellung in Fig. 2 längs angeordnete (größere) Umlenk
rolle 43 ist zugleich Antriebsrolle, die mit einem An
triebsmotor 45 (Getriebemotor) in getrieblicher Verbin
dung steht.
Der Seiltrieb bzw. das Zugseil 42 ist lediglich an einer
Seite, also außermittig, mit dem Reinigungsaggregat 20
verbunden. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel be
findet sich der Seiltrieb auf der zur Saugleitung 23
gegenüberliegenden Seite (in Fig. 5 rechts). Das Zugseil
42 ist mit dem Laufwerk 37 verbunden, und zwar mit einem
seitwärtsgerichteten Befestigungsarm 46 mit einem Be
festigungs und Führungsstück 47 aus Kunststoff, insbeson
dere Teflon. Das Befestigungs- und Führungsstück 47
läuft mit einem oberen Kopfstück in einer C-förmigen
Führungsschiene 48, die sich seitlich neben der Bewe
gungsbahn des Reinigungsaggregats 20 in Längsrichtung er
streckt. Das Befestigungs- und Führungsstück 47 wird
gleitend formschlüssig in der Führungsschiene 48 gehal
ten. Mit Hilfe dieser Ausführung kann der Antrieb ver
kantungsfrei auf das Reinigungsaggregat 20 übertragen
werden.
Das Zugseil 42 wird für einen schlupffreien Antrieb des
Reinigungsaggregats 20 unter Vorspannung gehalten. Zu
diesem Zweck ist die angetriebene Umlenkrolle 43 mit dem
Antriebsmotor 45 auf einer schwenkbaren Wippe 49 gela
gert. Die Wippe 49 ist um ein unterhalb des Antriebsmo
tors 45 angeordnetes Drehlager 50 kippbar. Das obere,
freie Ende der Wippe 49 ist über ein Federelement, näm
lich eine Zugfeder 51 verstellbar gehalten. Zu diesem
Zweck ist das freie Ende der Zugfeder 51 mit einer Gewin
destange 52 verbunden, mit der durch Drehung die
Spannung der Zugfeder 51 und damit die Spannung des Zug
seils 42 eingestellt werden kann.
Die Reinigungsbewegung des Reinigungsaggregats 20 wird
vorzugsweise automatisch gesteuert, und zwar in Abhängig
keit von der Anzahl der durch die Einrichtung hindurch
laufenden Kleidungsstücke 10. Zum Beispiel kann nach
Durchlauf von 150-200 Kleidungsstücken jeweils ein Reini
gungstakt eingeleitet werden. Dabei wird das Reinigungs
aggregat 20 aus der Ausgangsstellung im Bereich der Ein
förderkammer 12 zur gegenüberliegenden Seite und zurück
bewegt (Fig. 1 und 2). Der gesamte Reinigungstakt kann
etwa 70 sec. betragen. An der Umkehrposition läuft das
Reinigungsaggregat 20 auf ortsfeste Mikroschalter mit Be
tätigungsstößel 53 auf.
Da während der Reinigungsbewegung das Flusensieb 17
leicht angehoben wird, ist es durch besondere Halte
mittel elastisch auf dem Tragrost 18 fixiert. Bei dem
vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Flusensieb 17
an einem Ende mit einhakbaren Halterungen 54 befestigt
und am gegenüberliegenden Ende mit ebenfalls einhakbaren
Zugfedern 55.
Die Begehbarkeit der Einrichtung, einschließlich der
Sammelkammer 16, ist durch eine obere luftdurchlässige
Abdeckung in Gestalt eines belastbaren Gitterrostes 56
gewährleistet. Dieser erstreckt sich unmittelbar ober
halb des Reinigungsaggregats 20. Zur Durchführung von
Reinigungs- und Reparaturarbeiten ist der Gitterrost 56
abnehmbar. Das Reinigungsaggregat 20 kann um ein Schar
niergelenk 57 am Laufwerk 37 in eine aufrechte Position
gekippt werden (Fig. 5).
Die aus einem mit Stahlspirale ummantelten Schlauch be
stehende Saugleitung 23 ist seitlich bzw. rückseitig an
die Saugdüse 21 angeschlossen und liegt während einer
Reinigungsbewegung mit einem Teilstück U-förmig auf dem
Flusensieb 17 auf (Fig. 3). Der von der Saugdüse 21 ent
ferntere Teil der Saugleitung 23 verläuft seitlich auf
bzw. neben dem Flusensieb 17, jedenfalls neben dem Reini
gungsaggregat 20 und dem Laufwerk 36. Der bei der Reini
gungsbewegung nicht U-förmig verformte Teil der Sauglei
tung befindet sich in einer seitlichen, kanalförmigen Ab
deckung 58 neben dem Flusensieb 17.
Die Saugleitung 23 tritt außerhalb der Sammelkammer 16
in einen Flusenbehälter 59 ein. Innerhalb desselben wer
den die Flusen aus der Luft herausgefiltert. Zu diesem
Zweck wird die Luft innerhalb des Flusenbehälters 59
durch einen Filterbeutel 60 hindurchgeleitet, so daß die
Flusen weitgehend im Filterbeutel 60 zurückbleiben. Der
Filterbeutel 60 ist im oberen Bereich über eine lösbare
Kupplung (nicht gezeigt) mit dem Eintrittsende der Saug
leitung 23 verbunden. Durch Lösen dieser Verbindung kann
der Filterbeutel 60 ausgewechselt werden. Der Filterbeu
tel 60 ist weiterhin innerhalb des Flusenbehälters 59
durch eine Trennwand 69 von dem seitlich von diesem gele
genem Luftkanal 70 getrennt.
Die von den Flusen befreite Luft wird über einen Verbin
dungsschlauch 61 einem Saugaggregat 62 zugeführt. Inner
halb desselben befindet sich ein Gebläse bzw. ein Venti
lator, der die Saugluft erzeugt und der durch einen ange
flanschten Motor 63 angetrieben wird. Beim Eintritt der
Luft in das Saugaggregat 62 erfolgt eine Feinfilterung,
so daß feine, in der Luft noch vorhandene Staub- und Flu
senpartikel ausgefiltert werden. Die nun vollständig ge
reinigte Luft kann über einen Ausblasstutzen 64 freige
setzt oder über eine nicht gezeigte Rückführungsleitung
wieder in die Behandlungskammer 11 als Behandlungsmedium
eingeführt werden.
Die Zufuhr der Blasluft zu den Blasrohren 25, 26 kann in
geeigneter Weise erfolgen, und zwar über eine verformba
re Druckluftleitung 65, die im vorliegenden Fall eben
falls teilweise unter der Abdeckung 58 liegt, neben bzw.
oberhalb der Saugleitung 23. Die schlauchförmige Druck
luftleitung 65 ist auf die zur Abdeckung 58 gegenüber
liegende Seite geführt und dort mit dem Blasluftanschluß
66 für die Blasrohre 25, 26 verbunden.
- Bezugszeichenliste:
10 Kleidungsstück
11 Behandlungskammer
12 Einförderkammer
13 Ausförderkammer
14 Transportvorrichtung
15 Dampfrohr
16 Sammelkammer
17 Flusensieb
18 Tragrost
19 Flusenteppich
20 Reinigungsaggregat
21 Saugdüse
22 Anschlußstutzen
23 Saugleitung
24 Düsenöffnung
25 Blasrohr
26 Blasrohr
27 Blasdüse
28 Abdeckprofil
29 Stegwandung
30 Durchtrittsbohrung
31 Auslaufschieber
32 Dichtungsstreifen
33 Einlauföffnung
34 Einlaufschieber
35 Einlaufschenkel
36 Laufwerk
37 Laufwerk
38 Laufrollen
39 Laufrollen
40 Rollenbahn
41 Rollenbahn
42 Zugseil
43 Umlenkrollen
44 Umlenkrollen
45 Antriebsmotor
46 Befestigungsarm
47 Befestigungs- und Führungsstücke
48 Führungsschiene
49 Wippe
50 Drehlager
51 Zugfeder
52 Gewindestange
53 Betätigungsstößel
54 Halterung
55 Zugfeder
56 Gitterrost
57 Scharniergelenk
58 Abdeckung
59 Flusenbehälter
60 Filterbeutel
61 Verbindungsschlauch
62 Saugaggregat
63 Motor
64 Ausblasstutzen
65 Druckluftleitung
66 Blasluftanschluß
67 Umlenkrolle
68 Laufrolle
69 Trennwand
70 Luftkanal
Claims (18)
1. Verfahren zum Reinigen von Flusen auffangenden Sieben
(Flusensieben) der Behandlungskammer einer Einrichtung
zum Glätten von Kleidungsstücken, wobei die Flusen von
Zeit zu Zeit durch Absaugen von der Oberseite des Flusen
siebes entfernt werden, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Flusen durch gleichzeitiges,
gleichgerichtetes Saugen (an der Oberseite des Flusensie
bes 17) und Blasen (Druckluft) (von der Unterseite des
Flusensiebes 17) her von der Oberseite des Flusensiebes
entfernt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Menge der Blasluft kleiner ist als die Menge der
gleichzeitig durch die Absaugung abgezogenen Saugluft.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die abgesaugte Luft gefiltert und danach ganz
oder teilweise (wieder) in die Behandlungskammer (11)
geleitet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 sowie einem oder mehreren
der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Reinigung des Flusensiebes (17) mittels Saugluft und
Blasluft in zeitlichen Abständen erfolgt, und zwar in Ab
hängigkeit von der Anzahl der durch die Behandlungs
kammer (11) hindurchgeleiteten Kleidungsstücke (10).
5. Vorrichtung zum Reinigen von Flusen auffangenden Sie
ben (Flusensieben) der Behandlungskammer einer Einrich
tung zum Glätten von Kleidungsstücken, bei der die Flu
sen von Zeit zu Zeit durch ein über das Flusensieb hin
wegbewegtes Reinigungsaggregat mit Saugvorrichtung von
der Oberseite des Flusensiebes absaugbar sind, dadurch
gekennzeichnet, daß von der zu den Flusen (Flusenteppich
19) gegenüberliegenden (unteren) Seite des Flusensiebes
(17) her durch Blasdüsen (27) Blasluft (Druckluft) durch
das Flusensieb (17) hindurch in die Saugvorrichtung blas
bar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugvorrichtung aus einer sich quer über das Flu
sensieb (17) erstreckenden, länglichen Saugdüse (21) be
steht, die bis auf eine schlitzförmige Einlauföffnung
(33) für den Flusenteppich (19) gegenüber dem Flusensieb
(17) seitlich abgedichtet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß auf der zur Saugdüse (21) gegenüberliegen
den unteren Seite des Flusensiebes (17) wenigstens ein
Blasrohr (25, 26) mit einer Mehrzahl von in Richtung auf
die Saugdüse (21) gerichteten Blasdüsen (27) angeordnet
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Blaslufteinheit unterhalb des Flusensiebes (17)
aus zwei flachgedrückten Blasrohren (25, 26) besteht mit
je einer Reihe von Blasdüsen (27).
9. Vorrichtung nach Anspruch 5 sowie einem oder mehreren
der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Saugleitung (23) aus einem flexiblen Schlauch mittig an
die Saugdüse (21) anschließt und unter U-förmigem Abbie
gen in horizontaler Ebene seitlich neben dem Flusensieb
(17) in Längsrichtung der Behandlungskammer (11) geführt
ist, teilweise in einer seitlichen Abdeckung (58).
10. Vorrichtung nach Anspruch 6 sowie einem oder mehre
ren der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die auf der während der ersten Reinigungsphase vornlie
genden Seite gebildete Einlauföffnung (33) durch einen
in der Höhe verstellbaren Einlaufschieber (34) mit trich
terförmig abgewickeltem Einlaufschenkel (35) begrenzt
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 6 sowie einem oder mehre
ren der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der zur Einlauföffnung (33) gegenüberliegenden Seite
der Saugdüse (21) ein der Höhe nach verstellbarer Aus
laufschieber (31) mit einem elastischen Dichtungsstrei
fen (32) angeordnet ist, wobei der Dichtungsstreifen
(32) mit leichtem Druck auf der Oberseite des Flusen
siebes (17) aufliegt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 7 sowie einem oder mehre
ren der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
Saugdüse (21) und Blasrohre (25, 26) durch ein Laufwerk
(37) mit seitlichen Laufrollen (38, 39) zu einem gemein
samen Reinigungsaggregat (20) vereinigt sind, wobei
während der Reinigung des Flusensiebes (17) dieses
zwischen Saugdüse (21) einerseits und den Blasrohren
(25, 26) andererseits hindurchführt auf den Blasrohren
(25, 26) aufliegend.
13. Vorrichtung nach Anspruch 6 sowie einem oder mehre
ren der weiteren Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß
das langgestreckte endliche Flusensieb (17) aus einem
verformbaren Gewebe, insbesondere aus Edelstahl, mit
elastischer Vorspannung über eine feste Unterlage ge
spannt ist, insbesondere über einen unteren Tragrost
(18), wobei die Blasrohre (25, 26) sich zwischen dem
Flusensieb (17) und dem Tragrost (18) erstrecken.
14. Vorrichtung nach Anspruch 5 sowie einem oder mehre
ren der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Reinigungsaggregat (20) durch einen Seilzug hin- und
hergehend in Längsrichtung durch die Behandlungskammer
und Teilbereiche von Einförderkammer (12) und Ausförder
kammer (13) bewegbar ist, wobei ein mit dem Reinigungs
aggregat (20), insbesondere seitlich mit einem Laufwerk
(37) verbundenes Zugseil (42) über Umlenkrollen (43, 44,
67) geführt ist, von denen eine durch einen Antriebs
motor (45) antreibbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich
net, daß das Zugseil (42) unter elastischer, einstellba
rer Vorspannung steht, insbesondere durch Anordnung der
angetriebenen Umlenkrolle (43) auf einem verstellbaren
Spannorgan, nämlich einer schwenkbaren Wippe (49), die
durch eine einstellbare Feder (Zugfeder 51) unter
Spannen des Zugseils (42) verschwenkbar ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 sowie einem oder mehre
ren der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Reinigungsaggregat (20) im Bereich des seitlich ange
brachten Seiltriebs (Zugseil 42) in einer in Längsrich
tung der Behandlungskammer (11) verlaufenden Führungs
schiene (48) formschlüssig geführt ist durch ein mit dem
Reinigungsaggregat (20) verbundenes Befestigungs- und
Führungsstück welches formschlüssig in die Führungs
schiene (48) ragt.
17. Vorrichtung nach Anspruch 6 sowie einem oder mehre
ren der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die durch die Saugdüse (21) abgesaugte Luft mit Flusen
durch einen Flusenbehälter (59) hindurchleitbar und in
diesem filterbar ist, insbesondere durch einen innerhalb
des Flusenbehälters (58) abnehmbar angeordneten Filter
beutel (60).
18. Vorrichtung nach Anspruch 17 sowie einem oder mehre
ren der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
dem Flusenbehälter (59) ein Saugaggregat (62) nachgeord
net ist mit einem Gebläse bzw. Ventilator zur Erzeugung
der Saugluft und Rückführung derselben zur Behandlungs
kammer (11), insbesondere nach vorheriger Feinfilterung.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873718257 DE3718257A1 (de) | 1987-03-31 | 1987-05-30 | Verfahren und vorrichtung zum reinigen von (flusen-)sieben einer einrichtung zum glaetten von kleidungsstuecken |
| FR888803521A FR2613385B1 (fr) | 1987-03-31 | 1988-03-18 | Procede et dispositif de nettoyage de filtres a duvets dans une machine de repassage de pieces de vetements |
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Publications (1)
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