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DE3717869A1 - Triazinhaltige monoazoverbindungen - Google Patents

Triazinhaltige monoazoverbindungen

Info

Publication number
DE3717869A1
DE3717869A1 DE19873717869 DE3717869A DE3717869A1 DE 3717869 A1 DE3717869 A1 DE 3717869A1 DE 19873717869 DE19873717869 DE 19873717869 DE 3717869 A DE3717869 A DE 3717869A DE 3717869 A1 DE3717869 A1 DE 3717869A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkyl
independently
another
formula
methyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19873717869
Other languages
English (en)
Inventor
Reinhard Pedrazzi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sandoz AG
Original Assignee
Sandoz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz AG filed Critical Sandoz AG
Priority to DE19873717869 priority Critical patent/DE3717869A1/de
Publication of DE3717869A1 publication Critical patent/DE3717869A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds
    • C09B43/12Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups
    • C09B43/136Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups with polyfunctional acylating agents
    • C09B43/16Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups with polyfunctional acylating agents linking amino-azo or cyanuric acid residues
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B44/00Azo dyes containing onium groups
    • C09B44/02Azo dyes containing onium groups containing ammonium groups not directly attached to an azo group

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft triazinhaltige Monoazoverbindungen, die neben basischen Gruppen Sulfonsäuregruppen enthalten, Verfahren zur Herstellung und ihre Verwendung in Färbe- und Druckverfahren.
Gegenstand der Erfindung sind folglich Verbindungen der Formel I
oder ein Salz davon, worin
m für 0 oder 1,
n 1 und n 2, unabhängig voneinander, für 0 oder 1 stehen mit der Massgabe, dass n 1 + n 2 1 oder 2 bedeutet,
jedes R1, unabhängig voneinander, Wasserstoff, C1-4Alkyl oder durch Hydroxy, Halogen, Cyan oder C1-4Alkoxy substituiertes C1-4Alkyl,
X1 und X3, unabhängig voneinander, Halogen, OH, NH2, C1-4Alkyl, C1-4- Alkoxy, Phenyl, Phenoxy; oder eine aliphatische, cycloaliphatische, aromatische oder heterocyclische Aminogruppe, welche protonierbare Stickstoffatome oder quaternäre Ammoniumgruppen tragen kann,
X2 und X4, unabhängig voneinander, eine aliphatische, cycloaliphatische, aromatische oder heterocyclische Aminogruppe, welche protonierbare Stickstoffatome oder quaternäre Ammoniumgruppen trägt, bedeuten, oder Gemische von Verbindungen der Formel I, deren Salze und Säureadditionssalze.
Halogen steht generell bevorzugt für Fluor, Chlor oder Brom; weiter bevorzugt für Chlor oder Brom und insbesondere für Chlor.
Sofern nichts anderes angegeben ist, kann jede Alkyl- oder Alkylengruppe linear oder verzweigt sein.
In einer hydroxy- oder alkoxysubstituierten Alykl- oder Alkylengruppe, die an Stickstoff gebunden ist, befindet sich die Hydroxy- bzw. Alkoxygruppe nicht am C1-Atom. In einer durch zwei Hydroxygruppen substituierten Alkylengruppe befinden sich die Hydroxygruppen an verschiedenen C-Atomen.
m bedeutet bevorzugt 1.
Bevorzugt steht eines von n 1 und n 2 für 1, und das andere für 0; weiter bevorzugt steht n 2 für 1.
Im Naphtholrest sind die Anzahl der Sulfogruppen sowie die Stellung der Sulfogruppen und der Amino- bzw. Amidogruppe bevorzugt folgendermassen:
  • a) m = 0, n 2 = 0;
    die Sulfogruppe befindet sich in Stellung 3;
    die Aminogruppe befindet sich in Stellung 5, 6 oder 7; insbesondere bevorzugt befindet sich die Aminogruppe in Stellung 6.
  • b) m = 1, n 2 = 0 oder 1;
    die Sulfogruppen befinden sich in den Stellungen 3, 6 oder 4, 6; die Amino- bzw. Amidogruppe befindet sich in Stellung 8; insbesondere bevorzugt befinden sich die Sulfogruppen in den Stellungen 3, 6.
Die Triazinylaminogruppe, die direkt oder über ein Brückenglied an den Phenylring der Diazokomponente gebunden ist, befindet sich vorzugsweise in 4- oder 5-Stellung, weiter bevorzugt in 4-Stellung.
R1 als Alkyl enthält bevorzugt 1 oder 2 C-Atome, mehr bevorzugt bedeutet es Methyl. Als substituiertes Alkyl steht es bevorzugt für C1-3Alkyl und enthält vorzugsweise einen Substituenten aus der Reihe Hydroxy, Chlor, Cyan und Methoxy, davon besonders bevorzugt ist Hydroxy.
Jedes R1 bedeutet, unabhängig voneinander, bevorzugt R1a als Wasserstoff, Methyl, Aethyl, Hydroxy-C2-3alkyl oder Methoxy-C2-3alkyl; weiter bevorzugt R1b als Wasserstoff, Methyl oder 2-Hydroxyäthyl; insbesondere bevorzugt bedeutet jedes R1 Wasserstoff.
X1 bzw. X3 als aliphatische Aminogruppe stellt bevorzugt eine Mono- (C1-4alkyl)- oder Di(C1-4alkyl)-aminogruppe dar, wobei jede Alkylgruppe substituiert sein kann durch Halogen, vorzugsweise Chlor oder Brom, C1-4Alkoxy, Phenyl oder insbesondere durch Hydroxy. Als cycloaliphatische Aminogruppe steht bevorzugt eine C5-6Cycloalkylaminogruppe, deren Cycloalkyl durch eine oder zwei C1-2Alkylgruppen substituiert sein kann.
X1 bzw. X3 als aromatische Aminogruppe steht bevorzugt für eine Phenylaminogruppe, deren Phenylring unsubstituiert oder substituiert ist durch eine oder zwei Gruppen aus der Reihe Halogen, vorzugsweise Chlor, C1-4Alkyl, C1-4Alkoxy, Hydroxy und Phenoxy.
Als heterocyclische Aminogruppe steht bevorzugt ein gesättigter 5- oder 6-gliedriger Ring, der ein oder zwei Heteroatome enthält (zusätzlich zu N ein weiteres N, O oder S), und der unsubstituiert oder substituiert ist durch eine oder zwei C1-4Alkylgruppen. Weiter bevorzugt ist dabei ein Piperidin-, Morpholin-, Piperazin- oder N-Methylpiperazin- Ring.
Die Gruppen X1 bis X4 als aliphatischer, cycloaliphatischer, aromatischer oder heterocyclischer Aminrest, der protonierbare Stickstoffatome oder quaternäre Ammoniumgruppen trägt, stehen unabhängig voneinander bevorzugt für eine Gruppe Z in der Bedeutung
worin
p für 0 oder eine ganze Zahl von 1-3 steht,
R1 wie oben definiert ist,
R2 und R3, unabhängig voneinander, Wasserstoff, unsubstituiertes C1-6Alkyl, durch Hydroxy oder Cyan monosubstituiertes C2-6Alkyl; Phenyl oder Phenyl-C1-4alkyl, deren Phenylring unsubstituiert ist oder einen bis drei Substituenten aus der Reihe Chlor, C1-4Alkyl und C1-4Alkoxy trägt; unsubstituiertes C5-6Cycloalkyl oder durch eine bis drei C1-4Alkylgruppen substituiertes C5-6Cycloalkyl bedeuten, oder R2 und R3 zusammen mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen Ring bilden, der 1 bis 3 Heteroatome einschliesst (zusätzlich zu N ein oder zwei weitere N, O oder S) und der unsubstituiert oder durch eine oder zwei C1-4Alkylgruppen substituiert ist,
R4 und R5, unabhängig voneinander, eine der nicht-cyclischen oder cyclischen Bedeutungen von R2 und R3 ausgenommen Wasserstoff haben, und
R6 C1-4Alkyl oder Benzyl bedeutet, oder
R4, R5 und R6 zusammen mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen Pyridiniumring bilden, der unsubstituiert oder durch eine oder zwei Methylgruppen substituiert ist,
Q1 für C2-8Alkylen, durch eine oder zwei Hydroxygruppen substituiertes C3-6Alkylen, C1-6Alkylen-1,3- oder -1,4-phenylen, 1,3- oder 1,4- Phenylen oder -*NHCOCH2-, wobei das mit *) bezeichnete Atom an -NR1- gebunden ist,
Q2, unabhängig voneinander, für C2-8Alkylen, durch eine oder zwei Hydroxygruppen substituiertes C3-6Alkylen, C1-6Alkylen-1,3- oder 1,4-phenylen oder 1,3- oder 1,4-Phenylen,
Q3 für C2-8Alkylen,
R7 für Wasserstoff, unsubstituiertes C1-6Alkyl oder durch Hydroxy, Cyan, Chor oder Phenyl monosubstituiertes C1-6Alkyl,
R8 für unsubstituiertes C1-6Alkyl oder durch Hydroxy, Cyan oder Chlor monosubstituiertes C1-6Alkyl, und
An⊖ für ein nicht-chromophores Anion stehen.
Eine unsubtstituierte C1-6Alkylgruppe als R2 oder R3 steht bevorzugt für C1-4Alkyl, insbesondere für Methyl oder Aethyl. Eine substituierte C2-6Alkylgruppe ist bevorzugt durch Cyan oder Hydroxy monosubstituiertes Aethyl oder Propyl mit dem Substituenten in 2- oder 3-Stellung. Phenyl als R2 oder R3 ist bevorzugt unsubstituiert.
Eine Phenylalkylgruppe als R2 oder R3 steht bevorzugt für Benzyl, in welchem der Phenylring vorzugsweise unsubstituiert ist. Eine Cycloalkylgruppe ist vorzugsweise Cyclohexyl; alkylsubstituiertes Cycloalkyl ist vorzugsweise durch eine bis drei Methylgruppen substituiertes Cyclohexyl.
Bilden R2 und R3 zusammen mit dem N-Atom einen Ring, so stellt dieser bevorzugt einen Pyrrolidin-, Piperidin-, Morpholin-, Piperazin- oder N-Methylpiperazin-Ring dar.
R2 und R3 stehen unabhängig voneinander bevorzugt für R2a und R3a in der Bedeutung von Wasserstoff, unsubstituiertem C1-6Alkyl, unverzweigtem Hydroxy-C2-3alkyl, Phenyl oder Benzyl, oder R2a und R3a bilden zusammen mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen Pyrrolidin-, Piperidin-, Morpholin-, Piperazin- oder N-Methylpiperazin-Ring.
Weiter bevorzugt bedeuten sie R2b und R3b, die unabhängig voneinander Wasserstoff, unsubstituiertes C1-4Alkyl oder 2-Hydroxyäthyl bedeuten, oder R2b und R3b bilden zusammen mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen Morpholin-, Piperidin-, Piperazin- oder N-Methylpiperazin- Ring.
Besonders bevorzugt stehen R2 und R3 für R2c und R3c, die unabhängig voneinander Wasserstoff, Methyl oder Aethyl bedeuten.
Dabei sind R2 und R3 als nicht-cyclische Gruppen insbesondere bevorzugt identisch.
R4 und R5 stehen bevorzugt für R4a und R5a, die unabhängig voneinander unsubstituiertes C1-6Alkyl, unverzweigtes Hydroxy-C2-3alkyl oder Benzyl bedeuten, oder R4a und R5a bilden zusammen mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen Piperidin-, Morpholin-, Piperazin- oder N-Methylpiperazin-Ring, oder R4a, R5a bilden zusammen mit R6 und dem N-Atom, an das R4a, R5a und R6 gebunden sind, einen Pyridiniumring, der unsubstituiert oder durch eine oder zwei Methylgruppen substituiert ist.
Weiter bevorzugt stehen sie für R4b und R5b, die unabhängig voneinander unsubstituiertes C1-4Alkyl oder 2-Hydroxyäthyl bedeuten, oder R4b und R5b bilden zusammen mit R6 und dem N-Atom, an das R4b, R5b und R6 gebunden sind, einen Pyridiniumring, der unsubstituiert oder durch Methyl monosubstituiert ist.
Insbesondere bevorzugt stehen R4 und R5 für R4c und R5c, die unabhängig voneinander Methyl oder Aethyl bedeuten.
Insbesondere bevorzugt stellen R4, R5 und R6 in nicht-cyclischer Bedeutung identische Gruppen dar.
Eine Alkylgruppe für R6 bedeutet bevorzugt Methyl oder Aethyl, insbesondere Methyl.
R6 bedeutet bevorzugt R6a als Methyl, Aethyl oder Benzyl, oder R6a, bildet zusammen mit R4a und R5a und dem N-Atom, an das R4a, R5a und R6a gebunden sind, einen Pyridiniumring, der unsubstituiert oder durch eine oder zwei Methylgruppen substituiert ist. Weiter bevorzugt steht R6 für R6b als Methyl, oder es bildet zusammen R4b und R5b und dem N-Atom, an das R4b, R5b und R6b gebunden sind, einen Pyridiniumring, der unsubstituiert oder durch Methyl monosubstituiert ist.
Eine Alkylengruppe als Q1, Q2 oder Q3 enthält vorzugsweise 2-6 C-Atome; eine verzweigte Alkylengruppe stellt bevorzugt die Gruppe
dar. Weiter bevorzugt stellt sie eine unverzweigte C2-6Alkylengruppe dar, davon besonders eine Aethylen- oder Propylengruppe. Insbesondere bevorzugt steht sie für lineares Propylen.
Eine hydroxysubstituierte C3-6Alkylengruppe als Q1 oder Q2 ist bevorzugt eine monohydroxy-substituierte C3-4Alkylengruppe.
Eine Alkylen-phenylen-Gruppe als Q1 oder Q2 enthält bevorzugt 7 bis 10 C-Atome.
Q1 steht bevorzugt für Q1a als -*NHCOCH2-, unsusbstituiertes C2-6- Alkylen, monohydroxy-substituiertes C3-4Alkylen, -(CH2)1-4-1,3 oder -1,4-Phenylen, oder 1,3- oder 1,4-Phenylen. Weiter bevorzugt bedeutet es Q1b als unsubstituiertes C2-6Alkylen; besonders bevorzugt bedeutet es Q1c als Aethylen oder 1,3-Propylen, insbesondere als das letztere.
Jedes Q2 steht bevorzugt für Q2a, das unabhängig voneinander eine der Bedeutungen von Q1a hat ausgenommen -*NHCOCH2-. Weiter bevorzugt steht es für Q2b als unverzweigtes C2-6Alkylen. Insbesondere bevorzugt bedeutet es Q2c als Aethylen oder 1,3-Propylen.
Q3 bedeutet bevorzugt Q3a als unsubstituiertes C2-6Alkylen. Weiter bevorzugt bedeutet es Q3b als geradkettiges C2-6Alkylen. Insbesondere bevorzugt bedeutet es Q3c als Aethylen oder 1,3-Propylen.
Eine unsubstituierte Alkylgruppe als R7 oder R8 ist vorzugsweise C1-4- Alkyl, insbesondere Methyl oder Aethyl. Eine substituierte Alkylgruppe stellt vorzugsweise eine durch Hydroxy monosubstituierte C2-4Alkylgruppe dar.
R7 steht bevorzugt für R7a als Wasserstoff, C1-4Alkyl oder durch Hydroxy monosubstituiertes C2-4Alkyl. Weiter bevorzugt steht es für R7b als Wasserstoff, Methyl, Aethyl oder 2-Hydroxyäthyl.
R8 bedeutet bevorzugt R8a als C1-4Alkyl oder durch Hydroxy monosubstituiertes C2-4Alkyl; weiter bevorzugt R8b als Methyl, Aethyl oder 2- Hydroxyäthyl.
p steht vorzugsweise für 0 oder 1, insbesondere für 0.
Die Gruppe Z bedeutet bevorzugt Za als Gruppe der Formel
worin p′ für 0 oder 1 steht;
Weiter bevorzugt Zb als Gruppe der Formel
Weiter bevorzugt für Zc als Gruppe der Formel
Insbesondere bevorzugt steht Z für Zd als Gruppe der der Formel
X1 und X3 stehen bevorzugt für X1a und X3a, die unabhängig voneinander Chlor, Hydroxy, Amino, Methyl, Methoxy, Phenyl, Phenoxy; Mono(C1-4- alkyl)amino, Mono(hydroxy-C2-4alkyl)amino, Di(C1-2alkyl)amino, Di- (hydroxy-C2-4alkyl)amino, Phenylamino (dessen Phenylring unsubstituiert oder durch Chlor, Methyl oder Methoxy monosubstituiert ist), Piperidino, Morpholino, Piperazino, N-Methylpiperazino oder eine Gruppe Za;
weiter bevorzugt für X1b und X3b, die unabhängig voneinander Chlor, Hydroxy, Amino, Mono(C1-2alkyl)amino, Mono(hydroxy-C2-4alkyl)amino, Di(hydroxy-C2-4alkyl)amino oder eine Gruppe Zb bedeuten;
noch mehr bevorzugt für X1c und X3c, die unabhängig voneinander eine Gruppe Zc bedeuten;
insbesondere bevorzugt für X1d und X3d, die unabhängig voneinander eine Gruppe Zd bedeuten.
X2 und X4 stehen bevorzugt für X2a und X4a, die unabhängig voneinander eine Gruppe Za bedeuten; weiter bevorzugt für X2b und X4b, die unabhängig voneinandereine Gruppe Zb bedeuten;
noch mehr bevorzugt für X2c und X4c, die unabhängig voneinander eine Gruppe Zc bedeuten;
insbesondere bevorzugt für X2d und X4d, die unabhängig voneinander eine Gruppe Zd bedeuten.
Bevorzugte Verbindungen enstprechen der Formel Ia
und Salzen davon,
worin eines von n 1 und n 2 für 1, und das andere für 0 steht, wobei die Amino- oder Amidogruppe in 4- oder 5-Stellung der Sulfobenzol-Diazokomponente, und die Triazinylaminogruppen in 3′- oder 4′- bzw. in 3″- oder 4″-Stellung der Phenylringe gebunden sind.
In einer Verbindung der Formel I oder Ia ist die Gesamtzahl der als X1 bis X4 vorhandenen basischen oder kationischen Gruppen Z gleich oder bevorzugt grösser als die Gesamtzahl der im Molekül vorhandenen Sulfogruppen.
Weiter bevorzugt sind Verbindungen der Formel Ia, worin
  • (1) jedes X1b und X3b unabhängig voneinander X1c und X3c, und jedes X2b und X4b unabhängig voneinander X2c und X4c bedeuten;
  • (2) solche von (1), worin n 2 für 1 steht;
  • (3) solche von (1) oder (2), worin X1b für X1d, X2b, für X2d, X3b für X3d, und X4b für X4d stehen;
  • (4) solche von (3), worin die Gruppen X1d bis X4d identisch sind;
  • (5) solche von (1) bis (4), worin n 1 für 0 und n 2 für 1 stehen, und die Triazinylaminogruppen in 4- bzw. 3″-Stellung gebunden sind.
In einer Verbindung der Formel I oder Ia sind die Sulfogruppen normalerweise ionisiert und liegen als SO3 - vor; jede Sulforgruppe kann dabei mit einer basischen Aminogruppe oder kationischen Ammoniumgruppe Z ein inneres Salz bilden. Eine nicht in das innere Salz einbezogene basische Aminogruppe ist zur äusseren Salzbildung befähigt (wie Säureadditionssalze durch Umsetzung mit geeigneten Säuren; als Säure kommen beispielsweise verdünnte Mineralsäuren wie Salzsäure, Schwefelsäure oder Phosphorsäure, oder vorzugsweise organische Säuren, wie Ameisensäure, Essigsäure, Methoxyessigsäure, Milchsäure, Citronensäure, Glykolsäure oder Methansulfonsäure in Betracht). Liegt Z bereits als Salz vor, das eine quaternäre Ammoniumgruppe
enthält, so kann als An⊖ ein beliebiges nicht-chromophores organisches oder anorganisches Anion stehen, wie es beispielsweise üblich ist auf dem Gebiet der basischen Farbstoffchemie. Geeignete Anionen sind z. B. Chlorid, Bromid, Jodid, Lactat, Acetat, Propionat, Citrat, Oxalat, Malat, Maleat, Succinat, Methylsulfat, Aethylsulfat, Hydrogensulfat und Borat.
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man das Diazoniumsalz einer Verbindung der Formel II,
worin R1, X1, X2 und n 1 die obige Bedeutung haben, mit einer Verbindung der Formel III,
worin R1, X3, X4, m und n 2 die obige Bedeutung haben, in schwach saurem bis alkalischem Reaktionsmedium kuppelt.
Diazotierung und Kupplung werden analog zu an sich bekannten Methoden durchgeführt. Die Kupplung erfolgt vorteilhaft in wässrigem Medium in einem Temperaturbereich von 0° bis 60°C, vorzugsweise bei 10°-30°C, und vorzugsweise bei pH 6-9.
Die erhaltenen Verbindungen der Formel I können auf an sich bekannte Weise aus dem Reaktionsgemisch isoliert werden.
Verbindungen der Formel I, die freie basische Aminogruppen enthalten, können durch Umsetzung mit einer der oben angeführten anorganischen oder organischen Säuren in wasserlösliche Salze übergeführt werden.
Die als Ausgangsmaterial verwendeten Verbindungen der Formel II können hergestellt werden, indem man eine Verbindung der Formel IV,
worin R1 und n 1 die oben angegebene Bedeutung haben, mit einer Verbindung der Formel Va,
worin X1 und X2 die oben angegebene Bedeutung haben und Hal für Halogen steht, umsetzt.
Ebenso können die als Ausgangsmaterial verwendeten Verbindungen der Formel III durch Umsetzung einer Verbindung der Formel VI,
worin R1, m und n 2 wie oben definiert sind, mit einer Verbindung der Formel Vb,
worin X3 und X4 wie oben definiert sind und Hal für Halogen steht, hergestellt werden.
Diese Umsetzungen können nach an sich bekannten Methoden durchgeführt werden unter Bedingungen, wie sie für Kondensationen am Monohalogentriazinring üblich sind.
Die Verbindungen der Formel II und III können in an sich bekannter Weise aus dem Reaktionsgemisch isoliert werden.
Die Ausgangsverbindungen der Formeln IV, Va, Vb und VI sind entweder bekannt oder können analog zu an sich bekannten Verfahren aus bekannten Ausgangsstoffen erhalten werden.
Die Verbindungen der Formel I in Form der Säureadditionssalze oder als quaternäre Ammoniumsalze stellen Farbstoffe dar und können zum Färben oder Bedrucken von hydroxygruppen- oder stickstoffhaltigen organischen Substraten verwendet werden. Dabei sind sie geeignet zum Färben oder Bedrucken von kationisch anfärbbaren Materialien wie einheitlichen oder Mischpolymerisaten des Acrylnitrils, sauer modifizierten Polyestern; Leder, Baumwolle, Bastfasern wie Hanf, Flachs, Sisal, Jute, Kokosfasern und Stroh; Celluloseregeneratfasern, Glasfasern und Papier.
Die erfindungsgemässen Verbindungen dienen beispielsweise zum Färben oder Bedrucken von Fasern, Fäden oder daraus hergestellten Textilien, die aus Cellulosematerial, z. B. Baumwolle, bestehen oder diese enthalten, nach an sich bekannten Methoden. Baumwolle wird dabei vorzugsweise nach üblichem Ausziehverfahren gefärbt, beispielsweise aus langer oder kurzer Flotte und bei Raum- bis Kochtemperatur. Das Bedrucken erfolgt durch Imprägnieren mit einer Druckpaste, welche nach an sich bekannter Methode zusammengestellt wird.
Die neuen Verbindungen können weiter zum Färben oder Bedrucken von Leder, vorteilhaft auch von niederaffinen Lederarten, die vegetabil nachgegerbt wurden, sowie zum Färben von Glas oder Glasprodukten, die unterschiedliche chemische Zusammensetzung aufweisen können, nach an sich bekannten Methoden verwendet werden. Ausserdem können sie bei der Herstellung von Tinten nach an sich bekannter Methode eingesetzt werden.
Insbesondere eignen sich die Verbindungen der Formel I jedoch zum Färben oder Bedrucken von Papier, z. B. für die Herstellung von geleimtem oder ungeleimtem, holzfreiem oder holzhaltigem Papier in der Masse wie in der Leimpresse. Sie können aber auch zum Färben von Papier nach dem Tauchverfahren verwendet werden. Das Färben und Bedrucken von Papier erfolgt nach bekannten Methoden.
Die so erhaltenen Färbungen und Drucke und im besonderen die Papierfärbungen und Papierdrucke zeigen gute Gebrauchsechtheiten.
Die Verbindungen der Formel I können auch in Form von Färbepräparaten eingesetzt werden. Die Verarbeitung in stabile flüssige, vorzugsweise wässrige wie auch feste Färbepräparate kann auf allgemein bekannte Weise erfolgen. Geeignete flüssige Präparationen können vorteilhaft durch Lösen in geeigneten Lösungsmitteln wie Mineralsäuren oder organischen Säuren, z. B. Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Ameisensäure, Essigsäure, Milchsäure, Glykolsäure, Methansulfonsäure und Citronensäure; des weiteren Formamid, Dimethylformamid, Harnstoff; Glykole und deren Aether, die im Gemisch mit Wasser eingesetzt werden, gegebenenfalls unter Zufügen eines Hilfsmittels, z. B. eines Stabilisators erhalten werden. Solche Präparationen können beispielsweise wie in der französischen Patentschrift Nr. 15 72 030 beschrieben hergestellt werden.
Eine günstige Zusammensetzung solcher flüssigen Präparate ist beispielsweise die folgende (Teile bedeuten Gewichtsteile):
100 Teileeiner Verbindung der Formel I als Säureadditionssalz oder als quaternäres Ammoniumsalz,   0-10,vorzugsweise 0-1 Teile eines anorganischen Salzes,   1-100 Teileeiner organischen Säure wie Ameisen-, Essig-, Milch-, Citronensäure etc., 100-800 TeileWasser,   0-500 Teileeines Lösungsvermittlers (z. B. Glykole wie Aethylenglykol, Propylenglykol, Diäthylenglykol, Triäthylenglykol, Hexylenglykol; Glykoläther wie Methylcellosolve, Methylcarbitol, Butylpolyglykol; Harnstoff; Formamid und Dimethylformamid).
Ebenso können die Verbindungen der Formel I zu festen, bevorzugt granulierten Färbepräparaten, vorteilhaft durch Granulieren wie in der französischen Patentschrift Nr. 15 81 900 beschrieben, verarbeitet werden.
Eine günstige Zusammensetzung für feste Präparate ist beispielsweise die folgende (Teile bedeuten Gewichtsteile):
100 Teileeiner Verbindung der Formel I als Säureadditionssalz oder als quaternäres Ammoniumsalz,   0-10,vorzugsweise 0-1 Teile eines anorganischen Salzes,   0-800 Teileeines Stellmittels (vorzugsweise nicht-ionogen wie Dextrin, Zucker, Traubenzucker und Harnstoff).
In der festen Präparation kann noch bis zu 10% an Restfeuchtigkeit vorhanden sein.
Die Verbindungen der Formel I (in entsprechender Salzform) besitzen gute Löslichkeitseigenschaften, insbesondere zeichnen sie sich durch gute Kaltwasserlöslichkeit aus. Infolge ihrer hohen Substantivität ziehen die Farbstoffe praktisch quantitativ aus und zeigen dabei ein gutes Aufbauvermögen. Bei der Herstellung von geleimtem wie auch ungeleimtem Papier sind die Abwässer praktisch farblos oder nur geringfügig angefärbt. Die Farbstoffe können der Papiermasse direkt, d. h. ohne vorheriges Auflösen, als Trockenpulver oder Granulat zugesetzt werden, ohne dass eine Minderung in der Brillanz oder Verminderung in der Farbausbeute eintritt. Die geleimte Papierfärbung zeigt gegenüber der ungeleimten keinen Stärkeabfall. Mit den vorliegenden Farbstoffen kann auch in Weichwasser mit voller Farbausbeute gefärbt werden. Die Farbstoffe melieren auf Papier gefärbt nicht, sie neigen nicht zur Papierzweiseitigkeit und sind weitgehend unempfindlich gegen Füllstoff und pH-Schwankungen.
Die mit den erfindungsgemässen Verbindungen hergestellten Papierfärbungen sind klar und brillant und zeichnen sich durch bemerkenswerte Lichtechtheit aus; nach längerem Belichten ändert sich die Nuance Ton- in-Ton. Die gefärbten Papiere zeigen hohe Ausblutechtheiten, sie sind sehr gut nassecht nicht nur gegen Wasser, sondern auch gegen Milch, Fruchtsäfte, gesüsste Mineralwasser, Seifenwasser, Tonicwasser, Kochsalzlösung, Urin etc.; zudem besitzen sie gute Alkoholechtheit.
Papier, das mit den neuen Farbstoffen gefärbt wurde, ist sowohl oxidativ als auch reduktiv bleichbar, was für die Wiederverwendung von Ausschuss- und Altpapier von Wichtigkeit ist.
Faserstoffe, die Holzschliff enthalten, werden mit den vorliegenden Farbstoffen in guter und egaler Qualität gefärbt.
Weiterhin können die Farbstoffe für die Herstellung von gestrichenem Papier Verwendung finden, die auf an sich bekannte Weise erfolgt. Aufgrund ihrer Neigung zur Pigmentierung wird ein verwendbares Füllmittel, z. B. Kaolin, mit den erfindungsgemässen Verbindungen angefärbt und mit dieser Masse dem Papier ein einseitiger Oberflächenanstrich gegeben.
Die Verbindungen der Formel I zeigen auch ein gutes Kombinationsverhalten. Sie sind nicht nur als Selbstfarbstoffe geeignet, sondern können auch in Kombinationen mit anderen Farbstoffen eingesetzt werden. Sie können dabei sowohl als fertige Mischungen Verwendung finden als auch getrennt dem Substrat zugeführt werden. Die mit Verbindungen der Formel I in Kombination mit Farbstoffen, die vergleichbare färberische Eigenschaften haben, erhaltenen Färbungen besitzen gute Echtheiten. Als Mischungspartner geeignet sind substantive Farbstoffe, die bevorzugt kationische oder basische Gruppen tragen. Besonders bevorzugt für solche Mischungen sind Cu-Phthalocyaninfarbstoffe mit kationischen und/oder basischen Gruppen, die gegebenenfalls Sulfonsäuregruppen enthalten. Diese Mischungen liefern brillante Blautöne von hoher Reinheit. Geeignete C-Phthalocyaninfarbstoffe sind beispielsweise in den deutschen Offenlegungsschriften 31 11 199, 32 23 951, 32 48 466 und 33 00 896, in der deutschen Patentschrift 16 21 702, in der europäischen Patent Publikation 1 14 325 und in den U. S.-Patentschriften 37 84 599 und 44 48 722 beschrieben.
Die nachfolgenden Beispiele dienen zur Illustration der Erfindung. In den Beispielen bedeuten alle Teile bzw. Prozente Gewichts- oder Volumteile bzw. -prozente; die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel 1 a) Diazokomponente
37 Teile 2,4-Di(3′-N,N-diäthylaminopropylamino)-6-chlortriazin werden in 200 Teilen Wasser mit so viel Salzsäure verrührt, bis eine klare Lösung entsteht und sich ein pH von 6-7 einstellt. Man trägt dann unter Rühren 18 Teile 1,4-Diaminobenzol-2-sulfonsäure ein, setzt 25 Teile Natriumacetat zu und erhitzt die Suspension auf 90°. Bereits nach kurzer Zeit erfolgt Lösung, nach ca. einer Stunde bei 90° ist die Reaktion beendet. Das Reaktionsgemisch wird auf Raumtemperatur abgekühlt, man erhält 52 Teile der Verbindung der Formel
welche in Lösung bleibt und als Lösung direkt weiterverwendet werden kann.
b) Kupplungskomponente
37 Teile 2,4-Di(3′-N,N-diäthylaminopropylamino)-6-chlortriazin werden in 200 Teilen Wasser mit Salzsäure verrührt, bis ein pH von 6-7 erreicht ist. Anschliessend trägt man 42 Teile 1-(3′-Aminobenzoylamino)- 8-hydroxynaphthalin-3,6-disulfonsäure ein und erhitzt das Gemisch unter Rühren auf 95-100°. Durch Zusatz von Natriumacetat wird dabei der pH bei 3 gehalten. Nach etwa einer Stunde bei 95- 100° ist die Kondensation beendet. Man lässt die entstandene Lösung kaltrühren, wodurch das Reaktionsprodukt kristallin ausfällt. Nach dem Absaugen und Trocknen erhält man 60 Teile der Verbindung der Formel
c) Endprodukt
300 Teile der unter a) erhaltenen Lösung, die 52 Teile der Diazokomponente enthält, werden mit 100 Teilen Eis und 30 Teilen konz. Salzsäure versetzt. Diesem Gemisch tropft man bei 0-5° 27 Teile einer 4 N Natriumnitritlösung zu und lässt noch 30 Minuten nachrühren, worauf die Diazotierung beendet ist. Ein evtl. vorhandener Ueberschuss an salpetriger Säure wird mit wenig Sulfaminsäure zerstört.
80 Teile der unter b) hergestellten Kupplungskomponente werden mit 300 Teilen Wasser verrührt und mit Natronlauge auf pH8-9 eingestellt, wobei Lösung erfolgt. Zu dieser Lösung tropft man die oben hergestellte Diazolösung, während des Zutropfens wird der pH durch Zusatz von Natronlauge bei 8-9 gehalten. Die Kupplung zu einem violetten Farbstoff, der zum Teil ausfällt, setzt sofort ein. Nach beendeter Kupplung werden 100 Teile Natronlauge zugestürzt, wodurch der gebildete Farbstoff vollständig ausfällt. Er wird abdekantiert und im Vakuum bei 60° getrocknet. Man erhält 180 Teile eines dunklen Pulvers, das 110 Teile des Farbstoffes der Formel,
worin jedes X für -NHC3H6N(C2H5)2 steht, enthält.
Dieser Farbstoff ist in saurem bis schwach alkalischem wässrigen Medium sehr gut löslich. In Form des Säureadditionssalzes färbt er Papier in brillanten violetten Tönen an. Die erhaltenen Papierfärbungen zeigen sehr gute Abwasser- und Nassechtheiten und gute Lichtechtheit. Analog der in Beispiel 1 Stufe a) dargelegten Methode können durch Einsatz entsprechender Ausgangsmaterialien weitere Diazokomponenten hergestellt werden. Dabei ist es auch möglich, anstelle des Dikondensationsproduktes (Cyanurchlorid mit gleichen oder verschiedenen basischen Aminogruppen), ein Monokondensationsprodukt zu verwenden, in welchem lediglich ein Chloratom gegen eine basische Aminogruppe ausgetauscht ist, oder ein Dikondensationsprodukt zu verwenden, das neben einer basischen Aminogruppe eine davon oder von Chlor verschiedene Gruppe enthält. Die dafür erforderlichen stufenweisen Kondensationsschritte werden unter an sich bekannten Bedingungen durchgeführt. Die so herstellbaren Diazokomponenten entsprechen der Formel (A),
für welche in der folgenden Tabelle 1 die Variablen angeführt sind. In dieser Tabelle wie in allen folgenden Tabellen bedeutet An⊖ ein Anion aus dem Reaktionsmedium.
Tabelle 1 / Verbindungen der Formel (A)
Beispiele 2-29
Analog der in Beispiel 1 beschriebenen Methode können weitere Verbindungen der Formel I unter Verwendung entsprechender Ausgangsmaterialien hergestellt werden. Sie entsprechen der Formel (B),
für welche in der folgenden Tabelle 2 die Variablen angegeben sind, und färben Papier in Violett-Tönen an. Die Papierfärbungen zeigen gute Eigenschaften bezüglich Abwasserechtheit, Nassechtheiten und Lichtechtheit.
Tabelle 2 / Verbindungen der Formel (B)
Beispiel 30
30,7 Teile 4,4′-Diaminobenzanilid-3′-sulfonsäure werden mit 270 Teilen einer wässrigen, schwach sauren Lösung, die 38 Teile 2,4-Di(3′-N,N- diäthylaminopropylamino)-6-chlortriazin enthält, versetzt. Zu diesem Gemisch gibt man 25 Teile Natriumacetat und erhitzt dann auf 95°, wodurch Lösung erfolgt. Die erhaltene Lösung lässt man zwei Stunden bei 95° rühren und kühlt dann auf Raumtemperatur ab. Anschliessend werden 100 Teile Eis und 30 Teile konz. Salzsäure zugesetzt. Man diazotiert mit 27 Teilen einer 4N Natriumnitritlösung. Die Lösung der so hergestellten Diazoniumverbindung wird dann in eine sodaalkalische Lösung, welche 66 Teile der Kupplungskomponente der Formel
enthält, getropft. Es entsteht eine violette Farbstofflösung, aus der gegen Ende der Kupplung der Farbstoff zum Teil bereits ausfällt. Die Fällung wird durch Zugabe von Natronlauge vervollständigt. Der gebildete Farbstoff wird von der wässrigen Phase abgetrennt und getrocknet. Er entspricht der Formel
worin jedes X für -NHC3H6N(C2H5)2 steht,
der in Form des Säureadditionssalzes Papier in reinen Violettönen färbt. Abwasser- und Nassechtheiten dieser Papierfärbungen und insbesondere die Lichtechtheit sind sehr gut.
Beispiele 31-45
Analog der in Beispiel 30 beschriebenen Methode können weitere Verbindungen der Formel I ausgehend von geeigneten Startverbindungen hergestellt werden. Sie entsprechen der Formel (C),
mit
für welche in der folgenden Tabelle 3 die Variablen angeführt sind.
Diese Verbindungen färben Papier in scharlachroten bzw. violetten Tönen. Die Papierfärbungen zeigen gute Eigenschaften hinsichtlich Licht-, Abwasser- und Nassechtheiten.
In der letzten Kolonne N dieser Tabelle 3 ist jeweils der Farbton der erhaltenen Papierfärbung angegeben; dabei bedeutet
a = violett und b = scharlach.
Tabelle 3 / Verbindungen der Formel (C)
Beispiel 46
Wird analog der in Beispiel 1 beschriebenen Methode gearbeitet, wobei jedoch in Stufe b) 42 Teile 1-(4′-Aminobenzoylamino)-8-hydroxynaphthalin- 3,6-disulfonsäure eingesetzt werden, so erhält man den Farbstoff entsprechend der Formel
worin jedes X für -NHC3H6N(C2H5)2 steht.
Er färbt als Säureadditionssalz Papier in violetten Tönen, die erhaltenen Papierfärbungen zeigen gute Echtheiten.
Beispiele 47-52
Analog der in Beispiel 46 beschriebenen Methode können weitere Verbindungen der Formel I unter Einsatz entsprechender Ausgangsmaterialien hergestellt werden. Sie entsprechen der Formel (D),
für welche in der folgenden Tabelle 4 die Variablen angeführt sind, und färben Papier in violetten Tönen. Diese Papierfärbungen zeigen gute Echtheitseigenschaften.
Tabelle 4 / Verbindungen der Formel (D)
Beispiel 53
Das in Beispiel 1c) hergestellte Endprodukt (enthaltend 110 Teile Farbstoff) wird in noch feuchtem Zustand in 500 Teilen Wasser verrührt und mit 22 Teilen Ameisensäure versetzt. Der Farbstoff geht durch Erwärmen auf 80° vollständig in Lösung. Die Farbstofflösung wird zur Trockne eingedampft, man erhält das Farbstoffsalz entsprechend der Formel,
worin jedes X für -NHC3H6N⊕H(C2H5)2 und
X o für -NHC3H6N⊕H(C2H5)2 HCOO⊖ stehen,
in Pulverform, das eine gute Kaltwasserlöslichkeit besitzt.
Anstelle der in Beispiel 53 verwendeten Ameisensäure können zur Salzbildung auch andere organische Säuren wie Milch-, Essig- und Methoxyessigsäure u. ä. oder Gemische davon eingesetzt werden.
Auf analoge Weise wie in Beispiel 53 beschrieben, können die Farbstoffe der Beispiele 2-6, 9-15, 17, 18, 20-22, 24-27, 29-43 und 45-52 in ihre Säureadditionssalze übergeführt werden.
Beispiel 54
Das gemäss Beispiel 1 erhaltene noch feuchte Endprodukt wird bei Raumtemperatur in eine Lösung aus 20 Teilen Dextrin, 20 Teilen Essigsäure und 500 Teilen Wasser eingetragen und durch Erwärmen auf 80° gelöst. Durch Zerstäubungstrocknung erhält man dunkle Granulate, die sich in Wasser sehr gut lösen und Papier in violetten Tönen färben.
Analog können die Farbstoffsalze der Beispiele 2-52 zu Granulaten verarbeitet werden.
Beispiel 55
Das gemäss Beispiel 1 erhaltene noch feuchte Endprodukt wird in 20 Teile Milchsäure und 250 Teile Wasser eingetragen und unter Erwärmen auf 70° gelöst. Die Lösung wird anschliessend unter Zusatz eines Filterhilfsmittels klärfiltriert. Das Filtrat lässt man auf Raumtemperatur abkühlen und stellt es mit Wasser auf 520 Teile ein. Man erhält eine Farbstofflösung, die bei Raumtemperatur mehrere Monate haltbar ist und direkt oder nach Verdünnen mit Wasser zum Färben von Papier in violetten Tönen eingesetzt werden kann.
Analog können die Farbstoffsalze der Beispiele 2-52 zu stabilen flüssig- wässrigen Farbstoffzubereitungen verarbeitet werden.
Beispiel 56
Man mischt 2 Teile der Farbstofflösung erhalten aus 14 Teilen des bekannten Kupferphthalocyaninfarbstoffes der Formel
[Cu-Pc](SO2NHC3H6N(CH3 2) q
mit q = 2,5-3,5, vorzugsweise 3,1 gelöst in Wasser und Essigsäure, und 1 Teil der Farbstofflösung erhalten aus 10 Teilen des Azofarbstoffes gemäss Beispiel 1 gelöst in Wasser und Milchsäure.
Wird dieses Gemisch gemäss der Methode wie in der folgenden Färbevorschrift G angegeben appliziert, so erhält man Papierfärbungen in brillanten Blautönen, die perfekte Licht- und Nassechtheiten aufweisen.
Anstelle des Farbstoffes aus Beispiel 1 können auch die Farbstoffe der Beispiele 2-52 als Mischungskomponente verwendet werden. Die beschriebenen Farbstoffgemische färben Papier in brillanten Blautönen, die erhaltenen Papierfärbungen zeigen gute Echtheitseigenschaften.
Beispiele 57-65
Werden anstelle der in Beispiel 56 verwendeten Phthalocyanin-Farbstoffkomponente die folgenden Kupferphthalocyanin-Farbstoffe (57) bis (65), die ebenfalls aus der Literatur bekannt sind, oder auch Mischungen davon eingesetzt, so erhält man mit den entsprechend Beispiel 56 hergestellten Mischungen brillant-blaue Papierfärbungen, die sehr gute Echtheitseigenschaften haben.
Die vorstehend angeführten Kupfer-Phthalocyaninfarbstoffe sind beispielsweise aus den folgenden Offenlegungs- bzw. Patentschriften bekannt:
Deutsche Offenlegungsschriften 31 11 199; 32 23 951; 32 48 466 und 33 00 896;
Deutsches Patent 16 21 702;
Europäische Patent Publikation 1 14 325;
U. S.Patente 37 84 599 und 44 48 722.
Applikationsmöglichkeiten der beschriebenen Farbstoffe und Farbstoffgemische sowie der flüssig-wässrigen Färbepräparate sind in den folgenden Vorschriften illustriert.
Färbevorschrift A
In einem Holländer werden 70 Teile chemisch gebleichte Sulfitcellulose aus Nadelholz und 30 Teile chemisch gebleichte Sulfitcellulose aus Birkenholz in 2000 Teilen Wasser gemahlen. Zu dieser Masse streut man 0,2 Teile des Farbstoffes gemäss Beispiel 1c) (als Säureadditionssalz, z. B. gemäss Beispiel 53) oder gibt 2,0 Teile des flüssigen Farbstoffpräparates gemäss Beispiel 55 zu. Nach 20 Minuten Mischzeit wird daraus Papier hergestellt. Das auf diese Weise erhaltene saugfähige Papier ist in allen Fällen violett gefärbt. Das Abwasser ist praktisch farblos.
Färbevorschrift B
0,3 Teile des Farbstoffpulvers gemäss Beispiel 1c) (als Säureadditionssalz gemäss Beispiel 53) werden in 100 Teilen heissem Wasser gelöst und auf Raumtemperatur abgekühlt. Die Lösung gibt man zu 100 Teilen chemisch gebleichter Sulfitcellulose, die mit 2000 Teilen Wasser in einem Holländer gemahlen wurde. Nach 15 Minuten Durchmischung wird auf übliche Art mit Harzleim und Aluminiumsulfat geleimt. Papier, das aus diesem Material hergestellt wird, zeigt eine violette Nuance und besitzt gute Abwasser- und Nassechtheiten.
Färbevorschrift C
Eine saugfähige Papierbahn aus ungeleimtem Papier wird bei 40-50° durch eine Farbstofflösung folgender Zusammensetzung gezogen:
 0,3 Teiledes Farbstoffs gemäss Beispiel 1c) (als Säureadditionssalz, z. B. gemäss Beispiel 53) oder 3 Teile des flüssigen Färbepräparates aus Beispiel 55  0,5 TeileStärke und 99,0 TeileWasser.
Die überschüssige Farbstofflösung wird durch zwei Walzen abgepresst. Die getrocknete Papierbahn ist violett gefärbt.
Auf analoge Weise wie in den Vorschriften A bis C angeführt kann auch mit den Farbstoffen der Beispiele 2-52 (in geeigneter Salzform) oder mit Präparationen davon gemäss Beispiel 54 oder 55 gefärbt werden. Die erhaltenen Papierfärbungen haben ein hohes Echtheitsniveau.
Färbevorschrift D
0,2 Teile des Farbstoffes aus Beispiel 1 als (Säureadditionsalz, z. B. gemäss Beispiel 53) werden in 4000 Teilen enthärtetem Wasser bei 40° gelöst. Man bringt 100 Teile vorgenetztees Baumwollgewebe in das Bad ein und erhitzt in 30 Minuten auf Siedetemperatur. Das Bad wird während einer Stunde bei Siedetemperatur gehalten, wobei von Zeit zu Zeit das verdampfte Wasser ersetzt wird. Hierauf wird die Färbung aus der Flotte herausgenommen, mit Wasser gespült und getrocknet. Der Farbstoff zieht praktisch quantitativ auf die Faser auf; das Färbebad ist annähernd farblos. Man erhält eine violette Färbung von guter Lichtechtheit und guten Nassechtheiten.
Analog können die Farbstoffe der Beispiel 2-52 zum Färben von Baumwolle eingesetzt werden.
Färbevorschrift E
100 Teile frisch gegerbtes und neutralisiertes Chromnarbenleder werden in einer Flotte aus 250 Teilen Wasser von 55° und 0,5 Teilen des nach Beispiel 1 hergestellten Farbstoffes (als Säureadditionssalz) während 30 Minuten im Fass gewalkt und im gleichen Bad mit 2 Teilen eines anionischen Fettlickers auf sulfonierter Tranbasis während weiterer 30 Minuten behandelt. Die Leder werden in der üblichen Art getrocknet und zugerichtet. Man erhält egal gefärbtes Leder in violetten Tönen.
Auf analoge Weise kann mit den Farbstoffen der Beispiel 2-52 gefärbt werden.
Weitere niederaffine, vegetabil nachgegerbte Leder können ebenfalls nach bekannten Methoden gefärbt werden.
Färbevorschrift F
Ein aus 60% Holzschliff und 40% ungebleichtem Sulfitzellstoff bestehender Trockenstoff wird im Holländer mit so viel Wasser angeschlagen und bis zum Mahlgrad 40°SR (Grad Schopper-Riegler) gemahlen, dass der Trockengehalt etwas über 2,5% liegt; anschliessend wird mit Wasser auf exakt 2,5% Trockengehalt an Dickstoff eingestellt.
200 Teile dieses Dickstoffes werden mit 5 Teilen einer 0,25%igen wässrigen Lösung des Farbstoffes gemäss Beispiel 1c) versetzt und ca. 5 Minuten verrührt. Nach Zugabe von 2% Harzleim und 4% Alaun (bezogen auf Trockenstoff) wird wiederum einige Minuten homogen verrührt. Man verdünnt die Masse mit ca. 500 Teilen Wasser auf 700 Teile und stellt hieraus in bekannter Weise durch Absaugen über einen Blattbildner Papierblätter her. Die Papierblätter weisen eine intensiv violette Färbung auf.
Auf analoge Weise kann das Massefärben von Papier auch mit den Farbstoffen der Beispiel 2-52 erfolgen. In allen Fällen zeigt das Abwasser eine bemerkenswert geringe Konzentration an Farbstoff.
Färbevorschrift G
Ein aus 50% gebleichtem Birkensulfatzellstoff und 50% Fichtensulfatzellstoff bestehender Trockenstoff wird im Holländer mit Wasser bis zu einem Mahlgrad von 35%SR gemahlen. Man stellt mit Wasser auf 2,5% Trockengehalt an Dickstoff ein, anschliessend wird die Suspension auf pH 7 eingestellt.
200 Teile des Dickstoffs werden mit 10 Teilen einer 0,5%igen wässrigen Lösung der in Beispiel 56 angegebenen Einstellung an Farbstoffgemisch versetzt und 5 Minuten verrührt. Man verdünnt mit 500 Teilen Wasser und bildet nach bekannter Weise Papierblätter durch Absaugen über einem Blattbildner. Die erhaltenen Papierblätter sind brillant blau gefärbt.
Auf annaloge Weise wie in dieser Vorschrift G beschrieben können weitere Farbstoffgemische eingesetzt werden, wobei in der obigen Mischung entweder ein Farbstoff der Beispiele 2-52 und/oder ein Cu-Phthalocyaninfarbstoff angeführt als Verbindungen Nr. (57)-(65) verwendet werden. In allen Fällen werden Papierblätter von brillant blauem Farbton gebildet.

Claims (21)

1. Verbindungen der Formel I oder ein Salz davon, worin
m für 0 oder 1,
n 1 und n 2, unabhängig voneinander, für 0 oder 1 stehen mit der Massgabe, dass n 1 + n 2 1 oder 2 bedeutet,
jedes R1, unabhängig voneinader, Wasserstoff, C1-4Alkyl oder durch Hydroxy, Halogen, Cyan oder C1-4Alkoxy substituiertes C1-4Alkyl,
X1 und X3, unabhängig voneinander, Halogen, OH, NH2, C1-4Alkyl, C1-4Alkoxy, Phenyl, Phenoxy; oder eine aliphatische, cycloaliphatische, aromatische oder heterocyclische Aminogruppe, welche protonierbare Stickstoffatome oder quaternäre Ammoniumgruppen tragen kann,
X2 und X4, unabhängig voneinander, eine aliphatische, cycloaliphatische, aromatische oder heterocyclische Aminogruppe, welche protonierbare Stickstoffatome oder quaternäre Ammoniumgruppen trägt,
bedeuten, oder Gemische von Verbindungen der Formel I, deren Salze und Säureadditionssalze.
2. Verbindungen gemäss Anspruch 1, worin jedes R1 für R1b steht und unabhängig voneinander Wasserstoff, Methyl oder 2-Hydroxyäthyl bedeutet.
3. Verbindungen gemäss Anspruch 1 oder 2, worin jede aliphatische, cycloaliphatische, aromatische oder heterocyclische Aminogruppe als X1 bis X4, die protonierbare Stickstoffatome oder quaternäre Ammoniumgruppen trägt, für die Gruppe Z steht und jedes Z unabhängig voneinander bedeutet; worin
p für 0 oder eine ganze Zahl von 1-3,
jedes R1, unabhängig voneinander, für Wasserstoff, C1-4Alkyl oder durch Hydroxy, Halogen, Cyan oder C1-4Alkoxy substituiertes C1-4Alkyl,
jedes R2 und R3, unabhängig voneinander, für Wasserstoff, C1-6Alkyl, durch Hydroxy oder Cyan substituiertes C2-6Alkyl; Phenyl oder Phenyl-C1-4alkyl, deren Phenylring unsubstituiert oder durch eine bis drei Gruppen aus der Reihe Chlor, C1-4Alkyl und C1-4Alkoxy substituiert ist; C5-6Cycloalkyl oder durch eine bis drei C1-4Alkylgruppen substituiertes C5-6Cycloalkyl stehen, oder R2 und R3 zusammen mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen Ring bilden, der 1-3 Heteroatome einschliesst und zwar zusätzlich zu N ein oder zwei weitere N, O oder S, wobei der heterocyclische Ring unsubstituiert oder durch eine oder zwei C1-4Alkylgruppen substituiert ist,
jedes R4 und R5, unabhängig voneinander, eine der nicht-cyclischen oder cyclischen Bedeutungen von R2 und R3 ausgenommen Wasserstoff haben, und
R6 C1-4Alkyl oder Benzyl bedeutet, oder
R4, R5 und R6 zusammen mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen Pyridiniumring bilden, der unsubstituiert oder durch eine oder zwei Methylgruppen substituiert ist,
Q1 für C2-8Alkylen, durch eine oder zwei Hydroxygruppen substituiertes C3-6Alkylen, C1-6Alkylen-1,3- oder -1,4-phenylen, 1,3- oder 1,4-Phenylen, oder -*NHCOCH2-, worin das mit *) markierte Atom an -NR1- gebunden ist,
jedes Q2, unabhängig voneinander, für C2-8Alkylen, durch eine oder zwei Hydroxygruppen substituiertes C3-6Alkylen, C1-6Alkylen- 1,3- oder -1,4-phenylen, oder 1,3- oder 1,4-Phenylen,
Q3 für C2-8Alkylen,
R7 für Wasserstoff, C1-6Alkyl oder durch Hydroxy, Cyan, Chlor oder Phenyl substituiertes C1-6Alkyl,
R8 für C1-6Alkyl oder durch Hydroxy, Cyan oder Chlor substituiertes C1-6Alkyl, und
An⊖ für ein nicht-chromophores Anion stehen.
4. Verbindungen gemäss Anspruch 3, worin jedes Z für Za steht und jedes Za, unabhängig voneinander, eine Gruppe bedeutet, worin
p′ für 0 oder 1,
jedes R1b, unabhängig voneinander, für Wasserstoff, Methyl oder 2-Hydroxyäthyl,
Q1a für -*NHCOCH2-, wobei das mit *) markierte Atom an -NR1b- gebunden ist, unsubstituiertes C-6Alkylen, monohydroxysubstituiertes C3-4Alkylen, -(CH2)1-4-1,3- oder 1,4-Phenylen, oder 1,3- oder 1,4-Phenylen,
jedes Q2b und Q3b für lineares C2-6Alkylen,
jedes R2b und R3b, unabhängig voneinander, für Wasserstoff, unsubstituiertes C1-4Alkyl oder 2-Hydroxyäthyl stehen, oder R2b und R3b zusammen mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen Morpholin-, Piperidin-, Piperazin- oder N-Methylpiperazin- Ring bilden,
jedes R4b und R5b, unabhängig voneinander, für unsubstituiertes C1-4Alkyl oder 2-Hydroxyäthyl, und
R6a für Methyl, Aethyl oder Benzyl stehen, oder
R4b, R5b und R6a zusammen mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen Pyridiniumring bilden, der unsubstituiert oder durch Methyl substituiert ist,
R7b für Wasserstoff, Methyl, Aethyl oder 2-Hydroxyäthyl,
R8b für Methyl, Aethyl oder 2-Hydroxyäthyl, und
An⊖ für ein nicht-chromophores Anion stehen.
5. Verbindungen gemäss einem der Ansprüche 1-4, worin
jedes X1 und X3 für X1a und X3a steht und X1a und X3a, unabhängig voneinander, Chlor, Hydroxy, Amino, Methyl, Methoxy, Phenyl, Phenoxy, Mono(C1-4alkyl)amino, Di(C1-2alkyl)amino, Mono- (hydroxy-C2-4alkyl)amino, Di(hydroxy-C2-4alkyl)amino, Phenylamino, dessen Phenylring unsubstituiert oder durch Chlor, Methyl oder Methoxy monosubstituiert ist; Piperidino, Morpholino, Piperazino, N-Methylpiperazino oder eine Gruppe Za, wie in Anspruch 4 definert, bedeuten, und
jedes X2 und X4 für X2a und X4a, unabhängig voneinander, eine Gruppe Za, wie in Anspruch 4 definiert, bedeuten.
6. Verbindungen gemäss einem der Ansprüche 1*t5, worin eines von n 1 und n 2 für 1, und das andere für 0 steht.
7. Verbindungen gemäss einem der Ansprüche 1-6, worin die Gesamtzahl der als X1-X4 anwesenden basischen oder kationischen Gruppen Z gleich oder grösser ist als die Gesamtzahl der im Molekül anwesenden Sulfogruppen.
8. Verbindungen gemäss Anspruch 1 oder 7, welche der Formel Ia entsprechen, und Salze davon, worin
eines von n 1 und n 2 für 1, und das andere für 0 steht, wobei die Amino- bzw. Amidogruppe in 4- oder 5-Stellung der Sulfobenzol-Diazokomponente, und die Triazinylaminogruppen in 3′- oder 4′- bzw. in 3″- oder 4″-Stellung der jeweiligen Phenylringe gebunden sind,
jedes X1b und X3b, unabhängig voneinander, für Chlor, Hydroxy, Amino, Mono(C1-2alkyl)amino, Mono(hydroxy-C2-4alkyl)amino, Di- (hydroxy-C2-4alkyl)amino oder eine Gruppe Zb, wie unten definiert, steht,
jedes X2b und X4b, unabhängig voneinander, eine Gruppe Zb bedeutet und
Zb für steht, worin
Q1b unsubstituiertes C2-6Alkylen,
Q3c Aethylen oder 1,3-Propylen,
jedes R2b und R3b, unabhängig voneinander, Wasserstoff, unsubstituiertes C1-4Alkyl oder 2-Hydroxyäthyl bedeuten, oder R2b und R3b zusammen mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen Morpholin-, Piperidin-, Piperazin- oder N-Methylpiperazin- Ring bilden,
jedes R4b und R5b, unabhängig voneinander, unsubstituiertes C1-4Alkyl oder 2-Hydroxyäthyl, und
R6b Methyl bedeuten, oder
R4b, R5b und R6b zusammen mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen Pyridiniumring bilden, der unsubstituiert oder durch Methyl monosubstituiert ist,
R7b für Wasserstoff, Methyl oder 2-Hydroxyäthyl,
R8b für Methyl oder 2-Hydroxyäthyl, und
An⊖ für ein nicht-chromophores Anion stehen.
9. Verbindungen gemäss Anspruch 8, worin X1b für X1d, X2b für X2d, X3b für X3d und X4b für X4d stehen und jedes X1d-X4d, unabhängig voneinander, für Zd als Gruppe steht, worin
Q1c und Q3c Aethylen oder 1,3-Propylen,
jedes R2c und R3c, unabhängig voneinander, Wasserstoff, Methyl oder Aethyl,
jedes R4c und R5c, unabhängig voneinander, Methyl oder Aethyl, und An⊖ ein nicht-chromophores Anion bedeuten.
10. Verbindungen gemäss Anspruch 8 oder 9, worin n 2 für 1 steht.
11. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, definiert in Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Diazioniumsalz einer Verbindung der Formel II, worin R1, X1, X2 und n 1 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben, mit einer Verbindung der Formel III, worin R1, X3, X4, m und n 2 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben,
in schwach saurem bis alkalischem Reaktionsmedium kuppelt.
12. Lagerstabile, flüssig-wässrige Farbstoffpräparation enthaltend eine Verbindung der Formel I, definiert in Anspruch 1, in wasserlöslicher Salzform.
13. Feste, granulierte Farbstoffpräparation enthaltend eine Verbindung der Formel I, definiert in Anspruch 1, in wasserlöslicher Salzform.
14. Farbstoffmischung, dadurch gekennzeichnet, dass diese aus
  • a) einer Verbindung der Formel I, definiert in Anspruch 1, oder einem Gemisch davon, und
  • b) einem Kupferphthalocyanin-Farbstoff, der basische und/oder kationische Gruppen enthält, oder einem Gemisch davon,
besteht.
15. Verfahren zum Färben oder Bedrucken von hydroxygruppen- oder stickstoffhaltigen organischen Substraten, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einer Verbindung der Formel I, definiert in Anspruch 1, in wasserlöslicher Salzform oder mit einer Präparation gemäss Anspruch 12 oder 13 oder mit einer Farbstoffmischung gemäss Anspruch 14 färbt oder bedruckt.
16. Verfahren gemäss Anspruch 15 zum Färben oder Bedrucken von Papier, Leder oder Textilmaterialien, die aus natürlicher oder regenerierter Cellulose bestehen oder diese enthalten.
17. Verfahren zum Färben von Glas oder Glasprodukten, dadurch gekennzeichnet, dass man mit einer Verbindung der Formel I, definiert in Anspruch 1, oder mit einer Farbstoffmischung gemäss Anspruch 14 färbt.
18. Die gemäss einem der Ansprüche 15-17 gefärbten oder bedruckten Materialien.
19. Verfahren zur Herstellung von Tinten, dadurch gekennzeichnet, dass man dazu eine Verbindung der Formel I, definiert in Anspruch 1, einsetzt.
20. Die gemäss dem Verfahren nach Anspruch 19 hergestellten Tinten.
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