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Trockentrommel. Die Erfindung betrifft eine Trockentroinmel derjenigen
Art, bei welcher schaufelförmig angeordnete Seitenwände und schlitzförmige Öffnungen
für den Zutritt von Heizgasen zwischen je zwei benachbarten Schaufelwänden vorgesehen
sind.
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Erfindungsgemäß sind die Schaufelwände gegeneinander in einem `Dinkel
geneigt, dessen äußerer Schenkel die durch den Schlitz unterbrochene Schaufelwand
bildet, während der andere Schenkel in das Innere der Trommel hineinragt.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar
ist in Abb. i ein senkrechter Längsschnitt gezeigt.
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Ablr. 2 und 3 sind zwei senkrecht zur Achse geführte Schnitte.
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Die Trockentrommel besteht aus einem aus schaufelförmigen Teilen zusammengesetzten
prismatischen Mantel a von gleichseitig sechseckigem Querschnitt, der sich um seine
Achse b dreht; letztere ist zur Wagerechten geneigt und als rohrförmige Welle ausgebildet,
deren Enden über -den Mantel hinausragen und in Gelenklagern ruhen, welche eine
geringe eBeweglichkeit zulassen. Die Welle b trägt eine Reihe von Speichen, die
in zweierlei Weise ausgebildet sind, und zwar erstens als zwei parallele Gruppen
von Rohrspeichen c und zweitens als eine Reihe von parallelen Gruppen von Stangenspeichen
1;, welche regelmäßig über die ganze Länge der Troinniel verteilt sind. Die Rohrspeichen
c erstrecken sich von der Welle b nach allen sechs Ecken des Prismas, während die
Stangenspeichen lz die Welle 1? mit jeder zweiten Ecke des Prismas verbinden. Die
Speichenarme c stehen mit dein Tromnielniantel durch Muffen e in Verbindung, die
an der Außenseite mit zwei zueinander geneigten, ebenen Flächen ausgestattet sind,
tun Längseisen f aufzunehmen, und die eine Ausnehmung besitzen, durch welche Rüststangen
g hindurchgeführt sind. Das Außenende eines jeden Speichenarmes h trägt ein Winkelstück
1, welches außen mit zwei zueinander geneigten, ebenen Flächen zur Aufnahme der
Längseisen f ausgestattet ist.
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Die Speichenarme c tragen in gewissem Abstand von der Welle b eine
bluffe in' mit einer ebenen Anlegefläche für Längseisen it. An den Speichenarmen
k ist in dem gleichen Abstand von der Welle b j e ein Winkeleisen in= befestigt,
welches ebenfalls eine Anlegefläche für die Längseisen it aufweist, so daß die Längseisen
it symmetrisch um die Welle b und parallel zu ihr verlaufen.
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Zwischen den benachbarten Längseisen it und f sind Blechplatten o
gelegt, welche über die ganze Länge der Trommel verlaufen; dabei erstreckt sich
jede Platte o von dein einen Eckwinkel des Prismas bis zur Speichenebene des nächsten
Eckwinkels. Die Längseisen f tragen ferner Blechplatten p, welche in einer Ebene
verlaufen, die die beiden benachbarten Ecken des Prismas verbindet. Die Blechplatten
p erstrecken sich von den Winkelstücken 1 nicht ganz bis zur benachbarten Ecke des
Prismas, so @daß schlitzförmige Öffnungen r entstehen, welche in den Raum -zwischen
j e zwei benachbarten Platten p und o führen. Die freien Kanten der Platten p und
o besitzen eingelogene Ränder q. Zwecks Versteifung der freien Kanten der Platten
o und p können - nicht gezeichnete - Streben u. dgl. vorgesehen sein.
Durch
die Platten o und p werden die Seitenwände von Schaufeln gebildet, in welchen das
zu trocknende Gut Aufnahme findet. Diese Seitenwände sind, in einem Winkel
o, p
gegeneinander geneigt, dessen äußeren Schenkel p die durch den Schlitz
r unterbrochene Schaufelwand bildet, während der andere Schenkel o in das
Innere der Trommel ragt. Die so ausgebildete Trommel ist im Trockenkanal angeordnet,
welcher in seinem unteren Teil eine oder mehrere Leitungen s' mit öffnungen s" für
den Eintritt von Heizgasen in den Kanal aufweist.
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Das zu trocknende Gut wird an dem höher gelegenen Ende der Trommel
durch den Stutzen x eingeführt und durchläuft sie gegen das tiefer gelegene Ende
zu, aus welchem es auf die Fallrinne s"' entleert wird. Die Heizgase dringen in
bekannter Weise in die Trommel durch die Schlitze r ein, wie durch Pfeile H angegeben,
durchziehen die Trommel in entgegengesetzter Richtung zum Lauf des Gutes und werden
aus ihr durch eine Sangleitung s abgeleitet, welche an dem oberen Stirnende der
Trommel angeordnet ist: Die Trommel dreht sich mit Bezug auf die Abb. z und 3 im
Sinne des Uhrzeigers, so daß das einströmende Gut in die jeweilig am tiefsten gelegene
Schaufel o, p gelangt und sich infolge der Neigung zur Wagerechten auf einer
gewissen Länge parallel zur Welle b ausbreitet. Gleichzeitig breitet es sich in
dein Maße, wie die Trommeldrehung fortschreitet, auf dem Blech o senkrecht zur Welle
b aus und strömt, sobald die Lage dieses Bleches o die wagerechte Ebene überschritten
hat, nach der nächst tieferen Schaufel o, p üter. Der freie Rand .des Bleches o
bildet dabei die Überfallkante, von welcher .das Gut in Form einer dünnen Schicht
regenartig lotrecht herabrieselt. Diese lotrechte Schicht wird unter allen Umständen
von den Heizgasen durchdrungen.
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Das Überlaufen des Gutes erfolgt während -einer gewissen Zeitspanne,
während welcher die Blechplatte o der darunter befindlichen Schaufel eine bestimmte
Winkelverstellung erfährt, so daß der stets lotrecht fallende Strom des Gutes nicht
auf ein und dieselbe Stelle der Platte o, sondern auf eine Reihe von Stellen nacheinander
herabfällt. Die auf der jeweilig oberen Schaufel am nächsten zu ihrer Überlaufkante
liegenden Teile des Gutes, welche zuletzt aus dem Stutzen x zugeströmt waren, sowie
das unmittelbar in die jeweilig unterste Schaufel aus dem Stutzen eintretende Gut,
welche somit der Berührung mit .den erhitzten Platten und den Heizgasen die kürzeste
Zeit unterworfen waren, gelangen aber beim Überströmen in die jeweilig unterste
Schaufel, und zwar an diejenige Stelle der letzteren, welche von der Überlaufkante
dieser unteren Schaufel am weitesten entfernt ist, so daß sie den längsten Weg bis
zu dieser Überlaufkante durchlaufen müssen und dementsprechend länger der Trocknung
ausgesetzt werden. Außerdem verläuft die Neigung der Seitenwand o der unteren Schaufel
derart, daß das überlaufende Gut zur Zutrittstelle !der Heizgase zurückfällt und
nochmals getrocknet wird, bevor es bei weiterer Drehung der Trommel in die jeweilig
unterste Schaufel entleert wird. Zuletzt wird aus der oberen Schaufel das zuerst
ihr zugeleitete Gut in die unterste Schaufel entleert und gelangt auf solche Stellen
dieser letzteren, die der Überlaufkante näher gelegen sind, so daß es verhältnismäßig
kurze Zeit in Berührung mit der Schaufel und den Gasen verbleibt. Auf diese Weise
unterliegt die gesamte Masse des Gutes beim Übergang aus der einen Schaufel in die
nächstuntenliegende einer Durchmischung, durch welche das Überhitzen einzelner Teile
vermieden wird, bis das Gut in gleichmäßig trockenem Zustande am unteren Ende der
Trommel entleert wird. Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Einrichtung besteht
darin, daß die Beschickungsöffnung in der Nähe der jeweilig untersten Schaufel gelegen
ist, so daß die Fallhöhe beschränkt wird, andernteils ist .die Fallhöhe von der
Überlaufkante der oberen nach der nächstuntengelegenen Schaufel ebenfalls gering,
so daß selbst sehr empfindliche und zerbrechliche Güter dem Trocknen ohne Schaden
unterworfen werden können.'