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Waschvorrichtung für Einarmige. Gegenstand der Erfindung ist eine
Waschvorrichtung für Einarmige und Armunfallverletzte, die auf den Rand des Waschbeckens
abnehmbar aufgesetzt werden kann.
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Bei der Benutzung solcher Waschvorrichtungen durch anarmige muß der
Widerstand, den die Bürste bei ihrer Benutzung zu leisten hat, lediglich von der
Befestigungsvorrichtung aufgenommen werden. Die bekannten Vorrichtungen bestehen
nun durchweg in nur zwei einander gegenüberliegenden Klemmbacken, die zur Befestigung
der Bürste gegeneinandergepreßt werden. Die Bürste ist also immer nur zwischen zwei
einander gegenüberliegenden Punkten eingespannt, und diese Befestigung genügt nicht,
um der Bürste an dem Rand des Waschbeckens oder des Ausgusses einen festen Halt
zu gewähren. Bei der Benutzung neigt sich dann die Bürste nach der einen oder anderen
Seite hin, so daß ein bequemes und sorgfältiges Reinigen der Hand und des Armes
nicht zu erreichen ist. Ferner haben bekannte Waschvorrichtungen den Nachteil, daß
infolge der Anbringungsart der Bürste, bei deren Gebrauch der Fußboden und die Wände
mit Wasser bespritzt werden oder
daß, wenn dies vermieden wird,
sich die Bürste so tief im Waschhecken befindet, (laß sich der Einarmige mit Mühe
gerade die Hand, nicht aber auch den Arin «-aschen kann.
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Durch die vorliegende Erfindung soll durch eine einfache Ausführung
der Waschvorrichtung einmal der Bürste ein durchaus sicherer Halt an dem Rande des
U'aschbeckens oder des Ausgusses dadurch gegel;en werden, dal3 die Befestigungsvorrichtung
aus zwei <furch Schienen nachgiebig miteinander verbundenen Kähnlichen Klemmen
besteht, die in ihrem unteren Teil Kleininbacken l@ilden, so daß die Befestigungsvorrichtung
zwei Befestigungspunkte für den Bürstenträger besitzt. Dadurch, daß die Bürste durch
zwei Befestigungspunkte festgestellt wird, @rliält sie einen durchaus sicheren Halt
gegen Verkanten, und dadurch, daß die @efestigungskleinmen durch Schienen nachgiebig
miteinangler verbunden sind, paßt die Vorrichtung auf jedes Waschbecken und jeden
Ausguß, gleichgültig, welche Krümmung dessen Rand t#esitzt. In ihrem o';ereii Teil
sind die Kleininfacken als Kreisführung für den Bürstenträger ausgebildet, an dein
die Bürste drehbar und feststellbar angebracht ist. Dadurch wird es erniiiglicht,
in einfachster Weise die Bürgte in jeder geeigneten Stellung zu dein Becken in eine
solche Lage zu bringen, (laß inan nicht mir die Hand, sondern auch den Arm lins
in die Achselhöhle hinein mit der Bürste «-aschen kann, ohne daß dabei (-ler Fußhoden
oder die Wände bespritzt werden.
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Die Kreisführungen für die Bürste ermöglichen es, die Bürste in der
Elkene der Kreisführungen uin fast 36c)° zu bewegen, und die drehbare Anordnung
der Bürste an dein Bürstenträger gestattet eine Drehung der Bürste um 36o' senkrecht
zur Bewegtitigsebene des Bürstenträgers, so (laß man also die Bürste in jeder beliebiger.
Stellung zu dein Becken feststellen kann. Dabei ist die neue Einrichtung so einfach
in ihrer Herstellunh, daß diese Waschvorrichtung sich nicht teurer stellt als die
bekannten, «-eiiger tauglichen Vorrichtungen.
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Die Zeichnung zeigt die neue Waschvorrichtung in Abb. i in Seitenansicht,
in Abb. 2 in einer Draufsicht und in Abb. 3 in einem Querschnitt, während Abb. d.
ein Wasch hecken mit der daran befestigten 'Vorrichtung schaubildlich zur Darstellung
bringt.
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Die Klemmen i und 2 sind durch die Schienen 3 und d. und die Schrauben
5 und 6 gelenkig miteinander verbunden; gleichzeitig dienen die Schrauben 5 und
6 zum Zusaminenpressen der Klemmen.
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Jede Klemme i und 2 weist in ihrem unteren Teil die beiden Klemmbacken
8, 8 auf, während sie in ihrem oberen Teil ; kreisfi@rniig gestaltet und mit einem
Führungsschlitz 9 versehen ist. Eine Schiene i i ist an ihren Enden mit Flügelschrauben
io, io versehen, die durch die Schlitze g, 9 der Klemmen hindurchgreifen
und die Schiene i i an den Kreisführungen;, 7 feststellen. An der Schiene i z ist
ein Rohr 13 fest angeordnet, in «-elchen ein Bolzen 14 drehbar ist, der durch eiir:
Flügelmutter 15 festgestellt werden kann. An dein Bolzen 14 ist die Bürste 16 i;efestigt.
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Die beiden Klemmen i und -2 werden aus der in Abü.4 ersichtlichen
Weise auf den Rand icg des @jeckens 2o aufgescho!}eii. Dadurch, daß die Klemmen
1, 2 nicht fest, solidern mir lose mit den Schienen 3 und :t verbunden sind, können
sie sich jeder Krüniniungsform des Beckens anpassen. Zierden dann die Flügelmuttern
5 festgezogen, so 1"ekommt die Vorrichtung einen vollkommen sicheren Halt auf dem
Beckenrande. Die Schiene i i kann in den Schlitzführungen g in Richtung des Pfeiles
z2 (Ahh. 3) beliebig verschoben und dann durch die Flügelschrauben io festgestellt
werden, und die Bürste 16 kann mittels des Bolzens 14. in Richtung des Pfeile, 17
(Abb. 2) beliebig gedreht und dann durch die Flügelmutter 15 festgestellt werden.
Dadurch ist es dein Einarmigen ohne Schwierigkeit möglich, die Bürste in jede erforderliche
Lage zu bringen.
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Bringt man die Bürste 16 in die in Abb. 3 mit punktierten Linien gezeichnete
Lage, so kann man den Aufhänger des Handtuches um die Flügelmutter 15 legen, und
der Einarmige kann das Handtuch, wenn er es anzieht, l;equem zum Alltrocknen der
Hand verwenden.