DE3705353A1 - Automatische cueing-vorrichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine automatische Cueing-Vorrichtung,
die bei einer Vorrichtung zum Wiedergeben von Ton- oder
Audiosignalen verwandt wird, die auf ein Magnetband aufge
zeichnet sind.
Es sind gegenwärtig Kompaktmagnetbandcassettenrekorder, PCM-
Wiedergabevorrichtungen für 8 mm-Videobandrekorder usw. als
Vorrichtungen bekannt, die Audiosignale wiedergeben, die auf
ein Magnetband aufgezeichnet sind.
Wenn diese Signale mit diesen Vorrichtungen wiedergegeben
werden, ist das Band nicht immer vollständig rückgespult, es
kommt vielmehr häufig vor, daß die Signale von einer Stelle
in der Mitte des Bandes aus wiedergegeben werden.
Wenn es folglich erwünscht ist, daß das Band an den Anfang
einer Melodie gesetzt wird, ist es notwendig, das Band vor-
oder zurückzubewegen, was insofern unzweckmäßig ist, als die
ser Arbeitsvorgang eine gewisse Zeit benötigt.
Zum Wiedergeben einer Art von Bändern, bei denen ein auf
zeichnungsfreier Bereich zwischen zwei aufeinander folgenden
Melodien vorhanden ist, beispielsweise einem Band, auf das
nur eine Begleitung aufgezeichnet ist usw., ist dann, wenn
das Band eine Position in der Mitte einer Melodie hat, ein
Cueing, d.h. ein Abhörung notwendig.
Durch die Erfindung soll eine automatische Cueing-Vorrichtung
geschaffen werden, die eine Wiedergabe vermeidet, die in der
Mitte einer Melodie beginnt.
Dazu umfaßt die erfindungsgemäße automatische Cueing-
Vorrichtung eine Magnetaufzeichnungs- und-wiedergabe-
Einrichtung zum Wiedergeben von digitalen Signalen, die
aus einer Tonkodierung und einer Subkodierung bestehen,
die sich auf die Speicherstelle jeder auf einem Aufzeich
nungsträger gespeicherten Melodie bezieht, eine Erkennungs
einrichtung zum Erkennen der Tonkodierung und der Subkodie
rung in den digitalen Signalen, einen ersten und einen zwei
ten Speicher zum Speichern der in dieser Weise erkannten
Tonkodierung und Subkodierung jeweils und eine Steuereinrich
tung, die beurteilt, ob der Anfang einer Melodie, der der
Subkodierung entspricht, die im zweiten Speicher gespeichert
ist, wiedergegeben wird oder nicht,und dann, wenn das nicht
der Fall ist, dafür sorgt, daß ein Antriebsmechanismus für
den Aufzeichnungsträger der Magnetaufzeichnungs- und-wieder
gabeeinrichtung einen Suchvorgang durchführt und den Suchvor
gang beendet, wenn das Band am Anfang angeordnet ist.
Bei einem digitalen Tonbandgerät werden beispielsweise nicht
nur die Tonsignale über eine Pulskodemodulation aufgezeichnet
sondern kann auch eine Information als Subkodierungsdaten auf
gezeichnet werden, die sich auf die Aufzeichnungsposition auf
dem Band,beispielsweise auf die Nummer der Melodie, die Lauf
zeit der Melodie, das Startzeichen usw. bezieht.
Erfindungsgemäß werden diese Subkodierungsdaten für das Band
ausgenutzt, auf das diese aufgezeichnet sind.
Im folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnung ein beson
ders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher be
schrieben. Es zeigen
Fig. 1 in einem Blockschaltbild den Aufbau des Ausführungs
beispiels der erfindungsgemäßen automatischen
Cueing-Vorrichtung,
Fig. 2 in einem Blockschaltbild den Aufbau eines digitalen
Tonbandgerätes mit dem Ausführungsbeispiel der er
findungsgemäßen automatischen Cueing-Vorrichtung,
Fig. 3A und 3B den Bezug zwischen den wiedergegebenen Signalen
und den digitalen Signalen,
Fig. 4 den Aufbau eines Speichers mit direktem Zugriff
RAM für die Subkodierungsdaten,
Fig. 5A und 5B Signalwellenformen, die ein konkretes Beispiel
der Subkodierungsdaten angeben,
Fig. 6 eine Signalwellenform zur Erläuterung des Anschalt
signals für den Motor der Bandspule und
Fig. 7 ein Flußdiagramm zur Erläuterung der Arbeitsweise
des Systemsteuerteils.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
eines digitalen Tonbandgerätes beschrieben.
Fig. 1 zeigt in einem Blockschaltbild den Aufbau des Ausfüh
rungsbeispiels der erfindungsgemäßen automatischen Cueing-
Vorrichtung mit einem Eingang 1 für die wiederzugebenden Signale,
einem Datenprozessor 2, einem Systemsteuerteil 3, beispielsweise
einem Rechner, Computer usw. und einem bekannten Antriebsmecha
nismusteil 4 des Tonbandgerätes.
Fig. 2 zeigt in einem Blockschaltbild den Aufbau des digitalen
Tonbandgerätes mit dem Ausführungsbeispiel der erfindungsge
mäßen automatischen Cueing-Vorrichtung, wobei in Fig. 2 der
Kopf 5 eines digitalen Tonbandgerätes, ein Verstärker 6, eine
digitale Signaldemodulationsschaltung 7, eine Seriell/Parallel-
Umwandlungsschaltung 8, eine Datenidentifizierungsschaltung 9,
ein Speicher mit direktem Zugriff RAM 10 für die Tondaten, ein
Speicher mit direktem Zugriff RAM 11 für die Subkodierungs
daten, eine Änderungsschaltung 12, eine Digital/Analog-Um
wandlungsschaltung 13, ein Trommelmotor 14 des digitalen
Tonbandgerätes, ein Capstanmotor 15 des digitalen Tonband
gerätes und ein Spulenmotor 16 des digitalen Tonbandgerätes
dargestellt sind.
Die vom Kopf 5 vom Magnetband wiedergegebenen Signale (Fig. 3A)
werden in der digitalen Signaldemodulatorschaltung 7 wieder
in digitale Signale umgewandelt (Fig. 3B). Diese Daten enthal
ten die Subkodierungsdaten, die oben erwähnt wurden, und die
Tondaten, die den Tonsignalen entsprechen, wobei die Tondaten
und die Subkodierungsdaten weiterhin Kodierungen für ihre Iden
tifizierung und Unterscheidung voneinander enthalten. Diese
Daten werden in parallele Daten in der Seriell/Parallel-Umwand
lungsschaltung 8 umgewandelt und an bestimmten jeweiligen Adres
sen im Speicher mit direktem Zugriff RAM 10 oder 11 gespei
chert, nachdem beurteilt wurde, ob es sich um Tondaten oder
Subkodierungsdaten handelt.
Fig. 4 zeigt ein konkretes Beispiel der Daten, die die Subko
dierungsdaten im Speicher mit direktem Zugriff RAM wiedergeben.
Bei dem dargestellten Beispiel ist das niedrigstwertige Bit
der Adresse N das Startkennzeichen (beispielsweise am Anfang
0 0 0 0 0 0 0 1 und im übrigen 0 0 0 0 0 0 0 0 ). Bei den
Adressen, die sich mit den Zeitkodierungen befassen, gibt die
Adresse N + 1 die Stunde wieder, gibt die Adresse N + 2 die
Minute wieder und gibt die Adresse N + 3 die Sekunde wieder.
Da jede dieser Zeitkodierungen aus acht Bits besteht, werden
sie in einer zweizahligen binär verschlüsselten Dezimaldar
stellung wiedergegeben (58 Sekunden können beispielsweise
durch 0 1 0 1 1 0 0 0 wiedergegeben werden).
Die Subkodierungsdaten sind digitale Daten, die in den
Speicher mit direktem Zugriff RAM aufgezeichnet sind, wie es
in Fig. 4 dargestellt ist. Weiterhin sind die Adressen be
stimmt, an denen die Bandpositionsinformation,beispielsweise
das Startzeichen, die Zeitkodierungen usw. eingeschrieben
werden sollten. Folglich können die vom Systemsteuerteil 3
benötigten Daten leicht von den jeweiligen Adressen des Spei
chers mit direktem Zugriff RAM 11 ausgelesen werden. Das
Startzeichen ist so ausgelegt, daß der Zustand "1" über t
Sekunden am Anfang jeder Melodie Nr. 1 bis Nr. 4 andauert
und sonst der Zustand "0" ist, wie es in Fig. 5A dargestellt
ist. Die Zeitkodierung nimmt andererseits um 1 für jede Sekun
de vom Anfang bis zum Ende der Melodie N zu, wie es in Fig. 5B
mit 0, 1, 2, 3, . . . dargestellt ist.
Wie es oben angegeben wurde, werden die wiederzugebenden
Signale in den Datenprozessor 2 eingegeben,in dem sie demo
duliert werden und der die Subkodierungsdaten, die von den
Tondaten abgetrennt sind, dem Systemsteuerteil 3 eingibt. Der
Systemsteuerteil 3 liest irgendeine zeitliche Bandpositions
information vom Speicher RAM 11 aus und erzeugt auf der Grund
lage des in dieser Weise erhaltenen Ergebnisses Anweisungs
signale, die dem Antriebsmechanismusteil 4 als Steuersignale
SC für den Bandantriebsmechanismus beispielsweise als Signale
zum An- und Ausschalten, als Signale für die normale und umge
kehrte Drehrichtung, als Signale für die Drehzahl des Motors
usw. geliefert werden.
Die Steuersignale SC für den Bandantriebsmechanismus sind die
Signale, die die Motorsteuerschaltung in der Antriebsmechanis
musteil 4 anweisen, die Motoren 14, 15 und 16 an- und auszu
schalten, in die normale Richtung oder die umgekehrte Richtung
zu drehen, und die Motordrehzahl vorschreiben. Das heißt im
einzelnen, daß die Motoren 14, 15 und 16 über Signale gesteuert
werden, die einen hohen und einen niedrigen Pegel (0/1) haben,
wie es in Fig. 6 dargestellt ist.
Fig. 7 zeigt ein Flußdiagramm zur Erläuterung der Arbeits
weise des Systemsteuerteils 3.
- (a) Vor Beginn des Arbeitsvorganges wird die Rauschsperrein richtung im digitalen Tonbandgerät angeschaltet, so daß die Tonsignale nicht als akustische Signale wiedergegeben werden.
- (b) Der Wiedergabevorgang wird begonnen und die vom Datenpro zessor 2 gelieferten Subkodierungsdaten werden eingegeben.
- (c) Es wird festgestellt, ob die Bandpositionsinformation einer gewünschten Melodie in den eingegebenen Subkodierungsdaten enthalten ist oder nicht.
- (d) Es wird auf der Grundlage der in dieser Weise erhaltenen Subkodierungsdaten beurteilt, ob die wiederzugebenden Signale am Anfang der Melodie erhalten werden, wobei dann, wenn das nicht der Fall ist, der Antriebsmechanismusteil 4 angewiesen wird, einen Suchvorgang zu beginnen (die aufgezeichnete Infor mation wird ausgelesen, während das Band nicht mit der Wieder gabegeschwindigkeit sondern mit einer hohen Geschwindigkeit transportiert wird).
- (e) Anschließend werden die Subkodierungsdaten eingegeben.
- (f) Nach Maßgabe der Beurteilung auf der Grundlage der einge gebenen Subkodierungsdaten werden die Schritte (b) bis (e) wiederholt bis der Anfang der gewünschten Melodie erhalten wird.
Wenn der Systemsteuerteil 3 beurteilt, daß der Anfang der ge
wünschten Melodie erhalten wird, gibt er dem Antriebsmechanis
musteil 4 die Anweisung, den Suchvorgang anzuhalten.
- (g) Die Geräuschsperre wird ausgeschaltet und die übliche Wiedergabe wird durchgeführt.
- (h) Auch wenn im Schritt (d) beurteilt wird, daß die wiederzu gebenden Signale am Anfang der gewünschten Melodie erhalten werden, wird die übliche Wiedergabe ausgeführt, wie es im Schritt (g) der Fall ist.
- (i) Wenn im Schritt (c) keine Bandpositionsinformation fest gestellt wird, wird die Geräuschsperre ausgeschaltet und er folgt der übliche Wiedergabebetrieb.
Obwohl die Geräuschsperre angeschaltet wird, bis der Cueing-
Betrieb abgeschlossen ist, wie es oben beschrieben wurde, kann
der Cueing-Betrieb auch in einem Zustand bewirkt werden, in dem
die Geräuschsperre ausgeschaltet ist. Dieses Verfahren hat
den Vorteil , daß durch das wiedergegebene akustische Signal
erkannt werden kann, daß ein Cueing abläuft. Es ist weiterhin
auch möglich, den Cueing-Betrieb nach dem Einlegen einer Cas
sette zu bewirken und die Arbeit des Antriebsmechanismus anzu
halten, nachdem der Cueing-Betrieb abgeschlossen ist. Bei die
sem Verfahren ergibt sich der Vorteil , daß die Wiedergabevor
bereitungszeit nach dem Drücken des Wiedergabeschalters ver
kürzt werden kann, da der Cueing-Betrieb bereits abgeschlossen
ist.
Wie es oben beschrieben wurde, ist es bei der erfindungsgemäßen
Ausbildung möglich, automatisch die Wiedergabe am Anfang der
gewünschten Melodie zu beginnen, ohne den Benutzer zu bemühen.
Claims (1)
- Automatische Cueing-Vorrichtung gekennzeichnet durch eine Magnetaufzeichnungs- und -wiedergabeeinrichtung (5, 6, 7, 8), die digitale Signale wiedergibt, die aus einer Ton kodierung und einer Subkodierung bestehen, die sich mit der Speicherstelle jeder der Melodien befaßt, die in einem Auf zeichnungsträger gespeichert sind, eine Erkennungseinrichtung (9), die die Tonkodierung und die Subkodierung von den digitalen Signalen erkennt, einen ersten und einen zweiten Speicher (10,11) zum Speichern der Tonkodierung und der Subkodierung jeweils, die in dieser Weise erkannt worden sind, und eine Steuereinrich tung (3), die beurteilt, ob der Anfang einer Melodie, der der Subkodierung entspricht, die im zweiten Speicher (11) gespei chert ist, wiedergegeben wird oder nicht, wobei dann, wenn das nicht der Fall ist, die Steuereinrichtung (3) einen Antriebsme chanismus (4) für den Aufzeichnungsträger der Magnetaufzeich nungs- und -wiedergabeeinrichtung (5, 6, 7, 8) dazu bringt, einen Suchvorgang durchzuführen und dann, wenn das Band an der An fangsstelle angeordnet ist, diesen Suchvorgang zu beenden.
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