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DE3703019A1 - Sicherheitsvorrichtung fuer eine hydraulische stellvorrichtung fuer ein zu bewegendes teil eines fluggeraets - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung fuer eine hydraulische stellvorrichtung fuer ein zu bewegendes teil eines fluggeraets

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DE3703019A1
DE3703019A1 DE19873703019 DE3703019A DE3703019A1 DE 3703019 A1 DE3703019 A1 DE 3703019A1 DE 19873703019 DE19873703019 DE 19873703019 DE 3703019 A DE3703019 A DE 3703019A DE 3703019 A1 DE3703019 A1 DE 3703019A1
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DE
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sleeve
fluid circuit
piston
line
pressure
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DE19873703019
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Frieder Dipl Ing Beyer
Werner Hausy
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Liebherr Aerospace Lindenberg GmbH
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LIEBHERR AERA TECHNIK GmbH
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    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C27/00Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
    • B64C27/54Mechanisms for controlling blade adjustment or movement relative to rotor head, e.g. lag-lead movement
    • B64C27/58Transmitting means, e.g. interrelated with initiating means or means acting on blades
    • B64C27/64Transmitting means, e.g. interrelated with initiating means or means acting on blades using fluid pressure, e.g. having fluid power amplification
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B18/00Parallel arrangements of independent servomotor systems

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine hydraulische Stellvorrich­ tung für ein zu bewegendes Teil eines Fluggeräts nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei Hubschraubern, zivilen und militärischen Strahl­ flugzeugen und anderen Fluggeräten ist es üblich, zu bewegende Teile des Fluggeräts redundant durch zwei un­ abhängige Fluidkreise zu verstellen. An ein zu bewegen­ des Teil bzw. an zu bewegende Teile sind jeweils zwei Stellglieder, zum Beispiel zwei doppeltwirkende Kolben- Zylinder-Einheiten gekoppelt, deren Bewegung und Stel­ lung gegenläufig durch zwei Fluidkreise festgelegt wird. Gesteuert wird die Bewegung durch einen in einem Gehäu­ se angeordneten und von einem elektrischen Antriebsmo­ tor betätigten Steuerschieber, der für jeden Fluidkreis die Druckleitung und die Rücklaufleitung so mit dem Stellglied verbindet, daß dieses sich in die eine oder in die andere Richtung bewegt oder stillsteht.
Da zwei unabhängige Fluidkreise verwendet werden, die von einem gemeinsamen Steuerschieber gesteuert werden, läßt sich das zu bewegende Teil bei Ausfall eines der beiden Fluidkreise noch durch den anderen Fluidkreis sicher betätigen. Es ist zwar grundsätzlich denkbar, für jeden Fluidkreis einen eigenen Steuerschieber mit jeweiligem elektrischen Antriebsmotor vorzusehen, jedoch kann der dazu erforderliche Aufwand nicht immer in Kauf genommen werden, abgesehen davon, daß die Gewährleistung des Gleichlaufs der beiden unabhängigen Steuerschieber erhebliche Probleme aufwerfen würde.
Wenn man mit einem einzigen Steuerschieber arbeitet, und der Steuerschieber in seiner Führung an irgend­ einer Stelle steckenbleibt, zum Beispiel durch die Einwirkung eines Geschosses oder dergleichen, wird das zu bewegende Teil - wenn nicht geeignete Gegenmaß­ nahmen getroffen sind - in seiner gerade befindlichen Position stehenbleiben oder seine gerade ausgeführte Bewegung bis zum Ende des Bewegungshubs vollenden und dann stehenbleiben; denn der steckengebliebene Steuer­ schieber kann weder den einen noch den anderen Fluid­ kreis mehr beeinflussen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydrau­ lische Stellvorrichtung der eingangs genannten Art, also eine Stellvorrichtung mit einem einzigen, für bei­ de Fluidkreise gemeinsamen Steuerschieber, derart auszu­ bilden, daß auch dann noch ein Verstellen des zu bewe­ genden Teils möglich ist, wenn der Steuerschieber an einer Stelle innerhalb der Hülsenanordnung verklemmt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kenn­ zeichnungsteil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Der Grundgedanke der Erfindung liegt darin, daß der den Steuerschieber betätigende Elektromotor, zum Bei­ spiel ein Linearmotor, einen verklemmten Steuerschie­ ber nicht dauernd gegen die durch die Verklemmung her­ vorgerufene Reibungskraft zwischen Steuerschieber und Lagerhülsenanordnung bewegen kann, gleichwohl aber eine kurzzeitige erhebliche Kraft zu entwickeln vermag, ohne beschädigt zu werden. Diese von dem elektromecha­ nischen Antrieb kurzzeitig verfügbare Kraft wird dazu verwendet, die Hülse, in deren Bereich der Steuer­ schieber festklemmt, gegen die Kraft der Sperrverriege­ lung zu bewegen und dadurch die Sperrverriegelung für diese Hülse dauernd zu lösen. Im weiteren Betrieb wird dann mit jeder Bewegung des Steuerschiebers auch die festgeklemmte Hülse bewegt. Der dieser Hülse zugeordne­ te Fluidkreis trägt aber nicht mehr zur Steuerung bei. Vielmehr sorgt das Bypassventil dafür, daß die zu die­ sem Fluidkreis gehörige Stelleinheit (Kolben-Zylinder- Einheit) "kurzgeschlossen" wird. Dieser Kurzschluß be­ wirkt, daß von dem betreffenden Fluidkreis keine hemmen­ de Kraft auf das zu bewegende Teil ausgeübt wird. In dem kurzgeschlossenen Fluidkreis wird bei Bewegung des zu bewegenden Teils das Fluid nur hin- und herbewegt.
Die Steuerung wird von dem noch intakten Fluidkreis über­ nommen. Die diesen nun einzig aktiven Fluidkreis zuge­ ordnete Hülse befindet sich noch in der durch die Sperr­ verriegelung vorgegebenen Lage, und das diesem Fluid­ kreis zugeordnete Bypassventil sorgt dafür, daß Druck­ und Rücklaufleitung je nach Stellung des Steuerschie­ bers mit der einen oder der anderen Seite der Kolben- Zylinder-Einheit verbunden werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. Die spezielle Ausgestaltung der Sperrverriegelung ist im Anspruch 2 angegeben. Durch entsprechende Auslegung der Drossel läßt sich der Druck in der Druckkammer der Sperrverriegelung auf einen be­ stimmten Wert einstellen, und dadurch läßt sich wiederum diejenige Kraft einstellen, die von dem den Steuerschie­ ber betätigenden Linearmotor kurzzeitig aufgebracht werden muß, um die Sperrverriegelung zu lösen.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Längsschnittansicht durch ein Steuer­ gehäuse einer hydraulischen Stell­ vorrichtung zum Verstellen der Rotor­ blätter eines Hubschraubers, und
Fig. 2 die Einzelheit II gemäß Fig. 1 und deren Umgebung in vergrößerter Dar­ stellung.
Fig. 1 zeigt eine Längsschnittansicht eines Steuerteils 1 einer hydraulischen Stellvorrichtung. Das Steuerteil 1 umfaßt zwei zu einer Symmetrielinie S im wesentlichen symmetrisch angeordnete und funktionsmäßig identische Gehäusehälften 2 und 3. An der linken Gehäusehälfte 3 ist ein Linear-Stellmotor 4 angebracht, dem elektrische Steuersignale zugeführt werden.
Die rechte Gehäusehälfte 2 ist einem System oder Fluidkreis A zugeordnet, die linke Gehäusehälfte 3 ist einem System oder einem Fluidkreis B zugeordnet. Der Fluidkreis A ist ebenso wie der Fluidkreis B an eine doppeltwirkende Kolben-Zylinder-Einheit gekoppelt, die beide gegenläufig die Rotorblätter eines Hubschraubers verstellen. Fällt ein Fluidkreis aus, so kann der noch verbleibende aktive Fluidkreis allein die Rotorblätter verstellen.
In der folgenden Beschreibung werden zu dem System oder Fluidkreis A gehörige Teile mit dem Zusatz "A" zu den einzelnen Bezugszeichen versehen. Zu dem Fluidkreis B gehörige Teile tragen den Zusatz "B". Um die Zeichnung nicht zu überlasten, sind viele Einzelteile in der einen Gehäusehälfte 2, die zu dem Fluidkreis A gehören, ebenso wie einzelne Teile in der Gehäusehälfte 3, die zu dem Fluidkreis B gehören, ohne Zusatz "A" oder "B" bezeichnet. Es versteht sich, daß diese Teile in beiden Gehäusehälften 2 und 3 zu der Linie oder Ebene S symmetrisch und funktionsmäßig identisch ausgebildet sind. Dementsprechend gelten Angabe für die eine Ge­ häusehälfte in gleicher Weise auch für die andere Ge­ häusehälfte.
Auf der Unterseite der Gehäusehälfte 2 befinden sich zwei Anschlüsse für die Druckleitung PA und die Rück­ laufleitung RA des Fluidkreises A. Auf der Unterseite der Gehäusehälfte 3 befinden sich die Anschlüsse für die Druckleitung PB bzw. für die Rücklaufleitung RB des Fluidkreises B.
Auf der Oberseite der Gehäusehälfte 2 befinden sich zwei Anschlüsse 5 A und 6 A, die zum Beispiel an den Kolben­ raum bzw. an den Ringraum einer doppelwirkenden Kolben- Zylinder-Einheit angeschlossen sind. Entsprechende An­ schlüsse für den Fluidkreis B befinden sich auf der oberen Seite der Gehäusehälfte 3. Diese Anschlüsse 5 B und 6 B sind mit dem Kolbenraum bzw. mit dem Ringraum einer anderen Kolben-Zylinder-Einheit verbunden. Beide Kolben-Zylinder-Einheiten sind an das zu bewegende Teil oder an die gemeinsam zu bewegenden Teile gekoppelt. Im vorliegenden Fall handelt es sich bei den zu bewegen­ den Teilen um die Rotorblätter eines Hubschraubers.
Um zum Beispiel eine Verstellung der Rotorblätter in die eine Richtung zu bewirken, wird von den Liniear- Stellmotor 4 ein Steuerschieber 7 nach rechts bewegt. In dem Fluidkreis A gelangt Fluid aus der Druckleitung TA über den rechts oben in Fig. 1 dargestellten Anschluß 6 A und die daran angeschlossene Fluidleitung in den Kolbenraum der Kolben-Zylinder-Einheit des Fluidkreises A. Der Ringraum ist über den Anschluß 5 A und die ent­ sprechenden Verbindungsnuten im Steuerschieber 7 mit der Rücklaufleitung RA verbunden.
Der Fluidkreis B arbeitet gegenläufig. D. h. über die Druckleitung PB und die entsprechenden Verbindungsnu­ ten im Steuerschieber 7 gelangt unter Druck stehendes Fluid im Anschluß 6 B und von dort zum Ringraum der anderen Kolben-Zylinder-Einheit. Der Kolbenraum ist über den Anschluß 5 B, den Steuerschieber und den An­ schluß RB mit der Rücklaufleitung verbunden.
Wird der Steuerschieber 7 von dem Linear-Stellmotor 4 nach links bewegt, sind die Strömungsverhältnisse um­ gekehrt.
Der Steuerschieber 7 ist in einer Hülsenanordnung ge­ führt, die aus zwei Einzelhülsen 8 A und 8 B besteht. Im Bereich der Symmetrieebene S haben die beiden Hülsen 8 A, 8 B in axialer Richtung einen gewissen Abstand von­ einander, der mindestens halb so groß ist wie der Ge­ samtbewegungs-Hub des Steuerschiebers 7. Die beiden Hülsen 8 A und 8 B sind ihrerseits in einer Büchse 9 ge­ führt.
In der Büchse 9 sind auf der Außenseite Umfangsnuten gebildet, die über kleine radiale Kanäle mit Umfangs­ nuten der Hülsen 8 A, 8 B und weiter über in den Hülsen ausgebildete Radialkanäle mit Ringnuten des Steuer­ schiebers 7 in Verbindung stehen. Hierdurch kann das Fluid von den auf der Unterseite der Gehäusehälften befindlichen Anschlüssen PB und PA zu den in den obe­ ren Gehäusehälften befindlichen Fluidleitungen und An­ schlüssen 5 A, 5 B, 6 A und 6 B gelangen.
Die beiden Hülsen 8 A und 8 B sind in der Büchse 9 ver­ schieblich gelagert, sie werden aber beide von je­ weils einer Sperrverriegelung 10 A bzw. 10 B in einer vorbestimmten Mittelstellung gehalten.
Wie in Fig. 1 für die Sperrverriegelung A näher dar­ gestellt ist, ist in einer Kammer des Gehäuses dreh­ bar ein Hebel 12 gelagert, der mit einer kugelförmigen Spitze 14 in einer Ausnehmung der Hülse 8 A eingreift.
Fig. 2 zeigt in der linken Hälfte das Eingreifen des Hebels 12 mit seiner Spitze 14 in die Ausnehmung 15, hier allerdings für die Hülse 8 B, die dem Fluidkreis B zugeordnet ist.
Das der Spitze 14 des Hebels 12 abgewandte Ende des Hebels liegt mit einer im wesentlichen flachen Seite gegen eine Andruckfläche eines Andrückglieds 11 an. Das Andrückglied 11 sitzt in einer Gehäuseausnehmung. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, zweigt von der mit dem Anschluß PA in Verbindung stehenden Druckleitung 16 eine eine Drossel 17 enthaltene Nebenleitung 18 ab. Von der Nebenleitung 18 führt eine Verbindung 19 zu einer unterhalb des Andrückglieds 11 ausgebildeten Druckkammer 20. Dadurch wird das Andrückglied 11 mit einem Druck, der wegen der Drossel 17 unterhalb des Systemdrucks liegt, gegen den Hebel 12 belastet, so daß der Hebel 12 in der in der Figur dargestellten Mittelstellung gehalten wird. Eine Rückstellfeder 21 belastet das Andrückglied 11 entgegen dem in der Druckkammer 20 herrschenden Druck, die Federkraft reicht aber im Normalbetrieb nicht aus, das Andrück­ glied 11 von dem Hebel 12 zu lösen.
Fig. 2 zeigt, wie die Nebenleitung 18 in eine Umfangs­ nut 22 der Büchse 9 mündet. Von der Umfangsnut 22 führt eine Zweigleitung 35 zur Außenseite der be­ treffenden Hülse (Hülse 8 B in Fig. 2). Auf der Außen­ seite der Hülse 8 B sind zwei Ringnuten 24 und 25 aus­ gebildet, die voneinander durch einen Bund 29 ge­ trennt werden. Der Bund 29 hat gerade eine solche Breite, daß er in der Normalstellung der Hülse 8 B die Öffnung der Zweigleitung 35 versperrt. Die beiden Ringnuten 24 und 25 sind über kleine Radialkanäle mit einer auf der Außenseite des Steuerschiebers 7 ausgebildeten Verbindungsnut 23 miteinander verbunden.
Die Ringnut 25 führt zu einer Ringkammer 26 unterhalb der Ausnehmung 15, die die Spitze 14 des Hebels 12 auf­ nimmt. An die Ringkammer 26 schließt sich eine Kammer 27 an, in deren Bereich sich der Drehpunkt 13 für den Hebel 12 befindet. Die Ringkammer 26 und die Kammer 27 sind so bemessen, daß der Hebel 12 sich gegebenen­ falls in Richtung des in der Spitze 14 eingezeichneten Doppelpfeils um ein vorbestimmtes Stück bewegen kann.
In der oberen Gehäusehälfte schließt sich an die Umfangs­ nut 22 eine Leitung 28 an, die zu einem Bypassventil 30 führt.
In beiden Gehäusehälften 2 und 3 befindet sich ein Bypassventil 30. Die beiden Ventile 30 sind symmetrisch zur Ebene S angeordnet und ausgebildet.
Die Leitung 28 führt zu einer Druckkammer 32, die also von der Druckleitung 16 in der unteren Gehäuse­ hälfte über die Drossel 17, die Nebenleitung 18, die Umfangsnut 22 und die Leitung 28 einen gewissen Fluid­ druck erhält. Dieser Fluiddruck hält einen Kolben 31 gegen die Kraft einer Feder 33 in der in Fig. 1 dar­ gestellten Stellung, in welcher der rechte Bereich des Kolbens 31 eine direkte Verbindung zu den beiden Anschlüssen 5 a und 6 a sperrt.
Der Normalbetrieb der in der Zeichnung dargestellten hydraulischen Stellvorrichtung wurde oben bereits kurz erläutert. Es seien nun angenommen, der Steuer­ schieber 7 sei durch äußere Einflüsse in der Hülse 8 A festgeklemmt. Der Linear-Stellmotor 4 kann nun mit der üblicherweise zum Verschieben des Steuerschiebers 7 ausreichenden Kraft den Steuerschieber nicht mehr bewegen. Der Linear-Stellmotor kann auch nicht über längere Zeiträume hinweg mit erheblich erhöhter Lei­ stung arbeiten, da er sonst irreversibel beschädigt würde. Allerdings kann der Stellmotor 4 für kurze Zeit eine stark erhöhte Kraft auf den Steuerschieber 7 aufbringen. Diese Kraft reicht aus, um zusammen mit dem Steuerschieber 7 die daran festgeklemmte Hülse 8 A innerhalb der Büchse 9 zu verschieben.
Während der Steuerschieber 7 also nach wie vor unge­ hindert in der links dargestellten Hülse 8 B gleitet, nimmt er die festgeklemmte Hülse 8 A auf der rechten Seite zum Beispiel nach rechts mit, wobei der Hebel 12 mit seiner Spitze 14 in der Ausnehmung 15 nach rechts verschwenkt wird, gegen die Kraft, die durch den Druck in der Druckkammer 17 auf das Andrückglied 11 aufgebracht wird.
Tritt der oben beschriebene "Schieberklemmer" im Be­ reich der links dargestellten Hülse 8 B auf, so ist der Steuerschieber 7 in der rechten Hülse 8 A nach wie vor leicht verschieblich. Bei einer Bewegung des Steuer­ schiebers nach links beispielsweise wird gemäß Fig. 2 die Hülse 8 B nach links verschoben, wobei sich der Hebel 12 um den Drehpunkt 13 nach links dreht. Wenn die Hülse 8 B nach links verschoben wird, entsteht eine Strömungsverbindung zwischen der Umfangsnut 29 und der davon abgehenden Zweigleitung 35 und der Ringnut 24. Von der Ringnut 24 strömt das Fluid durch den rechts in Fig. 2 dargestellten Radialkanal in die Verbindungsnut 23 und von dort über den links darge­ stellten Radialkanal in die Ringnut 25. Die Ringnut 25 steht über die Ringkammer 26 und die Kammer 27 mit der zugehörigen Rücklaufleitung in Verbindung, d. h. in der linken Gehäusehälfte 2 (Fluidkreis B) mit der Rücklaufleitung RB, und in der rechten Gehäusehälfte 2 (Fluidkreis A) mit der Rücklaufleitung RA. Da die Nebenleitung 18 nun im wesentlichen druckfrei ist, verringert sich auch schlagartig der Druck in der Druckkammer 20, die über die Verbindung 19 mit der Nebenleitung 18 in Verbindung steht. Aufgrund des verringerten Drucks in der Druckkammer 20 kann nun die Feder 21 das Andrückglied 11 in Fig. 1 nach unten drücken, mit der Folge, daß der Hebel 12 nicht mehr belastet ist und sich im folgenden ungehindert nach rechts und nach links bewegen kann. Da der Hebel 12 nun frei beweglich ist, ist auch die Hülse, mit der der Hebel in Eingriff steht frei beweglich.
Der oben beschriebene Vorgang gilt sowohl für den Fluidkreis A und die Hülse 8 A als auch für den Fluid­ kreis B und die dazugehörige Hülse 8 B. Durch die Über­ windung der Sperrkraft des Hebels 12 und das damit einhergehende Lösen der Sperrverriegelung 10 A bzw. 10 B wird die festgeklemmte 8 A oder 8 B kräftefrei verschieb­ bar, so daß der Steuerschieber 7 im folgenden mit der üblichen Verstellkraft verschoben werden kann. Wenn die Hülse 8 A frei beweglich ist, übernimmt der Fluid­ kreis B die Stellvorgänge. Wurde die Hülse 8 B fest­ geklemmt und anschließend gelöst, so übernimmt im fol­ genden der Fluidkreis A die Stellfunktionen.
Damit der nicht mehr aktive Fluidkreis die Bewegungen des angeschlossenen, zu bewegenden Teils nicht hemmen kann, muß die in dem nicht länger aktiven Kreis lie­ gende Kolben-Zylinder-Einheit kurzgeschlossen werden, damit der Kolben ohne Kraftaufwand in dem Zylinder hin- und herbwegt werden kann und damit nicht die durch den anderen Fluidkreis bewirkte Bewegung des zu bewegenden Teils hemmt.
Es sei angenommen, die Hülse 8 A sei an dem Steuer­ schieber 7 verklemmt. Demzufolgen wird die Sperrver­ riegelung 10 A gelöst. Dadurch, daß die Hülse 8 A ver­ schoben wird, wird der Druckraum 32 des in der rechten Gehäusehälfte 2 befindlichen Bypassventils 30 mit der Rücklaufleitung verbunden, und zwar über die Leitung 28, die Umfangsnut 22, die Zweigleitung 35 (siehe Fig. 2), die Ringnuten 24 und 25, die Verbindungsnut 23, und die Kammern 26, 27 der Sperrverriegelung 10 A. Aufgrund der Druckabfalls in der Druckkammer 32 kann nun die Feder 33 das Bypassventil gemäß Fig. 1 nach rechts verstellen, so daß die am Umfang des Kolbens 31 ausgebildete Verbindungsnut eine Verbindung zwischen den Anschlüssen 5 A und 6 A herstellt. Das Fluid kann nun aus dem Kolbenraum oder aus dem Ringraum der zu dem Fluidkreis A gehörigen Kolben-Zylinder-Einheit über die Anschlüsse 5 A und 6 A und die Verbindungsnut im Kolben 31 hin- und herströmen, so daß die vom Fluid­ kreis B auf die daran angeschlossene Kolben-Zylinder- Einheit aufgebrachten Fluid-Drücke die zu bewegenden Rotorblätter ungehemmt bewegen können.

Claims (6)

1. Hydraulische Stellvorrichtung für ein zu bewegen­ des Teil eines Fluggeräts, zum Beispiel für die Rotorblätter eines Hubschraubers, mit einem ersten und einem zweiten Fluid­ kreis, die jeweils an ein mit dem zu bewegenden Teil gekoppel­ tes Stellglied, zum Beispiel eine doppelt wirkende Kolben- Zylinder-Einheit, angeschlossen sind, und mit einem von einer elektrischen Antriebseinrichtung in einer Hülsenanordnung verschiebbaren Steuerschieber, der den Zustrom und den Rück­ strom von Fluid zu bzw. von dem Stellglied festlegt, ge­ kennzeichnet durch folgende Merkmale:
  • - für jeden Fluidkreis (A, B) ist eine einen Teil des Steuer­ schiebers (7) verschieblich lagernde Hülse (8 A, 8 B) vorge­ sehen,
  • - jede Hülse (8 A, 8 B) besitzt eine im Normalbetrieb ihre Längsbewegung verhindernde, lösbare Sperrverriegelung (10 A, 10 B), die im Fall eines Verklemmens des Steuerschie­ bers in einer Hülse (8 A, 8 B) unter vorübergehender Über­ windung einer vorbestimmten Kraft bleibend gelöst wird, und
  • - für jeden Fluidkreis (A, B) ist ein Bypassventil (30) vorgesehen, das bei einem Verklemmen des Steuer­ schiebers (7) in einer der beiden Hülsen (8 A, 8 B) das Stellglied des betreffenden Fluidkreises freigibt.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Sperrverriegelung (10 A, 10 B) für jede Hülse (8 A, 8 B) aufweist:
  • - einen mit radialem Abstand von der Hülse (8 A, 8 B) dreh­ bar gelagerten Hebel (12, 14), der mit einem Ende (14) in einer Ausnehmung (15) der Hülse (8 A, 8 B) eingreift, und dessen anderes Ende durch ein druckbelastetes Andrückglied (11) in einer Mittelstellung gehalten wird,
  • - eine Druckkammer (20), die über eine Drossel (17) mit der Druckleitung (PA; 16) des betreffenden Fluidkreises (A, B) verbunden ist, und das Andrückglied (11) gegen die Kraft einer Rückstellfeder (21) gegen den Hebel (12, 14) vorspannt, und
  • - einen von der verschobenen Hülse (8 A, 8 B) zu öffnenden Verbindungsweg (19, 18, 22, 23, 24, 25, 26, 27) zwi­ schen der Druckkammer (20) und der Rücklaufleitung (RA; RB) des Fluidkreises.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß jedes Bypassventil (30) einen durch eine Feder (33) aus einer Schließstellung durch den Fluiddruck des betreffenden Fluidkreises in eine Öffnungsstellung vorgespannten Kolben (31) auf­ weist, und daß die dem Kolben (31) zugeordnete Druck­ kammer (32) bei Verschiebung der Hülse (8A, 8 B) aus deren Normalstellung mit der Rücklaufleitung (RA, RB) des Fluidkreises verbunden wird.
4. Steuervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Kolben (31) des Bypassventils (30) zugeordnete Druckkammer (32) mit dem Verbindungsweg (18, 19, 22, 23, 24, 25, 26, 27) verbindbar ist.
5. Steuervorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, da­ durch gekennzeichnet, daß der Verbin­ dungsweg umfaßt:
  • - eine von der Druckleitung (PA, PB; 16) des betreffen­ den Fluidkreises abgehende, die Drossel (17) enthal­ tende Nebenleitung (18), die einem zwei äußere Ring­ nuten (24, 25) der Hülse (8 A, 8 B) trennende Bund (29) gegenüber mündet,
  • - mindestens einer Verbindungsnut (23) in den Steuer­ schieber (7) zum Verbinden der beiden Ringnuten (24, 25) der Hülse,
  • - einen Verbindungsweg (26, 27) zwischen der einen Ring­ nut (25) und der Fluidkreis-Rücklaufleitung (RA; RB) und
  • - einer Verbindung (19) zwischen der Druckkammer (20) der Sperrverriegelung (10 A, 10 B) und der Nebenlei­ tung (18).
6. Steuervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zu der dem Kolben (31) des Bypassventils (30) zugeordneten Druck­ kammer (32) führende Leitung (28) eine dem Bund (29) zwischen den Ringnuten (24, 25) der Hülse gegenüber mündende Zweigleitung (35) besitzt.
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