DE3701770A1 - Verfahren und vorrichtung zum herstellen einer verpackung aus thermoplastischer kunststoffolie - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum herstellen einer verpackung aus thermoplastischer kunststoffolieInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von
Verpackungen aus thermoplastischer Kunststoffolie in Ge
stalt von Schalen oder dergleichen im wesentlichen form
beständigen Behälter mit einem an dem Einfüllende als
Flansch nach außen abstehendem Rand, an dem durch Schwei
ßung, Heißsiegelung oder Klebung eine Abdeckfolie ange
bracht wird.
Verpackungen der vorgenannten Art werden bisher in der
Weise hergestellt, daß in einer zur Verformung durch Tief
ziehen entsprechend erhitzten Folienbahn aus thermoplasti
scher Kunststoffolie nach dem Vakuumverfahren Schalen ge
formt, in diese das Füllgut eingelegt und dann durch eine
zugeführte Deckelfolie abgedeckt wird. Dann werden die
Verpackungen mit der Deckelfolie auf verschiedene Weisen
beschnitten, so durch in Längsrichtung und in Querrichtung
dazu geführte Messer. Diese Einrichtungen sind kostengünstig,
führen aber dazu, daß die Verpackung scharfkantige Ecken
hat, die nicht lediglich das Aussehen beeinträchtigen,
sondern auch bei der Handhabung zu Verletzungen führen
können. Schließlich können diese scharfen Kanten dazu
führen, daß bei nicht aufeinander gestapelten Verpackungen,
insbesondere beim Transport, die scharfen Kanten die be
nachbarte Verpackung beschädigen. Bei vielen Verpackungen,
die aus Verbundfolien, d.h. mehreren Folienlagen bestehen,
kann bereits die Beschädigung der Außenlage zu einem Un
brauchbarwerden des Verpackungsinhaltes führen unter der
Berücksichtigung, daß viele Verpackungen mit Verpackungs
gütern versehen sind, die, sofern es nicht Lebensmittel
sind, viele Jahre in der Verpackung aufbewahrt werden.
Die zweite Methode besteht darin, die Deckelfläche durch
ein Stanzmesser zu beschneiden. Hier lassen sich die ge
wünschten Raumformen und auch entsprechend abgerundeten
Ecken erreichen. Solche Stanzmesser haben aber den Nach
teil sehr hoher Kosten und auch, daß sie, von Zeit zu
Zeit zur Erreichung eines sauberen Schnittes nachgear
beitet oder erneuert werden müssen. Mit Stanzmessern
lassen sich auch in der Kreisfläche runde Deckel be
schneiden. Das führt dazu, daß auch als Behälter spritz
gegossene Kunststoffe Anwendung finden können. Die vorge
nannten Einrichtungen sind bei jeweils nur größeren Stück
zahlen einheitlicher Verpackungen anwendbar. Sofern die
Größe oder die Raumform der Verpackungen sich ändert,
dann müssen, insbesondere bei Stanzmessern, Umrüstarbeiten
vorgenommen werden mit der Maßgabe, daß meistens die ge
samte Stanzeinrichtung ausgebaut und durch eine andere er
setzt werden muß. Aus den vorgenannten Gründen, insbeson
dere Kostengründen, ist es vielen, insbesondere kleinen
Betrieben oder sonstigen Unternehmen, die nur kleine
Stückzahlen pro Zeiteinheit verarbeiten oder ein großes
Sortiment verschiedenartigster Verpackungen haben, nur
mit hohem Kostenaufwand möglich, preisgünstig die Ver
packung durchzuführen. Dies führt dann dazu, daß sie aus
Kostengründen die vorerwähnte nachteilige Lösung des
Schneidens mit einem längsverlaufenden und einem querver
laufenden Messer nutzen.
Die vorliegende Erfindung geht von der Aufgabe aus, das
Verpacken mit Schalen aus thermoplastischer Kunststoff
folie, abgeschlossen durch eine Deckelfolie, so einfach
zu gestalten, daß es von kleinen Betrieben sehr kosten
günstig bei geringen Stückzahlen und vielfach unterschied
lichen Raumformen der Verpackungen durchzuführen ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einem Verfahren zum
Herstellen von Verpackungen aus thermoplastischer Kunst
stoffolie in Gestalt von Schalen oder dergleichen im we
sentlichen formbeständigen Behälter mit einem an dem Ein
füllende als Flansch nach außen abstehendem Rand, an dem
durch Schweißung, Heißsiegelung oder Klebung eine Abdeck
folie angebracht wird, erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß
vorgefertigte Schalen fortlaufend hintereinander und in
geringem Abstand in die jeweils zugeordneten hintereinander
vorhandenen Ausnehmungen bzw. Vertiefungen eines Bandes
eingebracht und dann mit dem Einfüllgut versehen und dann
diesem Band fortlaufend eine vorbereitete und vorzugsweise
bedruckte Folienbahn zugeführt wird, die breiter ist als
die zu verschließende Breite der Schale einschließlich
des Randes, und in der Folienbahn jeweils mit einer um
schlossenen Begrenzung Schwächungslinien, insbesondere
als Perforationsschnitte angebracht sind, die der Flächen
bemessung des Deckels entsprechend und die Folienbahn mit
dem Rand der Schale verbunden und in der Schwächungslinie
die Deckelfläche von der Folienbahn getrennt wird.
Durch die erfindungsgemäße Lösung ist es somit möglich, daß
Betriebe, die Produkte herstellen und verpacken, das Ver
packungsgut, hier die Schale oder dergleichen Behältnis
und die Deckelfolie so vorbereitet beziehen können, daß
mit einfachen Mitteln lediglich deren Verbindung im we
sentlichen durch Aufschweißen oder Ankleben möglich ist,
so daß die Betriebe lediglich sehr einfache Einrichtungen
benötigen.
Die Erfindung trägt Rechnung, daß an Verpackungen immer
höhere Anforderungen gestellt werden. Diese Anforderungen
lassen sich meistens nur mit thermoplastischen Kunststoffen
mit hohem Schmelzpunkt erreichen, wie das beispielsweise
bei dem Kunststoff Polypropylen der Fall ist. Dann ist es
aus Kostengründen ratsam, die beim Extrudieren oder Blasen
in der Kunststoffolie vorhandene Schmelzhitze zugleich
für das Tiefziehen zu nutzen. Dies ist aber aus Kosten
gründen nur bei größeren Unternehmen, die Extrusions- bzw.
Tiefzieheinrichtungen besitzen, möglich.
Nach der vorliegenden Erfindung können zum Verpacken durch
kleinere Betriebe nicht lediglich die Schalen, sondern
auch die vorbereiteten Deckelfolien bezogen werden, die
so vorbereitet sind, daß sie zu ihrer Verpackung einen
nur geringen technischen Aufwand benötigen.
Die erfindungsgemäße Lösung macht möglich, mit einfachen
technischen Mitteln die Verpackungen nicht fortlaufend
lediglich in einer Reihe, sondern in mehreren Reihen
herzustellen.
Das Band, auf dem die Schalen geführt werden, kann ver
schiedene Ausbildungen haben. So wird in weiterer erfin
dungsgemäßer Ausgestaltung vorgeschlagen, daß das Band
aus thermoplastischer Kunststoffolie bestehend kurz vor
seiner Benutzung aus Kunststoffolien-Abfällen nach dem
Extrusions- oder Blasverfahren hergestellt wird und nach
seiner Anwendung dem Abfall zugeführt und somit ein Service-
Band geschaffen wird. Dieser Vorschlag nutzt die beim Her
stellen von Verpackungen auftretenden Abfälle, die meistens
aus einer Verbundfolie bestehen und somit zum Herstellen
erneuter Einzelfolien nicht verwendbar sind, um dieses
Transportband als Service-Band zu schaffen.
Dieses Service-Band kann verschiedene Ausbildungen haben.
So wird in weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung vor
geschlagen, daß in dem Service-Band nach seiner Herstel
lung Schalen tiefgezogen und in diese Schalen die vorge
fertigten Schalen eingebracht und mit diesem Band zu der
Folienbahn mit dem in diesem durch Schwächungslinien vor
bereiteten Deckelfolien gebracht wird. Dieser Vorschlag
ist besonders vorteilhaft für jene Betriebe, die bereits
die Tiefzieheinrichtung besitzen.
Sofern Betriebe keine Tiefzieheinrichtung besitzen oder
einsetzen wollen, dann ist von Vorteil der weitere er
findungsgemäße Vorschlag, daß in dem Service-Band nach
seiner Herstellung Ausnehmungen ausgestanzt und in diese
Ausnehmung die zugeordneten vorgefertigen Schalen mit
deren Rand aufgelegt werden.
Sofern ein Betrieb oder die Abteilung eines größeren Unter
nehmens für einen angemessenen längeren Zeitraum stets
gleiche Waren in gleichen Behältnissen verpackt, dann
kann anstelle des Service-Bandes, das nur einmal benutzt
wird, auch ein dauernd umlaufendes Band mit den Ausneh
mungen benutzt werden. Im Rahmen dieser Maßnahme kann es
auch vorteilhaft sein, mehrere solcher Bänder zu benutzen,
die verschiedenartige Ausnehmungen haben und dann auf ein
fache Weise ein Band gegen ein anderes Band auszutauschen.
In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung wird vorge
schlagen, daß die in dem Service-Band von den vorgefer
tigten Schalen freien streifenförmigen Zonenbereiche und
die in der Deckelfolienbahn die Schwächungslinien außen
umgebenden freien streifenförmigen Zonenbereiche mit
Druckmarken versehen und/oder durch örtliche Verschwei
ßung miteinander verbunden werden, daß sie vor der Be
festigung der Deckel eine bauliche Einheit bilden und
die vorgenannten streifenförmigen Zonenbereiche, insbe
sondere im Bereich der äußeren längsverlaufenden Kanten
der beiden Bahnen als Angriffsflächen für Antriebe, bei
spielsweise Riemen oder Ketten benutzt werden.
Die Ausbildung der vorbereiteten Deckelfolien macht es
möglich, diese auch in Verbindung mit anderen die vorge
fertigten Schalen tragenden oder Tragschalentransportein
richtungen anzubringen durch die Maßgabe, daß die mit dem
Füllgut befüllte Schale mit einer vorbereiteten Deckel
folie belegt wird, deren Fläche größer ist als die zu
verschließende Fläche der Schale einschließlich des Randes,
und in der Deckelfläche Perforationsschnitte oder der
gleichen Schwächungslinien angebracht sind, in denen nach
dem Verbinden der Deckelfolie an dem Flansch der Schale
der darüber nach außen vorstehende Rand der Deckelfolie
abgetrennt wird. Auch bei dieser Lösung wird vorgeschlagen,
daß gleichzeitig mehrere gefüllte Schalen mit einer zusam
menhängenden Deckelfolie belegt werden, in der einer jeden
Schale zugeordnet die Schwächungslinien, insbesondere Per
forationsschnitte, zugeordnet sind, und die Streifen zwischen
der Deckelfolie im Bereich zwischen den durch die
Schwächungslinien begrenzten Deckelflächen zur Anbringung
von Aufreißlaschen genutzt werden.
Weiterhin ist vorgesehen, daß die Streifen in der Deckel
folie im Bereich zwischen dem durch die Schwächungslinien
begrenzten Deckelflächen als Transporteinrichtungen für
die Deckelfolien verwendet werden.
Auch bei dieser Lösung ist vorteilhaft, daß die Streifen
der Deckelfolie im Bereich zwischen den durch die
Schwächungslinie begrenzten Deckelflächen mit Druckmarken
zur Steuerung der Deckelfolie und deren Ausrichtung zu
den mit Füllgut versehenen Schalen verwendet wird.
Zum Herstellen von Deckelfolien wird somit vorgeschlagen,
daß zur Bildung der Deckelfolien in einer Folienbahn aus
Papier oder thermoplastischer Kunststoffolie oder einer
Kombination beider Materialien fortlaufend nebeneinander
und hintereinander jeweils mit einer umschlossenen Be
grenzung Schwächungslinien, insbesondere als Perforations
schnitte, angebracht und in Längsrichtung der Folienbahn,
insbesondere im Bereich der Längskanten, freie Zonen be
lassen werden, die dem Transport der Folienbahn dienen.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielhaft darge
stellt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Verpackung,
Fig. 2 einen Schnitt durch eine weitere Verpackung,
Fig. 3 in perspektivischer und im wesentlichen
schematischer Darstellung die Vorrichtung
und das Verfahren zum Herstellen der
Verpackung,
Fig. 4 eine Abwandlung von Fig. 3,
Fig. 5 eine weitere Abwandlung von Fig. 3.
Nach Fig. 1 besteht die Verpackung 10 aus einer Schale 11
aus thermoplastischer Kunststoffolie. Sie ist einlagig.
Sie kann hergestellt sein aus einer durch Vakuum tiefge
zogenen Folie. Sie kann aber auch dünnwandig aus Kunst
stoff-Spritzguß bestehen. Die Schale hat einen flansch
artig umlaufenden Rand 12. Sie ist oben abgedeckt durch
eine Deckelfolie 13. Diese Deckelfolie kann aus einer
Kunststoffolie bestehen. Sie kann aber auch aus einem
Papier oder einem papierähnlichem Zellulose-Material be
stehen. Die Deckelfolie ist durch die Verbindung 14 mit
dem Flansch 12 verbunden. Diese Verbindung kann durch
Schweißung unter Anwendung von Druck und Temperatur, aber
auch Heißsiegelung unter Anwendung eines geringen Druckes
oder aber auch durch eine Klebung erfolgen. Die Deckel
folie 13 ist mit einer Aufreißlasche 15 versehen.
Fig. 2 zeigt eine Verpackung, wobei sowohl die tiefgezogene
Schale aus den Folienlagen 11 a und 11 b als auch der Deckel
aus den Folienlagen 13 a und 13 b besteht. Hier kann die
Maßgabe vorgesehen sein, daß die äußere Folienlage 13 a aus
Papier und die innere Folienlage 13 b aus einer mit zahl
reichen Durchbrechungen versehenen Kunststoffolie besteht
zu dem Zweck, das Füllgut innerhalb der Verpackung steri
lisieren zu können.
Nach Fig. 2 steht der Rand 12 der Verpackung nach außen
um ein geringes Maß hervor. Dies ist möglich, weil der
äußere Rand 16 der aus einer Lage oder aus zwei Lagen
bestehenden Deckenfolie in der Perforationslinie oder
dergleichen Schwächungslinie abgerissen ist, da, wie nach
folgend noch erläutert, die Deckelfolie aus einer vorbe
reiteten Folienbahn gebildet ist.
Nach Fig. 3 ist in der Extrusionseinrichtung 17 das
Kunststoffgranulat 18 vorhanden, das aus Abfallprodukten
von Folien besteht, die in einem Kunststoff verarbeitenden
Betrieb, insbesondere zum Herstellen von Verpackungen,
ständig anfällt. Extrudiert oder geblasen wird die Kunst
stoffbahn 18. In diese werden über eine bekannte Tief
zieheinrichtung 19 in dichtem Abstand hintereinander
und auch nebeneinander Mulden 20 a und 20 h der einen
Reihe und 20 c und 20 d der anderen Reihe gefertigt. In diesen
Mulden werden dann vorgefertigte Schalen 21 a in der einen
Reihe und 21 b in der anderen Reihe eingelegt. Diese Scha
len 21 werden in der Regel von Firmen bezogen, die auf
die Fertigung solcher Schalen spezialisiert sind. Diese
Schalen können aus einlagigen Folien tiefgezogen sein.
Sie können aber auch im Spritzgußverfahren hergestellt
sein. Insbesondere bestehen sie aus einer Verbundfolie,
wobei die Außenfolie einen hohen Schmelzindex hat und die
Innenfolie gut verschweißbar ist. Nachdem diese Schalen
in die Mulden eingelegt sind, wird das Verpackungsgut 22
eingepackt. Es sei bemerkt, daß das Verpackungsgut auch
bereits in die Schalen 21 eingelegt sein kann, bevor
diese in die Mulde 20 des Bandes 18 eingelegt werden.
Dann wird von der Rolle 23 die Folienbahn 24 für die
Deckelfolie 13 zugeführt, die aus einer Kunststoffolie,
aber auch einer Zellulosefließbahn oder einer Kombination
beider Materialien bestehen kann. In dieser sind mit einer
umschlossenen Umgrenzung Schwächungslinien 25, 25 a nach
Fig. 3 in Gestalt von Perforationslinien, d.h. Einschnit
ten mit dazwischen befindlichen schmalen Aufreißstegen,
vorhanden. Auch ist die Aufreißlasche 15 von einer
Schwächungslinie umgeben. Die Bereiche innerhalb der
somit zu einem "Ring" geschlossenen Schwächungslinien
ergeben die Deckelfolie 13. Fig. 1 zeigt, daß die
Schwächungslinien einander angrenzen oder benachbarte
Deckelfolien in Querrichtung mit einer einzigen Schwächungs
linie versehen sein kann, während in Längsrichtung Strei
fen verbleiben, so an dem linken Rand der sichtbare
Streifen 26 und in der Mitte der Streifen 27. In diesem
mittleren Streifenbereich sind die Aufreißlaschen 15 vor
handen. Diese Streifenbereiche sind vorzugsweise mit Druck
marken versehen. Innerhalb dieser Streifenbereiche können
auch punktförmige Schweißverbindungen 28 und 28 a vorhanden
sein, damit die Folie 18 und die Deckelfolienbahn 24 eine
Einheit werden. Weiterhin können in der Folienbahn 18
Druckmarken 29, 29 a und in der Folienbahn 24 zugeordnete
Druckmarken 30, 30 a vorhanden sein, damit durch Druck
markensteuerung eine genaue Ausrichtung der Folienbahn
18 mit der Folienbahn 24 erfolgt, damit entsprechend die
von der Folienbahn 24 durch Abtrennen erhaltenen Deckel
folien randgenau mit dem äußeren Rand der Schalen 11 über
einstimmen. Unter "randgenau übereinstimmend" ist auch
zu verstehen, daß entsprechend der ausdrücklichen Dar
stellung und Erwähnung in Fig. 2 der Rand der Deckel
folie um ein geringes Maß nach innen von dem Rand der
Schale rückversetzt sein kann, um die Stege zwischen den
Perforationsschnitten weitgehend unsichtbar zu machen.
Diese Stege sind ohnehin sehr klein bemessen. Dadurch,
daß die Schwächungslinie nach innen zur Außenkante des
Flansches der Verpackung versetzt ist, wird mit Sicher
heit ein Vorstehen der, wenn auch kleinen Stege, nach
außen vermieden.
Nachdem die Deckel-Folienbahn ausgerichtet auf die die
Schalen tragende Folienbahn 18 aufgelegt ist, erfolgt
die Verschweißung durch Anbringen der Schweißverbindung
14 mit einem in der Zeichnung nicht dargestellten, be
kannten Schweißstempel. In der Zeichnung ist jedoch die
Gegenschweißauflage 30 dargestellt, die aus einer U-för
migen Rinne besteht und über die Kolbenstange 31 in dem
Zylinder 32 in angegebener Doppfelpfeilrichtung 33 an
gehoben und abgesenkt, damit nach der Schweißung das
Band 18 weiter bewegt werden kann. Nach der Anbringung
der Schweißung oder dergleichen Versiegelung oder Ver
bindung werden die Deckel versehen im Behälter nach
oben abgehoben. Dies kann erfolgen durch einen von unten
über einen Stempel 31 mit Kolben 33 und Zylinder 34 aus
geübten Druck. Dabei wird dann die Schwächungslinie auf
gerissen. Die Streifen 26 und 27 der Deckelfolienbahn
verbleiben dann an der Trägerbahn 18. Diese Einheit
wird dann zu einer Rolle 35 aufgewickelt und dem Abfall
zugeführt oder diese Rolle wird zu einem Granulat zer
kleinert, um in der vorbeschriebenen Weise über die
Extrusionseinrichtung 17 eine erneute Folienbahn 18 als
Trägerbahn, die nachfolgend als Service-Band bezeichnet
wird, verwendet zu werden.
Fig. 4 zeigt eine Service-Bahn 18, die zusammen mit der
vorbereiteten Deckel-Folienbahn 24 bezogen sein kann,
so daß der Betrieb, der die Verpackung füllt und ver
schließt, nicht eine eigene Extrusionseinrichtung benötigt.
Anstelle der in Fig. 3 dargestellten Mulden 20 können
über eine bekannte Stanzeinrichtung der Raumform der Schalen
angepaßte Ausstanzungen vorgenommen werden in der Weise,
daß die Flansche der Schalen auf der Folienbahn 18 auf
liegen. Es ist verständlich, daß diese Ausstanzungen nicht
unbedingt einen sauberen Schnitt erfordern, weil lediglich
die Ausrichtung der vorbereiteten bezogenen Schalen zu den
Schwächungslinien in der Deckel-Folienbahn 24 zu gewähr
leisten ist. Auch hier können die zu Fig. 3 beschriebenen
Druckmarken oder dergleichen Steuereinrichtungen vorgesehen
sein mit der Maßgabe, daß die streifenförmigen Zonenbereiche
36 an der äußeren Längskante der Bahn 18 wie auch die ent
sprechenden Bereiche der Deckel-Folienbahn zum Zwecke des
Transportes benutzt werden.
Fig. 4 zeigt in weiterer Abwandlung zu Fig. 3, daß die
Schweißeinrichtung zur Herstellung der Verbindung der
Deckelfolie mit dem Flansch der Schale weggefallen ist und
an der Deckel-Folienbahn eine zu einem Ring geschlossene
Klebstoffauftragung 37 angebracht ist. Diese wird im An
schluß an das Bedrucken und anschließend an die Anbringung
der Perforationsschnitte angebracht. Diese Ausführungen
sollen besagen, daß auch das Verbindungsmittel zur An
bringung der Deckelfolie an der Schale vorgefertigt vor
handen sein kann. Zweckmäßig ist die Klebschicht außen
durch ein sehr dünnes Siliconpapier abgedeckt, welches
entsprechend vor dem Kontakt der Deckel-Folienbahn mit
der Service-Folienbahn entfernt wird. Auch Fig. 4 zeigt
die Lösung der Service-Folienbahn, die nur zum einmaligen
Gebrauch dient und anschließend zu einer Rolle 35 aufge
wickelt und dann vernichtet wird. Es können auch die
Oberseiten der Flansche der vorgefertigen Schalen mit
einem Klebstoffauftrag 37 a vesehen sein. Da diese nach
oben über die Trägerbahn, insbesondere als Service-Bahn,
vorstehen, ist die Anbringung über eine den Klebstoff
aufbringende Walze leicht möglich.
Fig. 5 zeigt die Abwandlung, daß das Band 18 mit den
Ausstanzungen ein um die Umlenkwalzen 40 und 41 umlaufen
des Dauerband ist. Dies ist für Produktionen von Vorteil,
die bei gleichbleibenden Verpackungsformen eine längere
Zeit laufen. Dieses Band 39 kann einfach gegen ein anderes
Band ausgewechselt werden. Auch dieses Band ist zweckmäßig
mit Druckmarken versehen.
Wie die Beschreibung zeigt, läßt die erfindungsgemäße
Lösung vielfache Abwandlungen und einfache Maßnahmen
zum Verpacken mit geringen baulichem Aufwand bei hoher
Variationsänderung zu.
Claims (11)
1. Verfahren zum Herstellen von Verpackungen aus thermo
plastischer Kunststoffolie in Gestalt von Schalen oder
dergleichen im wesentlichen formbeständigen Behälter mit
einem an dem Einfüllende als Flansch nach außen abstehen
dem Rand, an dem durch Schweißung, Heißsiegelung oder
Klebung eine Abdeckfolie angebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
vorgefertigte Schalen fortlaufend hintereinander und in
geringem Abstand in die jeweils zugeordneten hinterein
ander vorhandenen Ausnehmungen bzw. Vertiefungen eines
Bandes eingebracht und dann mit dem Einfüllgut versehen
und dann diesem Band fortlaufend eine vorbereitete und
vorzugsweise bedruckte Folienbahn zugeführt wird, die
breiter ist als die zu verschließende Breite der Schale
einschließlich des Randes, und in der Folienbahn jeweils
mit einer umschlossenen Begrenzung Schwächungslinien,
insbesondere als Perforationsschnitte angebracht sind,
die der Flächenbemessung des Deckels entsprechend und
die Folienbahn mit dem Rand der Schale verbunden und
in der Schwächungslinie die Deckelfläche von der Folien
bahn getrennt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß zugleich auch nebeneinander vor
gefertigte Schalen in die Ausnehmungen bzw. Vertie
fungen des Bandes gebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Band aus ther
moplastischer Kunststoffolie bestehend kurz vor sei
ner Benutzung aus Kunststoffolien-Abfällen nach dem
Extrusions- oder Blasverfahren hergestellt wird und
nach seiner Anwendung dem Abfall zugeführt und somit
ein Service-Band geschaffen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß in dem Service-
Band nach seiner Herstellung Schalen tiefgezogen
und in diese Schalen die vorgefertigten Schalen
eingebracht und mit diesem Band zu der Folienbahn
mit dem in diesem durch Schwächungslinien vorberei
teten Deckelfolien gebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß in dem Service-
Band in seiner Herstellung Ausnehmungen ausgestanzt
und in diese Ausnehmung die zugeordneten vorgefer
tigten Schalen mit deren Rand aufgelegt werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die in dem
Service-Band von den vorgefertigten Schalen freien
streifenförmigen Zonenbereiche und die in der Deckel
folienbahn die die Schwächungslinien außen umgebenden
freien streifenförmigen Zonenbereiche mit Druckmarken
versehen und/oder durch örtliche Verschweißung mit
einander verbunden werden, daß sie vor der Befestigung
der Deckel eine bauliche Einheit bilden und die vor
genannten streifenförmigen Zonenbereiche, insbesondere
im Bereich der äußeren längsverlaufenden Kanten der
beiden Bahnen als Angriffsflächen für Antriebe, bei
spielsweise Riemen oder Ketten benutzt werden.
7. Verfahren zum Herstellen einer Verpackung aus ther
moplastischer Kunststoffolie in Gestalt einer Schale
oder dergleichen im wesentlichen formbeständigen Be
hälter mit einem an seinem Einfüllende als Flansch
nach außen abstehenden Rand, an dem durch Schweißung,
Heißsiegelung oder Klebung eine Abdeckfolie ange
bracht wird, dadurch gekenn
zeichnet, daß die mit dem Füllgut befüllte
Schale mit einer vorbereiteten Deckelfolie belegt
wird, deren Fläche größer ist als die zu verschlie
ßende Fläche der Schale einschließlich des Randes,
und in der Deckelfläche Perforationsschnitte oder
dergleichen Schwächungslinien angebracht sind, in
denen nach dem Verbinden der Deckelfolie an dem Flansch
der Schale der darüber nach außen vorstehende Rand der
Deckelfolie abgetrennt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß gleichzeitig mehrere
gefüllte Schalen mit einer zusammenhängenden Deckel
folie belegt werden, in der an der jeden Schale zuge
ordnet die Schwächungslinien, insbesondere als Perfo
rationsschnitte, zugeordnet sind, und die Streifen
zwischen der Deckelfolie im Bereich zwischen den durch
Schwächungslinien begrenzten Deckelflächen zur Anbrin
gung von Aufreißlaschen genutzt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Streifen in der
Deckelfolie im Bereich zwischen dem durch die
Schwächungslinien begrenzten Deckelflächen als Trans
porteinrichtungen für die Deckelfolien verwendet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Streifen der
Deckelfolie im Bereich zwischen den durch die
Schwächungslinien begrenzten Deckelflächen mit Druck
marken zur Steuerung der Deckelfolie und deren Aus
richtung zu den mit Füllgut versehenen Schalen verwen
det wird.
11. Verfahren zum Herstellen von Deckelfolien nach den An
sprüchen 1 und 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß zur Bildung der Deckelfolien
in einer Folienbahn als Papier oder thermoplastischer
Kunststoffolie oder einer Kombination beider Materialien
fortlaufend nebeneinander und hintereinander jeweils
mit einer umschlossenen Begrenzung Schwächungslinien,
insbesondere als Perforationsschnitte, angebracht und
in Längsrichtung der Folienbahn, insbesondere im Bereich
der Längskanten, freie Zonen belassen werden, die dem
Transport der Folienbahn dienen.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873701770 DE3701770A1 (de) | 1987-01-22 | 1987-01-22 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen einer verpackung aus thermoplastischer kunststoffolie |
| US07/144,264 US4819412A (en) | 1987-01-22 | 1988-01-14 | Process and apparatus for the manufacture of a package made of a thermoplastic synthetic sheet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873701770 DE3701770A1 (de) | 1987-01-22 | 1987-01-22 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen einer verpackung aus thermoplastischer kunststoffolie |
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| DE3701770A1 true DE3701770A1 (de) | 1988-08-04 |
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ID=6319300
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19873701770 Withdrawn DE3701770A1 (de) | 1987-01-22 | 1987-01-22 | Verfahren und vorrichtung zum herstellen einer verpackung aus thermoplastischer kunststoffolie |
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