DE3701467A1 - Magneto-elektrischer geschwindigkeitsaufnehmer - Google Patents
Magneto-elektrischer geschwindigkeitsaufnehmerInfo
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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- B60T8/00—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
- B60T8/17—Using electrical or electronic regulation means to control braking
- B60T8/171—Detecting parameters used in the regulation; Measuring values used in the regulation
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Geschwindigkeitsaufnehmer
der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung.
Derartige Sensoren sollen, insbesondere bei ihrer Anwendung
zum Einbau in Kraftfahrzeuge, bei geringen Einbauabmessungen
auswertbare Signale auch bei kleinen Drehzahlen liefern.
Um diese von der Flußänderung im Magnetkreis abhängigen
Signale, d.h. die in der Spule induzierte Spannung, auch
bei geringen Drehzahlen über einem vorbestimmten Wert zu
halten, ist man bestrebt, den Luftspalt zwischen den
Zähnen und den gegenüberliegenden Polflächen so klein als
möglich zu halten und die Windungszahl der Spule so groß
als möglich zu machen.
Bei einem gattungsgemäßen Drehzahlmesser ist entweder
das Polrad mit an seinem Umfang verteilten Magneten
versehen oder ein Teil des Magnetkerns der Spule ist als
Magnet ausgebildet (DE-AS 22 51 967).
Bei einem anderen in der DE-OS 24 60 772 beschriebenen
Drehzahlsensor ist der gesamte Mittelschenkel des Eisen
kerns als Permanentmagnet ausgebildet und die Seiten
schenkel tragen zwei in Reihe geschaltete Spulen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungs
gemäßen Geschwindigkeitsaufnehmer derart zu verbessern, daß
durch Erhöhung der Flußänderung nach der Zeit auch bei geringen
Geschwindigkeiten auswertbare Signale störunempfindlich
geliefert werden. Darüber hinaus sollen die Abmessungen
des gesamten Systems und die benötigte Menge des kostenbe
stimmenden Dauermagnetmaterials so klein als möglich sein.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die im
Kennzeichnungsteil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Merkmale.
Es hat sich gezeigt, daß eine solche Magnetanordnung optimale
Verhältnisse ergibt, weil hierdurch der Streufluß bei
minimalem Luftspalt, d.h. wenn jeweils ein Zahn je einer
Polfläche bzw. dem Magneten gegenüberliegt, sehr klein
gehalten werden kann, selbst wenn der mechanisch bedingte
Abstand baulich zu beherrschende Werte aufweist. Dadurch
daß der Permanentmagnet sich nur über ein kurzes Stück
des Mittelschenkels erstreckt, wird der magnetische
Widerstand des Kreises klein gehalten und es ergeben sich
große Flußunterschiede zwischen den beiden Extremstellungen
mit kleinstem Luftspalt (Zähne stehen den Polflächen gegen
über) und größtem Luftspalt (Zahnlücken stehen den Polflächen
gegenüber).
Der erfindungsgemäße Sensor ist zur Feststellung von Winkel
geschwindigkeiten aber auch zur Aufnahme von Lineargeschwin
digkeiten geeignet. Im letzten Fall müßte anstelle eines
Zahnrades eine Zahnstange benutzt werden.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines
erfindungsgemäß aufgebauten Geschwindig
keitaufnehmers;
Fig. 2A u. 2B einen Schnitt eines Geschwindigkeitaufnehmers
mit gegenüberliegend angeordnetem Polrad (bzw.
Zahnstange) mit unterschiedlicher Relation
von Kernabmessung und Zahnteilung;
Fig. 3 eine Darstellung des Geschwindigkeitsaufnehmers
mit eingezeichneten Feldlinien bei minimalem
Luftspalt;
Fig. 4 eine Darstellung des Geschwindigkeitsaufnehmers
mit eingezeichneten Feldlinien bei maximalem
Luftspalt.
Der erfindungsgemäße Geschwindigkeitsaufnehmer weist einen E-
förmigen Eisenkern 10 mit Seitenschenkeln 12 und einem Mittel
schenkel 14 auf. Das Ende des Mittelschenkels wird von
einem flachen kräftigen Permanentmagneten 16 gebildet.
Der Mittelschenkel wird von einem Spulenträger 18 um
schlossen, auf dem eine Spule 20 mit möglichst vielen
Windungen aufgewickelt ist. Der Sensor ist gegenüber einem
umlaufenden Polrad 22 (oder einer gezahnten Stange) fest derart
angeordnet, daß die die Polflächen 28 bildenden Enden der
Schenkel 12 und 14 dem Polrad 22 zugewandt sind, das Zähne
24 und Zahnlücken 26 aufweist. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ent
spricht der Abstand der Zähne dem Abstand der Schenkel. In der
in Fig. 2 und 32 dargestellten Stellung mit kleinstem Luftspalt
hat der Magnetkreis den kleinsten magnetischen Widerstand
und, wie aus Fig. 3 ersichtlich, schließt sich der über
wiegende Teil der Feldlinien über das Polrad während in
der aus Fig. 4 ersichtlichen Stellung mit größtem Luft
spalt ein erhöhter Streufluß vorhanden ist.
Für die gegenseitige Stellung des Sensors und des Zahnrades
(der gezahnten Stange) sind in Fig. 2A und 2B zwei Varianten
gezeichnet; beide sind möglich und ungefähr gleich gut.
Bei der Variante gemäß Fig. 2A entspricht der Mittenabstand
von Mittelschenkel zu jedem Seitenschenkel einer Zahnteilung,
d.h. es bedeckt der Sensor nur 4, 5 Abstände Zahn/Lücke und
weist somit die kleinstmöglichen äußeren Abmessungen auf.
Dadurch, daß die Seitenschenkel dieselbe Achse wie die gegen
überliegenden Zähne haben, wenn der breitere Mittelschenkel
direkt gegenüber einem Zahn liegt, ist die Flußänderung
durch die Spule am größten. Bei der Variante gemäß Fig. 2B
ist der Abstand zwischen der rechten Seite des Mittel
schenkels und der rechten Seite eines Seitenschenkels
gleich einer Zahnteilung. (Das gleiche gilt natürlich
für die Seitenabstände links. Dies wird dadurch erreicht,
daß der Kern etwas breiter ist (5 Abstände Zahn/Lücke),
wobei die äußeren Schenkel mit den gegenüberliegenden
Zähnen nicht mehr gleichachsig sind, wenn der breitere
Mittelschenkel direkt gegenüber einem Zahn liegt. Dadurch
ist die Flußänderung in der Spule etwas kleiner als bei
der Variante Fig. 2A. Dafür hat man jedoch mehr Platz
für die Spule geschaffen, so daß die Signalspannung fast
unverändert bleibt.
Bei gleicher Zahnteilung und gleicher Breite von Zahn und
Zahnlücke kann der Sensor nach Fig. 2A schmaler als nach
Fig. 2B gehalten werden. Es soll jedoch auch vorbehalten
bleiben, bei einem Sensor nach Fig. 2A die Zahnlücke schmaler
zu gestalten, so daß sich Verhältnisse nach Fig. 2B ergeben.
Ebenso könnten bei der Ausführung nach Fig. 2B die Zahn
lücken breiter gestaltet werden, so daß man die Verhält
nisse nach Fig. 2A erhält.
Es hat sich gezeigt, daß durch die erfindungsgemäße Aus
bildung bei gleichen Abmessungen eine wesentlich erhöhte
Signalspannung gegenüber vergleichbaren Anordnungen er
halten werden kann.
Darüberhinaus erfordert der erfindungsgemäße Sensor
eine minimale Menge von Dauermagnetmaterial, was sich
besonders günstig auf den Herstellungspreis auswirkt.
Alle bekannten Systeme (mit mehreren Magneten oder einem
Magneten als Mittelschenkel) erfordern ein Vielfaches
an Magnetmaterial und erzeugen trotzdem eine wesentlich
niedrigere Signalspannung.
Die Erklärung dafür liegt darin, daß bei dem erfindungs
gemäßen Sensor optimale Verhältnisse zwischen den ver
schiedenen, im Magnetkreis vorhandenen Magnetwiderständen
geschaffen werden.
So z.B. tritt in diesem Magnetsystem praktisch keine
Streuung zwischen dem Mittelschenkel und den beiden Seiten
schenkeln auf (Fig. 3 und Fig. 4), da alle diese Eisenteile
fast das gleiche Magnetpotential aufweisen. Damit erreicht
man einen großen Vorteil, der bei den bekannten Systemen
nicht auftritt: mit dem erfindungsgemäßen Geschwindigkeits
aufnehmer kann man die erwünschte Signalspannung dadurch
erhöhen, daß man den E-förmigen Eisenkern (und damit auch
die Spule) länger gestaltet. Da dadurch keine zusätzliche
Magnetstreuung im System auftritt, ändert sich die Signal
spannung praktisch proportional mit der Schenkellänge.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, hat der Mittelschenkel
den doppelten Querschnitt der Seitenschenkel, da sich der
Fluß auf die beiden Seitenschenkel aufteilt. Der Magnet 16
ist mit seiner Magnetachse in Richtung des Mittelschenkels
verlaufend gepolt, d.h. einer seiner Pole ist dem Pol
rad zugewandt und der andere Pol liegt dem Ende des Mittel
schenkels an. Die Erstreckung des Permanentmagneten 16 in
Flußrichtung ist infolge der flachen Bauweise klein, so
daß sein magnetischer Widerstand nur einen kleinen Anteil
des Gesamtmagnetwiderstandes darstellt.
Claims (7)
1. Magneto-elektrischer Geschwindigkeitsaufnehmer,
insbesondere als Winkelgeschwindigkeits-Sensor bzw.
Schlupf-Sensor für Antiblockiersysteme oder
Vortriebsregler mit einem E-förmigen mit
einem Permanentmagneten ausgestatteten
Eisenkern, an dessen Polflächen der Umfang
eines gezahnten weichmagnetischen Polrades vorbei
läuft und mit einer den Mittelschenkel des Eisen
kerns umschließenden Spule, von der das geschwindig
keitsabhängige Signal abgenommen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das dem Polrad (22)
zugewandte freie Ende des Mittelschenkels (14)
mit dem Permanentmagneten (16) besetzt ist.
2. Geschwindigkeitsaufnehmer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des
Permanentmagneten (16) dem Querschnitt des Mittel
schenkels (14) des rechteckig ausgebildeten
Eisenkerns entspricht.
3. Geschwindigkeitsaufnehmer nach den Ansprüchen 1 u. 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Permanent
magnet (14) außerhalb des von der Spule (20)
umschlossenen Raumes liegt.
4. Geschwindigkeitsaufnehmer nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelschenkel
(14) des E-förmigen Eisenkerns (10) den doppelten
Eisenquerschnitt jedes Seitenschenkels aufweist.
5. Geschwindigkeitsaufnehmer nach den Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt eines
Zahnes (24) des Polrades (oder einer gezahnten
Stange) dem Querschnitt des Mittelschenkels (14)
entspricht.
6. Geschwindigkeitsaufnehmer nach den Ansprüchen 4 u. 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnteilung dem
Mittelabstand benachbarter Schenkel entspricht
(Fig. 2A).
7. Geschwindigkeitsaufnehmer nach den Ansprüchen 4 u. 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnteilung dem
Abstand einander entsprechender Seitenflächen
zweier benachbarter Schenkel entspricht
(Fig. 2B).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873701467 DE3701467A1 (de) | 1987-01-20 | 1987-01-20 | Magneto-elektrischer geschwindigkeitsaufnehmer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873701467 DE3701467A1 (de) | 1987-01-20 | 1987-01-20 | Magneto-elektrischer geschwindigkeitsaufnehmer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3701467A1 true DE3701467A1 (de) | 1988-07-28 |
Family
ID=6319115
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873701467 Ceased DE3701467A1 (de) | 1987-01-20 | 1987-01-20 | Magneto-elektrischer geschwindigkeitsaufnehmer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3701467A1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1987
- 1987-01-20 DE DE19873701467 patent/DE3701467A1/de not_active Ceased
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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