DE3701040A1 - Spindelpositioniervorrichtung - Google Patents
SpindelpositioniervorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Spindelpositioniervorrichtung
zum Positionieren beispielsweise der Spindel einer Werkzeugmaschine
mit höchster Genauigkeit bei gleichzeitiger
Vereinfachung des Aufbaus einer Drehzahluntersetzung oder
dergleichen, die einem Spindelmechanismus zugeordnet ist.
Durch die Erfindung sollen komplizierte Werkstück-Bearbeitungsvorgänge
vereinfacht werden.
Die Spindel-Steuer- und Regelvorrichtungen für Werkzeugmaschinen
besitzen hochentwickelte Steuer- und Regeleinrichtungen,
die in jüngerer Zeit mehr und mehr rechnergestützt
arbeiten. Allerdings leiden die bislang entwickelten
Spindelsteuerungen an den im folgenden näher erläuterten
Unzulänglichkeiten in Verbindung mit der Spindel-Positionierung,
wenn es darum geht, eine Hochgeschwindigkeits-
Positionierung durchzuführen, um die Bearbeitungsgeschwindigkeit
zu erhöhen.
Fig. 1 zeigt in Form eines Blockdiagramms eine für eine
Werkzeugmaschine ausgelegte Spindelpositioniervorrichtung.
An einen Kontakt X 1 eines Umschalters 2 wird ein Solldrehzahlsignal
gegeben, welches über einen gemeinsamen Kontakt
X 0 des Umschalters an einen Drehzahl-Regelprozessor 4 gelangt.
Der Prozessor 4 verarbeitet das zugeführte Solldrehzahlsignal
arithmetisch und erzeugt dadurch ein Solldrehmomentsignal
B 1, welches einem Vektor-Regelprozessor
6 zugeführt wird. In dem Vektor-Regelprozessor 6 erfolgen
verschiedene Berechnungen, zum Beispiel eine Schlupf-Berechnung,
eine Phasenumsetzung und dergleichen Berechnungen,
die zum Regeln eines Spindelmotors 10 notwendig
sind. Der Vektor-Regelprozessor 6 erzeugt Dreiphasen-
Signale C 1 bis C 3, die an einen Dreiphasen-PWM-Sromregelverstärker
8 angelegt werden, welcher die Leistung der
Dreiphasen-Signale C 1 bis C 3 verstärkt (PWM = Impulsbreitenmodulation).
Die verstärkten Signale C 1 bis C 3 werden
dann als Antriebsstrom D 1 an den Spindelmotor 10 gegeben.
Der Spindelmotor 10 ist axial mit einem Impulsgeber 12 gekoppelt,
der abhängig von der Drehzahl des Spindelmotors
10 einen Impulszug QM erzeugt.
Die Drehzahl des Spindelmotors 10 wird von einem in einem Getriebekasten
14 untergebrachten (nicht gezeigten) Zahnräderwerk
zum Drehen der Spindel 16 untersetzt. An die
Spindel 16 ist über ein Getriebe 18 ein Stellungskodierer
20 gekoppelt, der abhängig von der Drehzahl der Spindel
16 ein Stellungssignal QF erzeugt. Der von dem Impulsgeber
12 kommende Impulszug QM wird von einem Phasendetektor 22
in ein dem Vektor-Regelprozessor zugeführtes Phasensignal
QMP umgesetzt. Das Stellungssignal QF, welches die Form
eines Impulszuges hat, wird an einen Stellungsdetektor
oder -geber 26 gelegt, der es in Stellungsdaten QPF umsetzt,
welche sowohl einer Nullpunkt-Einstellschaltung 28 als
auch einem Subtrahierglied 30 zugeführt werden. Wenn der
Nullpunkt für das Stellungsdatensignal QFP eingestellt
wird, d. h., wenn die Ausgangsstellung des Stellungskodierers
20 bestätigt wird, liefert die Nullpunkt-Einstellschaltung
28 ein Rücksetzsignal an ein an den Ausgangsanschluß
der Schaltung 28 angeschlossenes Flipflop 32.
Das Flipflop 32 empfängt einen Spindel-Positionierbefehl
S 1, der auch an den Umschalter 2 gelegt wird. Ansprechend
auf den Spindel-Positionierbefehl S 1 verbindet der Umschalter
2 den gemeinsamen Kontakt X 0 mit dem Kontakt X 2, und
legt das Flipflop 32 ein Setz-Ausgangssignal SS an einen
Umschalter 34. In dem Umschalter 34 wird daraufhin ein gemeinsamer
Kontakt Y 0 an einen Kontakt Y 1 gelegt, so daß
ein "Langsam"-Signal S 1 über die Umschalter 34 und 2 an
den Drehzahl-Regelprozessor 4 gelangt. Der Subtrahierer
30 ermittelt die Differenz zwischen einem Sollstellungssignal
PC 1 und dem Stellungsdatensignal QFP und gibt ein
Differenzsignal an einen Regelverstärker 36, der eine
PI-(Proportional-Integral)Regelung vornimmt und ein Solldrehzahlsignal
A 0 erzeugt. Das Solldrehzahlsignal A 0 wird
dann auf den Kontakt Y 2 des Umschalters 34 gegeben.
Die in Fig. 1 dargestellte Anordnung arbeitet wie folgt:
Die Spindelpositioniervorrichtung besitzt zwei Betriebsarten.
Bei der einen Betriebsart handelt es sich um eine
Drehzahl-(Geschwindigkeits-)Regelung, bei der der durch
die Werkzeugmaschine vorgenommene Bearbeitungsvorgang mit
konstanter Geschwindigkeit durchgeführt wird. Die andere
Betriebsart ist die Stellungsregelung, bei der die Spindel
16 in eine spezifizierte Zielstellung gebracht wird. Bei
der Drehzahlregelung ist der gemeinsame Kontakt X 0 an den
Kontakt X 1 des Umschalters 2 geschaltet, und das Solldrehzahlsignal
A 1 sowie das die Drehzahl des Spindelmotors 10
angebende Istdrehzahl-Datensignal QMV von dem Drehzahlgeber
24 werden an den Drehzahl-Regelprozessor 4 gegeben. Der
Drehzahl-Regelprozessor 4 berechnet die Differenz zwischen
dem Solldrehzahlsignal A 1 und dem Istdrehzahl-Datensignal
QMV und legt ein für diese Differenz kennzeichnendes Drehmomentsignal
P 1 an den Vektor-Regelprozessor 6. Der Vektor-
Regelprozessor 6 berechnet aus dem Phasendatensignal QMP
abhängig von dem Drehmomentsignal B 1 die Schlupf- und
Stromvektor-Phase des Spindelmotors 10 und gibt Dreiphasen-
Stromsignale C 1 bis C 3 an das Stromverstärker-Stell
glied 8. Der Verstärker 8 verstärkt die Leistung der Drei
phasen-StromsignaleC 1 bis C 3 und speist in den Spindelmotor
10 einen Antriebsstrom B 1 ein. Das Drehmoment des
Spindelmotors 10 wird über das Untersetzungs-Zahnräderwerk
in dem Getriebekasten 14 auf die Spindel 16 übertragen,
um diese mit der Solldrehzahl A 1 zu drehen.
Wenn die Spindel 16 in dem oben geschilderten Zustand
positioniert werden soll, wird die Stellungsregelung oder
Positionierbetriebsart ausgewählt, indem ein Haupt-Positionierbefehl
S 1 an das Flipflop 32 und den Umschalter 2
und außerdem das Sollstellungssignal PPC 1 an das Subtrahierglied
30 gelegt wird. Zu diesem Zeitpunkt wird auch
an den Umschalter 34 ein "Langsam"-Befehlssignal L 1 gegeben.
Der gemeinsame Kontakt Y 0 ist an den Kontakt Y 1 des
Umschalters 34 gelegt, und der gemeinsame Kontakt X 0 liegt
an dem Kontakt X 2 des Umschalters 2.
Bei der Stellungsregelung wird der Spindelmotor 10 zu Beginn
entsprechend dem "Langsam"-Signal L 1 bei niedriger
Drehzahl soweit gedreht, bis die Ausgangsstellung des
Stellungskodierers 20 festgestellt wird. Wird die Ausgangsstellung
des Stellungskodierers 20 durch die Nullpunkt-
Einstellschaltung 28 bestätigt, gibt das Flipflop 32 ein
Setzsignal SS an den Umschalter 34, um den gemeinsamen
Kontakt Y 0 mit dem Kontakt Y 2 zu verbinden, woraufhin ein
Solldrehzahlsignal A 0 über die Umschalter 34 und 2 an den
Drehzahl-Regelprozessor 4 gegeben wird. Wenn das Sollstellungssignal
PC 1 und das Stellungsdatensignal QFP, welches
die Stellung der Spindel 16 angibt, miteinander übereinstimmt,
wird der Spindelmotor 10 angehalten, wodurch die
Positionierung der Spindel 16 beendet wird.
Bei der Spindelpositioniervorrichtung mit dem oben beschriebenen
Aufbau gibt es eine große, durch Totgang und
Hysterese zwischen dem an den Spindelmotor 10 gekoppelten
Impulsgeber 10 und dem an die Spindel 16 gekoppelten
Stellungskodierer 20 verursachte Detektorzeitdifferenz.
Da eine solche Detektorzeitdifferenz hier nicht kompensiert
wird, ist die Positioniergenauigkeit gering und
außerdem die Haltekraft zum Halten der Spindel in der
festgelegten Lage relativ niedrig. Verwendet man als
Stellungskodierer 20 einen Inkrementalkodierer, so hat,
wenn die Vorrichtung von Drehzahlregelung auf Positionierbetrieb
wechselt, der Positioniervorgang begonnen, nachdem
die Spindel eine oder mehr Umdrehungen gemacht hat,
damit die Ausgangsstellung des Inkrementalkodierers bestätigt
wurde. Diese führt zu beträchtlichen Zeitverlusten.
Diese Zeitverluste lassen sich zwar durch Verwendung eines
Absolut-Kodierers als Stellungskodierer 20 verringern,
allerdings sind solche Absolut-Kodierer teuer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spindelpositioniervorrichtung
zu schaffen, die eine extrem genaue
Positionierung der Spindel bei minimalen Zeitverlusten
während des Positioniervorgangs gestattet.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
Im folgenden wird eine Ausführungbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockdiagramm einer bereits entwickelten
Spindelpositioniervorrichtung, und
Fig. 2 ein Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen
Spindelpositioniervorrichtung.
Nach Fig. 2 wird ein Sollgeschwindigkeitssignal, hier
speziell ein Solldrehzahlsignal A 1 durch eine Solldrehzahlsignal-
Schnittstelle 50 umgesetzt in ein digitales
Solldrehzahl-Datensignal A 2, welches sich für die Weiterverarbeitung
und die Regelung durch einen Rechner eignet.
Das digitale Solldrehzahl-Datensignal A 2 wird an eine
zentrale Verarbeitungseinheit (CPU) 52 gegeben. In der
CPU 52 wird das von der Schnittstelle 50 kommende digitale
Solldrehzahl-Datensignal A 2 über einen Umschalter 54 einem
Drehzahl-Regelprozessor 56 zugeführt, in welchem eine
arithmetische Drehzahlverarbeitung erfolgt. Das Ausgangssignal
des Prozessors 56 wird in einem Vektor-Regelprozessor
58 einer arithmetischen Vektor-Verarbeitung unterzogen.
Der Vektor-Regelprozessor 58 erzeugt Dreiphasen-
Stellsignale C 1 bis C 3, die von einem Dreiphasen-PWM-
Stromverstärker 60 zum Antreiben eines Spindelmotors 62
verstärkt werden.
Der Spindelmotor 52 ist an einen einen Drehmelder aufweisenden
Absolut-Winkelgeber 64 gekoppelt. Eine von dem
Spindelmotor 62 gedrehte Spindel 66 ist an einen einen
Drehmelder aufweisenden Absolut-Stellungsgeber 68 gekoppelt.
Von den Drehmeldern 64 bzw. 68 kommende Ausgangssignale
RM und RF werden auf eine Rückkopplungs-Verarbeitungseinheit
70 gegeben, welche Phasendaten-Umsetzer 72
und 74 aufweist, die die Ausgangssignale RM bzw. RF digitalisieren.
Phasendifferenzsignale, die kennzeichnend sind für die
Phasendifferenzen zwischen den Erregungssignalen für die
Drehmelder 64 und 68 einerseits und Signalen an deren
Sekundärseiten andererseits, werden von den Phasendaten-
Umsetzern 72 und 74 in entsprechende digitale Signale umgesetzt,
die ihrerseits als Phasendatensignal PM bzw.
Phasendatensignal PF ausgegeben werden. Das Phasendatensignal
PM und das Phasendatensignal PF werden der CPU 52
zugeführt, in der das Phasendatensignal PM einem Hybrid-
Stellungs-Regelprozessor 76, dem Drehzahl-Regelprozessor
56 und dem Vektor-Regelprozessor 58 zugeführt wird, während
das Phasendatensignal PF lediglich dem Hybrid-Stellungs-
Regelprozessor 76 zugeführt wird.
Ein Spindel-Positionierbefehlssignal S 1 und ein Sollstellungssignal
PC 1 werden der CPU 52 zugeführt, in der die
Signale zuerst dem Hybrid-Stellungs-Regelprozessors 76
zugeleitet werden. In dem Hybrid-Prozessor 76 wird das
Positionierbefehlssignal S 1 einer Sollstellungssignal-
Schnittstelle 98 zugeführt, die das Signal S 1 in ein Sollstellungs-
Datensignal S 2 mit vorbestimmter Signalform umsetzt.
Dieses Sollstellungs-Datensignal wird dann an den
Umschalter 54 gelegt. Das Sollstellungs-Datensignal dient
zum Trennen eines gemeinsamen Kontakts des Umschalters 54
von einem Kontakt Z 1, der mit der Solldrehzahlsignal-
Schnittstelle 50 in Verbindung steht. Stattdessen wird der
gemeinsame Kontakt mit einem Kontakt Z 2 verbunden. Das
Sollstellungssignal PC 1 wird von einer Sollstellungssignal-
Schnittstelle 80 in ein Sollstellungs-Datensignal PC 2 umgesetzt,
welches einem Stellungsfehler-Prozessor 84 zugeleitet
wird.
Die Phasendaten PM und PF werden jeweils von einem Phasenstellungs-
Umsetzer 86 bzw. 88 in Stellungsdaten PM 1 bzw.
Stellungsdaten PF 1 umgesetzt, welche Stellungsfehler-
Prozessoren 90 bzw. 84 zugeführt werden. Das Stellungsdatensignal
PF 1 und das Sollstellungs-Datensignal PC 2
werden in dem Stellungsfehlen-Prozessor 84 verarbeitet,
wodurch ein Stellungsfehler-Datenwert PP 1 erhalten wird,
der an eine Übersetzungs-Korrektureinrichtung 94 gelegt
wird, in der der Stellungsfehler-Datenwert PP 1 mit einem
Übersetzungswert K 1 eines in einem Getriebekasten 92 untergebrachten
Zahnräderwerks zwischen dem Spindelmotor 62 und
der Spindel 66 verknüpft wird. Der Übersetzungswert K wird
hier als Parameter verwendet. Die Übersetzungs-Korrektureinrichtung
94 gibt einen Stellungs-Korrekturdatenwert PP 2
an den Stellungsfehler-Prozessor 90, in welchem bezüglich
des Stellungs-Datensignals PM 1 ein Fehler berechnet wird.
Dann wird ein Stellungsfehler-Korrekturdatenwert PP 3 von
dem Stellungsfehler-Prozessor 90 an einen Solldrehzahlsignal-
Umsetzer 96 gegeben, der den Stellungsfehler-Korrekturdatenwert
PP 3 umsetzt in ein Solldrehzahlsignal AF,
welches dem Umschalter 54 zugeführt wird.
Die in Fig. 2 dargestellte Spindelpositioniervorrichtung
arbeitet wir folgt: Es gibt drei Betriebsarten. Die erste
Betriebsart ist die Geschwindigkeits- oder Drehzahlregelung,
bei der die Spindel 66 so angetrieben wird, daß sie
sich mit einer spezifischen konstanten Geschwindigkeit
dreht. Die zweite Betriebsart ist eine Positionierbetriebsart,
bei der die Spindel 66 in eine spezielle Zielstellung
gebracht wird. Die dritte Betriebsart ist eine Stellungshalte-
Betriebsart, bei der die Spindel 66 in der Zielstellung
gehalten wird.
Bei der Drehzahlregelung wählt der Umschalter 54 den Kontakt
Z 1 aus, und das Solldrehzahlsignal A 1 sowie das Phasendatensignal
PM, welches kennzeichnend ist für die Phase
des Spindelmotors 62, werden dem Drehzahl-Regelprozessor
56 zugeführt, um für den Spindelmotor 62 als Regelstrecke
eine Drehzahlregelung mit geschlossenem Regelkreis und
arithmetischen Regelung durchzuführen. Als Ergebnis der
arithmetischen Berechnungen legt der Drehzahl-Regelprozessor
56 an den Vektor-Regelprozessor 58 ein Drehmomentsignal
BB 1, so daß der Vektor-Regelprozessor 58 den
Schlupf- und Stromvektor des Spindelmotors 62 aus dem
Phasendatensignal PM nach Maßgabe des Soll-Drehmomentsignals
BB 1 berechnet und Dreiphasen-Strom-Stellsignale
C 1 bis C 3 ausgibt.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, werden die Dreiphasen-Strom-
Stellsignale C 1 bis C 3 dem Dreiphasen-PWM-Verstärker 60
zugeführt, der die ihm zugeführten Signale verstärkt und
in den Spindelmotor 62 einen Antriebsstrom D 1 einspeist.
Der Spindelmotor 62 wird nun nach Maßgabe des Solldrehzahlsignals
A 1 mit einer konstanten Drehzahl gedreht. Wenn
der Spindelmotor 62 mit konstanter Drehzahl zu drehen
beginnt, wird die Drehzahl des Spindelmotors 62 entsprechend
dem Übersetzungswert K des in dem Getriebekasten
92 befindlichen Getriebes untersetzt, und die Hauptwelle
66 wird mit konstanter, reduzierter Drehzahl
gedreht.
Soll die Spindel 66 positioniert werden, wird die Positionierbetriebsart
ausgewählt, indem das Spindel-Positioniersignal
S 1 und das Sollstellungssignal PC 1 an den
Hybrid-Stellungs-Regelprozessor 76 gegeben werden. Der
Umschalter 54 wählt nun den Kontakt Z 2 aus. Der Stellungsfehler-
Prozessor 84 berechnet einen Stellungsfehler (Abweichung)
des Stellungsdatenwerts PF 1 bezüglich des Sollstellungssignals
PC 1. Der von dem Stellungsfehler-Prozessor
84 erzeugte Stellungsfehler-Datenwert PP 1 wird in
der Übersetzungs-Korrektureinrichtung 84 dazu herangezogen,
eine Zielstellung für den Spindelmotor 62 zu berechnen,
indem von dem Übersetzungsverhältnis K des in dem
Getriebekasten 92 befindlichen Zahnräderwerks Gebrauch
gemacht wird. Die so berechnete Zielstellung wird als
Stellungs-Korrekturdatenwert PP 2 an den Stellungsfehler
Prozessor 90 gegeben, in welchem ein Stellungsfehler zwischen
der Zielstellung und dem Stellungsdatenwert PM 1
berechnet wird, um einen Stellungsfehler-Korrekturdatenwert
PP 3 zu erhalten. Dieser Stellungsfehler-Korrekturdatenwert
PP 3 wird in einen Solldrehzahl-Datenwert AF umgesetzt
und an den Drehzahl-Regelprozessor 56 gegeben.
In dem Drehzahl-Regelprozessor 56 erfolgen eine PI-Regelung
und andere arithmetische Operationen zwecks Ausgabe
eines Soll-Drehmomentsignals BB 1. Auf diese Weise wird
wie im Drehzahlregelbetrieb der Spindelmotor 62 so geregelt,
daß die Spindel 66 entsprechend dem Sollstellungssignal
PC 1 in die gewünschte Stellung gebracht wird. In
anderen Worten: ein durch Signalgeber verursachter Zeitfehler
auf Grund von Totgang und Bewegungsverlust in dem
Zahnräderwerk innerhalb des Getriebekastens 92 wird für
die Stellungsregelung der Spindel 66 vollständig korrigiert.
Ist die Spindel 66 einmal bezüglich des Sollstellungs-signals
PC 1 eingestellt, wird die Stellungs-Halte-Betriebsart
ausgewählt. In dieser Stellungs-Halte-Betriebsart erfolgt
die Stellungsregelung, während die Stellungsdaten PM 1,
die beim Positionieren des Spindelmotors 62 abschließend
gebildet worden sind, als Positionier-Ziel verwendet werden.
Genauer gesagt: Der Stellungsfehler-Datenwert PP 2 bei beendeter
Positionierung wird als Zielwert festgehalten,
so daß auch dann, wenn die Spindel 66 externen Kräften
ausgesetzt wird, die sie zu bewegen trachten, die Spindel
durch auf den Spindelmotor 62 einwirkende Reaktionskräfte
in der Sollstellung gehalten wird.
Die Stellungs-Halte-Betriebsart wird entweder durch Ausgabe
eines Spindel-Positionierbefehls oder durch Betriebsartänderung
aufgehoben. Die Drehmelder 64 und 68 können
direkt an den Spindelmotor 62 bzw. an die Spindel 66 gekoppelt
sein, sie können aber auch eingebaut sein.
Durch die Erfindung ist es möglich, die Spindel mit Hilfe
eines Hybrid-Systems zu positionieren, indem man das
Übersetzungsverhältnis, eine Hysterese und den Totgang
des Getriebes in dem Getriebekasten berücksichtigt, so
daß die Spindel sehr genau positioniert werden kann und
die Kraft zum Verriegeln der Spindel in der Sollstellung
relativ groß ist. Außerdem ist es möglich, den Aufbau
in dem Getriebekasten zu vereinfachen oder das Getriebe
innerhalb des Getriebekastens mit einem hohen Maß an Entwurfsfreiheit
auszulegen. Die Einsatzmöglichkeiten der
Werkzeugmaschine bei der komplexen Bearbeitung eines Werkstücks,
beispielsweise bei Bohrungen, wird erhöht. Da zu
allen Zeiten die Absolut-Stellung der Spindel erfaßt wird.
ergeben sich keine Zeitverluste beim Umschalten in die
Positionierbetriebsart, so daß die Gesamtbearbeitungszeit
für ein Werkstück verkürzt und der Regelvorgang der Maschine
vereinfacht ist.
Claims (5)
1. Spindelpositioniervorrichtung, gekennzeichnet
durch
- einen Absolutwinkelgeber (64), der an einen Spindelmotor (62) gekoppelt ist;
- eine von dem Spindelmotor (62) antreibbare Spindel (66);
- einen an die Spindel gekoppelten Absolut-Stellungsgeber (68); und
- eine Stellungs-Regelprozessoreinrichtung (52), die aus den von dem Absolut-Winkelgeber (64) und dem Absolut-Stellungsgeber (68) abgegebenen Signalen und einem Ziel-Sollstellungssignal ein Stellungsfehlersignal ableitet.
- einen Absolutwinkelgeber (64), der an einen Spindelmotor (62) gekoppelt ist;
- eine von dem Spindelmotor (62) antreibbare Spindel (66);
- einen an die Spindel gekoppelten Absolut-Stellungsgeber (68); und
- eine Stellungs-Regelprozessoreinrichtung (52), die aus den von dem Absolut-Winkelgeber (64) und dem Absolut-Stellungsgeber (68) abgegebenen Signalen und einem Ziel-Sollstellungssignal ein Stellungsfehlersignal ableitet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Absolut-Winkelgeber einen
ersten Drehmelder (64) und der Absolut-Stellungsgeber
einen zweiten Drehmelder (68) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Rückkopplungs-Verarbeitungseinheit
(70) vorgesehen ist, die einen ersten und
einen zweiten Phasendaten-Umsetzer (72, 74) aufweist, welche
an Ausgänge des ersten bzw. des zweiten Drehmelders
(64, 68) angeschlossen sind, um Analog-Ausgangssignale des
ersten und des zweiten Drehmelders in entsprechende Digitalsignale
umzusetzen, die an die Stellungs-Regelprozessoreinrichtung
(52) gelegt werden.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stellungs-
Regelprozessoreinrichtung (52) einen ersten Stellungsfehler-
Prozessor (84) zum Ableiten eines Stellungsfehlers
der Spindel aus einem Spindel-Sollstellungssignal (PC 1)
und dem Ausgangssignal (PF 1) des Absolut-Stellungsgebers
(68), welches die Stellung der Spindel darstellt, und
einen zweiten Stellungsfehler-Prozessor (90) zum Ableiten
einer Abweichung zwischen dem Spindelmotor (62) und der
Spindel (66) aus dem Ausgangssignal des Absolut-Winkelgebers
und einem Ausgangssignal des ersten Stellungsfehler-
Prozessors (84) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellungs-Regelprozessoreinrichtung
(52) außerdem einen zwischen den ersten und
den zweiten Stellungsfehler-Prozessor (84, 90) geschalteten
Übersetzungs-Korrektor (94) enthält, der das Ausgangssignal
des ersten Stellungsfehler-Prozessors (84) mit
einem zu dem Übersetzungsverhältnis eines zwischen dem
Spindelmotor (62) und der Spindel (66) liegenden Zahnräderwerks
in Beziehung stehenden Koeffizienten korrigiert.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3701040A1 true DE3701040A1 (de) | 1987-07-23 |
| DE3701040C2 DE3701040C2 (de) | 1991-09-19 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Families Citing this family (22)
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