DE3700276A1 - Sensor nach dem ultraschall-impuls-echoprinzip mit selbsttaetiger unterdrueckung von stoerzielen - Google Patents
Sensor nach dem ultraschall-impuls-echoprinzip mit selbsttaetiger unterdrueckung von stoerzielenInfo
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Description
Es sind Ultraschallsensoren bekannt, bei denen durch Erzeugung
eines Ultraschallimpulses und Auswertung der von Objekten zu
rückgeworfenen Echos Schaltvorgänge bzw. Überwachungsaufgaben
getätigt werden. Bei manchen dieser Sensoren ist nachteilig,
daß statisch vorhandene Objekte in der Überwachungszone zu einem
permanenten Auslösen führen. Als Beispiel sei die Situation be
nannt, bei der der Sensor automatisch bei Annäherung von Personen
das motorische Öffnen einer Tür veranlassen soll. In den seltesten
Fällen wird der Raum vor der Tür ein absoluter Freiraum sein. Ge
rade wenn man Objekte in Bodennähe ebenfalls beobachten will, kann
es zu Reflektionen des Bodens kommen oder auch von Gegenständen,
die in der Umgebung angeordnet sind, wie z.B. Blumenschmuck.
Diese Reflektionen werden ein Auslösen des Sensors zur Folge haben.
Als Lösung konnte bislang lediglich die Empfindlichkeit des Sensors
zurückgenommen werden oder der Überwachungsbereich eingegrenzt wer
den.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen Sen
sor zu schaffen, der die Umgebung "lernt" und insofern in der Lage
ist, zwischen statischen Zielen und neuen Zielen zu unterscheiden.
Vorteilhaft bei der Erfindung ist die Tatsache, daß in konventio
neller Bauform ein nur geringer Bauteileaufwand notwendig ist, der
die Kosten der Anordnung nicht nachhaltig erhöht.
Es ist weiterhin möglich, das Verfahren im ganzen in einen Mikro-
Computer zu integrieren, wobei der Hardware-Aufwand natürlich
nochmal verringert werden kann.
Im einzelnen macht sich die Erfindung die Tatsache zu Nutze, daß
statische Echos stets in etwa auf der gleichen Position auf der
Zeitachse auftreten. Das gehäufte Auftreten solcher regelmäßigen
Informationen auf der Zeitachse führt erfindungsgemäß dazu, daß die
Ansprechempfindlichkeit der Vorrichtung an genau dieser Position
der Zeitachse partitiell zurück genommen wird. Diese Rücknahme kann
soweit getrieben werden, daß ein statisches Echo restlos unterdrückt
wird, also nicht mehr wahrgenommen wird. Vorteilhaft an der Erfindung
ist ferner, daß damit - ohne Abgleichvorgang - die Überwachung eines
Terrains möglich wird, in dem sich statische Hindernisse befinden.
Im einzelnen arbeitet die Erfindung wie folgt:
In einer Steuerlogik (3) werden alle Impulse und Zeiten generiert,
die im Gerät benötigt werden.
Zum Zeitpunkt t= wird ein Sendeimpuls im Sender (2) erzeugt und ab
gestrahlt. Gleichzeitig werden alle logischen Elemente der Schaltung,
so die Auswertelogik (12) das Schieberegister (9) in die Ausgangs
stellung gebracht.
Ein Echo wird von der Empfangskapsel (1) empfangen. Unter gewissen
technischen Vorraussetzungen ist es möglich, daß die Empfangskapsel
identisch mit der Senderkapsel ist. Das schwache Signal wird in einem
Vorverstärker (4) verstärkt. Ein nachgeschalteter Multiplizierver
stärker (5) verstärkt das Signal weiter, eine Demodulatorstufe (6)
richtet den Impuls gleich und erzeugt eine Hüllkurve, die auf einen
Komperator (7) gegeben wird. Das Signal am nicht invertierten Ein
gang dieses Komperators entspricht im wesentlichen dem Signal am Ein
gang B des Multiplizierers. Wie weiter unten stehend erläutert wird,
ist zwangläufig zu Beginn des Vorgangs die Empfindlichkeit der An
ordnung gegenüber Echos maximal. Am Ausgang des Komperators (7)
wird auf denjenigen Positionen der Zeitachse ein digitales Signal
erzeugt, an denen ein Echo gefunden wird. Dieses Signal wird in einen
Subtrahierer/Addierer (8) eingelesen, von dem es als 8 Bit bzw. 4 Bit
Wort in ein Schieberegister (9) eingelesen wird. Das Schieberegister
wird mit einer Taktrate, die ein gradzahliges Vielfaches der Sender
taktrate ist, wobei das gradzahlige Vielfache der Stufenzahl des
Schieberegisters zu entsprechen hat, betrieben. Genau um eine Zyklus
zeit versetzt erscheint das Signal am Ausgang des Schieberegisters
(9) und wird von dem Digital/Analog-Wandler (10) in eine Korrek
turspannung umgewandelt, die einerseits die Empfindlichkeit des
Multiplizierers (5) herabsetzt, andererseits die Ansprechempfind
lichkeit des Komperators (7) ebenfalls herabsetzt. Ist beim nächsten
Zyklus das Echo immer noch vorhanden, wird ein weiteres Bit im
Addierer (8) aufaddiert, die Empfindlichkeit der Anordnung weiter
herabgesetzt. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis die
Empfindlichkeit an dieser Stelle der Zeitachse so herabgesetzt ist,
daß das Echo ignoriert wird und der weiteren Auswertung entzogen
ist. Die Auswertung erfolgt in einem Subtrahierer (11) indem die
Korrekturspannung (16) und die Ausgangsspannung des Demodulators
(6) von einander subtrahiert wird. Am Ausgang des Subtrahierers
steht dann ein Signal, wenn es sich um ein dynamisches Ziel han
delt, das noch nicht "gelernt" worden ist.
Ist ein statisches Ziel allerdings verschwunden, muß die Möglich
keit bestehen, daß die Anordnung erneut "lernt", indem die par
titielle Unempfindlichkeit aufgehoben wird. Dies erfolgt erfin
dungsgemäß, indem die Logik (14) den Addierer/Subtrahierer (8)
jetzt so betreibt, daß jeweils ein Bit aus dem Baustein herausge
zählt wird. Das hat zur Folge, daß langsam die Empfindlichkeit
dem Maximumwert angeglichen wird.
Die Lernrate, bzw. Lernzeit ist naturgemäß abhängig von der Abtast
rate - die 10 bis 30 Hz betragen kann, und von der Wortbreite des
Schieberegisters (9) und natürlich des Subtrahierers/Addierers (8).
In der bevorzugten Ausführung werden zum lernen einer Situation
15-20 sek. benötigt. Ein Zeitschalter (13) veranlaßt nach jedem
Einschaltvorgang, das zwangsweise über eine Zeit, die mindestens
der Lernzeit entspricht, zwangsweise die Anordnung in der beschrie
benen Weise arbeitet.
Die Auswertelogik (12) die bei Vorliegen eines Echoimpulses den
Alarm auslöst, ist so ausgelegt, das im späteren Betrieb bei Vor
handensein eines Zieles der Lernvorgang unterbrochen wird. Diese
Maßnahme verhindert, daß das reale Vorhandensein von Zielen - z.B.
in einer Sicherheitszone - zu einem nicht gewollten Inaktivieren
des Sensors führt.
Erfindungsgemäß wird zusätzlich vorgeschlagen, in die Auswertelogik
(12) eine Zeitfunktion der Gestalt zu realisieren, daß der Lern
vorgang lediglich für eine frei wählbare Zeit unterbrochen wird.
Diese Zeit, die z.B. 2 Minuten betragen kann, dürfte in vielen
Funktionen ausreichen, um Personen, die sich z.B. vor einer Tür
befinden, sicher von einer neuen - z.B. Topfpflanze - zu unterscheiden.
Es sind Anordnungen vorstellbar, in denen der Lernvorgang nicht
zum vollständigen Wegdrücken des Ziels benutzt werden soll, sondern
lediglich zu einer partitiellen Empfindlichkeitsabsenkung führen
soll. Zu diesem Zwecke wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, über
eine Widerstandskombination (15) den Einfluß der Korrekturspannung
(16) zu begrenzen. Erfindungsgemäß erfolgt dies, indem die Korrektur
spannung im Verhältnis der Widerstände R 1 und R 2 wirksam werden
kann, wobei die Widerstände deutlich hochohmiger sein müssen als
der aus den Widerständen RT gebildete Spannungsteiler und der
Innenwiderstand des D/A-Wandlers (10).
Ferner wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, eine sogenannte Lerntaste
vorzusehen, die zwangsweise ein Lernen auch dann ermöglicht, wenn
über die oben beschriebenen Signalverknüpfungen die Auswertelogik
ein Lernen unterbindet (17).
Ergebnismäßig beschreibt die Erfindung eine relativ einfache An
ordnung, die wirkungsvoll statische von dynamischen Echos unter
scheidet und insofern Ultraschall-Impuls-Echo-Sensoren auch für
Einsatzzwecke zugänglich macht, bei denen latent vorhandene Re
flektoren den wirkungsvollen Einsatz unterbunden haben.
Claims (10)
1. Ultraschall-Impuls-Echo-Sensor zum Zwecke der Detektion von
Objekten in einem frei festgelegten Überwachungsbezirk, da
durch gekennzeichnet, daß die Empfindlichkeit der Anordnung
ausschließlich auf denjenigen Positionen der Zeitachse, in
denen permanent Objekte erkannt werden, herabgesetzt wird,
indem das durch den Echoimpuls ausgelöste digitale Signal am
Ausgang eines Komperators (7) den Inhalt eines Subtrahierers/
Addierers jeweils um eine Stelle verändert, diesen Wert in
einen Schieberegister (9) einlädt, wobei der Wert nach Zeit
spanne, die exakt einem Meßzyklus entspricht, durch einen
Digital/Analog - Wandler (10) in eine Korrekturspannung um
gesetzt wird, die ihrerseits auf Stellglieder im Empfangs
zweig arbeitet, wobei die Ausgangsdaten des Schieberegisters
auf den Eingang zurückgeführt werden.
2. Sensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die er
wähnten Stellglieder ein im Verstärker eingefügter Multi
plizierer (5) ist.
3. Sensor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Referenzspannung des Kom
parators (7) als Stellglied benutzt wird, in dem die Korrek
turspannung die Referenzspannung verändert.
4. Sensor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Nutzsignal durch Subtraktion
der Ausgangsspannung des Demodulators (6) durch die Korrek
turspannung (16) gebildet wird.
5. Sensor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Einfluß der Korrekturspannung
durch eine Widerstandskombination beeinflußt wird, sodaß der
Korrekturwert auf einen beliebigen BNetrag durch Wahl der
Widerstände (R 1/ R 2) begrenzt werden kann.
6. Sensor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anpassung der Empfindlichkeit
in der Zeit unterbleibt, in der die Auswertelogik (12) auf
das Vorhandensein von Echoimpulsen angesprochen hat, in dem
durch logische Verknüpfung das Verändern des Speicherinhalts
im Subtrahierer/Addierer (8) unterbunden wird.
7. Sensor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Zeitglied (13) mit der In
betriebnahme des Gerätes ausgelöst wird, wobei innerhalb einer
frei wählbaren Zeit nach Inbetriebnahme des Gerätes die in An
spruch 6 beschriebene Unterbrechung der Anpassfunktion unter
bunden wird, um zwangsweise direkt nach Start der Anordnung
eine Anpassung auf statische Ziele zu ermöglichen.
8. Sensor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das im Anspruch 7 beschriebene
Zeitglied durch einen externen Taster/Schalter (17) ausgelöst
werden kann.
9. Sensor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die in Anspruch 6 beschriebene
Unterbrechung des Lernvorganges nach einer frei bestimmbaren
Zeit aufgehoben werden kann, in dem mit Unterbrechung des Lern
vorganges ein Zeitglied gestartet wird, das nach Ablauf der
eingestellten Zeit den Signalweg wieder frei gibt.
10. Sensor nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß diejenigen Schaltungselemente,
die als Logikschaltelemente betrachtet werden können, in
einem Mikro-Computer-Chip integriert werden können, wo
bei in diesem Fall Teile der Hardware in Software überführt
werden, der erfindungsgemäß Gedanke als solcher allerdings
erhalten bleibt.
Priority Applications (1)
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| DE19873700276 DE3700276A1 (de) | 1987-01-07 | 1987-01-07 | Sensor nach dem ultraschall-impuls-echoprinzip mit selbsttaetiger unterdrueckung von stoerzielen |
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Publications (1)
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| DE3700276A1 true DE3700276A1 (de) | 1988-07-21 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3700276A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0622640A1 (de) * | 1993-04-30 | 1994-11-02 | Alpha Corporation | Ultraschallsensor |
| DE19721835A1 (de) * | 1997-05-24 | 1998-11-26 | Mannesmann Vdo Ag | Schaltungsanordnung zum Betreiben eines Abstandssensors, insbesondere eines Ultraschallsensors |
-
1987
- 1987-01-07 DE DE19873700276 patent/DE3700276A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
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|---|---|---|---|---|
| EP0622640A1 (de) * | 1993-04-30 | 1994-11-02 | Alpha Corporation | Ultraschallsensor |
| DE19721835A1 (de) * | 1997-05-24 | 1998-11-26 | Mannesmann Vdo Ag | Schaltungsanordnung zum Betreiben eines Abstandssensors, insbesondere eines Ultraschallsensors |
| DE19721835C2 (de) * | 1997-05-24 | 2001-03-01 | Mannesmann Vdo Ag | Schaltungsanordnung zum Betreiben eines Abstandssensors, insbesondere eines Ultraschallsensors |
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