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DE379616C - Verfahren zur Gewinnung von Farbstoffen oder Zwischenprodukten - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Farbstoffen oder Zwischenprodukten

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Publication number
DE379616C
DE379616C DEA33152D DEA0033152D DE379616C DE 379616 C DE379616 C DE 379616C DE A33152 D DEA33152 D DE A33152D DE A0033152 D DEA0033152 D DE A0033152D DE 379616 C DE379616 C DE 379616C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dyes
production
acid
sulfuric acid
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA33152D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KAROL DZIEWONSKI DR
Agfa Gevaert NV
Original Assignee
KAROL DZIEWONSKI DR
Aktiengesellschaft fuer Anilinfabrikation GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KAROL DZIEWONSKI DR, Aktiengesellschaft fuer Anilinfabrikation GmbH filed Critical KAROL DZIEWONSKI DR
Priority to DEA33152D priority Critical patent/DE379616C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE379616C publication Critical patent/DE379616C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B57/00Other synthetic dyes of known constitution

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Farbstoffen oder Zwischenprodukten. Es ist durch Arbeiten von K. Dziewonski und dessen Mitarbeitern bekannt, daß die Ein-Wirkung von Schwefel auf Acenaphten bzw. Derivate des Kohlenwasserstoffs die Bildung intensivfarbiger Körper, z. B. des roten Dinaphthylenthiophens C"H12S bzw. des bronzegelben Dekacyklens C,AR, zur Folge hat. Andererseits wird das Acenaphten so wie sein wasserstoffärmerer Abkömmling das Acenaphthylen durch verschiedene Dehydrogenisationsmittel in Dekazyklen bzw. andere hochmolekulare farbige Substanzen umgewandelt. Es wurde nun gefunden, daß manche der so erhaltenen farbigen Körper, z. B. das Dinaphthylenthiophen und das Dekacyklen, sich sehr leicht und einfach in Farbstoffe umwandeln lassen, wenn man sie bei verschiedenen Bedingungen mit gewöhnlicher bzw. rauchender Schwefelsäure behandelt. Dabei treten neben der Hauptwirkung der Sulfonierung komplizierte mit Oxydation und wahrscheinlich auch mit Bildung von Sulfonderivaten verbundene Reaktionen ein, deren einige Produkte sich als ausgezeichnete Säurefarbstoffe, die anderen dagegen als substantive bzw. S chwelel- oder Küpenfarbstoff e beziehungsweise Ausgangsstoffe für die Herstellung solcher erwiesen haben.
  • Auf diese Weise wurde die überraschende Tatsache gefunden, daß die betreffenden, zwar stark farbigen; aber keine Auxochromgruppen enthaltenden Verbindungen, durch bloße Einwirkung von Schwefelsäure in schöne, sehr gut ziehende und in mancher Hinsicht sehr wertvolle Farbstoffe umgewandelt werden können. Beispiel z. zo Teile Dinaphthylenthiophen werden mit 4o Teilen gewöhnlicher konzentrierter und 2 Teilen rauchender 2oprozentiger Schwefelsäure während 8 Stunden auf xoo bis rrx ° erhitzt. Die, Reaktion tritt unter reichlicher Entwicklung von Schwefeldioxyd ein, indem Bildung von mindestens drei verschiedenen Körpern zu bemerken ist, eines in 'Wasser unlöslichen, amorphen, violettschwarzen Körpers und zweier rot bzw. braunfarbiger Sulfoprodukte des Dinaphthylenthiophens, die sich durch verschiedene Löslichkeit ihrer Barium- bzw. Calciumsalze unterscheiden. Man verdünnt nun das Sulfonierungsgemisch mit Wasser; und man trennt die in Wasser löslichen Sulfosäuren durch Abfiltrieren vom unlöslichen Reaktionsprodukt ab, das so erhaltene rotbraune Filtrat wird mit Kalkmilch bzw. Bariumcarbonat bis zur neutralen Reaktion versetzt und die bräunlichrote Lösung des leichtlöslichen Calciumsalzes von dem im Gemisch mit Calciumsulfat ausgeschiedenen, schwerlöslichen Salz des anderen Sulfonierungsproduktes abfiltriert.
  • .Das gelöste Calciumsalz kann nun durch Abdampfen der Lösung getrocknet und als Farbstoff direkt verwendet werden. Es ist ein bordeauxroter, kristallinischer Körper, der seiner Zusammensetzung nach wahrscheinlich das Salz einer Trisulfosäure des Dinaphthylenthiophensulfons vorstellt und Wolle in saurem Bade Scharlach- bzw. orangerot färbt.
  • Das im Wasser schwer lösliche und mit Calciumsulfat zusammen ausgeschiedene Calciumsalz läßt sich durch Ausziehen mit verdünnter Sbdalösung in Form eines im Wasser leicht löslichen Natriumsalzes in Lösung bringen. Es ist in trockener Form ein dunkelbraunes, amorphes Pulver, das ebenfalls auf `'olle, und zwar kräftig mit rötlichbrauner Farbe zieht. Dieses Produkt, wahrscheinlich ein Sulfoderivat, eines Polyoxydinaphthylenthiophens oder dessen Sulfons bildet sich vorwiegend oder sogar fast ausschließlich, wenn man die Sulfonierung statt bei ioo ° bei höherer Temperatur oder unter Anwendung von stärkerer rauchender Schwefelsäure vornimmt. Es wird am bequemsten aus der wässerigen Lösung der rohen Sulfonierungsprodukte in Form von Natriumsalz durch Zusatz von Kochsalz ausgesalzen auf diese Weise von der anderen. erstgenannten roten Sulfosäure, die völlig unaussalzbar ist, getrennt.
  • Der sich beim Sulfonieren des Dinaphthylenthiophens neben den zwei genannten Sulfosäuren bildende schwarzviolette, in Wasser und Alkalien sehr schwer lösliche Körper wird von Schwefelnatriumlösung mit rotvioletter Farbe aufgenommen, so gelöst, färbt er ungeheizte Baumwolle grauviolett und kann als ein direkt ziehender bzw. Schwefelfarbstoff Anwendung finden. Beispiel z. io Teile Dekazyklen werden mit 6o Teilen Schwefelsäure, unter Zusatz von 5 g rauchender (zoprozentiger) Schwefelsäure 6 bis 7 Stunden lang in der Kälte bzw. eine kürzere Zeit in der Wärme behandelt. Die Sulfonierung geht nach dieser Zeit unter Oxydation und Schwefeldioxydentwicklung zu Ende, indem ein im Wasser vollkommen lösliches Produkt erhalten f wird. Es ist der bisherigen Untersuchung nach wahrscheinlich eine Trisulfosäure des Dekacyklensulfons, die sehr schwer in Wasser lösliche Barium- bzw. Calciumsalze, dagegen ein leicht lösliches Natriumsalz bildet. Das letztere wird durch Versetzen der Lösung der Säure mit Kochsalz in Form eines kolloidalen sehr voluminösen Niederschlages ausgeschieden. Es i läßt sich als ein in mancher Hinsicht sehr wertvoller und gleichmäßig ziehender, gelber Farbstoff zum Färben von Welle und Seide in saurem Bade verwenden. In Form von freier Säure I zeichnet es sich durch starke kolloidale Eigen-; schaften aus, es ist im heißen Wasser leicht löslich, die erhaltenen Lösungen erstarren aber i beim Erkalten zu einer homogenen gelatineartigen halbweichen Masse.
  • Bei der Einwirkung von einer stärkeren, rauchenden, Schwefelsäure auf Dekazyklen oder bei derSulfonierung bei etwas höhererT emperatur bilden sich mehr braunstickige, bronzegelbe Produkte, die ebenfalls als Säurefarbstoffe angewandt werden können.

Claims (1)

  1. Pr1TEN T-Axsi'RU CH: Verfahren zur Gewinnung von Farbstoffen oder Zwischenprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch Einwirkung von Schwefel oder anderer Dehydrogenisationsmittel auf Acenaphten oder seinen Derivaten erhältlichen Dinaphthy lenthiophene oder Dekacyklene mit Schwefelsäure behandelt.
DEA33152D 1920-03-12 1920-03-12 Verfahren zur Gewinnung von Farbstoffen oder Zwischenprodukten Expired DE379616C (de)

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