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DE378914C - Dampfanlage mit Gegendruck- oder Anzapfdampfmaschine und Dampfspeicher - Google Patents

Dampfanlage mit Gegendruck- oder Anzapfdampfmaschine und Dampfspeicher

Info

Publication number
DE378914C
DE378914C DEA31856D DEA0031856D DE378914C DE 378914 C DE378914 C DE 378914C DE A31856 D DEA31856 D DE A31856D DE A0031856 D DEA0031856 D DE A0031856D DE 378914 C DE378914 C DE 378914C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steam
pressure
line
overflow valve
machine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA31856D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AKTIEBOLAGE VAPORACKUMULATOR
Original Assignee
AKTIEBOLAGE VAPORACKUMULATOR
Publication date
Priority to DEA31856D priority Critical patent/DE378914C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE378914C publication Critical patent/DE378914C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K3/00Plants characterised by the use of steam or heat accumulators, or intermediate steam heaters, therein
    • F01K3/008Use of steam accumulators of the Ruth type for storing steam in water; Regulating thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Dampfanlage mit Gegendruck- oder Anzapfdampfmaschine und Dampfspeicher. Lie früher vorgeschlagenen Anordnungen von t'berstri3inventilen bei Dampfanlagen verfolgen den Zweck, Dampfspeicher derart in Dampfanlagen einzuschalten, daß der Kessel unter annähernd unveränderlichem Druck betrieben werden kann. Wie dabei schon her-@ orgehoben wurde, ist der Vorteil eines derartigen von dem Kessel getrennt angeordneten Speichers besonders groß bei neuzeitlichen Kesselanlagen, bei denen die Anordnung großer Wasserspeicher in den Kesseln selbst zufolge des hohen Druckes unmöglich wird.
  • Durch die Anordnung eines derartigen Speichers kann oftmals statt der Handfeuerung eine selbsttätige Feuerung vorgesehen, Wasserrohrkessel können statt Flannnrolirkessel verwendet werden, usw. Der Dampfspeicher kann außerdem für erheblich niedrigeren Druck als der Kessel gebaut werden, und der Dampfdruck kann häufig zwischen weit größeren Grenzen schwanken, als im Kessel zugelassen werden könnten, ohne daß jedoch diese Druckschwankungen im Speicher auf die Dampfleitungen übertragen werden.
  • Erst hierdurch wird es möglich, für verhältnismäßig geringe Kosten die in der Anlage arheitendenWasserspeicher zuvergrößern und dadurch eine ganz neue Wirkungsweise herbeizuführen, so claß ein praktisch vollkommener Ausgleich der Belastungsschwankungen erzielt wird. Durch derartige Überströniventile wird ein so inniges Zusammenwirken zwischen Kessel und Speicher bewirkt, daß der Ausgleich in genau der gleichen Weise wirkt, als ob er durch den Wasserspeicher des Hauptkessels herbeigeführt «erden würde. Dabei darf nicht vergessen werden, (laß bei den getroffenen Anordnungen alle Leitungsdrucke völlig gleich erhalten bleiben, was den allergrößten Vorteil für eine zweckmäßige Durchführung des Betriebes darbietet.
  • In neuzeitlichen Dampfanlagen hat man bekanntlich den Druckabfall des Dampfes immer mehr zur Erzeugung billiger Gegeiidru: kkraft auszunutzen versucht.
  • Um dies sowie die oben angeführten Vorteile zu erreichen und die ganze zur Verfügung stehende Dampfmenge zur Krafterzeugung ausnutzen zu können, wird nach vorliegender 1?rfindung bei Dampfanlagen, die mit Gegendruck- oder Anzapfmaschinen versehen sind, eine Ventilvorrichtung (UT)erströmventil )vor der genannten Maschine angebracht, die bei etwas erhöhtem Leitungsdrucke vor derselben Dampf durch die Maschine zum Dampfspeicher überströmen läßt, bei vermindertem Drucke dagegen die Dampfzufuhr durch die Maschine zum Speicher vermindert oder absperrt.
  • Auf der Zeichnung sind in Abb. i bis 5 fünf verschiedene Ausführungsformen von Anlagen gemäß der Erfindung schematisch veranschaulicht.
  • Abb. i zeigt eine mit einer reinen Gegendruckdanipfmaschine, beispielsweise einer Turbine T, ausgerüstete Anlage. Derselben wird Dampf aus einer Kesselanlage P durch die Leitung I_1 zugeführt, in der ein Druck P, von beispielsweise 20 kg herrscht. Der Abdampf aus der Gegendruckmaschine wird z. B. einer Papiermaschine 3-I geliefert, die der Leitung L, ,angeschlossen ist, in der ein Druck P. von beispielsweise o,5 kg herrscht. Gegebenenfalls kann auch eine unmittelbare Dampfbelastung, beispielsweise ein Sulfitkocher S finit dem Dampfverbraucher A, vorhanden sein. Zum Ausgleich der Schwankungen teils des Dampfverbrauchers Al, teils des Dampfverbrauchers A., wird nach der Erfindung ein Dampfspeicher A vorgesehen, der in diesem Falle beispielsweise zwischen den Druckgrenzen P a c k - 1,5 und o,5 kg arbeitet. Dieser Dampfspeicher wird mittels zweier Rückschlagventile B. B an die Abdampfleitung der "Turbine parallel angeschlossen. Uni in der Leitung L. gleichmäßigen Druck zu erhalten, wird außerdem ein Druckminderungsventil Rat zwischen dem vom Dampfspeicher gebildeten Netze La und der eben erwähnten Leitung angebracht.
  • Die Turbine treibt einen Generator G, der auf ein Netz N arbeitet, das die ganze von der Turbine erzeugte Kraft K verbraucht. Selbstverständlich kann statt einer Dampfturbine auch eine Gegendruckkolbendampfmaschine verwendet werden. Statt einer elektrischen Ausnutzung der erzeugten Maschinenkraft kann auch eine mechanische Ausnutzung beispielsweise mittels einer Transinission vorgesehen werden.
  • Die Turbine wird mittels eines Überströmventils 01t an die Leitung L, angeschlossen. Dieses Überströmventil kann, falls die Turbine mit gewöhnlicher Drosselregelung versehen ist, das Drosselventil unmittelbar ersetzen. Für den Fall, daß Partialregelung vorgesehen ist, öffnet und schließt dasselbe unmittelbar eine Anzahl von Düsen oder Schaufelkanälen. Zwischen dem Überströmventil und der Turbine wird ein Fliehkraftregler C eingeschaltet, der durch Spannung der Federn oder durch Mehrbelastung des Gewichtes bei gewöhnlicher Umlaufzahl vollen Durchgang für den Dampf gibt. (In der Abbildung ist dies dadurch angedeutet, daß die Kugeln schlaff hängend gezeichnet sind).
  • Zwischen den Leitungsnetzen I_1 und L a ist ein Überströmventi101a angeordnet, (las mit dem Überströmventil 01t der Turbine derart zusammenwirkt, daß jenes erst zu öffnen beginnt, wenn letzteres vollständig geöffnet ist. Dieses Zusammenwirken kann durch Wahl von verschieden starken Federn der beiden- Regelungsorgane oder durch eine mechanische Verbindung derselben herbeigeführt werden. Das Zusammenwirken ist in der Abbildung durch eine strichpunktierte Linie angedeutet. Für den Fall, daß das Sicherheitsventil des Kessels auf 2o Atm. eingestellt ist, kann 01t beispielsweise bei 19,5 Atm. zu öffnen beginnen und bei I9,7 Atm. vollständig geöffnet sein, während 01a erst bei einem etwas höheren Drucke, als die letztgenannte Zahl angibt, zu öffnen anfängt und bei I9,9 Atm. vollständig geöffnet ist.
  • In Abb. i sind beide Überströmventile 01t und 01a an die Leitung L1 angeschlossen und somit zu dieser letzteren parallel geschaltet. Sie können jedoch in gewissen Fällen besonders mit Rücksicht auf eine bauliche einfachere Durchführung des Erfindungsgedankens derart in Reihe geschaltet werden, daß 0" statt an L1 angeschlossen zu werden, an die Leitung zwischen 01t und dem Fliehkraftregler C angeschlossen wird.
  • Parallel zum Überströmventil Ola wird ein Üruckminderungsventil Rla, angeordnet, das öffnet, wenn -der Dampfspeicher vollständig entladen sein sollte und das mechanisch oder durch Wahl von verschiedenen Federn init dem Druckniinderungsventil Rag des Niederdruc.knetzes derart zusammenwirkt, daß es zu öffnen anfängt, wenn der Druck in der Entladeleitung bis auf den Mindestwert herabsinkt.
  • Schließlich wird im Kesselraum ein Manometer JIa angeordnet, daß mittels einer dünnen Leitung L. an den Dampfspeicher A angeschlossen ist.
  • Die angegebenen Regelungsorgane gleichen alle Schwankungen sowohl der Brennstoffzufuhr zum Kessel als des unmittelbaren Dampfverbrauchers A1 oder des mittelbaren A; vollständig aus, wobei Sicherheit dafür geboten ist, daß aller Niederdruckdampf der Anlage erst zur Krafterzeugung gedient hat.
  • Die Anordnungen wirken in folgender Weise: Falls die Brennstoffzufuhr aus irgendeinem Grunde gesteigert wird oder der Dampfverbrauch von A1 sinkt, steigt der Kesseldruck P1 etwas. Infolgedessen öffnet sich das Überströmventil 01t noch ein wenig und läßt eine entsprechende Mehrdampfmenge in die Turbine T treten, von wo sie nach der Speicherleitung La gelangt. Sinkt dagegen die Brennstoffzufuhr beispielsweise durch Schlackenbildung o. dgl. oder wird der Dampfverbrauch von Al gesteigert, so wird weniger Dampf zum Speicher gelangen.
  • Schwankungen werden, wie ohne weiteres zu ersehen ist, unmittelbar vom Dampfspeicher A .ausgeglichen. Für den Fall, daß bei irgendeiner Gelegenheit die erzeugte Kraft keine genügende Verwendung findet, wird die Periodenzahl im Netze N etwas gesteigert, wobei der Fliehkraftregler C den Dampf zur Turbine T absperrt. Infolgedessen wird der Druck in der Hauptleitung L1 etwas gesteigert, und es wird eine entsprechende Dampfmenge an der Turbine vorbei durch das Überströmventil 0" unmittelbar in das Speichernetz gelassen.
  • Dieselben Anordnungen dienen für den Fall, daß der unmittelbare Dampfverbraucher Al fortfällt. In gewissen Fällen kann dieser Dampfverbraucher aus einer Kondensationsinaschine bestehen, die mit der Gegendruckmaschine zusammenwirkt.
  • Abb. a zeigt eine Anordnung, bei der der Speicher A nicht wie in Abb. i Dampf unmittelbar aus der Auspuffleitung der Turbine T erhält und Dampf in dieselbe Leitung zurückliefern kann. Hier wird statt dessen Dampf auch für niedrigeren Druck .als den Abdampfdruck verwendet.
  • Der Abdampfdruck P, ist beispielsweise 2 kg, und an der Leitung L2 mit diesem Drucke ist eine Papiermaschine _1l angeschlossen, während aus der Leitung L.j, in der ein Druck von o,5 kg herrscht, eine Spiritusfabrik o. dgl. B1 gespeist wird. In diesem Falle kann der Dampfspeicher zwischen den Drücken 2 his o.5 kg gebaut und parallel an der Leitung L a angeschlossen «erden, die von der Leitung L.; durch ein Druckininderungsventil Ra;; getrennt ist. Zwischen den Leitungen L, und La wird ein Lberströniventil 0,,1 eingeschaltet, das mit dein Druckminderungsventil R1, zusami;ienwirkt. Schließlich wird ein Druckininderungsventil R_@ zwischen den Leitungen I_, und L_" finit dem Ventil 0., parallel angeordnet. In ge@c-issen Fällen kann es zweckmäßiger sein, ,las Druckininderungsventil zwischen L1 und La oder zwischen L1 und L_3 anzuordnen. Das Druckminderungsventil R,, wirkt mit dein Druckminderungsventil Ra; in oben beschriebener Weise zusaininen. Die Wirkungsweise der verschiedenen Anordnungen der Abb.2 dürfte nach den Ausführungen zu Abb. t klar sein.
  • Abb. 3 zeigt den Fall, daß statt einer Gegendruckturbine eine Anzapfturbine angeordnet ist. Der Anschaulichkeit halber sind die Hochdruck- und Niederdruckteile der Turbine oder der Dampfmaschine voneinander getrennt, aber auf derselben Welle gezeichnet worden. Sie sind besonders mit T und L bezeichnet. Der Dampf aus dem Niederdruckteile L wird in einen Oberflächenkondensator Y geleitet. Im übrigen entsprechen die Bezeichnungen der Abb. 3 denjenigen der Abb. z .
  • In die Leitung zwischen den Hochdruclk-und N,iederdruckteilen T und L der Turbine ist ein Flielikraftregler C, eingeschaltet. Dieser Regler wirkt mit dem Regler C in der Leitung zwischen dem Überströmventil0lt und dem Hochdruckteile T der Turbine derart zusammen, daß der Regler C, die Umlaufzahl der Turbine regelt, beispielsweise auf einen Wert der 5o bis 51 Perioden im Netze entspricht, während der Regler C auf eine Drehzahl entsprechend 52 bis 53 Perioden eingestellt ist. Dieses Zusammenwirken der Fliehkraftregler kann entweder durch Wahl von zwei voneinander völlig getrennten Reglern oder durch den Zusammenbau der beiden Z"entile oder schließlich dadurch bewirkt werden, daß ein gemeinsames Fliehkraftpendel vorgesehen ist, das zunächst den Hilfsmotor für das Absperrventil des Niederdruckteiles L und erst später den Hilfsmotor für das Absperrventil des Hochdruckteiles T verstellt. Dieses Zusammenwirken ist in der Abb.3 durch eine strichpunktierte Linie angedeutet worden.
  • In gewissen Fällen, besonders dort, wo Kolbenmaschinen bereits vorhanden sind, die den Gegendruckdampf übernehmen, aber wo die Kraft über die von diesen abgegebene Leistung gesteigert werden soll, ist es häufig zweckdienlich, den Niederdruckteil von dem Hochdruckteil derart zu trennen, daß für jenen eine besondere Maschine aufgestellt wird, die Dampf aus dem Speichernetze,La erhält. Das Zusammenwirken der beiden Maschinen wird aber auch in diesem Falle dasselbe wie für Abb. 3 beschrieben wurde.
  • Von besonderem Interesse ist diese Anordnung in dein L# alle, daß der Speicher zum Ausrileich der Schwankungen in städtischen Elektrizitätswerken, Eisenbahnen, industriellen Anlagen o. dgl. dient. In diesen Fällen wird die Mindestbelastung des Werkes von dem Hochdruckteile T übernommen, der zweckmäßig als eine besondere :Maschine gebaut wird, während die Höchstbelastung von dem Niederdruckteil L_ gedeckt wird.
  • Bei einer Anlage nach Abb.3 kann vorausgesetzt werden, daß entweder die Brennstoffzufuhr oder der unmittelbare Dampfverbrauch von Al, die Kraftentnahme in K oder der mittelbare Dampfverbrauch von .-h schwankt.
  • Wird nun beispielsweise angenommen, daß der unmittelbare Dampfverbrauch von Al plötzlich herabgesetzt oder, was dasselbe ist, die Brennstoffzufuhr etwas gesteigert wird, so wird der Kesseldruck ein wenig steigen. Das Überströmventil 01t läßt die freigewordene Dampfmenge in den Hochdruckteil T der Turbine hinein. Infolgedessen wird die Umlaufzahl der Turbine ein wenig gesteigert. Der Regler C, setzt somit die Dampfmenge nach dem Niederdruckteile herab. Dieser Vorgang spielt sich so lange ab, bis einerseits in der Leitung L1 normaler Druck entstanden ist und andererseits wiederum normale Umlaufzahl erreicht ist.
  • Die Dampfmenge in der Leitung La steigt somit aus zwei Gründen, teils weil durch den Hochdruckteil T der Turbine mehr Dampf zuströmt und teils weil die Dampfmenge nach dem Niederdruckteile L der Turbine vermindert worden ist. Diese Mehrzufuhr von Dampf wird in den Speicher A oder in die Leitung L, abgeleitet.
  • Ähnliche Verhältnisse entstehen, falls die Dampfmenge von Al gesteigert oder die Brennstoffzufuhr herabgesetzt wird.
  • Bei Veränderungen der Kraftentnahme in K wirkt der Fliehkraftregler C, unmittelbar in bekannter Weise, wobei der Dampfspeicher ausgleichend wirkt. Dies ist auch bei Veränderungen im Dampfverbraucher A, der Fall.
  • Die Anordnung gemäß ebb. 4. entspricht im Aufbau der Anordnung gemäß Abb. a. Der Dampfspeicher A arbeitet jedoch zwischen dem Anzapfdrucke der Turbine (2 Atm.) und einem niedrigeren Dampfbedarf (o,5 Atm.). Die Bezeichnungen der Abbildung entsprechen im wesentlichen denjenigen der Abb. 2. Ein Unterschied gegenüber Abb.2 besteht nur darin, daß die Überström- und Druckminderungsventile 01d und R1, Dampf von der Hauptleitung L1 unmittelbar nach der Speicherleitung LQ gelangen lassen. Die Wirkungsweise dürfte ohne weiteres klar sein.
  • Abb. 5 zeigt eine Anlage mit zwei Aaszapfstellen für den Dampf. Derartige Anlagen kommen in der chemischen Industrie immer mehr vor. Die Abbildung zeigt als Beispiel einen Fall aus einer Sulfitfabrik, in der Dampf teils unter einem Drucke von P, - 5 kg für den Sulfitkocher S -und teils unter einem Drucke von P3 - o,5 kg für die Papiermaschine M abgezapft wird.
  • Außerdem wird gegebenenfalls Dampf unmittelbar der Kesselleitung L, entnommen und nach einem Kocher U für sehr hohen Druck weitergeleitet.
  • Zwischen den verschiedenen Netzen sind hierfür als Gegendruckmaschinen arbeitende Teile einer Hauptturbine angeordnet, die im vorliegenden Falle auf ein und derselben Welle sitzen. Der Hochdruckteil der Turbine ist wieder mit T, der Mitteldruckteil mit M, und der Niederdruckteil mit L bezeichnet. Vor dem Hochdruckteile T ist wie vorher ein Überströmventil 01t, zwischen den Hochdruck- und Mitteldruckteilen T und M, ein ÜberströmventilO2. und ein Fliehkraftregler C2 und zwischen den Mitteldruck- und Niederdruckteilen ilde und L ein Fliehkraftregler C3 angeordnet. Zwischen den Hochdruck-und Mitteldruckleitungen L1 und L_, sind zwei parallel geschaltete Ventile, nämlich ein Überströmventil 012 und ein Druckminderungsv entil R12 angeordnet. In derselben Weise sind zwischen den Mitteldruck- und Niederdruckleitungen ZZ und La zwei Ventile, ein Merströmventil 02Q und ein Druckminderungsventil R., angeordnet.
  • Die Wirkungsweise der Anlage ergibt sich aus der vorhergehenden Beschreibung. Der Regler C2 ist für gewöhnliche Umlaufzahl, die Regler Cl und C2 sind auf eine etwas höhere Umlaufzahl eingestellt. Die Überströmventile 01t und 012 arbeiten derart zusammen, daß 012 erst bei etwas höherem Drucke als 01t öffnet. Das überströmventil 02Q ist auf etwas höheren Druck als 02m und letzteres auf etwas höheren Druck als das Druckminderungsventil R12 eingestellt.
  • Selbstverständlich können genau dieselben Regelungsvorrichtungen verwendet werden, auch für den Fall, daß eine andere Speicherausführung als die angegebene zur Verwendung kommt.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜcFIE: i. Dampfanlage mit Gegendruck- oder Anzapfdampfmaschine und Dampfspeicher, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Maschine (T) eine Ventilvorrichtung (Überströmventil, 01t) angeordnet ist, die von einem bestimmten Leitungsdrucke vor der Ventilvorrichtung an aufwärts Dampf durch die Maschine zum Dampfspeicher überströmen läßt, unterhalb dieses bestimmten Druckes dagegen die Dampfzufuhr durch die Maschine zum Speicher vermindert oder absperrt.
  2. 2. Dampfanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß parallel der nach der Gegendruckdampfmaschine (T) führenden Leitung nlit vorgeschaltetem Überströmventil (01t) eine weitere nach dem Dampfspeicher (A) führende Leitung mit eingeschaltetem Überströmventil (01d oder O12) vorgesehen ist, das sich erst öffnet, wenn das Überströmventil (01t) der nach der Gegendruckmaschine führenden Leitung ganz geöffnet ist.
  3. 3. Dampfanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem Überströmventil (01t) oder dessen Steuerkolben (Membran), in der die Gegendruckdampfmaschine (T) speisenden Leitung ein Fliehkraftregler (C) angeordnet ist, der die Dampfzufuhr zur Gegendruckdampfmaschine bei etwas über die normale gesteigerte Umlaufzahl regelt. q.. Anlage nach Anspruch r, welche auch mit einer Niederdruckdampfmaschine versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß auch vor dem Niederdruckteile (L) ein Fliehkraftregler (C2 oder C3) angeordnet ist, der mechanisch oder durch Wahl verschiedener Federn mit dem Fliehkraftregler (C) oder den Fliehkraftreglern (C1, C2) vor dem Hochdruckteile (T) oder den Hochdruckteilen (T, j111,) der Dampfmaschine derart zusammenwirkt, daß der Niederdruckfliehkraftregler( C2 oder C3) für gewöhnlich die Dampfzufuhr nach dem NiederdrucktAle (L) regelt, während der oder die Hochdruckfliehkraftregler (C oder C,,, C2) erst dann wirken, wenn der Niederdruckfliehkraftregler (C2 oder C3) den Niederdruckeinlaß vollständig geschlossen hat.
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