DE378848C - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Hohlkoerpern aus Faserstoffbrei - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Hohlkoerpern aus FaserstoffbreiInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21J—FIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
- D21J7/00—Manufacture of hollow articles from fibre suspensions or papier-mâché by deposition of fibres in or on a wire-net mould
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Description
- Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Hohlkörpern aus Faserstoffbrei. Die E rfindung richtet sich auf ein Verfahren zur Rerstellung von Hohlkörpern, z. B. Verpackungs- und Gebrauchsgegenständen, aus Faserstoffbrei, z. B. von Holzstoff-, Zellstoff-oder Textilfasern.
- Nach bisher bekannten Verfahren war es nicht möglich, Hohlkörper mit pappdeckelglatter Innenfläche in wirtschaftlicher Weise herzustellen.
- Die Vorbedingungen der Erzeugung glatter Innenflächen sind folgende: Die Formung muß weitestmöglich durch Wasserströmung, erzeugt durch Eigen- oder Preßdruck, erfolgt sein, bevor das erhitzte luftförmige Druckmittel den Brei gegen die durchlässigen Wände der Form treibt, das überschüssige Wasser herausdrückt und die Wände der Form berührt.
- Während seiner formenden und trocknenden Einwirkung auf den Faserstoffbrei sind Wirbelungen und Schläge des luftförmigen Druckmittels, weil ihre Folge Ranheit der Innenfläche ist zu verhindern. Dies wird einmal erreicht durch die erwähnte späte Einführung des luftförinigen Druckmittels, das wegen seiner trocknenden Wirkung nicht ganz entbehrt werden kann. Soweit aber das luftförmige Druckmittel noch benötigt wird, ist es in mUglichst gleichmäßiger, sozusagen zu den Formwandungen parallel verlaufender Arbeitsrichtung vom obersten Ende der Form zuzuführen.
- Um entsprechend diesen Vorbedingungen Hohlkörper zu formen, wird folgendermaßen verfahren: Zur Aufnahme der möglichst geringen Dichte von Faserstoffbrei wird der Form ein Vorbehälter vorgeschaltet, der mit der Form durch ein Zulaufrohr verbunden ist. Soll z. B. cin Hohlkörper von 2,5 g Gewicht geformt werden, die Dichte des Breies aber i : ioo betragen, so muß der Vorbehälter auf mindestens 2500 ccm Inhalt abgemessen werden. Der zu formende Hohlkörper soll nun 5c)o ccm haben, dementsprechend auch die Form. Von den 2500 CCM des Vorbehälters werden, da die Form selbst nur 500 ccm hat, 2ooo ccm durch die Form gedrückt, bevor die Luft in die Form eintritt. Der Prozentsatz dieser Vorpressung beträgt also rund 8o. Wenn aber --- und das ist zum Erzeugen glatter Innenflächen anzustreben - der Prozentsatz der Vorpressung etwa 92 statt 8o betragen soll, so sind von den 500 ccm noch äoo ccm zu verdrängen. Um dies ohne Vergrößerung des Vorbehälters zu erreichen, die in der Praxis vielleicht nicht durchführbar ist oder mindestens lästig sein würde, wird eine weitere Vorrichtung angewandt; der Innenraum der Form wird durch einen Körper --- nach diesem Zahlenheispiel von 300 ccm Inhalt -- der den Boden der Form nicht berühren darf, verringert. Übrigens kann nach dem Verfahren, auf das sich diese Erfindung richtet, das günstige Verhältnis der Formung durch die Einwirkung eines in die Form eintretenden Kolbens erzielt werden.
- Dies vorausgesetzt, kommt die Formung nach der Erfindung folgendermaßen zustande: Der Faserstoffbrei wird dem Vorbehälter in der Regel selbsttätig zugeführt und fließt aus dem Vorbehälter durch Eigendruck oder Preßdruck in die Form. Hierauf wird das erhitzte luftförmige Druckmittel derart zugeführt, daß es von oben gegen die Oberfläche des zur Formung eingelassenen Faserstoffbreies in der beschriebenen Weise einwirkt. Der Brei und die Luft strömen nahezu parallel zu den Wandungen der Form in diese ein, so daß Wirbelungen an der Eintrittsstelle oder sonstwo vermieden sind. Nach der Formung und Trocknung klappt die Form auseinander. Der nunmehr mit glatten Innenflächen ausgestattete Hohlkörper ist, ohne der Nachtrocknung zu bedürfen, gebrauchsfertig.
- In der Zeichnung sind schematisch zwei Ausführungen der Form in Querschnitt und Aufriß dargestellt. Der Fasersioffbrei tritt durch die Zuleitung a in den Vorbehälter b und von hier in die eigentliche Form c. Der Zutritt des luftförmigen Druckmittels erfolgt durch e.
- Die Formen sind, wie bekannt, luftdurchlässig. In der Abb. #iz, ist unter Beibehaltung aller Teile der Abb. i noch ein Körper f im Innern der Form angeordnet.
Claims (2)
- PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aller Art aus Faserstoffbrei, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserstoffbrei durch einen vorgeschaltetenVorbehälter derart indie Form eingeführt wird, daß der größere Teil des in die Form gelangenden Breies durch Eigen- oder Preßdruck an die Wandung der Form gepreßt wird, worauf der im übrigbleibenden geringen Teil des Breies enthaltene Faserstoff durch das in die Form eintretende luftförmige Druckmittel (Druckluft, Dampf, Gas usw.) an den #Vai#dungen verteilt und getrocknet wird.
- 2. Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aller Art aus Faserstoffbrei, dadurch gekennzeichnet, daß Faserstoffbrei in möglichst geringer Dichte verwendet wird. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Zulauf in die Form einströmende Luft gezwungen wird, vom obersten Teil der Form aus an der Wandung entlang zu streichen. 4. Einrichtung zur Ausführung der Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß d--r Rauminhalt der Form durch einen Körper verringert wird.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEB107198D DE378848C (de) | 1922-11-17 | 1922-11-17 | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Hohlkoerpern aus Faserstoffbrei |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE378848C true DE378848C (de) | 1923-08-04 |
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Family Applications (1)
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| DEB107198D Expired DE378848C (de) | 1922-11-17 | 1922-11-17 | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Hohlkoerpern aus Faserstoffbrei |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE378848C (de) |
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1922
- 1922-11-17 DE DEB107198D patent/DE378848C/de not_active Expired
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