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DE377344C - Verfahren zum Belastungsausgleich bei Dampfkesselanlagen - Google Patents

Verfahren zum Belastungsausgleich bei Dampfkesselanlagen

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Publication number
DE377344C
DE377344C DEM74471D DEM0074471D DE377344C DE 377344 C DE377344 C DE 377344C DE M74471 D DEM74471 D DE M74471D DE M0074471 D DEM0074471 D DE M0074471D DE 377344 C DE377344 C DE 377344C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steam
storage
heat
boiler
steam boiler
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM74471D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRITZ MARGUERRE DR ING
MAX HAUSMANN DIPL ING
Original Assignee
FRITZ MARGUERRE DR ING
MAX HAUSMANN DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRITZ MARGUERRE DR ING, MAX HAUSMANN DIPL ING filed Critical FRITZ MARGUERRE DR ING
Priority to DEM74471D priority Critical patent/DE377344C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE377344C publication Critical patent/DE377344C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K1/00Steam accumulators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

  • Verfahren zum Belastungsausgleich bei Dampfkesselanlagen. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zum Belastungsausgleich bei Dampfkesselanlagen, bei dem zur Zeit des Wärmeüberschusses mittels einer Dampfleitung oder einer Wasserumlaufleitung Wärme vom Dampfkessel auf einen Speicherkessel übertragen wird.
  • Es ist bekannt, daß bei unregelmäßiger Beanspruchung von Dampfkesselanlagen deren Wirkungsgrad erheblich sinkt und daß es daher erwünscht ist, durch Wärmespeicher einen Ausgleich zu schaffen. So ist vorgeschlagen worden, bei geringem Dampfverbrauch Speisewasser in den Kessel einzuführen und erhitztes Wasser einem andern Kessel zuzuführen, aus dem es bei starkem Dampfverbrauch zurückgeleitet wird. Arbeitet die Dampfkraftanlage mit Hochdruck, wie dies bei neuzeitlichen Anlagen der Fall ist, so ist eine unmittelbare Speicherung durch Großwasserraumgefäße nicht zweckmäßig. Man braucht sehr große Speicherräume, wenn man die Speicherung mit geringen Druckschwankungen, also geringen Temperaturunterschieden durchführen will. Bei hohem Druck müssen die Speicherräume, um bei praktisch ausführbaren Wandstärken zu bleiben, in eine große Anzahl kleinerer Gefäße unterteilt werden, wodurch die Anlagekosten sehr stark steigen und die Übersichtlichkeit der Anlage leidet.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren wird die Speicherung bei Hochdruckanlagen mit Gefäßen für mittleren Druck, beispielsweise von 4 bis Atm.,durchgeführt. Diese Speichergefäße werden zur Zeit des Dampfüberschusses in irgendeiner bekannten Weise aufgeladen, z. B. durch Einleiten von Überschußdampf in das Speicherwasser oder durch Wasserumlauf zwischen Kessel und Speicher und es wird ihnen dann während der Entladeperiode die Wärme durch eingebaute Wärmeübertragungskörper, z. B. Rohrschlangen, wieder entzogen, durch die das Speisewasser des Kessels gepumpt wird, so daß es sich infolge der höheren Temperatur des Speichers erwärmt. Wenn die Kessel Rauchgasvorwärmer haben, die das Speisewasser schon auf Temperaturen von etwa zoo° vorwärmen, so wird die Heizschlange des Speichergefäßes zwischen den Vorwärmer und den Kessel geschaltet. Bei einer Temperatur von etwa 15o bis x6o° im Speicher ist dieser bei verhältnismäßig geringen fCberdrucken noch in sehr großen Abmessungen ausführbar, und man kann mit ihm das Speisewasser um etwa 5o bis 6o° weiter erwärmen. Es wird dem Kessel aus dem Speicher eine zusätzliche Wärmemenge zugeführt, deren Größe von dem im Speicher verfügbaren Temperaturgefälle abhängig ist.
  • Das Speisewasser, welches dem Kessel zugeführt wird, ist somit zur Zeit hoher Beanspruchung des Kessels, in welcher der Speicher in Tätigkeit tritt, wesentlich stärker vorgewärmt als bisher. Man kann auf diese Weise bei einer Anlage von beispielsweise i5 bis 2o Atm. Kesseldruck die Speicherung mit Gefäßen von beispielsweise 5 bis 6 Atm. durchführen und ist im übrigen bezüglich des verfügbaren Temperaturgefälles im Speicher, welcher für seine Abmessungen maßgebend ist, nicht an die nur in engeren Grenzen zulässigen Druckschwankungen im Kessel gebunden. Die Regelung der Ladung und Entladung des Speichers kann selbsttätig erfolgen. Die Wärmezufuhr zum Speicher wird in Gang gesetzt, sobald der Kesseldruck einen gewissen eingestellten Höchstwert und der Speicher noch nicht seine höchste Temperatur erreicht hat. Man kann hierfür Absperrorgane, die von Differentialkolben in Tätigkeit gesetzt werden, oder auch hintereinandergeschaltete Organe, von welchen jedes einzelne von einem der beiden Drucke abhängig ist, verwenden. Während der Entladeperiode, welche bei sinkendem Kesseldruck eintritt, wird das Speisewasser, welches sonst durch eine Umlaufleitung am Speicher vorbeigeführt wird, infolge der Einschaltung eines in diese Leitung eingebauten Absperr- oder Drosselorgans durch den Speicher getrieben. Dieses Drosselorgan wird entweder vom Kesseldruck allein, oder falls man eine zu weit gehende Entladung des Speichers verhindern will, auch vom Speicherdruck beeinflußt. Anstatt des Druckes kann man auch die Temperatur durch geeignete bekannte Mittel zur Regelung des Vorganges heranziehen.
  • Da dieses Verfahren in seiner Wirkung beschränkt ist, durch die beschränkte Wärmeaufnahmefähigkeit des Speisewassers, kann man es zweckmäßig noch mit dem bekannten Speicherverfahren vereinigen, indem außer dem Speicher nach dem vorliegenden Verfahren noch ein gewöhnlicher Wasserspeicher, der dem Kessel parallel geschaltet ist, Verwendung findet. Den normalen Ausgleich übernimmt dann der große Speicher nach dem neuen Verfahren, während die plötzlich auftretenden Spitzen vom gewöhnlichen Wasserspeicher, der bei Volldruck arbeitet, aufgenommen werden. Die selbsttätige Regelung kann in der Weise erfolgen, daß bei sinkendem Kesseldruck, welcher als das Anzeichen verstärkten Dampfbedarfes anzusehen ist, zunächst der Speisewasser-Erwärmungsspeicher in Gang gesetzt wird. Genügt dieser bei sehr starker stoßweiser Dampfentnahme nicht, so tritt bei weiterem Sinken des Kesseldrucks der Hochdruckwasserspeicher in Tätigkeit. Das Verhältnis der Größe des Speisewasser-Erwärmungsspeichers nach dem neuen Verfahren und des Dampfwärmespeichers zwischen Kessel und Maschine wird von dem voraussichtlichen Verlauf der Belastungskurve abhängen. Da bei den meisten Betrieben die ganz plötzlichen Spitzen zwar manchmal erhebliche Augenblickswerte erreichen, aber bei kurzer Dauer doch geringe aufgespeicherte Wärmemengen erfordern, kann der Hochdruckspeicher in der Regel kleiner gehalten werden.
  • Diese Zusammenstellung kann nicht nur mit Hochdruckwasserspeichern, sondern auch mit anderen Arten von Speichern erfolgen, z. B. mit einem Speicher, bei welchem zur Aufspeicherung des Dampfes Salzlösungen Verwendung finden, die bei hoher Temperatur geringe Drucke zeigen und außerdem gegebenenfalls die Verdünnungswärme solcher Salzlösungen ausgenutzt wird. Insbesondere im letzten Fall bietet die Zusammenstellung besondere Vorteile. Ist während der Entladezeit eines Salzlösungsspeichers durch Einleiten von Verdünnungswasser in die Lösung Wärme freigemacht worden, so muß während der Aufspeicherungsperiode die Lösung wieder durch Wärmezufuhr auf ihren ursprünglichen Konzentrationsgrad eingedampft werden. Der hierbei entweichende Dampf hat aber die relativ physikalischen Eigenschaften, welche sich aus dem geringen Dampfdruck der Lösung ergeben. Diesen Dampf kann man nun durchaus nutzbar machen, daß man ihn zur Speicherung nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren verwendet. Es wird also, während die Salzlösung des Salzspeichers durch Zuführung der überschüssigen Wärme aus der Kesselanlage eingedampft wird, der sich entwickelnde Dampf in einen Speicher mittleren Druckes, der etwa wieder q. bis 5 Atxn. aufweist, niedergeschlagen, und diese Wärme dient ganz oder teilweise in der vorbeschriebenen Weise zurErwärmung desSpeisewassers während der Zeit des Dampfmangels.
  • Es ist nicht notwendig, daß die gesamte, im Speicher angesammelte Wärmemenge dem Kessel wieder zugeführt wird, sondern sie kann auch teilweise anderen Zwecken, z. B. der Heizung, dienen.
  • In der Zeichnung ist in Abb. z zur Erläuterung des Verfahrens eine zu seiner Ausführung geeignete Anlage dargestellt.
  • Abb. 2 zeigt eine Anlage für die gemischte Aufspeicherung mittels eines Niederdruck- und eines Hochdruckspeichers.
  • In der Vorrichtung nach Abb. x enthält der Wärmespeicher a eine Rohrschlange b, die einerseits durch das Rohr c mit dem Kessel d und andererseits durch das Rohr e mit dem Vorwärmer f in Verbindung steht. Die beiden Verbindungsleitungen enthalten die Ventile g, lt. Durch ein Ventil i kann der Vorwärmer f unmittelbar mit dem Kessel d in Verbindung gebracht werden. Vom Dampfraum des Kessels d führt eine mit einem Ventil L versehene Leitung k in den Speicherkessel a.
  • Zur Zeit des Wärmeüberschusses im Kessel d wird Dampf durch die Leitung k in den Speicher a geleitet. Zur Zeit des Dampfmangels wird dann das Speisewasser vom Vorwärmer f aus anstatt unmittelbar in den Kessel, zunächst durch die Rohrschlange b geleitet, wo es unter Umständen noch um weitere 5o' bis 6o ° vorgewärmt wird, bevor es in den Kessel d gelangt.
  • Die Anlage zur gemischten Aufspeicherung nach Abb. 2 entspricht in ihrem linken Teile der vorbeschriebenen Anlage. An die von der Leitung k ausgehende Verbrauchsleitung na ist die mit Ventilen n versehene Abzweigleitung o angeschlossen, von welcher zwei mit Rückschlagklappen oder anderen vom Druck gesteuerten Absperrvorrichtungen P, y versehenen Zweigleitungen s, t zum Hochdruckkessel i, führen. Die Leitung s dient zur Einleitung des Dampfes bei der Aufspeicherung und die Leitung t zur Dampfentnahme. In die Leitung o kann gegebenenfalls ein Überhitzungsspeicher eingeschaltet sein. Die Regelung der beiden Speicher kann selbsttätig oder auch von Hand erfolgen.

Claims (5)

  1. PATENT-ANsPRücT3R: r. Verfahren zum Belastungsausgleich bei Dampfkesselanlagen, bei dem zur Zeit des Wärmeüberschusses mittels einer Dampfleitung oder einer Wasserumlaufleitung Wärme vom Dampfkessel auf einen Speicherkessel übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zeit des Dampfmangels aufgespeicherte Wärme durch Vermittlung eines Wärmeübertragungskörpers auf das Speisewasser übertragen. wird.
  2. 2. Verfahren zum Belastungsausgleich bei Dampfkesseln, dadurch gekennzeichnet, daß nur der allgemeine Ausgleich mittels des Verfahrens nach Anspruch z der Ausgleich der Spitzen jedoch in bekannter Weise mittels eines Dampfwärmespeichers erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2 mit Aufspeicherung der Dampfwärme in einem Speicher mit Salzlösungsfüllung, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Wiedereindampfen der verdünnten Salzlösung entstehenden Dampfmengen in dem Speicherkessel (a), in dem das Speisewasser erhitzt wird, niedergeschlagen werden. q..
  4. Dampfkesselanlage zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß einin die Speiseleitung eingeschalteter Wärmeübertragungskörper (b) in dem Speicher (a) angeordnet ist.
  5. 5. Dampfkesselanlage nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die im Speicherkessel befindliche Rohrschlange (b) zwischen Vorwärmer (f) und den Dampfkessel (d) geschaltet ist.
DEM74471D 1921-07-13 1921-07-13 Verfahren zum Belastungsausgleich bei Dampfkesselanlagen Expired DE377344C (de)

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