DE3744285A1 - Vorrichtung zum verspannen einer nabe auf einer welle - Google Patents
Vorrichtung zum verspannen einer nabe auf einer welleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verspannen einer Nabe
auf einer Welle, mit einem die Welle umgreifenden Konus, der mit von dem
den kleineren Durchmesser aufweisenden freien Rand des Konus ausgehenden
Schlitzen zur Bildung verformbarer Finger versehen ist, und mit einem
dem Konus angepaßten, diesen übergreifenden Spannteil, der in
gespannter Stellung die Finger nach innen gegen die Welle zur Erzeugung
einer Flächenpressung zwischen den Innenflächen der Finger und der Welle
preßt.
Spannelemente, die mindestens ein Elementenpaar aufweisen, deren
Berührungsfläche eine konische Fläche ist, sind seit langem bekannt
geworden. Durch Überschieben des äußeren, mit einem Innenkonus
versehenen Spannelementes auf ein mit einem Außenkonus versehenes
Spannelement können eine Welle mit einer Nabe verbunden bzw. verspannt
werden, weil sich das Spannelement mit dem Außenkonus in seinem
Durchmesser verkleinert und gegen die Außenfläche der Welle legt,
wogegen das mit dem Innenkonus versehene Spannelement seinen Durchmesser
vergrößert und sie so gegen die Innenfläche einer Nabenbohrung anpreßt.
Voraussetzung ist natürlich, daß das mit dem Innenkonus versehene
Spannelement auf das mit dem Außenkonus versehene Spannelement unter
Aufbringung axialer Kräfte aufgeschoben wird. Damit die Welle mit einer
bestimmten Preßkraft festgehalten wird, müssen gegebenenfalls mehrere
Spannpaare vorgesehen werden, so daß die Vorrichtung eine bestimmte
Länge aufweisen muß, was in bestimmten Fällen nachteilig ist.
Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist bekannt. Das Teil,
das die Schlitze zur Bildung der verformbaren Finger aufweist, besitzt
den Außenkonus und im Bereich des Konus sind dann die Schlitze
eingebracht. Das Teil, das die Finger verformen soll, besitzt den
Innenkonus und wird über den Außenkonus geschoben und durch axialen
Druck gegeneinander werden die Fingerenden nach innen gegen die Welle
gepreßt und auf diese Weise wird die Welle mit der Nabe verspannt.
Derartige Vorrichtungen finden Anwendung insbesondere dort, wo Wellen
axial verschoben werden und in einer bestimmten Stellung verrriegelt
sein müssen. Dies ist insbesondere bei Kolben-Zylinderanordnungen der
Fall, bei denen die Kolbenstange der Welle entspricht und die
Vorrichtung dazu dient, die Kolbenstange in einer der beiden
Endstellungen oder in einer erforderlichen Zwischenstellung zu
verriegeln, damit äußere Kräfte bei evtl. Leckagen innerhalb der
Kolben-Zylinderanordnung oder bei einem Druckabfall nicht zu einer
Veränderung der Stellung des Bauteils führen, das mit der
Kolben-Zylinderanordnung betätigt wird.
Die bekannte Anordnung bewirkt eine verhältnismäßig geringe
Verriegelungskraft, so daß bei höheren axialen Kräften auf die Welle
eine Verschiebung der Welle innerhalb der Vorrichtung nicht verhindert
werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei der die Verriegelungskraft bei gleicher
oder geringerer Länge des Konus erhöht ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schlitze
windschief und parallel zueinander in dem Konus verlaufen.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung und Verbesserung der
Erfindung kann dahin gehen, daß an dem wurzelseitigen Ende eines jeden
Schlitzes ein L-förmiger Schlitzbereich anschließt, dessen an dem
wurzelseitigem Ende anschließender Schenkel in einer Ebene senkrecht zur
Konusachse verläuft und mit dem Schlitz einen stumpfen Winkel
einschließt und dessen anderer Schenkel parallel zum Schlitz zum freien
Rand des Konus hin verläuft und in Abstand davon endet.
Dabei beträgt der Winkel, den der Schlitz mit dem freien Rand des
freien Konus einschließt, zwischen 15 bis 50 Grad und darüber hinaus ist
es vorteilhaft, wenn der Abstand des Endes des anderen Schenkels vom
freien Rand des Konus im Minimum 4 mm beträgt.
Es hat sich dabei im übrigen dabei herausgestellt, daß die
Erfindung dann besonders vorteihaft verwirklicht ist, wenn das
Verhältnis des genannten Abstandes zur Länge des Konus ca. 1 zu 5 oder
mehr als 5 beträgt. Das Verhältnis 1 zu 5 ist bei Untersuchungen als
Optimum erkannt worden.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung werden am Konus Finger
gebildet, die nicht - wie bei der bekannten Vorrichtung - in axialer
Richtung verlaufen, sondern die von der Konuswurzel ausgehend hin zum
freien Rand verlaufen und dort aufgrund des Abstandes des anderen
Schenkels des L-förmigen Schlitzbereiches praktisch wieder zurück zur
Konuswurzel verlaufen, so daß eine U-förmige Fingerform gebildet wird,
deren einer Schenkel an der Konuswurzel anschließt, und deren anderer
Schenkel in Abstand zu der Konuswurzel endet. Dieser andere Schenkel ist
somit kürzer als der eine Schenkel; die Länge des anderen Schenkels kann
unterschiedlich bemessen sein; sie kann im Minimum den Wert Null
erreichen, dergestalt, daß der Finger L-förmig ist, wobei der am freien
Rand des Konus befindliche Schenkel der L-Form des Fingers in seiner
Breite dem oben genannten Abstand entspricht und im Minimum 4 mm
beträgt.
Aufgrund der windschiefen Form der Schlitze sind auch die Finger
windschief ausgebildet und diese windschiefe Ausgestaltung der Finger
hat den Vorteil, daß beim Verspannen jeder Finger nicht nur einer
Biegeverformung, sondern vielmehr auch einer Torsionsverformung
unterworfen wird, weil aufgrund der windschiefen Form ein Torsionsmoment
auf die einzelnen Finger ausgeübt wird. Diese Torsionsverformung
verursacht praktisch eine Umschlingung der Welle, die zu einer
verbesserten Verklemmung der Welle führt. Damit wird auch die Klemmkraft
erheblich größer als bei normalen, geraden Fingern.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen sind den
weiteren Unteransprüchen zu entnehmen.
Anhand der Zeichnung, in der einige Ausführungsbeispiele der Erfindung
dargestellt sind, sollen die Erfindung sowie weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen und Verbesserungen näher erläutert und beschrieben
werden.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Schnittansicht durch eine erfin
dungsgemäße Verspannvorrichtung,
Fig. 2 eine erste Ausgestaltung der Erfindung,
Fig. 3 und 4 je eine Ausführungsform der Erfindung und
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung des Konus.
Auf einer Welle 10, die eine Kolbenstange einer
Kolben-Zylinderanordnung sein kann, ist ein Konus 11 angeordnet, der die
Welle umgreift. Der Konus 11 besitzt einen Konusflansch 12, mit dem
dieser Konusflansch beispielsweise an dem Zylinder der
Kolben-Zylinderanordnung befestigt sein kann. Über den Konus mit der
Konusaußenfläche 13 ist ein Spannteil 14 mit einer Konusinnenfläche 15
geschoben, welches Spannteil zwecks Verriegelung mit in axialer Richtung
wirkenden Kräften E über den Konus 11 geschoben wird.
Der Konus ist, wie in Fig. 2 dargestellt, geschlitzt. Die Fig. 2
zeigt eine Abwicklung des Konus und man erkennt den Konus 11, die
Aufsicht auf die Konusfläche 13 und den Flansch 12. Im Konus befinden
sich Schlitzanordnungen 16 und 17, von denen die Konusanordnung 16 näher
beschrieben werden soll. Sie besitzt einen vom Rand 18 ausgehenden
Schlitz 19, der mit dem Rand einen Winkel alpha einschließt, der etwa 50
Grad beträgt. An dem wurzelseitigen Ende des Schlitzes 16 schließt ein
L-förmiger Schlitzbereich 20 an, dessen einer Schenkel 21 parallel zu
dem Rand 18 verläuft und mit dem Schlitz 19 einen stumpfen Winkel von
beta = ca. 130 Grad einschließt. Der andere Schenkel 23 des L-förmigen
Bereiches 20 endet in einem Abstand A vom Rand und verläuft parallel zu
dem Schlitz 19. Der Abstand A darf dabei 4 mm nicht unterschreiten.
Bezogen auf die Länge L des Konus soll das Verhältnis A/L 1 zu 5
nicht unterschreiten.
Die Fig. 3 zeigt eine andere Form. Hierbei ist der andere Schenkel
21 des L-förmigen Schlitzbereiches 20 erheblich verbreitert; er hat
demgemäß die Bezugsziffer 23 erhalten. In der Ausgestaltung nach Fig. 4
ist ein eigentlicher L-förmiger Schlitzbereich nicht mehr vorhanden;
vielmehr erkennt man eine viereckige rombische Öffnungsform 24, die über
den Schlitzteil 19 - um die gleichen Bezugsziffern zu verwenden - zum
freien Rand hin offen ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung wird, wie am deutlichsten
aus der Fig. 2 ersichtlich, eine U-förmige Fingerform gebildet, deren
einer Schenkel F 1 am Flansch 12 anschließt, wogegen der andere
Schenkel F 2 vom Rand aus 18 hin zum Flansch 12 vorspringt und in
Abstand dazu, der der Breite des anderen Schenkels 21 des
Schlitzbereiches 20 entspricht, vorspringt. Der Steg F 3 wird dann durch
den Abstand A gebildet.
Bei der Ausführung gemäß Fig. 3 ist der Schenkel F 4 des Fingers
lang gegenüber dem vom Rand 18 ausgehenden anderen Schenkel F 5, und in
Fig. 4 ist lediglich ein L-förmiger Finder übrig geblieben.
Wenn nun das Spannteil 14 über den Konus 11 geschoben wird, dann
verformt der Konus sowohl den Schenkel F 1 als auch den Schenkel F 2. Da
letzterer aber mit dem Schenkel F 1 des nicht dargestellten links
benachbarten Schlitzbereiches keine Verbindung hat, sondern sich frei
verformen kann, wird über den Steg F 3 vom Schenkel F 2 auf den Schenkel
F 1 eine Verformung bewirkt, welche zu einer Tordierung des Schenkels F
1 führt. Auf diese Weise wird das freie Ende des Schenkels 2 aufgrund
der größeren Fingerlänge stärker verformt als ein lediglich geradliniger
Finger, und demgemäß wird die Andruckkraft bzw. die Klemmkraft zwischen
dem Konus 11 einerseits und der Welle 10 andererseits bei
gleichbleibender Andruckkraft P vergrößert. Faktisch wird durch die
erfindungsgemäße Ausführung die Kolbenstange umschlungen.
Die Fig. 5 zeigt einen Konus mit den erfindungsgemäßen Schlitzen
bzw. Schlitzformen in perspektivischer Darstellung. Am Konus 11 befindet
sich links der Flansch 12, mit dem der Konus an einem ortsfesten
Bauteil, beispielsweise dem Zylinder einer Kolben-Zylinderanordnung
festgelegt werden kann und innerhalb des Konus befinden sich die
Schlitze 19 mit den L-förmigen Schlitzbereichen 20. Die Schlitzform
verläuft zur Mittelachse M-M des Konus windschief und in entsprechender
Weise verlaufen auch die anderen Schenkel der Schlitzform 20 windschief.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Verspannen einer Nabe auf einer Welle, mit einem
die Welle umgreifenden Konus, der mit von dem den kleineren Durchmesser
aufweisenden freien Rand des Konus ausgehenden Schlitzen zur Bildung
verformbarer Finger versehen ist, mit einem dem Konus angepaßten,
diesen übergreifenden Spannteil, der in Spannstellung die Finger nach
innen gegen die Welle preßt; dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze
windschief und parallel am Konus verlaufen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
wurzelseitigen Ende jedes Schlitzes (19) ein L-förmiger Schlitzbereich
(20) anschließt, dessen an dem wurzelseitigen Ende des Schlitzes (19)
anschließender Schenkel (21) in einer Ebene senkrecht zur Konusachse
(M-M) verläuft und mit dem Schlitz (19) einen stumpfen Winkel (alpha)
einschließt, wobei der andere Schenkel (22) parallel zum Schlitz (19)
zum freien Rand (18) des Konus (11) hin verläuft und in Abstand (A)
endet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Winkel, den der Schlitz (19) mit der Mittelachse des Konus einschließt,
zwischen 15 bis 50 Grad beträgt.
4. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstand des Endes des anderen Schenkels (22) des
Schlitzbereiches (20) vom freien Rand (18) des Konus (11) im Minimum 4
mm beträgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verhältnis des Abstandes zur Länge des Konus vorzugsweise ca. 1 zu 5 und
größer als 5 beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873744285 DE3744285A1 (de) | 1987-12-28 | 1987-12-28 | Vorrichtung zum verspannen einer nabe auf einer welle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873744285 DE3744285A1 (de) | 1987-12-28 | 1987-12-28 | Vorrichtung zum verspannen einer nabe auf einer welle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3744285A1 true DE3744285A1 (de) | 1989-07-13 |
Family
ID=6343734
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873744285 Withdrawn DE3744285A1 (de) | 1987-12-28 | 1987-12-28 | Vorrichtung zum verspannen einer nabe auf einer welle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3744285A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002033277A1 (de) * | 2000-10-16 | 2002-04-25 | Sew-Eurodrive Gmbh & Co | Spannvorrichtung |
| WO2011153977A1 (de) * | 2010-06-10 | 2011-12-15 | Siegfried Weiss | Welle-nabe-verbindung |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US2262112A (en) * | 1940-01-17 | 1941-11-11 | Roy A Nash | Shaft back collar |
| DE2306030A1 (de) * | 1973-02-07 | 1974-08-22 | Zeiler Ag | Spann-nabe und verfahren zu deren herstellung |
| GB2034861A (en) * | 1978-11-06 | 1980-06-11 | Stratienko A | Clamping hubs to shafts |
-
1987
- 1987-12-28 DE DE19873744285 patent/DE3744285A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (3)
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| US7470080B2 (en) | 2000-10-16 | 2008-12-30 | Sew-Eurodrive Gmbh & Co. | Clamping mechanism |
| WO2011153977A1 (de) * | 2010-06-10 | 2011-12-15 | Siegfried Weiss | Welle-nabe-verbindung |
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