DE3744028A1 - Einrichtung zur verankerung der antriebs- oder umkehrstation von foerderbandanlagen, insbesondere in bergbau-untertagebetrieben - Google Patents
Einrichtung zur verankerung der antriebs- oder umkehrstation von foerderbandanlagen, insbesondere in bergbau-untertagebetriebenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verankerung der
Antriebs- oder Umkehrstation von Förderbandanlagen, insbe
sondere in Bergbau-Untertagebetrieben, mit einem veranker
baren Stützwiderlager, mit dem der die Bandtrommel zwischen
seinen Lagerschilden aufnehmende Rahmen der Antriebs- oder
Umkehrstation über zugfeste Koppelglieder verstellbar ge
koppelt ist.
Bei stationären Förderbandanlagen ist es häufig erforder
lich, die Antriebs- und/oder Umkehrstation des Förderbandes
abzuspannen bzw. zu verankern. Diese Notwendigkeit besteht
vor allem dann, wenn, wie dies in Bergbaubetrieben häufig
der Fall ist, die Förderbandanlage in Gefällestrecken ver
legt wird. Bei Abwärtsförderung ist eine zuverlässige Ver
ankerung der Umkehrstation des Förderbandes zwingend erfor
derlich.
Es ist bekannt, die an den Enden der Förderbandanlagen an
geordneten Antriebs- oder Umkehrstationen mit Hilfe von
Schäkeln, Spannschlössern, spannbaren Kettengeschirren oder
auch Bodenankern u.dgl. zu verankern. Die gebräuchlichen
Verankerungen sind allerdings nicht immer zuverlässig. Dies
gilt insbesondere dann, wenn die hohen Spann- bzw. Abtriebs
kräfte von den Spannschlössern oder sonstigen Spanngliedern,
die, wie Spindeln, mit einem Spanngewinde versehen sind, auf
genommen werden müssen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung der gattungs
gemäßen Art bei möglichst einfachem Gesamtausbau so auszu
gestalten, daß eine zuverlässige Verankerung der Antriebs-
und/oder Umkehrstation auch bei in Förderrichtung geneigtem
Verlauf der Bandanlage erreicht wird, wobei zugleich auch
eine gewisse Einstell- bzw. Ausrichtmöglichkeit der betref
fenden Antriebs- oder Umkehrstation gegeben sein soll.
Die vorgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die beiden Lagerschilde des Rahmens der Antriebs- oder
Umkehrstation jeweils über ein Koppelglied mit dem Stütz
widerlager quer zur Förderrichtung verstellbar und auch
schwenkbar verbunden sind, wobei mindestens das eine der
beiden ein Parallelogramm bildenden Koppelglieder längen
einstellbar ist und den Koppelgliedern eine sie quer zur
Förderrichtung verschwenkende Stellvorrichtung od.dgl. zu
geordnet ist. Vorzugsweise besteht die Stellvorrichtung aus
einem längenverstellbaren Quer- oder Diagonallenker, der
zweckmäßig an seinem einen Ende in einem Gelenkanschluß am
Stützwiderlager und an seinem anderen Ende in einem Gelenk
anschluß an einem der Koppelglieder, im Abstand von dessen
Gelenkanschluß am Stützwiderlager, angeschlossen wird.
Bei der erfindungsgemäßen Verankerungseinrichtung wird also
für die Verankerung der Antriebs- oder Umkehrstation des
Förderbandes ein besonderes Stützwiderlager in Gestalt eines
Balkens, Grundrahmens od.dgl. verwendet, das sich am Einsatz
ort zuverlässig festlegen läßt, vorzugsweise mit Hilfe von
Bodenankern. Das Stützwiderlager weist Gelenkanschlüsse für
die beiden Koppelglieder auf, die zweckmäßig aus kräftigen,
zug- und drucksteifen Koppellenkern od.dgl. bestehen. Die
parallel zur Auflageebene (Bodenebene) des Rahmens der
Antriebs- oder Umkehrstation schwenkbaren Koppelglieder bil
den ein Parallelogramm-Lenkersystem, über das die beiden
Seiten- bzw. Lagerschilde des Maschinenrahmens am Stützwider
lager angeschlossen werden. Die hohen Kräfte werden daher an
jedem der beiden Lagerschilde des Rahmens der Antriebs- oder
Umkehrstation über ein kräftiges Koppelglied direkt in das
verankerte Stützwiderlager geleitet. Da die ein Lenker-
Parallelogramm bildenden Koppelglieder mit Hilfe der Stell
vorrichtung bzw. des Quer- oder Diagonallenkers quer zur
Förderrichtung verstellbar sind, ist auf diese Weise eine
Querverstellung des die Bandtrommel aufnehmenden Maschinen
rahmens relativ zu dem Stützwiderlager möglich, was eine
genaue Ausrichtung des Maschinenrahmens zu dem Förderband
verlauf auch dann ermöglicht, wenn das Stützwiderlager am
Einbauort nicht genau in Flucht zur Förderbandachse angeord
net worden ist. Im allgemeinen genügt eine Querverstellung
in der Größenordnung von etwa ± 100 mm. Da zumindest eines
der beiden Koppelglieder in seiner Länge verstellbar ist,
ergibt sich auch die Möglichkeit einer Verschwenkung der ge
samten Antriebs- bzw. Umkehrstation um die Vertikalachse des
Gelenkanschlusses des jeweils anderen Koppelgliedes. Im all
gemeinen genügen hier sehr kleine Einstellwinkel von nur
wenigen Winkelgraden, um die Antriebs- oder Umkehrstation
exakt gegenüber dem Förderbandverlauf auszurichten. Die er
findungsgemäße Einrichtung läßt sich dabei mit besonderem
Vorteil so ausgestalten, daß diejenigen Teile, mit denen die
genannten Verstellungen bewirkt werden, nicht direkt von den
in Achsrichtung der Förderbandanlage wirkenden Hauptkräften
belastet werden, so daß z.B. ein Bruch dieser Teile bzw.
ihrer Stellgewinde od.dgl. nicht zu einem Abgehen der ver
ankerten Antriebs- oder Umkehrstation und daher auch nicht
zu einem Unfall führen kann.
Für den vorgenannten längenveränderlichen Quer- oder
Diagonallenker wird vorzugsweise eine Gewindespindel oder
ein mit einer solchen Gewindespindel versehener Lenker ver
wendet. Aufgrund der Anordnung dieses Lenkers wird das
Spindelgewinde nicht von den hohen Abspannkräften belastet.
Anstelle einer Gewindespindel können aber auch andere Stell
vorrichtungen, z.B. Keilgetriebe, Zylinder u.dgl. verwendet
werden. Der Quer- bzw. Diagonallenker wird im übrigen zweck
mäßig mit einem Koppellenker gelenkig verbunden, der selbst
nicht längeneinstellbar ausgeführt ist.
Für den längeneinstellbaren Koppellenker wird nach einem
weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsmerkmal der Erfindung
ein Scherenlenker mit veränderlichem Scherenwinkel verwen
det, der zweckmäßig nach Art eines Parallelogramm-Hebel
getriebes ausgebildet ist. Zur Längeneinstellung des
Scherenlenkers kann ein einfaches Getriebeglied, z.B.
ein Keil, ein Exzenter od.dgl. oder aber auch eine Stell
spindel vorgesehen werden. Im einzelnen läßt sich die An
ordnung in vorteilhafter Weise so treffen, daß die zu den
endseitigen Gelenkanschlüssen des Koppellenkers miteinander
verbundenen scherenartigen Hebeglieder des Parallelogramm-
Hebelgetriebes an ihren anderen Enden mit gemeinsamen
Zwischengliedern gelenkig verbunden werden, deren Quer
abstand zueinander durch das Getriebeglied, vorzugsweise
durch eine quer zur Längsrichtung des Scherenlenkers ver
laufende Spindel, veränderbar ist. Solche Scherenlenker
zeichnen sich durch einfache und robuste Ausführung aus
und haben weiterhin den Vorteil, daß sich das zu ihrer
Längeneinstellung vorgesehene Getriebeglied so anordnen
läßt, daß es den in Längsrichtung des Lenkers wirkenden
Verankerungskräften zumindest weitgehend entzogen ist.
Das genannte Stützwiderlager, das zweckmäßig mit Anker
öffnungen für Bodenanker versehen wird, kann aus einem ein
fachen Sohlbalken bestehen, der vor Kopf der in diesem Fall
auf der Sohle ruhenden Antriebs- bzw. Umkehrstation ange
ordnet ist und die Gelenkanschlüsse für die Koppelglieder
und für den zwischen diesen liegenden Diagonallenker auf
weist. Andererseits kann das Stützwiderlager aber auch aus
einem Grundrahmen bestehen, auf dem sich die Antriebs
bzw. Umkehrstation unmittelbar abstützt. Der Grundrahmen
weist dabei einen über seine Auflagerfläche für die An
triebs- bzw. Umkehrstation aufragenden Aufbau mit den er
forderlichen Gelenkanschlüssen für die Koppelglieder auf.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nach
folgenden Beschreibung der in der Zeichnung gezeigten Aus
führungsbeispiele. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Verankerungs
einrichtung in Seitenansicht;
Fig. 2 die Verankerungseinrichtung nach
Fig. 1 in Draufsicht, wobei der
Rahmen der Antriebs- bzw. Umkehr
station nur schematisch mit seinen
beiden Lagerschilden angedeutet
ist;
Fig. 3 und 4 in der Darstellung der Fig. 1 und 2
ein zweites Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Verankerungs
einrichtung.
In der Zeichnung ist mit 1 eine Antriebs- oder Umkehrsta
tion einer Förderbandanlage bezeichnet, in deren Maschinen
rahmen 2 die Bandtrommel 3 zwischen zwei vertikalen Lager
schilden 4 und 5 gelagert ist. Die Lagerschilde 4 und 5
sind in Fig. 2 lediglich schematisch im Horizontalschnitt
gezeigt. Mit 6 ist das um die Bandtrommel 3 umlaufende
Förderband bezeichnet.
Die Verankerung der gesamten Antriebs- oder Umkehrstation
1 erfolgt mit Hilfe eines Stützwiderlagers 8, das bei dem
Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 aus einem auf
der Sohle 9 ruhenden Grundrahmen 10 besteht, der von par
allelen Längsträgern 11 (Fig. 2) gebildet ist, die über
Traversen 12 und 13 zu dem starren Grundrahmen verbunden
sind. Auf den parallelen Längsträgern 11 stützt sich der
Maschinenrahmen mit seinen beiden Lagerschilden 4 und 5
ab. Wie Fig. 1 zeigt, ist die am Ende des Grundrahmens 10
angeordnete Traverse 13 mit einem über die Auflagerfläche
der Längsträger 11 aufragenden Aufbau 14 versehen, mit dem
die Antriebs- bzw. Umkehrstation 1 über Koppelglieder 15
und 16 verankert wird. Die beiden Koppelglieder 15 und 16
bestehen aus kräftigen Koppellenkern, wobei der Koppel
lenker 15 ein starrer, in seiner Länge nicht einstellbarer
Lenker ist, während sich der andere Koppellenker 16 in
seiner Länge einstellen läßt. Der Koppellenker 15 ist an
seinem einen Ende über den Gelenkanschluß 17 mit dem
Grundrahmen bzw. dessen Aufbau 14 und an seinem anderen
Ende mit dem Gelenkanschluß 18 an dem Lagerschild 4 des
Maschinenrahmens 2 angeschlossen, während der andere Kop
pellenker 16 einerseits im Gelenkanschluß 19 mit dem Grund
rahmen bzw. dem Aufbau 14 und andererseits über den Gelenk
anschluß 20 mit dem anderen Lagerschild 5 des Maschinen
rahmens 2 gekoppelt ist. Die Gelenkanschlüsse 17 bis 20
können aus kräftigen Bolzengelenken mit vertikalen Ge
lenkachsen bestehen; sie gestatten Schwenkbewegungen der
Koppellenker 15 und 16 quer zur Förderrichtung.
Zwischen dem Koppellenker 15 und dem Grundrahmen 10 bzw.
seinem Aufbau 14 ist ein Quer- bzw. Diagonallenker 21 an
geordnet, der mit seinem einen Ende im Gelenk 22 am Grund
rahmen bzw. am Aufbau 14 und an seinem anderen Ende im Ge
lenk 23 am Koppellenker 15 angeschlossen ist. Das Gelenk 23
befindet sich in Nähe des Gelenkanschlusses 18. Der Quer-
bzw. Diagonallenker 21 ist in seiner Länge einstellbar und
bildet daher eine Stellvorrichtung zur Seitenverschwenkung
des Koppellenkers 15. Vorzugsweise besteht der Lenker 21
aus einer Gewindespindel bzw. aus einem mit einer Gewinde
spindel versehenen Lenker. Anstelle einer Gewindespindel
kann für den Quer- bzw. Diagonallenker aber auch ein längen
veränderlicher Lenker anderer Ausgestaltung verwendet wer
den, z.B. ein Lenker, dessen Länge sich mit Hilfe eines
druckmittelbetätigten Zylinders oder mit Hilfe mechanischer
Stellvorrichtungen, verändern läßt.
Das längenveränderliche Koppelglied 16 ist als Scherenlenker
mit veränderlichem Scherenwinkel ausgebildet. Wie die Drauf
sicht der Fig. 2 oder 4 zeigt, besteht der Scherenlenker aus
einer Doppelschere nach Art eines Parallelogramm-Hebel
getriebes, dessen beide Scherenpaare von Hebelgliedern 24,
25 bzw. 26, 27 gebildet werden. Die Hebelglieder 24, 25 sind
im gemeinsamen Gelenkanschluß 19 miteinander und mit dem
Stützwiderlager 8 verbunden, während die Hebelglieder 26 und
27 im Gelenkanschluß 20 untereinander und mit dem Lagerschild
5 verbunden sind. Die einander zugewandten Enden der Hebel
paare 24, 25 bzw. 26, 27 sind über Gelenkanschlüsse 28 mit
gemeinsamen Zwischengliedern 29 verbunden, die mit Gewinde
bohrungen versehen sind, in die eine quer zur Längsachse
des Scherenlenkers 16 angeordnete Spindel 30 eingeschraubt
ist. Durch Drehen der Spindel 30 läßt sich der Abstand der
beiden Zwischenglieder 29 und damit die Länge des Scheren
lenkers, gemessen über den Abstand seiner Gelenkanschlüsse
19 und 20, ändern.
Wie Fig. 1 zeigt, ist der Grundrahmen 10 mit Ankeröffnungen
31 für Bodenanker 32 versehen, die in Bohrlöcher eingebracht
werden. Mit Hilfe der Anker 32 läßt sich daher der Grund
rahmen 10 bzw. das gesamte Stützwiderlager 8, an welchem die
Antriebs- bzw. Umkehrstation 1 verankert wird, z.B. in einer
untertägigen Strecke festlegen. Wird z.B. der Quer- bzw.
Diagonallenker 21 in seiner Länge verkürzt, so führt der
mit ihm gekoppelte Koppellenker 15 gemäß Fig. 2 eine
Schwenkbewegung im Gegenuhrzeigersinn aus. Da der Koppel
lenker 16 über den Rahmen 2 der Antriebs- oder Umkehrstation
1 mit dem anderen Koppellenker 15 zu einem Viergelenk
getriebe, d.h. zu einem Parallelogramm-Hebelgetriebe ver
bunden ist, führt auch der längenveränderbare Koppellenker
16 eine Schwenkbewegung im Gegenuhrzeigersinn aus. Hierbei
wird der Rahmen 2 der Antriebs- bzw. Umkehrstation 1 quer
zur Förderrichtung relativ zu dem Grundrahmen 10 verstellt.
Bei Vergrößerung der Länge des Quer- bzw. Diagonallenkers 21
führen die beiden Koppellenker 15 und 16 gemeinsam Schwenk
bewegungen im Uhrzeigersinn aus, wodurch eine Querverstel
lung des Rahmens 2 in Gegenrichtung möglich ist. Mit Hilfe
des Parallelogrammgetriebes mit Quer- bzw. Diagonallenker 21
läßt sich demgemäß die Position der Antriebs- oder Umkehr
station 1 quer zur Längsrichtung des Förderbandes relativ
zu dem Stützwiderlager 8 einstellen und damit eine Ausrich
tung vornehmen, so daß eine genaue Ausrichtung und Lage
positionierung des Stützwiderlagers 8 innerhalb der Strecke
od.dgl. nicht unbedingt erforderlich ist.
Wird mit Hilfe der Spindel 30 der Scherenlenker 16 in seiner
Länge verkürzt, so führt dies zu einer Schwenkbewegung des
Rahmens 2 um den gegenüberliegenden Gelenkanschluß 18 im
Gegenuhrzeigersinn, bei Vergrößerung der Länge des Scheren
lenkers 16 dagegen zu einer Schwenkung im Uhrzeigersinn.
Damit sind auch geringe Schwenkbewegungen der Antriebs
bzw. Umkehrstation relativ zu dem verankerten Stützwider
lager 8 möglich.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine vereinfachte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Verankerungseinrichtung. Als Stütz
widerlager 8 wird hier ein einfacher Sohlbalken 33 verwen
det, der vor Kopf der Antriebs- bzw. Umkehrstation 1 auf
der Sohle ruht und in seiner Lage verankert ist, vorzugs
weise ebenfalls mit Hilfe von Bodenankern 32, die Anker
öffnungen am Fuß des Sohlbalkens 33 durchfassen. Der Sohl
balken 8 weist einen aufragenden Aufbau 34 auf, der mit
Anschlußkonsolen 35, 36 und 37 für die Gelenkanschlüsse
17, 22 und 19 versehen ist. Für die beiden Koppelglieder
und den Diagonal- bzw. Querlenker werden die bei dem Aus
führungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 vorgesehenen Teile
15, 16 und 21 verwendet.
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele beschränkt. Abweichend hiervon können
auch beide Koppellenker 15 und 16 als längeneinstellbare
Lenker, vorzugsweise als Scherenlenker der beschriebenen
Art, ausgeführt werden. Der Scherenlenker 16 kann anstelle
der Gewindespindel 30 auch ein anderes Getriebeglied zur
Längeneinstellung bzw. zur Abstandseinstellung der beiden
Zwischenglieder 29 aufweisen, z.B. einen Keil, einen Ex
zenter, einen Druckmittelzylinder od.dgl. Auch kann die
Abwinklung der Antriebs- bzw. Umkehrstation in bezug auf
die Förderrichtung mit Hilfe eines anderen längeneinstell
baren Koppelgliedes erfolgen, z.B. mit Hilfe einer Spindel,
eines Zylinders, eines Spannschlosses od.dgl., obwohl ein
Scherenlenker vorzuziehen ist, dessen für die Längenein
stellung verwendetes Getriebeglied nicht von den vollen
Lenkerkräften belastet wird. Auch für den Quer- bzw.
Diagonallenker 21 kann, wie erwähnt, eine Stellvorrichtung
anderer Art Verwendung finden. Werden für beide Koppel
glieder 15 und 16 längenveränderbare Koppelglieder verwen
det, so ist auch eine Abspannung der Förderbandanlage durch
gleichzeitiges Verkürzen beider Koppelglieder 15 und 16 er
reichbar. Bei Verwendung des in den Fig. 3 und 4 gezeigten
Sohlbalkens 8 als Stützwiderlager kann die gesamte Antriebs-
bzw. Umkehrstation auf der Sohle 9 ruhen.
Claims (13)
1. Einrichtung zur Verankerung der Antriebs- oder Umkehr
station von Förderbandanlagen, insbesondere in Bergbau-
Untertagebetrieben, mit einem verankerbaren Stützwider
lager, mit dem der die Bandtrommel zwischen seinen
Lagerschilden aufnehmende Rahmen der Antriebs- oder
Umkehrstation über zugfeste Koppelglieder verstellbar
gekoppelt ist, dadurch gekennzeich
net, daß die beiden Lagerschilde (4, 5) des Rahmens
(2) der Antriebs- oder Umkehrstation (1) jeweils über
ein Koppelglied (15, 16) mit dem Stützwiderlager (8)
quer zur Förderrichtung verstellbar und schwenkbar
verbunden sind, wobei mindestens das eine der beiden
ein Parallelogramm bildenden Koppelglieder (15, 16)
längeneinstellbar ist und den Koppelgliedern eine sie
quer zur Förderrichtung verschwenkende Stellvorrichtung
(21) zugeordnet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Stellvorrichtung
(21) aus einem längenverstellbaren Quer- oder Diagonal
lenker besteht.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Quer- oder Diagonal
lenker (21) an seinem einen Ende in einem Gelenk
anschluß (22) am Stützwiderlager (8) und an seinem
anderen Ende in einem Gelenkanschluß (23) an einem
der Koppelglieder (15), im Abstand von dessen Gelenk
anschluß (17) am Stützwiderlager, angeschlossen ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der längenveränder
liche Quer- oder Diagonallenker (21) aus einer Gewinde
spindel besteht oder mit einer solchen versehen ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der
Quer- oder Diagonallenker (21) mit dem von einem nicht
längeneinstellbaren Koppellenker gebildeten Koppelglied
(15) gelenkig verbunden ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß der
längeneinstellbare Koppellenker (16) aus einem Scheren
lenker mit veränderlichem Scherenwinkel besteht.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Scherenlenker (16)
nach Art eines Parallelogramm-Hebelgetriebes ausgebil
det ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Scherenwinkel
mittels eines Getriebegliedes (30), z.B. eines Keils,
eines Exzenters od.dgl., vorzugsweise aber mittels
einer Stellspindel od.dgl., veränderbar ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die zu den endseiti
gen Gelenkanschlüssen (19, 20) des Scherenlenkers (16)
miteinander verbundenen scherenartigen Hebelglieder
(24, 25 bzw. 26, 27) an ihren einander zugewandten
Enden mit gemeinsamen Zwischengliedern (29) gelenkig
verbunden sind, deren Querabstand zueinander durch
das Getriebeglied (30), vorzugszweise durch die quer
zur Längsrichtung des Scherenlenkers angeordnete Stell
spindel, veränderbar ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß beide
Koppelglieder (15, 16) aus Scherenlenkern bestehen.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß das
Stützwiderlager (8) mit Ankeröffnungen (31) für Boden
anker (32) versehen ist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß das
Stützwiderlager (8) aus einem vor der auf der Sohle
(9) ruhenden Antriebs- bzw. Umkehrstation (1) angeord
neten Sohlbalken (33) besteht, der mit den Gelenk
anschlüssen (17, 19, 22) für die Koppelglieder (15,
16) und für den zwischen diesen liegenden Diagonal
lenker (21) versehen ist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß das
Stützwiderlager (8) aus einem die Antriebs- oder
Umkehrstation (1) tragenden Grundrahmen (10) besteht,
der an einem über seine Auflagerfläche für die
Antriebs- bzw. Umkehrstation aufragenden Aufbau (14)
die Gelenkanschlüsse (17, 19, 22) für die Koppel
glieder (15, 16) und den Diagonallenker (21) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873744028 DE3744028A1 (de) | 1987-12-24 | 1987-12-24 | Einrichtung zur verankerung der antriebs- oder umkehrstation von foerderbandanlagen, insbesondere in bergbau-untertagebetrieben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873744028 DE3744028A1 (de) | 1987-12-24 | 1987-12-24 | Einrichtung zur verankerung der antriebs- oder umkehrstation von foerderbandanlagen, insbesondere in bergbau-untertagebetrieben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3744028A1 true DE3744028A1 (de) | 1989-07-06 |
Family
ID=6343553
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873744028 Withdrawn DE3744028A1 (de) | 1987-12-24 | 1987-12-24 | Einrichtung zur verankerung der antriebs- oder umkehrstation von foerderbandanlagen, insbesondere in bergbau-untertagebetrieben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3744028A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL1029334C2 (nl) * | 2005-06-24 | 2006-12-28 | Stramproy Dev & Licensing B V | Spaninrichting voor een aeromechanische transportinrichting. |
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| DE1948713A1 (de) * | 1968-10-10 | 1970-05-06 | Dow Chemical Co | Verbessertes Verfahren zur Herstellung von Membranen mit selektiver Permeabilitaet |
-
1987
- 1987-12-24 DE DE19873744028 patent/DE3744028A1/de not_active Withdrawn
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