DE3744082A1 - Impulsgeberscheibe, insbesondere zur drehzahlerkennung drehender teile von kraftfahrzeugen, und verfahren zur herstellung einer solchen - Google Patents
Impulsgeberscheibe, insbesondere zur drehzahlerkennung drehender teile von kraftfahrzeugen, und verfahren zur herstellung einer solchenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Impulsgeberscheibe, insbe
sondere zur Drehzahlerkennung drehender Teile von Kraftfahr
zeugen, bestehend aus einem napfförmigen Blechkörper mit recht
winklig abgebogenem Rand, der an seinem Außenumfang eine Ver
zahnung aufweist.
Als rotationssymmetrisches, elektrisch leitfähiges Teil zum
Erzeugen von Impulsen befindet sich eine solche Impulsgeber
scheibe z.B. auf der Kurbelwelle einer Antriebsmaschine oder
- bei Verwendung im Rahmen eines Antiblockiersystems von
Kraftfahrzeugbremsen - jeweils auf der Nabe des betreffenden
Fahrzeugrades.
Beim derzeitigen Stand der Technik - vgl. hierzu beispiels
weise die DE 27 59 979 C2 - werden Impulsgeberscheiben der
eingangs bezeichneten Art durch Umformen von Blechronden
auf Mehrstufenwerkzeugen hergestellt. Zunächst wird durch
Tiefziehen eine Blechronde zu einem Napf umgeformt. Anschlie
ßend wird am äußeren Rand des Napfes eine Verzahnung (z.B.
Segmentverzahnung) durch Schieber, die eine der Verzahnung
komplementäre Profilform besitzen, eingeprägt. Die auf diese
Weise hergestellten Impulsgeberscheiben weisen auch am Innen
umfang des Napfrandes ein entsprechendes Zahnprofil auf. Die
hierdurch gegebenen vergleichsweise scharfen Innenradien üben
eine sehr nachteilige Kerbwirkung auf die Impulsgeberscheibe
aus. Insbesondere führt diese Kerbwirkung bei Dauerschwing
beanspruchung der Impulsgeberscheibe zu vorzeitigem Versagen
derselben. Außerdem erhält die Impulsgeberscheibe aufgrund
des beschriebenen Herstellungsverfahrens im Bereich der Ver
zahnung eine ungünstige Eigenspannungsverteilung, die zu einer
zusätzlichen Verringerung der Dauerhaltbarkeit der Impuls
geberscheibe führt.
Ausgehend von einem derartigen Stand der Technik ist es die
Aufgabe der Erfindung, geeignete Maßnahmen für eine störungs
freie Funktion und ausreichende Dauerhaltbarkeit von Impuls
geberscheiben der eingangs bezeichneten Art zu treffen.
Nach dem gegenständlichen Teil der Erfindung wird die Aufgabe
dadurch gelöst, daß der Rand des Blechkörpers an seinem
Innenumfang glattflächig ausgebildet ist.
Ein solcher glattflächiger Rand des Blechkörpers soll nach
dem verfahrensmäßigen Teil der Erfindung bei einem Verfahren
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 2 dadurch realisiert
werden, daß bei der Einarbeitung der Außenverzahnung in den
Rand am Innenumfang desselben - als Gegenlager zur Aufnahme
der radial nach innen gerichteten Kräfte des Verformungs
werkzeugs - ein Stempel angelegt wird.
Durch den an der Innenseite des Napfrandes anliegenden Stempel
wird verhindert, daß der Werkstoff des Blechkörpers frei,
d.h. undefiniert, radial zur Werkstückmitte fließen kann. So
erhält die Impulsgeberscheibe auf der Innenseite ihres außen
verzahnten Randes eine glatte, kerbfreie Oberfläche. Die
eingangs geschilderten Nachteile werden dadurch wirksam ver
mieden.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird vorge
schlagen, daß als Gegenlager zugleich der zum Tiefziehen der
Blechronde verwendete Stempel dient. Außerdem sollte beim
Tiefziehen der Blechronde darauf geachtet werden, daß die
Blechdicke des Randes einen definierten Verlauf aufweist.
In vorteilhafter Weiterbildung des verfahrensmäßigen Teils
der Erfindung kann die Verzahnung durch Aufrollen oder durch
Keilschieber, die die negative Profilform der Verzahnung auf
weisen, in den Außenumfang des Randes eingearbeitet werden.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird
die Verzahnung durch ein Durchziehen des napfförmigen Blech
körpers durch eine - negative Profilform der Verzahnung auf
weisende - Matrize in den Außenumfang des Randes eingearbeitet.
Das Durchziehen erfolgt zweckmäßigerweise auf einer Presse.
Der Vorteil dieser Alternative besteht u.a. darin, daß die
Kraft für den Durchzug des Blechkörpers durch die Matrize von
dem zugleich als Gegenlager bei der Einarbeitung der Ver
zahnung dienenden Stempel aufgebracht werden kann.
Insgesamt gesehen zeichnen sich nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellte Impulsgeberscheiben durch geringe Her
stellungskosten und große Dauerhaltbarkeit aus. Letzterer Vor
teil wird durch die Vermeidung von Kerbwirkungen und Druck
eigenspannungen erreicht. Die erfindungsgemäßen Impulsgeber
scheiben sind auch bei hoch belasteten Motoren einsetzbar. Die
Anzahl ihrer Befestigungspunkte an dem betreffenden sich
drehenden Teil läßt sich auch bei hoch belasteten Motoren
auf nur drei reduzieren.
Zur Veranschaulichung und näheren Erläuterung der Erfindung
dienen Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung dargestellt
und nachstehend beschrieben sind. Es zeigt:
Fig. 1 eine Ausführungsform einer Impulsgeberscheibe, in
Draufsicht (teilweise aufgebrochen), und
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1,
ergänzt durch Herstellungswerkzeuge.
Es bezeichnet 10 einen napfförmigen Blechkörper, der nach ab
geschlossener Herstellung als Impulsgeberscheibe, beispiels
weise eines Systems zur Drehzahlerkennung drehender Teile,
fungiert. Eine solche fertige Impulsgeberscheibe zeigt Fig. 1.
Der napfförmige Blechkörper 10 besitzt einen Boden 11, in den
- wie Fig. 1 erkennen läßt - eine zentrische kreisrunde Aus
sparung 12, beispielsweise zu Zwecken der Gewichtsersparnis,
eingearbeitet sein kann. Der Boden 11 ist von einem recht
winklig abgebogenen Rand 13 umgeben, der an seinem Außenumfang
eine Verzahnung 14 aufweist.
Die Impulsgeberscheibe (Fig. 1) kann z.B. mittels ihrer zentrischen
Aussparung 12 auf einer sich drehenden Welle angeordnet sein
und mittels dreier Schrauben an dem betreffenden sich drehen
den Teil befestigt werden. Die drei Befestigungspunkte, welche
zweckmäßigerweise im gleichen Winkelabstand von jeweils 120°
zueinander angeordnet sind, sind in Fig. 1 mit 15, 16 und 17
beziffert. Bei der (nicht dargestellten) Welle kann es sich
z.B. um die Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine eines Kraft
fahrzeuges handeln. Wenn die Impulsgeberscheibe im Rahmen eines
sogenannten Antiblockiersystems einer Fahrzeugbremse angewendet
wird, ist sie zweckmäßigerweise auf der jeweiligen Radnabe zu
befestigen.
In Fig. 2 ist nun ein mögliches Herstellungsverfahren für eine
solche Impulsgeberscheibe angedeutet. Die betreffenden Teile
sind jeweils nur teilweise dargestellt. Ausgangsmaterial für
den napfförmigen Blechkörper 10 ist eine Blechronde, die in
einer Matrize 17 mittels eines Stempels 18 zu besagtem napf
förmigen Blechkörper 10 durch Tiefziehen verformt wird. Am
Innenumfang der Matrize 17 ist eine Verzahnung 19 ausgebildet,
die eine negative Profilform zu der schließlich in den Außen
umfang des Randes 13 des Blechkörpers 10 eingeformten Ver
zahnung 14 (vgl. Fig. 1) aufweist. Während des Tiefziehvor
ganges, bei dem sich der Stempel 18 in Pfeilrichtung 20 in
das Innere der Matrize 17 bewegt, wird gleichzeitig die Außen
verzahnung 14 durch spanlose Formgebung eingearbeitet.
Fig. 2 macht deutlich, daß während dieses Vorganges der Stempel 18
am Innenumfang des Randes 13 des Blechkörpers 10 anliegt. Der
Stempel 18 dient damit zugleich als Gegenlager für die von
der Matrize 17 bei der Einarbeitung der Verzahnung 14 auf den
Blechkörper 10 ausgeübten, radial von außen nach innen wirken
den Kräfte. Hierdurch wird vorteilhafterweise verhindert, daß
der Werkstoff des Blechkörperrandes 13 frei (undefiniert) ra
dial nach innen zur Werkstückmitte fließen kann. Auf diese
Weise wird erreicht, daß der Rand 13 des Blechkörpers 10 an
seinem Innenumfang 21 vollkommen glatt und kerbfrei ausgebildet
bleibt.
Claims (9)
1. Impulsgeberscheibe, insbesondere zur Drehzahlerkennung
drehender Teile von Kraftfahrzeugen, bestehend aus einem
napfförmigen Blechkörper mit rechtwinklig abgebogenem Rand,
der an seinem Außenumfang eine Verzahnung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rand (15) des Blechkörpers
(10) an seinem Innenumfang (21) glattflächig ausgebildet ist.
2. Verfahren zur Herstellung einer Impulsgeberscheibe nach
Anspruch 1, wobei eine Blechronde zunächst zu einem napf
förmigen Blechkörper (10) tiefgezogen und anschließend in
diesen Rand (13) eine Außenverzahnung (14) durch spanlose
Formgebung eingearbeitet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß bei der Einarbeitung der Außen
verzahnung (14) in den Rand (13) am Innenumfang (21) des
selben - als Gegenlager zur Aufnahme der radial nach innen
gerichteten Kräfte des Verformungswerkzeugs (17) - ein
Stempel (18) angelegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß als Gegenlager zugleich der
zum Tiefziehen der Blechronde verwendete Stempel (18)
dient (Fig. 2).
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Blechronde derart tiefge
zogen wird, daß die Blechdicke des Randes (13) einen de
finierten Verlauf aufweist.
5. Verfahren nach Anspruch 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verzahnung (14) durch Auf
rollen in den Außenumfang des Randes (13) eingearbeitet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verzahnung (14) durch Keil
schieber, die die negative Profilform der Verzahnung (14)
aufweisen, in den Außenumfang des Randes (13) eingearbeitet
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verzahnung (14) durch ein
Durchziehen des napfförmigen Blechkörpers (10) durch eine
- negative Profilform der Verzahnung (14) aufweisende -
Matrize (17) in den Außenumfang des Randes (13) eingearbeitet
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Durchziehen des napfförmigen
Blechkörpers (10) auf einer Presse erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kraft für den Durchzug des
Blechkörpers (10) durch die Matrize (17) von dem zugleich
als Gegenlager bei der Einarbeitung der Verzahnung (14)
dienenden Stempel (18) aufgebracht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873744082 DE3744082A1 (de) | 1987-12-24 | 1987-12-24 | Impulsgeberscheibe, insbesondere zur drehzahlerkennung drehender teile von kraftfahrzeugen, und verfahren zur herstellung einer solchen |
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|---|---|---|---|
| DE19873744082 DE3744082A1 (de) | 1987-12-24 | 1987-12-24 | Impulsgeberscheibe, insbesondere zur drehzahlerkennung drehender teile von kraftfahrzeugen, und verfahren zur herstellung einer solchen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3744082A1 true DE3744082A1 (de) | 1989-07-13 |
Family
ID=6343590
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873744082 Withdrawn DE3744082A1 (de) | 1987-12-24 | 1987-12-24 | Impulsgeberscheibe, insbesondere zur drehzahlerkennung drehender teile von kraftfahrzeugen, und verfahren zur herstellung einer solchen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3744082A1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2755467A1 (de) * | 1976-12-13 | 1978-06-15 | Eaton Corp | Raddrehzahl-fuehler |
| DE8602839U1 (de) * | 1986-02-05 | 1986-03-13 | Volkswagen AG, 3180 Wolfsburg | Metallisches Impulsrad für eine berührungslos arbeitende Drehzahlmeßeinrichtung |
| DE3436313A1 (de) * | 1984-10-04 | 1986-04-10 | H.-Dieter 3012 Langenhagen Süssenbach | Tiefziehwerkzeug fuer dickwandige, zylindrische toepfe (schalen, naepfe), ermoeglicht durch eine ziehstempeleinheit und ziehmatrizenkombination |
| EP0188668A1 (de) * | 1985-01-22 | 1986-07-30 | Toyota Jidosha Kabushiki Kaisha | Zahnradartiges Impulsrad für Drehmessaufnehmer |
| DE2759979C2 (de) * | 1976-10-15 | 1987-07-16 | Anderson-Cook Inc., Fraser, Mich., Us |
-
1987
- 1987-12-24 DE DE19873744082 patent/DE3744082A1/de not_active Withdrawn
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