DE3742362C2 - - Google Patents
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- F24H—FLUID HEATERS, e.g. WATER OR AIR HEATERS, HAVING HEAT-GENERATING MEANS, e.g. HEAT PUMPS, IN GENERAL
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Speicherofen nach dem
Grundofenprinzip, also mit rostloser Verbrennung, mit
rundem oder rechteckigem Grundriß nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 oder 2.
Bei einem Speicherofen wird die bei der Verbrennung ent
stehende Wärme von den Baumaterialien des Ofens über rela
tiv lange Zeit gespeichert und dosiert, zum großen Teil
über Wärmestrahlung, an die Umgebung abgegeben. Für
die Verwirklichung solcher Speicheröfen eignet sich besonders
das Grundofenprinzip, bei dem sich, wie der Name sagt,
die Feuerstelle am Grunde des Ofens befindet und die
Rauchgaszüge darüber angeordnet sind, wobei solche Öfen
im allgemeinen vor Ort vom Ofensetzer individuell gemauert
wurden.
Insbesondere bei der Verwendung von Holz als Brennmaterial
hat die rostlose Verbrennung, also die Verbrennung auf
einer geschlossenen Unterlage, die Vorteile, daß nicht wie
bei der Verbrennung auf einem Rost, noch zahlreiche unver
brannte Bestandteile durch den Rost in den Aschentrog
fallen und der Ausnutzung als Brennmaterial entgehen, was
einerseits zu einem hohen Aschenanfall, nämlich bei Holz von
ca. 15% gegenüber ca. 3% bei rostloser Verbrennung, und
andererseits zu einem schlechteren Wirkungsgrad als bei der
rostlosen Verbrennung führt. Die bei der rostlosen Verbrennung
von Holz prinzipiell schon sehr gute Brennstoffausnutzung
wird bei Speicheröfen weiterhin dadurch gefördert, daß
die in den Ofenmaterialien gespeicherte Wärme vor dem
Erlöschen des Ofens auf die Brennstoffreste zurückwirkt
und deren restliche Verbrennung begünstigt.
Die für die Verbrennung notwendige Sauerstoffzufuhr erfolgt
bei Grundöfen im allgemeinen durch eine Zuluft-Regulierung
in der Feuertür.
Da das individuelle Gestalten und Errichten solcher Speicher
öfen nach dem Grundofenprinzip sehr zeit- und kostenintensiv
ist, wurde bereits versucht, solche Öfen in Teilen industriell
herzustellen, so daß diese vorgefertigten und mit allen
Komponenten in Form eines Bausatz gelieferten Teile relativ
schnell und damit kostengünstig zu einem bestimmten Ofen
zusammengesetzt werden konnten.
Einen solchen, größtenteils Strahlungswärme abgebenden,
Speicherofen zeigt die DE-OS 29 41 853. Dieser wird jedoch
aus insgesamt fünf vorgefertigten Teilen als Seitenwände und
Deckplatte zusammengesetzt, die durch einen tragenden Rahmen
aus Metallprofilen zusammengehalten werden, was sowohl
ästhetisch als auch funktionell zu wünschen übrigläßt, auf
grund des unterschiedlichen Dehnungsverhaltens bei Wärmeein
wirkung des unterschiedlichen Dehnungsverhaltens bei Wärmeein
wikrung von Metall und dem Wandmaterial.
Das deutsche Gebrauchsmuster G 85 18 090 zeigt einen Kachel
stein, der aus Keramikmaterial besteht und im Inneren hohl
ist. Der Hohlraum wird nach dem Brennen des Kachelsteines
mit einer Mischung aus Lehm und Schamott angefüllt. Diese
Kachelsteine dienen zur Herstellung von Kachelöfen und
Kachelkaminen. Derartige Kachelsteine können jedoch nicht
unmittelbar als Wandmaterial z. B. des Feuerraumes verwendet
werden, da sie, insbesondere aufgrund ihrer Füllung, durch
die hierbei entstehenden hohen Temperaturen auf der Innen
seite des Kachelsteines zerstört würden. Dieser Kachelstein,
der auf seinen Anschlußflächen zu den benachbarten Steinen
nach dem Nut- und -Feder-Prinzip ausgebildet ist, kann daher
entweder nur zur Außenverblendung von konventionell er
stellten Kachelöfen verwendet werden oder, wie im Ausführungs
beispiel dargestellt, zur Ummauerung eines Kachelkamins mit
meist metallenem Heizeinsatz, wobei zwischen dem Heizeinsatz
und der Ummauerung ein großer, Luft gefüllter Abstand besteht,
so daß die an der Ummauerung auftretenden Temperaturen re
lativ gemäßigt sind.
Die DE-OS 31 19 443 zeigt dagegen als nächst reichender
Stand der Technik bereits einen Bausatz für einen Speicher
ofen, der allerdings einen Großteil seiner Wärme mittels
Konvektion an die Umgebung abgibt, die dadurch zustande
kommt, daß Umgebungsluft durch ein kaminartiges Atrium in
des Mitte des Ofens erwärmt wird und aufsteigt.
Zwar weist auch dieser Speicherofen einen Sockel, eine Grund
platte, Wandelemente, eine Feuertür und eine Abdeckhaube auf,
wobei es sich allerdings bei den Wandelementen um ringförmig
geschlossene Fertigelemente handelt, die frei aufeinander
sitzen und nicht durch ein Nut- und Federsystem ineinander
passen. Die Grundplatte ist in eines der Wandelemente einge
legt, so daß die Stabilität und Verwindungssteifigkeit von
dem Untergrund, auf dem der Ofen aufgebaut ist, abhängt.
Die Zwischenplatten sind ringförmig gestaltet und weisen
neben einer großen konzentrischen Öffnung im Ringbereich
eine weitere Öffnung zum Durchlaß der Rauchgase auf, gegebenen
falls noch eine dritte Öffnung zur Durchführung eines Rück
laufrohres. Es handelt sich also nicht um im wesentlichen
durchgehende Zwischenplatten, so daß nur geringe Material
flächen mit einer entsprechend schlechten Statik vorliegen,
infolgedessen können diese Elemente nicht aus Schamott erstellt
werden, sondern es muß stark armierter, feuerfester Beton ver
wendet werden, der trotz dieser Armierungen aufgrund der
vielen Durchbrüche bruchgefährdet bleibt.
Die Zwischenplatten sitzen in Aussparungen der äußeren Wand
elemente sowie der Wandelemente des Atriums, was zur Folge
hat, daß durch die partiell ungleichmäßige Erwärmung beim
Aufheizen und Abkühlen dieser aus feuerfestem Beton bestehen
den Zwischenplatten Querkräfte auf die Wandelemente übertragen
werden, die zu Undichtigkeiten oder sogar Bruch dieser Wand
elemente führen.
Da auch der Feuerraum von einem zentralen rohrförmigen Element
durchlaufen wird, um von der Ofenunterseite her Umgebungs
luft aufsteigen zu lassen, ist erstens der Feuerraum sehr
klein, bzw. von der Grundfläche her stark zerrissen, so daß
der Aufbau eines kompakten Gluthaufens kaum mehr möglich ist,
wie er zu einer vollständigen Verbrennung des Brennmaterials
benötigt würde. Zusätzlich ist dieses zentrale Rohr dem
Brandherd am nächsten und wird daher als erstes aufgeheizt
und wird somit die stärkste und schnellste Wärmedehnung durch
machen. Aufgrund dessen kann dieses Rohr faktisch nur aus
Metall hergestellt werden, was wegen des Durchlaufens der
ersten Zwischenplatte, die aus feuerfestem Beton bestehen
muß, aufgrund der ständig vorhandenen Relativbewegung bei
Wärmedehnung Querkraft- und Dichtigkeitsprobleme mit sich
bringt.
Da die Herstellungskosten eines mittels Bausatz erstellten
Speicherofens einerseits von der Komplexität seines kon
struktiven Aufbaus aufgrund der längeren Montagezeit und
andererseits von der Anzahl der unterschiedlich geformten
Teile des Bausatzes aufgrund höherer Bausatzkosten abhängt,
besteht die Aufgabe der Erfindung darin, einen möglichst
einfach zusammenzubauenden Bausatz für Speicheröfen der gattungs
gemäßen Art zu schaffen, dessen Einzelteile möglichst wenige
innerer Aufbau möglichst einfach gestaltet ist.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale
der Ansprüche 1 bzw. 2 gelöst. Vorteilhafte Ausführungs
formen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Der Vorteil besteht zunächst einmal darin, daß die ein
zelnen Wandelemente relativ klein und damit gut zu trans
portieren sind. Es ist nur eine einzige bzw. bei recht
eckigen Ofengrundriß nur zwei verschiedene Formen von
Wandelementen nötig. Die Statik des Ofens ist dadurch
gewährleistet, daß die Ofenwände auf der Grundplatte,
die nach Belieben auch auf einem Sockel angeordnet werden
kann, aufgebaut sind, wobei auf der Grundplatte auch der
Abbrand des Holzes oder eines ähnlichen Brennmaterials er
folgt. Der Grundriß des Ofens wird durch die Abmessungen
der Grundplatte festgelegt. Innerhalb des Ofens wird der
Brennraum nach oben von einer
ersten Zwischenplatte, die nur an einer Stelle einen Durch
laß für die Rauchgase aufweist, vom Bereich der Rauchgas
züge, die sich über dem Brennraum befinden, getrennt.
Diese Zwischenplatte ist, entsprechend den Wandstärken
der Ofenwände, in ihren Abmessungen kleiner als die
Grundplatte. Sie liegt auf Metallträgern auf, die aus den
Ofenwände heraus in den Innenraum des Ofens ragen und
kann, bei zu großem Abstand zu den umgebenen Ofenwänden,
gegenüber diesen durch Steinwolle oder ähnliche Materialien
abgedichtet werden. Auf dieser ersten Zwischenplatte
sitzt, als Abstandshalter zur darauf aufgeklebten zweiten
Zwischenplatte ein Stück eines in sich geschlossenen
Profiles, z. B. ein Rohrschnitt, wobei die Profillängs
achse selbstverständlich vertikal ausgerichtet ist. Dieser
Abstandshalter erfüllt jedoch wegen seines geschlossenen
Profiles noch die zusätzliche Aufgabe eines Kernes, wo
durch die vom Brennraum über den Durchlaß der ersten
Zwischenplatte aufgestiegenen Rauchgase gezwungen wer
den, auf beiden Seiten um diesen Kern herum zu strömen,
da die darüberliegende zweite Zwischenplatte, die mit der
ersten Zwischenplatte identisch ist, so angeordnet wurde,
daß der Durchlaß sich gegenüber dem Durchlaß der ersten
Zwischenplatte gerade um 180° versetzt befindet. Auf
dieser zweiten Zwischenplatte wird wiederum ein Abstands
halter aufgesetzt, auf dem sich dann entweder bereits die
flache oder kuppelförmige Abdeckhaube befindet, die den
Ofen nach oben hin abschließt und deren Grundfläche
mindestens der der Grundplatte entspricht, oder eine
weitere Zwischenplatte und damit eine weitere Etage von
Rauchgaszügen, bis die gewünschte Ofenhöhe erreicht ist.
Aus der obersten Etage der Rauchgaszüge erfolgt mittels
eines angeschlossenen Rauchgasrohres die Abführung der
Rauchgase aus dem Ofen zum Kamin. Zusätzlich können auch
in allen anderen Etagen der Rauchgaszüge durch Deckel zu
verschließende Öffnungen zum leichteren Reinigen der Rauch
gaszüge angeordnet werden.
Die Ofenwände selbst werden, je nachdem ob ein Ofen mit
runder oder rechteckiger Grundfläche erstellt werden soll,
aus gebogenen oder geraden und winkligen Wandelementen
nach Art einer Ziegelwand zusammengesetzt, also die Wand
elemente lagenweise übereinander angeordnet, wobei die
einzelnen Lagen so gegeneinander versetzt sind, daß über
den Fugen der darunterliegenden Lage jeweils die Mitte
des darüber sitzenden Wandelementes angeordnet ist.
Das Erstellen der Ofenwände ist deshalb sehr schnell und
einfach zu bewerkstelligen, weil die einzelnen Wandelemente
von den vier Flächen, an denen sie an die anderen Wand
elemente angrenzen, jeweils auf einer horizontalen und einer
vertikalen Fläche eine Nut aufweisen und auf den beiden
anderen Flächen entsprechend geformte Vorsprünge, so daß
die einzelnen Wandelemente beim Zusammensetzen nach dem
Nut- und Feder-Prinzip ineinandergreifen. Als besonders
vorteilhaft hat sich dabei ein trapezförmiger Querschnitt der
Nuten und Vorsprünge erwiesen.
Beim Zusammensetzen der Ofenwände aus den Wandelementen
muß nun lediglich eine Öffnung für die Feuertür belassen
werden, deren Größe jedoch auf die Abmessungen der Wand
elemente abgestimmt sein kann, und es müssen zwischen
zwei Lagen von Wandelementen in der Höhe, in der sich
später die Unterkante der untersten Zwischenplatte befinden
soll, die Metallträger eingelegt werden, auf die später die
unterste Zwischenplatte aufgelegt wird.
Der Vorteil der Ausstattung der einzelnen Wandelemente
mit Nuten und Federn liegt nicht nur in dem einfachen Auf
bau der Ofenwände und, bedingt durch die Formschlüssig
keit der einzelnen Elemente untereinander, in einer sehr
hohen Stabilität des gesamten Ofens, sondern auch darin,
daß auf diese Weise sogar der Zusammenbau des Ofens ohne
zusätzliche Bindemittel möglich ist, da durch die trapez
förmige Gestaltung der Nuten und Federn eine sehr gute
Dichtigkeit des Ofeninnenraumes gegenüber der Umgebung
erreicht wird. Für eine Nutzung des Ofens auf Dauer wird
jedoch, nicht zuletzt zur Erfüllung der feuerpolizeilichen
Vorschriften und zur Vermeidung von Belästigung durch
Staub und Geruch in der Umgebung des Ofens, eine Ver
bindung der einzelnen Wandelemente untereinander sowie
mit der Grundplatte und der Abdeckhaube durch einen
feuerfesten Spezialmörtel zu empfehlen sein. Daß darüber
hinaus auch alle anderen Bestandteile des Bausatzes aus
feuerfestem Material bestehen müssen, ist selbstverständlich.
Zusätzlich muß das Material, aus dem die Wandelemente be
stehen, eine hohe Wärmespeicherfähigkeit aufweisen. Aus
diesem Grund wird zur Herstellung der Wandelemente vor
zugsweise Schamotte ver
wendet werden.
Ein weiterer Vorteil dieses Bauprinzips liegt darin, daß zur Er
stellung eines Ofens mit runder Grundfläche lediglich eine
einzige Sorte von bogenförmigen Wandelementen hergestellt
werden muß, was die Stückkosten für die Wandelemente und
damit für den gesamten Bausatz erheblich senkt. Für Öfen
mit rechteckigem Grundriß sind lediglich zwei Arten von
Steinen, nämlich gerade Steine und Eckelemente, erforderlich.
Während sich bei den gebogenen Wandelementen nur runde
Öfen mit bereits festliegendem Durchmesser erstellen lassen,
können aus geraden Steinen und Eckelementen rechteckige
Öfen erstellt werden, deren Grundflächenabmessungen beinahe
beliebig variiert werden können. Bei der Herstellung dieser
Öfen aus einem Bausatz legen jedoch die Abmessungen der
Grund- und Zwischenplatten sowie der Abdeckhaube und die
Anzahl der Wandelemente bereits die endgültige Form und
Größe des Ofens fest.
Sind nun die Ofenwände erstellt worden und dabei die
Metallträger für die erste Zwischenplatte eingesetzt worden,
so muß lediglich die erste Zwischenplatte auf den Metall
trägern aufgelegt werden, auf diese mittig der Abstandshalter
gesetzt und die nächste Zwischenplatte gelegt werden, wobei
zu beachten ist, daß die Zwischenplatten so anzuordnen
sind, daß sich die in ihnen befindlichen Durchlaßöffnungen
für die Rauchgase jeweils diametral gegenüber befinden und
zusätzlich der Durchlaß der obersten Zwischenplatte der
Öffnung für den Rauchrohranschluß, die sich sowohl in der
Ofenwand als auch in der Abdeckhaube befinden kann und
ebenfalls wieder diametral gegenüber befindet, um einen
möglichst langen Weg vom Brennraum zum Rauchgasrohr für
die Rauchgase zu erzeugen. Dabei werden die Zwischen
platten mit den Ofenwänden nicht fest vermörtelt, um
Temperaturdehnungen zu ermöglichen, sondern im Bedarfs
fall höchstens durch Zwischenlegen beispielsweise von Stein
wolle abgedichtet.
Aus dieser Aufbauanleitung wird deutlich, daß das Zusammen
setzen des Bausatzes zum einen nur geringes handwerkliches
Geschick und zum anderen keinen allzugroßen Zeitaufwand er
fordert, was sich günstig auf die für den Zusammenbau des
Bausatzes anfallenden Kosten auswirkt. Zum anderen wird
deutlich, daß nur sehr wenige unterschiedlich geformte Einzel
teile für einen kompletten Bausatz notwendig sind, was im
Zuge der Serienfertigung der Einzelteile zu niedrigen Stück
kosten und damit zu niedrigen Kosten des Bausatzes führt.
Für einen runden gattungsgemäßen Ofen sind lediglich not
wendig
- - eine Sorte Wandelemente,
- - eine Sorte Zwischenplatten,
- - eine Sorte Abstandshalter,
- - eine Sorte Metallträger,
- - eine Grundplatte,
- - eine Abdeckhaube,
- - eine Feuertüre.
Gemessen am Stand der Technik sind damit nicht nur unver
hältnismäßig wenige verschiedene Bauteile, sondern auch sehr
einfach herzustellende Bauteile für einen solchen Bausatz er
forderlich.
Weitere Einzelheiten und Vorteile gemäß der Erfindung werden
im folgenden anhand der Zeichnungen beispielhaft näher be
schrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen fertig zusammengesetzten
Bausatz;
Fig. 2 die Frontansicht eines fertig zusammengesetzten runden
gattungsgemäßen Ofens,
Fig. 3 die Draufsicht auf einen noch nicht über die Feuertüre
hinaus zusammengesetzten runden Ofen,
Fig. 4 die Frontansicht eines rechteckigen gattungsgemäßen
Ofens.
Fig. 5 die Draufsicht auf einen erst bis zur Höhe der Feuertüre
zusammengesetzten Ofen gemäß der Fig. 4.
Fig. 6 die Draufsicht auf einen Ofen gemäß Fig. 2, bei dem
bereits die Wände vollständig erstellt und die
Metallträger eingesetzt sind,
Fig. 7 eine Draufsicht auf einen Ofen gemäß Fig. 4, bei dem
bereits die Ofenwände vollständig erstellt und die
Metallträger eingesetzt sind,
Fig. 8 einen Ofen gemäß Fig. 2, der bis auf das Aufsetzen
der Abdeckhaube fertiggestellt ist.
Fig. 9 eine perspektivische Darstellung eines gebogenen Wand
elementes zur Herstellung eines Ofens mit runder Grund
fläche;
Fig. 10 ein gerades Wandelement zur Herstellung eines Ofens mit
rechteckiger Grundfläche und
Fig. 11 ein Eckelement zur Herstellung eines Ofens mit recht
eckiger Grundfläche.
Fig. 1 zeigt einen vertikalen Schnitt durch einen aus dem Bausatz
erstellten, fertigen Ofen, der auf einem Sockel 1 erstellt wurde.
Dabei ist ersichtlich, daß der Abbrand des Holzes direkt auf
der Grundplatte 2 erfolgt und der Zugang zum Brennraum
durch die Feuertür 3 in der vorderen Ofenwand erfolgt.
Ferner ist zu erkennen, daß die Wände des Ofens lediglich
aus einer Schicht von Wandelementen bestehen, und darüber
hinaus die Ofenwände weder eine Innenauskleidung noch eine
Außenverblendung aufweisen. Dennoch kann die Außenfläche
des Ofens nach Bedarf sowohl lediglich sichtverfugt, wie in
den Fig. 2 und 4 dargestellt, oder gestrichen oder auch mit
geeigneten Materialien verblendet werden.
Fig. 1 zeigt darüber hinaus die Anordnung der Metallträger
zwischen zwei Lagen von Wandelementen und deren Hinein
ragen in den Innenraum des Ofens sowie das lose Aufliegen
der untersten Zwischenplatte 5 auf den Metallträgern sowie
der darüber angeordneten Abstandhalter 6 und Zwischenplatten
auf der untersten Zwischenplatte. Auch die Ausrichtung der
einzelnen Zwischenplatten dergestalt, daß sich die Durchlässe
7 der einzelnen Zwischenplatten jeweils diametral gegenüber
befinden, ist zu erkennen. Als Materialien werden für die
Wandelemente und auch den Abstandhalter 6 möglichst gut
wärmespeichernde Materialien wie etwa Schamotte verwendet,
für die Grundplatte 2 und die Zwischenplatten 5 sowie, wegen
der einfacheren Herstellbarkeit, auch für die Abdeckhaube 8,
dagegen ein feuerfester Beton. Die Metallträger 4 müssen aus
einer hitzebeständigen Legierung, vorzugsweise Stahl, be
stehen, bei der ausgeschlossen sein muß, daß durch
Kohlenstoffaufnahme aus den Rauchgasen mit der Zeit eine
Versprödung und damit Bruch eintreten kann.
Fig. 1 zeigt ferner die Auslaßöffnung 9 für die Rauchgase
aus dem Ofen aus der obersten Etage der Rauchgaszüge,
also die Anschlußöffnung für das Rauchgasrohr 10 zum Kamin
hin, sowie die Reinigungsöffnung 11 auf der darunter
liegenden Etage der Rauchgasführungen.
Fig. 2 zeigt eine Frontansicht eines fertigen, auf einem
Sockel aufgebauten Ofen mit runder Grundfläche,
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen solchen Ofen, der erst bis
zur Höhe der Feuertüre 3 fertiggestellt ist.
Analoges zeigen die Fig. 4 und 5 für einen Ofen mit recht
eckigem Querschnitt.
In den Fig. 6 und 7 ist nun, zusätzlich zu Fig. 1, dargestellt,
wie die Metallträger 4 zwischen zwei Lagen
von Wandelementen, bei runden bzw. rechteckigen Öfen,
so eingelegt werden, daß die Metallträger z. T. in den Innenraum
des Ofens hineinragen, um ein Auflager für die Zwischenplatten
5 zu bieten.
In Fig. 8 ist ein erfindungsgemäßer Ofen bis auf das Aufsetzen
der Abdeckhaube 8 bereits fertiggestellt, also bereits
die Zwischenplatten und Abstandshalter eingesetzt, so daß
an der Anordnung der Aussparung 15 der obersten Zwischenplatte
5 und der der, gestrichelt dargestellten, Aussparung
der darunterliegenden Zwischenplatte nochmals das bereits zur
Fig. 1 erläuterte diametrale Gegenüberliegen der Aussparungen 15
der Zwischenplatten erkennbar ist, sowie die zusätzliche
Funktion der Abstandhalter 6 als Kern, um den die Rauchgase
auf dem Wege zur nächsthöheren Etage von Rauchgaszügen
herumströmen müssen. Dadurch wird nicht nur ein besseres
Bestreichen der Innenseite der Ofenwände durch die Rauchgase
erzielt sondern das Material der Abstandhalter 6 dient
ebenfalls zusätzlich als Speichermedium für die Wärme.
Die Fig. 9, 10 und 11 zeigen nun Einzeldarstellungen eines
gebogenen Wandelementes 12 zum Bau eines runden Ofens
sowie eines geraden Wandelementes 13 bzw. eines Eckelementes
14 zum Bau eines rechteckigen Ofens. In allen drei Fig. ist
zu erkennen, daß sich über zwei der vier Seitenflächen, mit
denen jedes Wandelement an seinen benachbarten Wandelementen
anliegt, eine Nut 16 befindet, und auf den beiden
anderen Seitenflächen entsprechende Vorsprünge, die als
Federn 17 dienen, wobei Querschnitt und Erstreckung von
Nut 16 und Feder 17 so aufeinander abgestimmt sind, daß
durch das Zusammensetzen von mehreren Wandelementen eine
formschlüssige Verbindung nach dem Nut- und Feder-Prinzip
entsteht. Als besonders vorteilhaft hat sich dabei insbesondere
eine trapezförmige Querschnittsform von Nut und Feder erwiesen,
da hierdurch das Anfügen des nächsten Steines an die bereits
stehenden erleichtert wird.
Claims (10)
1. Bausatz für Speicherofen mit rostloser Verbrennung
nach dem Grundofenprinzip, mit einem Brennraum und
Rauchgaszügen,
mit
- a) einem Sockel,
- b) Wandelementen aus gut wärmespeicherndem Material, die in mehreren Lagen übereinander anzuordnen sind,
- c) einer Grundplatte, die den Boden des Brennraumes bildet,
- d) einer Feuertüre,
- e) einer Abdeckhaube als Abschluß des Speicherofens nach oben,
- f) feuerfestem Mörtel als Verbindungsmaterial,
- g) einem runden Grundriß des Ofens und,
- h) mindestens zwei Zwischenplatten, welche der Erzeugung der Rauchgaszüge dienen, die dadurch etagenartig übereinander verlaufen,
dadurch gekennzeichnet,
daß
- i) die Wandelemente (12) gleich große Segmente einer Lage der Ofenwand darstellen, wobei die Wandelemente (12) jeweils von den vier an andere Wandelemente angrenzenden Seitenflächen an einer horizontalen und einer vertikalen Seitenfläche Nuten (16) und an den beiden anderen Seitenflächen entsprechend den Nuten (16) geformte Vorsprünge als Federn (17) aufweisen,
- j) die Grundplatte (2) die Abmessungen des Ofengrundrisses besitzt,
- k) die Abdeckhaube (8) mindestens die Grundfläche der Grundplatte (2) besitzt,
- l) die Feuertüre (3) der Krümmung der Ofenwand angepaßt ist,
- m) Metallträger (4) mit ihren beiden Elementen jeweils zwischen zwei Lagen von Wandelementen (12) so eingelegt werden, daß ihr Mittelteil in den Ofeninnenraum hineinragt und als Auflage für die Zwischenplatte (5) dient,
- n) die Zwischenplatten (5) eine der Dicke der Wandelemente (12) entsprechend reduzierte Größe gegenüber der Grundplatte (2) aufweisen, sowie im Randbereich eine Ausparung (15) zum Durchlaß der Rauchgase in die nächst höhere Etage und
- o) zwischen den Zwischenplatten (5) mittig und mit vertikal angeordneter Profilachse Abstandhalter (6) angeordnet sind, die ein geschlossenes Hohlprofil aufweisen.
2. Bausatz für Speicherofen mit rostloser Verbrennung
nach dem Grundofenprinzip, mit einem Brennraum und
Rauchgaszügen, mit
- a) einem Sockel,
- b) Wandelementen aus gut wärmespeicherndem Material, die in mehreren Lagen übereinander anzuordnen sind,
- c) einer Grundplatte, die den Boden des Brennraumes bildet,
- d) einer Feuertüre,
- e) einer Abdeckhaube als Abschluß des Speicherofens nach oben,
- f) feuerfestem Mörtel als Verbindungsmaterial,
- g) mindestens zwei Zwischenplatten, welche der Erzeugung der Rauchgaszüge dienen, die dadurch etagenartig übereinander verlaufen,
dadurch gekennzeichnet, daß
- h) der Grundriß des Ofens rechteckig ist,
- i) die Wandelemente (12) gleich große gerade oder Eckelemente einer Lage der Ofenwand darstellen, wobei die Wandelemente (12) jeweils von den vier an andere Wandelemente angrenzenden Seitenflächen an einer horizontalen und einer vertikalen Seitenfläche Nuten (16) und an den beiden anderen Seitenflächen entsprechen den Nuten (16) geformte Vorsprünge als Federn (17) aufweisen,
- j) die Grundplatte (2) die Abmessungen des Ofengrundrisses besitzt,
- k) die Abdeckhaube (8) mindestens die Grundfläche der Grundplatte (2) besitzt,
- l) Metallträger (4) mit ihren beiden Enden jeweils zwischen zwei Lagen von Wandelementen (12) so über Eck eingelegt werden, daß ihr Mittelteil in den Ofeninnenraum hineinragt und als Auflage für die Zwischenplatte (5) dient,
- m) die Zwischenplatten (5) eine der Dicke der Wandelemente (12) entsprechend reduzierte Größe gegenüber der Grundplatte (2) aufweisen sowie im Randbereich eine Ausparung (15) zum Durchlaß der Rauchgase in die nächst höhere Etage und
- n) zwischen den Zwischenplatten (5) mittig und mit vertikal angeordneter Profilachse Abstandhalter (6) angeordnet sind, die ein geschlossenes Hohlprofil aufweisen.
3. Bausatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandelemente (12, 13, 14) aus Schamotte bestehen.
4. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstandshalter (6) aus Schamotte bestehen.
5. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Nuten (16) und die Federn (17) der
Wandelemente (12, 13, 14) trapezförmigen Ouerschnitt aufweisen.
6. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Grundplatte (2), Zwischenplatten (5) und
Abdeckhaube aus feuerfestem Beton bestehen.
7. Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abstandshalter (6) ein Rohrprofil aufweisen.
8. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Metallträger (4) gerade Bandstahlabschnitte sind.
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|---|---|---|---|
| DE19873742362 DE3742362A1 (de) | 1987-08-03 | 1987-12-14 | Bausatz fuer speicherofen |
Applications Claiming Priority (2)
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| DE8710632U DE8710632U1 (de) | 1987-08-03 | 1987-08-03 | Bausatz für Speicheröfen |
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|---|
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-
1987
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