DE3742088A1 - Akkumulatoreneinheit - Google Patents
AkkumulatoreneinheitInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Akkumulatoreneinheit mit
einem Gehäuse, in dem eine oder mehrere
Akkumulatorenzellen angeordnet sind und an dem
Kontaktflächen zu ihrem elektrischen Anschluß an ein
Ladegerät oder ein an von ihr antreibbares Arbeitsgerät
vorgesehen sind.
Bei Arbeitsgeräten, wie beispielsweise Elektrowerkzeugen
ist es üblich, diese Geräte mit einer
Akkumulatoreneinheit zu versehen. Es erübrigt sich
dadurch im Arbeitsbetrieb ein Netzanschluß. Ist die
Akkumulatoreneinheit entladen, dann wird sie mit einem
Ladegerät verbunden, insbesondere in dieses eingesteckt.
Nach der Aufladung der Akkumulatoreneinheit läßt sich
diese zum weiteren Betrieb des Arbeitsgeräts wieder in
dieses einsetzen.
Bei Ladegeräten, die die Akkumulatorenzellen allmählich,
beispielsweise über zehn Stunden aufladen, ergeben sich
keine besonderen Schwierigkeiten. Soll jedoch eine
Schnellaufladung der Akkumulatorenzellen der
Akkumulatoreneinheit erfolgen, dann ergeben sich
Schwierigkeiten. Denn bei dem für eine Schnellaufladung
höheren Ladestrom kann es zu einer Überhitzung der
Akkumulatorenzellen kommen.
Eine solche Überhitzung kann dazu führen, daß die
Akkumulatorenzellen geschädigt oder zerstört werden.
Bei Ladegeräten, die eine Aufladung der
Akkumulatoreneinheit in Normalladung, beispielsweise
innerhalb zehn Stunden, durchführen, sind keine
besonderen Abschaltvorrichtungen für den Ladestrom nötig,
da dieser vergleichsweise schwache Ladestrom nicht zu
Schäden der Akkumulatorenzellen führen kann.
Wird die Akkumulatoreneinheit jedoch mit einem
vergleichsweise hohen Ladestrom schnell aufgeladen, dann
muß eine Abschaltung des Ladestroms erfolgen. Diese
Abschaltung kann dadurch geschehen, daß der Ladestrom
überwacht wird und bei einem entsprechenden Wert des
Ladestroms eine Abschaltung erfolgt. Solche Schaltungen
sind aufwendig und lassen sich nicht auf preiswerte Weise
verwirklichen.
Es wurde vorgeschlagen an die Akkumulatorenzelle einen
temperaturabhängiger Widerstand oder ein Bimetall zu
legen und mit diesem einen Steuerstrom des Ladegeräts zu
schalten. Eine solche Lösung ist ungünstig, da dabei
sowohl in dem Ladegerät als auch bei der
Akkumulatorenzelle eine besondere Schaltungsanordnung
nötig ist. Mit einem Typ eines Ladegeräts läßt sich somit
nur ein Typ einer Akkumulatoreneinheit laden.
Es ist auch Stand der Technik einen Zeitschalter
vorzusehen, der nach einer gewissen Ladezeit den
Ladestrom unterbricht.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Akkumulatoreneinheit
der eingangs genannten Art vorzuschlagen, in der selbst
der Ladestrom bei Erreichen der Volladung selbsttätig
abschaltet.
Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe bei einer
Akkumulatoreneinheit der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß im Gehäuse ein Thermoschalter angeordnet ist,
der in Reihe zu der Akkumulatorenzelle geschaltet ist und
dessen temperaturabhängiges Glied zwischen dem
Außenmantel der Akkumulatorenzelle und einem im Gehäuse
angeordneten elektrischen Heizelement temperaturabhängig
beweglich ist, daß im Ladebetrieb das temperaturabhängige
Glied über den Thermoschalter den Ladestrom abschaltet,
wenn die Akkumulatorenzelle eine für die Volladung
charakteristische Temperatur erreicht, und daß der
Thermoschalter vom Heizelement in dieser Schaltstellung
gehalten ist, bis der durch das Heizelement fließende
Heizstrom beim Trennen der Akkumulatoreneinheit vom
Ladegerät abschaltet.
Dadurch ist erreicht, daß die Akkumulatoreneinheit bei
einem Schnelladevorgang, bei dessen Beendigung,
selbsttätig den Ladestrom unterbricht, so daß der weitere
Verbleib der Akkumulatoreneinheit in dem Ladegerät nicht
zu einer Schädigung der Akkumulatorenzellen führen kann.
Solange die Akkumulatoreneinheit in das Ladegerät
eingesteckt bleibt, fließt durch das Heizelement ein
Heizstrom. Durch die vom Heizelement abgegebene Wärme,
die auf das temperaturabhängige Glied einwirkt, ist der
Thermoschalter offengehalten.
Wenn die Akkumulatoreneinheit vom Ladegerät getrennt
wird, wird der Heizstrom unterbrochen, so daß der
Thermoschalter in seine Ausgangsstellung zurückgeht. Die
Akkumulatoreneinheit kann dann in das vorgesehene
Arbeitsgerät eingesteckt werden.
Günstig ist auch, daß die Sicherung der
Akkumulatoreneinheit in sie integriert ist. Es können
deshalb Ladegeräte zur Schnelladung verwendet werden, die
keine besondere Sicherungsschaltung aufweisen.
Günstig ist weiterhin, daß der Thermoschalter und das
Heizelement einfache Bauteile sind, die sich einfach in
das Gehäuse einbauen lassen.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist der
Thermoschalter ein Bimetallschalter, wobei der eine
Schaltkontakt von dem temperaturabhängigen Glied, nämlich
einem Bimetallstreifen, gebildet ist.
Eine solche Akkumulatoreneinheit eignet sich für
Elektrowerkzeuge, elektrisch betriebene Küchengeräte und
elektrisch betriebene Gartengeräte.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Akkumulatoreneinheit mit geöffnetem Gehäuse,
schematisch, wobei ein Bimetallschalter in seiner einen
Schaltstellung steht,
Fig. 2 die Akkumulatoreneinheit mit offenem
Bimetallschalter,
Fig. 3 ein Schaltbild der Akkumulatoreneinheit nach
Fig. 1 bzw. 2 und
Fig. 4 ein Schaltbild eines weiteren
Ausführungsbeispiels.
Die Akkumulatoreneinheit weist ein Gehäuse (1) auf. In
diesem ist beim Ausführungsbeispiel nur eine
Akkumulatorenzelle (2) angeordnet. Für höhere Spannungen
werden entsprechend mehrere Akkumulatorenzellen (2) in dem
Gehäuse (1) vorgesehen. Die im folgenden beschriebene
Einrichtung braucht jedoch nur bei einer der
Akkumulatorenzellen vorgesehen sein.
Die Akkumulatorenzelle (2) weist einen metallischen
Mantel (3) auf, welcher mit einer elektrisch isolierenden
Papierumhüllung versehen ist. An der
Akkumulatorenzelle (2) sind die üblichen Kontaktpole (4, 5)
vorgesehen.
In dem Gehäuse (1) ist ein Bimetallschalter (6) angeordnet,
der als temperaturabhängiges Glied einen
Bimetallstreifen (7) aufweist. Der Bimetallstreifen (7) ist
so ausgebildet, daß er in seiner einen Schaltstellung
(vgl. Fig. 1) mit einem Bereich (8) an dem metallischen
Mantel (3) wärmeleitend anliegt. Die Papierumhüllung kann
hierfür mit einem entsprechenden Fenster versehen sein.
Ein festes Ende des Bimetallstreifens (7) ist elektrisch
mit einer Kontaktfläche (9) verbunden, die außen am
Gehäuse (1) offen liegt. Dem Bimetallstreifen (7) ist ein
Kontakt (10) des Bimetallschalters (6) zugeordnet. Der
Kontakt (10) ist über einen elektrisch leitenden Bügel (11)
mit dem Pol (4) verbunden. Der Pol (5) ist mit einer
zweiten, außen am Gehäuse (1) offen liegenden
Kontaktfläche (12) verbunden.
Zwischen die Kontaktfläche (9) und den Bimetallschalter (6)
ist eine Diode (14) geschaltet.
Parallel zur Reihenschaltung der Akkumulatorenzelle (2)
und des Bimetallschalters (6) und - bei Fig. 1 bis 3 -
der Diode (14) liegt ein elektrisches Heizelement (13) ,
beispielsweise ein Heizwiderstand. Das Heizelement (13)
ist so angeordnet, daß der Bimetallstreifen (7) beim
Verschwenken an ihm zur Anlage kommt (vgl. Fig. 2).
Die Arbeitsweise der beschriebenen Akkumulatoreneinheit
ist etwa folgende:
Soll die Akkumulatorenzelle (2) geladen werden, dann wird
das Gehäuse (1) in ein nicht näher dargestelltes Ladegerät
eingesteckt. Dabei werden deren Kontaktflächen (9, 12)
kontaktiert und es fließt über den Bimetallstreifen (7)
des Bimetallschalters (6) ein Ladestrom für die
Akkumulatorenzelle (2).
Bei Schnelladung der Akkumulatorenzelle (2) wird deren
metallischer Mantel (3) erwärmt. Diese Wärme wirkt über
den Bereich (8) auf den Bimetallstreifen (7). Nach einer
gewissen Ladezeit wird der metallische Mantel (3) eine
Temperatur von beispielsweise etwa 44°C annehmen, was ein
Kriterium für eine weitgehende Volladung der
Akkumulatorenzelle (2) ist. Bei dieser Temperatur soll der
Ladevorgang nicht mehr fortgesetzt werden, da sonst die
Akkumulatorenzelle (2) geschädigt wird. Bei dieser
Temperatur ist der Bimetallstreifen (7) so weit
verschwenkt, daß er sich vom Kontakt (10) gelöst hat.
Dadurch ist der Ladestrom unterbrochen. Der
Bimetallstreifen (7) liegt jetzt an dem Heizelement (13)
an, das erhitzt ist, so daß der Bimetallstreifen (7) in
seiner verschwenkten Stellung gehalten bleibt.
Wird die Akkumulatoreneinheit aus dem Ladegerät genommen,
dann endet der Heizstrom, so daß das Heizelement (13)
abkühlt und der Bimetallstreifen (7) zurückgeht, so daß
der Bimetallschalter (6) wieder schließt (vgl. Fig. 1).
Der Pol (4) der Akkumulatorenzelle (2) ist über einen
Leiter (15) mit einer dritten, außen am Gehäuse (1) offen
liegenden Kontaktfläche (16) verbunden.
Wird nun die Akkumulatoreneinheit in das betreffende,
nicht näher dargestellte Arbeitsgerät eingesteckt, dann
sind die Kontaktflächen (16 und 12) mit entsprechenden
Kontakten des Arbeitsgeräts verbunden. Die
Akkumulatorenzelle (2) kann nun das Arbeitsgerät
betreiben.
Die Diode (14) verhindert, daß über das elektrische
Heizelement (13) ein Heizstrom fließt, der eine unnötige
Belastung der Akkumulatorenzelle (2) darstellen würde.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist der
Bimetallschalter (6) als Umschalter ausgebildet. Wird der
Bimetallstreifen (7) im Schnelladebetrieb von der
Akkumulatorenzelle (2) erhitzt, dann löst er sich vom
Kontakt (10) und schwenkt nicht nur an das
Heizelement (13), sondern gleichzeitig auch an einen
weiteren Kontakt (17) (vgl. Fig. 4). Dadurch ist nun das
Heizelement (13), das bis dahin abgeschaltet war, über die
Kontaktflächen (9, 12) an das Ladegerät (13) angeschlossen.
Es hält den Bimetallstreifen (7) in dieser Stellung bis
das Gehäuse (1) aus dem Ladegerät gezogen wird.
Danach schwenkt der Bimetallstreifen (7) nach einer
gewissen Abkühlungszeit an den Kontakt (10) zurück. Wird
nun das Gehäuse (1) in ein Arbeitsgerät eingesteckt, dann
kann dieses über den geschlossenen Bimetallschalter (6)
betrieben werden. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4
sind im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel nach den
Fig. 1 bis 3 am Gehäuse (1) nur zwei
Kontaktflächen (9, 12) für den Ladebetrieb und den
Entladebetrieb nötig.
Claims (6)
1. Akkumulatoreneinheit mit einem Gehäuse, in dem eine
oder mehrere Akkumulatorenzellen angeordnet sind und an
dem Kontaktflächen zu ihrem elektrischen Anschluß an ein
Ladegerät und ein von ihr antreibbares Arbeitsgerät
vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß im
Gehäuse (1) ein Thermoschalter (6) angeordnet ist, der in
Reihe zu der Akkumulatorenzelle (2) geschaltet ist und
dessen temperaturabhängiges Glied (7) zwischen dem
Außenmantel (3) der Akkumulatorenzelle (2) und einem im
Gehäuse (1) angeordneten elektrischen Heizelement (13)
temperaturabhängig beweglich ist, daß im Ladebetrieb das
temperaturabhängige Glied (7) über den Thermoschalter (6)
den Ladestrom abschaltet, wenn die Akkumulatorenzelle (2)
eine für die Volladung charakteristische Temperatur
erreicht, und daß der Thermoschalter (6) vom
Heizelement (13) in dieser Schaltstellung gehalten ist,
bis der durch das Heizelement (13) fließende Heizstrom
beim Trennen der Akkumulatoreneinheit vom Ladegerät
abschaltet.
2. Akkumulatoreneinheit nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Thermoschalter ein
Bimetallschalter (6) ist, dessen Bimetallstreifen (7) das
temperaturabhängige Glied bildet, wobei der
Bimetallstreifen (7) im Ladebetrieb mit einem Bereich (8)
an dem metallischen Mantel (3) der Akkumulatorenzelle (2)
wärmeleitend anliegt.
3. Akkumulatoreneinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Heizelement (13) parallel zur
Reihenschaltung der Akkumulatorenzelle (2) und des
Thermoschalters (6) mit Kontaktflächen (9, 12) des
Gehäuses (1) verbunden ist.
4. Akkumulatoreneinheit nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gehäuse (1)
eine dritte Kontaktfläche (16) vorgesehen ist, die mit dem
Pol (4) der Akkumulatorenzelle (2) verbunden ist, an dem
der Bimetallschalter (6) liegt.
5. Akkumulatoreneinheit nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Diode (14)
vorgesehen ist, die so gepolt ist, daß kein Heizstrom
über das Heizelement (13) fließt, wenn die
Akkumulatoreneinheit in das Arbeitsgerät eingesetzt ist.
6. Akkumulatoreneinheit nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Thermoschalter (6) als Umschalter ausgebildet ist, wobei
entweder die Akkumulatorenzelle (2) oder das
Heizelement (13) über die Kontaktflächen (9, 12) mit dem
Ladegerät verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873742088 DE3742088A1 (de) | 1987-12-11 | 1987-12-11 | Akkumulatoreneinheit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873742088 DE3742088A1 (de) | 1987-12-11 | 1987-12-11 | Akkumulatoreneinheit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3742088A1 true DE3742088A1 (de) | 1989-06-22 |
Family
ID=6342414
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873742088 Withdrawn DE3742088A1 (de) | 1987-12-11 | 1987-12-11 | Akkumulatoreneinheit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3742088A1 (de) |
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Legal Events
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Owner name: PROXXON S.A.R.L., BANZELT, LU |
|
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: GAISER, H., DIPL.-ING., PAT.-ANW., 8500 NUERNBERG |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |