DE3740290A1 - Vorrichtung zum steuern und/oder regeln von prozessen - Google Patents
Vorrichtung zum steuern und/oder regeln von prozessenInfo
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- H05K7/14—Mounting supporting structure in casing or on frame or rack
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Steuern
und/oder Regeln von Prozessoren, bei der elektronische
Bausteine in mehreren miteinander durch Leitungen verbun
denen Baugruppen angeordnet sind.
Es ist eine Schaltungsanordnung von prozessorgesteuerten
Baugruppen bekannt, die auf einer Vielzahl von Leiterplatten
befestigt sind. Die Leiterplatten sind als Steckeinheiten
ausgebildet, die in einen Gestellrahmen auswechselbar
eingesetzt werden. Bei dieser Schaltungsanordnung sind auf
den Leiterplatten keine Speicherbausteine montiert (DE-PS 34
28 346).
Vorrichtung zum Steuern und/oder Regeln von Prozessen sind
vielfach modular aufgebaut. Es sind Baugruppen mit bestimm
ten standardmäßigen Funktionen vorgesehen. Während bei
einfacheren Steuer- und Regelaufgaben wenige Baugruppen
ausreichen, werden bei umfangreicheren Prozessen unter
Umständen zahlreiche Baugruppen benötigt. Aus wirtschaft
lichen Gründen werden die für den jeweiligen Prozeß
notwendigen Baugruppen nicht in individuell hierfür
hergestellten Magazinen, Gehäusen, Einschüben oder Gestell
rahmen sondern überwiegend in genormten Baugruppenträgern
montiert. Die genormten Baugruppenträger stehen in festge
legten Abstufungen zur Verfügung. Wenn die Anzahl der
benötigten Baugruppen nicht gerade mit der in einem Baugrup
penträger vorhandenen Zahl von Baugruppenplätzen überein
stimmt, dann ist der Raumbedarf infolge der im Baugrup
penträger nicht belegten Baugruppenplätze größer als für die
Steuerung und/oder Regelung des Prozesses notwendig wäre.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum Steuern und/oder Regeln von Prozessen zu entwickeln, bei
der der Aufwand für die Montage der miteinander durch
Leitungen verbundenen Baugruppen, die elektronische
Bausteine Tragen, besser der der jeweils verwendeten Anzahl
von Baugruppen angepaßt werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Bei der im Anspruch 1 be
schriebenen Vorrichtung wird kein geschlossener Baugrup
penträger benötigt. Die Baugruppen können in beliebiger
Reihenfolge nebeneinander angeordnet sein. Da für die
Befestigung der Baugruppen nur Normprofil-Tragschienen
erforderlich sind, können die Baugruppen sehr kostengünstig
montiert werden. Die Baugruppen sind über den Bus mitein
ander verbunden, dessen Länge an die Zahl der Baugruppen
durch einandergereihte Teilabschnitte von Busleitungen
angepaßt wird. Für die Verbindung der Baugruppe über den
Bus sind keine Verdrahtungsarbeiten notwendig. Wenn einzelne
Baugruppen vom Bus entfernt werden, bleibt die Verbindung
der übrigen Baugruppen über den Bus erhalten. Da die
Anschlußelemente für die zu den Sensoren und/oder Stellglie
dern zu verlegenden Leitungen von vorne zugänglich sind,
lassen sich die Anschlußverdrahtungen leicht und schnell
durchführen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Bus-Sockel-
Module jeweils einen Mittelabschnitt auf, der in den Raum
zwischen den Schienen der Normprofil-Tragschiene ragt und
die Abschnitte der Leitungen des Busses hält. Der Boden der
Normprofil-Tragschiene und die beiden Seitenteile mit den
Schienen umgehen somit die Leitungen des Busses. Die
Normprofil-Tragschienen bestehen aus Metall. In elek
trischen Anlagen sind die metallischen Normprofil-Trag
schinen geerdet. Durch die Normprofil-Tragschienen werden
die Leitungen des Busses daher in gewissem Umfang gegen
elektromagnetische Störungen abgeschirmt. Die Abschirmung
kann noch verbessert werden, wenn auch die Gehäuse der
Baugruppen ganz oder teilweise mit Abschirmungen versehen
sind. Beispielsweise lassen sich abgeschirmte Steckverbinder
und Bodenteile an den Gehäusen anbringen.
Vorzugsweise sind Leitungen des Busses in den Bus-Sockel-
Modulen jeweils an einem Ende mit einer Messerleiste und am
anderen Ende mit einer Feder verbunden, wobei die Messer
leiste in einer Federleiste eines auf einer Seite benach
barten Bus-Sockel-Moduls senkrecht zur Längsachse der
Normprofil-Tragschiene einfügbar ist. Die Bus-Sockel-Module
werden von vorne in die Normprofil-Tragschienen eingesetzt.
Hierbei werden, wenn z. B. beiderseits eines für ein Bus-
Sockel-Modul reservierten freies Platzes bereits Bus-Sockel-
Module vorhanden sind, die Verbindungen zwischen den
Leitungen des Busses über die Messerleisten und Federleisten
der Steckverbinder hergestellt. Einzelne Bus-Sockel-Module
können deshalb von vorne ausgetauscht werden. Weiterhin ist
es möglich, die Bus-Sockel-Module von der Vorderseite der
Normprofil-Tragschiene aus zu montieren. Die Montage wird
hierdurch erleichtert. Von der Vorderseite aus lassen sich
auch die für das Verbinden der Messer- und Federleisten
erforderlichen Kräfte leichter aufbringen.
Es ist günstig, wenn die Bus-Sockel-Module jeweils auf einer
Seite einen längeren elastischen Rastvorsprung und auf der
gegenüberliegenden Seite zwei im Abstand voneinander
angeordnete elastische Rastvorsprünge für das Einrasten in
die Normprofil-Tragschienen aufweisen, wobei die beiden
Rastvorsprünge durch einen von Hand betätigbaren Bügel
miteinander verbunden sind. Der Bügel bildet für die
Rastvorsprünge einen Hebelarm, mit dem sich die Rastvor
sprünge leicht so weit umbiegen lassen, daß das jeweilige
Bus-Sockel-Modul ohne Behinderung durch die Schienen der
Normprofil-Tragschiene an einer ausgewählten Stelle mit
seinem Mittelabschnitt in den Raum zwischen den Schienen
einsetzbar ist. Die Bus-Sockel-Module rasten in die Schienen
ein, wenn der Bügel losgelassen wird.
Vorzugsweise enthält derBus Leitungen, die nach Art einer
"Daisy-Chain"-Verbindung zwischen den Baugruppen angeordnet
ist. Für diese Leitungen sind auf dem jeweiligen Bus-Sockel-
Modul zwei Leitungsabschnitte vorgesehen, ein Leitungsab
schnitt verläuft zwischen dem einen "Daisy-Chain"-Anschluß
der Baugruppe zugeordneten Anschluß des baugruppenseitigen
Steckverbinders und der Messerleiste und der andere
Leitungsabschnitt verläuft zwischen dem dem anderen "Daisy-
Chain"-Anschluß der Baugruppe zugeordneten Anschluß des
baugruppenseitigen Steckverbinders und der Federleiste auf
dem Bus-Sockel-Modul. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß
sich über eine "Daisy-Chain"-Verbindung ein Verfahren zur
automatischen Adressenzuweisung für die mit dem Bus
verbundenen Baugruppen durchführen läßt. Die Adressenan
weisung erfolgt von einer Baugruppe aus, bei der es sich um
eine zentrale Verarbeitungseinheit handelt.
Die Baugruppen sind über eine von der zentralen Baugruppe
ausgehende, gesonderte Steuerleitung in "Daisy-Chain"-
Verbindung in Reihe geschaltet. Durch ein Signal mit einem
bestimmten binären Wert auf der Steuerleitung am ent
sprechenden Eingang einer Baugruppe nimmt diese von einem in
der zentralen Baugruppe erzeugten Übertragungstelegramm auf
dem Bus eine ihr zugewiesene Adresse auf und beaufschlagt
ausgangsseitig die Steuerleitung mit dem bestimmten binären
Wert. Bei Wegfall des Signals mit dem bestimmten binären
Wert am Eingang einer Baugruppen wird die "Daisy-Chain"-
Verbindung unterbrochen. Bei bestehender "Daisy-Chain"-
Verbindung überträgt die jeweilige Baugruppe die aufgenom
mene Adresse als Antwort auf einen Aufruf der zentralen
Baugruppe auf den Bus.
Der Erfindung wird im folgenden an Hand eines in einer
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher be
schrieben, aus dem sich weitere Einzelheiten, Merkmale und
Vorteile ergeben.
Es zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Steuern und/oder Regeln von
Prozessen in perspektivischer Ansicht,
Fig. 2 ein Teil der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung in
perspektivischer Ansicht,
Fig. 3 das in Fig. 2 dargestellte Teil von der Rückseite
aus,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linien I-I der in Fig. 3
dargestellten Vorrichtung,
Fig. 5 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum Steuern
und Regeln von Prozessen.
Eine Vorrichtung zum Steuern und/oder Regeln von Prozessen
enthält Baugruppen 1, von denen Fig. 1 eine dargestellt ist.
Die Baugruppe 1 weist ein Gehäuse 2 auf. Die Abmessung der
Gehäuse aller Baugruppen sind gleich. Das Gehäuse 2 ist
quaderförmig ausgebildet und enthält auf seiner Vorderseite
eine Klemmleiste 3 für den Anschluß von Leitungen. Die
einzelnen Baugruppen der Vorrichtung sind beispielsweise für
unterschiedliche Funktionen ausgelegt. Eine Baugruppe ist
vorzugsweise eine zentrale Verarbeitungseinheit, die nur mit
den anderen Baugruppen Informationen austauscht. Bei einer
derartigen Baugruppe ist keine Klemmleiste für den Anschluß
von Leitungen notwendig. Die in der Fig. 1 dargestellte
Baugruppe 1 ist eine Ein/Ausgabebaugruppe, die an Sensoren,
Stellungsmelder und/oder Stellglieder in dem zu steuernden
oder zu regelnden Prozeß angeschlossen ist. Je nach der Zahl
der Sensoren, Stellungsmelder und Stellglieder ist eine
Reihe derartiger Ein/Ausgabe-Baugruppen neben der zentralen
Baugruppe notwendig. Die Baugruppe 1 ist über die Klemm
leiste 3 an Leitungen 4 angeschlossen, die in einen
unterhalb der Baugruppe 1 angeordneten Kabelkanal 5
eingeführt sind. Von diesem Kabelkanal verlaufen die
Leitungen 4 jeweils zu nicht näher dargestellten Sensoren,
Stellungsmeldern bzw. Stellgliedern. Neben der Klemmleiste 3
und parallel zu dieser ist auf der Vorderseite des Gehäuses
2 eine Diodenzeile 6 angeordnet, von der jede Diode einer
Klemme der Klemmleiste 3 zugeordnet ist, um den logischen
Pegel des Signals auf der Klemme anzuzeigen.
Die Baugruppe 1 enthält wie alle Baugruppen der Vorrichtung
auf ihrer Rückseite eine Messerleiste eines Steckverbinders.
Dieser Steckverbinder weist eine auf einem Bus-Sockel-Modul
7 angeordnete Feder 8 auf, mit der die Baugruppe 1 verbunden
wird. Nach dem Einfügen der rückseitigen Messerleiste der
Baugruppe 1 in die Federleiste 8 wird die Baugruppe 1 an dem
Bus-Sockel-Modul 7 z. B. angeschraubt. Alle Baugruppen der
Vorrichtung sind an einen Bus angeschlossen, der sich über
miteinander verbundene Bus-Sockel-Module 7 erstreckt. Jedes
Bus-Sockel-Modul 7 trägt einen Teilabschnitt des Busses.
Dieser Teilabschnitt ist in Fig. 3 dargestellt und mit 9
bezeichnet. Der Teilabschnitt 9 besteht z. B. aus einer
gedruckten Leiterplatte 10, die Teilabschnitte der Leitungen
11, 12 und 13 des Busses trägt. Die Leitungen 11 verlaufen
parallel zueinander und sind gleich ausgebildet. Die
Leitungen 11, 12 und 13 können auch Drähte sein, die in Ver
tiefungen auf der Rückseite des Bus-Sockel-Moduls 7
eingelegt sind. Das Bus-Sockel-Modul 7 enthält einen
Mittelabschnitt 14, von dem Rastvorsprünge 15, 16, 17
ausgehen. Der Rastvorsprung 15 ist an der Oberseite 18 des
Mittelabschnitts 14 angeordnet. Die Rastvorsprünge 16, 17
ragen vom Mittelabschnitt 14 im Abstand voneinander nach
unten. Ein Bügel 18 verbindet die beiden Rastvorsprünge 16,
17. Mit Hilfe des Bügels 18 können die Rastvorsprünge 16, 17
so abgebogen werden, daß sich die Bus-Sockel-Module 7 leicht
von vorne in eine Normprofil-Tragschiene 19 einsetzen
lassen, bei der es sich vorzugsweise um eine Hutprofil-
Tragschiene handelt. Die Rastvorsprünge 15 und 16, 17
umgreifen im eingesetzten Zustand der Bus-Sockel-Module 7
jeweils den Rand der oberen Schiene 10 und den Rand der
unteren Schiene 12. Der Mittelteil 14 befindet sich dabei im
Raum zwischen den beiden Schienen 20, 21. Über die vorderen
Seiten der Schienen 10, 21 erstreckt sich nur ein Teil des
jeweiligen Bus-Sockel-Moduls. Dieser Teil entspricht in etwa
der Wandstärke der Rastvorsprünge 15, 16, 17 und trägt die
Federleiste 8. Die Leitungen 11, 12, 13 des Busses verlaufen
daher in dem Raum, der sich zwischen den Vorderseiten der
Schienen 20, 21 und dem Boden 22 der Schiene 19 erstreckt.
Die Normprofil-Tragschiene 19 besteht aus Metall, z. B.
Stahl. In elektrischen Anlagen werden die Normprofil-
Tragschienen geerdet. Hierdurch bildet die Normprofil-
Tragschiene 19 eine Abschirmung für die Lei
tungen 11, 12, 13 des Busses.
Der Mittelabschnitt enthält an einer, quer zu den Schienen
20, 21 verlaufenden Seite einen Absatz 23, der eine wesent
lich geringere Wandstärke hat als der Mittelabschnitt 14.
Der Absatz 23 trägt eine Federleiste 24, mit deren Federn
die Leitungen 11, 12 und 13 jeweils an einem Ende verbunden
sind. Die Federleiste 24 ist mit ihren Einlaßöffnungen der
offenen Seite der Normprofil-Tragschiene 19 zugewandt. An der
anderen, quer zu den Schienen 20, 21 verlaufenden Seite des
Mittelabschnitts 14 ist ein Absatz 25 vorgesehen, dessen
Wandstärke ebenfalls wesentlich geringer ist als die
Wandstärke des Mittelabschnitts 14. Der Absatz 25 ist mit
seiner gegen den Mittelabschnitt 14 zurückgesetzten
Fläche 26 den Boden 22 zugewandt. Auf dieser Fläche 26 ist
eine Messerleiste 27 befestigt, mit deren Messer jeweils die
Enden der Leitungen 11 und 12 des Busses verbunden sind. Bei
zwei nebeneinander in der Normprofil-Tragschiene 19
angeordneten Bus-Sockel-Modulen 19 sind die Messerleiste 27
des einen und die Federleiste 24 des anderen Bus-Sockel-
Moduls 19 über ihre Kontaktelemente miteinander verbunden,
d. h. die Leitungen 11, 12 des einen Bus-Sockel-Moduls 7 sind
an die Leitungen 11, 13 des anderen Bus-Sockel-Moduls 7
angeschlossen. Die Messerleiste 27 und die Federleiste 24
von benachbarten Bus-Sockel-Modulen 7 werden durch eine
Bewegung senkrecht zur Ebene des Bodens 22 miteinander
verbunden bzw. voneinander getrennt. Hierbei ist jeweils
dasjenige Bus-Sockel-Modul 7, mit dessen Federleiste 24 die
Messerleiste 27 verbunden wird, bereits in der Normprofil-
Tragschiene 19 angeordnet. Die Breite der Bus-Sockel-Module
7 in Längsrichtung der Normprofil-Tragschiene 19 entspricht
jeweils der Breite des Gehäuses 2. Der Bus für die Anzahl
der Baugruppen 1 einer Vorrichtung zum Steuern und/oder
Regeln von Prozessen wird daher durch eine der Anzahl der
Baugruppen 1 entsprechende Anzahl aneinandergereihter Bus-
Sockel-Module 7 gebildet, mit denen die Teilabschnitte 9
miteinander verbunden werden. Das Gehäuse 2 sitzt mit seiner
nicht näher bezeichneten Rückwand bei der Verbindung mit
der Federleiste 8 auf der Frontseite des jeweiligen Bus-
Sockel-Moduls 8. Die Kontakte der Federleiste 8 sind jeweils
mit den Leitungen 11, 12 und 13 verbunden. Die durchgehenden
Leitungen 11 sind mit einem Abzweig an die Kontakte der
Federleiste 8 angeschlossen. Die Leitungen 12 und 13 sind
dagegen mit einem Ende an jeweils einen Kontakt der
Federleiste 8 angeschlossen. Die Federleiste 8 und die
zugehörige Messerleiste des Baugruppenträgers können mit
einer Abschirmung versehen sein. Ebenso kann der Boden des
Gehäuses 2 oder das gesamte Gehäuse 2 mit einer Abschirmung
versehen sein, um den Einfluß störender elektromagnetischer
Felder zusätzlich zu der bereits durch die Normprofil-
Tragschiene 19 gebildeten Abschirmung zu reduzieren.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung eignet sich ins
besondere für serielle Busse. Beispielsweise sind die
Steckverbinder der Bus-Sockel-Module 7 und der Baugruppen 1
siebenpolig ausgebildet. Zwei Leitungen 11 werden z. B. für
einen seriellen Übertragungskanal zwischen den Baugruppen 1
verwendet. Zu einem Zeitpunkt kann nur eine Nachricht auf
diesem Kanal übertragen werden. Weitere Leitungen 11 können
für die gemeinsame Versorgung aller Baugruppen 1 mit
Betriebsspannung vorgesehen sein. Die Leitungen 12, 13 sind
für die Herstellung einer "Daisy-Chain"-Verbindung zwischen
den Baugruppen 1 bestimmt.
In Fig. 5 ist ein Blockschaltbild von vier Baugruppen darge
stellt, die eine speicherprogrammierbare Steuerung bilden
und die Leitungen 11, 12, 13 des Busses miteinander
verbunden sind. Die mit A, B, C, D bezeichneten Baugruppen
weisen die gleichen Gehäuse 2 auf. Die Bus-Sockel-Module 7
sind in Fig. 5 strichpunktiert angedeutet. An den Verbin
dungsstellen der Bus-Sockel-Module 7 sind Kontakte 28
angedeutet, die jeweils einer elektrischen Verbindung eines
Messers und einer Feder der Messer- und Federleisten 27, 24
entsprechen. Die Baugruppe A ist eine zentrale Verar
beitungseinheit, während die Baugruppen C bis D jeweils
Eingabe-Ausgabe-Baugruppen sind. Die zentrale Verarbei
tungseinheit wird auch als "Master" bezeichnet, während die
Eingabe-Ausgabe-Baugruppen B, C, D als "Slaves" bezeichnet
werden.
Der Bus enthält einen bidirektionalen Übertragungskanal für
Daten. Alle Baugruppen sind mit dem Ein- und Ausgang über
elektronische Schalter an den Übertragungskanal ange
schlossen. Weiterhin ist im Bus. z. B. eine an die alle
Baugruppen angeschlossenen Taktleitung vorgesehen. Für die
zentrale Baugruppe A und alle Eingabe/Ausgabe-Baugruppen B,
C, D kann eine gemeinsame Spannungsversorgung, z. B. 5 Volt,
vorgesehen sein.
Die Leitungen 12, 13 bilden eine sogenannte "Daisy-Chain"-
Verbindung, die darin besteht, daß ein von der zentralen
Baugruppe A ausgehendes Signal von den Leitungen 12, 13 nur
die ersten Eingabe/Ausgabe-Baugruppe B, von dieser zur
nächsten Eingabe-Ausgabe-Baugruppe C "weiterreicht". Den
Signalen auf den Leitungen 12, 13 sind bestimmte Bedeutungen
zugeordnet, die unten eingehend erläutert werden.
Auf dem bidirektionalen Kanal werden asynchron Telegramme
zwischen der zentralen Verarbeitungseinheit und jeweils
einem der Teilnehmer 3 bis 5 in beiden Richtungen über
tragen. Ein Telegramm besteht z. B. aus einem Startzeichen,
mehreren Datenzeichen, einem Stopzeichen und einem Paritäts
zeichen, wobei die Zeichen im einfachsten Fall jeweils 1 bit
umfassen. Die Telegramme werden seriell unter Kontrolle der
zentralen Baugruppe A übertragen. Die Eingabe-Ausgabe-
Baugruppen B, C, D bzw. weitere, nicht in der Zeichnung
dargestellte Teilnehmer werden durch ein Telegramm von der
zentralen Baugruppe A adressiert und zum Senden aufge
fordert. Ein Datenaustausch zwischen der zentralen Baugruppe
A und einer Eingabe-Ausgabe-Baugruppe besteht in einem
Aufruf und einer Antwort. Den Eingabe-Ausgabe-Baugruppen B,
C, D werden von der zentralen Baugruppe A automatischen
Adressen zugewiesen.
Eine Voraussetzung für eine automatischen Adressenzuweisung
an die Eingabe/Ausgabe-Baugruppen B, C, D ist die Zurück
setzung der Eingabe/Ausgabe-Baugruppen B, C, D durch ein
entsprechendes Signal auf einem Reset-Eingang. Die jeweilige
Eingabe/Ausgabe-Baugruppe kann nur dann nach dem Reset eine
Adresse aufnehmen, wenn an ihrem von der Leitung 13
gespeisten angeschlossenen Eingang eine binäre "1" ansteht.
Die dritte Bedingung für die Übernahme einer Adresse ist ein
Aufruf durch die Baugruppe A, der die Funktion "Adressen
zuweisung" hat und eine Adressen enthält.
Die Adressenkennung ist z. B. in einem Adreßbyte enthalten,
von dem ein Teil der Bits als eigentliche Adresse verwendet
wird, während die restlichen Bits für Funktionsauswahl
bestimmt sind. Eine dieser Funktionen ist für die Adreßzuwei
sung.
Nach dem Einschalten der Vorrichtung bzw. dem Reset der
Baugruppen läuft die automatische Adressenzuweisung wie
folgt ab:
Zu Beginn hat die Leitung 12 am Ausgang der Baugruppe A den
binären Wert "0". Die Baugruppe A ändert das Signal in eine
binäre "1", die am Teilnehmer an der Eingabe/Ausgabe-
Baugruppe B ansteht. Danach sendet die Baugruppe A einen
Aufruf mit der Funktion Adressenzuweisung und der Adresse
eins. Die Eingabe/Ausgabe-Baugruppe B übernimmt aufgrund des
binären "1" auf der eingangsseitigen Leitung 13 und der
binären "0" auf der ausgangsseitigen Leitung B die Adresse
eins als eigene Adresse in entsprechende Speicher und sendet
als Antwort die Adresse eins zur Baugruppe A zurück.
Weiterhin beaufschlagt die die ausgangsseitige Steuerleitung
9 mit einer binären "1", die Eingabe/Ausgabe-Baugruppe D.
Anschließend wiederholt sich der oben beschriebene Vorgang
für die Eingabe/Ausgabe-Baugruppe c die von der Baugruppe A
mit einem Aufruf die Adresse zwei zugewiesen wird. Nach dem
Senden der Antwort und der Beaufschlagung der ausgangs
seitigen Leitung 12 mit einer binären "1" folgt die
Adressenzuweisung für die Eingabe/Ausgabe-Baugruppe D, die
ebenfalls auf die oben beschriebene Art abläuft.
Die Eingabe-Ausgabe-Baugruppe, die eine Adresse übernommen
hat, behält diese, bis sie ein Reset-Signal erhält. Ein
Reset-Signal kann aus verschiedenen Gründen erzeugt werden.
Beispielsweise kann ein System-Reset oder ein Einschalt-
Reset erzeugt werden.
Wenn eine oder mehrere Eingabe-Ausgabe-Baugruppen vom Bus
abgetrennt werden, ist die über die Leitungen 12, 13
hergestellte "Daisy-Chain-Kette" unterbrochen. Hierdurch
entfallen die binären "1"-Signale auf den entsprechenden
Leitungen. Ab der entnommenen Eingabe-Ausgabe-Baugruppe
fällt die "Daisy-Chain-Kette" für die nachfolgenden
Baugruppen ab. Die weiterhin vorhandenen Baugruppen behalten
ihre Adresse, so daß das System mit diesen Baugruppen
weiterarbeiten kann.
Das Fehlen eines Teilnehmers wird von der zentralen
Baugruppe dann erkannt, wenn bei einem Aufruf keine Antwort
zurückgesendet wird.
Wenn die zentrale Baugruppe A das Fehlen einer Eingabe/Aus
gabe-Baugruppe festgestellt hat, versucht sie eine Adressen
zuweisung durchzuführen, die mit der der abgetrennten
Baugruppe entsprechenden Adresse beginnt. Hierauf folgen
Adressenzuweisungen mit höheren Adressen für die nachfol
genden Baugruppen. Der Adreßzuweisungsvorgang wird von der
zentralen Baugruppe A periodisch wiederholt.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Steuern und/oder Regeln von Prozessen, bei
der elektronische Bausteine in mehreren, miteinander durch
Leitungen verbundenen Baugruppen angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Baugruppen (1) jeweils in Gehäusen (2) gleicher
äußerer Abmessungen angeordnet sind und über rückseitig
angeordnete Steckverbinderelemente an Steckverbinderelemente
von Bus-Sockel-Modulen (7) anschließbar sind, die jeweils
einem Gehäuse (2) zugeordnet in einer Normprofil-Tragschie
ne (19) befestigbar sind und die in aneinandergereihter
Stellung Abschnitte der Leitungen (11, 12, 13) eines Busses
miteinander verbinden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß Leitungen (11) des Busses in den Bus-Sockel-Modulen (7) jeweils an einem Ende mit einer Messerleiste (27) und am anderen Ende mit einer Federleiste (24) verbunden sind und
daß die Messerleiste (27) in eine Federleiste (24) eines auf einer Seite benachbarten Bus-Sockel-Moduls (7) und die Federleiste (24) in einer Messerleiste (27) eines auf der anderen Seite benachbarten Bus-Sockel-Moduls (7) einfügbar ist.
daß Leitungen (11) des Busses in den Bus-Sockel-Modulen (7) jeweils an einem Ende mit einer Messerleiste (27) und am anderen Ende mit einer Federleiste (24) verbunden sind und
daß die Messerleiste (27) in eine Federleiste (24) eines auf einer Seite benachbarten Bus-Sockel-Moduls (7) und die Federleiste (24) in einer Messerleiste (27) eines auf der anderen Seite benachbarten Bus-Sockel-Moduls (7) einfügbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bus-Sockel-Module (7) jeweils auf einer Seite einen längeren, elastischen Rastvorsprung (15) und auf der gegenüberliegenden Seite zwei in Abstand voneinander angeordnete elastische Rastvorsprünge (16, 17) für das Einrasten in die Normprofil-Tragschiene (19) aufweisen und
daß die beiden Rastvorsprünge (16, 17) durch einen von Hand betätigbaren Bügel miteinander verbunden sind.
daß die Bus-Sockel-Module (7) jeweils auf einer Seite einen längeren, elastischen Rastvorsprung (15) und auf der gegenüberliegenden Seite zwei in Abstand voneinander angeordnete elastische Rastvorsprünge (16, 17) für das Einrasten in die Normprofil-Tragschiene (19) aufweisen und
daß die beiden Rastvorsprünge (16, 17) durch einen von Hand betätigbaren Bügel miteinander verbunden sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bus Leitungen (12, 13) enthält, die gemäß einer
"Daisy-Chain"-Verbindung zwischen den Baugruppen (1)
angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem jeweiligen Bus-Sockel-Modul (7) zwei Leitungsab
schnitte vorgesehen sind, die je zwischen der Messer
leiste (27) und dem Steckverbinderelement für die Baugrup
pe (1) und der Federleiste (24) und dem Steckverbinder
element für die Baugruppe (1) verlaufen.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das jeweilige Bus-Sockel-Modul (7) einen Mittelab
schnitt (14) aufweist, auf dem in einer Lage zwischen den
Vorderseiten der Schienen (20, 21) und dem Boden (22) der
Normprofil-Tragschiene (19) die Teilabschnitte der Leitungen
des Busses angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federleiste (24) des jeweiligen Bus-Sockel-Mo
duls (7) auf einem Absatz (23) der offenen Seite der
Normprofil-Tragschiene zugewandt ist und daß die Messer
leiste (27) auf einem Absatz (26) dem Boden (22) der
Normprofil-Tragschiene (19) zugeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine zentrale Baugruppe (A) und Eingabe/Ausgabe-
Baugruppen (B, C, D) über elektronische Schalter an
mindestens einen bidirektionalen Übertragungskanal des
Busses angeschlossen sind und daß die Eingabe/Ausgabe-
Baugruppen (B, C, D) durch eine "Daisy-Chain"-Verbindung an
die zentrale Baugruppe (A) angeschlossen sind, die den
Eingabe/Ausgabe-Baugruppen (B, C, D) über die "Daisy-Chain"-
Verbindung und dem Übertragungskanal automatisch Adressen
zuweist.
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