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DE363997C - Verfahren zur Gewinnung von hochprozentigem Sulfitzellstoff - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von hochprozentigem Sulfitzellstoff

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Publication number
DE363997C
DE363997C DEB91123D DEB0091123D DE363997C DE 363997 C DE363997 C DE 363997C DE B91123 D DEB91123 D DE B91123D DE B0091123 D DEB0091123 D DE B0091123D DE 363997 C DE363997 C DE 363997C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
production
high percentage
sulphite pulp
sulphite
acid
Prior art date
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Expired
Application number
DEB91123D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
E BRONNERT DR
Original Assignee
E BRONNERT DR
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Filing date
Publication date
Application filed by E BRONNERT DR filed Critical E BRONNERT DR
Priority to DEB91123D priority Critical patent/DE363997C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE363997C publication Critical patent/DE363997C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C1/00Pretreatment of the finely-divided materials before digesting
    • D21C1/04Pretreatment of the finely-divided materials before digesting with acid reacting compounds

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  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von hochprozentigem Sulfitzellstoff. Bei der Herstellung von Zellstoff nach M i t s c h e r 1 i c h mittels 'Kalziumbisulfit oder nach Ritter-Kellner mit aus Dolomit hergestelltem Kalziummagn.es.iumbisu,lfit bleibt das Erzeugnis immer noch mit einer gewissen Menge Inkrusten (Hemizellulosen) behaftet, die zum Unterschied von der reinen sogenannten a-Zellulose mehr oder weniger leicht in etwa aoprozentigem Alkali löslich sind.
  • Es gelingt zwar, den Zellstoff von einem weiteren Teil dieser Inkrusten zu befreien, wenn nach Ablassen der Sulfitlauge das Material einer Bäuchung mit dünner Soda oder mit dünner Ätznatronlauge oder besser mit einem passenden Gemisch beider unterzogen wird bei etwa r15° C, ähnlich wie es beim Bäuchen und Entfetten der Baumwolle üblich ist.
  • Es ist auch vorgeschlagen worden, zunächst eine Art Verseifung und Aufschließung der schlechtweg als Inkrusten bezeichneten Stoffe mittels Alkalikochung vorzunehmen und dann die noch verbliebenen Stoffe durch eine Sulfitkochung zu entfernen. Der Erfolg hat indessen a:üch hier nicht den Erwartungen entsprochen.
  • Nach der deutschen Patentschrift 2-3708r wird zwecks Gewinnung von Zellulose aus Holz zu Papierzwecken zwar auch schon Holz mit sehr schwacher Ätzsoda oder Säure vorbehandelt, und zwar ausgelaugt im offenen Gefäß, bis die Masse die Hälfte ihres Gewichtes verloren hat, und dann unter hohem Druck mit ätzender Soda oder Säurelösung gekocht.
  • Schon die wahlweise Benutzung von Soda oder Säure sowohl bei der Vorbehandlung als auch bei der Kochung unterscheidet das Verfahren scharf von der vorliegenden Erfindung, die nicht vorerst auslaugt ohne Druck, sondern durch die Säurebehandlung nur eine Spaltung bewirkt, also Auslaugfähiges schafft, das dann erst durch die folgende Bisulfitkochung weggelöst wird.
  • Die Trennung reinen Zellstoffs von den Inkrusten mittels konzentrierter Salzsäure ist für eine großtechnische Anwendung nicht geeignet.
  • Nach einer andererseits gemachten Beobachtung befinden sich die Inkrusten in glukosidartiger Bindung in der Holzsubstanz und kann man in der bei Glukosiden allgemein üblichen Weise eine Spaltung der glukosidartigen Verbindung mittels Säuren, z. B. o,5 bis o,7 Prozent Schwefelsäure, bewirken. Das aus der Holzsubstanz, sogenannte Lignozellulose, abgespaltene Lignin soll dann in wenig veränderter Barm durch Lösungsmittel, wie Essigsäure, ausziehbar sein.
  • Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung ist es nun gelungen, unter Nutzung dieser Beobachtung einen Zellstoff von überraschend hohem Gehalt an allein wertvoller a-Zellulose (bis zu etwa 99 Prozent) zu erhalten, wenn man in einem ersten Arbeitsgang durch Behandeln des in üblicher Weise vorbereiteten Holzes mittels verdünnter, etwa 1prozentiger Schwefelsäure unter Druck bei 115' C die Hydrolysation der verschiedenen Verbindungen herbeiführt, .die Säure dann zu evtl. erneuter . Verwendung abläßt, die zurückgebliebene Menge neutralisiert und sofort als zweiten Arbeitsgang eine Bisulfitkochung von üblicher Stärke (3 bis 3,5 Prozent SO.) bei z. B. i:2o° C folgen läßt.
  • Die Dauer der Kochung kann bei dem neuen Verfahren auf etwa 2/3 bis 1%2 der sonst nötigen Zeit eingeschränkt werden.
  • Der Verlauf des Lösungsvorganges kann sowohl durch Verfolgung der Abnahme des Gehaltes der Kochlauge an schwefeliger Säure als auch an entnommenen Zellstoffproben selbst festgestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-AN5PRUCi-I: Verfahren zur Gewinnung von hochprozentigem SulfitZ@llStoff, dadurch gekennzeichnet, daß man der üblichen Kochung des vorbereiteten Holzmaterials mit Kalziumbisulfit- oder Magnesiumkalziumbistilfitlauge unter Druck eine Aufschließung des Materials durch Kochen mit verdünnter, etwa iprozentiger Schwefelsäure unter schwachem Druck vorangehen läßt.
DEB91123D 1919-10-10 1919-10-10 Verfahren zur Gewinnung von hochprozentigem Sulfitzellstoff Expired DE363997C (de)

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DEB91123D DE363997C (de) 1919-10-10 1919-10-10 Verfahren zur Gewinnung von hochprozentigem Sulfitzellstoff

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DE363997C true DE363997C (de) 1922-11-16

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DE (1) DE363997C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE938229C (de) * 1943-05-25 1956-01-26 Phrix Werke Ag Verfahren zur Herstellung eines fuer die chemische Weiterverarbeitung geeigneten Zellstoffes durch Aufschluss mit nicht kaustifizierten Laugen
DE967570C (de) * 1941-12-23 1957-11-21 Phrix Werke Akt Ges Verfahren zur Erzeugung eines fuer die Viskoseherstellung geeigneten Zellstoffes aus pentosanreichen Einjahrespflanzen
DE968585C (de) * 1942-01-10 1958-03-06 Phrix Werke Ag Verfahren zur Erzeugung eines fuer die Kunstfaserherstellung geeigneten Zellstoffesaus Kiefernholz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967570C (de) * 1941-12-23 1957-11-21 Phrix Werke Akt Ges Verfahren zur Erzeugung eines fuer die Viskoseherstellung geeigneten Zellstoffes aus pentosanreichen Einjahrespflanzen
DE968585C (de) * 1942-01-10 1958-03-06 Phrix Werke Ag Verfahren zur Erzeugung eines fuer die Kunstfaserherstellung geeigneten Zellstoffesaus Kiefernholz
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