DE3639329C1 - Bandschleifmaschine - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bandschleifmaschine mit einem eine
Vielzahl von quer zur Förderrichtung des zu bearbeitenden Werk
stücks nebeneinander angeordneten Druckschuhen aufweisenden
Druckbalken, bei dem jedem Druckschuh eine eigene, in Abhängig
keit von Werkstückparametern betätigbare Andruckeinrichtung zu
geordnet ist, wobei die Andruckkraft der Andruckeinrichtung mit
tels einer die Werkstückparameter sowie örtliche und zeitliche
Daten des Werkstücktransportvorgangs berücksichtigenden Signal
verarbeitungseinheit gesteuert wird und zur Ermittlung von
Werkstückparametern eine Lichtquelle die Oberfläche des Werk
stücks beleuchtet, die in Förderrichtung vor oder hinter der
Auftreffstelle des Lichts angeordnet ist, und ein Lichtsensor
zur Detektion des auf die Werkstückoberfläche getroffenen Lichts
vorhanden ist.
Eine derartige Bandschleifmaschine ist durch die Deutsche Patentschrift DE 34 02 104 C2
bekannt. Sie bietet den Vorteil, die Andruckkraft der einzelnen
Druckschuhe einzeln in Abhängigkeit von der Werkstückform regeln
zu können. Hierbei wird ein flächiges Werkstück vorausgesetzt,
so daß die Werkstückform durch die äußere Begrenzung des flächi
gen Werkstücks bestimmt ist. Die Regelung der Andruckkraft hat
den Sinn, ein zu starkes Abschleifen der Kanten des Werkstücks
zu vermeiden. Nachdem die Werkstückform erkannt worden ist, wer
den die entsprechenden Druckschuhe, die sich im Bereich der Kan
te befinden, von der Mitte des Werkstücks aus zur Kante hin mit
abnehmender Andruckkraft gegen das Werkstück gedrückt, so daß
das unerwünschte Rundschleifen der Kanten wirksam vermieden
wird. Die bekannte Bandschleifmaschine ist auch in der Lage,
Dickenunterschiede von verschiedenen Werkstücken bei gleicher
Maschineneinstellung zu berücksichtigen. Hierzu ist den Abtast
rollen für die Werkstückformerkennung eine Dickenmeßeinrichtung
vorgeschaltet, die an einer Stelle die Dicke des Werkstücks
mißt, so daß die Dicke des Werkstücks durch die Steuerung der
Andruckkraft berücksichtigt werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine derartige Band
schleifmaschine so auszubilden, daß die Werkstückerkennung mit
einer einfachen Vorrichtung möglich ist, die darüber hinaus auch
eine Erkennung von Verwerfungen und anderen Unregelmäßigkeiten
erlaubt.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das auf
die Oberfläche des Werkstücks auftretende Licht der Lichtquelle
quer zur Förderrichtung linienförmig geformt ist und daß der
Lichtsensor einen Bereich abtastet, dessen Breite mindestens der
Breite des Druckbalkens entspricht und dessen Länge mindestens
so groß ist, daß durch unterschiedliche dicke und/oder unebene
Werkstücke bedingte Verschiebungen der auf den Werkstücken
sichtbaren Lichtlinie in Förderrichtung erfaßt werden.
Die erfindungsgemäße Bandschleifmaschine erlaubt nicht nur die
einfache Erkennung der Umrißform des Werkstücks, sondern auch
eine gleichzeitige Erkennung der Dicke sowie der Oberflächen
form. Durch die Projektion eines linienförmigen Lichtstriches
quer zur Förderrichtung mit einer Lichtquelle, die vor oder
hinter der Auftreffstelle angeordnet ist, führen Höhenunter
schiede an der Oberfläche des Werkstücks zu entsprechenden Ver
setzungen in Förderrichtung. Das linienförmig erzeugte Licht
einer in Förderrichtung hinter der Auftreffstelle angeordneten
Lichtquelle trifft auf das Werkstück früher auf als auf die
Transportebene, so daß die Querlinie auf der Oberfläche des
Werkstücks in Förderrichtung hinter der Querlinie auf der För
derebene des Förderbandes abgebildet wird. Weist die Oberfläche
des Werkstücks eine schlüsselförmige Verwerfung auf, entsteht
eine Lichtlinie, die von den höheren Kanten des Werkstücks bis
zur tiefstgelegenen Mulde von hinten nach vorn durchgebogen ist.
In ähnlicher Weise führt ein auf der Oberfläche aufgeklebtes
Fugenpapier oder eine sonstige treppenförmige Höhenänderung zu
einem entsprechenden nach hinten weisenden Absatz der Licht
linie. Mit Hilfe des Lichtsensors wird die Position der Licht
linie in Förderrichtung gemessen und durch die Signalverarbei
tungseinheit einer lokalen Höhe des Werkstücks zugeordnet. Auf
diese Weise lassen sich ohne weiteres Verwerfungen des Werk
stückes, Oberflächenunregelmäßigkeiten usw. erkennen und im
Schleifvorgang berücksichtigen. Bei der vorstehend angegebenen
Lösung wird das Licht der Lichtquelle linienförmig geformt, so
daß der linienförmige Lichtstreifen kontinuierlich auf dem Werk
stück bzw. in der Förderebene erzeugt wird.
In einer alternativen Ausführungsform produziert die Lichtquelle
einen geradlinig quer zur Förderrichtung mit hoher Frequenz be
wegten Lichtstrahl, so daß ein ständig erleuchteter Lichtstrei
fen entsteht.
In einer bevorzugten Ausführungsform besteht der Lichtsensor aus
einer Halbleiterkamera, deren lichtempfindliche Elemente wie bei
einer üblichen Fernsehkamera flächig angeordnet sein können.
Die Halbleiterkamera kann aber auch eine preiswertere sogenannte
Linienkamera sein, bei der die lichtempfindlichen Elemente
linienförmig angeordnet sind. Zur Abtastung wird mittels einer
mechanisch bewegten optischen Einrichtung eine Bewegung der von
der Halbleiterkamera zu erfassenden Abbildung des Bereichs im
wesentlichen senkrecht zur Erstreckung der lichtempfindlichen
Elemente bewirkt. Entlang der linienförmig angeordneten licht
empfindlichen Elemente erfolgt die Abtastung elektronisch. Bei
dieser Anordnung ist es vorteilhaft, wenn die lagemäßige Anord
nung der lichtempfindlichen Elemente der Förderrichtung ent
spricht, so daß die Förderrichtung die elektronische Abtastung
und quer zur Förderrichtung die mechanisch gesteuerte Abtastung
erfolgt. Die mechanische Bewegung der optischen Einrichtung wird
vorzugsweise durch die Drehbewegung eines Umlenkspiegels reali
siert. In anderen Ausführungsformen findet die Ablenkung des
Strahls durch oszillierend bewegte reflektierende oder durch
strahlte Prismen statt.
Die aufgrund einer unter Umständen nur geringen Verschiebung der
Lichtlinie in Förderrichtung bedingte geringe Auflösung kann in
vorteilhafter Weise dadurch erhöht werden, daß die Länge der Ab
bildung des abzutastenden Bereichs auf der Oberfläche der Halb
leiterkamera gedehnt ist. Dies kann mittels einer zylindrischen
Linse oder eines zylindrischen Umlenkspiegels geschehen. Da in
Förderrichtung die Höhenerkennung für die Oberfläche stattfin
det, ist die Dehnung in dieser Richtung für die erfindungsgemäße
Werkstückerkennung von besonderem Vorteil.
Die erfindungsgemäße Anordnung läßt sich außerdem vorteilhaft dazu ver
wenden, eine auf das Werkstück aufgebrachte Markierung der Werk
stoffart, beispielsweise der Holzart, ohne weiteres mitzuerken
nen. Hierzu umfaßt die Signalverarbeitungseinheit eine Auswer
tungseinrichtung für auf die Werkstücke aufgebrachte und sich
quer zur Förderrichtung erstreckende Strichcodes. Der beispiels
weise auf das Werkstück aufgestempelte Strichcode wird bei der
linienförmigen Beleuchtung und Abtastung in seiner Hell-Dunkel-
Verteilung erkannt und kann entsprechend zur Regelung des Druck
balkens verwendet werden. Hierdurch kann der Tatsache Rechnung
getragen werden, daß verschiedene Oberflächenmaterialien ver
schiedene Schleifdrucke erfordern.
In einer weiteren, besonders vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung umfaßt die Signalverarbeitungseinheit eine Einrich
tung, die die vom Lichtsensor der Signalverarbeitungseinheit
zugeführten Signale nach mehreren Helligkeitsstufen klassifi
ziert. Mit einer derartigen Einrichtung läßt sich bei der Ab
tastung der linienförmigen Beleuchtung beispielsweise Fugen
papier erkennen. Das gilt zumindest dann, wenn das Fugenpapier
einen starken Kontrast zur Oberfläche des Furniers aufweist.
Gegebenenfalls kann dieser Effekt dadurch hervorgerufen werden, daß beson
deres Fugenpapier, wie reflektierendes Fugenpapier, eingefärbtes
Fugenpapier oder mit einem fluoreszierenden Stoff getränktes
Fugenpapier verwendet wird. Auf diese Weise kann erreicht wer
den, daß das in der herkömmlichen Technik sehr schwierig abzu
schleifende Fugenpapier mit einem erhöhten Druck bearbeitet
wird, so daß eine sichere Entfernung des Fugenpapiers möglich
ist.
Die Erfindung soll im folgenden anhand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Es zeigt
Fig. 1 - eine schematische seitliche Darstellung einer
Breitbandschleifmaschine,
Fig. 2 - ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungs
gemäße Werkstückerkennungseinrichtung in einer
seitlichen perspektivischen Ansicht,
Fig. 3 - die Draufsicht auf die Belichtungsanordnung
aus Fig. 2,
Fig. 4 - eine schematische Darstellung des Bildfeldes
für den Lichtsensor bei einem in Förderrich
tung gestreckten abzutastenden Bereich,
Fig. 5 - eine schematische Darstellung der Abtastung
mit einer Halbleiterkamera,
Fig. 6 - ein Beispiel für die Abtastung eines Strich
codes mit der dabei entstehenden Helligkeits
verteilung und
Fig. 7 - ein Ausführungsbeispiel für die Abtastung von
Fugenpapierstücken mit einer Darstellung der
zugehörigen Helligkeitsverteilung.
In Fig. 1 ist ein Transportband 1 für Werkstücke 2 darge
stellt. Das Transportband 1 läuft zwischen zwei Umlenkrol
len 3, 4 von denen eine angetrieben ist. Zur Durchführung
der gewünschten Oberflächenbearbeitung läuft das Werkstück 2
auf dem Transportband 1 unter einem Schleifband 5 hindurch,
das als endloses Band ausgebildet und um mindestens
drei Umlenkrollen 6 geführt ist. (Die obere Umlenkrolle ist in
der Zeichnung nicht dargestellt.) Zwei der Umlenkrollen 6
sind parallel zum Obertrum des Transportbandes 1 ausgerich
tet, so daß das Schleifband 5 zwischen den beiden Rollen 6
(Schleifzone) parallel zum Obertrum des Transportbandes 1
verläuft. Das Schleifband 5 wird zwischen den beiden genann
ten Umlenkrollen 6 mit Hilfe eines aus mehreren Druckschuhen
7 gebildeten Druckbalkens 13 gegen das Werkstück 2 gedrückt.
Die Druckkraft jedes Druckschuhes 7 wird durch je eine aus
einem Elektromagneten gebildete Andruckeinrichtung 8 einge
stellt, wobei der Erregerstrom des Elektromagneten über eine
Spannungversorgungsleitung 9 mit Hilfe eines eine Signalverarbei
tungseinheit bildenden Rechners 10 eingestellt wird. Der
Rechner 10 ist mit einer Werkstückserkennungseinrichtung 11
verbunden, die das Vorhandensein eines Werkstückteils im Be
reich des jeweiligen Druckschuhes 7 sowie weiterer Parameter
des Werkstücks 2 erkennt und diese Informationen dem Rech
ner 10 weiterleitet. Mit dem Rechner 10 ist weiterhin ein
Eingabetastenfeld 12 a verbunden, mit dem z. B. die Höhe des
Schleifdrucks beim vollflächigen Schleifen für das bestimmte
Werkstück 2 eingegeben werden kann. Auf einem ebenfalls mit
dem Rechner 10 verbundenen Bildschirm 12 können die in den
Rechner 10 eingegebenen Daten sichtbar gemacht werden. Da
das Werkstück 2 zwischen der Werkstückerkennungseinrichtung
11 und dem Druckbalken 13 eine gewisse Transportzeit durch
läuft, darf die Steuerung durch die Werkstückerkennungsein
richtung 11 nicht sofort erfolgen. Die Einstellung einer
festen Verzögerungszeit ist ungünstig, weil hierdurch
Schwankungen der Vorschubgeschwindigkeit des Transportban
des 1 nicht berücksichtigt werden können und darüber hinaus
bei einem Stillstand des Transportbandes 1 eine Fehlsteue
rung einsetzt. Aus diesem Grunde ist die Umlenkrolle 4 mit
einem Impulsgeber 15 versehen, dessen Impulse in den Rech
ner 10 geleitet werden, der seinerseits lediglich den Ein
gang einer vorbestimmten Anzahl von Impulsen abzuwarten
braucht, um die durch die Werkstückerkennungseinrichtung 11
verursachte Steuerung vorzunehmen. Selbstverständlich sind
auch andere Meßeinrichtungen für die Transportgeschwindig
keit möglich.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungs
gemäße Werkstückerkennungseinrichtung 11. Diese besteht aus
einer Lichtquelle 16, deren Licht linienförmig geformt ist
und auf der durch das Transportband 1 gebildeten Transportebene
einen senkrecht zur Förderrichtung F stehenden Lichtstrich
17 verursacht. Durch das in Fig. 2 etwas zylindrisch nach
oben geformt dargestellte Werkstück wird auf der Oberfläche
des Werkstücks 2 ein gebogener Lichtstrich 17 erzeugt, der
zu den Längskanten des Werkstücks 2 nach hinten gerichtet
ist und eine in Förderrichtung F nach vorn gerichtete Wöl
bung aufweist. Diese Wölbung kommt dadurch zustande, daß die
Lichtquelle 16 in Förderrichtung F hinter dem Werkstück an
geordnet ist, also schräg auf das Werkstück 2 strahlt. Eine
als Lichtsensor wirkende Halbleiterkamera 18 erkennt die
Form der gebogenen Lichtlinie 17′, indem sie die Oberfläche
des Werkstücks 2 im wesentlichen senkrecht zur Transport
ebene abtastet. Durch die Erkennung der räumlichen Position
der Lichtlinie 17′ ermittelt der Rechner 10 die lokalen
Höhen der Oberfläche des Werkstücks 2 und steuert entspre
chend die Bandschleifmaschine.
Fig. 3 verdeutlicht in einer Draufsicht von oben die Aus
bildung der Lichtlinie 17 in der Transportebene des
Transportbandes 1 sowie der gebogenen Lichtlinie 17′ auf der Ober
fläche des Werkstücks 2. Die gestrichelten Linien 19 beider
seits der gebogenen Lichtlinie 17′ begrenzen die Länge l
des Bereichs 20, der durch die Halbleiterkamera 18 ab
getastet wird. Hierzu kann die Halbleiterkamera 18 in üblicher Weise
mit flächig angeordneten Bildsensoren versehen sein, die den ge
samten Bereich 20 mit ihren Bildpunkten gleichzeitig ab
tasten und seriell ausgelesen werden können.
Der Abstand a zwischen der Lichtlinie 17 und dem vordersten
Ende der gebogenen Lichtlinie 17′ gibt ein Maß für die Dicke
des mit seinen Enden nach oben verworfenen Werkstücks 2 an,
während das Maß b die Höhe der seitlichen Verwerfungen
charakterisiert.
Fig. 4 zeigt schematisch den selben Sachverhalt wie Fig. 3,
jedoch mit einem Bild, bei dem die Abbildung des abzutasten
den Bereichs 20 in Förderrichtung F mit Hilfe einer zylin
drischen Linse oder eines zylindrischen Umlenkspiegels ge
dehnt ist. Ersichtlich wird hierdurch die Auflösung in dem
interessierenden Bereich 20 wesentlich vergrößert, so daß
eine genaue Werkstückerkennung möglich ist.
Fig. 5 zeigt schematisch die Abtastung mit einer Halblei
terkamera 18′, die nur linear ausgerichtete lichtempfind
liche Elemente aufweist. Die Ausrichtung dieser linienförmig
angeordneten lichtempfindlichen Elemente erfolgt so, daß
diese das Werkstück 2 in Förderrichtung F abtasten, während
die Abtastung senkrecht zur Förderrichtung F durch einen
rotierenden Umlenkspiegel 21 vorgenommen wird. Die elektro
nische Abtastung mit Hilfe der linienförmig angeordneten
lichtempfindlichen Elemente der Halbleiterkamera 18′ er
folgt dabei wesentlich schneller als die durch die mechani
sche Bewegung des Umlenkspiegels 21 verursachte Abtastung
senkrecht zur Förderrichtung F.
Fig. 6 zeigt eine außerordentlich vorteilhafte Ausnutzung
der erfindungsgemäßen Werkstückerkennung 10. Dargestellt ist
das vordere Ende eines Werkstücks 1, auf dem die gebogene
Lichtlinie 17′ aufgrund der Form der Oberfläche des Werk
stücks 2 versetzt zu der Lichtlinie 17 in der Transport
ebene entsteht. Das vordere Ende des Werkstücks 2 ist mit
einem aus drei Balken 22 unterschiedlicher Breite gebildeten
Strichcode versehen, der die Form der gebogenen Lichtlinie
17′ nicht verändert, bei der Abtastung im Lichtsensor 18, 18′
jedoch einen Helligkeitsverlauf erzeugt, der in Fig. 6
ebenfalls dargestellt ist. Dieser Helligkeitsverlauf kann
durch eine Erkennungseinrichtung als Kennzeichen für ein
bestimmtes Oberflächenmaterial erkannt und zur Steuerung der
Bandschleifmaschine ausgenutzt werden. Selbstverständlich
sind mit einem solchen Strichcode 22 auch andere, für den
Schleifvorgang relevante Parameter kodierbar und automatisch
bei der Abtastung mit dem Lichtsensor 18, 18′ erkennbar.
Eine ähnliche Ausnutzung der erfindungsgemäßen Werkstück
erkennungseinrichtung zeigt Fig. 7. Ein seit langem be
stehendes Problem beim Schleifen von furnierten Holzplatten
besteht darin, daß zur Festlegung der Furnierstreifen Fugen
papiere 23 verwendet werden, die auf die Furnierschichten
als Klebestreifen aufgeklebt werden. Diese müssen beim
Schleifvorgang vollständig entfernt werden. Darüber hinaus
soll der darunter befindliche Bereich ebenfalls sorgfältig
geschliffen werden. Die Furnierpapiere 23 haben eine von
der Zähigkeit des Oberflächenmaterials verschiedene Zähig
keit, so daß ihre Entfernung beim Schleifvorgang häufig
nicht vollständig gelingt.
Bei der erfindungsgemäßen Bandschleifmaschine kann ein für
die Fugenpapiere 23 besonders starker Schleifdruck einge
stellt werden, wenn die Fugenpapiere 23 als solche erkannt
werden. Dies ist ohne weiteres möglich, wenn die Fugenpapie
re 23 ein besonders kontrastreiches Signal bei der Beleuch
tung erzeugen. Bei dunkelfarbigem
Furnierholz ist dies ohne weiteres durch die Verwendung von
weißen Fugenpapieren 23 gegeben. Bei helleren Hölzern kann
entweder schwarzes Fugenpapier 23 oder reflektierendes Fu
genpapier 23 verwendet werden. Wird nur ein einlagiges Fu
genpapier 23 verwendet, entsteht wegen der nur geringen
Stärke des Fugenpapiers 23 praktisch keine Versetzung der
Lichtlinie 17′ aufgrund einer Höhenänderung. Der Lichtsen
sor 18, 18′ kann jedoch einen starken Helligkeitsunterschied
detektieren. Eine derartige Kontraste, also Helligkeitsun
terschiede, gegenüber der Umgebung erkennende Detektions
einrichtung ermöglicht daher die Erkennung des Vorhanden
seins von Fugenpapier 23, so daß die Bandschleifmaschine in
geeigneter Weise zur Entfernung des Fugenpapiers 23 automa
tisch gesteuert werden kann.
Claims (9)
1. Bandschleifmaschine mit einem eine Vielzahl von quer zur
Förderrichtung des zu bearbeitenden Werkstücks (2) nebenein
ander angeordneten Druckschuhen (7) aufweisenden Druckbal
ken (13), bei dem jedem Druckschuh (7) eine eigene, in Ab
hängigkeit von Werkstückparametern betätigbare Andruckein
richtung (8) zugeordnet ist, wobei die Andruckkraft der An
druckeinrichtung (8) mittels einer die Werkstückparameter
sowie örtliche und zeitliche Daten des Werkstücktransport
vorgangs berücksichtigenden Signalverarbeitungseinheit (10)
gesteuert wird und zur Ermittlung von Werkstückparametern
eine Lichtquelle (16) die Oberfläche des Werkstücks (2) be
leuchtet, die in Förderrichtung vor oder hinter der Auf
treffstelle des Lichts angeordnet ist, und ein Lichtsensor
(18; 18′) zur Detektion des auf die Werkstückoberfläche ge
troffenen Lichts vorhanden ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß das auf die Oberfläche des
Werkstücks (2) auftreffende Licht der Lichtquelle (16) quer
zur Förderrichtung (F) linienförmig geformt ist und daß der
Lichtsensor (18; 18′) einen Bereich (20) abtastet, dessen
Breite mindestens der Breite des Druckbalkens (13) ent
spricht und dessen Länge (l) mindestens so groß ist, daß
durch unterschiedlich dicke und/oder unebene Werkstücke (2)
bedingte Verschiebungen der auf den Werkstücken (2) sichtba
ren Lichtlinie (17′) in Förderrichtung (F) erfaßt werden.
2. Bandschleifmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (16) einen
geradlinig quer zur Förderrichtung (F) mit hoher Frequenz
bewegten Lichtstrahl produziert und daß der Lichtsensor (18;
18′) einen Bereich (20) abtastet, dessen Breite mindestens
der Breite des Druckbalkens (13) entspricht und dessen Län
ge (l) mindestens so groß ist, daß durch unterschiedlich
dicke und/oder unebene Werkstücke (2) bedingte Verschiebun
gen der auf den Werkstücken (2) sichtbaren Lichtlinie (17′)
in Förderrichtung (F) erfaßt werden.
3. Bandschleifmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Lichtsensor (18; 18′) aus einer Halblei
terkamera besteht.
4. Bandschleifmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die lichtempfindlichen Elemente der Halbleiterkamera
(18′) linienförmig angeordnet sind und daß mittels einer
mechanisch bewegten optischen Einrichtung eine Bewegung der
von der Halbleiterkamera (18′) zu erfassenden Abbildung
des Bereichs (20) im wesentlichen senkrecht zur Erstreckung
der lichtempfindlichen Elemente bewirkt wird.
5. Bandschleifmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die lagemäßige Anordnung der lichtempfindlichen Elemente
der Förderrichtung (F) entspricht.
6. Bandschleifmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die optische Einrichtung ein Umlenkspiegel (21)
ist.
7. Bandschleifmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Länge der Abbildung des abzu
tastenden Bereichs (20) auf der Oberfläche der Halbleiter
kamera (18; 18′) gedehnt ist.
8. Bandschleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die Signalverarbeitungseinheit
(10) eine Auswertungseinrichtung für auf die Werk
stücke (2) aufgebrachte und sich quer zur Förderrichtung
erstreckende Strichcodes (22) umfaßt.
9. Bandschleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß die Signalverarbeitungsein
heit (10) eine Einrichtung umfaßt, die die vom Lichtsensor
(18; 18′) der Signalverarbeitungseinheit (10) zugeführten
Signale nach mehreren Helligkeitsstufen klassifiziert.
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