-
Vorrichtung zum Fördern von Umdrehungskörpern, insbesondere Granaten,
durch ihr Eigengewicht. Es sind bereits Vorrichtungen zum Fördern von Umdrehungskörpern
durch ihr Eigengewicht bekannt geworden, und zwar handelt es sich hierbei um mit
Rollen ausgerüstete Bahnen bzw. um einfache Blechrinnen, vorausgesetzt, daß ein
genügend großes . Gefälle- vorhanden -ist. Der Nachteil dieser bekannten Anordnung
ist darin zu erblicken, daß entweder hohe Anschaffungs- und Unterhaltungkosten in
Frage kommen oder nur eine Förderung auf kurzen Strecken möglich ist. Ein weiterer
großer Nachteil aller derartiger Fördervorrichtungen besteht darin, daß die Förderbahn
nur in
gerader Richtung und nicht in Kurven angeordnet werden kann.
-
Der Zweck der Erfindung ist nun, diese Nachteile zu beseitigen, und
zwar wird dies im. wesentlichen dadurch erreicht, daß die Fördervorrichtung aus
einer einfachen Blechrinne mit einem Gefälle von etwa z ° besteht, die auf dem geraden
Teil der. Förderbahn nach einem dem Durchmesser des zu fördernden Umdrehungskörpers
entsprechend gewählten Radius gebogen ist, während die gekrümmten Teile der Förderbahn
an der dem Krümmungsmittelpunkt der Kurve zugekehrten Hälfte nach einem größeren
Radius gebogen sind, und die Innenkante der Kurve in der wagerechten Ebene oberhalb
der Außenkante liegt.
-
Auf den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele der Förderbahn
gemäß der Erfindung veranschaulicht, und zwar stellen dar: Abb. i einen Ouerschnitt
durch die Förderbahn gemäß für gerade Strekken, Abb.2 eine abgeänderte Ausführungsform
dieser Förderbahn, Abb. 3 einen Querschnitt durch eine Kurvenstrecke der Förderbahn
gemäß der Erfindung, Abb.4 einen der Abb.2 ähnlichen Querschnitt durch eine Kurvenstrecke
der Förderbahn, Abb.5 eine schematische Draufsicht auf die Förderbahn mit einem
Umdrehungskörper, Abb. 6 eine der Abb. 5 ähnliche Draufsicht mit dem zu fördernden
Körper in einer anderen Lage, Abb.7 die Draufsicht auf eine Kurvenstrecke gemäß
der Erfindung, Abb.8 eine Ansicht gegen die Kurvenstrecke, Abb. g eine schematische
Ansicht einer rechtwinklig abgebogenen Strecke, Abb. io die Draufsicht auf eine
rechtwinklig abgebogene Strecke, Abb. i i einen Schnitt nach der Linie x-y der Abb.
i o, Abb. 12 die Draufsicht auf eine nach zwei Richtungen abzweigende Rinne gemäß
der Erfindung, Abb. 13 die Draufsicht auf eine Rinne zum Fördern zylindrischer Umdrehungskörper
und Abb. 14 einen Querschnitt durch die Rinne gemäß der Abb. 13.
-
Als Fördervorrichtung findet gemäß der Erfindung eine einfache Blechrinne
i Verwendung, die nach einem dem jeweils zu fördernden Umdrehungskörper entsprechenden
Radius gebogen ist. Die Förderrinne hat auf ihrer ganzen Länge nur ein sehr geringes
Gefälle, und zwar teträgt dieses etwa nur i°. Zweckmäßig wird die Rinne nicht, wie
Abb. i, sondern wie Abb.2 zeigt, hergestellt, und "zwar bildet hier die eigentliche
Blechrinne :2 nur die eine Längshälfte der Förderbahn, während die andere Hälfte
durch ein Winkeleisen 3 ersetzt ist, das in geeigneter Weise mit crem aus Blech
bestehenden Teil 2, der Rinne verstrebt ist. Zur Verstärkung einer derartig ausgebildeten
Förderrinne kann an dem untersten Punkte des gebogenen Bleches 2 ein Winkeleisen
q. angenietet werden. Die durch das Winkeleisen 3 gebildete Kante dient dabei zum
Tragen des spitzbogenförmigen Teiles von Granaten, die als zu fördernde Körper hauptsächlich
in Frage kommen. Um das Bewegen der Granaten in Kurvenstrecken zu ermöglichen, muß
die Rinne die in Abb.3 und 4. dargestellte Gestalt erhalten. Hier sind die zu beiden
Seiten der mittleren Längsachse der Rinne liegenden Teile des Bleches nach @ erschiedenen
Radien gebogen, und zwar ist der zum Tragen des Spitzbogens dienende Teil 5 nach
einem größeren Radius gekrümmt als der das hintere Ende der Granate stützende Teil
6.
-
Die Oberkante 7 des Teiles 5 liegt dabei in der wagerechten Ebene
oberhalb der Oberkante 8 des Teiles 6. Die in Abb. q. im Querschnitt dargestellte
Förderrinne ist in der gleichen Weise wie die in Abb. 3 veranschaulichte ausgebildet,
nur ist hier wieder die eine Rinnenhälfte durch ein Winkeleisen 3 ersetzt, dessen
Tragkante 9 ebenfalls in der wagerechten Ebene höher liegt als die Kante
8 des ge?--ogenen Bleches 6.
-
Um eine Kurve der Förderbahn herzustellen, wird ein gemäß Abb. 3 bzw.
Abb. q. gebogenes Blech io mit den beiden im Winkel gegeneinanderstehenden geraden
Rinnenstreifen i i und 12 verbunden. Die Verbindung des Teiles io mit den Teilen
ii und 12 erfolgt dabei, wie aus den Abb. 7 und 8 ersichtlich ist, derart, daß die
Innenkante 13 des Kurventeiles io unterhalb .des Teiles ii der Förderrinne bei 14
übersteht, und zwar hat dieser überstehende Teil in der Förderrichtung eine etwa
dem Durchmesser des zu fördernden Körperes entsprechende Länge. Am Ende des Kurvenstückes
io ist der anschließende, geradlinig verlaufende Teil 12 der Förderbahn in die Kurvenstrecke
io hineingreifend ausgebildet, und zwar hat der in dem Kurventeil io sich hineinerstreckende
Ansatz 15 der Rinne 12 die gleiche Länge wie der überspringende Teil 14 am Anfang
der Kurvenstrecke.
-
Die Wirkungsweise der bisher beschriebenen Fördervorrichtung ist kurz
folgende: Die Granate 16 wird am Anfang der Rinne i i in der aus Abb. 7 ersichtlichen
Weise einge' racht, derart, daß sie mit ihrem hinteren Ende in der Rinne liegt,
während kurz vor
Beginn des Spitzbogens die Granate auf der Kante
der Blechrinne i i oder des Winkels 3 (Abb. 2 und 4) aufliegt.
-
Beim Abrollen der Granate 16 kann es nun vorkommen, daß infolge irgendwelcher
Unregelmäßigkeiten oder aber durch Gleiten des einen oder anderen Endes die Granate
16 die aus Abb. 5 ersichtliche Lage in der Rinne i i einnimmt. Wie diese Abbildung
zeigt, liegt der Spitzbogenteil der Granate 16 in der Förderrichtung vor dem hinteren
Ende der Granate, so daß jetzt nicht mehr der zylindrische Teil der Granate auf
der Kante der Rinne aufruht, sondern der Spitzbogen selbst. Das Abrollen erfolgt
somit auf verschiedenen Durchmessern, und zwar am hinteren Ende auf einem größeren
Durchmesser, so daß dieser schneller vorwärts bewegt wird und die Granate nach kurzer
Zeit sich aufrichtet, derart, daß sie wieder die in Abb.7 in der Rinne i r veranschaulichte
Lage einnimmt. Aus dem gleichen Grunde kann die Granate 16 auch die in Abb. 6 veranschaulichte
Lage einnehmen, in welcher der Spitzbogen hinter dem Hinterteil der Granate in der
Förderrichtung liegt. Hier rollt jetzt die Granate mit ihrem vorderen Teil auf einem
größeren Durchmesser, wodurch wiederum das Aufrichten erfolgt. In den Kurven dient
die Innenkante 13 als Leitkurve, und auch hier erfolgt das Aufrichten der Granate,
falls sie eine Verzögerung des einen oder anderen Endes aufweist, in der gleichen
Weise, wie es mit Bezug auf die Abb. 5 und 6 beschrieben worden ist. Wie deutlich
aus den Abb. 7 und 8 ersichtlich ist, ist das Kurvenstück io breiter als die geraden
Strecken i i und 12. Um ein stoßfreies Fördern der Granate durch die Kurvenstrecke
hindurch zu ermöglichen, sind die übergreifenden Ansätze 14 und 15 an den Teilen
io bzw. 1z vorgesehen, so daß die Granate 16 beim Anfang der Kurve mit ihrem Spitzbogenteil
sowohl auf der Oberkante 17 des Teiles i r als auch auf der Kante 13 des Vorsprunges
14 gleichzeitig aufruht. In gleicher Weise ruht am Ende der Kurve ' der Spitzbogen
der Granate gleichzeitig auf der Innenkante 13 des Kurvenstückes io und der Kante
18 des Vorsprunges 15 auf.
-
Um ein Verstopfen der Rinne zu vermeiden, falls ein zu fördernder
Körper infolge irgendeiner Unregelmäßigkeit in die Rinne hineinfallen sollte, wird
diese in der aus den Abb. 2 und 4 ersichtlichen Weise ausgespart, so daß der in
die Rinne hineinfallende Körper durch diese Aussparung hindurchfällt und so keine
Betriebsstörungen veranlassen kann.
-
Wie die Abb. 7 erkennen läßt, ist es nur möglich, eine Abbiegung nach
der dem Spitzbogen zugekehrten Seite zu ermöglichen. Wollte man versuchen, nach
der entgegengesetzten Richtung einen Umdrehungskörper zu hewegen, der in der aus
Abb. 7 er sichtlichen Weise in die Rinne eingelegt ist, so müßte dieser Körper 16,
wie die Abb. 9 erkennen läßt, eine durch die punktierte Linie i 9 dargestellte Schleife
beschreiben, um aus der Strecke 2o in die Strecke 21 hineinzugelangen. Hierdurch
würde jedoch das Gefälle zu groß, und die Granaten müßten auch einen unnütz langen
Weg durchlaufen.
-
Eine Vorrichtung, utn eine derartige Förderung von Granaten zu ermöglichen,
ist in Abb. i o in der Draufsicht und in Abb. i i im senkrechten Ouerschnitt dargestellt.
Die Neiden Rinnen 22 und 23 sind durch ein Blech 24 miteinander verbunden, das an
seinem der Rinne 22 zugekehrten Ende entsprechend deren Biegung ausgebildet ist,
während der mittlere Teil eben bleibt. Auch das in die Rinne 23 hineinreichende
andere Ende des Bleches 24 ist derart abgebogen, daß es sich der Gestalt dieses
Rinnenteiles anpaßt. An dem der Rinne 23 gegenüberliegenden verbreiterten Ende des
Bleches 24 sind zwei aufwärts sich erstreckende Stifte 25 und 26 vorgesehen.
-
Die Wirkungsweise dieser Rinne ist nun folgende: Die in Richtung des
Pfeiles 27 in der Rinne 22 ankommende Granate 28 bewegt sich über den ebenen Teil
des Bleches 24 hinweg, und zwar ist dies ohne weiteres dadurch möglich, daß das
Blech 24 ein größeres Gefälle, und zwar etwa 2° hat. Bei der weiteren Bewegung in
Richtung des Pfeiles 27 stößt der Vorderteil der Granate 28 gegen den Stift 25,
wodurch die Granate in Richtung des Pfeiles 29 gedreht wird. Sobald ihr hinteres
Ende gegen den zweiten Zapfen 26 stößt und die Längsachse der Granate parallel zur
Längsachse der Rinne 22 liegt, gleitet sie von dem Blech 24 in Richtung des Pfeiles
30 fort in die Rinne 23 hinein, in der sie dann die in Abb. io veranschaulichte
Lage einnimmt.
-
Sollen von einer Stelle aus Granaten sowohl nach der einen als auch
nach der anderen Seite der Rinne befördert werden, so müssen die Granaten, wie Abb.
12 erkennen läßt, derart in die Rinne 31 eingebracht werden, daß die nach der Rinne
32 zu fördernden Granaten finit dem Spitzbogen nach der dem Krümmungsmittelpunkt
der Kurvenstrecke 32 zugekehrten Seite liegen, während die nach der Kurvenstrecke
33 zu fördernden Granaten mit dem Spitzbogen nach der entgegengesetzten Seite liegend
in die Rinne 31 eingelegt werden müssen. ' Um das richtige Einlegen der Granaten
in die Rinne zu erleichtern, wird, wie Abb. 12 zeigt, am Anfang der Rinne 31 ein
Anschlag 34 0. dgl. vorgesehen, gegen den das hintere
Ende der Granate
gelegt wird. Soll eine Förderung nach beiden Richtungen hin erfolgen, wie dies Abb.
12 zeigt, so wird der Anschlag selbstverständlich, wie auch in dieser Abbildung
angegeben worden ist, doppelseitig ausgebil#let, so @laß rlie nach bei ien Richtungen
zu fördernden Granaten in die richtige Anfangslage gebracht werden können.
-
Zur Förderung von zylindrischen Umdrehungskörpern 35 dient die in
den Abb. 13 und 14 veranschaulichte Rinne 36. Wie insl,esondere aus Abb. 1,1 ersichtlich
ist, ist die Rinne 36 nach einem bedeutend größeren Radius gekrümmt als die zum
Fördern von Granaten dienende Rinne. Die Breite der Rinnen ist etwas größer als
die Länge des zu fördernden Körpers; diese Breite der Rinne wird auch in Kurvenstrecken
beibehalten. Auch für diese Förderrinnen beträgt das Gefälle etwa i'. Der Umdrehungskörper
wird während des Rollens in der Rinne 36 durch irgendwelche Unregelmäßigkeiten in
den äußeren Durchmessern leicht aus seiner ihm ursprünglich gegefenen Lage abgelenkt,
so daß alsdann die eine oder andere Endkante des Körperes 35 auf die Kante 37 bzw.
38 der Rinne 36 aufläuft. Hierdurch findet ein allmähliches Wiederaufrichten des
Körpers statt, und zwar l:ewegt sich der Körper 35 hierbei entlang einer geschlängelten
Linie, wie dies deutlich aus Abb. 13 ersichtlich ist.
-
Der Umdrehungskörper 35 wird anfangs in die aus Abb. 1¢ ersichtliche
Lage in die Rinne 36 eingebracht, in der er vollständig innerhalb der Rinne liegt.
Würde sich ihm nun keinerlei Hindernis bieten und keinerlei Unterschied in den verschiedenen
Rollradien sein, so müßte er sich in dieser Lage unbegrenzt weiterbewegen. Praktisch
sind diese eben geschilderten Bedingungen jedoch selten zu erzielen. Aus diesem
Grunde ist die Breite der Rinne 36 so schmal gewählt, daß bei irgendeiner %'erzögerung
des einen oder anderen Endes des Körpers 35 sofort ein Aufrollen des in der Förderrichtung
hinten liegenden Endes des Körpers auf die Kanten der Rinne und somit ein Aufrichten
des zylindrischen Umdrehungskörpers erfolgt.